Bauchnabelpiercing Testbericht

Bauchnabelpiercing
Abbildung beispielhaft
ab 14,86
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Summe aller Bewertungen
  • Design:  gut
  • Tragekomfort:  gut
  • Qualität & Verarbeitung:  sehr gut
  • Preis-Leistungs-Verhältnis:  gut
  • Hautverträglichkeit:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von Cinderellajf

Bauchnabelpiercing

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ich habe meine Piercing seit gut einem Jahr, erinnere mich also noch ziemlich genau daran.

* Wo lässt man sich piercen? *
Es gibt die Wahlmöglichkeit zwischen einem Piercingsstudio und einen Arzt, vom Selberstechen ist eindeutig abzuraten.
Nicht jeder Hautarzt sticht Bauchnabelpiercings, aber es gibt schon einige, die es anbieten. Ich würde aber davon abraten. Ein Arzt wird zwar sehr auf die Sauberkeit achten, aber: Die meisten Ärzte betäuben die Stelle. Das Gewebe ist also nicht im Normalzustand. Wenn das Loch gestochen wird, während das Gewebe nicht im Normalzustand ist, kommt es oft vor, dass es sich danach verzieht, dass Loch als schief wird, wenn das Gewebe wieder im Normalzustand ist. Außerdem haben Ärzte meistens nicht so viele praktische Erfahrungen damit.
Das Piercingstudio ist als eher zu empfehlen. Man sollte es gründlich prüfen, bevor man sich stechen lässt.
- Macht das Studio einen sauberen Eindruck?
- Geht der Piercer auf meine Fragen ein?
- Sind die Schmuckstücke verpackt/eingeschweisst?
- Gibt das Studio eine Anleitung zur Pflege mit?
- Gibt es kostenlose Nachkontrollen?
Ruhig alle Fragen stellen. Wird das belächelt, ist man eh im falschen Laden.

* Welches Piercing? *
Beim Stechen muss der Schmuck aus Titan sein, später, wenn es geheilt ist, kann man auch Silber u.a. nehmen.. Es sollte eine Banane ( = so ein gebogener Stecker) sein, Ringe sind erst später empfehlenswert

* Stechen eines Piercings *
Vor'm Stechen muss man einen Fragebogen ausfüllen (Bluter? HIV-positiv? usw...) und wenn man unter 18 ist, die Unterschrift der Eltern vorzeigen, in vielen Studios muss man aber ein Elternteil mitbringen (da oft gefälschte Unterschriften vorgelegt werden).
- Piercer betrachtet den Bauch im Stechen und im Liegen
- wäscht sich die Hände, desinfiziert sie und zieht dann Einmal-Gummihandschuhe an
- desinfiziert die Bauchgegend
- markiert zwei Punkte
- kontolliert wenn der Kunde steht und wenn er sieht, ob die Punkte senkrecht untereinander sind ( = ob das Piercing dann gerade sitzen wird)
- man legt sich wieder hin
- Piercing, das bisher sauber verpackt war, wird ausgepackt und auf einer desinfizierte Stelle abgelegt
- Piercer sticht mit einer Nadel (die natürlich nur einmal benutzt werden darf) durch den unteren Punkt durch den oberen
- Nadel wird entfernt
- Haut wird zusammengeschoben und der Stecker reingeschoben
- Kunde darf sich kurz das Ergebnis angegucken, die Stelle aber auf keinen Fall berühren (Piercer natürlich auch nicht)
- ein großes Plaster wird auf den Bauch über die Stelle geklebt (darf nicht auf dem Piercing liegen)

* Tut\\\'s weh/ Betäubung nötig? *
Die Frage kann man nicht beantworten, weil jeder anders empfindet.
Ist es ein guter Piercer, tut es kaum weh, weil es sehr schnell geht.
Man kann darum bitten, dass Eisspray verwendet wird, ich würde aber sagen, dass das nicht nötig ist.
Von einer Betäubung ist abzuraten (s.o.).

* Und nun? *
Das Pflaster bleibt erstmal 24 Std. drauf.
Gute Piercingstudios bieten kostenlose Nachkontrollen an. Dann geht man am nächsten Tag hin und lässt es angucken.
Ich habe nach einer Woche begonnen, das Piercing zu bewegen, aber das muss jeder selber wissen.
Das Bewegen kann weh tun, wegen des Festwachsens, wie bei Ohrlöchern. In diesem Fall empfiehlt es sich, ein wenig Wunddesinfektionsmittel draufzusprühen und es dann zu bewegen.
Octenisept Wunddesinfektion, diese habe ich benutzt, kann ich nur empfehlen!
Auf keinen Fall Fettcremes wie Vaseline oder Wundheilcremes wie Hametum benutzen! Diese bewirken nämlich, dass es weiter festwächst.. Und wir wollen ja wohl kein eingewachsenes Piercing.
Schwitzen sollte man ganz arg vermeiden, das erhöht die Wahrscheinlichkeit einer Infektion enorm.
Gute Piercingsstudios geben einem ein \\\"Anleitungsblatt\\\" mit. Auf meinem stand u.a. \\\"3 Wochen kein Sport, kein Sex, kein Baden, nicht auf dem Bauch schlafen, kein Schwimmbad u.ä...\\\" Das sind erstmal die wichtigsten Sachen. Wenn man sich wirklich piercen lässt, wird man ja nochmal im Studio darüber informiert.
Zu dem Nicht-Baden: Keine Angst, duschen ist erlaubt, ist sogar gut. Man soll dabei auch ruhig mit dem Duschkopf über die Stelle gehen.
Sitzen, Bücken, ein hoher Hosenbund... wenn das Loch noch nicht verheilt ist, kann das schmerzhaft sein. Also vorsichtig sein und z.B. hohe Hosenbünder meiden.
Nach etwa drei Monate ist das Loch verheilt. Allgemeingültig kann man das aber nicht sagen, bei manchen dauert es zwei Monate und bei anderen fünf. Man sollte zur Kontrolle im Studio nachfragen und erst, wenn es bestätigt wird, darf man den Stecker rausnehmen oder ihn wechseln, vorher muss er die ganze Zeit drin bleiben.

So, das wären erstmal die wichtigsten Sachen, die es dazu zu sagen gibt.
:)) Cindi

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