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Pro & Kontra
Vorteile
- Einfach gigantisch, Weltstadt, nahezu unbeschreiblich
Nachteile / Kritik
- Im Juli ganz schön voll und sehr, und damit meine ich, sehr, heiß.
Tests und Erfahrungsberichte
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Rom5: Auch die sind in Rom sehr beliebt...
23.08.2005, 21:32 Uhr von
dieanke
Ich spare für eine Interrail-Reise durch Europa nächsten Sommer nach der Diplomarbeit! Also gebt ...5Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Es gibt sie auch in Rom... Die Restaurants mit dem großen M. Und auf diesen Billigreisen kommt man an diesen Ms wohl nicht vorbei... Insgesamt war ich in 3 Filialen...
Filialen im Test
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1. Filiale am Pantheon
Die Filiale am Pantheon, direkt am Piazza della Rotonda, ist die kleinste der besuchten Filialen. Sitzmöglichkeiten gibt es eigentlich beinahe nur draußen, innen haben vielleicht etwa 10 Personen Platz, draußen weitere 30. Da die Filiale aber nun in der Nähe einer absoluten Touristenattraktion liegt, sind die Plätze ständig belegt. Man hat aber die Möglichkeit, wie immer, die Speisen mitzunehmen und diese im Schatten des Pantheons einzunehmen.
Die Filiale ist sehr sauber, ständig läuft jemand mit dem Besen rum und sammelt Müll auf.
Aber wie immer gibt es diese Papiertüten und die Verpackungen, die überall herumliegen, aber das bleibt bei Mc Donalds leider in keinem Land aus...
2. Filiale am Piazza Reppublica
Die Filiale am Piazza Reppublica ist ebenfalls relativ klein. Allerdings kann man hier nur im Inneren sitzen. Die Filiale überzeugt ebenfalls durch penible Sauberkeit. Außerdem ist dieses Restaurant auch nicht gerade überfüllt, da auch keine absolute Attraktion in der Nähe liegt. Somit kommt man sofort dran.
Auch die Englischkenntnisse des Personals konnte ich testen, und sie haben überzeugt. Statt einer Cola bekam ich nämlich Eistee und die Reklamation wurde anstandslos angenommen. Und ich hatte keine Probleme mit der Verständigung!
3. Filiale am Piazza di Spagna
Nach einigem Suchen haben wir natürlich auch in der Nähe der Spanischen Treppe ein McDonalds gefunden. Und ein solches Mc Donalds habe ich noch nie gesehen. Dass die Italiener Sinn für Atmosphäre haben, war mir ja bereits bekannt, aber dass das auch für McDonalds zutrifft, hätte ich wohl nie gedacht!
Nicht nur die Sauberkeit, sondern auch die atmosphärisch sehr gelungenen Nischen und die perfekte Beleuchtung tragen zu einem gelungenen Restaurant-Erlebnis bei. Und ich hätte wirklich nie gedacht, dass ich das jemals über McDoof sagen würde.
Außerdem beschränkt sich das Angebot dieser Filiale nicht nur auf Fast Food, sondern auch auf eine Salatbar. Für 5 € kann man sich regelrecht durch diese Bar „fressen“.
Geschmack
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Na, ja über Geschmack lässt sich bei Mc Donalds bekanntlich streiten. Ich hab einmal mein Maxi Menü Big Mac getestet und man hat keinen merklichen Unterschied zum Deutschen, Französischen oder Englischen Mc Donalds gemerkt!
Preis
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Das Big Mac Menü kostet etwas mehr als in Deutschland. In Filiale 1 und 2 exakt 5 ct. Und in der 3. Filiale ganze 65 ct.. Eine große Cola für 2 € ist auch bei Römer Temperaturen unschlagbar. Ich hab auch schon in einem anderen Restaurant 4€ für eine 0,33 l Dose bezahlen müssen...
Restaurantnetz
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Das Netz ist in Rom, ebenso wie in anderen Großstädten, dicht genug, um nicht verhungern zu müssen. Des öfteren hat man vom Bus aus ein weiteres McDonalds gesehen.
Fazit
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Die Römer McDonalds sind in Sachen Hygiene und Atmosphäre das beste, was ich jemals in einem McDonalds gesehen habe. Über den Geschmack lässt sich durchaus wie immer streiten, aber ansonsten ist es eine echte Alternative zu anderen kleinen Restaurants. Vor allem das Restaurant am Piazza di Spagna hat es mir angetan, zumal es noch die Salatbar gibt, die ja noch eine Alternative zu den Burgern bildet.
Mit Sicherheit liegt diese „Güte“ an der harten Konkurrenz durch die kleinen Bars, die Spaghetti oder Lasagne ebenfalls zu Preisen unter 5€ anbieten, aber die getesteten Filialen können sicher mit dieser Konkurrenz mithalten...
In diesem Sinne
Ciao
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Mein lieber Tiber - oder Rome sweet Rome
Pro:
Einfach gigantisch, Weltstadt, nahezu unbeschreiblich
Kontra:
Im Juli ganz schön voll und sehr, und damit meine ich, sehr, heiß.
Empfehlung:
Ja
„Die spinnen, die Römer.“ Dies wusste schon, aus rein körperlicher Sicht mein Genosse, Obelix.
Ob er mit dieser Behauptung allerdings recht hat, ist auch nach meinem 3-tägigen Aufenthalt in der ewigen Stadt ungeklärt geblieben.
Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob sich unter all den vielen Menschen, die ich traf, auch tatsächlich echte Römer befanden. Sollten doch einige Römer dabei gewesen sein, so soll hier versucht werden im Laufe des Berichts eben diese Frage zu klären.
Doch beginnen wir.....am besten vorne.
Wir befinden uns im Jahr 2004 n.Chr. Genauer gesagt im Juli.
Ganz Rom ist von Touristen besetzt. Ganz Rom?
Ja, ganz Rom.
Ausgangspunkt meiner bzw. unserer Reise nach Rom, war ein Morgen im April, als mein Schatz mich in Herrgottsfrühe weckte und mir frohe Botschaft kund zu tun vermochte.
„Simon & Garfunkel“ kommen nach Deutschland.
Das hat gesessen. Besser als jeder Koffeinschock. Senkrecht saß ich im Bett, schnell die Brille auf den noch verbeulten Kopf und ab an den PC. Kartenservice aufgerufen, Karten fürs Konzert in Köln gebucht und dann noch schnell auf die Homepage besagten Duos. Und was fand ich dort?
Neben dem von mir gebuchten Konzert in Köln findet die Tournee ihren Abschluss in einem Gratis-Konzert in Rom.
Die Entscheidung war ziemlich schnell gefasst. Eine Italien-Reise war eh geplant, zumal meine Eltern dort wohnen. Also würden wir dem einen Kurztrip nach Rom hinzufügen.
So sollte man es schreiben und so ist es geschehen.
Am Morgen des 30. Juli im Jahre des Herrn 2004 machte sich eine reiselustige Gruppe in einem altersschwachen Golf von Arcevia auf einen der vielen Wege, die nach Rom führen.
Das Problem am italienischen Straßenverkehr sind nicht die schlechten Straßen. Es sind auch nicht die zahlreichen Kurven, die ohne besonderes Hinweisschild plötzlich vor einem auftauchen. Ebenso wenig sind es die Fußgänger, die mit Angst verzerrtem Gesicht an einem Zebrastreifen stehen. Auch sind es nicht die nicht vorhandenen, aber angedrohten Radarfallen. Und es sind auch nicht die zwar nicht angedrohten, aber vorhandenen Touristen. Nein. Es sind die Italiener selbst.
Wie vom Paten persönlich gejagt schaffen sie es mit einer wohl typisch südländischen Gelassenheit durch sämtliche Serpentinen zu rasen, dass ich mich frage ob nicht vielleicht der Fiat Panda, ja genau, diese Nussschale, doch eher ein Synonym für Ferrari ist.
Aber wie dem auch sei. Wie ihr alle sehen könnt, lebe ich noch.
Nach gut 3,5 Stunden Fahrt waren wir dann auch endlich am Ziel angekommen. Dem Campingplatz Tiber, etwas nördlich von Rom in Prima Porta gelegen. Dieser Campingplatz wird von mir, sofern Ciao diesen übernimmt, in einem anderen Bericht genauer beschrieben.
Nachdem wir also unser Gepäck in einem Bungalow verstaut hatten, konnten wir es vor Spannung schon nicht mehr aushalten endlich die Stadt zu sehen.
Also schnappten wir uns direkt den nächsten Shuttle-Bus vom Campingplatz zum nahe gelegenen Bahnhof Prima Porta. Schnell schlau gemacht, kauften wir uns dann direkt ein 3-Tages-Ticket, welches sowohl für Busse, Straßenbahnen, als auch für die Metro gültig ist. So ein Ticket kostet 11 Euro und muss bei der ersten Fahrt abgestempelt werden.
Nach 18-minütiger Fahrzeit kamen wir ans Ziel, dem Bahnhof Flaminia.
Total ausgebrannt, gingen wir dann erst mal ins nächste Cafe um einen selbigen zu trinken. Die Hitze in Rom ist echt enorm. Das sollte man bedenken, wenn man sich im Juli oder August auf den Weg macht.
Na ja, Cafe leer, aber trotzdem durstig. Tatendurst.
Durch ein wunderschönes Stadttor an der Flaminia gelangt man nach ein paar Metern auf den Piazza del Popolo einem sehr schönen Platz mit einem Brunnen in der Mitte, auf dem ein Obelisk zu bestaunen ist. Wer nicht spätestens hier seinen Fotoapparat auspackt, dem ist die Hitze nicht bekommen.
Die Vielzahl der Brunnen in der ewigen Stadt ermöglicht es dem Besucher, auch Tourist genannt, sich in regelmäßigen Abständen zu erfrischen, in dem er einfach die Hände in das kalte Wasser steckt. Achtung! Wenn ich schreibe kalt, dann meine ich auch kalt. Die Herzkranken unter den Lesern sollten das berücksichtigen.
Trinken sollte man aus solchen Brunnen allerdings nicht, da täglich bestimmt mehrere Tausend Hände in diesem Wasser planschen.
Zum Trinken sollte man eine der zahlreichen und dafür vorgesehenen Wasserstellen benutzen. An diesen kleinen Wasserstellen kann man seine eigenen Flaschen auffüllen oder das Wasser aus der Hand trinken.
Das Wasser aus diesen Brunnen hat äußerst gute Qualität. Für gewöhnlich stehe ich mit italienischem Trinkwasser auf Kriegsfuß, was dazu führt, dass ich ein Fachmann für italienische Toiletten bin. Aber auf das römische Trinkwasser haben sowohl Magen, als auch Darm sehr gut reagiert. Aber ich weiche ab......
Nun denn, erster Programmpunkt sollte der Vatikan sein, welchen man von der Piazza del Popolo ganz gut per pedes erreichen kann. Außerdem bekommt man auf diese Weise viel mehr von der Stadt mit.
Der Vatikan!
Schon von weitem sieht man die alles überragende Kuppel des Petersdoms vor sich auftauchen.
Meistens ist es ja so, dass einem Bauwerke, die man nur von Fotos kennt, als viel kleiner betrachtet, wenn man sie tatsächlich sieht.
Hier ist es genau umgekehrt. Diese Größe hätte ich mir nicht träumen lassen.
„Petrus, alter Kumpel. Du bist der Fels, auf dem ich meine Kirche bauen will.“
Petrus und seine Nachfolger haben ganze Arbeit geleistet. Der Petersdom erscheint einem wahrlich wie ein Fels in der Brandung und erweckt ganz den Eindruck von Souveränität und Standfestigkeit. Erscheinen einem manche Bauwerke ähnlicher Größe doch eher kalt, so verhält es sich auch hier umgekehrt. Man steht mit offenem Munde vor diesem Bauwerk und kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus.
Wer in den Petersdom gehen möchte, muss durch eine Sicherheitskontrolle, ähnlich wie am Flughafen. Eine weitere Kontrolle, die man auf jeden Fall sehr ernst nehmen sollte ist die Kleiderkontrolle. Frauen mit freien Schultern, freiem Rücken und kurzen Hosen werden rigoros abgewiesen und dürfen nicht hinein. Männer ebenso. Eine ¾ Hose, dürfte aber in Ordnung sein. Zumindest bin ich mit dieser hineingekommen.
Steigt man nun die Stufen zu Petersdom hinauf, hört man direkt vor dem Portal eine Stimme, die einem sagt, dass der Petersdom trotz der vielen Besucher und der Größe noch immer ein Ort der Stille und des Gebets sei. Von daher solle man sich leise verhalten.
Aber glaubt mir, bei so vielen Menschen ist es einfach nicht leise.
Schließlich betritt man den Petersdom durch sein großes Portal und ist schlicht weg überwältigt. Noch einmal wird man von der ungreifbaren Größe überrascht. Die Lichtspiele innerhalb des Doms sind unbeschreiblich und derjenige, der sich die vielen Touristen wegdenken kann, ist sicherlich ergriffen.
