Der Herr der Ringe - Die Gefährten (DVD) Testbericht

D
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ab 2,36
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  sehr viel
  • Anspruch:  sehr anspruchsvoll
  • Romantik:  durchschnittlich
  • Humor:  humorvoll
  • Spannung:  sehr spannend

Erfahrungsbericht von Gionta

Der Herr der Herzen

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Die Welt ist im Wandel. Ich spüre es im Wasser. Ich spüre es in der Erde. Ich rieche es in der Luft. Vieles was einst war ist verloren, da niemand mehr lebt der sich erinnert.

Alles begann mit den Schmieden der großen Ringe. Drei wurden den Elben gegeben. Unsterblich und die Weisesten und reinsten aller Lebewesen. Sieben den Zwergesherrschern, großen Bergleuten und geschickten Handwerkern, in ihren Hallen aus Stein. Und neun, neun Ringe wurden den Menschen geschenkt, die vor allem anderen nach Macht streben. Denn diese Ringe bargen die Stärke und den Willen jedes Volk zu leiten.

Doch sie wurden alle betrogen, denn es wurde noch ein Ring gefertigt. Im Lande Mordor, im Feuer des Schicksalsberges, schmiedete der dunkle Herrscher Sauron heimlich einen Meisterring um alle anderen zu beherrschen. In diesen Ring floss seine Grausamkeit, seine Bosheit und sein Wille alles Leben zu unterdrücken. EIN RING SIE ZU KNECHTEN.

Der Reihe nach gerieten die freien Länder Mittelerdes unter die Herrschaft des Ringes, doch einige leisteten Widerstand. Ein letztes Bündnis von Elben und Menschen zog in die Schlacht gegen Mordor und kämpfte an den Hängen des Schicksalsberges für die Freiheit Mittelerdes.

Der Sieg war nah. Doch die Macht des Ringes konnte nicht gebrochen werden. Und es geschah in jenem Moment als es keine Hoffnung mehr gab, als Isildur, des Königs Sohn, seines Vaters Schwert ergriff.

Sauron, der Feind der freien Völker Mittelerdes war besiegt. Der Ring ging an Isildur, der nun die Gelegenheit hatte das Böse für immer zu vernichten. Doch die Herzer der Menschen sind leicht zu verführen. Und der Ring der Macht besitzt einen eigenen Willen. Er verriet Isildur und brachte ihm den Tod. Und was nicht in Vergessenheit hätte geraten dürfen ging verloren. Geschichte wurde Legende. Legende wurde Mythos. Und zweieinhalbtausend Jahre lang, wusste niemand mehr um den Ring. Bis er sich eines Tages einen neuen Träger suchte.

Der Ring geriet dem Geschöpf Gollum in die Hände, der ihn tief hinein in das Nebelgebirge trug. Und dort verfiel er dem Ring. Der Ring verlieh Gollum ein unnatürlich langes Leben - 500 Jahre vergiftete er dessen Verstand. Und in der Finsternis von Gollums Höhle wartete er.

Dunkelheit legte sich über den Wald der Welt. Gerüchte wurden laut über einen Schatten im Osten. Ein namenloses Grauen ging um. Und der Ring der Macht spürte, dass seine Zeit gekommen war. Er verließ Gollum. Doch dann geschah etwas, was der Ring nicht beabsichtigt hatte. Er wurde von dem unwahrscheinlichsten Geschöpf gefunden das man sich vorstellen kann. Von einem Hobbit – Bilbo Beutlin aus dem Auenland.

Und bald wird eine Zeit kommen, da die Hobbits das Schicksal aller bestimmen...

Story
Als Bilbo Beutlin anlässlich seines einundelfzigsten Geburtstages ein besonders prächtiges Fest gibt, ist die Aufregung groß in Hobbingen. Denn Bilbo gilt als sehr reich und absonderlich. Und seitdem er vor 60 Jahren plötzlich verschwunden und unerwartet zurückgekehrt war, hatte man im Auenland nicht aufgehört sich über ihn zu wundern. Während die Feierlichkeiten immer näher rücken und die Vorbereitungen dafür auf Hochtouren laufen nähert sich ein zweirädriger Karren Hobbingen. Darauf sitzt ein alter Mann. Er trägt einen hohen, spitzen blauen Hut und einen langen grauen Mantel, sowie einen langen weißen Bart und buschige Augenbrauen. Bei dem Mann handelt es sich um niemand geringeren als um Gandalf den Grauen, einen langjährigen Freund und Weggefährten von Bilbo. Kleine Hobbitkinder laufen bis hinauf zum Bühl hinter dem Wagen her. In der Hoffnung auf ein kleines Feuerwerk, denn Gandalf brachte, wie sie richtig errieten, die Feuerwerkskörper. Und der alte Mann enttäuscht sie nicht, zu groß ist sein Herz für Kinder.

