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Testberichte Nobody ist der Größte

 (DVD) Western
3.0 von 5
Platz 97 in der Kategorie "Western".
Bewertung: Kundenbewertung 3,00 / 5,00 3.0 von 5
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Nobody ist der Größte Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 3,00 / 5,00 3.0 von 5
von 75% aller Autoren empfohlen (3/4).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • Die DVD-Edition ist zwar Spitze und bietet ausgezeichnetes Bonus-Material ...
  • Bild – und Tonqualität, Einblicke in die Filmgeschichte der Kontorverse zwischen amerikanischen und italienischen Western, einfache und interessante Beschreibung der Qualitätsverbesserung
  • Schauspieler, Musik, Humor
  • Darsteller, Spaßvogel Nobody, Miou Miou
Nachteile/Kritik
  • ... allein: der Film lohnt die Anschaffung nicht
  • Untertitel nur in Englisch und Deutsch
  • Einige Längen, Story etwas verwirrend
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wildheart

Ein Desaster

ein Testbericht von 2005-08-29 22:58:46 vom 29.08.2005
Empfehlung: nein
Vorteile: Die DVD-Edition ist zwar Spitze und bietet ausgezeichnetes Bonus-Material ......
Nachteile/Kritik: ... allein: der Film lohnt die Anschaffung nicht
Als Sergio Leone und Tonino Valerii mit „Mein Name ist Nobody“ mit Terence Hill zumindest beim europäischen Publikum Erfolge feiern konnten, dachten vielleicht viele, der Film würde eine Fortsetzung erhalten, obwohl er eigentlich ein Abgesang auf den Western des alten Stils war. Zwei Jahre später erblickte tatsächlich unter dem Titel „Un genio, die compari, un pollo“ ein „Nobody“-Film das Licht der Welt, bei dem Leone offiziell nicht in Erscheinung trat. Trotzdem war er der Initiator für dieses Sequel, das bei näherem Hinsehen gar keines war. Die einzige Verbindung zu „Mein Name ist Nobody“ war Terence Hill in der Hauptrolle.

Für die Regie engagierte Leone den in (Western-)Komödien unerfahrenen Damiano Damiani, der sich mit Politthrillern wie „Warum mußte Staatsanwalt Traini sterben?“ mit Franco Nero (1974) oder „Der Clan, der seine Feinde lebendig einmauert“ (1971), ebenfalls mit Nero und Martin Balsam, einen Namen gemacht hatte. Zudem hatte Leone die für die weibliche Hauptrolle engagierte französische Schauspielerin Miou-Miou in Bertrand Bliers „Les Valseuses – Wir sind die Größten“ (1974) gesehen, einer leicht schlüpfrigen Komödie, in der Miou-Miou zwischen Gérard Depardieu und Patrick Dewaere eine Frau zwischen respektive mit zwei Männern gespielt hatte und mit ihren Reizen nicht geizte. Damit war die Grundstein für den zweiten Nobody-Film geboren: Miou-Miou hier zwischen Terence Hill und dem relativ unbekannten Robert Charlebois. Die Grundidee des Films ist die gleich wie in „Mein Name ist Nobody“: Hill spielt einen klugen Kopf, der seinen Gegnern immer einen Schritt voraus ist. Allein diese Grundidee wird von Damiani derart langweilig und dramaturgisch verfehlt umgesetzt, dass Leone selbst später von diesem Film nichts mehr wissen wollte. Auch das Motiv „eine Frau zwischen zwei Männern“ kommt in diesem Film derart holprig und langweilig inszeniert daher, dass es einfach keine Freude macht.

Nobody, in der englischen Fassung auch als Joe Thanks benannt, will mit seinen Freunden Bill Locomotiva (Robert Charlebois) und der reizenden Lucy (Miou-Miou) dem korrupten Major Cabot (Patrick McGoohan), der 300.000 Dollar gehortet hat und als skrupelloser Indianer-Hasser bekannt ist, das Handwerk legen. Durch seinen Gehilfen Mortimer (Benito Stefanelli) lässt Cabot Colonel Pembroke (Jean Martin), der das Fort, in dem Cabot herrscht, inspizieren will, auf dem Weg dorthin ermorden. Nachdem Bill und Nobody Mortimers Leute in die ewigen Jagdgründe geschickt haben, sollen Bill als Pembroke verkleidet und Lucy als dessen Tochter in das Fort fahren. Doch irgend jemand hat die beiden verraten, so dass Cabot beide einsperrt. Jetzt ergreift Nobody die Initiative und gaukelt Cabot vor, auf einem Stück Land, das den Indianern gehört, befinde sich eine Mine, in der massenhaft Gold zu finden sei. Der Indianerhäuptling aber will über den Verkauf dieses Landes nur mit Col. Pembroke verhandeln. So muss Cabot Bill erneut als Pembroke einsetzen, um an das Land zu kommen. Allerdings führt Nobody Cabot ordentlich an der Nase herum ...

