Erfahrungsbericht von myra-belle
Der Musterschüler
Pro:
Bunte Zeichentrickfiguren.
Kontra:
Keine echte Problembewältigung.
Empfehlung:
Nein
Dieser Film wurde von VOX als großer Sonntagsfilm gezeigt. Meiner Meinung nach hat er diese Bezeichnung auch verdient.
Als Vorlage diente eine Kurzgeschichte von Stephen King. Die ganzen Schockelemente, die das Buch beinhaltet, fehlen so gut wie ganz. Insbesondere die sexuellen Aspekte wurden im Buch sehr drastisch und provokant geschildert. Gott sei dank wurde im Film davon Abstand gehalten. Dadurch und durch die ausgezeichneten Schauspieler wandelte sich eine Horrorgeschichte in einen beklemmenten Psycho-Thriller der leisen, aber nicht minder gefährlichen Art.
Ich erzähle hier die Geschichte, ohne die Namen der Figuren zu nennen, da ich denke, dass JEDER (zumindest in seinen schwachen Momenten) den Versuchungen der Macht erliegen kann.
STORY :
Es war einmal ein 16jähriger, hervorragender Schüler, dessen stärktes Fach Geschichte ist. Er entdeckt, dass ein alter Mann aus seiner Nachbarschaft unter einem falschen Namen lebt und in Wirklichkeit ein Nazi-Verbrecher ist.
Ob es realistisch ist, dass er nicht nur eine Akte mit Bildern und Namen zusammenstellen kann, sondern auch noch über die Fingerabdrücke des Alten verfügt, sei dahingestellt.
Er konfrontiert den Alten mit der Wahrheit. Dieser weigert sich zuerst, diese gelten zu lassen und will die Polizei rufen. Er ist aber nicht in der Lage, diesen Anruf zu tätigen. Der Junge hat also recht und gewonnen. Er erpreßt den Alten, indem er diesen zwingt, sich zu erinnern und alles zu erzählen, jede Grausamkeit in allen Einzelheiten. Als er wissen will, was das für ein Gefühl war, erhält er keine Antwort.
Da er von den Geschichten total fasziniert ist, verbringt er so gut wie jeden Abend bei dem Alten und vernachlässigt die Schule und seine Freunde.
Seinen Eltern fällt auf, dass er immer beim Alten rumhängt. Er erzählt denen, dass er dem Alten vorlesen würde, da dieser nicht mehr so gut sehen könne, trotz Brille. Sie bestehen darauf, dass er den Alten mal zu ihnen einlädt, damit sie selber ein Bild von ihm machen können. Es stellt sich heraus, dass der Alte ein sehr charmanter Unterhaltungskünstler ist und die Zweifel seiner Eltern und Großeltern zerstreunen kann.
Der Junge ersteht eine SS-Uniform, die er dem Alten
aufzwingt. Erst widerwillig, aber mit immer mehr Selbstverständlichkeit, marschiert der Alte vor dem Jungen auf und ab. Am Ende muß der Junge ihn sogar lauthals bremsen. Beide sind etwas erschreckt.
Da der Junge sich gar nicht mehr konzentrieren kann, kommt es soweit, dass er in allen Fächern von \"A\" (= 1) auf \"D\" oder noch schlechter abrutscht. Darum wird ihm von seinem Vertrauenslehrer, dem er gar nichts anvertraut, ein Brief an seine Eltern mitgegeben. Er vertraut sich dem Alten an und wirft diesem vor, dass dieser Schuld daran trage. Der Alte erfährt, dass der Vertrauenslehrer die Eltern nie gesehen hat. Zu der großen Überraschung des Jungen sitzt bald darauf der Alte als sein Großvater beim Vertrauenslehrer und erzählt dem das Märchen von dem schlagenden Vater und der trinkenden Mutter. Solche Geschichten kennt man ja zur Genüge. Der Vertrauenslehrer hat auch gerade erst eine häßliche Scheidung über die Bühne gebracht und hat daher viel Verständnis für die prekäre Situation des Jungen. Er schlägt dem Jungen einen Deal vor : In 3 1/2 Wochen sind die Prüfungen, wenn der Junge überall mindestens ein \"B\" schafft, setzt er sich dafür ein, dass alle bisher geschriebenen schlechten Noten gestrichen werden und der Junge mit den guten Noten ins Examen eingereicht wird. (Ich denke, es handelt sich um den College-Abschluß.) Dem Jungen bleibt nichts anderes übrig, als einzuwilligen.
Nach dem Motto \"Eine Hand wäscht die andere.\" denkt der Junge, sie wären jetzt quitt, der Alte meint aber dazu, dass er die Geschichte zwischen ihnen beiden aufgeschrieben hat und sie in einem Banktresor unter Verschluß hält. Sollte er sterben, wird das Schließfach geöffnet und der Inhalt wird das Licht der Welt erblicken. Er weist den Jungen darauf hin, dass er selber sich sehr gut verstellen kann und in dem Fall, dass der Junge mit der wahren Identität des Alten an die Öffentlichkeit geht, diesen mit ins Verderben reißen werde. Damit haben beide etwas gegen den anderen in der Hand.
Aus irgendeinem Anfall heraus packt der Junge die Akte über den Alten aus seiner Truhe und schmeißt sie in den Müll.
Der Junge schafft es, seinen Teil des Deales mit dem Vertrauenslehrer zu erfüllen und dieser hält sein Versprechen ein. Er schafft damit einen guten Abschluß. Es scheint, als ob sein Leben wieder in geordnete Bahnen verlaufen würde.
In der Zwischenzeit sieht man, wie der Alte die SS-Uniform anzieht und liebevoll darüberstreicht. Auch schnappt er sich eine Katze, um sie in den mit Gas betriebenen Backofen zu stecken. Vorerst entkommt sie.
Auf der Entlassungsfeier des Jungen spricht der Vertrauenslehrer die Eltern an und muß erfahren, dass der Großvater weit weg wohnt und im Rollstuhl sitzt, also auf gar keinen Fall derjenige sein kann, der sich ihm als Großvater vorgestellt hat. Der Junge schafft es, ihn abzuwimmeln und die Eltern dazu zu bewegen, gleich nach dem offizielen Teil nach Hause zu gehen.
Eines Abends wirft dem Alten im Bus ein heruntergekommener Mann unverschämte, wissende Blicke zu und folgt ihm, als der Alte aussteigt. Es stellt sich heraus, dass der Penner denkt, dass der Alte mit dem Jungen sexuelle Spiele treiben würde. Der Penner bietet sich selbst als Spielgefährten an, wenn er nur vorher was zu trinken und hinterher etwas Geld bekäme. Der Alte nimmt ihn mit, aber wie der Penner angetrunken am Tisch sitz, rammt ihm der Alte ein Stilett, dass er zum Flaschenöffnen benutzt, in den Rücken. Er wirft den Penner die Kellertreppe hinunter. Bevor er den mit einem Hammer den Rest geben kann, erleidet er einen Herzinfarkt. Er ruft den Jungen an, der den Rest für ihn erledigen soll. Seinen Eltern soll er sagen, es wäre ein wichtiger Brief eingetroffen und der Alte würde daher dringend seine Hilfe brauchen. Der Junge kommt an und wird im Keller eingeschlossen, damit er sich gezwungen sieht, aufzuräumen. Es stellt sich heraus, dass der Penner noch lebt, wird aber von dem Jungen mit einer Schaufel erschlagen. Anschließend läßt der Alte den Jungen raus und dieser zieht sich und den Alten um und entfernt alle rumliegenden Beweise, bevor er den Krankenwagen ruft.
Der Alte überlebt und beichtet dem Jungen, dass gar kein Schließfach existiere. Er ist der Meinung, dass sie jetzt wirklich quitt sind. Die letzten Worte, die er an den Jungen richtet, ist die Frage, was das für ein Gefühl war. Auch er erhält keine Antwort.
Nachdem der Alte eingeschlafen ist, geht der Junge. Der Bettnachbar des Alten entdeckt, dass es sich um seinen ehemaligen Peiniger handelt. Man sieht in eine Kameraeinstellung den vernarbten linken Arm des Juden, ich glaube, auch eine tätowierte Zahl gesehen zu haben. Als der Alte wieder aufwacht, wird er verhaftet. Er verbleibt noch einige Zeit im Krankenhaus und soll nach Israel übergeführt werden.
Der Junge behauptet, von nichts eine Ahnung gehabt zu haben und auch der Alte schweigt.
Der Vertrauenslehrer will die Eltern des Jungen aufsuchen, findet aber nur den Jungen vor. Dieser will nicht mit ihm sprechen, da wird ihm die Zeitung mit dem Bild des Alten unter die Nase gehalten. Derartig in die Enge getrieben, läßt der Junge alle Skrupel sausen und droht dem Lehrer, er würde behaupten, der Lehrer hätte seine Noten nach oben hin verschönern lassen, weil er dem Lehrer sexuell zu Willen gewesen war. Die Aufregung, die er dadurch verursachen würde, würde es dem Lehrer sehr schwer machen, normal weiterzuleben.
Zur gleichen Zeit begeht der Alte Selbstmord, indem er in einem unbeobachteten Augenblick kräftig in seine Kanüle pustet. Er stirbt an einer Luftembolie.
Damit hat also eindeutig das Böse gewonnen. Der Alte hat sich seiner Bestrafung entziehen können und der Junge hat seine schwarze Seele preisgegeben.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-04 16:30:11 mit dem Titel Mord nach Plan
Alle, die noch vorhaben, dort reinzugehen, sollten sich erst gut überlegen, ob sie meinen Bericht lesen wollen, da ich die GANZE Geschichte hier zum Besten geben werde - von wegen Spoiler und so!
Meine unmittelbaren Kommentare sind in Klammern gesetzt.
STORY :
In der 1. Szene fährt die Kamera über das schäumende Meer und der rauhen Küste entlang, bis sie bei einer verfallenen Hütte hängenbleibt. In dieser befinden sich zwei Personen. Ein genauer Blick auf diese bleibt einem aber verwehrt. Man hört ihre Stimmen und ein Teil ihres Gesprächs, an dessen Ende ein Schuß durchs Haus hallt. Was genau geschehen ist, bleibt (zu diesem Zeitpunkt) ungewiß.
Szenenwechsel :
Im Unterricht an der Highschool hält der intelligente, aber eher schüchterende und nicht sonderlich gut aussehende Justin Pendleton (Michael Pitt) einen Vortrag über die Freiheit. Es hört ihm keiner so richtig zu und den Gesichtern nach zu urteilen, kapiert auch keiner, wovon er eigentlich redet. Richard Haywood (Ryan Gosling) ist der einzige, der sich meldet und ihn vor der Klasse lächerlich macht.
Richard ist reich, so daß er sich in schicke Designer-Klamotten in Schale schmeißen kann, charmant und gutaussehend.
(Hätte ich nicht schon gesessen, mir wären jedesmal, wenn er sein umwerfendes herausforderndes Grinsen angeschmissen hat, die Beine weggeknickt! Uh, gefährlich, aber sehr reizvoll und dem Burschen ist das sehr wohl bewußt!)
Die nächste Szene spielt in dieser Bruchbude. Justin wird von Richard angegriffen, der ihn am Hals packt und damit droht, Justin umzubringen und das dann als Selbstmord aussehen zu lassen. Justin weist Richard darauf hin, dass er nicht davonkommen wird, da die Gerichtsmedizin so viele Fortschritte gemacht hat, dass sie selbst auf der Haut Fingerabdrücke nehmen können und Richard bei seiner Attacke garantiert Faser und Haare auf Justin übertragen hätte, die sich alle klassifizieren lassen und letzten Endes ihn überführen werden.
Es stellt sich heraus, dass diese Art \"Gespräche\" schon öfters geführt worden sind. Beide fühlen sich ihren Mitmenschen überlegen. Richard möchte Justins Philosophie, nach der man nur wirklich frei ist, wenn man einen Mord begeht und es schafft, ungeschoren davonzukommen, ungedingt in die Tat umsetzen.
Im Wald :
Detectiv Cassie Mayweather (Sandra Bullock) und ihr neuer Partner Sam Kennedy (Ben Chaplin), der soeben vom Sittenderzenat zum Mordderzenat übergewechselt ist, betreten den Tatort. Sie ist als \"Hyäne\" verrufen und fängt gleich an, auf ihm herumzuhacken.
Bei der Leiche, die ihn einer Platikfolie eingewickelt ist, handelt es sich um eine junge Frau. Ihre Augen sind geöffnet, man sieht in ihnen die Punktblutungen, die auf einen Tod durch Ersticken hinweisen. Am Hals befinden sich Würgemale. Es fehlt ihr der eine Ringfinger (Man sieht die gräulich verfärbte Hand mit dem blutigen Stumpf) und am Oberkörper sind Einstiche zu sehen, die, wie Sam bemerkt, postmortal (= nach dem Eintritt des Todes) zugefügt worden sind, da diese Wunden keinen Blutaustritt zur Folge hatten. Das Opfer kann nicht hier getötet worden sein, da sie eine Platzwunde am Kopf aufweist und viel mehr Blut ausgetreten sein muß, als vorgefunden wurde.