Wer sich in dem Dom alles ansehen möchte, kommt unter einer Stunde nicht wieder hinaus. Selbst wer im Schnelldurchgang durch den Dom trabt, wird feststellen, dass einige Zeit vergeht, ehe man, den Blick auf den Petersplatz gerichtet, wieder aus dem großen Portal heraustritt.
So wie wir, die wir an diesem Tag eigentlich noch die Vatikanischen Museen samt der Sixtinischen Kapelle sehen wollten. Allerdings waren diese schon geschlossen.
Doch das macht nichts. Es bedarf keines übermäßigen Improvisationstalentes, um etwas anderes zu finden, mit dem man sich in Rom die Zeit vertreiben kann.
Also schlenderten wir einfach ein wenig durch die römischen Gassen in der Nähe des Vatikans. Diese Gassen beherbergen zahlreiche Geschäfte, in welchen katholische Priester sich mit dem notwendigen Equipment ausrüsten können.
Was man in diesen Gassen auch recht häufig findet, wenn man denn danach sucht, sind kleine Supermärkte. Hier gibt`s 1,5 l Flaschen gekühltes Mineralwasser für unter einem Euro. An den Ständen, die man in der Umgebung von Sehenswürdigkeiten findet, bezahlt man für einen halben Liter Wasser 2 Euro.....ein ziemlich heidnischer Preis, für eine derart christliche Stadt, wie ich finde.
Heidnisch auch unser Verhalten. Anstatt unseren Hunger in einem der zahlreichen Restaurants zu stillen, gingen wir......naa, wer errät es?........Na klar, zu McDonalds. Wer eine fundierte Entschuldigung haben möchte, für dieses blasphemische Verhalten, der möge sich doch bitte per Kommentar oder Email mit mir in Verbindung setzen.
Nun denn, einigermaßen gestärkt war unser nächster Anlaufpunkt die Spanische Treppe. Diese ist Treffpunkt für jung und alt. Wahrscheinlich, weil es so viel Spaß macht, sich auf dieser Treppe auszuruhen und die vorbeiziehenden Menschen zu beobachten. Oder sich von einem „fliegendem Händler“ diverse Produkte, von Rosen bis hin zu Postern, zeigen zu lassen. Hier spürt man ein wenig vom römischen Flair. Jugendliche versammeln sich hier, ehe sie sich ins Nachtleben stürzen, andere wiederum scheinen, mit Gitarre und Bier ausgestattet, ihr Nachtleben hier zu verbringen. Wer, so wie ich, darin geübt ist, seine Seele baumeln zu lassen, kann hier locker 2-3 Stunden verbringen.
Von der Spanischen Treppe aus führt eine Strasse wieder direkt zur Piazza del Popolo, womit sich unser erster Tag dem Ende nähert. Noch einmal schnell die Hände in den kalten Brunnen gesteckt, Schock bekommen, ab zum Bahnhof und anschließend nach einer Zigarette ins Bett.
Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.
Der nächste Morgen führte uns dann erneut vor die Tore des Vatikans, diesmal allerdings zu den vatikanischen Museen. Auch hier gilt es als erste Hürde, die Sicherheitskontrollen zu passieren. Längere Gegenstände, z.B. ein Stativ müssen an der Garderobe abgegeben werden. Kostenlos. Nicht kostenlos dagegen ist der Eintritt in die Museen. Diese werden mit 12 Euro pro Person berechnet. Aber dafür bekommt man auch einiges Geboten. Ich schätze mal, dass man als echter Liebhaber locker 5-6 Stunden hier verbringen kann. Unzählige Statuen, ebenso viele Wandteppiche, Wandbemalungen, Landkarten etc. sind hier zu besichtigen. Fotografieren ist erlaubt, mit Ausnahme der Sixtinischen Kapelle. Und diese ist der Höhepunkt des Rundgangs.
Während es im nahegelegenen Petersdom durchaus möglich ist, sich in eine Stille Ecke zurückzuziehen, fällt dieses Vorhaben in der Sixtinischen Kapelle flach. Hier drin ist es „rappelvoll“. Und alle starren nach oben, als ob der Heilige Geist dort zu finden ist. Glaubt mir, das ist er nicht. Vielmehr findet man eine von Michelangelo bemalte Decke, deren Motive den meisten Menschen, bewusst oder unbewusst, bekannt sein dürften.
Das Aufsichtspersonal ermahnt ständig zur Ruhe, immer dann, wenn ein langes „Pssssscht“ zu hören ist. Selbst, wer in der Lage ist, einen der wenigen Sitzplätze zu ergattern, wird sich nicht voll den Eindrücken hingeben können, die dieser Raum zweifelsohne besitzt. Und wer die Sixtinische Kapelle verlässt, der ist mit dem Rundgang auch schon so gut wie am Ende.
Ziemlich genau zwei Stunden hat unser Rundgang gedauert. Ich weiß nicht, ob es nun daran lag, dass es Samstag war, oder daran, dass es im Juli/August besonders voll ist. Doch für meinen Geschmack war es zu voll. Das ist aber auch insofern verständlich, als das dieser Teil des Vatikans, nein, dieser Teil Roms, einfach in jedes Touristenprogramm gehören muss.
Ebenso wie eines der zahlreichen Menüs, welche von netten Kellnern auf dem Bürgersteig vor den Restaurants beworben werden.
Achtung !!! Hier ist äußerste Vorsicht geboten.
Angepriesen werden „3-Gänge-Menüs“, je nach Restaurant von 8-16 Euro. Das ist für eine Weltstadt, wie Rom sie nun einmal ist, relativ günstig. Man sollte aber darauf achten, dass es auch wirklich „all inclusive“ ist.
In vielen Restaurants nämlich bleibt es nicht bei diesem günstigen Angebot. Getränke kosten extra, die Tischdecke kostet extra, das Brot kostet extra und die Bedienung kostet extra. So kann es durchaus vorkommen, dass man pro Person mal locker 20-30 Euro für ein mittelmäßiges Menü bezahlt.
Nun, nachdem wir uns bei einem solchen Mittagessen haben verarschen lassen, ging unsere Tour weiter, die Füße bereits voller Blasen, aber die Freude ungetrübt. Vor allem die Vorfreude, da mir ja noch immer ein Simon&Garfunkel Konzert bevorstand.
Da dieses Konzert vor dem Kolosseum stattfinden sollte, bot es sich nun an, dieses auch gleich zu besichtigen, ebenso wie das nahe gelegene Forum Romanum, das wirklich alte Rom, wo die diversen Cäsaren ihr Unwesen trieben.
Um dort hinzugelangen, schien es uns, angesichts unserer Füße, sinnvoller, die römische Metro zu benutzen. Im Gegensatz zu den zahlreichen Linien der Pariser und Londoner Metro, besteht die Römische Metro aus lediglich zwei Linien, die sich irgendwo in der Mitte kreuzen.
Unsere Haltestelle sollte, laut Plan, Colosseo heißen. Doch irgendwie muss sie der nette U-Bahnfahrer übersehen haben, denn wir hielten erst eine Station später, nämlich am „Circus Massimo“. Macht nix, den wollten wir auch mal sehen.
Beim Aufsteigen der Treppen aus der U-Bahnstation kam mir dann der leise Verdacht, dass am Kolosseum vielleicht schon tumultartige Zustände herrschten und wir deshalb nicht dort hielten. Und siehe da, die Straße zum Wahrzeichen Roms war bereits für Pkws gesperrt, Circus Maximus, sowie Forum Romanum waren geschlossen. Und auch das Kolosseum konnte nicht mehr betreten werden.
Tausende Menschen liefen aus unserer Richtung kommend auf das Kolosseum zu um es dann einmal zu umrunden und zu sehen, wie sich vor der Bühne bereits einige Tausend Menschen niedergelassen hatten.
Also, erste Reihe fällt dann wohl mal aus. Und da es ohnehin nicht angebracht ist, sich fünf Stunden vor Konzertbeginn auf die „Via dei Fori Imperiali“ zu setzen, wollten wir uns noch ein wenig Kultur antun. Also, auf besagter Straße am Forum Romanum vorbei auf das Emanuele Denkmal zu.
Steigt man an diesem Bauwerk so ungefähr 1 Mio. Stufen hoch, so findet man den Eingang ins Museum. Hier ist allerhand zu sehen, vor allem jedoch Stücke aus dem 19. Jahrhundert, Kleidung, Waffen, Bilder etc.. Ein Ausgang führt den Besucher auf das Dach, auf dem man sich frei bewegen kann. Hier gibt es sogar ein Cafe und eine kleine Kirche.
Vom Dach aus hat man einen wunderbaren Überblick über Rom. Einfach traumhaft.
Als auch dieser kulturelle Punkt abgehakt war ging es langsam aber sicher Richtung Bühne und anschließendem Konzert.
Da sich die Bühne direkt vor dem Kolosseum befand, war eigentlich die komplette Vie dei Fori Imperiali als Zuschauerraum zu bezeichnen. Es gab keinerlei Kontrollen und man konnte sich hinstellen wo man wollte.
Der Bürgersteig rechts und links war durch einen niedrigen Zaun von der Straße getrennt.
Jenseits des Zauns verteilten Helfer des Roten Kreuzes gratis kleine Mineralwasserflaschen an die Zuschauer.
Ich möchte hier nichts über das Konzert an sich berichten, da sich ein weiterer Artikel in Arbeit befindet.....nur so viel: Es war einfach bombastisch, genial, überwältigend. Die Zahl von 600.000 ! Zuschauern, ja ihr habt richtig gelesen, sechshunderttausend Zuschauer, spricht für sich.
Gegen 23.45 Uhr war das Konzert beendet und was nun folgte, war in meinen Augen eine logistische Meisterleistung wie ich sie, ehrlich gesagt, von den manchmal doch chaotisch wirkenden Italienern nicht erwartet hätte.
Alle Zuschauer drehten sich um und verteilten sich auf die umliegenden Straßen und Gassen, gingen zu Bushaltestellen oder setzten sich an den Rand. Die Stadt Rom stellte einen riesigen Tankwagen mit Trinkwasser zur Verfügung, an dem man seine Wasserflaschen auffüllen konnte. Einfach genial. Die Heimfahrt mit dem Bus funktionierte reibungslos. Und man war noch immer überwältigt angesichts des eben erlebten.
Irgendwann, so gegen 1.30 Uhr fielen wir dann völlig erschöpft in unsere Betten.
Da ward aus Abend und Morgen, der zweite Tag.
Der dritte Tag begann dann erst mal mit gesundem Schlaf. Und als wir um 8.00 wach wurden, schliefen wir einfach noch ein wenig mehr. Immerhin steckte in unseren Knochen ein Tag, den wir nie in unserem Leben vergessen würden, sofern uns der gute Herr Alzheimer nicht besucht.
Nun, an diesem Sonntag ließen wir es dann etwas ruhiger angehen. Ich war immer noch berauscht von der Simon&Garfunkel Droge. Was wir aber noch auf jeden Fall sehen wollten, war das Pantheon, das am besten erhaltene Gebäude der Antike, welches heute noch immer genutzt wird, nämlich als Kirche.
Berühmt ist das Pantheon für seine Kuppel, die in ihrer Spitze ein Loch von 9m Länge enthält. Ja, ein echtes Loch. Muss witzig sein, wenn’s regnet.
Vor dem Pantheon steht, selbstverständlich, ein Brunnen, auf dessen Stufen es sich sehr gut sitzen lässt. Wer möchte, kann sich mit römischen Soldaten fotografieren lassen, was allerdings wohl Geld kostet.
Ich war mir bisher auch nicht bewusst, dass es bereits zu christlicher Vorzeit Armbanduhren und Handys gegeben hat. Nun denn, die römischen Statisten vor dem Pantheon haben jedenfalls welche. Womit wir dann nun auch die Frage geklärt hätten, ob die Römer jetzt spinnen oder nicht. Sie spinnen.
Wie dem auch sei. Im Pantheon geht es etwas ruhiger zu, als noch im Vatikan. Hier findet sich auch die letzte Ruhestätte des Malers Raffael.
Wem es hier zu ruhig ist, der schlendert durch kleine Gässchen gen Osten zum Piazza Navona. In der Antike befand sich hier ein Circus, dessen ovale Form auch noch heute Bestand hat.
Die Piazza ziert drei Brunnen. Der mittlere Brunnen stammt aus dem Meißel des berühmten Bildhauers Bernini.
Ansonsten ist der Platz mit Künstlern belegt, die ihre diversen Gemälde verkaufen oder Portraits zeichnen. Aber im Gegensatz zu den Malern auf der Cranger-Kirmes, ohne deren Leistungen mindern zu wollen, sehen diese Portraits einem Foto sehr ähnlich. Mit 30€ pro Portrait eigentlich auch nicht teuer.
An dieser Piazza liegt auch die Kirche der heiligen Agnes.
Anschließend sollte noch ein weiterer Höhepunkt kommen. Jedem, der den Film „Dolce Vita“ gesehen hat, dürfte er bekannt vorkommen. Der Trevi-Brunnen. Ein ebenfalls in Stein gehauenes Meisterwerk, dass durch seine enorme Größe beeindruckt.