Bevor diese Geschichte allerdings erzählt wird, präsentiert Damiani seinem Publikum geschlagene 45 Minuten unzusammenhängende Episoden und Episödchen, die mit der Handlung überhaupt nichts zu tun haben. Der Film beginnt mit einer Szene, die zwar Ähnlichkeiten mit dem Beginn von „Mein Name ist Nobody“ hat, aber dramaturgisch so schlecht umgesetzt wurde, dass man nur mit dem Kopf schütteln kann: Ein Mann namens Trader (Mario Valgoi) in einem Haus mitten in der Prärie hört Geräusche, geht hinaus, schießt wild um sich, bevor plötzlich ein gewisser Jelly Roll (Piero Vida) hinter ihm steht. Während die Anfangsszenen von „Mein Name ist Nobody“ und vor allem auch von „Spiel mir das Lied vom Tod“ die Fähigkeiten Leones zeigten, in seiner ihm eigenen Art episch lange Szenen zu zeigen, bei denen die Spannung sich bis zum Zerreißen entwickelt, bleibt davon in der Anfangssequenz dieses Filmes – nichts. Auch auf den Einsatz von Landschaftsaufnahmen, wie in den beiden anderen Filmen, verzichtete Damiani.

Wie eine miserable Karikatur auf Leones beste Filme entwickelt sich der Film fort. Damiani zeigt die Flucht Bills vor einem Priester, dessen Kirche er ausgeraubt hat, eine Szene in einem Bordell, wo plötzlich der Priester auftaucht, um den Diebstahl aufzudecken, die Ankunft Pembrokes in diesem Ort usw. All das ist derart inszeniert, dass man ständig nach dem Sinn fragt. Manchmal wirken diese Szenen so, als ob jemand in der Fußgängerzone Passanten filmt, die ein Schwätzchen halten, andere die weiter gehen usw., während man selbst wartet darauf, dass irgend etwas Bedeutendes passiert.

Auch das anfangs des Films gezeigte Duell zwischen Nobody und Doc Foster (Klaus Kinski) hat nicht nur mit der weiteren Handlung überhaupt nichts zu tun, sondern wirkt wie ein schlechter Abklatsch auf Szenen in „Spiel mir das Lied vom Tod“ – wobei Hill und Kinski hier eine Szene liefern, die noch zu den besten des Films gehört!

Auch eine weitere Szene, in der Nobody Cabots Lakaien, Sergeant Milton (Raimund Harmstorf), auf die Schippe nimmt, entbehrt wirklicher Komik. Überhaupt wirkt all das, was in dem Film als Komik präsentiert wird, gestelzt, gekünstelt, gequält.

Insgesamt verstieß Damiani mit dieser Inszenierung gegen sämtliche Regeln der Dramaturgie. Der Film ist schwerfällig, die Szenerie zusammenhanglos, und gerade in der Bordell-Szene anfangs des Films wird man den Eindruck nicht los, als wenn hier Laienschauspieler und ein Laienregisseur ihr Unwesen getrieben hätten. Selbst Morricones Musik ist nicht mehr als durchschnittlich, hangelt sich an damals gängiger, meist seichter U-Musik entlang, und es ist kein Wunder, dass die später produzierte CD mit dieser Musik kaum Absatz fand.

Die englische Fassung des Films ist arm an Dialogen. Die deutsche Synchronfassung hingegen wollte wohl durch die spezielle Komik Rainer Brands (bekannt für seine Synchro von „The Persuaders“, dt. „Die Zwei“, 1971 ff.) noch etwas retten. Brand änderte die Originaldialoge und setzte etliche zusätzliche Wortwitze etc. ein. Allein auch das konnte den Film nicht retten.

Bei der Kritik fiel Damianis Film durch. Finanziell war der Streifen ein Desaster. Und es sollte neun Jahre dauern, bis Leone 1984 sein letztes, wirklich großes Werk „C’era una volta in America“ („Es war einmal in Amerika“) vollendete, an dem er 15 Jahre lang gearbeitet haben soll.