(Wo bleibt der Gerichtsmediziner? An jedem anderen Tatort wird es tunlichst unterlassen, diesen dadurch zu verärgern, dass man in seinem Handwerk herumpfuscht! Schließlich muß man ihn bei Laune halten, damit die Obduktion schnellstmöglich erledigt wird. Woher will Frau Detectiv eigentlich vom bloßen Ansehen der Leiche so genau wissen, dass alle ihre Schlußfolgerungen richtig sind?)
In der Nähe des Tatortes finden sich ein Stiefelabdruck und ein Klecks Erbrochenes. Auf der Leiche finden sich einige Faser. Diese werden bei der Kamerafahrt über die (unbeschädigte) Haut des Opfers im Zoom gezeigt.
(Da von vornherein klar war, dass die beiden Jungen den Mord begangen haben, liegt natürlich auf der Hand, dass diese Fasern nur zu einer falschen Spur führen können.)
Sam bringt Cassie nach Hause zu ihrem Hausboot und fragt sie, wie sie zu ihrem Spitznamen gekommen ist. Sie erzählt ihm, dass weibliche Hyänen einen Scheinpenis besitzen, geht aber nicht näher darauf ein, sondern macht Witze darüber. Etwas verwirrt zieht er von dannen.
Sie sieht ihre Post durch und hält einen Brief in der Hand, der sie bittet, vor dem Berufungskomitee im Fall Carl Hudson (Entschuldigt bitte, wenn mich bei seinem Nachnamen die Erinnerung trügt. Ich sollte mir nächstes Mal gleich danach Notizen machen!) eine Stellungsnahme zu machen.
Es handelt sich um einen Ruf aus ihrer dunklen Vergangenheit. Ich greife der Handlung vor, um den Zusammenhang herzustellen.
Es war einmal ein junges Mädchen, das sich in den Star der Schule verliebt hat diesen tollen jungen Mann mit 16 geheiratet hat. Mit 17 wurde ihr der erste Zahn ausgeschlagen, mit 18 hatte sie dann genug und hat ihre Sachen gepackt. Ihr Mann wollte sie aber nicht gehen lassen und hat stattdessen 17mal auf sie eingestochen. Davon hat Cassie noch immer die Narben, aber ihren alten Namen hat sie abgelegt und sie versucht seit Jahren, sich einzureden, dass das Mädchen damals gestorben sei und sie als Cassie Mayweather ein neues Leben angefangen hätte, doch muß sie letzten Endes erkennen, dass sie ihre Vergangenheit nie losgeworden ist, da sie sich zu schützen versucht, indem sie seitdem nie wieder jemanden in ihre Nähe gelassen hat, aber sehr darunter leidet.
Die Erinnerungen werfen sie soweit aus der Bahn, dass sie sich betrinkt und sich an Sam heranschmeißt, der sich diesem One-Night-Stand mit ihr leistet. Dabei verkrampft sie sich, als er ihr unter das T-Shirt greifen will. Es stellt sich später heraus, dass sie dort ihre Narben hat.
(Warum sie das macht, scheint klar zu sein, aber warum macht er mit? Ich habe keinen begehrlichen Blick von ihm bemerkt. Auch ist meiner Meinung nach nie so richtig der berühmte Funke übergesprungen. Selbst in der heißesten Phase ihrer Liebesnacht erschienen sie mir etwas unkonzentriert und uninspiriert.
Ich finde, in der heutigen Zeit sollte darauf hingewiesen werden, dass man bei solchen Gelegenheiten ein Kondom benutzen sollte.)
Die beiden Jungen haben ihren Mord schon um Monate voraus geplant gehabt. Die Spur, die sie gelegt haben, führt zum Hausmeister der Schule, Ray (Chris Penn), der hinter seinem verlottertem Haus Hanf anpflanzt und den Schülern (sogenannte weiche) Drogen verkauft. Der Mann steht auf Sado-Maso und hat eine entsprechende Videosammlung aufzuweisen. Wie die Polizei in der Schule auftaucht, taucht er unter, da er annihmt, es ginge um seine Dealerei. Die Polizei hält ihn für den Hauptverdächtigen. Der Plan der wahren Mörder ist somit aufgegangen. Ray wird von Richard in seinem Versteck aufgesucht und erschossen. Es wird ein Selbstmord angenommen. Da Sam die Indizien zusammengeführt hat, wurde ihm der Fall übertragen. Cassie will nicht an diese einfache Lösung glauben. Als sie ums Haus schleicht (gibt vor, auf die Toilette zu gehen), hört sie aus einem Abstellraum ein Geräusch. Sie geht diesem nach und wird vom darin befindlichen Pavian in den rechten Unterarm gebissen. Notarzt-Einsatz und Krankenhausaufenthalt.
Der Pavian passt insofern ins Bild, da am Tatort ein Pavianhaar gefunden wurde. Die Akte wird geschlossen.
Cassie gibt aber nicht auf und beschattet Richard auf eigene Faust. Sowohl Richard als auch Justin wurden vorher befragt. Es wurde aber von ihnen so arrangiert, da der Stiefelabdruck zu Richards Stiefel gehören, die er vor 3 Wochen als gestohlen gemeldet hat. Sie wollen sich damit beweisen, dass sie der Polizei überlegen sind. Richard hat das Gespräch mit Cassie aufgenommen und findet, dass er eine einfach supergute Performance hingelegt hat. Justin hat einfach seine Freundschaft zu Richard geleugnet.
Cassie hört trotzdem auf ihr Gefühl (mehr ist es auch nicht) und erwischt Richard, der Justin seinen Arm freundschaftlich umlegt. Auf Kamera gebannt, will sie Sam kontaktieren. Plötzlich steht Richard neben ihrem Wagen und provoziert sie, indem er sich an sie heranzumachen versucht und anfängt, sie zu begrapschen. Er schafft es, dass sie ihm die Tür an den Kopf knallt.
Als sie bei Sam klingelt, macht dieser entnervt auf und läßt sich von ihr breitschlagen, den Fall noch nicht vollständig abzuschließen. Cassie muß erfahren, dass Richard zu Papa gelaufen ist und dieser dann den Polizeichef angerufen hat, um Beschwerde einzulegen.
(Ob das zwischen Sam und Cassie Liebe ist, vermag ich nicht zu sagen.)
Sie haben etwas gegen den Jungs in der Hand, als Sam es schafft, dass ihre Mitschülerin Lisa sich ihm gegenüber öffnet. (Man erfährt nicht, wie.) Lisa hat sich an Justin herangemacht, damit dieser ihr Nachhilfeunterricht gibt und hat sich zwischenzeitlich ernsthaft in ihn verliebt. Das hinderte sie aber nicht daran, sich von Richard verführen zu lassen und mit ihm ins Bett zu gehen. Richard hat dies aus voller Absicht getan und hat es aufgenommen, um Justin zu zeigen, dass nur er sich wirklich für ihn interessiere. Justin ist tief verletzt.
Darauf hin werden die Beiden getrennt verhört. Sam sitzt Richard gegenüber und Cassie Justin. Justin wankt selbst dann nicht, als Cassie ihn mit dem Erbrochenen konfrontiert, das zeigt, dass er ein schlechtes Gewissen hatte und deshalb nicht frei ist. Von Richard könne er keine Hilfe erwarten. Sie denke, dass Richard derjenige war, der das Opfer getötet hat. Justin war ihrer Meinung nach für die Präsentation am Fundort zuständig. Er soll bereits zu diesem Zeitpunkt ein schlechtes Gewissen gehabt haben und nicht in der Lage gewesen sein, den Schraubenzieher in die Leiche zu rammen. Justin hätte noch das Leben vor sich, wenn er Richard verpfeift, da dieser in die Gaskammer wandert, Justin sich aber Strafmilderung verschaffen kann.
Sam dagegen versucht Richard weißzumachen, dass Justin bereits geredet habe, wegen Lisa. Richard läßt sich dadurch verunsichern, doch bevor er sich belasten kann, schneit sein Anwalt herein und boxt ihn raus.
Trotzdem ist Richard überzeugt davon, dass Justin im seinen kleinen Streich übel genommen hat und macht mit dem Staatsanwalt einen Deal aus. Er bestellt Justin zu der Steilküste und man sieht die ausführliche Version der 1. Szene. Richard hat 2 Pistolen mitgebracht und es war vorher abgesprochen worden, dass sie im Falle einer Entdeckung gemeintschaftlich Selbstmord begehen werden. Wie sie dort knien, nimmt Justin die Pistole von seiner Stirn und schießt stattdessen in die Luft. Richard hat gar nicht erst abgedrückt, sondern darauf gewartet, dass Justin sich erschießt. Justin zwingt ihn dazu, die leere Trommel herzuzeigen.
Cassie hat von Lisa von diesem Treffen erfahren und taucht auf, bevor Justin Richard aus Rache erschießen kann. Justin ergibt sich und läuft auf ihre Seite. Dabei verdeckt er ihr die freie Schußlinie. Richard nutzt diesen Augenblick und schnappt sich die von Justin fallengelassen Pistole. Der Schuß trifft Justin in den Arm. Cassie jagt Richard hinterher (und ich frage mich, wieviele Patronen in so eine Handfeuerwaffe denn passen) und als er keine Patronen mehr hat, lockt er sie auf den verotteten Holz-Balkon. Dort versucht er, sie zu erwürgen. Cassie schafft es aber, das Geländer wegzutreten und Richard fällt in die Tiefe. Sie bleibt am Geländer hängen und Justin kommt ihr zu Hilfe. Sie verspricht, dass er relativ ungeschoren davonkommen werde.
Aber zu früh gefreut, denn als sie sich die Würgemale an ihrem Hals im Spiegel anschaut, entdeckt sie, dass Richards Ring einen Abdruck hinterlassen hat, an der Leiche aber kein solcher Abdruck zu sehen war!
Es stellt sich also heraus, dass Justin den Mord begangen hat, er will aber geltent machen, dass er von Richard gezwungen worden ist.
(Der große Showdown ist ein Witz! Frau Detectiv wehrt sich wie ein 08/15-Weib, indem sie Richard mit den Fäusten gegen die Brust trommelt und versucht, sein Gesicht wegzudrücken. Wo bleiben da bitte schön die Karate-, Judo-, Taekwondo- oder Sonst-was-Kniffe, die ja wohl jede Polizistin beherrscht! Und an den langen Haaren läßt sie sich auch noch rumziehen. Tolle Choreografie!
Als Justin zum Pfosten greift, mit dem er ihr letztendlich hilft, hat sie natürlich nichts Besseres zu tun, als um Gnade zu winseln. Von wegen toughe Lady, die beste in ihrem Fach.)
Der Film endet damit, dass sich Cassie ihrer Vergangenheit stellt, indem sie doch als die Frau, die von Carl Hudson angegriffen worden ist, zu dem Termin geht.
SCHAUSPIELER :
Sandra Bullock versucht eine zwiespältige Person darzustellen, doch kann ich ihr weder den knallharten Cop noch das enttäuschte Mädchen abnehmen, die leidenschaftliche Liebhaberin schon gar nicht.
Ben Chaplin steht nur so in der Gegend rum und wird von Cassie nur unterdrückt und rumgeschubbst. Sein Charakter hat so gut wie kein Profil.
Aber Pitt und Gosling, die zwei Neuzugänge! Die spielen die alten Hasen nicht nur an die Wand, nein, sie spielen so überzeugend, dass man ihnen alles abnehmen würde. Beide bieten die gesamte Palette von aufgeblasen über nervös bis hin zu zornig.
Die Figur der Lisa wurde meiner Meinung nach zu lieblos gestaltet. Es wird immer nur über sie gesprochen, sie selbst kommt nur selten zum Wort. Welche Hintergründe hat denn ihr selbstzerstörerisches Verhalten?
Nun komme ich zu den Böcken, die die Regie (Barbet Schroeder) geschossen hat :
1) Die Mörder packen die Leiche in der Plastikfolie mit bloßen Händen an .
2) Die Mörder tragen Plastikanzüge und man sieht sie auch mit fest eingewickelten Haaren und Schutzbrille. Aber als es zum Mord kommt, zieht Richard seine Kapuze auf und ab und sein Haar ist ansonsten unbedeckt. Da das Opfer erwürgt worden ist, kann ich Justin ja noch verzeihen, dass er sich seine Brille nicht übergezogen hat, aber dass die beiden sich erst nicht darüber einig waren, wer den Mord jetzt eigentlich begeht und EIN Paar Gummihandschuhe nach langem Hin und Her den Besitzer wechselt, nachdem Richard den einen Handschuh schon ganz, den anderen bereits halb angezogen hat ... verteilen sie da nicht auch etwas Körperflüssigkeit darauf?
3) Richard stürzt ab, Cassie kann sich am Geländer festklammern. Justin reicht ihr einen Pfosten. Mit ein bißchen Starthilfe kann sie dann selber hochkraxeln. Nur tut sie das mit derartiger Leichtigkeit, dass es mich schon wundert, wie sie dies bringen kann, nachdem sie mehre Minuten in Todesangst unten rumhing und das Geländer ja immer noch ziemlich senkrecht nach unten zeigt. Es scheint ihr nicht mehr Mühe zu machen, als ausgeruht eine kurze Leiter hochzuklettern. Wahrscheinlich hat Sandra Bullock genau dies gemacht, doch sollte sie dies nicht so heraushängen lassen.
