Erfahrungsbericht von Mad_Lion
Atomstrom nein danke - bei mir kommt der Strom aus der Steckdose !
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
So oder so ähnlich kommt mir die Argumentation aller \"Aussteiger\" vor. Denken wir doch mal nach, was passieren wird, wenn wir wirklich die deutschen AKWs abschalten? Eine Folge sehen wir schon: Temelin. In unseren Nachbarländern werden, da wir ja nach dem Abschalten unserer Kernkraftwerke den Strom woanders herbekommen müssen, Atommeiler mit weitaus geringeren Sicherheitsstandards errichtet. Das Geschrei ist natürlich groß, wie wir es am Temelin-Reaktor sehen. Und die Folgen eines nuklearen Unfalls an unseren Grenzen betreffen uns nicht mehr und nicht weniger wie ein Unfall in Deutschland. Ich denke hier jetzt weniger an die Kontamination des Bodens um das AKW herum sondern vielmehr an den Fallout. Sicher haben uns die Unfälle in Tschernobyl und Harrisburgh sensibilisiert aber wir sollten dennoch rational und langfristig denken. Eine Versorgung Deutschlands mit Strom aus regenerativen Energiequellen wie Wasser, Wind, Sonne und dergleichen - vernachlässigen wir hier einmal, dass letztendlich jede Art von Energie aus der Sonne stammt - ist schlichtweg zu teuer. Wind ist nur an den Küsten Norddeutschlands und auf höheren Bergen lohnenswert, lohnt sich damit nicht, um genügend Energie aus der Wasserkraft zu gewinnen müssten wir unsere gesamte Küste mit Gezeitenkraftwerken zubetonieren und auch die Flüsse würden nur noch gestaut und eine Binnenschiffahrt damit reichlich kompliziert. Solarzellen haben eine mittlere Lebenserwartung von ca. 20 Jahren. Zu ihrer Herstellung wird aber ein vielfaches der Energie gebraucht, die sie in diesen 20 Jahren insgesamt liefern, also auch kein logisches Verfahren zumal diese Art der Energiegewinnung sehr flächenintensiv ist. Nicht zuletzt auch aus finanzieller Sicht ist eine Versorgung mit regenerativen Energiequellen heute noch utopisch. Auf Kohle und Öl umzusteigen erinnert mich irgendwie daran, den Teufel mit Belzebub auszutreiben. Die ökologischen Folgen sehen wir ja am Treibhaus-Effekt, also der globalen Erwärmung. Dieser Umstieg ist heutzutage während der Diskussion um Rohstoffverknappung meiner Meinung nach ein Schritt in die absolut falsche Richtung. Was bleibt uns also übrig? Den Strom aus Nachbarländern teuer einkaufen. Die Folge davon wird unter anderem die oben genannte sein.
Die Probleme der Endlagerung sind sicherlich stichhaltig aber nicht vollkommen begründet. Wirklich abgebrannte Brennelemente - wie wir wissen wird der Brennstoff durch Extraktion und Konzentration von Uran 238 und Plutonium wiederverwertet da nur ein Bruchteil des ursprünglich vorhandenen Brennstoffs wirklich verbraucht wird - werden, in Glas eingegossen um Auswaschung zu verhindern, in Salzstöcken mehrere hundert Meter tief in die Erde verfrachte. Das Salz dient zum einen der Abschirmung der Strahlung als auch als Schutz vor geologischen Einflüssen, vor allem Erdbeben. An der Erdoberfläche merkt man von der Strahlung nichts. Ganz nebenbei: Die Strahlenbelastung in einigen Gebieten der Erde sind weitaus stärker radioaktiv belastet als der Kontrollbereich eines KKWs, und das hat NATÜRLICHE Ursachen! An der brasilianischen Atlantikküste zum Beispiel wird ein Mensch mit durchschnittlich 8 mSv pro Jahr belastet. Zum Vergleich: für Personen, die außerhalb der Strahlenschutzbereiche eines AKWs leben, darf die Belastung 0,3 mSv pro Jahr nicht übersteigen. Ich halte die Tatsache, dass immer wieder moniert wird, Atomkraftwerke würden die Menschen verstrahlen oder ähnliches auch weithin nur als Panikmache. Dass sie das nicht tun wird ständig überwacht und geregelt.
Dass es zu Unfällen kommen kann ist klar. Hier möchte ich meinen letzten Punkt loswerden. Deutschland ist führend in der Konstruktion von Kernkraftwerken. Warum sollten wir diesen Vorteil nicht ausnutzen? Warum lassen wir einen so vielversprechenden Zweig wie die Kernforschung eingehen, was zweifelsohne passieren wird, wenn wir unsere Atommeiler abschalten. Die deutschen AKWs sind mehrfach gesichert, mehrfache Kühlkreisläufe, Abschirmungen und passive, d.h. immer einsatzfähige Notabschaltungsmechanismen sind hier nur wenige der Schutzsysteme. Die in den Nachrichten hin und wieder verbreiteten \"Schreckensmeldungen\" über Notabschaltungen von deutschen Atomkraftwerken versetzen uns sicherlich immer wieder in Angst und Schrecken. Beim näheren Recherchieren stellt sich allerdings heraus, dass es gar keine Notabschaltung sondern eine Sicherheitsabschaltung war. Und die passiert schon beim geringsten Problem, zum Beispiel einer nicht richtig festgezogenen Schraube um es etwas überspitzt darzustellen.
