Blink-182 Testbericht

Blink-182
ab 9,44
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Erfahrungsbericht von wollibald

Buddha - Die erste CD der Funpunkrocker

Pro:

Guter, alter Funpunk

Kontra:

Stimme des Sängers

Empfehlung:

Ja

Einleitung

Vor vielen Jahren (1994), zu Hochzeiten von Green day, The Offspring und Nofx wurde Blink 182 gegründet.
Eine Funpunkband mit sinnlosen Texten und einfachen Liedern, die aber trotzdem viele Leute mitreisst, weil es die perfekte Partymusik ist und gute Laune schafft.
Dieses Demo wurde in einem billigem Studio aufgenommen und zählt zu den ältersten Aufnahmen der Band und hat für Fans deshalb einen besonderen Stellenwert.
Die Tonqualität des billigen Studios wurde per digitalem Remastering etwas aufgemöbelt, dennoch hört man sehr deutlich dass damals weder Profimusiker noch Profitechniker am Werk waren.

Bandbiographie

Mark Hoppus (Bass, Gesang), Tom Delonge (Gitarre, Gesang) und Scott Raynor (Drums) war die ursprüngliche Besetzung der Funpunkband.
Scott wurde mittlerweile durch Travis Barker ersetzt.
Ihr erstes Demo gabs nur auf Kassette und zeigte eine Buddha – Statue.
Aufgenommen und veröffentlicht wurde das Demo durch „Kung Fu“.
Später landeten sie bei Cargo („Cheshire Cat“) und schließlich bei MCA, was ihnen den großen Durchbruch (Platinstatus in Australien) brachte.
In Europa wurde die Band durch MTV und „All the small things“ bekannt und beliebt.
Die Texte sind pubertär, ihre Konzerte verrückt und ihre musikalische Leistung (einmal abgesehen von Travis Barker) nicht sonderlich begeisternd.
Aber Blink 182 hat Energie und vor allem Spaß an ihrer Musik, und das macht die Band aus.

Discographie

Buddha (1994)
Cheshire Cat (1995)
Dude Ranch (1997)
Enema of the State (1999)
Take Off Your Pants and Jackets (2001)

Die CD

Das Cover zeigt einen Buddha Typen in grün. Der Ursprung liegt im Demotape, dass eigendlich gar keinen Titel hatte, sondern nur eine Buddhastatue zeigte.
Auf der Rückseite findet man die Tracklist.
Das Booklet ist nicht geheftet, sondern nur gefaltet, somit auch nur relativ klein.
Es sind alle Texte drin, sowie 2 Bilder der Band, eines in Farbe, das andere in schwarz-weiß.

1. Carousel
2. T.V.
3. Strings
4. Fentoozler
5. Time
6. Romeo & Rebecca
7. 21 days
8. Sometimes
9. Point of view
10. My pet sally
11. Reebok commercial
12. Toast & Bananas
13. The girl next door
14. Don’t

1. Carousel (5/5 Punkten)
Mein persönlicher Favourit auf diesem Album und offensichtlich haben das auch andere so gesehn: Die Nummer wurde auf das erste „echte“ Album mitübernommen.
Das Intro, nur instrumental, dauert, wie bei älteren Blink Nummern öfters, allein schon 40 Sekunden. Schöne Melodie und dann setzt das Lied in gewohnter Manie voll ein.
(„Here I’am standing on my own, not a motion from the telephone...“). Anhören!

2. T.V. (4/5 Punkten)
Ein Lied gegen den Fernsehwahn der Amerikaner. Die Nummer dauert nicht lang, aber fetzt voll weg. Wurde auch auf das erste Album mitübernommen.

3. Strings (3/5 Punkten)
Ein bisschen konfuser Text, es geht, so weit ich das verstanden habe, um Gewohnheiten, welche man nicht mehr ablegen kann oder will. Die Melodie ist etwas eigenartig und gewöhnungsbedürftig. Vor allem weil der Sänger nicht unbedingt der Beste ist :-)

4. Fentoozler (3/5 Punkten)
Ein Lied gegen einen Besserwisser. Sehr schöner Text, aber die Melodie ist auch wie bei Strings sehr eigenartig, sowie der Gesang. Macht aber nix, die Nummer ist gut, auch wenn’s der Sänger nicht ist. Funpunk halt.