DVD
Untertitel: Deutsch, Englisch
Dolby, HiFi Sound, PAL
Laufzeit: 231 Minuten
DVD Erscheinungstermin: 15. August 2005

Preis für die zwei DVDs enthaltene Box (nur dieser Film + Bonus-DVD): bei amazon € 18,99, bei jpc € 17,99.
Preis für die vier DVDs enthaltene Box (einschließlich „Mein Name ist Nobody“): bei amazon € 29,95, bei jpc € 32,99.

Der Film ist auch zusammen mit „Mein Name ist Nobody“ in einer vier DVDs enthaltenen Box erschienen und bietet dort beide Filme in einem digitalen Transfer aufgrund der besten noch existierenden 35-mm-Filmelemente, abgetastet auf einer Spirit Datacine (vollständig restaurierte Fassung – ca. 119 Min. in 25f/s PAL – inklusive vollständigen Abspanns & fehlender Sequenzen). Ton und Bild sind exzellent.

Die Bonus-DVD enthält eine 27 Minuten lange Dokumentation von Torsten Kaiser „‚Nobody does it half as good as you.’ Leones letzter Western“, die die Problematik dieses Films und entsprechende Hintergründe aufdeckt. In einem weiteren Feature (9 Minuten) erzählt Terence Hill über seinen Werdegang.

Wertung: 3 von 10 Punkten.

Nobody ist der Größte
(Un genio, due compari, un pollo)
Italien, Frankreich, Deutschland 1975, 120 Minuten (DVD: 119 Minuten)
Regie: Damiano Damiani, (Sergio Leone)

Drehbuch: Damiano Damiani, Ernesto Gastaldi, Fulvio Morsella
Musik: Ennio Morricone, Mills
Director of Photography: Giuseppe Ruzzolini
Montage: Nino Baragli
Produktionsdesign: Francesco Bronzi, Carlo Simi

Darsteller: Terence Hill (Joe Thanks), Miou-Miou (Lucy), Robert Charlesbois (Bill Locomotiva), Patrick McGoohan (Major Cabot), Raimund Harmstorf (Sgt. Milton), Piero Vida (Jacky Roll), Rik Battaglia (Captain), Mario Valgoi (Thomas Trader), Frederick Ledebur (Priester), Jean Martin (Colonel Pembroke), Klaus Kinski (Doc Foster)

Internet Movie Database:
http://german.imdb.com/title/tt0073036


© Ulrich Behrens 2005
zuerst publiziert bei: www.follow-me-now.de
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 1,00 / 5,00 1
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
XXLALF
XXLALF, 10.03.2010
mir gefallen die ganzen "hau-drauf" filme nicht, haben doch alle das gleiche "strickmuster" doof und blöd. ohne richtiger handlung. jedoch dein bericht hat hand und fuß und deshalb bw und ganz liebe grüße
campino
campino, 30.08.2005
...als ich mich in die strahlend blauen Augen von Terence Hill alias Mario Girotti verliebt hatte...
Liebe Gruumlszlige, Andrea
topfmops
topfmops, 30.08.2005
sie alle mal wieder geld?! ... und bei dem 039bloumlden039 publikum haben sie039s auch bekommen!
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dennis019

Ein weiterer Nobody Film der sich lohnt

ein Testbericht von 2011-09-14 15:14:43 vom 14.09.2011
Empfehlung: ja
Vorteile: Darsteller, Spaßvogel Nobody, Miou Miou...
Nachteile/Kritik: -
Nach “Mein Name ist Nobody“ ist “Nobody ist der größte“ der zweite Film der Nobody Reihe mit Terence Hill. Es ist keine direkte Fortsetzung, jedoch in der deutschen Fassung ein weiterer Film mit Nobody als Hauptfigur.

Der Film stammt aus dem Jahr 1975 und trägt den Originaltitel Un Genio, due compari, un pollo.

Nobody wird in diesem Film wieder von Terence Hill gespielt und erhält in diesem Italowestern Unterstützung von Lokomotive Bill (gespielt von Robert Charlebois) und dessen Freundin Lucy (gespielt non Miou Miou). Hinzu kommt die Figur des Major Cabot (gespielt von Patrick Mc Goohan).Diesem Major wollen die drei Hauptfiguren eine Hohe Geldsumme abknüpfen, welche ursprünglich den Indianern zu steht. Durch den Mord an einem Colonel, nutzen Nobody und seine Weggefährten die Chance, Lokomotive in die Rolle des Colonels schlüpfen zu lassen um so Major Cabot auszutricksen. Lucy spielt dabei die Tochter des Colonels. Der Versuch geht schief und sie werden eingesperrt. Es stellt sich jedoch heraus, dass genau dies zu Nobodys Plan gehörte, welche nun aufgeht.