Ich für meinen Teil sage: Lieber mit der äußerst geringen Wahrscheinlichkeit eines LOKALEN Super-GAUs leben als mit der hundertprozentigen Gewissheit, dass ich in hundert Jahren durch den Treibhaus-Effekt meine Brötchen nicht mehr im Ofen backen muss.
Die ganze Diskussion ist sowieso nichtig, wenn wir es endlich hinbekommen, die Kernfusion unter Kontrolle ablaufen zu lassen. Alles was wir dann noch brauchen ist Wasser. Und als Abfall haben wir: Helium! Und das loszuwerden kann so schwer nicht sein!
Und etwas zum Schluss: jeder, der sich nach den Ereignissen im September letzten Jahres denkt, was wohl sein wird, wenn Terroristen sich ein AKW als Ziel aussuchen? Nur so viel: auf dem Schwarzmarkt, auf dem sich solche Leute normalerweise tummeln, gibts die handelsübliche Atombombe schon ab 3 Mio Dollar.
Die Probleme der Endlagerung sind sicherlich stichhaltig aber nicht vollkommen begründet. Wirklich abgebrannte Brennelemente - wie wir wissen wird der Brennstoff durch Extraktion und Konzentration von Uran 238 und Plutonium wiederverwertet da nur ein Bruchteil des ursprünglich vorhandenen Brennstoffs wirklich verbraucht wird - werden, in Glas eingegossen um Auswaschung zu verhindern, in Salzstöcken mehrere hundert Meter tief in die Erde verfrachte. Das Salz dient zum einen der Abschirmung der Strahlung als auch als Schutz vor geologischen Einflüssen, vor allem Erdbeben. An der Erdoberfläche merkt man von der Strahlung nichts. Ganz nebenbei: Die Strahlenbelastung in einigen Gebieten der Erde sind weitaus stärker radioaktiv belastet als der Kontrollbereich eines KKWs, und das hat NATÜRLICHE Ursachen! An der brasilianischen Atlantikküste zum Beispiel wird ein Mensch mit durchschnittlich 8 mSv pro Jahr belastet. Zum Vergleich: für Personen, die außerhalb der Strahlenschutzbereiche eines AKWs leben, darf die Belastung 0,3 mSv pro Jahr nicht übersteigen. Ich halte die Tatsache, dass immer wieder moniert wird, Atomkraftwerke würden die Menschen verstrahlen oder ähnliches auch weithin nur als Panikmache. Dass sie das nicht tun wird ständig überwacht und geregelt.
Dass es zu Unfällen kommen kann ist klar. Hier möchte ich meinen letzten Punkt loswerden. Deutschland ist führend in der Konstruktion von Kernkraftwerken. Warum sollten wir diesen Vorteil nicht ausnutzen? Warum lassen wir einen so vielversprechenden Zweig wie die Kernforschung eingehen, was zweifelsohne passieren wird, wenn wir unsere Atommeiler abschalten. Die deutschen AKWs sind mehrfach gesichert, mehrfache Kühlkreisläufe, Abschirmungen und passive, d.h. immer einsatzfähige Notabschaltungsmechanismen sind hier nur wenige der Schutzsysteme. Die in den Nachrichten hin und wieder verbreiteten \"Schreckensmeldungen\" über Notabschaltungen von deutschen Atomkraftwerken versetzen uns sicherlich immer wieder in Angst und Schrecken. Beim näheren Recherchieren stellt sich allerdings heraus, dass es gar keine Notabschaltung sondern eine Sicherheitsabschaltung war. Und die passiert schon beim geringsten Problem, zum Beispiel einer nicht richtig festgezogenen Schraube um es etwas überspitzt darzustellen.
Ich für meinen Teil sage: Lieber mit der äußerst geringen Wahrscheinlichkeit eines LOKALEN Super-GAUs leben als mit der hundertprozentigen Gewissheit, dass ich in hundert Jahren durch den Treibhaus-Effekt meine Brötchen nicht mehr im Ofen backen muss.
Die ganze Diskussion ist sowieso nichtig, wenn wir es endlich hinbekommen, die Kernfusion unter Kontrolle ablaufen zu lassen. Alles was wir dann noch brauchen ist Wasser. Und als Abfall haben wir: Helium! Und das loszuwerden kann so schwer nicht sein!
Und etwas zum Schluss: jeder, der sich nach den Ereignissen im September letzten Jahres denkt, was wohl sein wird, wenn Terroristen sich ein AKW als Ziel aussuchen? Nur so viel: auf dem Schwarzmarkt, auf dem sich solche Leute normalerweise tummeln, gibts die handelsübliche Atombombe schon ab 3 Mio Dollar.
4 Bewertungen, 1 Kommentar
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06.03.2002, 16:44 Uhr von maertens
Bewertung: sehr hilfreichKlasse, genau so sehe ich das auch!
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