Der Zeitpunkt des großen Festes ist gekommen. Bilbo hat das ganze Auenland eingeladen mit ihm zu feiern. Und Hobbits lassen sich nicht zweimal bitten, wenn es ums feiern, im speziellen natürlich ums Essen und Trinken geht. Und von dem gibt es, wie es sich für einen guten Gastgeber gehört, reichlich. Es wird gelacht, getanzt und gesungen, die Hobbits verstehen es eben zu feiern. Den Höhepunkt des Abends stellt allerdings Gandalfs Feuerwerk dar, das er selbst erdacht und hergestellt hat. Nachdem Festmahl erhebt sich Bilbo von seinem Platz. „Meine lieben Beutlins und Boffins. Tuks und Brandybocks, Grubers, Pausbackens, Hornbläsers, Bolgers, Straffgürtels und Stolzfußens. Heute ist mein hundertelfzigster Geburtstag. \"Aber leider sind einundelfzig Jahre eine viel zu kurze Zeit sind, um unter solch vortrefflichen und bewundernswerten Hobbits zu leben.“

„Ich kenne die Hälfte von euch nicht halb so gut, wie ich es gern möchte, und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern, wie ihr es verdient.“ Bilbo blickt in verdutze und verwirrte Gesichter und fährt schließlich mit bedrückter Stimme fort: “Ich hab was zu erledigen. Ich hab’s viel zu lange vor mir her geschoben. Ich bedauere kundtun zu müssen, dass dies das Ende ist. Ich gehe nun. Ich wünsche euch zum Abschied alles Gute. \"Lebt Wohl!“ Bilbo verschwindet und hinterlässt eine sprachlose und verwirrte Zuschauermenge. An dem merkwürdigen Verhalten Bilbos erkennt Gandalf, dass irgendwas nicht stimmt.

Zurück auf Beutelsend packt Bilbo schnell seine Sachen, wird dabei jedoch von Gandalf überrascht der bereits auf ihn wartete. Das Verhalten von Bilbo wird immer merkwürdiger und zunehmend aggressiver. Gandalf erkennt, dass der Ring Macht über den Hobbit gewonnen hat. Nur mit Mühe kann er Bilbo überreden den Ring abzustreifen und ihm seinen Neffen Frodo zu übertragen. Kurz, nachdem Bilbo Beutelsend verlassen hat kommt Frodo und findet Gandalf im Dunkeln sitzend, tief in Gedanken verloren vor.
Bald bricht auch er auf. In seinen Archiven findet Gandalf einen Hinweis, der belegt, dass es sich bei Bilbos Ring um den EINEN handeln könnte.

“Wir schreiben das Jahr 3434 des zweiten Zeitalters. Dies sind die Aufzeichnungen Isildurs, hoher König von Gondor, der berichtet wie der Ring der Macht gefunden wurde: Er ist zu mir gekommen. Der EINE Ring. Er soll ein Erbstück meines Königreichs werden. Alle Nachfahren gleichen Blutes sollen an sein Schicksal gebunden werden, denn ich will nicht wagen, dass dem Ring etwas zustößt. Er ist mein Schatz. Obwohl ich ihn mit großem Schmerz erkaufe. Die Linien auf dem Ring beginnen zu verschwinden. Die Schrift, zuerst klar wie eine rote Flamme, verblasset schon. Ein Geheimnis, dass nur das Feuer preisgeben kann...“

Währendessen legt sich ein schwarzer Schatten über das Auenland, ein Gerücht geht um, dass neun schwarze Reiter ins Auenland eingedrungen sind.

