Erfahrungsbericht von Erwin1678
RTL, ich glaub Dir nicht
Pro:
die eine Hälfte der Jury (Bohlen und Stein), primitive, oberflächliche Unerhaltung (die meisten Zuschauer wollen anscheinend sowas)
Kontra:
die Moderatoren, das Publikum wählt allein den Superstar, die teilweise harmlose Jury, macht alles einen schon fertigen Einruck, die Abzocke beim Voting
Empfehlung:
Nein
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Der Engländer Simon Fuller, der Mann der das Konzept von „Pop Idol“ (so hieß DsdS z. B. in England) erfunden hat ist sicherlich schon ein gemachter Mann, verkauft er doch nicht nur seine Idee an alle möglichen Sender der Welt, nein er verdient an jeglichen Sachen mit, die auch nur im entferntesten mit DsdS zu tun haben. Produzierte CDs, Teile der Werbeeinnahmen, die durch die Shows zustande gekommen sind, Merchandising... Gerüchte halber soll der gute ja mittlerweile im Jahr um 300 Millionen Dollar schwerer werden, man kann also nicht sagen, dass seine Idee ein Flop ist.
Das eigentliche Konzept von DsdS ist nicht neu und in etwa mit dem von „Popstars“ zu vergleichen, wenn auch DsdS mehr auf Hauptsendezeit und höhere Einschaltquoten getunt wurde. Auf jeden Fall werden bei einer ganzen Reihe von Castings talentierte Akteure von den talentfreien getrennt, die Begabtesten konkurrieren in großen Samstagabendshows bis zum finalen One and One, bei dem die letzten zwei Kandidaten gegeneinander singen und das Publikum letztendlich entscheidet, wer sich in Deutschland Superstar nennen darf. Der vermeintliche Showdown wirkt hier also noch viel härter als bei „Popstars“, da es letztendlich nur eine Person zum Superstar schaffen kann.
Dem Publikum kommt bei der Idee von DsdS eigentlich die größte Rolle zu, denn letztendlich entscheidet der Zuschauer, wer nach seiner Meinung der beste Akteur ist. Die einberufene Fachjury hatte gerade mal bei den anfänglichen Castings das Sagen, im eigentlichen Verlauf von DsdS spielt sie höchstens noch die Beraterrolle für das Publikum.
Beziehen wir das Konzept mal auf die rein deutsche Ausgabe, lief (und läuft) das ganze so ab: Die ersten beiden Shows die man sehen konnte, waren dazu auserkoren, aus über 10000 in verschiedenen Städten angetretenen Kandidaten 100 auszusuchen. Dafür war allein die Jury (zu dieser komme ich später noch) zuständig und je nach Talent oder Unfähigkeit gab es mehr milde oder mehr harte Worte für die Gesangstalente. Dank Jurymitglied Dieter Bohlen und vor allen Dank der Talentfreiheit der meisten Kandidaten, konnte man bei den ersten beiden Shows wirklich herzhaft lachen, mit welchen Kommentaren der Dieter seine Opfer teilweise verscheucht hat, war schon hart an der Grenze zu Beleidigung, aber was solls, die Leute sind ja freiwillig angetreten.
Am Ende der zweiten Show standen dann also noch 100 Leute vor der Jury. Diesen konnte man zumindest schon mal nachsagen, dass sie den vier strengen Juroren nicht ganz missfallen haben. In der dritten Sendung wurden nun aus diesen 100 ganze 70 Kandidaten ausgefiltert, wer sich nicht gut auf der Bühne machte, durfte gehen.
Bei den Sendungen 4-6 wurde aus DsdS dann endlich die Show, die sich RTL wohl sehnlichst erhofft hatte. Samstag Abend zur besten Sendezeit traten hier jeweils 10 Kandidaten im direkten Vergleich, mit eigens gewählten Liedern an, der Zuschauer entschied, welche drei besten Darsteller endgültig qualifiziert waren, auch konnte sich der viertplazierte noch kleine Hoffnungen machen, da es ja immer mal vorkommen kann, dass im späteren Verlauf ein Möchtegernsuperstar abhanden kommt.