4) Wenn Justin schon gekotzt hat, so ist es doch ziemlich unwahrscheinlich, dass er sie einfach liegen läßt und Richard mit dem Spruch kommt, er könne sich nicht mehr daran erinnern. Das passt nicht zu seinem Profil.
PS : Auch wenn es zweimal zum Sex kommt, viel nackte Haut ist dabei nicht zu sehen. Noch nicht mal die Brüste oder ein knackiger Hintern werden einem geboten. Sandra Bullock hält sich mehr als bedeckt, aber auch Lisa und Richard tummeln sich unter der Decke.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-18 14:17:29 mit dem Titel Men in Black 2 - Die Rückkehr von K
Der Erfolg des ersten Teiles hat ja geradezu nach einer Fortsetzung geschrien, nun ist es endlich passiert.
Leider passiert in dem Sequel nicht wirklich mehr.
STORY :
Nachdem K (Tommy Lee Jones) in Rente gegangen ist, hat J (Will Smith) keinen ebenbürtigen Partner mehr bzw. er hält sich selber nun für den besten MIB-Agenten auf Gottes Erden und neutralisiert mit unschöner Regelmäßigkeit seine ihm zugeteilten Partner. Die Pathologin aus dem 1. Teil, die am Ende zu ihnen gestossen ist, ist zu ihren Leichen zurückgekehrt. (Wahrscheinlich konnte auch die ihn nicht mehr ertragen.) Jemand neutralisieren heißt, ihn (es scheinen nur männliche Agenten im Hauptquartier rumzuschwirren) zu blitzdingsen, damit seine Zeit bei MIB vergessen zu lassen und ihn wieder ein normales Leben führen zu lassen.
So komme ich gleich zum 1. Mangel dieser Geschichte :
Der Mangel an gutem Geschmack!
J weist den Burschen an, schnell zu heiraten und viele Kinder zu machen. Die Kellnerin, die gerade so rumsteht, wird ihm gleich angedeihen gelassen.
Der Bursche hat leider Jeff, einen riesigen Wurm, der im U-Bahn-Tunnelsystem wohnhaft ist und sich unerlaubt auf nicht vertragsmäßig zugesicherten Bahngleisen bewegt, falsch angepackt. Daher wurde er in der Luft herumgeschleudert und Jeff biß von einer U-Bahn ein ganzes Stück ab.
Den armen Insassen erteilt J nach dem Blitzdingsen erst einmal eine Strafpredigt, bevor er sie im 2. Anlauf ordnungsgemäß darauf hinweist, eben Erlebtes zu vergessen. Die Predigt hört sich an wie Eddy Murphy zu seinen schlechtesten Zeiten. Was soll an diesem Gezeter denn lustig sein?
Nun stellt sich die Frage, ob das alleine schon Grund genug ist, K sozusagen wiederzubeleben. Aber nein, er wird zum Retter der Menschheit stylisiert.
Da haben wir den Mangel an Einfallsreichtum! Ist doch klar, dass böse Aliens die Erde bedrohen und nur ein Mann das Ende der Welt abwenden kann und dieser natürlich unser allseits verehrter K ist.
K, der mittlerweile bei der Post angestellt ist, wird verlangt, da er, nicht wie vereinbart, vor 25 Jahren \"das Licht\" zu seinem Ursprungsplaneten zurückgeschickt hat und das böse Alien namens Serleena wieder da ist, um dieses \"Licht\" einzufordern. Sollte es nicht bald nach Hause geschickt werden, geht die Erde so oder so drauf.
Serleena sieht in ihrer wahren Gestalt wie eine kleine fleischfressende Pflanze aus und tarnt sich mit der Gestalt eines Dessousmodels (Lara Flynn Boyle), die meine Wenigkeit noch nicht einmal sonderlich erotisch findet. Es ist ziemlich offentsichtlich, dass sie einen Wonderbra anhat. Bei Bedarf wandelt sie ihre Finger in Ranken um, die sie durchaus zu verwenden vesteht. Ihr zur Seite steht ein Typ mit einem zweiten, weitaus kleinerem Kopf an einem langen dünnen 2. Hals. Der Typ ist so helle, seine Gehirnkapazität (zusammengenommen) reicht noch nicht einmal aus, um eine 5-Watt-Birne zum leuchten zu bringen.
Auf ihrer Suche bedrängt sie einen Pizzabäcker, der, bevor seine menschliche Hülle von Serleena zweigeteilt wird, offenbart, dass er durchaus weißt, um was es geht, aber lieber schweigend in den Tod geht. Dieser Überfall wird von seiner Gehilfin, einer Farbigen namens Laura, heimlich beobachtet. Sie wird von MIB befragt, wobei J mit F, einem sprechenden Mops, als ranghöchster Agent auftritt. Wie sollte es auch anders sein : J verguckt sich in die schokobraune Schönheit und steckt sein Blitzdingens weg, damit sie ihn nicht vergißt.
Wie sie ihn fragt, was mit dem Ding (zum Blitzdingsen) sei, da er es wieder unbenutzt wegpackt, antwortet er, sein Ding (ihr wißt schon, wo DAS hängt) werde er ihr das nächste Mal zeigen. .... Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass ich diesen Witz schon mal gehört habe. Wahrscheinlich müßte ich Ahnenforschung betreiben, um den Zeitpunkt des erstmaligen Verwendens aufzuspüren.
J erfährt vom Oberboß Z, dass K damals den Auftrag hatte, das besagte \"Licht\" zu verschicken und nur er wisse, wo es abgeblieben ist. Also auf nach Masaschuchetts, wo K als Kevin sein Dasein fristet.
J deckt auf, dass alle Postangestellten nette Aliens sind, wobei der, der in der Postverteileranlage sitzt und mit einem Dutzend Armen die Briefe in die verschiedenen Behälter schmeißt, mir am besten gefällt. Kevin wird mit so sinnigen Fragen im Stile von \"Du weißt, dass es da draußen außer uns noch etwas gibt. Folge mir, und du wirst zu diesem Glauben zurückfinden.\" in die Hauptzentrale gelockt. Dort angekommen läßt sich Kevin dazu breitschlagen, in dieses Ding zu gehen, das seine Erinnerungen wiedererwecken soll.
Just in diesem Augenblick schafft es Serleena, die Zentrale zu entern, wobei sie alle anwesenden Agenten alt aussehen läßt. Wirklich schade, dass diese ihr auch gar keine Gegenwehr bieten, sondern sich einfach fassungslos zur Seite schleudern lassen.
J und Kevin lassen sich rausspülen, wobei die Vorrichtung definitiv an eine überdimensionale Kloschüssel erinnert. Übers Internet finden sie heraus, dass ein Hehler so ein Dingens vorrätig hat. Sie suchen diesen auf und Kevin hockt sich in diese dilletantisch kopierte Maschine hinein und erhält einen Teil seiner Erinnerungen wieder.
Ein Auto haben sie immer zur Verfügung (mit dem bekannten Stern vorne auf der Kühlerhaube), da J so eine Ferbedienung hat. Dieses Auto ist echt der Kracher. Es gibt nicht nur einen Turbogang, nein, es läßt sich auch zu einem Raumgleiter umfunktionieren, wobei das herkömmliche Lenkrad in ein Gamepad ausgetauscht wird. Aber das Heißeste ist der Autopilot! Dort, wo normalerweise der Fahrer-Airbag ist, kommt ein Typ heraus, der so tut, als ob er das Auto lenken würde. So fährt das Auto sozusagen fahrerlos durch die Stadt zu J, der mittels Fernbedienung danach ruft.
Aber was ist ein Agent ohne Wumme? In der Wohnung, die K seinerzeit bewohnt hat, gibt es ein Hinterzimmer voller Kriegsspielzeug. Dass eine Familie mit einer jugendlichen Tochter dabei vor dem Fernseher hockt ist mittels Blitzdingens kein Problem.
Da taucht Mangel Nr. 1 wieder auf :
K weist die Familie an, sich in Zukunft in Liebe zu ergehen, J gibt einen drauf, indem er vorschlägt, das Kind so lange aufbleiben zu lassen wie es will und ihr alle Knabereien zu erlauben.
Es stellt sich heraus, dass K Vorkehrungen für den Fall, dass er wiedererweckt wird, getroffen hat. In einem Schließfach, das von einer kleinen knuddeligen Bevölkerung bewohnt ist, findet sich eine Uhr, die anzeigt, wieviele Minuten noch verbleiben, um die Katastrophe abzuwenden. Es handelt sich um schlappe 59 min.
K weist J darauf hin, dass es nicht nach den Vorschriften ist, eine Zeugin wissend zu lassen und vermutet folgerichtig, dass er verliebt sei. Doch diese aufkeimende Romanze hat keine Zukunft, da am Ende dieses Mädel das berühmte \"Licht\" ist. Warum es überhaupt so genannt wird, wird nicht erläutert. Es ist aber natürlich sonnenklar, dass es nach Hause geschickt wird und Serleena mittels einer Art Bazooka der Garaus gemacht wird. Es gibt ein schönes Feuerwerk und zum Abschluß zündet K mit der Freiheitsstatue ein Blitzlicht an. Somit wurde die gesamte Stadt geblitzdingst.
FAZIT :
Ich war schon ziemlch enttäuscht, da so keiner und nichts so gut ist wie beim 1. Mal. Irgendwie ergoß sich Will Smith nur so in Kalauer der übelsten Sorte und Tommy Lee Jones nur wenige Zeilen gehabt.
Die Aufregung über die Spezialeffekte hält sich ebenfalls in Grenzen, da sie nicht über Altbekanntes hinausgehen.
Es handelt sich nicht mehr und nicht weniger um einen Streifen, bei dem man sich das Popcorn reinziehen kann, ohne sich der Gefahr auszusetzen, sich erbrechen zu müssen.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-19 12:12:09 mit dem Titel Scooby Doo
Es handelt sich um die Realverfilmung einer Zeichentrickserie die aus dem Hause Hanna-Babera stammt. (Bekannt durch \"Fred Feuerstein\" .)
Die Mystery Inc. besteht aus 5 Freunden, die sich als Detektive um mysteriöse Fälle kümmern, die sie allesamt als Teiben reichlich menschlicher Bösewichte enttarnen.
Titelheld ist die große dänische Dogge Scooby Doo, die vollständig aus dem Computer kommt und zwar reden kann, aber nicht sonderlich helle ist. Er ist so verfressen, dass er für einen Scooby-Snack = ein Hundekeks zu jeder Schandtat bereit ist. Sein bester Freund und menschliches Pendant ist Shaggy Rogers (Matthew Lillard), ein schlacksiger gefräßiger langsam oder überhaupt nicht denkender junger Mann. Die sich für modebewußt haltende Zicke Daphne Blake gibt \"Buffy\" Sarah Michelle Gellar. Das Mädel kleidet sich immer in purpurne Gewänder, obwohl es sich um eine Herbstfarbe handelt und es gerade mal Mai ist (Zitat eines Möchtegern-Voodoopriesters). Da wären noch die auf intellektuell machende, recht intelligente Velma Dinkley (Linda Cardellini), die eigentliche Urheberin der Pläne, auf deren Erfolg der Erfolg der Mistery Inc. basiert. Sie wird aber mit schöner Regelmäßigkeit von Fred Jones (Freddie Prinze Jr.)um ihre Lorbeeren gebracht. Dieser Schönling sonnt sich so gerne im Rampenlicht, dass er den ganzen Ruhm für sich beansprucht, obwohl er scheinheilig von guter Teamarbeit redet.
Am Anfang des Filmes lösen die Freunde den Fall, indem sie ein angebliches Gespenst als den Hausmeister enttarnen, der Rache für den Korb, den Pamela Anderson (ich glaube, als sie selbst) ihm gegeben hat, nehmen wollte. In dessen Verlauf wurde Daphne mal wieder als Geisel genommen und musste gerettet werden. Shaggy und Scooby rannten wie üblich angsterfüllt ziemlich kopflos in der Gegend rum und Fred ist auch keine große Hilfe. Mehr aus Zufall schaffen sie es, den Hausmeister zu stellen. Da Fred es sich nicht nehmen läßt, sein Gesicht in die Kameras zu halten, entschließt sich Velma, auszusteigen. Aber auch Daphne hat keinen Bock mehr und Fred muß auch noch nachziehen. So bricht die Gruppe auseinander und nur Scooby und Shaggy bleiben zusammen.
Zwei Jahre später erhalten alle ehemaligen Mitglieder der Mystery Inc. getrennt voneinander von Emile Mondavarious (\"Mr. Bean\" Rowan Atkinson) den Auftrag, auf Spooky Island zu kommen, da er sich Sorgen um die Besucher seines Themenparkes macht. Die jungen Leute kommen dorthin, um sich spaßeshalber gruseln zu lassen, verlassen die Insel aber als eine Art Zombie.
Die 5 versuchen erst einmal, jeder selbst auf eigene Faust hinter den finsteren Machenschaften zu kommen, erkennen aber bald, dass sie nur zusammen den Fall lösen können.
So, nun genug des Vorgeplänkels, jetzt fange ich an, den Film auseinanderzunehmen. Wer ein hochgradiger Fan dieser Zeichentrickserie oder von einem der bekannteren Hauptdarstellern ist oder sich lieber selbst ein Bild machen will, der sollte lieber nicht weiterlesen.