Als Frodo eines Abends Beutelsend betritt, taucht aus einer dunklen Ecke Gandalf auf „Weiß auch niemand davon? \"Ist er gut versteckt?“ Frodo holt den Umschlag mit dem Ring aus einer alten Truhe hervor. Er weiß nicht recht ob er sich über Gandalfs Besuch freuen oder fürchten soll, denn etwas beängstigendes ist der Stimme des alten Mannes zu entnehmen. Er reicht ihn zögernd dem Zauberer, der ihn zu Frodos Erstaunen und Bestürzung in das Feuer wirft. Einen Augenblick bleibt der Zauberer stehen und blickt in das Feuer, dann bückt er sich, schiebt den Ring mit einer Zange nach vorn und nimmt ihn sofort heraus. „Strecke deine Hand aus Frodo“ sagt Gandalf. „Er ist ganz kühl“. Frodo nimmt ihn in die Hand, er erscheint ihm dicker und schwerer als sonst. Aber er kann nichts ungewöhnliches erkennen. Doch dann erscheinen feine, kleine Linien – elbische Buchstaben, die er aber jedoch nicht lesen kann. „Nur wenige können das, es ist die Sprache von Mordor, die ich hier nicht aussprechen will. In unsere Sprache übersetzt heißt es: Ein Ring sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden

Gandalfs Verdacht bestätigt sich, es handelt sich bei Bilbos Ring um den EINEN, geschmiedet vom dunklen Herrscher Sauron in den Feuern des Schicksalsberges.
60 Jahre lang befand sich der Ring in Bilbos Gewahrsam er verlängerte sein Leben und ließ ihn nicht altern. Aber das ist jetzt vorbei, denn das Böse rührt sich in Mordor.
Der Ring ist erwacht und hat den Ruf seines Meisters erhört. Sauron ist zurückgekehrt und gewinnt in Mordor wieder an Macht. Seine Orks sind noch zahlreicher geworden und seine Festung Baradur ist wiedererrichtet worden in Mordor. Sollte er den EINEN Ring zurückerhalten, könnte er damit alle Länder in eine zweite Finsternis hüllen.

Frodos Herz wird von Furcht erfüllt, denn es gibt noch jemanden, der wusste das Bilbo den Ring hatte: Gollum. Doch Gandalfs Suche war vergebens, denn der Feind hat ihn als erstens entdeckt. Unter endlosen Schreien und Gestammel entlockten sie ihm zwei Wörter: Auenland, Beutlin!!!!

Der Ring kann nicht im Auenland bleiben, zu groß ist die Gefahr für seine Bewohner. Also entschließt sich Frodo schweren Herzens das Auenland zu verlassen. Er muss sofort aufbrechen, denn die Zeit eilt. Er soll nach Bree gehen, wo Gandalf im „Gasthaus zum tänzelnden Pony“ auf ihn warten will. Der Zauberer will jedoch zuvor Rat beim Obersten seines Ordens, Saruman dem Weißen, suchen. Frodo packt nur das nötigste zusammen. „Mein lieber Frodo, Hobbits sind doch wirklich erstaunliche Geschöpfe. In einem Monat kann man alles wissenswerte über sie lernen und doch können sie einen nach hundert Jahren noch überraschen“.

Begleitet wird Frodo auf seiner abenteuerlichen Reise von seinem Freund Sam, den Gandalf beim Lauschen erwischt hat und nun zur Strafe Frodo begleiten muss. „Seiht vorsichtig, alle beide! Der Feind hat viele Späher in seinen Diensten: Vögel, Tiere. \"Ist er sicher?“ Frodo greift sich an die Westentasche. „Benutze ihn niemals, denn dann werden die Diener des dunklen Herrschers von seiner Macht angezogen. Denk immer daran Frodo: Er versucht zu seinem Herren zurückzukehren. Er will gefunden werden!

Auf ihrem Weg schließen sich ihnen Merry und Pippin, die sich auf der Flucht vor Bauer Maggot befinden, an. Gemeinsam begeben sich die vier Hobbits auf den gefährlichen Weg nach Bree...