Meiner Meinung nach ist dieser Film nicht ganz so stark wie der erste Nobody Film. Die Story hier wirkt phasenweise etwas verwirrend, was jedoch nicht ganz so tragisch ist, da viele Sprüche und Dialoge dies wett machen. Ein wieder fantastischer Terence Hill glänzt ebenso wie die anderen Hauptakteure. Der Auftritt von Klaus Kinski als Doc Foster ist ebenso ein gelungenes Nebenhighlight. Auch in diesem Film muss man als Zuschauer oft lachen und freut sich über viele lustige Geschehnisse. Terence Hill zeigt erneut dass er auch ohne Bud Spencer sehr gute Filme zum Vorschein bringt.

Ich persönlich kann diesen Film, auch wenn er nicht ganz so stark wie Mein Name ist Nobody ist, nur empfehlen. Auch hier lohnt es sich die DVD zu kaufen und zu Hause zu haben. Am besten natürlich wenn man beide Nobody Filme zusammen besitzt. Schließlich gehören sie ja aufgrund der Hauptfigur Nobody doch irgendwie zusammen.

Viel Vergnügen!
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
JoergTh
JoergTh, 15.09.2011
Liebe Grüße und schönen Abend aus Hessen! Jörg
misscindy
misscindy, 09.12.2011
Ein sehr schöner Bericht, lg Sylvia
nadjasturm
nadjasturm, 16.09.2011
Lg aus Nürnberg!
Nadja
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Jack100

Westernkomödie mit Terence Hill

ein Testbericht von 2010-07-09 21:52:29 vom 09.07.2010
Empfehlung: ja
Vorteile: Schauspieler, Musik, Humor...
Nachteile/Kritik: Einige Längen, Story etwas verwirrend
"Nobody ist der Größte" soll eine indirekte Fortsetzung von "Mein Name ist Nobody" sein. Inwieweit das stimmt, kann ich nicht sagen, auch wenn Terence Hill im Original anders heißt, aber im Grunde kann man diesen Film zu "Mein Name ist Nobody" zählen.


Film:

Originaltitel: Un Genio, due compari, un pollo
Jahr: 1975
FSK: 12
Laufzeit: ca. 118 Minuten
Regie: Sergio Leone, Damiano Damiani
Darsteller: Terence Hill, Miou Miou, Patrick McGoohan, Raimund Harmstorf, Klaus Kinski, Robert Charlebois


Story:

Nachdem Nobody (Terence Hill) in einer Stadt im Wilden Westen angekommen ist, handelt er sich auch gleich schon Ärger ein und liefert sich ein Duell mit Doc Foster (Klaus Kinski), gegen den er aber gewinnt. Als Doc einem Offizier an den Kragen will, greift Nobody ein und rettet diesen, welcher aber wenig Dankbarkeit zeigt. Nobody hat seine eigenen Pläne, will er doch den Offizier durch seinen Kumpel Lokomotive (Robert Charlebois) ersetzen, mit dessen Hilfe er Major Cabot (Patrick McGoohan) um 300.000 Dollar erleichtern, die sich dieser angeeignet hat, obwohl es den Indianern zugesprochen war. Lokomotive verkleidet sich als der Offizier, welcher bei einem Überfall getötet wird, doch werden er und Lucy (Miou Miou), welche seine Tochter spielt, gefangen genommen, und auch Nobody wird ins Gefängnis gesteckt. Können sie sich befreien und ihren Plan noch verwirklichen?


Darsteller:

Terence Hill ist mit Bud Spencer bekannt geworden. Filme wie "Vier Fäuste gegen Rio", "Miami Cops", "Die rechte und die linke Hand des Teufels" oder "Zwei Himmelhunde auf dem Weg zur Hölle" machten sie berühmt. Aber auch alleine feierte er mit "Lucky Luke" oder "Der Supercop" Erfolge. Sein neuester Film ist "Doc West", wo er auch Regie führte.

Miou Miou spielte in "Die Polizistin" oder "Die Vorleserin" mit.

Patrick McGoohan ist in "Braveheart" oder "Flucht von Alcatraz" zu sehen.