Scooby Doo
stammt wie gesagt aus dem Computer und ist tricktechnisch gesehen wirklich sehr gelungen. Doch ist er halt ein Hund und nicht mit sonderlichen intellektuellen Fähigkeiten ausgestattet.
Shaggy
wurde optimals von Lillards verkörpert. Ich habe in früher die Serie sehr wohl gesehen und finde, er macht die Sache sehr gut. Shaggy trifft auf dem Hinflug auf die süße Mary-Jane, die auf Hundehaare allergisch reagiert. So wird Scooby kurzerhand umquartiert. Als dieser später herausfindet, dass MJ auch ein Monster ist, glaubt ihm Shaggy nicht und prügelt sich mit ihm. Aber alles geht gut aus und die alle drei kommen glücklich wieder zusammen.
Wie sie in die Festung eindringen, die sich als stillgelegte Geisterbahn entpuppt, kommen sie auf eine festlich gedeckte Tafel. Bevor sie sich aber darauf stürzen können, entwickelt diese ein Eigenleben - nachdem der Strom eingeschaltet worden ist. Natürlich handelt es sich um Plastikdekor, das durch Hebel in Bewegung gebracht wird. Ich denke, jeder, der schon mal in einer Geisterbahn oder überhaupt einem Themenpark war, wird schon bei dem 1. Anblick der Tafel auf des Rätsels Lösung gekommen sein!
Velma
wurde in der Vergangenheit von den anderen unterdrückt, auf Spooky Island aber kann sie ihr Köpfchen brillieren lassen und findet auch ihr persönliches Glück, das ich ihr von Herzen gönne. Nur weil das Mädchen etwas pummelig ist und eine dicke Brille auf der Nase hat, wurde sie bis dahin für nicht attraktiv gehalten.
Daphne
ist es leid, entführt und gerettet zu werden. Daher hat sie sich in den zwei Jahren in eine \"Kampfmaschine\" verwandeln lassen. Buffy grüßt! Dadurch ist es ihr möglich, im Finale gegen einen Wrestler zu bestehen und diesen dazu zu zwingen, zuzugeben, dass er und nicht sie diesmal das dumme Huhn ist. (Kein sehenswerter Kampf, aber was kann man schon von einem Wrestler erwarten?) Daphne ist eine wirklich dumme Pute, die nur rumzickt. Richtig unangenehm. Also eine denkbar schlechte Aufgabe für Ms. Gellar, die Interviews zufolge diese Aufgabe freudigst angenommen hat, da sie und ihr Liebster Freddie Prinze Jr. von Kindesbeinen an große Fans der Serie sind. Auch haben sie sich darüber gefreut, mal wieder zusammen vor der Kamera zu stehen.
Fred
ist ein aufgeblasener Angeber, der andauern sein übergroßes Ego pflegt. Am Ende kann er sich dazu hinreißen, zu erwähnen, dass Velma alles viel besser erklären könne und sie hat endlich ihren lang ersehnten 1. großen Auftritt.
Ich halte Prinze Jr. für keinen begnadeten Schauspieler und finde, er hat noch nie viel Charakter in die von ihm gemimten Figuren gebracht. Es könnte durchaus davon rühren, dass die Figuren, die er bis dato verkörpert hat, auch extrem flach konzipiert sind, sodass sie für eine Psychostudie untauglich wären, doch macht das die Sache auch nicht besser.
Fred und Daphne fallen sich am Ende in die Arme und knutschen rum. Irgenwie muß ich irgendwas verpasst haben, ich kann nicht sagen, wann und wo und zu welchem Zeitpunkt irgenwas in der Luft lag, das diesen Schluß nahegelegt haben könnte. Keine begehrlichen oder zumindest fragenden Blicke, keine zufälligen Berührungen, die die Leidenschaft entfacht haben könnten oder Frotzeleien, die zu mehr führen könnten ... Wer meint, doch etwas derartiges entdecken zu können, soll mir Bescheid geben und mich aufklären.
\"Mr. Bean\" kommt schrullig daher, doch witzig fand ich ihn noch nie, auch hier nicht. Wer ihn trotzdem mag, soll mir verzeihen.
Es stellt sich heraus, dass eine Mondavarious-Kopie hinter allem steckt. Um an die Macht über die ganze Erde zu kommen - wenn schon, dann alles und jeden - werden die Besucher von Monstern in Besitz genommen, die an zu groß geratene Gremlins erinnern. Der Mensch selber wird aus seinem Körper herausgesaugt und verbleibt als Protoplasmakopf, der in einem Becken zwischengelagert wird. Nach einem Dämonritus, der auf einem gleichnamigen dreieckigen okkulten Gegenstand mit alten Schriftzeichen steht, muß der Bösewicht die Seelen plus einer reinen Seele aufnehmen und hat es dann geschafft. Um die ausgewählte reine Seele handelt es sich um keinen Geringeren als Scooby. Zufällig stößt Shaggy auf der Suche nach Scooby (die berühmte Frage \"Scooby, wo bist du?\" stellend) auf das Becken und fischt seine Freunde heraus. Velma entdeckt, dass das Monster, wenn irgendein Protoplasmakopf in den besetzten Körper fährt, herausgedrängt wird und bei Einwirkung von Sonnenlicht explodiert. Die Freunde schaffen es nicht auf Anhieb, in ihren eigenen Körper zu fahren, was durchaus witzig anzusehen ist, nur hätte es nicht gebraucht, dass sie es erst nach ca. einem halben Dutzend Versuchen gebacken gekriegt haben.
Beim großen Showdown wurden die Rechner noch mal auf höchste Stufe gefahren, denn hinter der Mondavarious-Kopie steckt der kleine Klopper (ich bin mir nicht sicher, ob ich seinen Namen richtig geschrieben habe, wird jedenfalls so oder so ähnlich ausgesprochen), ein Hund, von dem Velma behauptet, er sähe zwar wie ein Welpe aus, aber das läge daran, dass er ein Drüsenproblem habe. Er ist verdammt wütend auf die 5 Freunde, da sie ihn rausgeschmissen haben, weil er alle genervt hat und auf Daphne uriniert hat, obwohl ausgemacht war, dass er dies zu unterlassen hat. Er schafft es nicht, Scooby sich einzuverleiben, bläht sich aber nach dem Genuß von ein paar Dutzend Seelen zu einem Monsterhund auf, dem zuletzt mit einem Piekser die Luft herausgelassen wird. Es gehen auch alle Monster drauf, wobei ich mich frage, warum sie den Dämonritus am hellichten Tage durchgeführt haben, macht man denn sowas nicht traditionell um Mitternacht zur Geisterstunde?
Ich meinte mich an eine Extra-Auskopplung der Zeichentrickreihe erinnern zu können, in der Scooby einen kleinen Neffen hat, der bewundernd auf hin hinaufschaut. Dieser Welpe sah wie Klopper aus. Dieser ist auch hier definitiv mit ihm verwandt, aber nicht gut auf ihn zu sprechen.
FAZIT :
Die Tricktechnik ist große Klasse, zumindest die Hälfte der Schauspieler ist überzeugend, die Story aber ist lausig und die Gags abgelutscht, heißt vorausschaubar und mit ellenlangem Bart. Daher gibt es von mir nur die Note 4.
PS :
Hier noch die Liste mit den Gags, die ja alle nicht so der Brüller sind.
Shaggy und Scooby fangen nach einem Freßgelage an, sich im Rüpsen zu übertrumpfen. Shaggy setzt noch einen drauf und regt einen Furzwettbewerb an, den er haushoch gewinnt. Irgendwann kommt Daphne dazu, steht hinter ihm und zieht sich naserümpfend die Furze rein.
Shaggy fordert Scooby auf, ein Glas extrascharfer Pepperonischoten zu kippen. Dieser macht es und raucht aus dem Maul. Ein Krug Wasser nachgeschüttet und durch Ketchup, das Shaggy ihm auf die Zunge spritzt, gerettet. Da das ein geiles Erlebnis sei, greifen sich beide je ein frisches Glas. Man sieht, wie aus dem Fenster dicker Rauch aufsteigt.
Daphne ärgert Velma, indem sie ihr die Brille von der Nase reißt ("Wer ist jetzt hilflos?"). Velma verliert sofort ihre Sehkraft und die Orientierung und greift Fred an die Gurgel - der einen ganzen Meter neben ihr stand und sich bis dahin um keinen Zentimeter bewegt hat.
Im Chaos im Finale verliert sie ihre Brille. Natürlich wird diese ihr von einem Monster gereicht und sie rennt schreiend weg.
Weil im Flugzeug keine größeren Hunde (auf einem Arm tragbar ist glaube ich die Grenze) erlaubt sind, hat Shaggy Scooby mit einem Kleid und einem Hut ausgestattet und stellt sie Fred als seine Großmutter vor, nachdem dieser gefragt hat, wer denn die häßliche Alte sei. Die anderen meinten dazu, keiner wäre so blöd, nicht zu erkennen, dass es sich um einen verkleideten Hund handelt.
Daphne lauert einem Möchtegern-Voodoopriester auf, dem sie vorwirft, etwas mit den mysteriösen Vorkommnisen zu tun zu haben. Er streitet dies ab und warnt sie davor, die Festung zu betreten. Daphne schmeißt ihre Denkmaschine an und siniert darüber, ob er ihr sagen will, sie solle dort hingehen oder sie solle es nicht oder ob er wolle, sie gehe nicht, obwohl sie es sollte usw. und so fort.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-26 11:30:23 mit dem Titel Lilo und Stitch - Ein ungewöhnlicher Disney-Film
Bei den Hauptfiguren handelt es sich um die kleine Hawaiianerin Lilo, die von ihrer großen Schwester Nani aufgezogen wird, nachdem ihre Eltern bei einem Sturm autogefahren sind = tot und dem eigentlich böse konzipierten Außerirdischen Stitch. Diesmal sehen die Menschen auch wirklich wie Menschen aus :
- die Kinder erinnern an Zwerge, klein und pummelig, aber nicht süß wie Neugeborene, sehen alle fast gleich aus
- die Hawaiianer haben alle eine recht große Knollennase und sind eher stämmig gebaut
- die älteren Männer sehen wie Fässer auf zwei Beinen aus (das ist wirklich realistisch, kenne ich aus Dokumentarfilmen)
- Nani hat recht kleine Brüste und ein paar richtig stämmige Beine, sieht man deutlich, als sie mit einem Zweiteiler, der aus Badehose und einer Art Top besteht (ich weiß den korregten Ausdruck nicht), surfen geht
Nani hat Probleme mit der Erziehung von Lilo. Diese trauert noch um ihre Eltern und will nicht auf Nani hören. Immer wieder greift sie die Kinder in ihrer Hula-Tanzgruppe an. Sie beißt der einen sogar in den Arm.
Das Jugendamt schickt ihren besten Mann für besondere Fälle, Mr. Bubbles, der bereits auf den 1. Blick wie ein CIA-Agent aussieht, der er auch gewesen ist. Er soll überprüfen, ob Nani sich als Mutter eignet. Das tut sie allem Anschein nach nicht. Sie hat es auch noch nicht geschafft, einen Job längere Zeit zu behalten.
Um Lilo eine Freude zu machen, darf diese sich im Tierheim einen Hund aussuchen. Sie entscheidet sich mangels Auswahl für den blauen Außerirdischen . (Die übrigen Tiere hatten sich aus Angst verdrückt.) Er ist geflohen, als er als Experiment 626 vom verrückten Professor Jumba vernichtet werden soll. Um irdischer auszusehen verbirgt er ein 2. Paar Arme und seine Stacheln auf dem Rücken.
Aber wie sehr er sich auch bemüht, Stitch sieht in keiner Sekunde des Filmes fürchterregend aus. In meinen Augen ein Manko, denn er erinnert an E.T., ist aber nicht so häßlich wie dieser, also auch \"realitätsferner\".
Aus irgendwelchen Gründen auch immer (ich kann mir keinen logischen, vernünftigen denken) wird der besagte Jumba mit Pikli, einem schmächtigen, einäugigen Männchen als Aufpasser, zur Erde geschickt, um den Flüchtling zu holen.
Naja, auf alle Fälle geht alles gut aus :
- zu Lilo, Nani und Stitch kommt David dazu, der Nanis Zuneigung erringt
- Jumba ist gar nicht so böse und wohnt fortan mit Pikli bei Bubbles, da die außerirdische Königin aus lauter Liebenswürdigkeit diese auf die Erde ins Exil schickt
Die Probleme, die Nani und Lilo haben, werden heruntergespielt und eigentlich gar nicht gelöst. Es könnte der Eindruck entstehen, es sei ausreichend, einen Außerirdischen zu finden, um alle menschlichen Sorgen verpuffen zu lassen.
Die Animationen sind natürlich von überdurchschnittlicher Qualität, doch das ist bei Disney-Filmen Standard, also kein Grund für die Aufwertung des Inhaltes.
Daher gibt es von mir als Gesamtnote eine 3.
Ich gebe zu, dass ich keine rechte Lust hatte, in diesen Film zu gehen und sozusagen genötigt wurde. Ich bin also mit einer negativen Grundeinstellung hineingegangen, die ich als bestätigt ansehe.