Filmkritik
Filme gibt es wie Sand am Meer, doch es gibt nur wenige, die es wirklich verstehen das Publikum zu beeindrucken und emotional so dermaßen zu fesseln, sodass der Film einem auch noch Wochen danach beschäftigt. Die Verfilmung von Tolkiens Literaturmeisterwerk „Der Herr der Ringe“ ist einer dieser Filme, die etwas besonderes darstellen und von denen eine ganz besondere Magie ausgeht. Doch diese Filme sind selten geworden, zu sehr wird in der heutigen Zeit auf den kommerziellen Erfolg geschaut, sodass künstlerische und filmische Aspekte kaum mehr Platz finden. Filme, die sich von der Maße abheben sind daher selten geworden. Zu diesen Filmen gehört die Verfilmung von „Der Herr der Ringe“. Ein ganz besonderer Film, der das Publikum magisch in seinen Bann zieht. Die Gefühle, als ich den Film zum erstenmal im Kino sah, sind nur sehr schwer zu beschreiben. Es war fast so als ob mich eine Macht ergriffen hat, die mich immer mehr in ihren Bann zieht. Selten, dass mich ein Film emotional so ergriffen und gefesselt hat. Normalerweise gibt es in solchen langen Epen immer wieder Stellen an denen es ziemlich langweilig wird, dies war jedoch bei HdR nicht der Fall. Ich kann mich noch sehr gut an den Tag erinnern, als ich ihn zum erstenmal sah. Es war gegen Ende des letzten Jahres. Ein Sonntag, die gesamte Familie traf sich um den Geburtstag meines Vaters, Onkels und Opas, die alle am selben Tag Geburtstag haben, zu feiern. Da entschlossen sich mein um sechs Jahre älterer Bruder und ich spontan dazu am Abend ins Kino zu gehen um den Herrn der Ringe anzusehen. Eigentlich wollte ich zunächst nicht richtig, da ich bereits meinen Freunden versprochen hatte in den Ferien mit ihnen zu gehen, doch irgendwie war ich so neugierig, dass ich schließlich doch ging. Als ich den Film dann zum erstenmal sah, hätte er mich fast erschlagen. Es war ein unglaubliches Erlebnis, noch nie hat mich ein Film so dermaßen beeindruckt wie Herr der Ringe. Wenn man den Film nicht im Kino gesehen hat, dann hat man echt was verpasst, denn erst da kommen die Stärken des Films richtig zur Geltung. Einige Szenen bleiben für mich unvergesslich: Die Szene im Prolog mit Gollum, bei seinem „Mein Schaaaaaaaatz“ – Gänsehautfeeling. Ein weiterer unvergesslicher Augenblick: Die Szenen mit den schwarzen Reitern, diese Szenen wirkten auf der Leinwand unglaublich beängstigend. Oder als die Gefährten in den Hallen von Moria standen – einfach atemberaubend.

Dabei muss ich gestehen habe ich von Tolkien und dem Buch nur sehr wenig bis gar nichts gewusst, was im nachhinein mit Sicherheit kein Nachteil war. Denn so konnte ich ohne Erwartungen und Vorurteile in den Film gehen, während eingefleischte Tolkien- und HdR-Fans einige Probleme hatten den Film zu genießen, da sie den Film immer mit dem Buch verglichen haben und dadurch, dass es sich beim Film um eine Interpretation des Stoffes handelt und nicht um eine eins zu eins Nacherzählung, konnten sie ihn nicht wirklich genießen. Also, es ist durchaus ein Vorteil, wenn man das Buch noch nicht gelesen hat, wer allerdings vom Herrn der Ringe noch nicht genug hat und mehr über Frodo und Co. erfahren möchte, sollte sich unbedingt das Buch holen. Selbst wenn man wie ich nicht unbedingt zu den Leseratten zählt. Man erfährt nämlich sehr viel und lernt auch die Veränderungen zwischen filmischer Umsetzung und Buchvorlage kennen.

Regisseur Peter Jackson hat die Stimmung des Buches perfekt eingefangen und versteht es diese auch auf den Film zu übertragen, ohne sich dabei sklavisch an die Buchvorlage zu halten. Mit \"Der Herr der Ringe“ schuf er nicht nur ein filmisches Meisterwerk, sondern hauchte dem Fantasy-Genre, das bisher ein Schattendasein fristete und kaum Akzeptanz fand, neues Leben ein. Man merkt auch deutlich, dass es sich beim Herrn der Ringe um eine internationale Produktion handelt, was dem Film meiner Meinung nach sehr gut getan hat, da er sich abseits des üblichen, eintönigen und langweiligen Hollywood-Mainstreams bewegt.

