Der Herr der Ringe - Die Gefährten (DVD) Testbericht
Erfahrungsbericht von mussja
"Oooooh, wie ist das schööööön !"
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
So ließ ich mich denn, trotz bisher eher magerem Interesse am Fantasy-Genre, einer generell eher ablehnenden Haltung zu Hollywood-„Blockbustern“ und Herumrechnerei, wie vielen hungernden oder sonst notleidenden Menschen man mit Produktionskosten in Höhe von (bisher) 660 Millionen US-Dollar (717 391 300 €) hätte helfen können, letztendlich doch relativ vorurteilsfrei auf den Film ein.
Die Story...
...muss ich mir nun nachträglich aus meinem verstaubten Gedächtnis zusammenkramen, denn, bevor mich die Jünger des pilzessenden Herrn Tolkien in der Luft zerreißen, eines vorab:
NEIN, ICH HABE DAS BUCH N I C H T GELESEN ! WENN ICH ES GELESEN HABE, SCHREIBE ICH EINEN BERICHT ÜBER D A S B U C H !
Das wäre erledigt, nun zuerst einmal etwas über die in der Geschichte vorkommenden Wesen:
- Hobbits
...sind die klaren Sympathieträger der Völker von Mittelerde: Wesen von kleinem Wuchs mit menschlichem Antlitz, spitzen Ohren und großen, behaarten Füßen. Leben vom Ackerbau und sind äußerst friedlich, es sei denn der böse Ring kommt ins Spiel.
- Elben
... sind so eine Art Lichtgestalten, also menschenähnliche, meist hellblonde Wesen mit blauen Augen (Nietzsche hätte seine Freude gehabt) und ebenfalls spitzen, misterspockähnlichen Ohren. Können ganz gut mit Pfeil und Bogen umgehen, sind im Grunde aber ebenfalls friedlich. Sooo menschenähnlich also nun auch wieder nicht.
- Zwerge
... sind eben Zwerge. Also klein, bärtig und unheimlich scharf darauf, kollektiv in Bergen edles Gestein abzubauen.
- Orks
... sind fiese, hässliche und niedere Schergen, deren einziger Spaß im Leben daraus besteht, im Dienste dunkler Fürsten so nette Wesen wie Hobbits, Elben & Co. zu jagen und zu killen. Konnten im Film eigentlich mit nichts so richtig umgehen, waren aber zahlreich.
- Menschen
...sind eben Menschen. Also schwach, sterblich, machtgeil und im Film eher selten (posthum ein Dankeschön an J.R.R. Tolkien für diese zynisch-scharfe Analyse unseres Daseins). Haben am meisten Ringe erhalten, was mir aber angesichts ihrer Rolle in der Gesellschaft der Völker von Mittelerde eher schleierhaft ist.
Die Story selbst im Kurzformat (ich heiße ja nicht Tolkien und schreibe jetzt 1047 Seiten):
Bei der Entstehung der Welt von Mittelerde wurden 19 Ringe geschmiedet; drei für das Volk der Zwerge, sieben für das Volk der Elben und neun für das Volk der Menschen. Sauron, der fiese Herrscher des Bösen, fand das gar nicht gut, so ganz ohne Ring auszukommen und schmiedete sich in seinem Bezirk „Mordor“ kurzerhand selbst einen. Mit diesem Ring hat es wohl eine besondere Bewandtnis, dient er doch dazu, „sie zu knechten, sie alle zu finden,
ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden im Lande Mordor, wo die Schatten drohn“ – kurz gesagt: Wer den Ring hat, hat die Macht über die Welt. Warum auch immer, es gibt ja noch neunzehn andere, aber egal.
Die anderen Völker von Mittelerde mögen Sauron und seinen Weltherrschaftsplan nicht besonders und verbünden sich daher gegen ihn. In einer Schlacht (leider im Film zu kurz, aber sehr beeindruckend dargestellt) gelingt es einem Menschen, Sauron eine Hand samt Ring abzuhacken, worauf Sauron (anscheinend) erst mal eindrucksvoll das Zeitliche segnet. Der neue Ringträger verfällt der Macht des Rings, hat aber nicht viel davon, weil er kurze Zeit später ebenfalls umgelegt wird. Neuer Besitzer wird das E.T.-ähnliche Wesen Gollum, dessen Denken von nun an um nichts anderes als um seinen Schatz kreist. Fünfhundert Jahre später entgleitet Gollum der Ring, und der zufällig vorbeikommende Hobbit Bilbo Freudlin schnappt ihn sich. Bilbo lässt an seinem 111. Geburtstag (das Teil wirkt auch lebensverlängernd) in seiner Heimat Auenland eine Party steigen und tut kund, dass er fortan wieder auf Wanderschaft geht – nicht ohne den Ring vorher, wenn auch unter Mühen und Qual, seinem Neffen Frodo zu vermachen.
Frodo seinerseits erhält nun Besuch von seinem Kumpel Gandalf, einem alten Zauberer (ja, die gibt’s da auch), der ihm von der unheilvollen Geschichte des Rings erzählt. Unglücklicherweise hat Sauron (der wohl doch nicht so ganz tot ist) seinen Weltherrschaftsplan noch nicht so ganz aufgegeben und schickt ein paar finstere Gestalten, die „schwarzen Reiter“, aus, um den Ring zu suchen und zurückzubringen. Diese sind ein paar ganz üble Gesellen und schlachten auf dem Weg zum Ring so ziemlich alles ab, was ihnen vors Schwert kommt. Frodo erfährt davon und macht sich mit Gandalf und drei Hobbitfreunden auf den Weg, den Ring an einen sicheren Ort zu bringen.
