Deutsche Post AG Testbericht

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Erfahrungsbericht von nosianai

HILFE! Postmonster frisst Paket!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

HILFE! Ein grünes, fünfäugiges, mit eitrigen Pickeln übersätes Monster hat mein Paket gefressen! Ich befürchte, es wohnt auf der Post und hat immer noch Hunger...

VORGESCHICHTE:

In letzter Zeit getraue ich es mir nicht mehr Werbung zu schauen. Nicht dass die Produktanpreisungen je schmerzlos oder gar angenehm gewesen wären... Fataler Irrglaube.

Doch seit einigen Wochen muss Nosianai ganz besonders auf der Hut sein, denn es gibt da einen Spot, welcher das arme Mädel frühzeitig dahinscheiden lassen könnte, da er nicht nur den massiv erhöhten Blutdruck provoziert, der bei Nosianai mit jeder Aufregung einhergeht ... nein, dieser Spot erinnert Nosianai immer wieder an einen schönen Freitagnachmittag, als sie fünf vor 6Uhr abends mit dem Rad (ja, das Mädel ist sportlich ohne Ende) in Richtung *Provinzpost* fuhr....

GLÜCKLICH OHNE ENDE....
...es noch geschafft zu haben, bevor der Laden dichtmacht, schob Nosianai ihr sicher verschnürtes Päckchen über die Theke.

Ein Päckchen, das ist zugegurrtes Pappstück dessen Seitenlängen zusammen kleiner 90cm ergeben. Nicht schwerer als 2kg.

Die Adresse (geschrieben mit unverwüstlichem, schwarzem Edding auf weißem Karton, in Supersonntagsausgehschönschreibschrift) verweist auf Indien. Aha, Weltversandt. Ein Päckchen per Landweg macht 9,71Euro.

Pappen wir noch einen Einschreibenaufkleber drauf, damit das Päckchen auch ankommt (macht Zwei Euro Fünf). Dann holt klein Nosianai ihr mühsam gespartes Taschengeld raus und sucht Elf Euro Sechsundsiebzig zusammen. Sie stellt sich auf die Zehenspitzen, das rosa geblümte Spitzenkleid ringelt sich in Höhe ihrer Knie zusammen, und mit ihren großen Kulleraugen illert Nosianai über die Theke, bekommt dann ihre Quittung zugeschoben und springt von dannen.

Das war ja leicht.

ZWEI WOCHEN SPÄTER...
...wacht Nosianai schweiß gebadet auf. Ein Albtraum über ein verschwundenes Päckchen hatte sich ihrer bemächtigt. Gleich am nächsten Morgen greift sie nach dem Telefonhörer und wählt die Nummer der Deutschen Post zur Auskunft zum Sendestatus *International* (steht auf der Einschreibenquittung, aber für alle, die gerade keine Einschreibenquittung vor sich haben (wieso nicht? Hat man nicht immer eine dabei?) schreibe ich sie hier ab, 1:1 von dem Postwisch kopiert: 01801/805555) ...

Die elektronische Stimme quasselt los.
...Haben sie Fragen zum Sendestatus, dann drücken sie die 1 ... (Angabe ohne Gewähr)....
Nosianai drückt die 1.
Leider konnte keine Auswahl registriert werden... Probieren sie es noch einmal... wenn sie Fragen zum Sendestatus haben....
Nosianai drückt wieder die 1.
Leider konnte erneut keine Auswahl registriert werden...
Nosianai hämmert ungefähr zwanzig mal die 1, das Display steht voller Einsen... Kannste vergessen, geht nicht.

Nosianai tippt die Nummer zur Auskunft zu nationalen Sendungen. Eine freundliche Dame am Apparat. Nosianai fängt an zu erzählen....
Hab andere Nummer gewählt. Ging nicht. Ruf jetzt hier an. Wo ist mein Paket?

Nachdem die Dame Nosianai erklärte, dass das Tonwahlsystem nie zu funktionieren scheint, erklärt sie ihr auch gleich, dass sie noch ein wenig Geduld haben sollte. Wenn das Paket bis zum 8. nicht angekommen ist, dann einfach noch mal melden.

RUND 10 TAGE SPÄTER...
...ruft Nosianai wieder bei der internationalen Nummer an. Nicht dass sie dem Irrglauben verfallen wäre, dass sich in der Zwischenzeit was getan hätte (nö), nur so aus Spaß, und weil es nur 5ct pro Minute kostet.
...Dann ruft sie die nationale Nummer an und unterhält sich wieder mit der Frau am anderen Ende. Wo ist mein Paket? Schluchzt sie verzweifelt ins Telefon. Sie gibt die Registrierungsnummer ihres Päckchens an. Ja, es hat Frankfurt am 30. September verlassen...

Nosianai ist es egal, wann das Paket welchen Ort verlassen hat. Ihr ist nur wichtig, wann es denn endlich ankommt?
Stellen sie doch einen Suchauftrag, folgt da die Antwort.

