wie ihr vielleicht schon in meinem Profil gelesen habt, studiere ich an der Westsächsischen Hochschule Zwickau (FH), abgekürzt WHZ, im Studiengang Verkehrssystemtechnik. Und von diesem möchte ich etwas erzählen. Allerdings gehe ich nicht auf jedes Fach einzeln ein. Man möge mir bitte dieses Verzeihen.
Warum studiere ich in Zwickau
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Dies e Frage stellt sich denen, die wissen, dass mein Heimatwohnort Pirna direkt neben Dresden liegt. In Dresden gab es bis 1992 die Hochschule für Verkehrswesen, welche dann zu großen Teilen in die TU Dresden integriert wurde. Nun habe ich „nur“ die Fachhochschulreife, mit dieser konnte ich nicht an die TU Dresden gehen. Aber dies hatte ich nicht vor.
Schon vor Erlangung der Fachhochschulreife habe ich mir Gedanken über meine Zukunft gemacht. Und die sollte beim Studium in Zwickau liegen. Als weiteren Vorteil sah und sehe ich den Praxisbezug einer Fachhochschule, welcher immer wieder als Vorteil einer FH genannt wird.
Außerdem kann man, wenn man nicht am oder in der Nähe vom Heimatwohnort studiert, mehr Selbstständigkeit lernen. Denn ich wohne im Studentenwohnheim, von dem ich schon berichtet habe, und muss viel mehr allein machen, als daheim.
Und so kam es, dass ich mich Anfang September 2000 in Zwickau in den Studiengang Verkehrssystemtechnik einschrieb.
Das Grundstudium
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Es umfasst das erste bis dritte Semester. Nach diesen drei Semester hat man das Vordiplom in der Tasche, wenn man alle Prüfungen geschafft hat.
Leider hat das Grundstudium sehr wenig mit Verkehr zu tun.
Da sich der Studienablaufplan (also wann es welches Fach gibt) inzwischen geändert hat, berichte ich im Folgendem nur von meinem Grundstudium.
1. Semester (September 2000 – Februar 2001)
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Im ersten Semester war ich natürlich vor allem daran interessiert, meine Kommilitonen kennen zu lernen. Dies habe ich auch gemacht, wobei dies bei Anfangs 16 Leuten kein Problem war.
Studienmäßig wird man mit Mathematik, Physik, Technischer Mechanik, BWL, Elektrotechnik, Englisch, Informatik, Konstruktionslehre, Werkstofftechnik und Wirtschaftsrecht konfrontiert.
Das Fach Wirtschaftsrecht haben wir nach dem ersten Semester schon abgeschlossen, Konstruktionslehre ging dann im zweiten Semester in Maschinenelemente über.
Hierbei zeigte sich bei meiner Studiengruppe schon, wer wo seine Stärken und Schwächen hat. Meine Stärken lagen bei Elektrotchnik, BWL, Informatik und Wirtschaftsrecht. Dagegen stand und stehe ich mit Mathe auf Kriegsfuß.
2. Semester (März bis August 2001)
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Nach dem ersten kommt das zweite Semester.
Hauptsächlich gab es im zweiten Semester die gleichen Fächer wie schon im ersten. Neben der erwähnten Änderung von Konstruktionslehre zu Maschinenelemente, kamen die Fächer Elektrische Antriebe und Elektroautomatisierungstechnik hinzu. Diese zwei neuen Fächer lagen mir natürlich.
Am Ende des zweiten Semesters gab es Prüfungen, um viele der Fächer abzuschließen. Um die Prüfung schreiben zu können, musste man am Ende des ersten Semesters eine sogenannte Prüfungsvorleistung (PV) leisten. Die Prüfungen gab es in den Fächern Mathematik, Physik, Konstruktionslehre/Maschinenelemente und Elektrotechnik, während BWL und Werkstofftechnik nur mit einer PV abgeschlossen wurden.
3. Semester (September 2001 bis Februar 2002)
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Auch im dritten Semester gab es ein Wiedersehen mit den Fächern Informatik und Technische Mechanik. Neu hinzu kamen Bau- und Planungsrecht, Hydraulik, Strömungslehre und Technische
Thermodynamik. Endlich gab es auch mal etwas Verkehr, in Form des Faches Verkehr und Verkehrssyteme.
Am Ende des dritten Semesters wurden wieder viele Prüfungen geschrieben. Dabei wurden die Fächer Hydraulik, Strömungslehre und Technische Thermodynamik in einer Prüfung zusammengefasst. Daneben gab es Prüfungen in den Fächern Informatik, Technische Mechanik, Elektrische Antriebe, Elektroautomatisierungstechnik sowie eine PV in den Fächern Bau- und Planungsrecht sowie Verkehr und Verkehrssysteme. Und auch Englisch wurde nun abgeschlossen.
Das Hauptstudium
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Es umfasst das vierte bis achte Semester. Dabei ist das fünfte Semester für das Praxissemester und im achten Semester schreibt man die Diplomarbeit.