Demjenigen, der eine Münze hinein wirft, ist gewiss, dass er zurück nach Rom kehren wird. Hier tummeln sich allerdings Scharen von Touristen und ein Sitzplatz in nähe des Wassers muss man sich gegen kampfstarke Japaner erkämpfen. Doch gegen die fernöstlichen Kampf- und Knipskünste ist man meist nicht gerüstet. Dennoch, ein fantastischer Anblick.
Nach so viel Kultur und Lauferei kehrten wir dann nochmals zur spanischen Treppe zurück, ehe wir uns relativ früh Richtung Bahnhof aufmachten.
Eine Pizza noch am Campingplatz, eine Cola, eine Zigarette, eine schöne Dusche und ab ins Bettchen.
Da ward aus Abend und Morgen, der dritte Tag.
Am vierten Tag fuhren wir mit einem Leuchten in den Augen, zurück gen Arcevia, eine Simon & Garfunkel CD, die Wehmut in uns hervorrief und der Herr hörte, dass es gut war.
Amen.
Hui. Ganz schön lang, und doch kann man das Erlebte, das Gesehene und das Gefühlt kaum in Worte packen. Ihr müsst einfach selbst hinfahren um es zu erleben.
Man muss auch kein Krösus sein, um seine ersten Erfahrungen mit Rom zu machen.
Für den Bungalow auf dem Campingplatz haben wir pro Person 14€/Nacht bezahlt. Günstiger geht`s nicht.
Für Essen und Trinken muss man auch keine Unsummen ausgeben, sofern man es nicht möchte. Wie erwähnt ist ja McDonalds zur Stelle. Mit 11€ für eine 3-Tageskarte Bus und Bahn ist man auch gut bedient.
Was will man mehr?
Hier noch ein paar interessante Adressen:
www.hot-maps.de (Einfach die Rom-Karte aufrufen und ihr habt sofort einen Stadtplan)
www.campingtiber.com (Auch in deutscher Sprache vorhanden. Hier könnt Ihr direkt reservieren)
www.rom-treff.de (Sehr gute deutschsprachige Seite mit vielen Infos.)
www.rom-im-internet.de (Auch Klasse.)
Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit und bis zum nächsten Bericht.
Dieser Bericht erschien außerdem bei ciao.de unter dem Autorennamen Seniorenschieber! weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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Madrianda, 16.11.2004, 12:48 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Was für ein Spitzen-Einsteigs-Bericht :-) Bei Rom werden bei mir herrliche Erinnerungen wach, denn etliche Deiner beschriebenen Plätze suchten wir auch auf;-)...auch MD *grinz* VG Beate
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Ciao Roma
Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Meinen heutigen Bericht möchte ich wieder einmal meinem Lieblingsthema, dem Thema Urlaub widmen.
Im Monat Februar 2003 ging es also nach Rom und Florenz.
Die Idee nach Rom zum Städteurlaub zu fahren entstand eigentlich sehr spontan.
Zum 01. Februar 2003 begann die Fluggesellschaft Air Berlin das Ziel Rom in ihr Flugprogramm aufzunehmen.
Beim eher spaßhaften Besuch der Internetseite der Air Berlin entdeckte ich dann sehr günstige Flüge für 29 Euro pro Strecke.
Insgesamt bezahlten wir zu zweit dann für die Flüge von und nach Rom einen Gesamtbetrag von 116,00 Euro inklusive aller Zuschläge.
Ein weiterer Höhepunkt war dann der interaktive Besuch des Hotelreservierungssystems HRS.
Hier gab es ein 3-Sterne Hotel in der Innenstadt von Rom für 50 Euro pro Nacht mit Frühstück.
Ein paar Tage später flatterte uns dann noch die Bestätigung ins Haus dass die römischen Verkehrsbetriebe mit den Berliner Verkehrsbetrieben einen Vertrag haben der es ermöglicht dass Touristen aus beiden Städten mit der jeweiligen Monatskarte auch in der Partnerstadt gratis fahren dürfen.
Auch ADAC Mitglieder gelangen vergünstigt zu solch einem Ticket für die römischen Verkehrsbetriebe.
Diese sehr guten Vorzeichen ließen die Vorfreude auf die Ewige Stadt immens anwachsen.
Und dann ging es los.
Die Air Berlin brachte uns sicher nach Rom Ciampino. Naturgemäß führte uns unser erster Weg in das eher schäbige Informationsbüro der römischen Verkehrsbetriebe.
Gegen die Vorlage der Berliner Monatskarte und des Personalausweises erhielten wir einen so genannten CIS Fahrschein.
Dann ging es in unser hübsches Hotel.
Schon am selben Tag machten wir unsere ersten Stadterkundigungen und stellten fest dass durch den Euro die Preise in der italienischen Hauptstadt gar nicht so sehr überteuert waren.
Bald wurde es eine unserer Lieblingsbeschäftigungen in die nächste Kaffeebar zu stürmen und dort für 60 - 90 Eurocent einen Espresso oder einen Cappuccino zu trinken.
Wie gesagt - nicht nur einen Espresso trinken, sondern einen echten italienischen Espresso zu genießen.
Bereits am unseren ersten Tag empfanden wir das etwas schmutzige, ständig überfüllte Nahverkehrssystem als etwas belastend. Da haben wir doch in Deutschland bessere Nahverkehrsbedingungen.
Am Abend wollten wir mal so richtig wie bei einer italienischen Mama Pasta essen. Stattdessen landeten wir bei einem italienischen Chinesen.
So richtig Pikant war das nicht, aber der Preis von 30 Euro hielt sich dafür auch in Grenzen.
Nach der ersten Nacht erwachten wir am nächsten Tag mit Wolken verhangenen Himmel.
Na ja ...das war der richtige Zeitpunkt um mit der Metro zu den Vatikanischen Museen zu fahren.
Bewusst wählten wir auch den Dienstag für den Besuch im Vatikan aus. Am Mittwoch nämlich weilen im Vatikan die meisten Besucher der Stadt.
Dieser Tag wird von den Menschen genutzt um den Papst eventuell zu sehen. Dieser führt nämlich am Mittwoch, sofern er in der Stadt ist , eine Audienz durch.
Natürlich das Highlight im Vatikan ist der Besuch der grandiosen Sixtinischen Kapelle.
In den darauf folgenden Tagen waren wir noch mehrmals in der Nähe des Vatikans.
Rom bietet insgesamt sehr viele Sehenswürdigkeiten. Aber auch die Stadt begeistert.
Wenn man so hört, Rom die italienische Hauptstadt, dann denkt man eben auch an eine Großstadt.
Aber, Hochhäuser oder dergleichen sieht man nicht. Die Stadt ist insgesamt auch nicht sehr bunt, sondern sie hat irgendwie einen altertümlichen Farbton der einem an Terrakotta erinnert.
Auch ist es interessant zu sehen wie sich der Rom Tourist mit dem Verkehr arrangiert. Am Anfang des Aufenthaltes getraut man sich kaum über die Straße. Der viele sehr hektisch ablaufende Verkehr und die vielen Mopeds machen einem schon zu schaffen.
Man fragt sich auch warum Ampeln aufgestellt sind wenn sie scheinbar kein Mensch beachtet.
Gegen Ende unseres Besuches waren wir dann doch sehr erstaunt. Man lief dann einfach im Verkehr mit. Irgendwie kam man auf die andere Straßenseite und man scherte sich eher nur beiläufig um die Autos und Mopeds.
Besonders die besonders alten Sehenswürdigkeiten beeindrucken und ich möchte im Anschluss kurz einmal aufführen was man in Rom unbedingt gesehen haben muss:
- Vatikan mit Vatikanischen Museum – Eintritt 10,00 Euro
- Petersdom – Eintritt frei , Besuch der Aussichtskuppel 5 €
- Foro Romano - Eintritt 8,00 Euro
- Colloseum – Eintritt 8,00 Euro
- Vittorio Emanuelle II – kostenfreier Eintritt in ein Verteidigungsmuseum
- Arco di Constantion
- Piazza Di Spagma
- Piazza Navonna
- Piazza Del Popolo
- Piazza della Rotonda
- Pantheon
- Piazza delle Republicca
- Laterano (ehemaliger Sitz des Papstes )
- Fontana di Trevi (mein Lieblingsbrunnen in Rom )
- Engelsburg ( Eintritt in das Museum 5 Euro )
Hier nur eine kleine Auswahl von sehr wichtigen Sehenswürdigkeiten.
Neben dem Besuch dieser Sehenswürdigkeiten empfehle ich auch einen Tag für die Besuche der schönen Kirchen in Rom einzuplanen und hier eine Kirchentour zu machen.
Diese mächtigen Bauwerke faszinieren sehr.
Wer auch mal außerhalb von Rom etwas wandern will, dem empfehle ich eine Fahrt mit der Regionalbahn nach Castel Gandolfo.
In dieser sehr kleinen und hübschen Ortschaft hat der Papst seinen Sommersitz.
Aber auch Rom bietet einige Bademöglichkeiten. Im stickigen Sommer sollte man deshalb unbedingt mit einer Art S-Bahn nach Ostia an das Meer fahren.
Angenehmer Nebeneffekt der Besuche etwas abseits gelegener Ortschaften ist ein wesentlich günstigeres Preis / Leistungsverhältnis als in der Innenstadt.
So hatten wir in Ostia in einem sehr schönen Restaurant sehr gut und preiswert speisen können.
Insgesamt verlebten wir in Rom sehr aufregende und auch sehr schöne Tage.
Rom ist tatsächlich eine Reise wert. Wer es lieber etwas gemütlicher und nicht soviel Stress haben möchte dem empfehle ich für Rom unbedingt eine Reisezeit die nicht unbedingt in den Sommermonaten liegt zu nutzen.
Nutzt auch einmal solche Reisezeiten wie Februar bis Anfang Mai. Neben einen deutlich angenehmeren Klima muss man auch nicht soviel warten um Eintritt in eine Attraktion bzw. Sehenswürdigkeit zu finden.
Für die Buchung einer Reise nach Rom empfehle ich Euch die verschiedensten Flugveranstalter im Internet zu besuchen.
Eine eigene Buchung des Hotels ist sehr oft über den Hotel Reservierung Service HRS erheblich günstiger.
HRS erreicht man unter der Internetseite www.hrs.de
So , ich hoffe Euch jetzt etwas Lust auf die schöne Hauptstadt Italiens gemacht zu haben.
Rom erhält von mir 5 Sterne und ich hoffe sehr bald wieder dort zu sein!
Kommentare sind sehr willkommen ! weiterlesen schließen -
Entdecke die Geschichte
Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Alle Wege führen nach Rom heißt es sprichwörtlich. Rom ist eine schöne Stadt, die wirklich eine Reise wert ist.
Über meinen Fünf-Tage-Kurzurlaub in Rom möchte ich Euch jetzt berichten:
1. Einleitung:
Rom ist Zeitzeuge der Geschichte. Die Bauwerke und Monumente der Stadt zeigen einem die über 2000jährige Geschichte Roms. Faszination und Schönheit zeichnen die Stadt aus. Rom bewegt einem und gefällt auf dem ersten Blick. Diese Stadt bietet alles: Einsame, verschlafen erscheinende Gassen oder die großen Touristenattraktionen. Für jedem ist etwas dabei. Der einzigen Wermutstropfen ist der laute und sehr starke Verkehr. Fußgängerzonen sieht man in Rom relativ wenige. Auch in der Nacht bilden sich noch größere Staus. Vom Verkehr schwabt eine richtige Hektik auf einem über.
2. Bauwerke, Monumente, Besichtigungen usw.
Zuerst: Ich schreibe nicht ausführlich über die Besichtigungsmöglichkeiten. Hierzu ist ein Reiseführer besser geeignet. Auch wird meine Aufzählung bei weitem nicht alles abdecken. Nur ein paar Sachen, die ich gesehen habe, mit einem kurzem Kommentar von mir.
- Petersplatz, Petersdom und Museum:
Der Vatikanstaat ist ein Muss für alle Rombesucher. Ohne den Petersplatz, den Petersdom usw. gesehen zu haben ist man nicht in Rom gewesen.
Das Museum des Vatikans kostet 10 EUR Eintritt. Für Liebhaber von Statuen sicherlich sehenswert. Das Highlight des Museums ist aber unbestritten die Sixtinische Kapelle, Michelangelos Meisterwerke. Die Wand- und Deckengemälde fallen durch kräftige, leuchtende Farben auf. Durch die Farben ergebt sich sogar ein 3D-Effekt. Apropos Eintritt: Jeden letzten Sonntag im Monat kann man das Museum kostenlos besuchen. Wir waren an einen letzten Sonntag im Monat dort. Kostenlos ja, aber wir mussten geschlagene 2 Stunden warten bis wir endlich im Museum waren. Durch die sehr vielen Menschen und den Sicherheitskontrollen am Eingang hat sich der Einlas dementsprechend verzögert.
Der Petersdom ist auch für einen Dom riesig und sehr pompös. Goldene Decken, wunderbare Eindrücke der Kirchenkunst und die kreuzförmige Anordnung des Domes fallen wohlwollend auf.