NOSIANAI RADELT WIEDER AUF DIE POST...
...und möchte einen Suchauftrag stellen. Sie solle doch erst mal bei der Nummer anrufen, wird ihr da gesagt. Ey du, Maul halten, da habe ich jetzt schon insgesamt 3 mal angerufen! Jetzt mach ma Suchauftrag!
(...ich gebe zu, Nosianai hat das etwas anders formuliert...aber Nosianai hat auch kein rosa Spitzenkleid, und darüber hat sich ja auch keiner gewundert...)

NOSIANAI UND DIE KAMMER DES SCHRECKENS....
(ich finde Harry Potter schei*e, deswegen verwurste ich ihn hier...krieg ich jetzt schlechte Bewertungen?)
Also, jetzt wird Nosianai Zeuge, wie die Postdame auf der Provinzpost in den Schubladen kramt und endlich den Suchauftrag aus einem alten, wappeligen Ordner von anno ganzweitzurückaufdemZeitstrahl herauskramt. Das man mit diesem Suchauftrag was finden kann, will ihr von diesem Moment nicht mehr in den Kopf.

Sie füllt so allerlei Felder aus. Von wegen Absender, Registrierungsnummer, Empfänger, Aussehen des Paketes, Gewicht, Inhalt... und so...

DIE ZEIT VERSTREICHT...
Und eines Tages hält Nosianai einen Brief von der Deutschen Post in Händen. Mein Paket ist wieder da!!! Kleines Dummerchen! Die letzten zehn Tage hat die Post erst mal gebraucht, um meinen Suchauftrag zu registrieren. Man weiß jetzt zumindest schon, dass man das Päckchen ordnungsgemäß (Qualitätsarbeit?) nach Indien versandt hat. Jetzt setzt man sich mit den ausländischen Partnern in Verbindung. Wenn man was hört.... und so weiter...

INZWISCHEN HAT NOSIANAI...
...einen kleinen bösen Brief an die Post geschrieben, aber weil das Kontaktformular auf der Posthomepage meine Beschwerde nicht senden will (ich verfolge die Theorie, dass böse Briefe gleich herausgefiltert werden), muss Nosianai sich über Vocatus an die Post wenden. Wenn sich was ergibt, seid ihr die Zweiten, die’s erfahren....

EPILOG

Jetzt wird’s unsachlich. Mir egal.

Also, möchts noch einer wissen, was in dem Päckchen drin war?
Erstens
Teure Pralinen von Lindt. (ich möchte wissen, welcher Postbeamte sich die Teile in die Gusche steckt, den würd’ ich würgen bis der alle wieder ausspuckt, die alte Sau!)
Zweitens
Ein kurzer Brief
Drittens und Viertens
Produkte von FreiÖl, über deren Verlust ich allerdings mal abgesehen vom verlorenen Geld nicht traurig bin. Warum, das könnt ihr alle in meinem kommenden FreiÖl_Bericht lesen...
Fünftens bis Elftens
Duftsprays, Cremes, Duschgel und so weiter im Wert von lächerlichen fünfzig Euro. Na ja, ich hab’s ja.
(...den Postbeamten, der meine Kosmetika benutzt... ich kann nicht sagen, was ich mit dem machen würde... aber es würde weh tun!)

Die Post verursacht Gewaltphantasien! Muss man sie daher verbieten?
Fragen wir anders: Wäre das ein Verlust?

Nun meine Freunde (mit Postbeamten will ich nix zu tun haben, die sind auch nicht meine Freunde)... wenn ich nun den Bericht mit Thommy dem Gottschalk sehen, wie er über Sonyprodukte philosophiert, die mit dem sog. Logistiker Nummer 1 um die Welt geschippert werden (und Japan ist weiter weg als Indien, nur mal so) ... dann könnt ich... könnt ich da!

Vielleicht bin ich mit meinem kleinen Päckchen auch nicht Großkunde genug, um der Post überhaupt eine Erwähnung wert zu sein?

Vielleicht haben dem Postbeamten meine Pralinen aber auch nicht geschmeckt und er hat sie deswegen weggeworfen?

Vielleicht ist er ja auch auf dem Schaum meines arschteuren Duschbades ausgerutscht und hat sich was gebrochen. (Vorzugsweise das Genick!)

Vielleicht heißt *Einschreiben* aber auch gar nicht *Auslieferung gegen Empfangsbestätigung der Briefsendung*. Vielleicht ist das ein Code und heißt: *Ha du Fuzzi, hast ZweiEuroFünf mehr bezahlt, kommt trotzdem nicht an. Hättste lieber noch ne Schokolade rein getan!*

Ich weiß es nicht. Ich weiß nur eins. Weder mein vor einem halben Jahr verschickter Rubicks Würfel (da hab ich wohl einen Postbeamten mit Spieltrieb erwischt) noch mein EinschreibenPaket diesmal hat jemals den Empfänger erreicht. Obwohl Entfernungen laut Spot kein Problem mehr sind. Obwohl die Post Logistiker Nummer Eins ist. ...

Und darum darf Nosianai jetzt keine Werbung mehr gucken!!!

13_11_02
© Nosianai (die sich jetzt alle Produkte noch mal kaufen darf!)

In eigener Sache:
Alle Sonderzeichen werden bei mir nach wie vor in Zahlencodes umgewandelt. Find ich Scheiße, kann ich aber nicht ändern.

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