Fach Deutsch Testbericht
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Erfahrungsbericht von witch_craft
Schreibt man zusammen schreiben zusammen?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Liebe LeserInnen,
nun schlage auch ich mich mit der neuen deutschen Rechtschreibung herum.
Da habe ich nun über 25 Jahre an meinem Wortschatz gearbeitet,
trennte nie das S vom T, denn bisher tat dies ihm weh,
und stelle nun fest:
Alle, die unsere Sprache neu lernen müssen, denen fällt es so leichter.
Das sich der Stängel (früher Stengel) nun von der Stange ableitet, leuchtet ja noch sehr ein.
Aber dass nun die Mayonaise (lange geübt!) Majonäse geschrieben, das stösst mir doch auf.
«Schreibe stets so, dass du sicher bist, so verstanden zu werden, wie du verstanden werden willst.» srach vor sehr langer Zeit Orthograficus, über den ich leider nicht mehr heraus fand.
Aber eine feine Drohung von Schopenhauer habe ich gefunden:
"Erfüllt mit Indignation über die schändliche Verstümmelung der deutschen Sprache, welche, durch die Hände mehrerer Tausende schlechter Schriftsteller und urtheilsloser Menschen, seit einer Reihe von Jahren, mit eben so viel Eifer wie Unverstand, methodisch und con amore, betrieben wird, sehe ich mich zu folgender Erklärung genöthigt: Meinen Fluch über Jeden, der, bei künftigen Drucken meiner Werke, irgend etwas daran wissentlich ändert, sei es eine Periode, oder auch nur ein Wort, eine Silbe, ein Buchstabe, ein Interpunktionszeichen."
Die alte Rechtschreibung galt seit 1901, als sie auf der II. Orthographischen Konferenz
Beschlossen wurde. Konrad Duden (1907-1979) gab als erster ein Wörterbuch heraus, das sich an diesen ersten amtlichen Regeln orientierte. Damit wird die 100 Jahre alte Rechtschreibung abgelöst.
-------------
Zwischenmeldung:
Die Zwischenstaatliche Kommission für deutsche Rechtschreibung hält entgegen einigen anderslautenden Berichten an den 1998 eingeführten
------------
Folgenden Satz fand ich, kopierte ihn, um ihn zu kommentieren:
----------
Für die Kinder und Jugendlichen ist der Übergang zur neuen Rechtschreibung innerhalb und außerhalb der Schule problemlos verlaufen.
-----------
Kommentar: Meine Söhne, Schüler eines Gymnasiums, sagen: in allen Bücher haben wir noch die alte Rechtschreibung. Ich selber denke: so viele Bücher, ob ich beim Lesen irgendwann korrigieren will? Eine seltsame Vorstellung, dieses Tun würde sicher nicht nur den Fluch Schopenhauers über mich bringen...
Eine kurzzeitige Irritation brachte die mit beträchtlichem publizistischen Aufwand inszenierte Rückumstellung der FAZ, die in der Tagespresse jedoch keine Nachahmung fand.
Doch die daraus keimende Hoffnung, das Folk (oh, sorry, das Volk...es ist ein Faschingswitz: Das Volk heisst dann Folg, der Kanzler heisst dann Ganz Leer, Minister schreiben wir dann Mini Ster...) würde sich wehren, alle Zeitungen und Schreibenden würden sich rotten, und zwar zusammen, sich ertickte sehr schnell wieder.
http://www.ids-mannheim.de/reform/
Die 10 wichtigsten Regeln der neuen Rechtschreibung
1. ss – ß: Auf kurzen Vokal folgt ss: Fass, Erstklässler, auf langen Vokal oder Diphtong ß, wenn im Wortstamm kein Konsonant mehr folgt: Straße, heiß ...
Damit kann ich leben, da ich in der DFUe sowieso fast immer ss schreibe. Somit ist die Fehlerrate recht gering...
