Deutschland sucht den Superstar (VHS) Testbericht

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Erfahrungsbericht von bettybo

Ein Superstar war nicht in Sicht ( Konzert in Bremen )

Pro:

meine Tochter hatte Spaß

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Meine Tochter liebt die sogenannten Superstars und so war ich mit Ihr am Samstag in der Stadthalle und sie mal genauer unter die Luper zu nehmen. Hier nun meine Eindrücke:

Tja, liebe Kids, sicher wart ihr, genau wie meine Kimberley, total begeistert, als Ihr Dieter Bohlen und acht Finalisten der Sendung \"Deutschland sucht den Superstar\" am Samtag live in der Bremer Stadthalle bewundert durftet. Sicher war es für die Kids ein Erlebnis, Alexander, Juliette, Daniel und all die anderen leibhaftig vor sich zu sehen, für viele von den Kids vielleicht sogar das erste Konzert überhaubt. Doch nebem diesem höflichen Teil des Berichts gibt es leider noch einen ehrlichen.

Zwei Dinge muss man der Produktion zugute halten. Erstens: Es wurde wirklich jeder Ton live gesungen, was ( wie leider zu hören war ) nicht immer einfach ist.
Zweitens: Immerhin hat man an diesem Abend Bekanntschaften mit einigen Perlen des Pop Repertoires gemacht, denn \"Who That Girl\" ist keineswegs von Nicole, sondern von einer Band namens Eurythmics,
\"Born to be Wild\" nicht von Daniel K. sondern von Steppenwolf und \"Maniac\" nicht von Alexander, sondern von Michael Sembello aus dem Film Flashdance usw.

Dieter Bohlens dümmliche Moderation konnte die an Dramaturgie arme Show ebenso wenig aufpeppen wie die acht Talente, die bei jedem Song mindesten zweimal Bremen - Ihr seid der Hammer oder Ähnliches in Mikro brüllten.

Weder passt Steffis Temperament zum PINK Hit \" Get this Party startet\", noch kann es ein gestandener Musik Fan ertragen, wenn ein halbwüchsiger Bayer mit kaugummisüßem Pubertätsstimmchen \"Born to be Wild\" singt.
Selbst Juliette, die eigentlich mit ausgebildeter Musical Stimme überzeugen könnte, kam nur sehr dürftig rüber.

Zum Selbstverständnis eines sogenannten \"Superstars\" gehört jawohl mehr, als Pop - Evergreens halbweg passabel nachsingen zu können. So einfach, ein Star zu sein, ist es wohl dann doch nicht.
Echte Superstars, wie Madonne - Robbie Williams, Pink - oder Michael Jackson - überzeugen mit kreativer Energie, setzen Trends und sind künstlerisch langlebig.

Man muss wohl kein großer Prophet sein, um vorherzusagen, dass mindenstens sieben der acht Finalisten, die am Samstag auf der Bühne standen, in spätestens zwei Jahren völlig vergessen sein werden.

So schmerzlich das auch für die Fans von Daniel sein wird, aber ich glaube, daß guter Geschmack sich doch noch durchsetzten wird und der Bayerische Barde mit der Kermitstimme eines Tages nur noch eine witzige Pointe war.

Na Ja, meine Tochter ( 8 Jahre ) hatte Ihren Spaß und das war mir persönlich das wichtigste an diesem Abend.

PS. Und die Songs der Superstars, wie Born to be Wild oder Whos that Girl klingen im Original noch viel besser - fragt mal Eure Eltern.

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