Der Petersplatz ist wie vom Fernsehen bekannt groß und vom Petersdom ausgehend links und rechts durch Säulen abgegrenzt.
Wir hatten das Glück vom Petersplatz aus den Papst zu sehen. Er hat um die Mittagsstunde den Engel des Herrn gebetet. Für mich ein Erlebnis der besonderen Art. Obwohl ich nicht unbedingt als Strenggläubiger zu bezeichnen bin, ging der Auftritt des Papstes mir zu Herzen. Ein Mann der seit 1978 das Oberhaupt der katholischen Kirche ist. Mit gebrechlicher Stimme betete er den Engel des Herrn auf lateinisch und begrüßte anschließend die Gläubigen (die mit Plakaten, z. B. aus Polen kommend) in ihrer Muttersprache.
Nun zum Highlight des Vatikans bzw. möchte ich sogar sagen von ganz Rom. Die Kuppel des Peterdoms. Für 4 EUR bzw. 5 EUR (Treppe oder Lift) wird einem in hoher Höhe ein unvergesslicher Ausblick über Rom geboten. Die ganzen Denkmäler von Rom werden einem in einem anderen Blickwinkel präsentiert. Wir nahmen den Weg über den Lift. Nach der Liftfahrt müssen nur noch 320 Stufen (z. T. sehr enger Weg) bis zur Kuppel bewältigt werden. Aber der Ausblick verzeiht und rechtfertigt jede einzelne Stufe. Ein weiteres schönes Nebenprodukt des Weges ist der Blick in den Innenraum des Domes von einer beachtlichen Höhe aus.
Fazit: Vatikan unbedingt ansehen!!!
- Fontana di Trevi (Trevibrunnen)
Der Trevibrunnen ist eines der bekanntesten Brunnen von Rom. Ein schöner mittelgroßer Brunnen, der von vielen Touristen zu jeder Tages und Nachtzeit bestaunt wird. Schöne Figuren und ein Platz zur kurzen Musehaltung aber mehr dann auch wieder nicht (zu viele Touristen).
Fazit: Als Rom-Besucher muss der Brunnen beachtet werden.
- Viktor-Emanuel-Denkmal (die Schreibmaschine):
Ein riesiges, weißes Denkmal auf dem Piazza Venezia. Normal gesperrt für Besucher (lt. Reiseführer seit 1976 nach einem Attentat der Faschisten) wurden die Tore am 01. Mai für Besucher geöffnet (der 01. Mai ist auch in Italien ein Feiertag). Das Denkmal ist eindrucksvoll. Die Aussicht über Rom ist schön (aber nicht so wie von der Dom-Kuppel). Charakteristisch ist die Form (fast wie) einer Schreibmaschine. Zwei Soldaten stehen als Mahnwache neben einem Kriegerdenkmal.
Fazit: Schön und unübersehbar.
- Kolosseum (Colosseo):
Wohl eines der bekanntesten Bauwerke der Geschichte. Für 8 EUR kann das Kolosseum und ein dazu angrenzender Park (Palatino = Park und alte Mauern) besichtigt werden. Das Kolosseum ist beeindrucken obwohl es nur noch zur Hälfte erhalten ist. Vor dem Kolosseum befindet sich noch der Triumphbogen.
Fazit: Ansehen!
- Foro Romano:
Neben dem Kolosseum befindet sich das frei zugängliche Foro Romano. Säulen und Mauern führen einem viele Jahre in die Geschichte zurück. Ein Spaziergang durch dieses Forum ist empfehlenswert und fast schon entspannend.
Fazit: Sehenswert.
- Spanische Treppe:
Die Spanische Treppe befindet sich im Herzen von Rom. Eine breite, lange Treppe geschmückt mit vielen Blumen. Früher soll dies der Treffpunkt der Jugend zum abendlichen Feiern usw. gewesen sein. Heute sieht man nur, auch am Abend, Touristen stehen, fotografieren und am Rand auch sitzend. Ein kleiner, netter Brunnen am Fuße der Treppe rundet den Anblick ab. Von oben hat man einen schönen Blick nach unten.
Fazit: Als Tourist mitzunehmen, aber ich hätte mir mehr davon erwartet.
- Pantheon:
Eine runde Kuppel erkennt man z. B. von der Kuppel des Peterdoms. Nach dem Eintritt ins Pantheon befindet man sich in einer großen, runden Halle. Ein Teil davon ist als Kirche zu erkennen, ein anderer Teil wurde als Grabstätte der italienischen Königsfamilie benutzt.
Fazit: Nicht nur der äußerliche Eindruck gefällt auch der pompöse Innenraum ist unbedingt zu besuchen.
- Kirchen:
Kirchen gibt es in Rom wohl an jeder zweiten Straßenecke. Viele sehen von außen ganz unscheinbar aus, sind aber innen wunderschön.
Erwähnenswert ist hier die S. Giowanni in Laterano. Im Südosten von Rom bzw. um eine bessere Einordnung zu geben im Osten vom Kolosseum befindet sich die älteste christliche Basilika. Eindrucksvolle Deckengemälde und große Statuen findet der Betrachter. Diese Kirche ist sehr zu empfehlen.
In der S. Maria Maggiore (südlich vom Bahnhof) befindet sich ein Relikt der Geburtskrippe Jesu. Diese Kirche muss nicht unbedingt auf dem Programm stehen.
- Trasterve:
Trasterve ist ein wunderbares Viertel im Südwesten von Rom (über den Fluss Tiber zu erreichen). Enge schöne malerische Gassen vermitteln ein schönes Bild von Rom. Es ist auf den Nebenstraßen wesentlich ruhiger und für einen Nachmittag empfehlenswert. Auf der Anhöhe von Trasterve (bei der spanischen Botschaft) erhält der Besucher erneut einen wunderbaren Ausblick über Rom.
Fazit: Einen ruhigen Nachmittag weg von den Touristenströme einplanen.
3. Verkehr
Der Verkehr ist hektisch und sehr ausgeprägt. Es gibt viele Zebrastreifen, aber es hilft nicht wie in Deutschland am Zebrastreifen zu warten bis ein Auto hält. So kommt man nie über die Straße. Es ist notwendig einen mutigen aber zur eigentlichen Sicherheit einen doch vorsichtigen Schritt in die Straße zu tun.
Die Hektik des Verkehrs steckt einen an. Es ist wohl typisch für Rom und für seine Menschen.
An Sonn- und Feiertagen werden mehrere Straßenabschnitte über den Tag für den Verkehr gesperrt. Dies ist für den Rombesucher sehr erholsam. Mal keine Angst beim überqueren der Straße und noch wichtiger: es ist zumindest für eine gewisse Zeit ruhig.
4. Essen und Trinken
Zum Essen:
Vor dem Besuch in Rom habe ich angenommen, dass das Essen teuer sein wird. Man kann aber in dieser Stadt kostengünstig und vor allem gut essen. Einfach ein paar Meter weg von den Touristenströmen und schon purzeln die Preise.
Eine Pizza kostet z. B. um die 6 EUR. Wohl typisch für Rom sind die Chinesen. Viele chinesische Restaurants findet man in dieser Stadt. Sie sind leicht zu finden. Jeder Chinese hat rote Lampions vor seinem Eingang hängen. Ein Entengericht kostet z. B. um die 4 EUR, eine Frühlingsrolle um die 1,30 EUR; der Reis muss entgegen unseren Gewohnheiten extra bestellt und bezahlt werden (ein Schüsselchen kostet 1,10 EUR).
Beim Essen im Lokal muss immer zusätzlich ein Gedeck bezahlt werden (ca. pro Person um 1 EUR).
Für den Hunger unterwegs kann man sich Pizzastückchen kaufen.
Zum Trinken:
In Rom wird Wein und Wasser getrunken. Der offene Wein und das Wasser sind auch im Lokal sehr günstig. Z. B. haben wir einen Wein für ca. 3 bis 5 EUR per Liter getrunken. Das Wasser kostet in der Literflasche ca. 1, 60 EUR. Dagegen ist Bier teuer: Für ein Bier darf man schon mal 4 bis 5 EUR bereithalten.
In ganz Rom findet man Wasserbrunnen, die extra zum trinken aufgestellt wurden. Es ist Trinkwasserqualität und sehr erfrischend. Viele Römer sieht man mit Plastikbechern davon trinken. Ohne Hilfsmittel kann auch ohne Probleme daraus getrunken werden: Einfach den Wasserstrahl zuhalten und schon wird durch eine kleine Öffnung am oberen Rand des Wasserhahnes ein kleiner Strahl ausgeschüttet.
5. Cappuccino
Einfach lecker! In jeder Bar (ist bei uns ein Cafe) bekommt man ihm. Interessant und auch beachtenswert ist das der Cappuccino oder auch andere Getränke im Stehen getrunken meist nur den halben Preis kosten. Im Sitzen getrunken muss meist ein Topzuschlag bezahlt werden. Einfach auf die Karte sehen und die Bankpreise (= im Stehen) bzw. Tischpreise vergleichen. Es ist sowieso ratsam zuerst nach dem Preis zu sehen bzw. zu fragen. Überraschungen können dadurch ausgeschlossen werden. Und wer will für ein kleines Cola (wird in der Büchse ausgeschenkt!) anstatt ca. 1,50 EUR über 3 EUR bezahlen wenn nur ein paar Meter weiter der günstigere Preis bezahlt werden braucht.
Die Bars sind meistens recht klein. Aber kein Problem da ja die meisten den Cappuccino im Stehen trinken.
6. Eis:
In Italien bekommt man wohl das beste Eis. Einfach sehr gut!!! Die Auswahl ist ungewohnt groß. Es gibt im Gegensatz zu Deutschland keine Kugeln. Die Eisgröße wird meist in 3 Kategorien untergeordnet, d. h. klein, mittel und groß. Die kleine Portion ist dafür bereits so groß das sie ausreichend ist. Die Preise für eine kleine Portion (2 bis 3 Sorten) belaufen sich auf 1,30 EUR bis 3 EUR (Topzuschlag in der Nähe des Trevibrunnens).
7. Wie kommt man nach Rom:
Alle Wege führen nach Rom. Es gibt die bekannten Möglichkeiten nach Rom zu pilgern. Nur mit dem Auto würde ich es keinem empfehlen.
Wir sind von München mit dem täglich fahrenden EuroNacht-Zug nach Rom gefahren. Er fährt um ca. 20.35 Uhr von München ab und am frühen morgen um ca. 08.20 Uhr ist man bereits in Rom. Zurück fährt man einfach im gleichen Zug. Die Abfahrt ist um 21.10 Uhr in Rom und Ankunft in München ca. um 08.30 Uhr.
8. Diebstahl:
Geldbörsen gehören in Rom nicht in die hintere Hosentasche! In Rom wird gestohlen was nicht Niet und Nadelfest ist. Berüchtigt dafür sind die Busfahrten (v. a. die Route zum und vom Vatikan).
Also ein paar präventive Maßnahmen treffen: Am besten eine Umhängegeldbörse benutzen. Rücksäcke im Bus nach vorne hängen. Handtaschen immer zur Hausseite tragen (so kann kein Rollerfahrer unverhofft die Tasche mitnehmen) und immer die Augen offen halten.
9. Öffentlicher Nahverkehr
Es gibt in Rom zwei U-Bahnlinien, Straßenbahnen und natürlich Busse. Eine Busfahrt kostet 0,77 EUR. Mit dieser Karte kann man 75 Minuten fahren, egal ob mit Bus oder U-Bahn. Die Busse sind meist überfüllt.
10. Zum Abschluss: Das Wichtigste:
Gutes Schuhwerk mitnehmen und gleich bei der Ankunft einen Stadtplan organisieren. Auch soll die Sonnencreme nicht vergessen werden.
Ein Besuch in Rom ist empfehlenswert. Unsere 5 Tage haben uns genügt. Natürlich kann in 5 Tagen nicht alles besichtigt werden, aber die wichtigsten Sachen haben wir gesehen. weiterlesen schließen -
Die Spinnen die Römer - da pass ich gut hin
10.11.2002, 13:58 Uhr von
FrankyMarc
Was es über mich zu sagen gibt? Dazu später Wer vorher was wissen will soll nachfragen :oPPro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Seit über einem Jahr ging nun die Planung für die Kursfahrt, bis sie endlich in der Woche vor den Herbstferien in NRW losging. Ziel der Reise war die Hauptstadt Italiens, das schöne Rom. Freitag mittag ging es dann los, mit dem Zug von Düsseldorf nach München – dort war umsteigen angesagt. Nachdem wir mit knapp 50 Minuten Verspätung dort ankamen konnten wir noch schnell rüber aufs andere Gleis hetzen, wo unser Zug nach Rom dann 10 Minuten später abfuhr. Mit genügend Alkohol ausgestattet sollte diese Reise auch kein Problem darstellen, doch für mich endete die halbe Nacht auf dem Gang, weil sich 2 Fremde in meinem Abteil breit gemacht haben – und die tief und fest am knacken waren. Letztendlich habe ich dann aber doch noch einen Platz zum Schlafen gefunden, der nicht auf dem Gang lag. Somit kam ich zwar nicht frisch, aber auch nicht hundemüde in Rom an.