2. Nach betontem kurzen Vokal wird ein Konsonant verdoppelt: nummerieren, Ass, Tipp ...
Das irritiert mich enorm: Lottotipp...Tippse...
3. Man schreibt getrennt: Verbindungen mit sein: pleite sein, Verbindungen von Verb + Verb: kennen lernen, Partizip + Verb: gesagt haben, lächelnd einschlafen, Substantiv + Verb: Rad fahren, Adverb + Verb: beiseite legen, Ableitungen auf –ig, -isch, -lich + Verb: lästig fallen, Adjektiv + Verb: gut lesen
Ob ich das begreife (ich dachte immer, mein Deutsch sei prima und den Rest ersetzt das Hören des Wortes) weiss ich nicht.
4. Man schreibt groß: Substantive, Substantivierungen, Ableitungen: Trimm-dich-Pfad, Leid tun, das Dutzend, im Deutschen, Orff«sches Instrumentarium, Schweizer Käse ...
Nun, wo ich ein Der/Die/Das vorsetzten kann...das war schon immer klar, 0der?
5. Man schreibt wie die Verwandtschaft: Stange/Stängel ...
Ja, das leuchtet mir ein und der Anblick des Wortes tut dann weniger weh....
6. Man schreibt alle Buchstaben, die zusammentreffen: Schifffahrt, Rohheit ...
...das tut weh!!! Aber ich kann die Schiffffahrt auch so schreiben: Schiff-Fahrt. Das geht besser
7. schreibt du, dir, dein, eure, ... in Briefen klein
Auch das gefällt mir nicht und ich werde Euch immer großanreden, basta.
8. Viele Fremdwörter werden eingedeutscht: fon/fot/graf schreibt man mit f: Grafologe ... und viele französische schreibt man, wie man sie hört: Schikoree ...
9. Weniger Kommas: In Satzreihen vor "und" und "oder" kein Komma mehr, vor erweitertem Infinitiv mit zu meistens kein Komma mehr: Ich brauche nicht viel _ um glücklich zu sein.
Ich hoffe, es wird wirklich einfacher...
10.Trennen nach Sprechsilben: Fens-ter, Bä-cker, A-bend ...
Gerade mit dem ST vom Fenster habe ich ein Problem (wer tut dem ST schon gerne weh?),ebenso mit der Trennung von Abend: einzelne Buchstaben trennt man nicht vom Wort, lernte ich...
Unter folgender URL fand ich noch eine nette Meinung zumThema:
------------
http://staff-www.uni-marburg.de/~schittek/rechtsch.htm#AnhangB
Zitat (Walter Schittek)
Ich sehe beispielsweise folgende Verwendungsmöglichkeiten für eine Kombination von "zusammen" und "schreiben":
a) Einen Text zusammenschreiben (zu Papier bringen).
b) Zusammengesetzte Wörter zusammen (nicht getrennt) schreiben.
c) Einen Brief zusammen (gemeinsam) schreiben.
Fall a) wird ganz klar zusammen geschrieben, Fall c) ganz klar getrennt (man stelle sich nur die jeweils entgegengesetzte Schreibweise vor). Da §34 nicht als Zwang zum Zusammenschreiben verstanden werden kann und das Gegenstück "getrennt schreiben" getrennt geschrieben wird, nehme ich mir die Freiheit, "zusammen schreiben" getrennt zu schreiben, entsprechend §34 E3 (2). D.h. ich sehe es als eine Wortgruppe aus Adverb und Verb an.
Damit will ich nicht sagen, dass die amtliche Regelung fehlerhaft verfasst wäre, sondern ich lese aus ihr die Freiheit heraus, es in diesem Fall so oder so zu machen.
-------------------
Für die Richtigkeit der Informationen in diesem Dokument wird keine Gewähr übernommen.
nun schlage auch ich mich mit der neuen deutschen Rechtschreibung herum.