5. Time (4/5 Punkten)
Wurde auch auf das erste Album mitübernommen. Thematisch geht es darum, dass sich der Songwriter nicht stressen lasst von der Gesellschaft, sondern meint:
“And I dont wanna worry
about being on time
I see the way you hurry
and time runs your like again”
Die Nummer ist ziemlich schnell und laut. Zuerst spielt die Gitarre eine wunderschöne rythmische Akkordfolge, dann setzen Bass und Schlagzeug mit voller Lautstärke ein.
Dieses Lied eignet sich auch wunderbar zum mitgröllen!

6. Romeo & Rebecca (2/5 Punkten)
Nein, nicht Julia, Rebecca! Ein Liebeslied. Langsam, ruhig, ganz angenehm, aber eher mehr amüsant, weil der Sänger so falsch singt. Macht nix, Hauptsache sie hatten ihren Spaß beim aufnehmen :-)

7. 21 days (3/5 Punkten)
21 Tage der Versuch, sich nicht zu verlieben in jemanden. Wieder eine ruhige Nummer, diesmal schon etwas professioneller klingend als bei der Nummer zuvor. Ganz gut als Hintergrundmusik.

8. Sometimes (4/5 Punkten)
Auch diese Nummer wurde auf das erste Album mitübernommen. Schnell und kurz lautet die Devise. Funpunk zum mithupfen und schreien auf den Konzerten. Wunderschön Melodie im Zwischenteil!

9. Point of view (4/5 Punkten)
2 Menschen, 2 verschiedene Ansichten. Und das hat man zu akzeptieren. Ein Lied gegen die Intoleranz. Schön zum anhören, leider viel zu kurz, etwas über eine Minute lang.

10. My pet sally (4/5 Punkten)
Typisch Funpunk, ein Lied für sein Stofftier, dass er niemals verlieren will. Die Melodie ist etwas eigenartig, aber ich finde das Lied einfach geil. Schon allein aufgrund des sehr eigenartigen Textes.

11. Reebok commercial (3/5 Punkten)
Geiler Text! Aber extrem arge Schlussfolgerung. Da ist jemand. Der Sänger will so sein, wie dieser ist. Weil das aber nicht geht hat dieser so zu sein wie ER. (???) Funpunk in seiner Blüte :-)

12. Toast & Bananas (3/5 Punkten)
Es geht um einen Typen, der den Sänger ziemlich nervt und er will mit ihm deshalb etwas fertigmachen. Soweit der Inhalt. Nicht sonderlich interessant. Die Nummer ist auch nicht so gut, wenn auch amüsant. Fängt langsam an und zieht dann in voller Geschwindigkeit weg.

13. The girl next door (4/5 Punkten)
Das einzige Lied auf der CD, das nicht von Blink geschrieben wurde. Aber auf jeden Fall ein Highlight. War lange meine Lieblingsnummer. Nicht zu schnell, schöne Melodie, eingängiger, einfacher Rhythmus.
Vom Text her wieder so ein Liebesgeschichten Teil.

14. Don’t (2/5 Punkten)
Großes Finale als letzte Nummer? Naja, wohl eher nicht. Die Nummer ist etwas lau, der Text handelt von einem Mädchen, dass er einmal geliebt hat, aber jetzt will er nichts mehr mit ihr zu tun haben. Das Lied zieht sich etwas und ist meiner Meinung nach das schlechterste auf dem Album.

Fazit

Ich liebe diese CD, weil sie Blink in ihren Anfängen bringt, ohne Kommerz und ohne perfekter Tonqualität usw.
Abraten muss man Blinkhörer die „Enema of the state“ als DAS Blink Album bezeichnen, sie werden mit den Liedern nicht viel anfangen können.
Aber alle, die von „Dude Ranch“ begeistert sind, und vor einer etwas schlechteren Tonqualität nicht halt machen, können sich die CD getrost zulegen.
Ich liebe diese CD und würde sie auf jeden Fall wieder kaufen.

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