Drogen Testbericht

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Erfahrungsbericht von forgi

Unsere Drogengesellschaft

Pro:

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Kontra:

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Empfehlung:

Nein

Drogen, ein Dauerbrennerthema. Sobald es um dieses Thema geht beginnt bei den Meisten das schwarz/weiss Denken. Entweder man ist pro Drogen eingestellt, weil man sie selbst konsumiert und deshalb eher zur Verharmlosung neigt oder aber man verteufelt Drogen, entweder aus Unwissenheit oder weil durch Freunde/Verwandte/Bekannte negative Beispiele vorhanden sind.

Hier mal ein Versuch emotionales und persönliches so weit als möglich aussen vor zu lassen und das Thema so objektiv wie möglich zu beleuchten.

Die Fragen die gestellt werden müssen:

1. Was sind Drogen?
2. Welche Arten von Drogen gibt es?
3. Wie ist die gesetzliche Lage in Europa?
4. Warum werden Drogen genommen?
5. Wer Konsumiert Drogen?


1. Was sind Drogen?
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Drogen werden in Lexika als „Präparate planzlichen, tierischen oder mineralischen Ursprungs, die als Heilmittel, Stimulanzen oder Gewürze Anwendung finden“ definiert. Im heutigen umgangssprachlichen Gebrauch werden Rauschgifte als Drogen bezeichnet.

Rauschgifte wurden und werden in allen uns bekannten Kulturen konsumiert.


2. Welche Arten von Drogen gibt es?
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Natürliche Drogen (z.B. Haschisch, Kokain, Opium), halbsynthetische Drogen (z.B. Alkohol, Heroin), syntethische Drogen (z.B. Extasy, Valium, LSD).

Die klassierung von Drogen kann nach verschiedenen Gesichtspunkten vorgenommen werden am üblichsten ist die Unterscheidung von harten (stark suchterzeugenden und gesundheitsschädlichen) und weichen (weniger suchterzeugend und weniger gesundheitsschädlichen) Drogen. Zu den harten Drogen werden Crack, Kokain, Opium, Heroin und durch verschiedene verfahren veränderte Abkömmlinge dieser Rauschgifte gezählt.


3. Wie ist die gesetzliche Lage in Europa?
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Alkohol und Nikotin sind in allen Ländern Europas legal zu erwerben. Je nach Staat werden verschiedene Altersgrenzen für die Abgabe vorgeschrieben.
Haschisch, Marihuana und gewisse Halluzinogene sind in den Niederlanden, in Christiania (autonomer Ortsteil Kopenhagens), zwar nicht ausdrücklich legal, haben aber einen gedulteten Sonderstatus der den Verkauf, den Kauf in kleinen Mengen und den Konsum unter Straffreiheit stellt. Einen Schritt weiter wird die Schweiz voraussichtlich Anfangs 2004 gehen, Haschisch und Marihuana sollen grundsätzlich legal werden.
Harte und synthethische weiche Drogen sind in allen Ländern Europas verboten.


4. Warum werden Drogen genommen?
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Die wohl am schwierigsten zu beantwortende Frage, da es sehr viele Gründe dafür gibt.
Jede Kultur hat ihre eigenen Drogen, die zu Ritualen konsumiert werden. Ob das die oft angeführte Friedenspfeiffe bei Indianern oder das Glas Bier unter Freunden bei Mitteleuropäern ist, macht in diesem Zusammenhang keinen Unterschied.
Ein weiterer von Drogenkonsumenten oft genannter Punkt ist Neugierde. Durch (natürlich oft beschönigte) Erfahrungsberichte von Freunden und Bekannten will man „wissen wie es wirklich ist“.

Ein weiterer Grund sind Partydrogen, sprich die Einnahme von Rauschmitteln um die Stimmung an Festen und Parties anzuheben. Oft wird behauptet, Partydrogen seien ein Phänomen der 80er und 90er Jahre ist schlichtweg falsch. Schon immer wurde an Feiern getrunken, gekifft und auch zu anderen Drogen gegriffen (Beispiel Woodstock)

Den oft angeführten Punkt „Langeweile“ wage ich im Zusammenhang mit harten Drogen zu bezweifeln. Bei weichen Drogen ist dies sicherlich ein Hauptkonsumationsgrund.


5. Wer konsumiert Drogen?
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Drogen werden in allen Gesellschaftskreisen konsumiert. Dies wird gerade in der vielgerühmten Mittelschicht jedoch sehr oft nicht anerkannt. So werden Konsumenten illegaler Drogen als der Ursprung allen Uebels bezeichnet, bevorzugt beim allabendlichen Feierabendbier unter Freunden…

Die Hauptabnehmer für Drogen kommen sicher eher aus der jüngeren Bevölkerungsschicht, die ihre Erfahrungen erst noch sammeln muss und geistig noch nicht so gefestigt ist wie dies Menschen im mittleren und höheren Alter sind.

Festzustellen ist, dass jede soziale Schicht ihre bevorzugte Droge hat und jede Droge umgekehrt ihre gesellschaftliche Klientel. Ausnahme bilden hier die legalen Rauschmittel Alkohol und Nikotin, die von allen Gesellschaftschichten genossen und auch missbraucht werden.


Persönliche Meinung
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Für mich sind Drogen ein zweischneidiges Schwert. Zum einen können sie mit der richtigen Vorbereitung, in der richtigen Gesellschaft genossen, sicherlich zu schönen und angenehmen Erlebnissen führen. Andererseits kenne ich genug Beispiele von Bekannten und Freunden die mit der jeweiligen Droge nicht mehr umgehen konnten und dadurch die Bodenhaftung verloren haben. Mein Fazit ist deshalb, dass jeder für sich selbst entscheiden muss, wie weit er gehen will und kann, im Zweifelsfall besser einmal NEIN sagen als am Schluss wirklich abzustürzen.

14 Bewertungen, 4 Kommentare

  • Samurai0815

    06.09.2002, 22:26 Uhr von Samurai0815
    Bewertung: sehr hilfreich

    Nüchtern bedrachtet, aber gut. Niemanden verurteilt, und trotzdem alles auf den Punkt gebracht. Weiter so.

  • anonym

    04.04.2002, 21:21 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Keine falschen Beschuldigungen - absolut klasse. Gruß, nosianai

  • owesen

    14.03.2002, 16:19 Uhr von owesen
    Bewertung: sehr hilfreich

    Deine Berichte sind hier und bei eC sehr lesenswert !!! Gruß, Sönke ( owi13 )

  • aroza

    14.03.2002, 12:15 Uhr von aroza
    Bewertung: sehr hilfreich

    Letztendlich ist doch aber jedes Produkt, jede Verhaltensweise ein Suchtpotenzial, oder? Letztendlich ist der Umgang in unserer Gesellschaft doch im Prinzip nicht rational - zum einen werden körperlich süchtig machende Drogen - wie z.B. Alkohol u