Da habe ich nun über 25 Jahre an meinem Wortschatz gearbeitet,
trennte nie das S vom T, denn bisher tat dies ihm weh,
und stelle nun fest:
Alle, die unsere Sprache neu lernen müssen, denen fällt es so leichter.
Das sich der Stängel (früher Stengel) nun von der Stange ableitet, leuchtet ja noch sehr ein.
Aber dass nun die Mayonaise (lange geübt!) Majonäse geschrieben, das stösst mir doch auf.
«Schreibe stets so, dass du sicher bist, so verstanden zu werden, wie du verstanden werden willst.» srach vor sehr langer Zeit Orthograficus, über den ich leider nicht mehr heraus fand.
Aber eine feine Drohung von Schopenhauer habe ich gefunden:
"Erfüllt mit Indignation über die schändliche Verstümmelung der deutschen Sprache, welche, durch die Hände mehrerer Tausende schlechter Schriftsteller und urtheilsloser Menschen, seit einer Reihe von Jahren, mit eben so viel Eifer wie Unverstand, methodisch und con amore, betrieben wird, sehe ich mich zu folgender Erklärung genöthigt: Meinen Fluch über Jeden, der, bei künftigen Drucken meiner Werke, irgend etwas daran wissentlich ändert, sei es eine Periode, oder auch nur ein Wort, eine Silbe, ein Buchstabe, ein Interpunktionszeichen."
Die alte Rechtschreibung galt seit 1901, als sie auf der II. Orthographischen Konferenz
Beschlossen wurde. Konrad Duden (1907-1979) gab als erster ein Wörterbuch heraus, das sich an diesen ersten amtlichen Regeln orientierte. Damit wird die 100 Jahre alte Rechtschreibung abgelöst.
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Zwischenmeldung:
Die Zwischenstaatliche Kommission für deutsche Rechtschreibung hält entgegen einigen anderslautenden Berichten an den 1998 eingeführten
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Folgenden Satz fand ich, kopierte ihn, um ihn zu kommentieren:
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Für die Kinder und Jugendlichen ist der Übergang zur neuen Rechtschreibung innerhalb und außerhalb der Schule problemlos verlaufen.
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Kommentar: Meine Söhne, Schüler eines Gymnasiums, sagen: in allen Bücher haben wir noch die alte Rechtschreibung. Ich selber denke: so viele Bücher, ob ich beim Lesen irgendwann korrigieren will? Eine seltsame Vorstellung, dieses Tun würde sicher nicht nur den Fluch Schopenhauers über mich bringen...
Eine kurzzeitige Irritation brachte die mit beträchtlichem publizistischen Aufwand inszenierte Rückumstellung der FAZ, die in der Tagespresse jedoch keine Nachahmung fand.
Doch die daraus keimende Hoffnung, das Folk (oh, sorry, das Volk...es ist ein Faschingswitz: Das Volk heisst dann Folg, der Kanzler heisst dann Ganz Leer, Minister schreiben wir dann Mini Ster...) würde sich wehren, alle Zeitungen und Schreibenden würden sich rotten, und zwar zusammen, sich ertickte sehr schnell wieder.
http://www.ids-mannheim.de/reform/
Die 10 wichtigsten Regeln der neuen Rechtschreibung
1. ss – ß: Auf kurzen Vokal folgt ss: Fass, Erstklässler, auf langen Vokal oder Diphtong ß, wenn im Wortstamm kein Konsonant mehr folgt: Straße, heiß ...
Damit kann ich leben, da ich in der DFUe sowieso fast immer ss schreibe. Somit ist die Fehlerrate recht gering...
2. Nach betontem kurzen Vokal wird ein Konsonant verdoppelt: nummerieren, Ass, Tipp ...
Das irritiert mich enorm: Lottotipp...Tippse...