Raimund Harmstorf drehte mit Bud Spencer "Der Große mit seinem außerirdischen Kleinen" und "Sie nannten ihn Mücke".

Klaus Kinski ist in "Der Söldner" oder "Geheimcode: Wildgänse" zu sehen.

Robert Charlebois spielte in "Die Entfesselten" mit.


Regie:

Sergio Leone führte bei "Spiel mir das Lied vom Tod", "Für eine handvoll Dollar", "Für ein paar Dollar mehr", "Zwei glorreiche Halunken" oder "Es war einmal in Amerika" Regie.

Damiano Damiani führte auch bei "Töte, Amigo" Regie.


Meinung:

War "Mein Name ist Nobody" noch ein Western mit ernsten Elementen, so ist "Nobody ist der Größte" eine reine Westernkomödie. Das soll jetzt nicht heißen, daß es schlecht ist, allerdings kann der Film nicht immer überzeugen, was daran liegt, daß er einige Längen hat. Außerdem konnte ich der Story nicht immer folgen, ist diese doch nicht immer nachvollziehbar.

Aber schlecht fand ich den Film, abgesehen von diesen Punkten nicht. Es gibt zwar nicht viel Action, welche, wenn man sie zu sehen bekommt, natürlich aus Schießereien und Schlägereihen besteht, dafür aber viel Humor. Nach einem ersten Anfang, wie man es auch schon in "Mein Name ist Nobody" hatte, geht es mehr in Richtung Humor. Insbesondere hat mir der Teil im Fort gefallen, wenn Terence Hill sich mit einigen Soldaten, darunter Raimund Harmstorf, anlegt.

Terence Hill gibt wie gewohnt eine gute Leistung ab und schafft es, daß sein Charakter nicht zu albern wirkt sondern witzig. Miou Miou sorgt für die Optik und ist hübsch anzusehen, während Patrick McGoohan und Raimund Harmstorf als Bösewichter ebenso eine überzeugende Leistung abgeben, genauso wie Klaus Kinski, der hier eine Nebenrolle hat, diese aber perfekt meistert. Robert Charlebois ist auch nicht schlecht, aber kein würdiger Bud Spencer Ersatz, so daß die Wortgefechte mit Terence Hill leider nicht immer so witzig sind, wie sie es mit Bud Spencer gewesen wären. Dennoch kann aber auch er für einige witzige Momente sorgen.

Musikalisch bekommt man wieder die Musik von Ennio Morricone zu hören, die perfekt zum Film passt.

Zur deutschen Fassung sei noch gesagt, daß diese am Anfang und am Ende gekürzt sein soll. So soll ein Stück vom Ende des Filmes fehlen, was man im TV zu sehen bekommt. Dafür hat die DVD aber auch Szenen, die neu eingefügt wurden. Ob sie neu synchronisiert wurden, weiß ich nicht, kenne ich doch nur die normale deutsche Version.

"Nobody ist der Größte" kann gut unterhalten, auch wenn "Mein Name ist Nobody" etwas besser ist. Dennoch eine Empfehlung.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 3,00 / 5,00 3
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
Insider_1000
Insider_1000, 02.08.2010
Der Film ist wirklich sehr gut. Habe ihn allerdings schon vor sehr vielen Jahren gesehen.
Dewin92
Dewin92, 09.07.2010
sehr schöner bericht!!! ich würde mich über gegenlesungen sehr freuen
Cinstenberg
Cinstenberg, 09.07.2010
Toller Bericht. Schau dir doch mal meine an. Gruß!
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daddler

Terence Hill Klassiker liebevoll restauriert

ein Testbericht von 2005-09-13 16:29:22 vom 13.09.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: Bild – und Tonqualität, Einblicke in die Filmgeschichte der Kontorverse zwischen amerikanischen und italienischen Western, einfache und interessante Beschreibung der Qualitätsverbesserung...
Nachteile/Kritik: Untertitel nur in Englisch und Deutsch
Diese Bewertung bezieht sich auf den Film "Mein Name ist Nobody". Wenn ein Admin den Bericht auf die passende Seite verschieben kann, wäre das super... Berichte Löschen geht ja leider nicht:(.


Der Film ist quasi der Anfang vom Ende und der Anfang einer neuen Ära, im Film – wie auch im Real-life.

Zur Story: Wir befinden uns im Jahr 1899, inmitten des wilden Westens. Die Zeiten haben sich geändert, die wahren Helden sind gealtert, eine junge unverblümte Generation wächst heran und möchte das Zepter der in die Jahre gekommenen übernehmen und auch zum Helden avancieren.