Der Bahnhof
Von einer Landeshauptstadt kann man ja eigentlich etwas erwarten, was den Bahnhof angeht. Was ich jedoch vorfand, waren Bahnsteige, auf denen Fliesen fehlten. Auch der Weg aus dem Bahnhof raus, beeindruckte mich nicht sehr. Da ist selbst der Bahnhof von Hannover schöner. Bei der Abfahrt allerdings sah man etwas mehr vom „Inneren“ des Bahnhofs, was sehr schön und gepflegt wirkte. Die Schäbigkeit scheint sich also nur auf die Bahnsteige zu beziehen. Auch von Nachteil ist es, dass man Ewigkeiten von einem Ende des Bahnhofs zum anderen laufen muss, da es ein Sackbahnhof ist – somit waren wir vom Haupteingang aus zum Ende des Bahnsteigs, wo unser Wagon ankommen sollte ca. 5 Minuten unterwegs.
Der Weg zur Pension
Übernachtet haben wir für die Woche in der Pension „Lousiana“. Klingt amerikanisch, ist es aber nicht. Alles typisch italienisch, vor allem das Essen. Dazu aber später. Der Weg dorthin erstreckte sich durch einen Teil von Rom, der mir nicht besonders gefallen hat. Die Häuser wirkten alle etwas vernachlässigt, von einer Hauptstadt hätte ich mehr erwartet. Von Büros und sonstigem aber keine Spur. Es scheinen alles Wohngebäude zu sein. Unten findet man dann meistens noch ein paar kleine Läden, wie sie in Deutschland bei Aldi & Co. gar nicht mehr existieren könnten. Schon auf dem Weg dorthin fiel mir der rabiate Fahrstil der Römer auf. Zebrastreifen sind nur zur Zierde da und wenn man nicht einfach drauf los läuft, kann man auf der Straßenseite warten, bis man verschimmelt. Fußgängerampeln sind teilweise anders als in Deutschland. Aber auch ihnen wird keine große Beachtung geschenkt. Hier ist wie in New York die Devise: Kommt kein Auto, kann man gehen. An einigen mehr oder weniger extravaganten Läden vorbei, kamen wir dann endlich an der Pension an.
Die Pension
Der erste Schock ließ nicht lange auf sich warten. Die Pension war nicht auf alle Leute eingerichtet – dass alle Platz finden werden, stand in den Sternen. Dann der Weg nach oben. Ein uralter Aufzug oder eine ewige Treppe sollten uns mit Gepäck in den 4. Stock bringen. Da der Aufzug Stunden gebraucht hat, wählten viele die Treppe. Die Pension selber war auf den ersten Blick ganz OK. Nichts besonderes, aber auch nichts schlechtes. Nervig war zwar, dass die „Mama Mia“, wie sie von uns getauft wurde, kaum Englisch sprach, aber verständigen konnte man sich meist trotzdem. Doch bald auch schon der 2. Schock – es waren 2 Betten zu wenig da. Daraus ergab sich aber für mich der Vorteil, dass ich ein Einzelzimmer bekam. Auch warmes Wasser zum Duschen war nicht sehr viel vorhanden und die Ernährung basierte auf Nudeln mit Tomatensauce.
Erste Stadterkundigungen
Nachdem wir uns dann endlich eingelebt hatten und unsere Laune nach der Zugfahrt langsam weiter zu sinken begann, ging es erst mal los, auf einen kleinen Rundgang durch die Stadt. Dieser fiel bei mir aber etwas länger aus, da es doch eine Menge zu sehen gab. Da ich nur leider nicht mehr genau weiß, wann ich was gesehen habe, werde ich nun von der chronologischen Reihenfolge abweichen.
Sehenswürdigkeiten
Fontana di Trevi (Trevi-Brunnen)
Mitten in der Stadt auf einem kleinen unscheinbaren Platz findet man den Trevi-Brunnen. Ein riesiger Brunnen erhebt sich an der Rückseite eines großen weißen Gebäudes. Dargestellt wird in ihm das „Königreich des Ozeans“. Der Anblick ist einfach einmalig und Besucher werden scheinbar magisch angezogen. Eine alte Sitte ist es, ein Geldstück über die Schulter in den Brunnen zu werfen. Dies soll Glück bringen. Nervig sind nur die ganzen Souvenirverkäufer und sonstige Touristenfänger. An solchen belebten Orten, wo viele Menschen zu finden sind, sollte man in Rom auch generell auf sein Geld aufpassen.
Pantheon
Am 1. November 609 wurde das Pantheon der Madonna und den Märtyrern zur Ehre geweiht. Dort war dann auch die Entstehung von Allerheiligen. Alleine an der Jahreszahl kann man schon erkennen, dass das Gebäude mit der Kuppel schon sehr alt ist. Für sein Alter hat es sich aber noch recht gut gehalten. Sehenswert sind aber meines Erachtens nur die Lichtspiele, die durch ein Loch in der Kuppel entstehen. Auch als sehr eindrucksvoll würde ich mir Schnee vorstellen, der so ins Pantheon fällt, doch glaube ich, dass man diesen in Rom nur sehr selten findet. Ansonsten ist nur beeindruckend, dass sich dieses Gebäude schon so lange gehalten hat.
Kolosseum
Die wohl bekannteste Attraktion Roms ist wohl das Kolosseum. Früher wurden hier zur Unterhaltung des Volkes Kämpfe zwischen Mensch und Tier, Mensch und Mensch und zwischen Tier und Tier durchgeführt, heute hat man durch den entfernten Boden einen Blick in die Kellergewölbe des Gebäudes, über die eine Brücke führt. Ein beeindruckendes Erlebnis, da man sich das ganze nicht so richtig vorstellen kann. Wo der Kaiser gesessen ist und wie die Zuschauer auf den Tribünen jubelten, kann man sich nur in seiner Phantasie ausmalen. Etwas eindrucksvoller hätte ich es mir schon vorgestellt, vor allem der fehlende Boden stört mich ein wenig. So wirkt es doch etwas künstlich. Schade ist auch, dass man nicht jede Ecke besichtigen kann.
Foro Romano
Das Forum Romanum war der politische Teil des alten Roms. Hier wurden die Entscheidungen getroffen. Viel zu sehen von den vermutlich eindrucksvollen Bauten ist heute aber leider nicht mehr. Umso interessanter finde ich, dass manche Reiseführer das ganze sehr detailliert beschreiben, so dass man sich ein genaueres Bild machen kann. Bei ein paar stehengebliebenen Mauerresten kann man sich das dazugehörige Flachdach dennoch nur schwer vorstellen. Hier braucht man ein wenig Zeit, da das Gelände recht groß ist. Empfehlenswert ist ein Schluck am Trinkbrunnen zu nehmen, das Wasser dort ist sehr lecker ;o)
Palatino
Etwas enttäuschend war für mich das ehemalige Villenviertel im Antiken Rom. Viel Grün und wenig Häuser waren zu finden. Das Beste fand man ganz am Anfang, als ein sehr schöner Brunnen inmitten eines Gebäudes zu finden war. Das meiste war leider schon recht zerfallen, so dass es kein sehr schöner Anblick war. Zum Entspannen sicherlich sehr schön, da es aber Eintritt kostet, sollte man es sich 2 mal überlegen, ob man dort reingeht. Der Eintritt ist allerdings in einer Eintrittskarte für das Kolosseum enthalten. Da dies sehr nah zusammen liegt, kann man es auch gut verknüpfen.
Ostia (Strand)
In Ostia kann man sich dann ein wenig auf den Sand hauen und die Blicke gen Horizont schweifen lassen. Das Wasser am Strand soll zwar warm sein (ich selber war nicht drin), aber der Reiseführer empfiehlt das Schwimmen dort nicht. Die Abwässer Ostias und auch die von Rom, die durch den Tiber ins Meer fließen, machen das Wasser auch optisch schon etwas trüb. Hier herrscht aber Sonnenbrandgefahr. Also vorher gut einölen. Ostia selber haben wir nicht erkundigt, aber auch dort soll es hier und da was schönes zu sehen geben.
Castel Sant’Angelo (Engelsburg)
Auch hier verspricht der Name wieder viel mehr, als man findet. Von Engeln ist dort nicht viel zu sehen – große Bewegungsfreiheit findet man auch nicht. Ein relativ festgelegter Rundgang lässt den Besucher die Burg etwas genauer kennenlernen. Das Beste war aber noch immer der Blick über Rom und auf den Petersdom. Man muss nicht da gewesen sein, aber bereuen wird man es wohl auch nicht.
Petersdom
Den Papst haben wir leider nicht dort getroffen, aber gehört haben wir ihn, als an unserem 2. Tag in Rom eine Heiligsprechung anstand. Später waren wir ein weiteres Mal dort, wo wir uns die große Kirche dann mal etwas genauer angeschaut haben. Ein riesiges Gebäude, welches sehr imposant ist. Bin ich normalerweise nicht der Typ, der auf Kirchen steht, so war ich hier mehr als beeindruckt. Alleine der Ausblick von der Kuppel aus, ist fantastisch. Wer unter Höhenangst leidet, ist hier aber fehl am Platz. Der Weg hinauf ist sehr beschwerlich, da der Aufzug auch nur einen kleinen Teil des Wegen abdeckt, der auch noch der einfachste ist. Die Sicht über ganz Rom macht aber die Strapazen wieder gut.
Fontane del Tritone
Am Piazza Barberini gelegen habe ich oft genug diesen Brunnen gesehen, aber ihn nie richtig wahr genommen. Nach einem Blick in meinen Reiseführer habe ich ihn mir dann am letzten Tag im Vorbeigehen doch etwas genauer gemustert. Ein unauffälliger Brunnen, der mitten in einer Art Kreisverkehr liegt. Dadurch fällt er nicht so ins Auge wie der Fontana di Trevi mitten in der „Fußgängerzone“. Dennoch ist er zumindest einen Blick wert, da auch er in einer fantastischen Art und Weise gestaltet ist. Stunden kann man vor ihm aber nicht verharren, da der ganze Verkehr um einen herum doch etwas störend wirkt ;o)
Campo die Fiori
Ein weiterer Ort an dem ich war, der im Reiseführer erwähnt wurde. Hier war ich allerdings bei Nacht, so dass nicht viel zu sehen war. Ein einfacher Brunnen ziert den Platz, um den herum viele Kneipen liegen. Die Preise dort sind allerdings etwas hoch, so dass man im Guinness-Pub für ein Pint Bier nach 23 Uhr 7,15 Euro zahlt.
Piazza Navona
Am Piazza Navona findet man viele ältere Bauten. Da der Platz sehr groß ist, findet man dort auch immer eine Menge an Leuten. Dies bringt aber auch wiederum viele Verkäufer mit sich, die Souvenirs verkaufen wollen. Dadurch ist hier Vorsicht geboten, da Touristen leicht über den Tisch gezogen werden können. So hat mich einer zugetextet und dabei ein Freundschaftsbändchen gemacht, für das er mir 5 Euro abgeknüpft hat.
Piazza di Spagna (Spanische Treppe)
Auf einer Postkarte sah man die Spanische Treppe mit vielen Blumen geschmückt. Ein wunderschöner Anblick, den ich auch gerne mitbekommen hätte. Jedoch war es nicht so. Es war einfach eine riesige Treppe, von der man ganz oben einen guten Blick über die kleinen Gassen von Rom hatte. Man könnte es fast mit einer überdimensionalen Rheintreppe in Düsseldorf vergleichen, doch die Atmosphäre war ganz anders. Man merkte aber auch hier, dass es von Touristen nur so wimmelte. Die Spanische Treppe ist auch ein beliebtes Ziel von Jugendlichen, die keine Lust haben, sich in eine Kneipe zu hocken. Dementsprechend findet man dann abends auch eine Menge an Dosen und Flaschen dort. Auch hier sollte man aber auf sein Geld aufpassen, da bei großen Menschenmassen gerne mal ein Portemonnaie abhanden kommen kann.
Villa D’Este (Tivoli)
Mit dem Zug eine halbe Stunde außerhalb von Rom in Tivoli findet man die Villa D’Este. Ein altes Gemäuer mit vielen Fresken im inneren, welches aber einen wunderschönen „Garten“ hat. Ganz nach dem Motto „Back to Nature“ wurde hier aber weniger Wert auf prachtvolle Blumen gesetzt, sondern die Kraft des Wassers voll ausgenutzt. Von einem Brunnen kommt man zur nächsten Fontäne. Wohl selten habe ich in so kurzer Zeit so viele Fotos geschossen, wie dort. Nur auf der Kuppel vom Petersdom könnte, was die Anzahl der Fotos angeht, eine Konkurrenz da gewesen sein. Wer Brunnen und Wasserspiele liebt, muss dies unbedingt gesehen haben.