Der Herr der Ringe ist ein sehr facettenreicher Film: Unendlich spannend, überraschend und sehr gefühlvoll. Der Zuschauer leidet, lacht und weint mit den Darstellern auf der Leinwand. Der Zuschauer wird regelrecht in die Geschichte hineingezogen und bereits der erste Teil der Ringtrilogie führt den Zuschauer emotional an seine Grenzen. Der Film führt einen durch alle emotionalen Höhen und Tiefen, man kann die Ängste und Gefühle der Darsteller richtig nachempfinden. Doch dies ist nur der Anfang, die beiden folgenden Teile „Die zwei Türme“ und „Die Rückkehr des Königs“ werden emotional noch tiefer und stärker als es schon Teil eins ist.

Als Location für die atemberaubenden Landschaften, die mit viel Liebe zum Detail gestaltet wurden, diente Peter Jacksons Heimat Neuseeland. Mit seinen vielfältigen und teilweise fast noch unberührten Landschaften stellte der Inselstaat im Südpazifik den idealen Drehort für die Verfilmung dar. Ob das liebliche Auenland mit seinen saftig, grünen Hügeln oder das finstere Schattenreich Mordor - Regisseur Peter Jackson lag in seiner Heimat Neuseeland das ganze Repertoire der Tolkien’schen Welt zu Füßen. Die Bilder sind wunderschön und furchteinflößend zugleich.

Die rasante technische Entwicklung in der Filmindustrie machte eine filmische Umsetzung überhaupt erst möglich. Für die Spezialeffekte und das Design zeichnet PJ eigene Special Effects Firma WETA FX verantwortlich. Neben der Gestaltung der Requisiten, Modelle und Kostüme um die sich eine eigene Abteilung kümmerte, galt das Hauptaugenmerk den Spezialeffekten. Neben den beeindruckenden Schlachten, für die ein eigenes Programm erstellt wurde, kommen auch einige Hauptcharaktere aus dem Computer. So zum Beispiel Gollum, der eine zentrale Rolle in der Geschichte einnimmt und deswegen nur sehr schwer zu realisieren war.

Die großen Stärken des Filmes sind jedoch weder die bombastischen Spezialeffekte noch die fesselnden Bilder und rasanten Kamerafahrten. Nein, den Film zeichnen etwas ganz simples aus, und zwar die ruhigen Momente, in denen es um die Beziehungen und Gefühle der einzelnen Charaktere geht.

Cast & Crew
ELIJAH WOOD (Frodo Beutlin)
CHRISTOPHER LEE (Saruman)
SEAN ASTIN (Sam Gamdschie)
VIGGO MORTENSEN (Aragorn)
SIR IAN MCKELLEN (Gandalf)
ORLANDO BLOOM (Legolas)
JOHN RHYS-DAVIES (Gimli)
CATE BLANCHETT (Galadriel)
SIR IAN HOLM (Bilbo Beutlin)
LIV TYLER (Arwen Abendstern)
DOMINIC MONAGHAN (Meriadoc Brandybock)
BILLY BOYD (Peregrin Tuk)
PETER JACKSON (Regie)
HOWARD SHORE (Musik)
ANDREW LESNIE (Kamera)
PHILLIPA BOYENS, FRAN WALSH (Drehbuch)

Filminfos
Originaltitel: The Lord of the Rings – The Fellowship of the Ring
Laufzeit: ca. 171 Minuten
Land und Jahr: Neuseeland/USA 2001
FSK: ab 12 Jahren
Kinostart: 19.12.2001
Drehzeit: 11 Oktober 1999 – 22 Dezember 2000
Budget: 109 Millionen $
Weltweites Einspielergebnis: 855,3 Millionen $ (Platz 5)
Auszeichnungen: 4 Oscars (Kamera, Spezialeffekte, Makeup, Musik) – 13 Nominierungen; 5 BAFTA Awards (Publikumspreis, Film, Makeup, Regie, Spezialeffekte) – 12 Nominierungen; 2 MTV Movie Awards (Bester Film, Bester Newcomer – Orlando Bloom) – 6 Nominierungen; Golden Globes – 4 Nominierungen

