Filmkritiken Testbericht

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Erfahrungsbericht von cybermanu01

In the Bedroom

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Hallo Ihr Lieben,

na einiger Zeit wo ich nun durch Abwesenheit glänzte, dachte ich mir, ich muss euch unbedingt von dem Film erzählen, den wir am Dienstag geschaut haben. Es war "In the Bedroom", er lief bei uns leider nur eine Woche im Programmkino, weil scheinbar das Publikum für solche Filme in Magdeburg nicht wirklich gegeben ist.

Nun aber erstmal etwas zum Inhalt des Film!
In The Bedroom spielt in einer Kleinstadt im amerikanischen Bundesstaat Maine, was bekanntlich an der Ostküste liegt.
Alles dreht sich um Familie Fowler, Matt Fowler (Tom Wilkinson) ist Doktor in der Kleinstadt, seine Frau Ruth (Sissy Spacek) ist Lehrerin an der örtlichen High School.
Ihr Sohn, Frank (gespielt von Nick Stahl), kommt für den Sommer vom College nach Hause um zu arbeiten. Doch er verliebt sich in die gutaussehende Natalie (Marisa Tomei). Seine Eltern sehen das gar nicht gerne, denn Natalie ist zweifache Mutter und sie hat ihren Mann verlassen. Der belästigt und bedroht sie aber weiterhin.
Eines Tages nachdem Richard (William Mapother), Natalie´s Ex-Mann, mal wieder die Wohnung zerstört hat, informiert Natalie Frank. Er kommt daraufhin vorbei, doch Richard kommt in seiner Wut wieder zurück. Es kommt zum Streit zwischen Frank und Richard und Richard erschiesst Frank.
Natalie befindet sich erst auf der Treppe und sieht nicht wie es passiert.
Frank´s Eltern sind von dem Tod tief getroffen und wissen beide nicht wie sie damit umgehen sollen.
Der Film zeigt im weiteren, wie es die Fowler´s verkraften, dass ihr Sohn kaltblütig ermordert wurde.
Ruth leidet enorm unter der Sache, sie redet kaum noch mit ihrem Mann, bis es eines Tages zu einem heftigen Streit kommt und sich beide wieder zusammenraufen.
Das größte Problem dabei ist Richard, Ruth sieht ihn nämlich ständig in der Stadt und außerdem sieht es nicht danach aus, dass er für lange Zeit ins Gefängnis kommt. Denn Natalie hat ja wie gesagt nur den Schuss gehört, sie hat "leider" nicht gesehn, wie Richard Frank erschossen hat.
Um Ruth das Leben zu erleichtern beschliesst Matt einen Schritt, den man sonst bei vielen in der ersten Zeit erwartet. Er erschiesst Richard! Doch nicht einfach so, nein, er gaukelt ihm vor, dass er ihn zum Flughafen bringt, weil seine Frau die Anwesenheit von ihm nicht erträgt. Doch Richard wird von Mile zu Mile klarer, dass sie sich nicht auf dem Weg zum Flughafen bewegen.
Ein Freund von Matt hilft ihm dabei die Leiche zu vergraben.

Zumindest ein versöhnliches Ende für die gebeutelte Ruth, die bereits zu Hause auf ihren Mann wartet und genau weiss, was er gerade für sie getan hat.

Mein Fazit:

Mal wieder ein wirklich toller, anspruchsvoller Film, wo nicht nur die Story glänzt, sondern die Schauspieler auch besonders herausragend sind.
Ich finde die Schauspieler zeigen sehr gut die Emotionen und Verhaltensmuster, die Eltern zeigen, wenn sie ein Kind verlieren. Der Film ist in seinem ganzen wirklich hervorragend gelungen.
Besonders interessant fand ich, wie sich Matt und Ruth wiederfinden...denn solch eine Krise sollte man möglichst nicht alleine durchstehen müssen. Aber die beiden haben es zunächst beide für sich selbst durchlebt und sich dann erst zusammengefunden.

Meiner Meinung nach hätte der Film wirklich einen Oscar verdient, den nominiert war er in fünf Kategorien: Bester Schauspieler Tom Wilkinson,
Beste Schauspielerin Sissy Spacek, Beste Nebendarstellerin Marisa Tomei, bestes adaptiertes Drehbuch, best picture.

Die Academy hätte wirklich gut daran getan diese einwandfreie schauspielerische Leistung beider Hauptdarsteller auszuzeichnen. Aber bisher kann ich das sowieso noch nicht 100%ig sagen, denn ich habe den Film noch nicht gesehn, für den Hale Berry den Oscar bekommen hat.

Ich finde es außerdem sehr schade, dass dieser Film nur im Programmkino lief und nicht der breiten Öffentlichkeit in einem längeren Zeitraum dargestellt wurde. Denn solch einen Film kann man einfach nicht mit Teeniefilmen oder Vampirprügeleien gleichsetzen, es ist einfach mehr und das sollten sich manche mal anschauen. Denn solche Filme zeigen erst wirklich, wie eine schauspielerische Leistung aussehn muss.
Im übrigen müsst ihr einen Überlängenzuschlag bezahlen, denn der Film dauert 140 Minuten...aber die lohnen sich auch wirklich. Wer weniger Wert auf anspruchsvolles Kino legt der sollte sich diesen Film nicht anschauen, aber wer´s mag der sollte ihn unbedingt gesehn haben.

Liebe Grüße eure Manu