Knochenmuseum
Wie das Museum direkt am Piazza Barberini auf italienisch heißt, kann ich leider nicht sagen. Hier sollte man aber auch nur mit starken Nerven reingehen. Skelette und Muster aus Knochen verzieren hier die Kammern und Gänge. Eintritt kostet es nicht, aber eine Spende wird schon fast erzwungen. Wer das makabere mag, wird begeistert sein, andere Leute waren aber eher angeekelt von dem, was man zu sehen bekommt. Doch hier fängt dann wieder der Streit um die Grenze des guten Geschmacks an, den ich aber außenvor lassen möchte. Es ist definitiv sehenswert, aber man muss es selber entscheiden.
Essen & Trinken
Was die Preise angeht ist Rom sehr gemischt. Es gibt Cafés, in denen man für 1.30 einen Cappuccino bekommt, andere verlangen hingegen über 3 Euro. Was Erfrischungsgetränke angeht sind durchweg fast alle oberhalb der Schmerzgrenze. Wasser scheint in Italien das einzige zu sein, was man problemlos trinken kann, ohne ein Loch in der Geldbörse zu spüren. Hier ist das Hard Rock Café vorteilhaft. Gutes Essen und auch Gute Getränke zu humanen Preisen, ganz im Gegensatz zu den Souvenirs. Wer aber so schmal wie ich gebaut ist, kann sich ein Kindershirt holen. Doch Vorsicht – die können noch einlaufen.
Das Essen ist insgesamt typisch italienisch. Viel Pasta und Pizza findet man. Doch auch China-Restaurants kann man vereinzelt sehen. Auch hier schwanken die Preise enorm. Wo man im einen Restaurant mit 6 Leuten von 4 Portionen satt werden kann und was zurückgehen lassen muss, das ganze bei einem Preis von 4-6 Euro pro Portion, kann man sich in anderen Restaurants mehrere Portionen bestellen um satt zu werden, wo ein kleines Stück Lasagne schon mal 8,50 Euro kosten kann.
Shopping
Wer Markenware liebt ist in Rom gut aufgehoben. Viele Designer-Läden sind in der Innenstadt zu finden. Doch auch „einfache“ Läden sind vereinzelt dabei, wo man vielleicht schon mal ein Schnäppchen finden kann. Auch nachgemachte Handtaschen von Straßenverkäufern waren bei unserem Kurs sehr beliebt. So wurden einige Prada- und Guccitaschen für 10-20 Euro erworben. Ich persönlich habe nicht so viel gefunden, da die ganzen Läden entweder auf Frauen ausgerichtet waren oder mir zu elegant erschienen. Wer Souvenirs sucht, wird sicher fündig. Von Kitsch wird man in vielen kleinen Shops erschlagen. Sehr schön finde ich Glasfiguren, die ich dort nur selten gefunden habe. Von diesen habe ich auch meinem Freund eine mitgebracht. Preislich sind diese auch noch im grünen Bereich. Größere kosten allerdings schon locker über 20 Euro. In der Nähe vom Trevi Brunnen findet man einen Shop, der viele dieser Figuren hat. Ich finde die meisten überwältigend, aber das muss jeder selber wissen.
Fazit
Abschließend kann ich nur sagen, dass Rom zwar eine Reise wert ist, doch dass die Stadt selber, von den Sehenswürdigkeiten abgesehen, nicht viel zu bieten hat. Es ist eine typische Tourismus-Stadt, in der man vom ursprünglichen italienischen Leben nicht viel mitbekommt. Für ein paar Tage ist es dort sicher sehr schön, doch mehrmals oder für längere Zeit würde ich dort nicht unbedingt hinfahren. Vor allem die Reise mit dem Zug ist sehr beschwerlich und nicht jeder steigt gerne in ein Flugzeug. Auch mit dem Auto würde ich niemandem empfehlen nach Rom zu kommen, es sei denn man möchte als Souvenir ein Andenken an die römische Parkweise haben: Ein paar Beulen und Kratzer
In diesem Sinne Arrividerci
© bY o~> FrankY
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-11-10 12:58:43 mit dem Titel Die Römer spinnen echt, wenn die so wohnen
Wer nach Rom reist, der muss auch dort irgendwo leben. Auch wenn man tagsüber im Freien war, war es Nachts dort eher zu kalt. So war eine warme Unterkunft das, auf das man sich freuen konnte, sobald es dunkel wurde. Da wir für die Kursfahrt ein Angebot der Deutschen Bahn wahrgenommen hatten, in den Anfahrt und Unterkunft enthalten waren, hatten wir keine Wahl. Unsere Unterkunft nannte sich „Pension Louisiana“ und befand sich in Rom in der Nähe des Landwirtschaftsministeriums – ca. 10 Minuten vom Bahnhof entfernt.
Im 4. Stock eines alten Gebäudes, in dem auch noch andere Hotels und Pensionen untergebracht waren, war noch lange nicht Schluss mit Treppensteigen. Nachdem ich meinen Koffer die ganzen knapp 100 Stufen hochgeschleppt hatte, da am einzigen Aufzug eine kilometerlange Schlange war, mussten weitere Stufen bewältigt werden, da die Pension sich über 2 Stockwerke hinzog. Vom 2. Stock aus war aber kein direkter Zugang zum Hausflur. 2 ältere Italienerinnen wuselten durch die Gegend und versuchten hektisch alle Leute von uns unterzubringen. Letztendlich sah es dann so aus, dass viele Zimmer einfach hoffnungslos überbelegt waren. Bestes Beispiel: 7 Leute in einem 5-Mann-Zimmer.
Angekündigt war uns laut der Deutschen Bahn eine Unterkunft mit Halbpension – sprich Frühstück und Abendessen. Das gab es auch – aber was für eins. Das Frühstück bestand aus einem Brötchen pro Person (es konnte aber auch mehr gegessen werden), als Aufstrich stand Butter, Honig und Marmelade zur Verfügung. Wer deftiges zum Frühstück gewohnt ist, bzw. gerne haben wollte, der musste sich schon selber was kaufen. Hier wurde aber auch kein Terror gemacht. Eigenes Essen und Trinken konnte mitgebracht werden. Getränke waren zum Frühstück Kaffee, Tee und Milch. Auch Kakaopulver drehte seine Runden an den einzelnen Tischen. Das Abendessen war so abwechslungsreich, wie man es sich nur vorstellen kann. Den einen Tag gab es Nudeln mit Tomatensauce, den anderen Tag Pasta mit selbiger Sauce. Und wenn es mal ganz was besonderes sein sollte, kamen auch mal Spaghetti auf den Tisch. Salat wurde auch fast immer dazu gereicht. Mal war es grüner Salat, mal Tomaten, mal Gurken, mal Mozarella – hier war also echt Abwechslung gegeben. Ab und an wurde auch eine Suppe serviert. Getränke konnte man hier käuflich erwerben: Eine Literflasche Wasser für einen Euro, genau wie eine Dose Cola zum selben Preis. Auch hier wurde aber nicht gemeckert, wenn eigene Getränke mitgebracht wurden.
Schlecht war das Essen wirklich nicht, aber etwas einseitig halt, so dass wir am letzten Abend an dem es Essen hab, auswärts essen gingen – nicht alle, aber 5 Leute.
Frühstück gab es immer so gegen 8-8:30 Uhr, das Abendessen immer um 19 Uhr. Annehmbare Zeiten, auch wenn ich das Frühstück gerne mal verschlafen habe *ggg*
Die Zimmer waren spartanisch eingerichtet. Ich hatte das Glück, als einziger ein Einzelzimmer zu haben. Ich hatte die Wahl – das letzte freie, das komischerweise nicht vergeben war, oder mich in ein volles 5-Bett-Zimmer zu quetschen. Die Wahl fiel leicht, oder? Jedenfalls besaß mein Zimmer ein Bett.. jedenfalls nach mehreren Stunden.. ein Waschbecken, einen Spiegel, eine schiefe Ablage, eine Art Tisch, einen Schrank, einen Stuhl und 2 Fenster. Das Bett war nicht zu bemängeln, das mangelnde Kopfkissen schon. Nach der ersten Nacht tat mein Nacken weh wie sonst was, da er durch die lange Zugfahrt schon strapaziert war. Der Tisch wurde von einem uralten Bügeleisen zur Hälfte eingenommen, der Stuhl war dazu gedacht, den Schrank geschlossen zu halten, da die Tür sonst aufgegangen wäre. Eins der Fenster ging zum Gang zu den Duschen hin und ließ sich nicht schließen, da riesige Blumentöpfe außen auf der Fensterbank standen. Das andere Fenster war so hoch, dass man ohne Zuhilfenahme eines Stuhls oder ähnlichem gar nicht dran kommen könnte. Deswegen war es auch Tag und Nacht offen. Bilder oder sonstiges waren im Zimmer nicht zu entdecken. Dafür hingen auf dem Gang genug, wenn auch alle schief.
Der „Service“ war ganz OK. Kam man abends nach Hause, fand man die Betten gemacht vor. Einem Mädchen hat die Putzfrau sogar die Haare aus der Bürste entfernt – etwas übertrieben, vor allem, weil es bei mir nicht gemacht wurde ;o) Nervig war für mich aber besonders ein Nachmittag. Wir kamen grade aus Tivoli zurück und mussten vom Bus zur Pension durch den Regen laufen. Nichts war schöner, als der Gedanke an trockene Klamotten, doch als wir endlich ankamen, wurde nichts daraus. Wieso? Weil mein Zimmer offensichtlich das Bügelzimmer war, und die Oma des Hauses da grade ihre Wäsche am Bügeln war. Ich hätte sie ja gerne gefragt, ob ich mich eben 2 Minuten umziehen könnte, aber mein italienisch lässt sich an 3 Fingern abzählen und ihr Englisch ebenso. Saß ich da also erst mal ne halbe Stunde nass rum und habe vor mich hin geraucht, bis „mein“ Zimmer geräumt wurde und ich mich umziehen konnte. Auch der Rest der „Belegschaft“ – es scheint ein Familienunternehmen zu sein – war im Englischen nicht wirklich fit. So wurden wir immer wieder auf italienisch zugetextet und keiner hat etwas verstanden, abgesehen von manchen Ausdrücken. Auch das wilde Gestikulieren hat viel zur gegenseitigen Verständigung beigetragen.
Probleme sehe ich für die Pension im Winter, da nirgendwo eine Heizung auszumachen war. Sollten im Winter auch nur diese lakenähnlichen Decken vorhanden sein, wird man sich dort gut den Arsch abfrieren.
Letztendlich klingt es aber eigentlich doch schlimmer als es ist. Auch wenn dort kein Luxus zu finden war, ließ es sich die Woche dort gut leben. Wir haben auch einiges gelacht, Spaß gehabt und viel erlebt. Auch die etwas schrottige Einrichtung, die mangelnde Verständigung mit der Hausherrin, von uns liebevoll „Mama Mia“ genannt, und das abwechslungslose Essen ließen sich aushalten. Passiert ist auch trotz einem wackeligen Geländer an der Treppe nichts, es wurde nichts geklaut (jedenfalls in der Pension) und hin und wieder hat die Mama Mia sogar mal gelächelt. Für große Jugendgruppen ist es aber nicht ganz geeignet, da einerseits ab 1 Uhr die Tür geschlossen wird und kein Schlüssel für diese ausgehändigt wird und da über der Pension die Familie der Mama Mia lebt, die ihr bei zu starker Lärmbelästigung den Hahn zudreht, dass sie die Pension vergessen kann. Da es bei Jugendlichen natürlich gern schon mal später und lauter werden kann, sollte man sich das ganze überlegen, doch außer in richtigen Hotels hat man das selten anders und in einem Hotel hat man (abgesehen von ner Hotelbar) keine Gelegenheit mal in einer größeren Gruppe zusammenzuhocken.
Ich werde mit gutem Gewissen 3 Punkte vergeben können, und auch eine Empfehlung aussprechen. Anfangs hielt sich die Begeisterung zwar arg in Grenzen, doch am Ende hat man sich an die etwas gesenkten Lebensumstände doch gewöhnt. Es klingt im Bericht alles schlimmer als es ist, und irgendwo hat auch die Pension einen guten Eindruck hinterlassen.
Zu den Preisen kann ich keine genauen Angaben machen. In einem Zimmer hing ein Schild, auf dem der Preis von 78 Euro die Nacht vermerkt war. Dieser wird aber vermutlich für alle 4 Leute des 4-Bett-Zimmers gelten und nicht pro Person. So wäre der Preis also angemessen. Sollte es aber doch der Preis pro Person sein, wäre es maßlos überteuert. Dies kann ich mir aber nur schwer vorstellen. Auch wenn die Römer spinnen, so dermaßen spinnen sie doch nicht.
© bY o~> FrankY weiterlesen schließen -
Esskultur auf Italienisch !!!
24.10.2002, 13:34 Uhr von
Ice-Cream-Man
Wo kein Weg ist, da machen wir uns einen.Zitat: HannibalBesonders gerne schreibe ich über Cocktai...Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
ALLGEMEIN
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Nach bis jetzt vier Besuchen in dieser wunderschönen Stadt, die einmal das Zentrum das Welt war, denke ich, dass ich im Stande bin über die verschiedenen Arten sich mit Nährstoffen zu versorgen zu berichten.