Infos zur DVD
Obwohl im November, die von vielen Fans schon sehnsüchtig erwartete, Special Extented Edition auf den Markt kommt, hat sich New Line Cinema bereits bei dieser DVD sehr viel Mühe gegeben und sie mit reichlich Bonusmaterial ausgestattet. Insgesamt sind an die zwei Stunden Bonusmaterial vorhanden, das allerdings nur bedingt informativ ist und sich bei
näherem betrachten als großteils Promotionmaterial herausstellt. Die Prunkstücke hat man sich offensichtlich für die Extented Edition aufgehoben. Vielen wird es wahrscheinlich so ergehen wie mir, eigentlich möchte man bis zur Veröffentlichung der Special Extented Edition im November warten, doch allein schon angesichts der Vorschau auf den zweiten Teil und der zusätzlichen Szenen auf der Extented Edition, wird man schwach und man langt schließlich doch zu. Die günstigen Preise tun ihr übriges dazu. Die Strategie von Warner und New Line geht damit schließlich voll auf, denn der Großteil besorgt sich wahrscheinlich beide Versionen womöglich sogar die Limited Edition mit Buchstützen etc., die ebenfalls im November erscheint. Und in fünf Jahren, wenn dann alle Filme schon längst im Kino gelaufen sind, kommt eine Box mit allen drei Teilen und weiteren 2 Stunden an zusätzlichen Szenen raus. Und höchstwahrscheinlich greift man wieder zu. Es lebe der Kommerz! Aber seien wird doch mal ehrlich, bei so einem Film lässt man sich doch gerne „ausrauben“ oder?

Das Menü der DVD ist entsprechend dem Film mystisch gestaltet und mit Musik unterlegt. Ein echter „Augenöffner“ würde wohl Sam dazu sagen. Bild und Ton sind einfach ausgezeichnet und haben absolute Referenzqualität! Hier hat New Line wirklich ganze Arbeit geleistet. Die Bildqualität ist perfekt bis zum kleinsten Detail, verfügt über klare und
farbenprächtige Bilder und einen beigeisternden Kontrast. Der Sound steht dem Bild in nichts nach und überzeugt mit einem bombastischen Soundfeuerwerk, das die Wände wackeln lässt. Die Musik von Howard Shore wird durch die hervorragende Qualität noch verstärkt und sorgt für so manches Gänsehautfeeling.

Special Features
WELCOME TO MIDDLEEARTH (16:45)
In der knapp 17-minütigen Dokumentation kommt zunächst Rayner Unwin, ein alter Jugendfreund von J.R.R Tolkien, zu Wort. Der erzählt zunächst ein wenig über Tolkiens Bücher. Danach geht’s weiter mit Interviews von Cast & Crew und kleinen Einblicken hinter die Kulisse. Das Feature war eigentlich als Making of gedacht, geworden ist es allerdings ein etwas besserer Werbefilm. Viele Einblicke bekommt man allerdings nicht. Der Name verspricht zwar viel, hält allerdings relativ wenig.

QUEST FOR THE RING (21:27)
Ähnliches gilt für das zweite „Making of“. Inhaltlich bietet es nur wenig neues, interessante Dinge sind allerdings Mangelware. Eine typische, nichtssagende TV-Promotions-Dokumentation, wie man sie zum Beispiel von RTL 2 kennt. Die deutsche Synchronisation ist dabei nicht wirklich ein Pluspunkt. Irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass auch dieses Extra lediglich dazu dient die Quantität und nicht die Qualität zu erhöhen.

A PASSAGE TO MIDDLEEARTH (41:36)
Interessanter ist da schon das dritte Making of. Mit knapp 42 Minuten ist es das längste und beste zugleich. Im Gegensatz zu den anderen beiden Making ofs geht „A Passage to Middleearth“ mehr ins Detail, obwohl auch hier neuerlich Filmausschnitte und Interviews den guten Eindruck ein wenig trüben.