Zur Zeit befindet sich die deutsche Ausgabe der singenden Geldmaschine zwischen der 7-14 Sendung, deren Ziel es jeweils ist, pro Show einen Kandidaten vom Publikum herauswählen zu lassen. Damit das ganze nicht zu langweilig wird, ist für jede Show ein anderes Motto vergeben, die Titel sehen dann natürlich in jeder Sendung unterschiedlich aus. Die Mottoshow geht dann nach rund 1 ½ Stunde ohne Ergebnis zu Ende, in der Zeit bis zur späteren Entscheidung darf das Publikum für teures Geld den vermeintlich schlechtesten herauswählen.
Das wöchentliche Ausscheiden führt uns dann letztendlich zur 15. Show bei der die letzten beiden Kandidaten gegeneinander singen und RTL wohl die besten Einschaltquoten erreichen wird, die dieser Sender jemals verzeichnen konnte.
Meine Meinung mal bis hierher: Die zwei Popstars-Ausstrahlungen hab ich recht gern geschaut, deshalb freute ich mich eigentlich auch auf „DsdS“. Bei den ersten beiden Shows amüsierte ich mich dann auch herrlich über die Leute, die es anscheinend immer noch nicht kapiert haben, dass sie nicht singen können. Was hier alles für schräge Töne zum Vorschein kamen und was die Kandidaten sich schließlich an harten, teils auch verhöhnenden Worten anhören durften, dass war genau das richtige für meine Schadenfreude. Die nächsten Shows, bei denen aus 100 30 wurden, hab ich eher oberflächlich verfolgt, weil dass ganze doch ähnlich wie bei Popstars ablief, die Kandidaten durften sich auf einer etwas größeren Bühne präsentieren, leider gab es hier nicht mehr allzu viel zu lachen, weil die Jury vorher ja schon die schlechtesten herausgewählt hat. Aber Dieter ließ das Kommentieren nicht und so kam ich wenigsten ab und an noch zu einem Erfolgserlebnis.
Nun ereichten die Shows den Punkt, der mir rein gar nicht gefällt, beim Konzept aber wohl der intelligenteste Part ist, das Publikum entscheidet allein, wer rausgewählt wird und wer nicht. Ich hab mir so gedacht, was passiert wenn die Leute aus den 10 Kandidaten nun ausgerechnet die größte Niete ziehen, aus der selbst der erfolgreichste Produzent samt Plattenfirma keinen Superstar machen kann? Weiterhin verwunderte mich, dass man „DsdS“ so unendlich lang zieht, immerhin fliegt ja pro Show nur ein Kandidat heraus. Letztendlich muss ich mich aber eines besseren belehren lassen, das Konzept geht auf, RTL scheffelt Werbemillionen und erzielt unerreichte Einschaltquoten, die Kandidaten sind derweil in fast aller Ohren und in fast allen Boulevardmagazinen und Dieter und BMG haben auch schon etwas Geld gescheffelt mit der Durchhaltehymne „We have a dream“ die dieses Jahr wohl nur noch von einem neuen Sommerhit von „Las Ketchup“ überboten werden kann (wird sicherlich nicht so kommen). Ich hab es mir ehrlich gesagt nicht vorstellen können, das DsdS solche Kreise zieht...
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Bevor ihr meine Meinung zu den anstehenden Superstars lesen dürft, werde ich euch erstmal über die vier Jurymitglieder sowie über die überaus talentierten Moderatoren aufklären. Beginnen wir mal mit den vier Juroren. Meiner Meinung nach war es ein genialer Schachzug von RTL, Dieter Bohlen ins Schiff zu holen, auch wenn die meisten jetzt sagen werden, da stehst Du allein mit Deiner Meinung da. Zum einen ist Dieter natürlich ein erfolgreicher Produzent, ob die Sachen die er macht schön klingen, ist eine andere Sache, er weiß aber anscheinend was dem Publikum gefällt. Zweitens hat er sich ja nicht zuletzt durch seine vor ein paar Monaten erschienene Biographie wieder zum Nummer 1-Thema der Medien und auch zum Hassobjekt vieler Leute gemacht. Und wer viel Knatsch lesen und hören will, der wird Dieter natürlich auch wenigstens am Fernseher verfolgen. Bei den ersten Shows konnte Dieter dann auch so richtig sein Talent zum herausmobben zeigen, ich hoffe RTL bringt die besten Sprüche noch mal in einem Extra Buch heraus (ist natürlich nur ein Scherz), so unter dem Motto „Nichts als die Wahrheit über fast 10000 untalentierte Sänger“.