FRÜHSTÜCK
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Es ist kein Geheimnis mehr, dass man auf keinen Fall mit einem reichhaltigen Frühstück den Tag beginnt, der echte Römer frühstückt lediglich einen Filterkaffee und wenn er noch Hunger hat ein Weizenbrötchen mit Marmelade.
So extrem sieht es zwar nicht in den Hotels und Herbergen aus, aber mit einem umfangreichen Frühstück kann man nur in größeren Hotels rechnen, die meistens an internationale Ketten gebunden sind.
Als Faustregel gilt, je kleiner das Hotel und je weiter man sich vom Zentrum der Stadt entfernt, desto kleiner fällt das Frühstück aus.
MITTAG
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Diese Form der Mahlzeit, nimmt der richtige Rom-Tourist im stehen zu sich, sei es in einer der zahlreichen "Trattorias" oder in einem normalen Steh-café.
Da drängt sich zwar die Frage auf, ob es nicht ungesund sei im Stehen zu essen ?! Das mag zwar sein, aber es ist wesentlich preiswerter, denn wenn man Wert auf gute Bewirtung legt und auch noch im sitzen essen will kostet das meistens 3-5 Euro mehr. Dieser Wert erscheint auf den meisten Rechnungen als "Service", womit aber auch gemeint sein kann, dass lediglich der Tisch gedeckt ist.
Wenn man dann seinen Mittagstisch in Form von Pasta, Pizza oder einem anderen Snack beendet hat und diese Mahlzeit, wie in Rom so üblich mit einem "gebrühten Bohnengetränk" (Kaffee) abgeschlossen hat, ist man auch gestärkt für das obligatorische Sight-Seeing.
Viel mehr will man in Rom eigentlich auch gar nicht Essen, da meistens solche Temperaturen herschen, dass sie einem wortwörtlich den Appettit verderben.
NACHMITTAG
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Wie sollte es anders sein, besteht der Großteil des Nachmittag-Snacks natürlich aus Kaffee, auch wenn man vielerorts auf Konditoreien und Bäckereinen trifft, sollte man nicht annehmen, dass in Rom ähnliche Sitten herschen, wie hier zu Lande. Zum Nachmittag isst man keine schweren Torten oder Kalorienbomben, sondern meistens nur leichtes Gebäck, das aber auch ausgezeichnet schmeckt.
ABEND
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Spätestens jetzt merkt jeder Tourist, warum sich der Römer, den Tag über so "spartanisch" ernährt.
Die Abende sind nämlich den großen Restaurants vorbehalten. Mehrere Gänge sind Pflicht. Empfehlenswert sind vor allen Dingen die Menus, welche wesentlich preiswerter ausfallen und auch schneller serviert werden, da sie in den meisten Fällen schon vorbereitet sind.
In den meistens Restaurationen fällt das Abendessen fünfgäggig aus neben Suppen, Salaten und Brot, gibt es natürlich noch das weltberühmte Bruscetta. Eine einfache Scheibe Brot, in der Pfanne mit Öl gebraten und dann mit frischen Tomaten, Knoblauch und Gewürzen belegt (mein Geheimtipp).
Nach den Vorspeisen kommen dann die größeren Gänge, entweder Pasta oder ein "normales" Gericht. Hühnchen und Lamm sind sehr beliebt bei den Römern. Ich lege auch jedem Rom Touristen ans Herz, sich wenigstens einmal einen Lammbraten zu gönnen.
Natürlich kann man auch Schwein oder Rind bekommen.
Als Nachtisch gibt es dann Kuchen, Kaffee (wie immer) und Deserts in zahlreichen Variationen.
FAZIT
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Essen in Rom kann eine Teure Sache werden, dafür lohnt sich aber unter garantie, lieber etwas mehr auszugeben.
Ich empfehle auch jedem, der in einem Hotel übernachtet nicht Voll oder Halbpension zu buchen, da man in Rom lieber auf eigene Faust auskundschaften sollte, wo es einem am besten gefällt und wo es am besten schmeckt.
GETRÄNKE
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Selbstverständlich ist das Nationalgetränk der Rotwein, was sich auch an den Preisen bemerken lässt. Im Gegensatz zu deutschen Restaurants überlegt man hier nicht zweimal, ob man ein Glas oder doch lieber die ganze Flasche nimmt. Denn zu einem richigen römischen Mahl gehört auch ein ordentlicher Wein.
Vom Bier hingegen kann ich nur abraten. Wenn es denn gar nicht ohne das Brauereierzeugnis geht, sollte man unbedingt auf Fassbier verzichten und lieber die Flasche nehmen, denn in Rom gibt es kein Reinheitsgebot, wie bei uns.
Und dann natürlich noch der Kaffee, bei dem man auch eine Menge falsch machen kann. Man sollte es nämlich vermeiden einen einfachen Kaffee zu bestellen, weil man sonst lediglich heißes Wasser und einen Beutel instant Pulver auf den Tisch bekommt. Wenn man in den Genuss von Frischgebrühten Bohnenkaffee kommen will, bestellt man sich einen sogenannten Café Americano.
KLEINER TIPP
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Sollte es euch einmal an die spanische Treppe verschlagen, kauft euch unbedingt einen Beutel mit gerösteten Ess-Kastanien (Maronen) die schmecken wirklich sensationell.
Ich hoffe ich konnte allen zukünftigen Rom Touristen ein wenig auf die Sprünge helfen. Zwar könnte ich hier noch ewig weiterschreiben, weil mich diese Stadt schon seit langer Zeit in ihren Bann gezogen hat, aber das soll jeder selbst entdecken, denn Rom ist eine Reise wert...
Euer Ice-Cream-Man weiterlesen schließen -
Mittendrin statt nur dabei
20.09.2002, 18:55 Uhr von
LercheFL
Freunde beschreiben mich als witzig, humorvoll, spontan und sehr experimentierfreudig und als Jem...Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Und die nächste Runde, meiner kleinen Italienreise ;-)
Alle Wege führen nach Rom und so bin auch ich mittlerweile schon das 3. Mal dort gewesen (1999-3, 2000-5 und 2001-3 Tage) und man soll sich wundern – ich habe immer noch nicht alle sehenswerten Orte und Plätze der Geschichte Roms und dessen näheren Umgebung besucht.
Die an der Ostküste Italiens gelegene Stadt Rom, im Jahre 753 vor Christus gegründet ist heute Heimat für 2,8 Millionen Menschen.
Bemerkenswert ist der großflächige alte Stadtkern, der einem eine Reise in die Vergangenheit erlaubt. Auf engstem Raum sind Sehenswürdigkeiten in Form historischer Bauten aus verschiedensten Epochen zu sehen und manchmal sogar auch zu bewundern.
Wohl das bekannteste Monument der Geschichte ist das ellipsenförmige Kolosseum, das mit einer Längsachse von 188 Metern und einer Höhe von 57 Metern und seinen zu „Lebzeiten“ annähernd 50.000 Plätzen wohl damals schon als gewaltiges Bauwerk galt.
Das neben dem Kolosseum gelegene Forum Romano, dessen Geschichte bis ins 6. Jahrhundert vor Christus zurückgeht ist mit Sicherheit die interessanteste aller Ausgrabungsstätten, da hier auf engstem Raum mehr oder weniger erhaltene Säulen, Ehrenbögen, Tempel oder Statuen zu besichtigen sind.
Wer es lieber etwas moderner und pompöser mag, der sollte auf keinen Fall den Anblick des Denkmals Viktor Emanuel II verpassen. Dieser weisse Prachtbau, geschaffen aus brescianischen Kalkstein ist dem wohl einzigen italienischen Nationalhelden gewidmet und überall, weit über die Stadtgrenzen hinaus zu sehen.
Das mit dem einzigen Nationalhelden ist ein kleiner Scherz von mir, da ich in meiner langen Italienzeit überall Monumente für bzw. Denkmale an diesen Helden vorgefunden habe, aber wie gesagt, nur von diesem Helden ;-)
Auf der Reise in die Vergangenheit sollte man aber auf keinem Fall einen Besuch des Pantheon auslassen. Das Pantheon ist ein schlichter, aber dennoch kraft- und stärkeausdrückender Tempel aus dem Jahre 27 vor Christus, der seit dem späten 19. Jahrhundert die Gruft für König Vittorio Emanuele II beherbergt.
Inmitten Roms gelegen befindet sich der Kirchenstaat Vatikan, Heimat des Papstes und vieler wertvoller Kunstschätze und Sehenswürdigkeiten. Dazu aber mehr in einem anderen Bericht, der diesem irgendwann einmal folgen wird.
Aber auch für Rom selbst ist die Geschichte der Kirche nicht von der Hand zu weissen. Neben den Patrialskirchen, den ehemaligen Stammsitzen des Vatikans vor dem Bau des Petersdomes und alle anderen Kirchenbauten innerhalb der Stadt zeugen von dem Reichtum und der Macht nach der die Kirche und ihre Vorherrscher jahrhundertelang strebten.
Überall in der Stadt sind Denkmale an vergangene Päpste, die nach ihrem Ableben oder noch zu Lebzeiten als ewige Erinnerung an Selbige errichtet wurden. Zu erwähnen wären da der Trevibrunnen, die spanische Treppe, diverse Obelisken, sowie Park- und Brunnenanlagen, die überall in der Stadt vorzufinden sind.
Wer mehr auf Natur und Ruhe steht, dem empfehle ich ein Besuch in den nahezu riesigen Thermen von Caracalla die etwas südlich vom Kolosseums zu bestaunen sind.
Vom in der Nähe gelegenen Circus Maximus ist leider nicht mehr viel erhalten oder zu erkennen. Aber von hier aus hat man einen wunderschönen Blick auf die Überreste des Claudiusaquädukts.
Etwas außerhalb der Stadt gelegen, aber auf keinem Fall zu vergessen ist die historische Via Appia Antica, die „Königin der Strassen“ die um 312 vor Christus angelegt wurde und fast geradlinig bis Süditalien und dann weiter bis Brindisi führt.
Wenn man dann schon mal in der Gegend ist, sollte man die Chance nutzen eine der vielen entlang der Via Appia Antica gelegenen Katakomben zu besuchen. Ein wahres Labyrinth aus engen Gängen und unzähligen Grabreihen die von der Vergangenheit zeugen.
Und wer dann am Abend vom vielen Konsumieren und Erleben ein wenig abschalten möchte, dem kommt der italienische Charme der Neuzeit, den die Römer ausstrahlen sehr entgegen. Auch in dieser Zeit hat Rom noch viel zu bieten – auch an Neuem.
Um alles interessante aufzuzählen reicht der Platz hier nicht aus und meistens leider auch nicht Zeit, die man in Rom weilt. So habe ich mich hier für die Highlights entschieden, dabei aber viele Sehenswürdigkeiten weggelassen und nicht ein Wort über die vielen sehenswerten Museen oder auch Ausstellungen verloren.
Ich hoffe ich habe dennoch mit diesem kleinen Querschnitt durch die meiner Meinung nach wichtigsten Sehenswürdigkeiten euer Interesse an einem Rombesuch geweckt. Selbst bin ich von Rom fasziniert, da ich bisher keinen Ort auf dieser Welt so empfunden habe wie diese Stadt. So viel Geschichte auf so engem Raum hat mich schlichtweg begeistert.
In diesem Sinne
LercheFL weiterlesen schließen -
SCHÜLER = Weniger GUTE Menschen? - Hotel Tre Stelle Rom
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Wie die ein oder anderen aus meinem Profil wissen müssten, war ich die vergangene Woche auf Abschlussfahrt in Rom. Davon will ich euch nun in den nächsten Berichten erzählen. Heute fange ich mit unserem Hotel an, dem Tre Stelle.
Ausstattung
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Das Hotel ist ein zwei Sterne Hotel. Es befindet sich in einem ziemlich heruntergekommenen Haus. In diesem Haus sind außerdem noch zwei andere Hotels. Die Zimmer sind sehr unterschiedlich gestaltet. Vorallem was Platz anbetrifft sind sie sehr unterschiedlich. Unsere Gruppe hatte viele Zimmer belegt und so konnte ich mir ein relativ gutes Bild machen. Es gab 3er, er und auch Doppelzimmer. Jedes Zimmer verfügt über ein eigenes Bad mit Pidee, Dusche, Waschbecken und Toilette. Die Zimmer sind mit ein bis zwei Schränken, einem Spiegel und mit relativ niedrigen Betten ausgestattet. Die Federn der Betten sind ziemlich kaputt und so kann es passieren, dass einem schonmal solch eine Feder in den Rücken sticht. Es gibt außerdem noch eine Klimaanlage und einen Fernseher. Diese zusätzliche Ausstattung funktioniert allerdings meistens nicht bzw. man hat keine Fernbedienung und muss an der Rezeption darum bitten, dass diese eingeschaltet werden. Der Fernseher ist ziemlich klein und verfügt über nur wenige Sender, aber darunter kann man auch MTV finden. Die Fenster sind meistens auf die Straße gerichtet und es ist fast unmöglich bei offenem Fenster zu schlafen, da dort jede Menge Verkehr ist. Das Hotel selbst und die Gänge sind ausgekleidet mit Marmor und mit einer wein-roten Tapete. Das Ambiente ist schön. Allerdings vermisst man dieses dann in den Zimmern.