PS :
Es kommt im ganzen Film keine einzige Figur aus anderen Disney-Filmen vor, obwohl das Werbeplakat genau dies suggeriert hat!
Als Vorlage diente eine Kurzgeschichte von Stephen King. Die ganzen Schockelemente, die das Buch beinhaltet, fehlen so gut wie ganz. Insbesondere die sexuellen Aspekte wurden im Buch sehr drastisch und provokant geschildert. Gott sei dank wurde im Film davon Abstand gehalten. Dadurch und durch die ausgezeichneten Schauspieler wandelte sich eine Horrorgeschichte in einen beklemmenten Psycho-Thriller der leisen, aber nicht minder gefährlichen Art.
Ich erzähle hier die Geschichte, ohne die Namen der Figuren zu nennen, da ich denke, dass JEDER (zumindest in seinen schwachen Momenten) den Versuchungen der Macht erliegen kann.
STORY :
Es war einmal ein 16jähriger, hervorragender Schüler, dessen stärktes Fach Geschichte ist. Er entdeckt, dass ein alter Mann aus seiner Nachbarschaft unter einem falschen Namen lebt und in Wirklichkeit ein Nazi-Verbrecher ist.
Ob es realistisch ist, dass er nicht nur eine Akte mit Bildern und Namen zusammenstellen kann, sondern auch noch über die Fingerabdrücke des Alten verfügt, sei dahingestellt.
Er konfrontiert den Alten mit der Wahrheit. Dieser weigert sich zuerst, diese gelten zu lassen und will die Polizei rufen. Er ist aber nicht in der Lage, diesen Anruf zu tätigen. Der Junge hat also recht und gewonnen. Er erpreßt den Alten, indem er diesen zwingt, sich zu erinnern und alles zu erzählen, jede Grausamkeit in allen Einzelheiten. Als er wissen will, was das für ein Gefühl war, erhält er keine Antwort.
Da er von den Geschichten total fasziniert ist, verbringt er so gut wie jeden Abend bei dem Alten und vernachlässigt die Schule und seine Freunde.
Seinen Eltern fällt auf, dass er immer beim Alten rumhängt. Er erzählt denen, dass er dem Alten vorlesen würde, da dieser nicht mehr so gut sehen könne, trotz Brille. Sie bestehen darauf, dass er den Alten mal zu ihnen einlädt, damit sie selber ein Bild von ihm machen können. Es stellt sich heraus, dass der Alte ein sehr charmanter Unterhaltungskünstler ist und die Zweifel seiner Eltern und Großeltern zerstreunen kann.
Der Junge ersteht eine SS-Uniform, die er dem Alten
aufzwingt. Erst widerwillig, aber mit immer mehr Selbstverständlichkeit, marschiert der Alte vor dem Jungen auf und ab. Am Ende muß der Junge ihn sogar lauthals bremsen. Beide sind etwas erschreckt.
Da der Junge sich gar nicht mehr konzentrieren kann, kommt es soweit, dass er in allen Fächern von \"A\" (= 1) auf \"D\" oder noch schlechter abrutscht. Darum wird ihm von seinem Vertrauenslehrer, dem er gar nichts anvertraut, ein Brief an seine Eltern mitgegeben. Er vertraut sich dem Alten an und wirft diesem vor, dass dieser Schuld daran trage. Der Alte erfährt, dass der Vertrauenslehrer die Eltern nie gesehen hat. Zu der großen Überraschung des Jungen sitzt bald darauf der Alte als sein Großvater beim Vertrauenslehrer und erzählt dem das Märchen von dem schlagenden Vater und der trinkenden Mutter. Solche Geschichten kennt man ja zur Genüge. Der Vertrauenslehrer hat auch gerade erst eine häßliche Scheidung über die Bühne gebracht und hat daher viel Verständnis für die prekäre Situation des Jungen. Er schlägt dem Jungen einen Deal vor : In 3 1/2 Wochen sind die Prüfungen, wenn der Junge überall mindestens ein \"B\" schafft, setzt er sich dafür ein, dass alle bisher geschriebenen schlechten Noten gestrichen werden und der Junge mit den guten Noten ins Examen eingereicht wird. (Ich denke, es handelt sich um den College-Abschluß.) Dem Jungen bleibt nichts anderes übrig, als einzuwilligen.
Nach dem Motto \"Eine Hand wäscht die andere.\" denkt der Junge, sie wären jetzt quitt, der Alte meint aber dazu, dass er die Geschichte zwischen ihnen beiden aufgeschrieben hat und sie in einem Banktresor unter Verschluß hält. Sollte er sterben, wird das Schließfach geöffnet und der Inhalt wird das Licht der Welt erblicken. Er weist den Jungen darauf hin, dass er selber sich sehr gut verstellen kann und in dem Fall, dass der Junge mit der wahren Identität des Alten an die Öffentlichkeit geht, diesen mit ins Verderben reißen werde. Damit haben beide etwas gegen den anderen in der Hand.
Aus irgendeinem Anfall heraus packt der Junge die Akte über den Alten aus seiner Truhe und schmeißt sie in den Müll.
Der Junge schafft es, seinen Teil des Deales mit dem Vertrauenslehrer zu erfüllen und dieser hält sein Versprechen ein. Er schafft damit einen guten Abschluß. Es scheint, als ob sein Leben wieder in geordnete Bahnen verlaufen würde.
In der Zwischenzeit sieht man, wie der Alte die SS-Uniform anzieht und liebevoll darüberstreicht. Auch schnappt er sich eine Katze, um sie in den mit Gas betriebenen Backofen zu stecken. Vorerst entkommt sie.
Auf der Entlassungsfeier des Jungen spricht der Vertrauenslehrer die Eltern an und muß erfahren, dass der Großvater weit weg wohnt und im Rollstuhl sitzt, also auf gar keinen Fall derjenige sein kann, der sich ihm als Großvater vorgestellt hat. Der Junge schafft es, ihn abzuwimmeln und die Eltern dazu zu bewegen, gleich nach dem offizielen Teil nach Hause zu gehen.
Eines Abends wirft dem Alten im Bus ein heruntergekommener Mann unverschämte, wissende Blicke zu und folgt ihm, als der Alte aussteigt. Es stellt sich heraus, dass der Penner denkt, dass der Alte mit dem Jungen sexuelle Spiele treiben würde. Der Penner bietet sich selbst als Spielgefährten an, wenn er nur vorher was zu trinken und hinterher etwas Geld bekäme. Der Alte nimmt ihn mit, aber wie der Penner angetrunken am Tisch sitz, rammt ihm der Alte ein Stilett, dass er zum Flaschenöffnen benutzt, in den Rücken. Er wirft den Penner die Kellertreppe hinunter. Bevor er den mit einem Hammer den Rest geben kann, erleidet er einen Herzinfarkt. Er ruft den Jungen an, der den Rest für ihn erledigen soll. Seinen Eltern soll er sagen, es wäre ein wichtiger Brief eingetroffen und der Alte würde daher dringend seine Hilfe brauchen. Der Junge kommt an und wird im Keller eingeschlossen, damit er sich gezwungen sieht, aufzuräumen. Es stellt sich heraus, dass der Penner noch lebt, wird aber von dem Jungen mit einer Schaufel erschlagen. Anschließend läßt der Alte den Jungen raus und dieser zieht sich und den Alten um und entfernt alle rumliegenden Beweise, bevor er den Krankenwagen ruft.
Der Alte überlebt und beichtet dem Jungen, dass gar kein Schließfach existiere. Er ist der Meinung, dass sie jetzt wirklich quitt sind. Die letzten Worte, die er an den Jungen richtet, ist die Frage, was das für ein Gefühl war. Auch er erhält keine Antwort.
Nachdem der Alte eingeschlafen ist, geht der Junge. Der Bettnachbar des Alten entdeckt, dass es sich um seinen ehemaligen Peiniger handelt. Man sieht in eine Kameraeinstellung den vernarbten linken Arm des Juden, ich glaube, auch eine tätowierte Zahl gesehen zu haben. Als der Alte wieder aufwacht, wird er verhaftet. Er verbleibt noch einige Zeit im Krankenhaus und soll nach Israel übergeführt werden.
Der Junge behauptet, von nichts eine Ahnung gehabt zu haben und auch der Alte schweigt.
Der Vertrauenslehrer will die Eltern des Jungen aufsuchen, findet aber nur den Jungen vor. Dieser will nicht mit ihm sprechen, da wird ihm die Zeitung mit dem Bild des Alten unter die Nase gehalten. Derartig in die Enge getrieben, läßt der Junge alle Skrupel sausen und droht dem Lehrer, er würde behaupten, der Lehrer hätte seine Noten nach oben hin verschönern lassen, weil er dem Lehrer sexuell zu Willen gewesen war. Die Aufregung, die er dadurch verursachen würde, würde es dem Lehrer sehr schwer machen, normal weiterzuleben.
Zur gleichen Zeit begeht der Alte Selbstmord, indem er in einem unbeobachteten Augenblick kräftig in seine Kanüle pustet. Er stirbt an einer Luftembolie.
Damit hat also eindeutig das Böse gewonnen. Der Alte hat sich seiner Bestrafung entziehen können und der Junge hat seine schwarze Seele preisgegeben.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-04 16:30:11 mit dem Titel Mord nach Plan
Alle, die noch vorhaben, dort reinzugehen, sollten sich erst gut überlegen, ob sie meinen Bericht lesen wollen, da ich die GANZE Geschichte hier zum Besten geben werde - von wegen Spoiler und so!
Meine unmittelbaren Kommentare sind in Klammern gesetzt.
STORY :
In der 1. Szene fährt die Kamera über das schäumende Meer und der rauhen Küste entlang, bis sie bei einer verfallenen Hütte hängenbleibt. In dieser befinden sich zwei Personen. Ein genauer Blick auf diese bleibt einem aber verwehrt. Man hört ihre Stimmen und ein Teil ihres Gesprächs, an dessen Ende ein Schuß durchs Haus hallt. Was genau geschehen ist, bleibt (zu diesem Zeitpunkt) ungewiß.
Szenenwechsel :
Im Unterricht an der Highschool hält der intelligente, aber eher schüchterende und nicht sonderlich gut aussehende Justin Pendleton (Michael Pitt) einen Vortrag über die Freiheit. Es hört ihm keiner so richtig zu und den Gesichtern nach zu urteilen, kapiert auch keiner, wovon er eigentlich redet. Richard Haywood (Ryan Gosling) ist der einzige, der sich meldet und ihn vor der Klasse lächerlich macht.
Richard ist reich, so daß er sich in schicke Designer-Klamotten in Schale schmeißen kann, charmant und gutaussehend.
(Hätte ich nicht schon gesessen, mir wären jedesmal, wenn er sein umwerfendes herausforderndes Grinsen angeschmissen hat, die Beine weggeknickt! Uh, gefährlich, aber sehr reizvoll und dem Burschen ist das sehr wohl bewußt!)
Die nächste Szene spielt in dieser Bruchbude. Justin wird von Richard angegriffen, der ihn am Hals packt und damit droht, Justin umzubringen und das dann als Selbstmord aussehen zu lassen. Justin weist Richard darauf hin, dass er nicht davonkommen wird, da die Gerichtsmedizin so viele Fortschritte gemacht hat, dass sie selbst auf der Haut Fingerabdrücke nehmen können und Richard bei seiner Attacke garantiert Faser und Haare auf Justin übertragen hätte, die sich alle klassifizieren lassen und letzten Endes ihn überführen werden.
Es stellt sich heraus, dass diese Art \"Gespräche\" schon öfters geführt worden sind. Beide fühlen sich ihren Mitmenschen überlegen. Richard möchte Justins Philosophie, nach der man nur wirklich frei ist, wenn man einen Mord begeht und es schafft, ungeschoren davonzukommen, ungedingt in die Tat umsetzen.
Im Wald :
Detectiv Cassie Mayweather (Sandra Bullock) und ihr neuer Partner Sam Kennedy (Ben Chaplin), der soeben vom Sittenderzenat zum Mordderzenat übergewechselt ist, betreten den Tatort. Sie ist als \"Hyäne\" verrufen und fängt gleich an, auf ihm herumzuhacken.
Bei der Leiche, die ihn einer Platikfolie eingewickelt ist, handelt es sich um eine junge Frau. Ihre Augen sind geöffnet, man sieht in ihnen die Punktblutungen, die auf einen Tod durch Ersticken hinweisen. Am Hals befinden sich Würgemale. Es fehlt ihr der eine Ringfinger (Man sieht die gräulich verfärbte Hand mit dem blutigen Stumpf) und am Oberkörper sind Einstiche zu sehen, die, wie Sam bemerkt, postmortal (= nach dem Eintritt des Todes) zugefügt worden sind, da diese Wunden keinen Blutaustritt zur Folge hatten. Das Opfer kann nicht hier getötet worden sein, da sie eine Platzwunde am Kopf aufweist und viel mehr Blut ausgetreten sein muß, als vorgefunden wurde.
(Wo bleibt der Gerichtsmediziner? An jedem anderen Tatort wird es tunlichst unterlassen, diesen dadurch zu verärgern, dass man in seinem Handwerk herumpfuscht! Schließlich muß man ihn bei Laune halten, damit die Obduktion schnellstmöglich erledigt wird. Woher will Frau Detectiv eigentlich vom bloßen Ansehen der Leiche so genau wissen, dass alle ihre Schlußfolgerungen richtig sind?)
