Gartenpflege & Naturschutz im Garten Testbericht

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Erfahrungsbericht von rudiratlos

Fassadenbegrünung – Naturschutz im Kleinen

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Viele schwafeln und schwadronieren immer wieder nur herum, wenn es um das Thema Naturschutz geht und jammern, dass keiner was dafür tut. Sie selbst tun aber auch nichts dafür. Und es gibt doch so viele Möglichkeiten, selbst etwas für die Umwelt und somit letztendlich für sich selbst zu tun. Ich will euch heute eine arbeitstechnisch und auch finanziell wenig aufwendige Maßnahme zur Verbesserung der Stadtökologie vorstellen: Die Begrünung von Fassaden, Wänden und Zäunen. Zwar könnt ihr hiermit keine natürlichen Grünräume ersetzen , doch stellen solche Bepflanzungen eine wertvolle und ökologisch sinnvolle Ergänzung dar.

Begrünte Fassaden bringen neben dem Aussehen sehr viele weitere Vorteile:
- Sie erweitern den Lebensraum für viele Tierarten und sichern
wichtige Lebenskreisläufe (z.B. Insekten sind als Blütenbestäuber
vieler Kulturpflanzen notwendig und dienen gleichzeitig vielen
anderen Tieren als Nahrungsgrundlage).
- Sie verbessern ganz deutlich das Kleinklima und reinigen die Luft.
- Sie machen die Natur erlebbar und holen natürliche Qualitäten in
unsere Sinneswelt zurück.
- Das Stadtbild wird belebt.
- Sie schützen die Fassaden vor Wind und Regen und tragen zur
Energieeinsparung bei.
- Sie wirken als so genannte thermische Pufferzone: Sie halten im
Sommer kühl und im Winter warm.

Für die Durchführung einer Fassadenbegrünung ist keine große Planung oder sonstige große Vorbereitung erforderlich. Alles, was ihr benötigt, ist eine Wand sowie ein wenig Platz für den Wurzelstock. Ferner solltet ihr euch bewusst sein, bis in welche Höhe die gewünschte Bepflanzung reichen soll und ob ihr eher eine einjährige oder doch eine mehrjährige Art bevorzugt.

Die so genannten Selbstkletterer halten sich mit kleinen Saugwurzeln oder Haftscheiben am Untergrund fest. Die in Frage kommenden Arten wie Efeu oder Wilder Wein sind anspruchslos und können einige Jahrzehnte alt werden. Sie bilden einen geschlossenen Teppich, sind leicht zu pflegen und eignen sich besonders für hohe Fassaden.
Befürchtungen, dass Fassaden beschädigt werden könnten, sind unbegründet. Bautechnisch einwandfreie Putze werden durch Pflanzenbewuchs nicht angegriffen. Schadhafte Fassaden müssen natürlich vor einer Begrünung saniert werden.

Der weitaus größte Teil der Kletterpflanzen ist jedochauf unserer Hilfe angewiesen. Sie benötigen als Kletterhilfen nämlich Latten, Schnur- und Stangengeruste oder Spanndrähte und Traggeflechte. Diese müssen dauerhaft und je nach Pflanzenart senkrecht und/oder waagerecht auf der Fassade angebracht sein. Erst dann kann die Bepflanzung erfolgen.
Senkrechte Kletterhilfen wie Drähte, Schnüre oder Latten benötigen die so genannten Schlinger, bei denen es sich um dauerhafte und meist anspruchslose, zum Teil prächtig blühende Pflanzen handelt. Die Entfernung von Kletterhilfe zur Wand sollte etwa 20 cm betragen.
Zu den Schlingern gehören als mehrjährige Arten zum Beispiel der sehr beliebte Blau-regen, Wilder Hopfen und Geißblatt. Einjährige Schlinger sind Prunkwinde und Feuerbohne.
Die Ranker hingegen, zu denen die Clematis-Arten sowie Weinreben und als einjährige Kletterpflanzen Duftwicke und Glockenrebe zählen, benötigen Drahtgewebe, Gittergeflechte oder eine Lattenkonstruktion, die alle ein lichtes Maß von bis zu 40cm haben. An ihnen können sie sich mit ihren Blütenstielen, Blättern und Ranken festhalten. Ranker sind besonders urwüchsige Pflanzen, die sich durch ihre Robustheit, hohes Alter und rasches Wachstum auszeichnen.

Die Spreizklimmer unter den Kletterpflanzen benötigen vor allem horizontal verlaufende Kletterhilfen, die einen Seitenabstand von höchstens 40 cm haben sollten. Zur Wand hin ist ein Abstand von etwa 15 cm einzuhalten. Zu den häufigsten Spreizklimmern zählen die bekannten Kletterrosen in vielfältigen Variationen.

Ich selbst habe gleich mehrer Hauswände und Pergolen mit Wildem Hopfen, Blauregen und diversen Clematis-Arten begrünt und erfreue mich tagtäglich an diesen schönen Pflanzen.

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