Erfahrungsbericht von Flake
Ausländerfeindlichkeit - Manchmal trifft es auch mich
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Ausländerfeindlichkeit - das ist ein schwieriges Thema, besonders, da ich manchmal auch selbst davon betroffen bin und die Sache da wohl eher subjektiv sehe.
Wie schon geschrieben bin ich mehr oder weniger selbst betroffen. Mein Vater kommt ursprünglich aus Tunesien und, obwohl ich hier geboren bin und meine Mutter Deutsche ist, sieht man mir meine Herkunft natürlich an (dunkle Locken, leicht getönter Teint). Und so habe ich den Fremdenhass bzw. die Feindlichkeit gegenüber Ausländern das ein oder andere Mal zu spüren bekommen; sei es im Kaufhaus, wo der Hausdetektiv einen besonders argwöhnisch beobachtet, sei es die Oma in der Straßenbahn, die mich mit \"Du Türkin, mach bloß, daß Du nach Hause kommst\" beschimpft. Erst vor kurzem wurde meine Schwester bei einem Handball-Spiel von einem Zuschauer als \"Scheiß Türkin\" bezeichnet. Und selbst eine neue Nachbarin, von der ich mal ein Ei zum Backen leihen wollte, hat mir die Tür vor der Nase zugeschlagen - weil sie mich nicht erkannte und dachte, ich wäre eine Zigeunerin.
Das alles sind Dinge, die mich doch sehr belasten, obwohl ich es mir meist nicht anmerken lasse. Aber ich weiß auch, daß das nur ein sehr geringer Teil der Deutschen ist, die so reagieren, und die meisten den Ausländern doch sehr offen gegenüber stehen (das merke ich eben auch tagtäglich). Genauso sollte man aber auch sehen, daß es wirklich nur eine Minderheit der Ausländer ist, die Gewalttaten oder Verbrechen begehen; denn oft bekommt man doch zu hören \"Ach, schon wieder ein Jugo/Türke/Russe etc., der jemanden umgebracht hat; ist ja typisch, diese Ausländer\".
Zudem finde ich, daß Ausländer eine große Bereicherung für Deutschland sind. Schließlich waren es damals türkische Gastarbeiter, die mithalfen, die deutsche Wirtschaft wieder aufzubauen. Auch fremdländische Restaurants sind hier nicht mehr wegzudenken (oh je, daran will ich auch gar nicht denken), denn es ist doch schon selbstverständlich, zum Chinesen, Türken, Spanier oder Italiener Essen zu gehen.
Ein bißchen mehr Toleranz und Akzeptanz fände ich auf jeden Fall manchmal sehr wünschenswert. Gerade ältere Menschen tun sich da sehr schwer und werten Ausländer schnell ab (selbst meine (deutsche) Oma hatte anfangs Probleme mit ihrem Schwiegersohn).
Doch auch die Ausländer sollten sich bemühen, sich ein wenig mehr anzupassen und einzufügen; das bedeutet ja nicht gleich, daß sie ihre Religion und Kultur aufgeben müssen.
Wahrscheinlich müssen beide Seiten einfach ein bißchen toleranter und empfänglicher für \"das Andere\" werden.
Wie schon geschrieben bin ich mehr oder weniger selbst betroffen. Mein Vater kommt ursprünglich aus Tunesien und, obwohl ich hier geboren bin und meine Mutter Deutsche ist, sieht man mir meine Herkunft natürlich an (dunkle Locken, leicht getönter Teint). Und so habe ich den Fremdenhass bzw. die Feindlichkeit gegenüber Ausländern das ein oder andere Mal zu spüren bekommen; sei es im Kaufhaus, wo der Hausdetektiv einen besonders argwöhnisch beobachtet, sei es die Oma in der Straßenbahn, die mich mit \"Du Türkin, mach bloß, daß Du nach Hause kommst\" beschimpft. Erst vor kurzem wurde meine Schwester bei einem Handball-Spiel von einem Zuschauer als \"Scheiß Türkin\" bezeichnet. Und selbst eine neue Nachbarin, von der ich mal ein Ei zum Backen leihen wollte, hat mir die Tür vor der Nase zugeschlagen - weil sie mich nicht erkannte und dachte, ich wäre eine Zigeunerin.
Das alles sind Dinge, die mich doch sehr belasten, obwohl ich es mir meist nicht anmerken lasse. Aber ich weiß auch, daß das nur ein sehr geringer Teil der Deutschen ist, die so reagieren, und die meisten den Ausländern doch sehr offen gegenüber stehen (das merke ich eben auch tagtäglich). Genauso sollte man aber auch sehen, daß es wirklich nur eine Minderheit der Ausländer ist, die Gewalttaten oder Verbrechen begehen; denn oft bekommt man doch zu hören \"Ach, schon wieder ein Jugo/Türke/Russe etc., der jemanden umgebracht hat; ist ja typisch, diese Ausländer\".
Zudem finde ich, daß Ausländer eine große Bereicherung für Deutschland sind. Schließlich waren es damals türkische Gastarbeiter, die mithalfen, die deutsche Wirtschaft wieder aufzubauen. Auch fremdländische Restaurants sind hier nicht mehr wegzudenken (oh je, daran will ich auch gar nicht denken), denn es ist doch schon selbstverständlich, zum Chinesen, Türken, Spanier oder Italiener Essen zu gehen.
Ein bißchen mehr Toleranz und Akzeptanz fände ich auf jeden Fall manchmal sehr wünschenswert. Gerade ältere Menschen tun sich da sehr schwer und werten Ausländer schnell ab (selbst meine (deutsche) Oma hatte anfangs Probleme mit ihrem Schwiegersohn).
Doch auch die Ausländer sollten sich bemühen, sich ein wenig mehr anzupassen und einzufügen; das bedeutet ja nicht gleich, daß sie ihre Religion und Kultur aufgeben müssen.
Wahrscheinlich müssen beide Seiten einfach ein bißchen toleranter und empfänglicher für \"das Andere\" werden.
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