In der Nähe des Tatortes finden sich ein Stiefelabdruck und ein Klecks Erbrochenes. Auf der Leiche finden sich einige Faser. Diese werden bei der Kamerafahrt über die (unbeschädigte) Haut des Opfers im Zoom gezeigt.
(Da von vornherein klar war, dass die beiden Jungen den Mord begangen haben, liegt natürlich auf der Hand, dass diese Fasern nur zu einer falschen Spur führen können.)
Sam bringt Cassie nach Hause zu ihrem Hausboot und fragt sie, wie sie zu ihrem Spitznamen gekommen ist. Sie erzählt ihm, dass weibliche Hyänen einen Scheinpenis besitzen, geht aber nicht näher darauf ein, sondern macht Witze darüber. Etwas verwirrt zieht er von dannen.
Sie sieht ihre Post durch und hält einen Brief in der Hand, der sie bittet, vor dem Berufungskomitee im Fall Carl Hudson (Entschuldigt bitte, wenn mich bei seinem Nachnamen die Erinnerung trügt. Ich sollte mir nächstes Mal gleich danach Notizen machen!) eine Stellungsnahme zu machen.
Es handelt sich um einen Ruf aus ihrer dunklen Vergangenheit. Ich greife der Handlung vor, um den Zusammenhang herzustellen.
Es war einmal ein junges Mädchen, das sich in den Star der Schule verliebt hat diesen tollen jungen Mann mit 16 geheiratet hat. Mit 17 wurde ihr der erste Zahn ausgeschlagen, mit 18 hatte sie dann genug und hat ihre Sachen gepackt. Ihr Mann wollte sie aber nicht gehen lassen und hat stattdessen 17mal auf sie eingestochen. Davon hat Cassie noch immer die Narben, aber ihren alten Namen hat sie abgelegt und sie versucht seit Jahren, sich einzureden, dass das Mädchen damals gestorben sei und sie als Cassie Mayweather ein neues Leben angefangen hätte, doch muß sie letzten Endes erkennen, dass sie ihre Vergangenheit nie losgeworden ist, da sie sich zu schützen versucht, indem sie seitdem nie wieder jemanden in ihre Nähe gelassen hat, aber sehr darunter leidet.
Die Erinnerungen werfen sie soweit aus der Bahn, dass sie sich betrinkt und sich an Sam heranschmeißt, der sich diesem One-Night-Stand mit ihr leistet. Dabei verkrampft sie sich, als er ihr unter das T-Shirt greifen will. Es stellt sich später heraus, dass sie dort ihre Narben hat.
(Warum sie das macht, scheint klar zu sein, aber warum macht er mit? Ich habe keinen begehrlichen Blick von ihm bemerkt. Auch ist meiner Meinung nach nie so richtig der berühmte Funke übergesprungen. Selbst in der heißesten Phase ihrer Liebesnacht erschienen sie mir etwas unkonzentriert und uninspiriert.
Ich finde, in der heutigen Zeit sollte darauf hingewiesen werden, dass man bei solchen Gelegenheiten ein Kondom benutzen sollte.)
Die beiden Jungen haben ihren Mord schon um Monate voraus geplant gehabt. Die Spur, die sie gelegt haben, führt zum Hausmeister der Schule, Ray (Chris Penn), der hinter seinem verlottertem Haus Hanf anpflanzt und den Schülern (sogenannte weiche) Drogen verkauft. Der Mann steht auf Sado-Maso und hat eine entsprechende Videosammlung aufzuweisen. Wie die Polizei in der Schule auftaucht, taucht er unter, da er annihmt, es ginge um seine Dealerei. Die Polizei hält ihn für den Hauptverdächtigen. Der Plan der wahren Mörder ist somit aufgegangen. Ray wird von Richard in seinem Versteck aufgesucht und erschossen. Es wird ein Selbstmord angenommen. Da Sam die Indizien zusammengeführt hat, wurde ihm der Fall übertragen. Cassie will nicht an diese einfache Lösung glauben. Als sie ums Haus schleicht (gibt vor, auf die Toilette zu gehen), hört sie aus einem Abstellraum ein Geräusch. Sie geht diesem nach und wird vom darin befindlichen Pavian in den rechten Unterarm gebissen. Notarzt-Einsatz und Krankenhausaufenthalt.
Der Pavian passt insofern ins Bild, da am Tatort ein Pavianhaar gefunden wurde. Die Akte wird geschlossen.
Cassie gibt aber nicht auf und beschattet Richard auf eigene Faust. Sowohl Richard als auch Justin wurden vorher befragt. Es wurde aber von ihnen so arrangiert, da der Stiefelabdruck zu Richards Stiefel gehören, die er vor 3 Wochen als gestohlen gemeldet hat. Sie wollen sich damit beweisen, dass sie der Polizei überlegen sind. Richard hat das Gespräch mit Cassie aufgenommen und findet, dass er eine einfach supergute Performance hingelegt hat. Justin hat einfach seine Freundschaft zu Richard geleugnet.
Cassie hört trotzdem auf ihr Gefühl (mehr ist es auch nicht) und erwischt Richard, der Justin seinen Arm freundschaftlich umlegt. Auf Kamera gebannt, will sie Sam kontaktieren. Plötzlich steht Richard neben ihrem Wagen und provoziert sie, indem er sich an sie heranzumachen versucht und anfängt, sie zu begrapschen. Er schafft es, dass sie ihm die Tür an den Kopf knallt.
Als sie bei Sam klingelt, macht dieser entnervt auf und läßt sich von ihr breitschlagen, den Fall noch nicht vollständig abzuschließen. Cassie muß erfahren, dass Richard zu Papa gelaufen ist und dieser dann den Polizeichef angerufen hat, um Beschwerde einzulegen.
(Ob das zwischen Sam und Cassie Liebe ist, vermag ich nicht zu sagen.)
Sie haben etwas gegen den Jungs in der Hand, als Sam es schafft, dass ihre Mitschülerin Lisa sich ihm gegenüber öffnet. (Man erfährt nicht, wie.) Lisa hat sich an Justin herangemacht, damit dieser ihr Nachhilfeunterricht gibt und hat sich zwischenzeitlich ernsthaft in ihn verliebt. Das hinderte sie aber nicht daran, sich von Richard verführen zu lassen und mit ihm ins Bett zu gehen. Richard hat dies aus voller Absicht getan und hat es aufgenommen, um Justin zu zeigen, dass nur er sich wirklich für ihn interessiere. Justin ist tief verletzt.
Darauf hin werden die Beiden getrennt verhört. Sam sitzt Richard gegenüber und Cassie Justin. Justin wankt selbst dann nicht, als Cassie ihn mit dem Erbrochenen konfrontiert, das zeigt, dass er ein schlechtes Gewissen hatte und deshalb nicht frei ist. Von Richard könne er keine Hilfe erwarten. Sie denke, dass Richard derjenige war, der das Opfer getötet hat. Justin war ihrer Meinung nach für die Präsentation am Fundort zuständig. Er soll bereits zu diesem Zeitpunkt ein schlechtes Gewissen gehabt haben und nicht in der Lage gewesen sein, den Schraubenzieher in die Leiche zu rammen. Justin hätte noch das Leben vor sich, wenn er Richard verpfeift, da dieser in die Gaskammer wandert, Justin sich aber Strafmilderung verschaffen kann.
Sam dagegen versucht Richard weißzumachen, dass Justin bereits geredet habe, wegen Lisa. Richard läßt sich dadurch verunsichern, doch bevor er sich belasten kann, schneit sein Anwalt herein und boxt ihn raus.
Trotzdem ist Richard überzeugt davon, dass Justin im seinen kleinen Streich übel genommen hat und macht mit dem Staatsanwalt einen Deal aus. Er bestellt Justin zu der Steilküste und man sieht die ausführliche Version der 1. Szene. Richard hat 2 Pistolen mitgebracht und es war vorher abgesprochen worden, dass sie im Falle einer Entdeckung gemeintschaftlich Selbstmord begehen werden. Wie sie dort knien, nimmt Justin die Pistole von seiner Stirn und schießt stattdessen in die Luft. Richard hat gar nicht erst abgedrückt, sondern darauf gewartet, dass Justin sich erschießt. Justin zwingt ihn dazu, die leere Trommel herzuzeigen.
Cassie hat von Lisa von diesem Treffen erfahren und taucht auf, bevor Justin Richard aus Rache erschießen kann. Justin ergibt sich und läuft auf ihre Seite. Dabei verdeckt er ihr die freie Schußlinie. Richard nutzt diesen Augenblick und schnappt sich die von Justin fallengelassen Pistole. Der Schuß trifft Justin in den Arm. Cassie jagt Richard hinterher (und ich frage mich, wieviele Patronen in so eine Handfeuerwaffe denn passen) und als er keine Patronen mehr hat, lockt er sie auf den verotteten Holz-Balkon. Dort versucht er, sie zu erwürgen. Cassie schafft es aber, das Geländer wegzutreten und Richard fällt in die Tiefe. Sie bleibt am Geländer hängen und Justin kommt ihr zu Hilfe. Sie verspricht, dass er relativ ungeschoren davonkommen werde.
Aber zu früh gefreut, denn als sie sich die Würgemale an ihrem Hals im Spiegel anschaut, entdeckt sie, dass Richards Ring einen Abdruck hinterlassen hat, an der Leiche aber kein solcher Abdruck zu sehen war!
Es stellt sich also heraus, dass Justin den Mord begangen hat, er will aber geltent machen, dass er von Richard gezwungen worden ist.
(Der große Showdown ist ein Witz! Frau Detectiv wehrt sich wie ein 08/15-Weib, indem sie Richard mit den Fäusten gegen die Brust trommelt und versucht, sein Gesicht wegzudrücken. Wo bleiben da bitte schön die Karate-, Judo-, Taekwondo- oder Sonst-was-Kniffe, die ja wohl jede Polizistin beherrscht! Und an den langen Haaren läßt sie sich auch noch rumziehen. Tolle Choreografie!
Als Justin zum Pfosten greift, mit dem er ihr letztendlich hilft, hat sie natürlich nichts Besseres zu tun, als um Gnade zu winseln. Von wegen toughe Lady, die beste in ihrem Fach.)
Der Film endet damit, dass sich Cassie ihrer Vergangenheit stellt, indem sie doch als die Frau, die von Carl Hudson angegriffen worden ist, zu dem Termin geht.
SCHAUSPIELER :
Sandra Bullock versucht eine zwiespältige Person darzustellen, doch kann ich ihr weder den knallharten Cop noch das enttäuschte Mädchen abnehmen, die leidenschaftliche Liebhaberin schon gar nicht.
Ben Chaplin steht nur so in der Gegend rum und wird von Cassie nur unterdrückt und rumgeschubbst. Sein Charakter hat so gut wie kein Profil.
Aber Pitt und Gosling, die zwei Neuzugänge! Die spielen die alten Hasen nicht nur an die Wand, nein, sie spielen so überzeugend, dass man ihnen alles abnehmen würde. Beide bieten die gesamte Palette von aufgeblasen über nervös bis hin zu zornig.
Die Figur der Lisa wurde meiner Meinung nach zu lieblos gestaltet. Es wird immer nur über sie gesprochen, sie selbst kommt nur selten zum Wort. Welche Hintergründe hat denn ihr selbstzerstörerisches Verhalten?
Nun komme ich zu den Böcken, die die Regie (Barbet Schroeder) geschossen hat :
1) Die Mörder packen die Leiche in der Plastikfolie mit bloßen Händen an .
2) Die Mörder tragen Plastikanzüge und man sieht sie auch mit fest eingewickelten Haaren und Schutzbrille. Aber als es zum Mord kommt, zieht Richard seine Kapuze auf und ab und sein Haar ist ansonsten unbedeckt. Da das Opfer erwürgt worden ist, kann ich Justin ja noch verzeihen, dass er sich seine Brille nicht übergezogen hat, aber dass die beiden sich erst nicht darüber einig waren, wer den Mord jetzt eigentlich begeht und EIN Paar Gummihandschuhe nach langem Hin und Her den Besitzer wechselt, nachdem Richard den einen Handschuh schon ganz, den anderen bereits halb angezogen hat ... verteilen sie da nicht auch etwas Körperflüssigkeit darauf?
3) Richard stürzt ab, Cassie kann sich am Geländer festklammern. Justin reicht ihr einen Pfosten. Mit ein bißchen Starthilfe kann sie dann selber hochkraxeln. Nur tut sie das mit derartiger Leichtigkeit, dass es mich schon wundert, wie sie dies bringen kann, nachdem sie mehre Minuten in Todesangst unten rumhing und das Geländer ja immer noch ziemlich senkrecht nach unten zeigt. Es scheint ihr nicht mehr Mühe zu machen, als ausgeruht eine kurze Leiter hochzuklettern. Wahrscheinlich hat Sandra Bullock genau dies gemacht, doch sollte sie dies nicht so heraushängen lassen.
4) Wenn Justin schon gekotzt hat, so ist es doch ziemlich unwahrscheinlich, dass er sie einfach liegen läßt und Richard mit dem Spruch kommt, er könne sich nicht mehr daran erinnern. Das passt nicht zu seinem Profil.