Letztendlich spielt Herr Bohlen dann auch noch die Rolle des Produzenten bei DsdS, er darf immerhin den Superstar produzieren und die anderen Kandidaten sicherlich auch.
Das zweite Jurymitglied ist Thomas M. Stein, seines Zeichens Präsident von BMG Europe. Schön, so einen Plattenboss mal zu Gesicht zu bekommen und ich muss sagen, Herr Stein erfüllt all die Klischees, die ich bisher zu Chefs von Plattenfirmen hatte. Sagen wir es mal so, wenn Dieter bei der Jury der Mund (oder besser gesagt, das Schandmaul) ist, dann ist Thomas M. Stein der Hintern (ihr dürft euch für dieses Wort das andere betreffende mit A vorstellen). Zu Beginn der Show war er noch recht ruhig und beurteilte die Kandidaten meist mit knappen Kommentaren, die denen von Dieter in Punkto Gehässigkeit aber in fast nichts nachstanden, mittlerweile ist er wohl aufgewacht, weil er sich gedacht hat: „Oh mein Gott, wem hab ich da nur alles einen Vorvertrag gegeben.“ Er lässt wenn es sein muss auch an einem Daniel Lopez kein gutes Haar und erntet damit den ganzen Hass des natürlich subjektiven Publikums.
Die zwei anderen Jurymitglieder fasse ich in einem zusammen, da wären also noch Radiomoderator Thomas Bug und Musikjournalistin Shona Fraser. Beide sind natürlich durch ihre Jobs vermeintliche Musikexperten, was meiner Meinung nach aber nicht reicht. Thomas Bug war im gesamten Verlauf nie ein Freund härterer Worte und in den letzten Shows hatte ich den Eindruck, dass er nur noch dafür da ist, Dieter Bohlen zu ärgern. Und zu Misses Fraser, sie ist ja die einzige Dame im Quartett, was natürlich den Eindruck aufkommen lässt, das sie nur wegen dem Frauenfaktor da ist. Wenn es denn so sein sollte, dann erfüllt sie die Rolle schon mal schlecht, denn ihre Stimme zum Beispiel geht mir einfach nur auf die Nerven. Was ihr musikalisches Urteilsvermögen betrifft, da schaut es meiner Meinung nach auch nicht besser aus, sie ist viel zu zahm, Kritik kommt nur wenig und wenn dann auch nur, falls die anderen Jurymitglieder sich schon negativ über einen Kandidaten ausgelassen haben. Wie man es nun hätte besser machen können mit der Jury ist natürlich nicht so einfach zu sagen. Ich hätte mir vielleicht eine Person gewünscht, die mit Musik nichts am Hut hat, also so eine Art außenstehende Stimme des Publikums. Wobei die Jury ja sowieso nur beratenden Charakter besitzt, was mich aber stark verwundert, da auch immer die Leute herausfliegen, von denen die Jury sagt, es könnte knapp werden. Entweder kann sich das Publikum keine eigene Meinung bilden, oder hinter den Kulissen wird fleißig geschoben.