Sauberkeit
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Wie eben schon erwähnt, sieht das Hotel von außen richtig schlimm aus. Zum Glück setzt sich dies nicht innen fort. Die Gänge sehen sehr edel aus. Die Zimmer dagegen schlicht. Jeden Tag kommt die Putzfrau und macht die Betten und bringt frische Handtücher und Klopapier. Die Handtücher sind ganz schön heruntergekommen und man kann sie fast nicht mehr benutzen, weil sie ziemlich abgenutzt sind. Die Toilette ist sehr sauber und vorbildlich. Allerdings mussten wir in unserem Zimmer feststellen, dass eine gelbe Sosse in unserem Pidee schwamm, als wir ankamen. Es hat geschlagene drei Tage gedauert bis dies auf unser Bitten hin verschwand. Die Gläser beim Frühstück sind ziemlich verschmutzt.
Essen
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Man hat die Möglichkeit für 13€ ein Abendessen und ein Frühstück zu bekommen. Das Frühstück bekommt man im ersten Stock des Hotels. Es gibt für jeden ein ziemlich hartes Brötchen und Orangen- oder Aprikosenmarmelade. Dazu kann man Kakao, Cappuchino oder Kaffee vom Automaten bekommen oder Fruchtsaft, der mit sehr viel Wasser und Konzentrat hergestellt wurde. Das Abendessen gibt es dann in einem Restaurant, dass ungefährt fünf Minuten vom Hotel entfernt ist. Dieses Restaurant heißt La Grotte Azzurra. Das Personal ist ziemlich unfreundlich dort und für die Getränke muss ordentlich berappt werden. Das Essen besteht aus drei Gängen. Es gibt jedes Mal Nudeln, dann ein Hauptgericht und zum Schluss noch einen kleinen Nachtisch. Alles fällt ziemlich dürftig aus und man wird nur schwer satt davon. Das Hauptgericht besitzt nie eine richtige Beilage und an sowas wie Salat zum Schnitzel muss man sich gewöhnen. Der Nachtisch ist eher lächerlich und wirkt gezwungen. Einmal haben wir zwei kleine Ananasscheiben zum Nachtisch bekommen. Das Essen wiederholt sich in einem Rhytmus von drei Tagen. Also meine Empfehlungen bleibt nicht länger als drei Tage, sonst fangt ihr an Rom nicht mehr zu mögen. Als zusätzlichen Tipp: Schräg gegenüber dieses Restaurants gibt es einen billigen Pizza-Laden. Da schmeckt die Pizza richtig gut und man bekommt sie schnell. Allerdings kann man sich dort nicht hinsetzen.
Personal
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Das Personal im Hotel ist mittelmäßig freundlich. Für uns haben sie z.B. arrangiert, dass eine Kranke ins Krankenhaus gefahren wurde und das ohne Geld zu verlangen. Auf der anderen Seite allerdings wurden zwei Gruppen ohne vorherige Ankündigung einfach umgezogen und die Koffer wurden eigens von der Putzfrau gepackt. Dabei ist die Hälfte noch im alten Zimmer geblieben. Als man dann fragte was das denn soll, kam nur die Antwort, dass sie Zimmer doppelt gebucht haben. Nachdem sie dann etwas Druck gemacht hatten, bekamen sie ihr Zimmer wieder. Denn das Zimmer war besser und hatte "mehr Luxus" was Platz usw. angeht. Die Putzfrauen waren bereit einfach so die Zimmer aufzuschließen ohne überhaupt zu überprüfen, dass dieses Zimmer wirklich demjenigen gehört.
Bewertung
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Insgesamt muss ich sagen, dass ich von meiner Seite aus nichts an dem Hotel aussetzen konnte, da ich wirklich ein gutes Zimmer erwischt hatte. Allerdings haben viele anderen ziemlich Pech gehabt und das war mit viel Ärger verbunden. Das Essen dort kann man sich sparen und 13€ ist echt unverschämt. Das Frühstück ist unter aller S.. und absolut nicht zu empfehlen. Die Lage des Hotels allerdings ist optimal. Man bracht ungefährt 10 Min. bis zum Bahnhof und von dort aus, kann man in alle Richtungen fahren. Direkt gegenüber vom Hotel gibt es einen relativ günstigen Supermarkt und eine Menge Telefonhäuschen. Außerdem ist dort eine Bushaltestelle. Dort fahren zwei Busse ab, der eine fährt direkt zum Vatikan. Das Hotel war mehr durchwachsen als gut. Wir hatten sogar einen Tag nur kaltes Wasser gehabt. Jeden Tag wartete eine neue Überraschung. Dafür war es allerdings relativ günstig und von der Lage her gut. Ich hoffe, dass ich euch bei eurer Entscheidung etwas helfen konnte... Als Schüler wird man dort jedenfalls als Minderwertig behandelt und einfach von Zimmer zu Zimmer geschickt. weiterlesen schließen -
Nicht immer eine Reise wert
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Hallo,
ich werde mal meinen ersten Bericht über Rom schreiben, dorthin unternahmen wir im Frühsommer 2001 unsere Studienfahrt, oder besser gesagt unsere letzte Fahrt mit der Schule. In Deutschland war es zu diesem Zeitpunkt noch nicht sehr warm, in Rom allerdings erwarteten heiße Tage, zum Teil sogar sehr heiße Tage. Wir reisten mit dem Zug über Nacht, dass da nicht viel geschlafen wird, versteht sich von selber.
Kaum in Rom angekommen, fing es an etwas stressig zu werden, niemand wusste genau wo das Hotel ist. Auf der Stadtkarte sah es sehr nah aus, was es dann aber leider nicht war. So liefen wir also warm bekleidet mit unseren Koffern 2 Stunden durch Rom, schön sage ich Euch. Da rate ich jeder Klasse, vorher besser informieren und auch die Bus bzw. Straßenbahnlinien besser zu studieren, dann kann soetwas nicht passieren.
Es heisst ja immer in Rom wird viel geklaut, dem kann ich nur sagen, es stimmt wohl. Wenn sich ein wenig Zeit nimmt und in den zum Teil sehr überfüllten Bussen sitzt kann man den Taschendieben bei der Arbeit zusehen, kein Spass!
Wir besuchten dort viele Sehenswürdigkeiten, zum Beispiel die Vatikanstadt. Sie gehört ja eigentlich nicht direkt zu Rom, sie ist ein selbstständiger Stadtstaat. Die bekannsteste Einwohner dürfte wohl der Papst sein, den man Donnerstags bewundern kann oder auch nicht bewundern... Dort besucht man natürlich den Petersdom, auf seine Kuppel kann man hinaufsteigen. Oben angekommen kann man eine super Aussicht über Rom bewundern. Der Dom selber ist auch wunderschön und ein kühles Plätzchen!!!
Hinter dem Petersdom liegt die Sixtinischen Kapelle, die auch einen Bsuch Wert ist. Einige Museen sind in der Vatikanstadt noch untergebracht.
Einen Tag besuchten wir die auch das Forum Romanum, da kann ich leider nicht viel zu sagen, da mir die Geschichte Roms etwas zu viel wurde. Man man wissen ganz Rom besteht eigentlich nur aus Geschichte. Wer siuch dafür interessiert sollte an den Ausflügen eine Stadtführerin mithaben.
Einducksvoll fand ich noch das Kolosseum, der alte Schauplatz, wo wohl die Gladiatoren kämpften!
Was mich auch noch beeindruckte war, wie die Iataliner fast täglich versuchten unsere Rechnung für unser Abednessen in die Höhe zu treiben, Rechnungen waren doch zum Teil etwas unübersichtilich, aufpassen, dort wird gerne für Service extra kassiert.
Abend gings dann oft in die Stadt, ein beliebter Sammelplatz sind wohl die spanischen Treppen, dort trifft man viele Jugendliche. Leider ist das nächtliche Rom sehr teuer, so dass wir frühzeitig in unsere Herberge zurückkehrten.
Ich werde wohl, später nocheinmal nach Rom fahren, mit mehr Geld und Zeit, dann werde ich mir alles gründlicher ansehen.
Noch ein kleiner Tip, kauft Euch eine Wochenkarte für die Straßenbahn, einige von uns mussten böse bezahlen!!!
Viele Grüße
Mel. weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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Konsul, 12.06.2002, 17:21 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
da muss ich wohl auch mal einen Bericht über Rom schreiben, was? :-)
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Meine Traumstadt: ROM
12.05.2002, 23:43 Uhr von
woman
Meine Beiträge sind auch bei Ciao unter meinem Namen "woman" veröffentlicht. Bei Dooyoo schreibe ...Pro:
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Kontra:
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Empfehlung:
Ja
Rom, die Ewige Stadt. Das ist mein Städtefavorit unter allen europäischen Hauptstädten.
Die Stadt auf sieben Hügeln mit ihrer allgegenwärtigen Geschichte und Kultur zum Anfassen und erleben.
Um hier auf alle Sehenswürdigkeiten umfassend einzugehen, müsste ich ein Buch schreiben, deshalb versuche ich mich recht kurz zu fassen.
Das antike Rom lädt ein, Zeuge einer längst vergangenen glorreichen Zeit zu werden. Ein Besuch in den berühmten Caracalla-Thermen oder der bekannten Engelsburg,
diese Stadt ist voll von Sehenswürdigkeiten und Monumenten. Ob das der Vatikan, das Forum Romanum, das antike Capitol oder das Collosium ist, jedes dieser Bauwerke ist einzigartig und versetzt den Besucher in Staunen. Man sollte genügend Zeit mitbringen, denn das Besichtigungsprogramm Roms ist umfassend. Voller Überraschungen steckt diese Stadt. Ich glaube kein Tourist hat soviel Zeit, um alle Schätze Roms kennenzulernen.
Das klassische Rom lädt ein die Piazza Navona, mit ihren schönen bekannten Brunnen, den einladeden Cafes und den Künstler zu besuchen. Ebenso der von Rombesuchern gern besuchte Trevi-Brunnen, in den fast alle Touristen eine Münzen werfen, mit dem Versprechen einmal wieder hierher zu kommen. Die spanische Treppe, ein Treffplatz von jungen Leuten, gehört auch zum Besuchsprogramm eines jedes Romtouristen.
Der Vatikan mit Petersdom, den Vatikanischen Museen und der von Michelangelo dekorierten Sixtinischen Kapelle ist, möchte man alles in Ruhe besichtigen, ein 1-wöchiges Besuchsprogramm.
Nach einem anstrengenden Kulturprogramm laden die wunderschönen Parks, wie in der Villa Sciara oder der Villa Borghese zum Entspannen und Erholen ein.
Doch nicht nur Kultur und wunderschöne Parks machen diese Weltstadt aus. Rom ist auch eine der besten Einkaufsmetropolen Europas. Hier bekommt man alles geboten, was das Herz erfreut. Man findet alle großen Namen der Haut Couture, berühmte Schuhfabrikanten und noble Juwelierläden.
Die Nobelboutiquen konzentrieren sich vor allem an der berühmten Via Veceto, in der Villa Borghese und rund um die Piazza de Spagna. Auch große Kaufhäuser bieten gute Qualität zu erschwinglichen Preisen.
Am Sonntagmorgen findet ab 6.30 h - 14.oo h ein riesiger Trödel- und Antiquitätenmarkt an der Porta Portese statt. Hier kann man mit etwas Glück ab und zu ein Schnäppchen machen. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.
Zum Schluß komme ich auf die gute italienische Küche Roms zu sprechen. Zwischen Pantheon, Piazza Navona und Compo dei Fiori findet man urgemütliche kleine Restaurants, die die typische römische Küche servieren.
Auch in den urtümlichen Trattorias oder Osterias des ehemaligen Handwerkerviertels Trastevere kann man hervorragend essen. Die Piazza Santa Maria ist ein beliebter Treffpunkt der Römer in diesem urwüchsigen Viertel.
Das römische Nachleben spielt sich vor allem in den Szenevierteln Testaccio oder Trastevere ab. Dort gibt es eine Unmenge von Diskothen, Bars und Szenelokalen.
Wer jetzt Lust auf einen Tripp nach Rom hat, sollte schnell das nächste Reisebüro aufsuchen.
Gute Reise!!! weiterlesen schließenKommentare & Bewertungen
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gerfra2, 04.06.2002, 17:21 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Es ist eindeutig ein Kommentar, der von einen ABSOLUT Rom-Liebhaber entsteht und ich als Römerin bin sehr angetan über die herzhafte Beschreibung meiner Stadt. Allerdings sind einige Schreibfehler in den Straßen- bzw. Monumentennamen, die
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Alusru, 13.05.2002, 13:32 Uhr
Bewertung: sehr hilfreich
Da muß ich unbedingt noch hin lieben Gruß Uschi.
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