Um ins Hauptstudium zu kommen ist es nicht unbedingt nötig, das Vordiplom zu haben. Das ist natürlich von Vorteil, denn man kann fehlende oder nicht bestandene Prüfungen in Ruhe nachholen
4. Semester (März bis August 2002)
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Freudigerweise gab es nun einige Fächer, die endlich mal direkt etwas mit dem Studiengang zu tun hatten. Neben Transportmittel und Transportsysteme (hier ging es im 4. Semester besonders um die Eisenbahn, im 6. Semester kommen dann die Luft- und Schifffahrt dran) waren dies Verkehrsströmungslehre, Verkehrsanlagen, Verkehrsleittechnik sowie Logistik des Personen- und Gütertransportes. Auch gab es die Fächer Verkehrsrecht/Verkehrspolitik sowie Grundlagen der Kraftfahrzeugtechnik (Fahrdynamik, Karosseriebau, Fahrwerk, Verbrennungsmotoren, Antriebstechnik).
Wie immer gab es auch am Ende des vierten Semesters Prüfungen und PVs. Die einzige Prüfung wurde über die Grundlagen der Kraftfahrzeugtechnik geschrieben, eine PV gab es in den Fächern Verkehrsleittechnik sowie Transportmittel und Transportsysteme. Im Fach Verkehrsanlagen mussten wir in Dreiergruppen eine Belegarbeit machen.
5. Semester (September 2002 bis Februar 2003)
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Wie schon erwähnt haben wir im fünften Semester unser Praxissemester. Das Praktikum macht man bei Behörden (z.B. Straßenbauamt) oder Firmen (z.B. Verkehrsbetriebe, Logistikfirmen, Ingenieurbüros). Dabei bekommt man auch ein Praktikantengehalt – oder auch nicht. Besonders bei Behörden gibt es kein Gehalt.
Ich selbst mache derzeit mein Praktikum in der Dresdner Niederlassung der PTV AG. PTV steht für Planung Transport Verkehr. Dabei bin ich in der Abteilung Verkehrstechnik tätig, wo ich u.a. Lichtsignalanlagen plane. Und ich bekomme ein schönes Gehalt, über dessen Höhe ich mich aber hier nicht äußere. Nur soviel sei gesagt: Für mich ist es viel Geld.
Ausblick
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Da ich noch drei Semester vor mir habe, werde ich diesen Bericht zu gegebener Zeit fortsetzen.
Studentenzahlen
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In meinem im Jahr 2000 immatrikulierten Jahrgang sind, wie schon erwähnt, 14 Leute. Am Anfang waren es noch 16, aber zwei haben aus verschiedenen Gründen schon aufgehört.
Der 1999er Jahrgang hat etwa 20 Leute, im Jahr 2001 wurden dann 33 Leute und im Jahr 2002 etwa 40 Studenten immatrikuliert.
Mein 2000er Jahrgang stellte also einen Tiefpunkt dar, dafür sind wir aber eine gute Gruppe, wo jeder jeden kennt und es keine Unbekannten Kommilitonen gibt.
Technische Ausstattung
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Von dem urgemütlichen alten Gebäude bis zum Neubau hat die WHZ viele unterschiedliche Bauten.
Die Laborräume sind alle modern ausgestattet. Besonders im Bereich Kraftfahrzeugtechnik profitiert die WHZ von der Nähe zur Sachsenring AG und zur Volkswagen AG, welche ja in Zwickau ein Werk hat.
Die Verkehrssystemtechnik selbst verfügt über zwei Rechnerräume sowie einen großen Seminarraum, wo wir optimal arbeiten können. Denn für Karten und Lagepläne braucht man große Tische.
Fazit
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Bisher bin ich sehr zufrieden mit meinem Studium. Insbesonders gefällt mir, dass meine Studiengruppe nicht so groß ist. Denn dadurch kann man besser lernen, da jeder weiß, wen er bei bestimmten Problemen fragen muß.
Leider hat die Verkehrssystemtechnik nur einen Professor, der dafür zuständig ist. Die anderen Professoren kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen, von der Wirtschaft bis zur Kraftfahrzeugtechnik. Das aber mindert ihre Leistung nicht.
Positiv anzumerken ist auch, dass alle nötigen Vorschriften entweder im Verkehrssystemtechnik-Seminarraum ausliegen oder in der Hochschulbibliothek ausgeliehen werden können.
Leider will jeder Professor möglichst viele Stunden halten, vor allem in den Nicht-Verkehrs-Fächern. Dadurch wird der Stundenplan unnötig aufgeblasen und für die interessanten und wichtigen Fächer gibt es weniger Zeit. Aber zum Glück hat sich der neue Studienablaufplan deutlich gebessert.
Insgesamt kann ich diesen Studiengang empfehlen. Allerdings sollte man diesen Studiengang nicht nur zur Not studieren, weil der gewünschte Studiengang schon voll ist.
Für weitere Infos empfehle ich euch die Internetseite zum Studiengang http://www.fh-zwickau.de/mbk/vst/sa_vt.html oder ihr meldet euch bei mir.