Nun mal zu den zwei Moderatoren, die zwei Ausnahmetalente Michelle Hunziker und Carsten Spengemann sind mir so richtig ans Herz gewachsen. Michelle war vor ihrem Versuch, gerade Sätze ans Publikum weiterzugeben, Model und Betrogene von Italiens Nummero Uno Schnulzensänger Eros Ramazotti, Carsten Spengemann verdingte sich dagegen bei der intellektuellen Vorabendserie „Verbotene Liebe“ als Darsteller. Beide bringen also 100%ig das mit was ein Moderator haben muss, gutes Aussehen. So nach dem Motto „Dumm und hübsch moderiert gut“. Von gut kann aber keine Rede sein, denn was die zwei abliefern, ist wirklich vom Feinsten. Bei den ersten Folgen wirkten Michelle und Carsten schlichtweg wie Fremdkörper, die die frustrierten Möchtegernsuperstars mit dummen Fragen löcherten, spätestens bei den Mottoshows lernte ich die beiden aber richtig lieben. Es vergeht doch keine Minute, wo sich die beiden nicht versprechen, gut Michelle Hunziger ist dies vielleicht noch nachzusehen, aber der gute Carsten sollte eigentlich ordentlich reden können. Außerdem wirkt er auf mich absolut übernervös, was ich nicht verstehen kann, da er doch eigentlich Erfahrung mit dem vor der Kamera herumstehen und labern hat. Für mich sind die beiden also die erste Pleite von DsdS. Im Kopf hab ich dann mal durchdacht, welcher deutsche Moderator sich in diesem Sendeformat gut machen würde, erstaunlicherweise bin ich dabei auf Thomas Gottschalk oder einige bekannte Comedystars gekommen. Wieso? Gut, den Thomas mag nun vielleicht nicht jeder, aber eigentlich kann er fast alles moderieren, außerdem besitzt er eine große Akzeptanz auch bei der jungen Zielgruppe. Weiterhin lässt Herr Gottschalk ja gern mal einen bösen Kommentar verpackt in schönen Worten ab und das hätte doch mal gut zu DsdS gepasst, Thomas Gottschalk zieht über die Möchtegernsuperstars her und diese und das Publikum merkt es nicht mal.
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Nun mal zu den 10 (11) Auserwählten, von denen über die Hälfte schon wieder das Feld geräumt hat:
Beginnen wir mal mit ALEXANDER, ich muss ja nicht erwähnen, dass der gute ausschaut, wie der uneheliche Bruder vom jungen Schumacher. Was seine Gesangstalente betrifft, möchte ich mal sagen, es wäre schon wenn er so gut singen könnte, wie beide Schumachers fahren. Tut er aber leider nicht. Alexander ist für mich der Robbie Williams für Arme bei DsdS, was er nicht vom millionenschweren Engländer hat, ist die Stimme, denn die ist dünn. Dafür gefällt er anscheinend dem Publikum. Mich wundert, dass er bei jeder Show mehr Solariumbräune zeigt und nicht schon bei den „aus 30 mach 10“-Shows herausgewählt wurde.
Die zweite im Bunde wäre dann ANDREA, die leider schon das Feld räumen musste. Mir hat sie zumindest vom Aussehen sehr gut gefallen, ihr Stimme fand ich dagegen nie besonders gut, was das Publikum aber nicht gestört hat, sie ein paar Runden weiterzittern zu lassen. Denn ich hatte immer den Eindruck, Andrea hat fast Angst vor Publikum und Jury. Auf jeden Fall ist sie aber verdient herausgewählt worden, denn mit der Stimme ist wirklich kein Superstar zu machen. Nummer drei währe DANIEL K. der verrückte Bi-Bayer mit der Stimme, die einer Mischung aus Kermit und halbtoter Krähe gleichkommt. Ich muss ehrlich sagen, ich mag ihn. Für die anderen Kandidaten die schon herausgewählt worden sind, mag es ein Schlag ins Gesicht sein, wenn sie sehen, wie der Jüngling mit der fiesen Stimme Runde um Runde weiterkommt, aber für mich ist er nach dem anderen Daniel der einzig wahre Akteur. Seine Stimme ist halt etwas merkwürdig, wobei ich nicht verstehen kann, dass die Jury immer sagt, er singt außerordentlich falsch, er singt nur außerordentlich komisch, aber nicht unbedingt falsch, er kann aber auf jeden Fall das Publikum mit seiner Show begeistern. Wo andere Kandidaten nur vorher auswendig gelernte Bewegungen zeigen, rockt Daniel K. mit wildem Tanz und Gesang die Bühne. Wie stehen nun seine Chancen? Sagen wir es mal so, wenn das ganze eine abgekartete Sache ist, was ich schwer vermute, dann rechne ich ihm durchaus Siegchancen zu. Wobei ich dann nicht Dieter Bohlen sein möchte, denn ein geeignetes Lied für diese Stimme zu finden, dürfte wirklich schwer sein.