Im weiteren Verlauf der Geschichte erfährt der Zuschauer, dass es eigentlich gar keinen sicheren Ort für den Ring gibt, und dieser also vernichtet werden muss. Was allerdings nur dort möglich ist, wo er hergestellt wurde, nämlich in Saurons Feuerberg im Lande Mordor.
Auf seiner Flucht findet Frodo noch ein paar Gefährten, nämlich den Zwerg Gimli, die beiden Menschen Aragon und Boromir und den Elbenprinzen Legolas, die nun gemeinsam auf die lange Reise gehen und in zahlreiche Kämpfe verwickelt werden.
Wer wissen will wie es weiter geht, gehe jetzt bitte ins Kino oder kaufe sich Tolkiens Buch. Mein Kurzabriss bildet natürlich nur einen ganz kleinen Teil der sehr komplexen Story, um das noch mal klar zu machen.
Die Schauspieler...
...haben ihre Sache meiner Meinung nach ganz hervorragend gemacht.
Allen voran der 20jährige Elijah Wood als „Frodo“, der eine wirklich beeindruckende schauspielerische Leistung abliefert... Was aber nun auch ganz subjektiv daran liegen kann, dass Euer Schreiberling mussja zum ersten (und vermutlich auch letzten) Mal in seinem Leben so etwas wie eine leicht homoerotische Gefühlswallung in sich aufsteigen fühlte *g*. Oder anders gesagt: So knackig wie der junge Herr Wood als hilfloser Hobbit mit seinen strahlend blauen Augen durch die Landschaft stapft (und im übrigen aussieht wie der junge Bono auf dem Cover der LP „October“), könnte man glatt schwul werden.
Auch die anderen Schauspieler spielen ihre Rollen mit viel Enthusiasmus; Liv Tyler als Elbin „Arwen Abendstern“ ist hübsch wie immer (um die homoerotischen Ansätze gerade mal wieder zu entkräften *g*), kommt aber für meinen Geschmack zu selten vor. Sir Ian McKellen transportiert die Figur des Zauberers Gandalf meines Wissens recht überzeugend, und für die Damen im Kinopublikum ist mit Viggo Mortensen als Aragorn auch etwas dabei.
Naja, und Christopher Lee gibt uns als Zauberer „Saroman“ mal wieder den Dracula, nur ohne Zähne, dafür aber mit Bart. Dass die Charaktere ziemlich blass bleiben liegt sicher weniger an der schauspielerischen Leistung als an der Fülle des zu verfilmenden Stoffes.
(Weitere) Persönliche Eindrücke:
Die Landschaften und Kulissen wie die Tricktechnik allgemein, größtenteils wohl in Computerheeren mit nicht geringer Rechenleistung entstanden, gehören tatsächlich mit zum Feinsten was ich bisher im Kino bewundern durfte. Meine Perle erlitt beim Anblick des "Auenlandes" und der Elbenstadt Bruchtal (
23 Bewertungen, 8 Kommentare
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23.03.2002, 11:17 Uhr von gga71
Bewertung: sehr hilfreichder film ist ehct genial und wird wohl den einen oder anderen oscar holen. bei der kategorie bester film halte ich aber a beautiful mind die daumen. cu gga71
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18.03.2002, 12:14 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichGut, alles dran und alles drin. Ich fande nur den ganzen Herman um den Film gar nicht angemessen. Beispielsweise so Sachen wie die Füße der Hobbits, über die in irgendwelchen Reportagen berichtet wurde, und was für eine schwere Arbeit
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15.03.2002, 10:29 Uhr von Mr.Smith
Bewertung: sehr hilfreichNett, nur leider heißt der böse Zauberer "Saruman" und nicht "Saroman". Aber davon will ich absehen, denn im Film ist das nicht sehr deutlich zu hören. Nimm es also als einfache Information. Gruß: Mr.Smith
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18.02.2002, 11:11 Uhr von Starryk
Bewertung: sehr hilfreichSchön schön! Für einen Nicht-Tolkien-Jünger ganz ordentlich :-) Gut,m die Ringe wurden nicht bei der Erschaffung Mittelerdes erschaffen, sondern viel später, aber das kannst du ja nicht wissen. Deine Eindrücke hast du gut ge
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15.02.2002, 21:08 Uhr von moelmirc
Bewertung: sehr hilfreichHi, ein sehr guter Bericht. Ich freue mich schon auf die DVD, die nochmal 40 Minuten länger sein soll, als die Kinofassung und auf 3!!! DVDs kommen wird. Habe auch einen Bericht über den Film geschrieben. ciao moelmirc PS: Habe wegen deinem Elt
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15.02.2002, 21:07 Uhr von DuncanMcCloud
Bewertung: sehr hilfreichDas Buch lesen ist aber kein Vergleich zum Film ... also bitte sehr - erst Lesen, dann Glotzen ;) ... gruss, duncan
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15.02.2002, 21:07 Uhr von roma1
Bewertung: sehr hilfreichIch habe den Film nicht gesehen
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15.02.2002, 21:05 Uhr von AliAsAliAs
Bewertung: sehr hilfreichVor allem die Landschaftsaufnahmen sind genial ... gruß vom Alias
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