Doch zunächst müssen die alten Helden einen sauberen, heldenhaften Abgang aus dem Wilden Westen finden, um ruhmreich in Erinnerung zu bleiben.
Ich spreche hier von dem amerikanischen Westernhelden, Jack Beauregard (Henry Fonda)
Nobody (Terrence Hill) trifft auf ihn und immer wieder kommt es zu bedeutungsvollen Szenen, die fast gar nicht mehr subtil suggerieren, dass ein Generationswechsel stattfindet, sondern es ist offensichtlich. Welcher Westernheld trägt schon graues Haar und eine Brille?!

Henry Fonda hat noch immer Feinde, die ihn lieber tot als lebendig sehen möchten. So kam es durch einen Zufall, dass Nobody von Vagabunden ein Pferd versprochen wurde, sofern er einen Korb mit zweifelhaften Inhalt (Eine Bombe) Jack Beauregard überbringt..
In der deutschen Übersetzung betitelt er sogar Henry als Großmutter und sich selbst als „Rotkäppchen“. Auch hier wurde wieder einmal der Generationsswechsel ganz deutlich aber im übertragenen Sinne dargestellt.

Nach einigen Schießereien und dem üblichen Nobody-Humor, der von Gewalt zwar nicht absieht, jedoch mehr ein Faible für schlagen als töten hat, was ihn mehr als sympathisch macht.

Nobody hat Vertrauen zu Henry, denn er weiß, dass auch Henry weiß. Der eine kommt, der andere geht. Also haben sie voreinander so etwas wie ein Respektgefühl und sehen in dem anderen je nach Sichtweise den Nachfolger oder Vorgänger.


Schließlich kommt es zu dem fehlenden Highlight bzw. Abgang, der der Karriere von Henry stilgerecht wäre. Es kommt zum großen Showdown.

Zu den DVDs selbst:

In ganz deutlicher Art und Weise wird der Konflikt zwischen dem amerkanischen Western und dem sogenannten „Spaghetti-Western“ dargestellt. Leones Grabgesang auf den Western der alten Generation dauert ganze 75 Minuten lang. Gespickt ist dieser mit einem exklusiven Interview von keinem geringerem als Terrence Hill!! Er holt einiges an Insider Wissen hervor und gibt seinen ganz persönlichen Blick auf die Dinge wieder.

• Dargestellt wird ausserdem, wie ein digitaler Transfer von den besten noch existierenden 35mm Filmelementen quasi abgetastet wird und in bester Qualität wieder erblüht.
Erstmals kann dieser Film in voller Länge und in eindeutiger Qualität gesichtet werden. Es ist also möglich die kompletten 119 Minuten in 25f/sPAL plus den ganzen Abspann zu sehen. Da sind für wahr so einige neue Szenen drin, das war echt super!
Auch der Ton ist praktisch „staubfrei“, In der englischen wie auch in der deutschen Version wurde ordentlich restauriert – das hat sich echt gelohnt!

• DVD 2:
60 Minuten lang Extras
• Terence Hill gibt Einblicke in die Zwischenmenschlichkeit der Helden Bud Spencer und Terrence Hill, was Nobody für Terrence Hill war/ist und über Karriere insgesamt.
Ganz grossartig ist der 7-minütige Auszug aus den ersten deutschen Veröffentlichungen, die in 8mm zu höchster Qualität ausgestrahlt werden. Haarklein wird der Vorgang erklärt, und später in, ich wiederhole ;-), 7 minütiger (!) Fassung gezeigt.

Fazit:
Trotzdem ich absoluter Terrence Hill Fan bin, hatte ich zunächst gezögert, die DVD zu kaufen, da ich schon alles fein säuberlich im Schrank stehen habe (auf VHS eben). Aber das Zögern war ABSOLUT unberechtigt, denn welche eine Wohltat und welch eine Freude ist es, den kompletten Film in derartiger Sound – Bildqualität zu sehen. Durch die einfache und ausführliche Berichterstattung des Wandels der Technik und der Ansprüche, ist es auch für mich als kompletten Laien verständlich rübergekommen.

Insgesamt ist es einfach schön, dass so ein Klassiker einmal wirklich gut restauriert vorliegt.
Das sollte öfter so gehandhabt werden bei Filmen, die wirklich Filmgeschichte geschrieben haben.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
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