Erfahrungsbericht von Gering
Gut und aber dreist
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Angelehnt an die klassische Robinsonade a la Daniel Defoe ist Cast Away - Verschollen der Renner des neuen Jahres. So voll wie bei diesem Film war unser Kino noch nie und ein erfreulich hoher Anteil auch älterer Besucher wurde in die Kinos gezogen.
Zum Inhalt möchte ich weniger sagen, denn zum einen sollt ihr ja noch in den Film reingehen, andererseits ist der Grundtenor der Fabel durch die Werbung sicherlich allseits bekannt:
*************
Erfolgreicher Unternehmer (Tom Hanks) stürzt mit Flugzeug ab - alle außer ihm finden den Tod - wird an den Strand einer einsamen und verdammt kleinen Insel gespült - bleibt dort über vier Jahre verschollen - seine Verlobte daheim -heiratet derweil einen anderen - der ehemals erfolgreiche Unternehmer flieht von der Insel mittels Floß - wird gerettet
Und jetzt kommt eigentlich das, was ich an diesem Film besonders gut fand: Es folgt halt kein klassisches Happy End.
Zwar bleibt der Unternehmer am Leben, doch ist dies ein Leben, dass fast alles an Sinn, der vorher gerade seine Art zu Leben ausgemacht hat, verloren hat.
Seine Verlobte, die während der Zeit auf der Insel immer wieder Kraft zum Überleben gegebene hat, ist nicht mehr da, die Grundfesten seines Ich's sind erschüttert oder verschüttet.
Der Film hört meiner Meinung nach gerade an der Stelle auf, wo die Handlung wirklich erst interessant wird: Was macht der Unternehmer ( was würden wir in dieser Lage machen), wenn man doch eigentlich glücklich am Leben geblieben wieder in die gewohnte Zivilisation zurückkehren kann, nach der man sich so lange Tage und Nächte gesehnt hat, diese Welt aber eine ganz andere ist, als sie es in den Tagträumen auf der Insel im Pazifik immer gewesen ist?
Welchen Sinn/ Unsinn hat da Leben noch, wo man doch die ganze Zeit auf eine ganz bestimmte Vorstellung hin hingelebt hat?
Der Film Ende mit einem Tom Hanks, der in Mitten der Weite der Prärie Amerikas, weit aber von jeglicher Zivilisation, vor der Frage steht: Wohin jetzt, was willst du machen?
Denn: Alles das, was er sich so lange Zeit vorgenommen hat zu tun, kann er nicht mehr erreichen!
Na, vielleicht aber eigentlich nicht anzuraten) erwartet uns ja noch eine Forstsetzung.
Am Rande:
Dreist nenne ich diesen Film, weil ich das ständig ins Bild gerückte Emblem von FedEx, ein amerikanisches Gegenstück z.B. vom DPD oder German Parcel, für dann doch zu offensichtliche Schleichwerbung halte. Wenn, dann sollte man es mit der dezent ins Bild gestellten Pepsi - Dose bewenden lassen.
Oder habt ihr Lust, in jeder Sendung im Fernsehen ständig mit Kaufwerbung berieselt zu werden??
Zum Inhalt möchte ich weniger sagen, denn zum einen sollt ihr ja noch in den Film reingehen, andererseits ist der Grundtenor der Fabel durch die Werbung sicherlich allseits bekannt:
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Erfolgreicher Unternehmer (Tom Hanks) stürzt mit Flugzeug ab - alle außer ihm finden den Tod - wird an den Strand einer einsamen und verdammt kleinen Insel gespült - bleibt dort über vier Jahre verschollen - seine Verlobte daheim -heiratet derweil einen anderen - der ehemals erfolgreiche Unternehmer flieht von der Insel mittels Floß - wird gerettet
Und jetzt kommt eigentlich das, was ich an diesem Film besonders gut fand: Es folgt halt kein klassisches Happy End.
Zwar bleibt der Unternehmer am Leben, doch ist dies ein Leben, dass fast alles an Sinn, der vorher gerade seine Art zu Leben ausgemacht hat, verloren hat.
Seine Verlobte, die während der Zeit auf der Insel immer wieder Kraft zum Überleben gegebene hat, ist nicht mehr da, die Grundfesten seines Ich's sind erschüttert oder verschüttet.
Der Film hört meiner Meinung nach gerade an der Stelle auf, wo die Handlung wirklich erst interessant wird: Was macht der Unternehmer ( was würden wir in dieser Lage machen), wenn man doch eigentlich glücklich am Leben geblieben wieder in die gewohnte Zivilisation zurückkehren kann, nach der man sich so lange Tage und Nächte gesehnt hat, diese Welt aber eine ganz andere ist, als sie es in den Tagträumen auf der Insel im Pazifik immer gewesen ist?
Welchen Sinn/ Unsinn hat da Leben noch, wo man doch die ganze Zeit auf eine ganz bestimmte Vorstellung hin hingelebt hat?
Der Film Ende mit einem Tom Hanks, der in Mitten der Weite der Prärie Amerikas, weit aber von jeglicher Zivilisation, vor der Frage steht: Wohin jetzt, was willst du machen?
Denn: Alles das, was er sich so lange Zeit vorgenommen hat zu tun, kann er nicht mehr erreichen!
Na, vielleicht aber eigentlich nicht anzuraten) erwartet uns ja noch eine Forstsetzung.
Am Rande:
Dreist nenne ich diesen Film, weil ich das ständig ins Bild gerückte Emblem von FedEx, ein amerikanisches Gegenstück z.B. vom DPD oder German Parcel, für dann doch zu offensichtliche Schleichwerbung halte. Wenn, dann sollte man es mit der dezent ins Bild gestellten Pepsi - Dose bewenden lassen.
Oder habt ihr Lust, in jeder Sendung im Fernsehen ständig mit Kaufwerbung berieselt zu werden??
11 Bewertungen, 3 Kommentare
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04.04.2002, 15:30 Uhr von Hanny.Altdoebern
Bewertung: sehr hilfreich"nur" ein nützlich weil ich denke, daß zu noch zu wenig über den Film geschrieben wurde. Vielleicht überarbeitest du ihn ja nochmal, ich werd dann gerne nochmal vorbeischauen!
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28.03.2002, 21:52 Uhr von AliAsAliAs
Bewertung: sehr hilfreichden muss ich mir noch ausleihen ... gruß vom alias
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28.03.2002, 21:52 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichIch fand diesen Film so zum würgen, aber das ist Geschmackssache. Über Wilson musste ich lachen, aber das war auch das einzige Mal in dieser Sendung! Schau doch mal bei mir vorbei. MFG Garlin
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