Der nächste Kandidat ist der bereits ausgeschiedene Latino-Hengst DANIEL LOPEZ. Für die meisten Frauen war er sicher die reinste Augenweide, für mich war er auf jeden Fall der Topfavorit auf den Titel „Superstar“. Ihn Dank eines Textausfalls herauszuwählen grenzt für mich an Idiotie und lässt für mich (mal wieder) den Eindruck aufkommen, die Sache ist gedreht. Nicht nur der Dieter war enttäuscht, denn aus Daniel Lopez hätte man (und wird man trotzdem) einen Star machen können, der auch mit mehr als einem Lied Erfolg hat. Das er vor allem mit der Latino-Schiene durchkommen würde, hat man an seinen ausgewählten Stücken gesehen, neben dem anderen Daniel hat er für immer das passende Lied herausgesucht. Gut, der junge Mann ist ja auch ein Profi, immerhin hatte er bei der BMG schon mal einen Vertrag, Frank Farian produzierte leider damals wohl nicht das passende Stück. Aber jetzt soll er sich den guten ja wieder geangelt haben, dies ist zudem nur eines von vielen Gerüchten, wir werden sehen was stimmt.
Weiter geht’s mit GRACIA, der deutschen Kopie von Anastacia. Ihre Verwandlung vom bebrillten Casting-Girl zu meist schlecht angezogenen Superstar-Röhre hat mich ehrlich gesagt am meisten beeindruckt, auch wenn ich ihre Stimme nicht so mag, sie aber nicht für schlecht halte. Trotzdem meine ich, dass sie maximal ins Finale kommt, Gracia als Superstar könnte ich mir absolut nicht vorstellen.
Ja, die gute JUDITH, um sie tut es mir ja besonders leid. Offiziell ist sie mit dem ganzen Stress nicht fertig geworden, intern glaube ich aber eher, dass sich eine andere Plattenfirma das Mädel geschnappt hat, was auch ihre Aussage vermuten lässt, dass sie in ein paar Monaten „weiter machen“ will. Für mich war ihre Stimme eindeutig die beste bei den Frauen, auch wenn ich ihre Klamotten teilweise für geschäftsschädigend hielt. Ich meine, wie sieht dass denn aus, ein Mädel mit sichtbaren Tattos im zarten Abendkleid?
Weiter geht es mit JULIETTE, der BH verneinenden Musicalsängern. Ja, sie ist bereits ein Profi und das hört man ihrer Stimme natürlich an, denn eigentlich ist diese schon „fertig“. Dies macht auch den Punkt aus, warum ich nicht denke, dass sie gewinnen sollte. Die BMG sucht doch eher einen Künstler den man noch bearbeiten kann... Falls die Gedanken aber anders sind, ist sie für ich mich auch eine Kandidatin fürs Finale.
Ein weiterer Kandidat war NECTARIOS. um den guten tut es mir ehrlich gesagt auch etwas leid. Glaubt man den Zeitungen, ist er ja auch bereits CD-technisch aktiv gewesen, ich finde ihn auf der Bühne einfach nur deplaziert, trotz guter Stimme. Mit seinem Talent, sich die falschen Titel und Klamotten herauszusuchen, hat er sich einiges versaut, wer kann auch schon so dämlich sein, Lieder eines Xavier Naidoo nachzusingen? Ich fand Nektarios bis dahin wenigstens nett, aber wenn er denkt, er könnte sich mit einer Ausnahmestimme messen, dann ist er einfach nur unfähig.