3. Man schreibt getrennt: Verbindungen mit sein: pleite sein, Verbindungen von Verb + Verb: kennen lernen, Partizip + Verb: gesagt haben, lächelnd einschlafen, Substantiv + Verb: Rad fahren, Adverb + Verb: beiseite legen, Ableitungen auf –ig, -isch, -lich + Verb: lästig fallen, Adjektiv + Verb: gut lesen
Ob ich das begreife (ich dachte immer, mein Deutsch sei prima und den Rest ersetzt das Hören des Wortes) weiss ich nicht.
4. Man schreibt groß: Substantive, Substantivierungen, Ableitungen: Trimm-dich-Pfad, Leid tun, das Dutzend, im Deutschen, Orff«sches Instrumentarium, Schweizer Käse ...
Nun, wo ich ein Der/Die/Das vorsetzten kann...das war schon immer klar, 0der?
5. Man schreibt wie die Verwandtschaft: Stange/Stängel ...
Ja, das leuchtet mir ein und der Anblick des Wortes tut dann weniger weh....
6. Man schreibt alle Buchstaben, die zusammentreffen: Schifffahrt, Rohheit ...
...das tut weh!!! Aber ich kann die Schiffffahrt auch so schreiben: Schiff-Fahrt. Das geht besser
7. schreibt du, dir, dein, eure, ... in Briefen klein
Auch das gefällt mir nicht und ich werde Euch immer großanreden, basta.
8. Viele Fremdwörter werden eingedeutscht: fon/fot/graf schreibt man mit f: Grafologe ... und viele französische schreibt man, wie man sie hört: Schikoree ...
9. Weniger Kommas: In Satzreihen vor "und" und "oder" kein Komma mehr, vor erweitertem Infinitiv mit zu meistens kein Komma mehr: Ich brauche nicht viel _ um glücklich zu sein.
Ich hoffe, es wird wirklich einfacher...
10.Trennen nach Sprechsilben: Fens-ter, Bä-cker, A-bend ...
Gerade mit dem ST vom Fenster habe ich ein Problem (wer tut dem ST schon gerne weh?),ebenso mit der Trennung von Abend: einzelne Buchstaben trennt man nicht vom Wort, lernte ich...
Unter folgender URL fand ich noch eine nette Meinung zumThema:
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http://staff-www.uni-marburg.de/~schittek/rechtsch.htm#AnhangB
Zitat (Walter Schittek)
Ich sehe beispielsweise folgende Verwendungsmöglichkeiten für eine Kombination von "zusammen" und "schreiben":
a) Einen Text zusammenschreiben (zu Papier bringen).
b) Zusammengesetzte Wörter zusammen (nicht getrennt) schreiben.
c) Einen Brief zusammen (gemeinsam) schreiben.
Fall a) wird ganz klar zusammen geschrieben, Fall c) ganz klar getrennt (man stelle sich nur die jeweils entgegengesetzte Schreibweise vor). Da §34 nicht als Zwang zum Zusammenschreiben verstanden werden kann und das Gegenstück "getrennt schreiben" getrennt geschrieben wird, nehme ich mir die Freiheit, "zusammen schreiben" getrennt zu schreiben, entsprechend §34 E3 (2). D.h. ich sehe es als eine Wortgruppe aus Adverb und Verb an.
Damit will ich nicht sagen, dass die amtliche Regelung fehlerhaft verfasst wäre, sondern ich lese aus ihr die Freiheit heraus, es in diesem Fall so oder so zu machen.
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Für die Richtigkeit der Informationen in diesem Dokument wird keine Gewähr übernommen.
26 Bewertungen, 2 Kommentare
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01.01.2003, 21:03 Uhr von w.gruentjens
Bewertung: sehr hilfreichDu liegst nicht richtig. "Zusammen" gehört zu den Partikeln des § 34, getrennt ist ein Partizip 2, das immer getrrennt geschrieben wird.
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13.07.2002, 00:04 Uhr von MatrixZion
Bewertung: sehr hilfreichdie neue rechtschreibung ist eine sache zum verrückt werden, beherrsch ixh doch die alte nur garde so...*g*
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