PS : Auch wenn es zweimal zum Sex kommt, viel nackte Haut ist dabei nicht zu sehen. Noch nicht mal die Brüste oder ein knackiger Hintern werden einem geboten. Sandra Bullock hält sich mehr als bedeckt, aber auch Lisa und Richard tummeln sich unter der Decke.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-18 14:17:29 mit dem Titel Men in Black 2 - Die Rückkehr von K
Der Erfolg des ersten Teiles hat ja geradezu nach einer Fortsetzung geschrien, nun ist es endlich passiert.
Leider passiert in dem Sequel nicht wirklich mehr.
STORY :
Nachdem K (Tommy Lee Jones) in Rente gegangen ist, hat J (Will Smith) keinen ebenbürtigen Partner mehr bzw. er hält sich selber nun für den besten MIB-Agenten auf Gottes Erden und neutralisiert mit unschöner Regelmäßigkeit seine ihm zugeteilten Partner. Die Pathologin aus dem 1. Teil, die am Ende zu ihnen gestossen ist, ist zu ihren Leichen zurückgekehrt. (Wahrscheinlich konnte auch die ihn nicht mehr ertragen.) Jemand neutralisieren heißt, ihn (es scheinen nur männliche Agenten im Hauptquartier rumzuschwirren) zu blitzdingsen, damit seine Zeit bei MIB vergessen zu lassen und ihn wieder ein normales Leben führen zu lassen.
So komme ich gleich zum 1. Mangel dieser Geschichte :
Der Mangel an gutem Geschmack!
J weist den Burschen an, schnell zu heiraten und viele Kinder zu machen. Die Kellnerin, die gerade so rumsteht, wird ihm gleich angedeihen gelassen.
Der Bursche hat leider Jeff, einen riesigen Wurm, der im U-Bahn-Tunnelsystem wohnhaft ist und sich unerlaubt auf nicht vertragsmäßig zugesicherten Bahngleisen bewegt, falsch angepackt. Daher wurde er in der Luft herumgeschleudert und Jeff biß von einer U-Bahn ein ganzes Stück ab.
Den armen Insassen erteilt J nach dem Blitzdingsen erst einmal eine Strafpredigt, bevor er sie im 2. Anlauf ordnungsgemäß darauf hinweist, eben Erlebtes zu vergessen. Die Predigt hört sich an wie Eddy Murphy zu seinen schlechtesten Zeiten. Was soll an diesem Gezeter denn lustig sein?
Nun stellt sich die Frage, ob das alleine schon Grund genug ist, K sozusagen wiederzubeleben. Aber nein, er wird zum Retter der Menschheit stylisiert.
Da haben wir den Mangel an Einfallsreichtum! Ist doch klar, dass böse Aliens die Erde bedrohen und nur ein Mann das Ende der Welt abwenden kann und dieser natürlich unser allseits verehrter K ist.
K, der mittlerweile bei der Post angestellt ist, wird verlangt, da er, nicht wie vereinbart, vor 25 Jahren \"das Licht\" zu seinem Ursprungsplaneten zurückgeschickt hat und das böse Alien namens Serleena wieder da ist, um dieses \"Licht\" einzufordern. Sollte es nicht bald nach Hause geschickt werden, geht die Erde so oder so drauf.
Serleena sieht in ihrer wahren Gestalt wie eine kleine fleischfressende Pflanze aus und tarnt sich mit der Gestalt eines Dessousmodels (Lara Flynn Boyle), die meine Wenigkeit noch nicht einmal sonderlich erotisch findet. Es ist ziemlich offentsichtlich, dass sie einen Wonderbra anhat. Bei Bedarf wandelt sie ihre Finger in Ranken um, die sie durchaus zu verwenden vesteht. Ihr zur Seite steht ein Typ mit einem zweiten, weitaus kleinerem Kopf an einem langen dünnen 2. Hals. Der Typ ist so helle, seine Gehirnkapazität (zusammengenommen) reicht noch nicht einmal aus, um eine 5-Watt-Birne zum leuchten zu bringen.
Auf ihrer Suche bedrängt sie einen Pizzabäcker, der, bevor seine menschliche Hülle von Serleena zweigeteilt wird, offenbart, dass er durchaus weißt, um was es geht, aber lieber schweigend in den Tod geht. Dieser Überfall wird von seiner Gehilfin, einer Farbigen namens Laura, heimlich beobachtet. Sie wird von MIB befragt, wobei J mit F, einem sprechenden Mops, als ranghöchster Agent auftritt. Wie sollte es auch anders sein : J verguckt sich in die schokobraune Schönheit und steckt sein Blitzdingens weg, damit sie ihn nicht vergißt.
Wie sie ihn fragt, was mit dem Ding (zum Blitzdingsen) sei, da er es wieder unbenutzt wegpackt, antwortet er, sein Ding (ihr wißt schon, wo DAS hängt) werde er ihr das nächste Mal zeigen. .... Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass ich diesen Witz schon mal gehört habe. Wahrscheinlich müßte ich Ahnenforschung betreiben, um den Zeitpunkt des erstmaligen Verwendens aufzuspüren.
J erfährt vom Oberboß Z, dass K damals den Auftrag hatte, das besagte \"Licht\" zu verschicken und nur er wisse, wo es abgeblieben ist. Also auf nach Masaschuchetts, wo K als Kevin sein Dasein fristet.
J deckt auf, dass alle Postangestellten nette Aliens sind, wobei der, der in der Postverteileranlage sitzt und mit einem Dutzend Armen die Briefe in die verschiedenen Behälter schmeißt, mir am besten gefällt. Kevin wird mit so sinnigen Fragen im Stile von \"Du weißt, dass es da draußen außer uns noch etwas gibt. Folge mir, und du wirst zu diesem Glauben zurückfinden.\" in die Hauptzentrale gelockt. Dort angekommen läßt sich Kevin dazu breitschlagen, in dieses Ding zu gehen, das seine Erinnerungen wiedererwecken soll.
Just in diesem Augenblick schafft es Serleena, die Zentrale zu entern, wobei sie alle anwesenden Agenten alt aussehen läßt. Wirklich schade, dass diese ihr auch gar keine Gegenwehr bieten, sondern sich einfach fassungslos zur Seite schleudern lassen.
J und Kevin lassen sich rausspülen, wobei die Vorrichtung definitiv an eine überdimensionale Kloschüssel erinnert. Übers Internet finden sie heraus, dass ein Hehler so ein Dingens vorrätig hat. Sie suchen diesen auf und Kevin hockt sich in diese dilletantisch kopierte Maschine hinein und erhält einen Teil seiner Erinnerungen wieder.
Ein Auto haben sie immer zur Verfügung (mit dem bekannten Stern vorne auf der Kühlerhaube), da J so eine Ferbedienung hat. Dieses Auto ist echt der Kracher. Es gibt nicht nur einen Turbogang, nein, es läßt sich auch zu einem Raumgleiter umfunktionieren, wobei das herkömmliche Lenkrad in ein Gamepad ausgetauscht wird. Aber das Heißeste ist der Autopilot! Dort, wo normalerweise der Fahrer-Airbag ist, kommt ein Typ heraus, der so tut, als ob er das Auto lenken würde. So fährt das Auto sozusagen fahrerlos durch die Stadt zu J, der mittels Fernbedienung danach ruft.
Aber was ist ein Agent ohne Wumme? In der Wohnung, die K seinerzeit bewohnt hat, gibt es ein Hinterzimmer voller Kriegsspielzeug. Dass eine Familie mit einer jugendlichen Tochter dabei vor dem Fernseher hockt ist mittels Blitzdingens kein Problem.
Da taucht Mangel Nr. 1 wieder auf :
K weist die Familie an, sich in Zukunft in Liebe zu ergehen, J gibt einen drauf, indem er vorschlägt, das Kind so lange aufbleiben zu lassen wie es will und ihr alle Knabereien zu erlauben.
Es stellt sich heraus, dass K Vorkehrungen für den Fall, dass er wiedererweckt wird, getroffen hat. In einem Schließfach, das von einer kleinen knuddeligen Bevölkerung bewohnt ist, findet sich eine Uhr, die anzeigt, wieviele Minuten noch verbleiben, um die Katastrophe abzuwenden. Es handelt sich um schlappe 59 min.
K weist J darauf hin, dass es nicht nach den Vorschriften ist, eine Zeugin wissend zu lassen und vermutet folgerichtig, dass er verliebt sei. Doch diese aufkeimende Romanze hat keine Zukunft, da am Ende dieses Mädel das berühmte \"Licht\" ist. Warum es überhaupt so genannt wird, wird nicht erläutert. Es ist aber natürlich sonnenklar, dass es nach Hause geschickt wird und Serleena mittels einer Art Bazooka der Garaus gemacht wird. Es gibt ein schönes Feuerwerk und zum Abschluß zündet K mit der Freiheitsstatue ein Blitzlicht an. Somit wurde die gesamte Stadt geblitzdingst.
FAZIT :
Ich war schon ziemlch enttäuscht, da so keiner und nichts so gut ist wie beim 1. Mal. Irgendwie ergoß sich Will Smith nur so in Kalauer der übelsten Sorte und Tommy Lee Jones nur wenige Zeilen gehabt.
Die Aufregung über die Spezialeffekte hält sich ebenfalls in Grenzen, da sie nicht über Altbekanntes hinausgehen.
Es handelt sich nicht mehr und nicht weniger um einen Streifen, bei dem man sich das Popcorn reinziehen kann, ohne sich der Gefahr auszusetzen, sich erbrechen zu müssen.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-19 12:12:09 mit dem Titel Scooby Doo
Es handelt sich um die Realverfilmung einer Zeichentrickserie die aus dem Hause Hanna-Babera stammt. (Bekannt durch \"Fred Feuerstein\" .)
Die Mystery Inc. besteht aus 5 Freunden, die sich als Detektive um mysteriöse Fälle kümmern, die sie allesamt als Teiben reichlich menschlicher Bösewichte enttarnen.
Titelheld ist die große dänische Dogge Scooby Doo, die vollständig aus dem Computer kommt und zwar reden kann, aber nicht sonderlich helle ist. Er ist so verfressen, dass er für einen Scooby-Snack = ein Hundekeks zu jeder Schandtat bereit ist. Sein bester Freund und menschliches Pendant ist Shaggy Rogers (Matthew Lillard), ein schlacksiger gefräßiger langsam oder überhaupt nicht denkender junger Mann. Die sich für modebewußt haltende Zicke Daphne Blake gibt \"Buffy\" Sarah Michelle Gellar. Das Mädel kleidet sich immer in purpurne Gewänder, obwohl es sich um eine Herbstfarbe handelt und es gerade mal Mai ist (Zitat eines Möchtegern-Voodoopriesters). Da wären noch die auf intellektuell machende, recht intelligente Velma Dinkley (Linda Cardellini), die eigentliche Urheberin der Pläne, auf deren Erfolg der Erfolg der Mistery Inc. basiert. Sie wird aber mit schöner Regelmäßigkeit von Fred Jones (Freddie Prinze Jr.)um ihre Lorbeeren gebracht. Dieser Schönling sonnt sich so gerne im Rampenlicht, dass er den ganzen Ruhm für sich beansprucht, obwohl er scheinheilig von guter Teamarbeit redet.
Am Anfang des Filmes lösen die Freunde den Fall, indem sie ein angebliches Gespenst als den Hausmeister enttarnen, der Rache für den Korb, den Pamela Anderson (ich glaube, als sie selbst) ihm gegeben hat, nehmen wollte. In dessen Verlauf wurde Daphne mal wieder als Geisel genommen und musste gerettet werden. Shaggy und Scooby rannten wie üblich angsterfüllt ziemlich kopflos in der Gegend rum und Fred ist auch keine große Hilfe. Mehr aus Zufall schaffen sie es, den Hausmeister zu stellen. Da Fred es sich nicht nehmen läßt, sein Gesicht in die Kameras zu halten, entschließt sich Velma, auszusteigen. Aber auch Daphne hat keinen Bock mehr und Fred muß auch noch nachziehen. So bricht die Gruppe auseinander und nur Scooby und Shaggy bleiben zusammen.
Zwei Jahre später erhalten alle ehemaligen Mitglieder der Mystery Inc. getrennt voneinander von Emile Mondavarious (\"Mr. Bean\" Rowan Atkinson) den Auftrag, auf Spooky Island zu kommen, da er sich Sorgen um die Besucher seines Themenparkes macht. Die jungen Leute kommen dorthin, um sich spaßeshalber gruseln zu lassen, verlassen die Insel aber als eine Art Zombie.
Die 5 versuchen erst einmal, jeder selbst auf eigene Faust hinter den finsteren Machenschaften zu kommen, erkennen aber bald, dass sie nur zusammen den Fall lösen können.
So, nun genug des Vorgeplänkels, jetzt fange ich an, den Film auseinanderzunehmen. Wer ein hochgradiger Fan dieser Zeichentrickserie oder von einem der bekannteren Hauptdarstellern ist oder sich lieber selbst ein Bild machen will, der sollte lieber nicht weiterlesen.