Für alle zuschauenden Männer war es natürlich ein Traum, dass Judith durch NICOLE ausgetauscht wurde, meine Freundin erinnerte sie zum Beispiel sofort an eine bekannte Pornodarstellerin. Ansonsten fand ich Nicole stimmlich nicht so schlecht, auch wenn man ihr stark anmerke, dass sie irgendwie überfordert war. Auch könnte ich mir vorstellen, dass zumindest die vor ihr ausgeschiedenen Kandidaten einen ziemlichen Hass auf Nicole haben, im Prinzip hat sie sich ja reingemogelt.
Zeitig ausgeschieden war STEPHANIE, zu der hab ich eigentlich auch recht wenig zu sagen. Ihre Stimme war dünn und ihre Bühnenpräsenz schlecht, vielleicht war es ganz gut so, dass sie nicht weit kam.
Die letzte im Schiff ist VANESSA, Dieter Bohlens Kücken. Irgendwie scheint nicht nur er eine Vorliebe für sie zu haben, bei dem Aussehen kann man das ihm und den anderen Zuschauern aber auch nicht verdenken. Ich wundere mich dagegen nur von Show zu Show, dass Vanessa immer noch nicht rausgewählt wurde. Ihre Stimme ist für mich mit die schlechteste der 11 letzten Kandidaten, außerdem hat sie irgendwie das Talent sich falsche Titel und merkwürdige Klamotten herauszusuchen. Als Krönung empfand ich ihren Auftritt in Strapsen, na ja Sex sells... Trotz meiner Kritik rechne ich selbst ihr noch gute Chancen aus, da sie halt noch recht jung ist und dadurch von den Plattenfirmen und Produzenten noch gut gebogen werden kann.
Betrachtet man mal alle Kandidaten im Gesamtausblick, hat die Jury eigentlich genau die Leute herausgesucht, die den echten derzeit erfolgreichen Popstar ähnlich sind. Robbie Williams wurde gut besetzt durch Alex, Anastacia durch Gracia, für die Latino-Schiene passte Daniel Lopez perfekt, für die Verrückten der andere Daniel. Und der Rest der Kandidaten lässt sich auch prima zuordnen...
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Unglaublich, was DsdS für Kreise zieht, nachdem ich die ersten Folgen gesehen hatte, hätte ich nie gedacht, dass daraus solch ein Medienereignis wird. Aber irgendwie hat man anscheinend alles richtig aufgebaut, der Spannungsbogen steigt von Show zu Show, RTL erreicht dadurch ein Publikum von über 10 Millionen Zuschauer und kann letztendlich auch fein die Werbepreise erhöhen. Dazu kommt noch der Punkt, dass fast jeder Kandidat seine kleinen Skandale hat, was natürlich DsdS noch mehr Medienpräsenz gibt. Ein genialer Zug war es schließlich auch, schon während der Mottoshows eine Single aufzunehmen, ob das Lied nun gut ist oder nicht, sei mal dahingestellt. Bei der Finalshow rechne ich jedenfalls damit, das halb Deutschland vor dem Fernseher sitzt und für teures Geld einen Superstar wählt.
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Mein Fazit hab ich eigentlich schon bei „Erfolg“ vorweggenommen, ich finde es fast unglaublich, wie präsent DsdS ist. Um aber mal auf meine Überschrift zurückzukommen, ich glaube höchstens die Hälfte, die einem als unbedarftem Zuschauer vorgesetzt wird. In Wirklichkeit steckt hinter der Show wenigstens eine perfekte Maschinerie, wenn nicht gar ein abwechslungsreiches, schon zu Ende geschriebenes Drehbuch. Wenn man sich die 11 letzten Kandidaten so anschaut, müssen diese in den wenigen Wochen wahnsinnig getrimmt worden sein, auf Musik, Aussehen, Umgang mit den Medien. Das fängt schon damit an, dass ein bleiches Gesicht nun mal im Fernsehen nicht ankommt und nun alle Kandidaten, die es nötig haben, brav unter das Solarium wandern. Natürlich hat sich auch bei den meisten das Können erweitert, schließlich haben wir es ja nicht mit komplett talentfreien Sängern zu tun. Wer nun letztendlich gewinnt vermag ich nicht zu sagen, da ich erstens nicht in die Köpfe der Zuschauer noch in das Drehbuch von RTL schauen kann. Auf jeden Fall ziehe ich aber meinen Hut vor den Kandidaten, die sich für den möglichen Erfolg solch einem Stress aussetzen.
