Fiat Punto Testbericht

Fiat-punto
Abbildung beispielhaft
ab 28,20
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Summe aller Bewertungen
  • Fahreigenschaften:  gut
  • Fahrkomfort:  gut
  • Platzangebot:  großzügig
  • Zuverlässigkeit:  gut

Erfahrungsbericht von saschadj

Fiat, selbst geschenkt ist zu teuer

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

An einem Montag im Jahre 2001 hatte ich mir einen Fiat Punto 55 S gekauft, und war zu diesem Zeitpunkt richtig glücklich. Viel Platz, ein modernes Sicherheitskonzept mit hervorragendem Crashverhalten, zwei Airbags, günstige Versicherungseinstufung, sparsam im Verbrauch und ein fairer Preis. Einzig ABS war für diesen Motor leider nicht lieferbar.

Dann aber gingen die Probleme auch schon los!!!

Die erste Ausfahrt führte uns nach Berlin zu verwandet. Wir waren begeistert vom Beschleunigungsvermögen des Autos bei nur 55 PS! Daß Berliner ohne Hupe und Lichthupe nicht existieren können, ist nichts neues, aber warum zeigen uns ausnahmslos alle beim Überholen einen Vogel? Auf dem Rückweg über die Autobahn - mit exakt den vorgeschriebenen 100 km/h - werden wir kilometerlang von einem Polizeiwagen verfolgt. Da muss was faul sein. Also, ein zweites Auto vorneweg fahren lassen und Geschwindigkeiten vergleichen. Das Tacho zeigt circa 20 km/h zuviel an!
Ja, ich bekenne! Ich bin mit 35 km/h im Feierabendverkehr durch Berlin geschlichen. Hoffentlich hat mich niemand erkannt.

Also, montags ab in die Werkstatt! Und nun versuchte ich den netten Menschen von Fiat klarzumachen, dass der Tacho nicht funktioniert. Die erste Antwort war: \\\"Das kann nicht sein! Alle Tachos sind geeicht!\\\" Da konnte ich nur noch den Autoschlüssel über den Tisch reichen, damit die das selber herausfinden. 20 Minuten später durfte ich mir dann auch anhören, das mit dem Tacho etwas nicht stimmt und nebenbei war auch noch ein Stoßdämpfer kaputt. Hey, das Auto war gerade mal 3 Tage alt!!!!
(Nagelneuer schrott dachte ich dem Moment)

Der Stoßdämpfer wurde gewechselt (macht man das nicht immer paarweise?) und ein neuer Tacho bestellt. Sage und schreibe 4 Wochen später rief die Werkstatt an, um mir mitzuteilen, das der Tacho da ist. In der Zeit hatte sich der alte auch schon verabschiedet, die Nadel hing bei 200 km/h und mehr fest.
Und mein Arbeitsweg führte durch diverse 30er Zonen mit insgesamt 4 fest installierten Radarfallen - ein Wunder, dass das ohne Punkte abging...

Neuer Tacho - alles gut, aber DENKSTE:

Beim neuen flatterte ständig die Tachonadel. Also wieder zur Werkstatt!
\\\"Da müssen wir die Tachowelle mal einfetten.\\\" Gesagt, getan - Tacho okay! 24 Stunden später: Tachonadel flattert. Paar Tage später Werkstatt. Selbes Spiel!! Das ging dann so zwei Monate, bis die auf die Idee gekommen sind, die Tachowelle zu wechseln.

In der Zwischenzeit fing mein Auto auch noch an zu quietschen. Dazu musste ich mir anhören \\\"Keine Ahnung was das ist!\\\", \\\"Fahren Sie doch mal mit offenen Türen und Fenster\\\" (inklusive Heckklappe) und \\\"Ihr Auto quietscht nicht!\\\" (andere FIAT Werkstatt).

Die erste Inspektion nach Garantieende, inklusive Wechseln der Bremsbeläge, und dieses Leiden war vorbei. In, rückschauend betrachtet, weiser Voraussicht, hatte ich eine Zusatzgarantie für das zweite Jahr abgeschlossen. Und kurz bevor diese ablief, stellte ich doch fest, dass das Auto nicht richtig zieht.

Also Werkstatt!!!

Nach langen hin und her und Diagnosegerät - weil die mir nicht glaubten - Zündspule im Ar...! Kurze Zeit später Kupplung.

Und dann war erst einmal Ruhe. Viele, viele, viele Tage lang.

Mittlerweile irgendwo in NRW geht es nach der 60.000er Inspektion direkt von der Werkstatt auf die Autobahn Richtung Berlin. Ab Hannover Klappergeräusche unter dem Auto. Gaaaaanz vorsichtig schleiche ich die A2 entlang.
Die Diagnose: drei defekte Glühbirnen und eine abgerissene Auspuffhalterung.
\\\"Sie sind doch inzwischen schon 2000 km gefahren, da geht nichts mehr auf Kulanz\\\" bekomme ich nach der Rückkehr vier Tage später in meiner Werkstatt zu hören. Ich will mich wegen der in Berlin bezahlten 30,- € nicht ernsthaft streiten und verlasse diese Firma - für immer.

Seitdem lasse ich nur noch Fachleute - ohne FIAT-Aufschrift auf dem Blaumann - an meinen Kleinen und er läuft tadellos. Im wesentlichen jedenfalls.
Nach 130 Tkm war der Auspuff durchgerostet und die Kupplung hat ihren 60 Tkm-Lebenszyklus beibehalten - \\\"völlig normal, für einen Trabbi\\\" meinte meine Freundin jedes Mal grinsend, wenn das Wort \\\"Kupplung\\\" fällt.

Sonst läuft er tadellos, ehrlich!
Und Rost habe ich auch noch keinen gefunden, wirklich!

Fazit: Es hätte so schön werden können. Ein günstiges, praktisches, wendiges, sparsames kleines Auto - wenn, ja wenn man bei FIAT eine Auslieferungsinspektion kennen würde und die Werkstätten Autos auch reparieren würden, statt für ihre baldige Rückkehr in selbige zu sorgen.
(Fakt ist +- alle 2 monate mal Reparieren lassen)

So bleibt nur eines: NIE WIEDER FIAT!

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