Scooby Doo
stammt wie gesagt aus dem Computer und ist tricktechnisch gesehen wirklich sehr gelungen. Doch ist er halt ein Hund und nicht mit sonderlichen intellektuellen Fähigkeiten ausgestattet.
Shaggy
wurde optimals von Lillards verkörpert. Ich habe in früher die Serie sehr wohl gesehen und finde, er macht die Sache sehr gut. Shaggy trifft auf dem Hinflug auf die süße Mary-Jane, die auf Hundehaare allergisch reagiert. So wird Scooby kurzerhand umquartiert. Als dieser später herausfindet, dass MJ auch ein Monster ist, glaubt ihm Shaggy nicht und prügelt sich mit ihm. Aber alles geht gut aus und die alle drei kommen glücklich wieder zusammen.
Wie sie in die Festung eindringen, die sich als stillgelegte Geisterbahn entpuppt, kommen sie auf eine festlich gedeckte Tafel. Bevor sie sich aber darauf stürzen können, entwickelt diese ein Eigenleben - nachdem der Strom eingeschaltet worden ist. Natürlich handelt es sich um Plastikdekor, das durch Hebel in Bewegung gebracht wird. Ich denke, jeder, der schon mal in einer Geisterbahn oder überhaupt einem Themenpark war, wird schon bei dem 1. Anblick der Tafel auf des Rätsels Lösung gekommen sein!
Velma
wurde in der Vergangenheit von den anderen unterdrückt, auf Spooky Island aber kann sie ihr Köpfchen brillieren lassen und findet auch ihr persönliches Glück, das ich ihr von Herzen gönne. Nur weil das Mädchen etwas pummelig ist und eine dicke Brille auf der Nase hat, wurde sie bis dahin für nicht attraktiv gehalten.
Daphne
ist es leid, entführt und gerettet zu werden. Daher hat sie sich in den zwei Jahren in eine \"Kampfmaschine\" verwandeln lassen. Buffy grüßt! Dadurch ist es ihr möglich, im Finale gegen einen Wrestler zu bestehen und diesen dazu zu zwingen, zuzugeben, dass er und nicht sie diesmal das dumme Huhn ist. (Kein sehenswerter Kampf, aber was kann man schon von einem Wrestler erwarten?) Daphne ist eine wirklich dumme Pute, die nur rumzickt. Richtig unangenehm. Also eine denkbar schlechte Aufgabe für Ms. Gellar, die Interviews zufolge diese Aufgabe freudigst angenommen hat, da sie und ihr Liebster Freddie Prinze Jr. von Kindesbeinen an große Fans der Serie sind. Auch haben sie sich darüber gefreut, mal wieder zusammen vor der Kamera zu stehen.
Fred
ist ein aufgeblasener Angeber, der andauern sein übergroßes Ego pflegt. Am Ende kann er sich dazu hinreißen, zu erwähnen, dass Velma alles viel besser erklären könne und sie hat endlich ihren lang ersehnten 1. großen Auftritt.
Ich halte Prinze Jr. für keinen begnadeten Schauspieler und finde, er hat noch nie viel Charakter in die von ihm gemimten Figuren gebracht. Es könnte durchaus davon rühren, dass die Figuren, die er bis dato verkörpert hat, auch extrem flach konzipiert sind, sodass sie für eine Psychostudie untauglich wären, doch macht das die Sache auch nicht besser.
Fred und Daphne fallen sich am Ende in die Arme und knutschen rum. Irgenwie muß ich irgendwas verpasst haben, ich kann nicht sagen, wann und wo und zu welchem Zeitpunkt irgenwas in der Luft lag, das diesen Schluß nahegelegt haben könnte. Keine begehrlichen oder zumindest fragenden Blicke, keine zufälligen Berührungen, die die Leidenschaft entfacht haben könnten oder Frotzeleien, die zu mehr führen könnten ... Wer meint, doch etwas derartiges entdecken zu können, soll mir Bescheid geben und mich aufklären.
\"Mr. Bean\" kommt schrullig daher, doch witzig fand ich ihn noch nie, auch hier nicht. Wer ihn trotzdem mag, soll mir verzeihen.
Es stellt sich heraus, dass eine Mondavarious-Kopie hinter allem steckt. Um an die Macht über die ganze Erde zu kommen - wenn schon, dann alles und jeden - werden die Besucher von Monstern in Besitz genommen, die an zu groß geratene Gremlins erinnern. Der Mensch selber wird aus seinem Körper herausgesaugt und verbleibt als Protoplasmakopf, der in einem Becken zwischengelagert wird. Nach einem Dämonritus, der auf einem gleichnamigen dreieckigen okkulten Gegenstand mit alten Schriftzeichen steht, muß der Bösewicht die Seelen plus einer reinen Seele aufnehmen und hat es dann geschafft. Um die ausgewählte reine Seele handelt es sich um keinen Geringeren als Scooby. Zufällig stößt Shaggy auf der Suche nach Scooby (die berühmte Frage \"Scooby, wo bist du?\" stellend) auf das Becken und fischt seine Freunde heraus. Velma entdeckt, dass das Monster, wenn irgendein Protoplasmakopf in den besetzten Körper fährt, herausgedrängt wird und bei Einwirkung von Sonnenlicht explodiert. Die Freunde schaffen es nicht auf Anhieb, in ihren eigenen Körper zu fahren, was durchaus witzig anzusehen ist, nur hätte es nicht gebraucht, dass sie es erst nach ca. einem halben Dutzend Versuchen gebacken gekriegt haben.
Beim großen Showdown wurden die Rechner noch mal auf höchste Stufe gefahren, denn hinter der Mondavarious-Kopie steckt der kleine Klopper (ich bin mir nicht sicher, ob ich seinen Namen richtig geschrieben habe, wird jedenfalls so oder so ähnlich ausgesprochen), ein Hund, von dem Velma behauptet, er sähe zwar wie ein Welpe aus, aber das läge daran, dass er ein Drüsenproblem habe. Er ist verdammt wütend auf die 5 Freunde, da sie ihn rausgeschmissen haben, weil er alle genervt hat und auf Daphne uriniert hat, obwohl ausgemacht war, dass er dies zu unterlassen hat. Er schafft es nicht, Scooby sich einzuverleiben, bläht sich aber nach dem Genuß von ein paar Dutzend Seelen zu einem Monsterhund auf, dem zuletzt mit einem Piekser die Luft herausgelassen wird. Es gehen auch alle Monster drauf, wobei ich mich frage, warum sie den Dämonritus am hellichten Tage durchgeführt haben, macht man denn sowas nicht traditionell um Mitternacht zur Geisterstunde?
Ich meinte mich an eine Extra-Auskopplung der Zeichentrickreihe erinnern zu können, in der Scooby einen kleinen Neffen hat, der bewundernd auf hin hinaufschaut. Dieser Welpe sah wie Klopper aus. Dieser ist auch hier definitiv mit ihm verwandt, aber nicht gut auf ihn zu sprechen.
FAZIT :
Die Tricktechnik ist große Klasse, zumindest die Hälfte der Schauspieler ist überzeugend, die Story aber ist lausig und die Gags abgelutscht, heißt vorausschaubar und mit ellenlangem Bart. Daher gibt es von mir nur die Note 4.
PS :
Hier noch die Liste mit den Gags, die ja alle nicht so der Brüller sind.
Shaggy und Scooby fangen nach einem Freßgelage an, sich im Rüpsen zu übertrumpfen. Shaggy setzt noch einen drauf und regt einen Furzwettbewerb an, den er haushoch gewinnt. Irgendwann kommt Daphne dazu, steht hinter ihm und zieht sich naserümpfend die Furze rein.
Shaggy fordert Scooby auf, ein Glas extrascharfer Pepperonischoten zu kippen. Dieser macht es und raucht aus dem Maul. Ein Krug Wasser nachgeschüttet und durch Ketchup, das Shaggy ihm auf die Zunge spritzt, gerettet. Da das ein geiles Erlebnis sei, greifen sich beide je ein frisches Glas. Man sieht, wie aus dem Fenster dicker Rauch aufsteigt.
Daphne ärgert Velma, indem sie ihr die Brille von der Nase reißt ("Wer ist jetzt hilflos?"). Velma verliert sofort ihre Sehkraft und die Orientierung und greift Fred an die Gurgel - der einen ganzen Meter neben ihr stand und sich bis dahin um keinen Zentimeter bewegt hat.
Im Chaos im Finale verliert sie ihre Brille. Natürlich wird diese ihr von einem Monster gereicht und sie rennt schreiend weg.
Weil im Flugzeug keine größeren Hunde (auf einem Arm tragbar ist glaube ich die Grenze) erlaubt sind, hat Shaggy Scooby mit einem Kleid und einem Hut ausgestattet und stellt sie Fred als seine Großmutter vor, nachdem dieser gefragt hat, wer denn die häßliche Alte sei. Die anderen meinten dazu, keiner wäre so blöd, nicht zu erkennen, dass es sich um einen verkleideten Hund handelt.
Daphne lauert einem Möchtegern-Voodoopriester auf, dem sie vorwirft, etwas mit den mysteriösen Vorkommnisen zu tun zu haben. Er streitet dies ab und warnt sie davor, die Festung zu betreten. Daphne schmeißt ihre Denkmaschine an und siniert darüber, ob er ihr sagen will, sie solle dort hingehen oder sie solle es nicht oder ob er wolle, sie gehe nicht, obwohl sie es sollte usw. und so fort.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-26 11:30:23 mit dem Titel Lilo und Stitch - Ein ungewöhnlicher Disney-Film
Bei den Hauptfiguren handelt es sich um die kleine Hawaiianerin Lilo, die von ihrer großen Schwester Nani aufgezogen wird, nachdem ihre Eltern bei einem Sturm autogefahren sind = tot und dem eigentlich böse konzipierten Außerirdischen Stitch. Diesmal sehen die Menschen auch wirklich wie Menschen aus :
- die Kinder erinnern an Zwerge, klein und pummelig, aber nicht süß wie Neugeborene, sehen alle fast gleich aus
- die Hawaiianer haben alle eine recht große Knollennase und sind eher stämmig gebaut
- die älteren Männer sehen wie Fässer auf zwei Beinen aus (das ist wirklich realistisch, kenne ich aus Dokumentarfilmen)
- Nani hat recht kleine Brüste und ein paar richtig stämmige Beine, sieht man deutlich, als sie mit einem Zweiteiler, der aus Badehose und einer Art Top besteht (ich weiß den korregten Ausdruck nicht), surfen geht
Nani hat Probleme mit der Erziehung von Lilo. Diese trauert noch um ihre Eltern und will nicht auf Nani hören. Immer wieder greift sie die Kinder in ihrer Hula-Tanzgruppe an. Sie beißt der einen sogar in den Arm.
Das Jugendamt schickt ihren besten Mann für besondere Fälle, Mr. Bubbles, der bereits auf den 1. Blick wie ein CIA-Agent aussieht, der er auch gewesen ist. Er soll überprüfen, ob Nani sich als Mutter eignet. Das tut sie allem Anschein nach nicht. Sie hat es auch noch nicht geschafft, einen Job längere Zeit zu behalten.
Um Lilo eine Freude zu machen, darf diese sich im Tierheim einen Hund aussuchen. Sie entscheidet sich mangels Auswahl für den blauen Außerirdischen . (Die übrigen Tiere hatten sich aus Angst verdrückt.) Er ist geflohen, als er als Experiment 626 vom verrückten Professor Jumba vernichtet werden soll. Um irdischer auszusehen verbirgt er ein 2. Paar Arme und seine Stacheln auf dem Rücken.
Aber wie sehr er sich auch bemüht, Stitch sieht in keiner Sekunde des Filmes fürchterregend aus. In meinen Augen ein Manko, denn er erinnert an E.T., ist aber nicht so häßlich wie dieser, also auch \"realitätsferner\".
Aus irgendwelchen Gründen auch immer (ich kann mir keinen logischen, vernünftigen denken) wird der besagte Jumba mit Pikli, einem schmächtigen, einäugigen Männchen als Aufpasser, zur Erde geschickt, um den Flüchtling zu holen.
Naja, auf alle Fälle geht alles gut aus :
- zu Lilo, Nani und Stitch kommt David dazu, der Nanis Zuneigung erringt
- Jumba ist gar nicht so böse und wohnt fortan mit Pikli bei Bubbles, da die außerirdische Königin aus lauter Liebenswürdigkeit diese auf die Erde ins Exil schickt
Die Probleme, die Nani und Lilo haben, werden heruntergespielt und eigentlich gar nicht gelöst. Es könnte der Eindruck entstehen, es sei ausreichend, einen Außerirdischen zu finden, um alle menschlichen Sorgen verpuffen zu lassen.
Die Animationen sind natürlich von überdurchschnittlicher Qualität, doch das ist bei Disney-Filmen Standard, also kein Grund für die Aufwertung des Inhaltes.
Daher gibt es von mir als Gesamtnote eine 3.
Ich gebe zu, dass ich keine rechte Lust hatte, in diesen Film zu gehen und sozusagen genötigt wurde. Ich bin also mit einer negativen Grundeinstellung hineingegangen, die ich als bestätigt ansehe.
PS :
Es kommt im ganzen Film keine einzige Figur aus anderen Disney-Filmen vor, obwohl das Werbeplakat genau dies suggeriert hat!




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