An meiner Kritik kann das allerdings nicht kratzen, das Konzept ist zwar genial, die Jury aber gerade mal mittelmäßig und die Moderation schlecht. Dazu kommt, dass ich stark den Eindruck habe, alles sein schon gelaufen.
Ich werde mir DsdS auf jeden Fall noch bis zum Finale anschauen, allein weil ich noch wissen möchte, welches Ende das Drehbuch nun vorgesehen hat.
Na, habt ihr die Sendung am 01.02.200 gesehen? War doch echt der Hammer, da war wieder alles dabei. Bis auf Juliette fand ich eigentlich alle Kandidaten mehr schlecht als recht, Vanessa war z. B. klar überfordert. Und wer ist rausgeflogen? Gracia! Hätte ich wirklich nicht für möglich gehalten, ich war mir eigentlich fast sicher, dass Vanessa dran war. Dem Publikum hat die Entscheidung anscheinend auch nicht gefallen, quittierte sie das Ergebnis doch mit einem berechtigten Puh- Konzert. Am abgedrehtesten war aber die Reaktion von Daniel K., seine Heulkrampf veranlasste RTL anscheinend, ihn von der Bühne zu schaffen (bei den letzten Einstellungen war er nicht mehr zu sehen). Für mich riecht das alles mal wieder sehr nach Schiebung.
Verglichen zur letzen Sendung ging es gestern bei DsdS richtig ruhig zu. Erstmals durften alle Kanditaten mit zwei Liedern glänzen, diesmal nach dem Motto \"Back to the 70\". Juliette sang und performte wie immer hervorragend, auch hat mir diesmal Alexander recht gut gefallen. Daniel bewies dagegen mal wieder, dass er eher der Performer ist, seine zwei Gesangseinlagen ernteten doch herbe Kritik. Ähnlich war es bei Vanessa, ihre Stimme klang wie immer recht dünn. Bei der Entscheidung wurde sie dann auch mehr oder weniger verdient rausgewählt.
Noch eine Bemerkung am Rande: RTL versteht sich mal wieder perfekt in der Hinhaltetaktik, die nächste reguläre DsdS-Sendung kommt erst in drei Wochen. Wir warten...
Nachdem in der vorletzten Sendung zu Freude vieler Daniel K. rausgefolgen war, ging es in der letzten DsdS-Show natürlich ans Eingemachte. Wer sollte nun Deutschlands Superstar werden? Sowohl Juliette wie auch dann Alex boten bei ihren Lieblingstiteln eine gute Perforance, beim extra von Dieter Bohlen für die Sendung komponierten Titel konnte man allerdings raushören, dass er nur für den Sieger komponiert war, Alex. Ob er nun verdient oder unverdient gewonnen hat, die Entscheidung überlasse ich euch. Mit dem Ergebnis lässt sich aber auf jeden Fall leben.
29 Bewertungen, 3 Kommentare
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20.06.2005, 17:26 Uhr von jens811983
Bewertung: weniger hilfreichwen interessieren jetzt noch die Kandidaten der ersten Staffel? Es läuft bald die dritte Staffel an und die zweite hast du gar nicht erwähnt. Laut deinem Bericht ist die erste Staffel noch voll am Laufen. Typischer Copy & Paste - Bericht. "
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16.06.2005, 15:45 Uhr von modschegibbchen
Bewertung: sehr hilfreichalles wieder von vorn? ... armes deutschland! lg heike
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16.06.2005, 15:15 Uhr von Arti25
Bewertung: sehr hilfreichEs soll eine dritte Staffel geben? Ach du meine Güte - uns bleibt auch nichts erspart...
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