LORTOFTHERINGS.NET DOKUMENTATIONEN
Den Stammgästen der offiziellen Herr der Ringe Website dürften die 15 Kurzdokumentation bekannt vorkommen. Die 15 Kurzclips, mit einer Laufzeit von jeweils zwei bis fünf Minuten, wurden nämlich exklusiv für die offizielle Homepage produziert und gehen auf spezifische Themen ein (siehe Aufzählung). Nebenbei gibt es u.a Interviews mit Ian McKellen, Elijah Wood, Liv Tyler oder Viggo Mortensen. Ein recht interessantes Extra, da man einige Einblicke in die Produktion bekommt. Leider sind die Interviews etwas zu kurz geraten. Hier die fünfzehn Clips:
> Auf der Suche nach Hobbingen
> Hobbingen erwacht zum Leben
> Die Welt von Bree
> Die Ringgeister: Die gefallenen Könige
> Bruchtal
> Die Sprachen von Mittelerde
> Zwei Zauberer
> Die Musik von Mittelerde
> Elijah Wood
> Viggo Mortensen
> Orlando Bloom
> Cate Blanchett
> Liv Tyler
> Ian McKellen
> Die Wetterspitze: Der windige Hügel

VORSCHAU AUF DIE SPECIAL EXTENTED EDITION (03:06)
Dieses Feature bietet einen Vorgeschmack auf die im November erscheinende Special Extented Edition, die neben einer 30 Minuten längeren Filmversion auch weiteres (interessanteres?) Bonusmaterial enthalten wird. In der Vorschau gibt es neben Ausschnitte der zusätzlichen Szenen kurze Interviews mit Cast und Crew, die einen kleinen Einblick geben, was uns erwartet. Die Vorschau ist vor allem für diejenigen interessant, die mit dem Gedanken spielen sich auch die Special Extented Edition zuzulegen, wer allerdings nicht extra das 2-DVD-Set kaufen will um diese Vorschau zu sehen, die Vorschau gibt’s mittlerweile bereits zum downloaden!

VORSCHAU AUF DEN ZWEITEN TEIL „DIE ZWEI TÜRME“ (10:40)
Die Vorschau auf den zweiten Teil, der Ende diesen Jahres bei uns in den Kinos anlaufen wird, dürfte wohl das interessanteste Feature sein. Wer es allerdings jetzt schon nicht mehr erwarten kann bis der zweite Teil endlich in die Kinos kommt, sollte lieber Abstand davon nehmen, denn in der knapp 11-minütigen Vorschau gibt es bereits jetzt aufregende Ausschnitte aus „Die zwei Türme“. Außerdem gibt’s einen Blick hinter die Kulissen. Also nichts für Ungeduldige!!!!

VORSCHAU AUF DAS VIDEOSPIEL „DIE ZWEI TÜRME“
Die dritte Vorschau beschäftigt sich mit dem Konsolenspiel „Die zwei Türme“ von EA. Ja, ihr habt richtig gehört, leider dürfen sich nur Konsolenfans auf das Spiel zum Film freuen. Derzeit ist lediglich eine Veröffentlichung auf Playstation 2 und Gameboy Advance geplant. Das Feature ist daher besonders für die Konsolenfreaks interessant und verleiht erste Eindrücke über die Grafik. Doch auch für die PC-Spieler gibt es Hoffnung, denn die Firma Vivendi bringt ebenfalls ein Spiel heraus – auch für den PC!

TRAILER
Neben dem Trailer gibt es des weiteren noch zwei Teaser, sowie 6 TV-Spots

MUSIKVIDEO VON ENYA „May it be“ (03:38)
Ein Musikvideo von Enya mit „May it be“, dem offiziellen Song zum ersten Teil „Die Gefährten“, rundet das Bonusmaterial ab.

Details zur DVD
Im Handel seit: 06.08.2002
Preis: 19,99 €
Bildformat: 2,35:1 Widescreen
Tonformat: Deutsch Dolby Digital 2.0 Surround; Deutsch, Englisch Dolby Digital 5.1 EX
Untertitel: Deutsch, Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte
Booklet: Kapitelauswahl und Übersicht über die Extras
Kapitel: 40
Disk Typ: DVD 9, Dual Layer (2x)

Fazit
Wer der Versuchung nicht widerstehen kann und auch nicht bis November warten will, kann sich das 2-DVD-Set ruhig kaufen. Zudem ist es bereits für 15 Euro erhältlich, was für ein 2-DVD-Set extrem günstig ist. Bei den Extras versäumt man zwar nicht wirklich viel, die Bild und Tonqualität ist allerdings einsame Klasse und zum Film braucht man wohl auch nichts
mehr sagen.

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