IKEA Einrichtungshaus Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 08/2003
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Summe aller Bewertungen
- Warenverfügbarkeit:
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- Fachliche Beratung:
- Umgang mit Reklamationen:
- Warenqualität:
Erfahrungsbericht von Diescher
Keine Odyssee: Küchenkauf bei IKEA
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Vorneweg ein Hinweis in eigener Sache sozusagen: Ich hatte den Artikel mangels einer allgemeinen IKEA-Kategorie bereits einmal gepostet bei anderen IKEA-Artikeln, die sich aber alle auf Berlin bezogen. So ist mein Beitrag in der Versenkung verschwunden. Da Yopi trotz "Bitti-Bitti-Mails" keine Anstalten machte, meinen Artikel zu löschen, hab ich mich entschlossen, meine Meinung noch einmal hier zu schalten. Und da isser - der Artikel:::
- DIE ERSTE FRAGE, DIE SICH UNS STELLTE: WANN IST DER RICHTIGE ZEITPUNKT???
Zur arbeitenden Bevölkerung gehörend, blieb für uns zunächst nur der Samstag, da von uns aus gelegen, der naheste IKEA - Store entweder in Kassel oder Leipzig liegt. Grummel !!! Und daran wird sich erst in 2004 etwas ändern. Zumindest ich freu mich drauf. Was mein Freund darüber denkt? Na ja, das was vermutlich alle Männer denken, sobald die Frauen das Wort IKEA nur ansatzweise in den Mund nehmen („Oh, bitte nicht schon wieder Kerzen, Servietten und Bilderrahmen...“)
Andere Möglichkeit für uns war, den Reformationstag zu nutzen (in Thüringen, aber nicht in Hessen Feiertag). Also ging es nach Kassel. Nach gut 2 Stunden angekommen, dachten wir, uns immer noch in Erfurt zu befinden, weil es ausschließlich Fahrzeuge mit thüringer Kennzeichen gab und sehr vertraute heimische Klänge aus den Mündern flossen.
Schon gegen halb zehn war das Ziel nur im zähflüssigen Verkehr zu erreichen, je näher wir kamen, desto schlimmer wurde es. Die Aggressionen der zum großen Teil männlichen Fahrer nahm erheblich zu...
Loben möchte ich an dieser Stelle einmal die Parkeinweiser in ihren leuchtorangefarbenen Westen (nein: nicht blau-gelb). Sie erfüllen mit Todesmut den gefährlichsten Job ihres Lebens. Könnten sie doch von nicht richtig verzurrten Kartons erschlagen werden, die vom Dach eines Kleinstwagens fallen (bevorzugt benutzt von allein stehenden Frauen ohne männliches IKEA - Unterstützungskommando).
Endlich in der oberen Etage angekommen, versperren halslose Monster (im Volksmund auch „Kinder“ genannt) den Weg, während die Eltern beim Anblick eines „Billy“-Regals ihre gute Erziehung vergessen und in frenetische „Ohs“ und „Ahs“ verfallen. Dabei gibt es doch das tolle Spieleparadies mit den vielen bunten Bällen. Schade, ich bin schon zu alt, um da rein zu dürfen. Das ist so ein Traum, der wohl nie erfüllt wird. Könnt ihr euch vorstellen, dass viele Erwachsene nur wegen des Bälle-Bades zu IKEA wollen?
Anscheinend gibt es doch ein paar vereinzelte Eltern, die ihre Kleinen parken. Denn wer kennt sie nicht, die Durchsage „Der kleine Ole möchte aus dem Kinderparadies abgeholt werden !!!“. Ich stelle mir in dem Moment einen IKEA – Fan vor, über dem eine riesige Seifenblase zerplatzt – der Traum eines ungestörten Hotdogs am Ende des Kassenbereichs...
Bei der nächsten größeren IKEA - Anschaffung werden wir wohl einen Urlaubstag opfern...
- WIE LANG NOCH?
In der Küchenabteilung angekommen, geht alles ganz fix. Sofern man sich vorher mit dem tollen Küchenkatalog (per Internet bestellt) vertraut gemacht und die Vorstellungen der Traum-Küche mit den wunderbaren vorgefertigten Papiervorlagen in seinen Küchenplan eingearbeitet hat. Auf der IKEA - Homepage gibt es ebenfalls sehr viele nützliche Informationen. Neuerdings kann man von zu Hause aus in 3-D-Optik planen. Ja, ich hatte mich sehr intensiv damit befasst. Die Lernerei für mein Examen wurde um ein paar Tage verschoben...
Nachdem wir uns das Holz noch einmal in Natura angesehen hatten, mussten wir ein kleines bisschen verweilen. Richtig, wer hätte das gedacht – wir waren nicht die einzigen, die ein Küche wollten.
Die Mitarbeiterin tippt unendlich lang den Auftrag in den PC. Am Ende kamen drei Seiten dabei heraus. Alles tutti paletti. Angefangen von den Schrankteilen an sich, über die Griffe, Abschlussseiten, Kranzleisten, den Standbeinen, der Arbeitsplatte … tja, alles eben. Trotz kleinerer Änderungen entsprach der Preis entsprach in etwa dem, was wir zuvor berechnet hatten.
Auf dem Weg zum Ausgang kam ich dann doch nicht an Kerzen, Servietten, Bilderrahmen vorbei. Und wer von unseren Freunden wollte auch die bunten Saftig-Becher ???
- ZU GUTER LETZT: Aus unzähligen Kartons basteln wir mit 4 Händen und etwas Verstand eine Küche.
Die beauftragte Spedition lieferte die Ware pünktlich und die Kollegen trugen auch ganz fleißig und zügig alles nach oben. Es gibt in unserem Haus einen Fahrstuhl, den sie freudig in Anspruch nahmen. Einige Kartons waren schon sehr schwer.
Dank der detaillierten Aufbauanleitung, die IKEA für alle Laien erarbeitet hat, wussten wir genau, was wir als erstes aufzubauen hatten. Halt: ich wusste das, weil ich mich schon vorher damit beschäftigt hatte. Mein Freund ist eher jemand, der alles erst einmal ausprobiert, wie es denn sein könnte. Er benutzt auch bei der Kinderüberraschung nie die Bastelanleitung. Aber ich will hier nicht meckern. Er ist handwerklich äußerst begabt.
Dann kam das große Ordnen. Oberschränke hierhin, Unterschränke dorthin. Beim Kontrollieren des Lieferscheines stellte sich heraus, dass nur ein Teil falsch geliefert wurde. Zum Glück nur eine Tür. Der Aufbau konnte beginnen.
Das ging alles ziemlich einfach, immer nach demselben Schema. Nach dem dritten Schrank hatte man richtig Übung. Es hat im übrigen nicht eine einzige Schraube oder der gleichen gefehlt. Im Gegenteil, teilweise war den Beutelchen noch Ersatz beigefügt. (Nein wir haben kein Teil vergessen einzubauen ;-))
Am schwierigsten war eigentlich, die richtigen Dübel für die Gipskartonwand zu finden. Die gibt es nämlich nicht bei IKEA. Aber zu diesem Thema können im Baumarkt „Ahnungsbären“ umfangreich Auskunft geben.
Auch wenn es anfangs nicht so aussah, als würde die Wand das aushalten, hängen nach vier Monaten immer noch alle Schränke dort, wo wir sie platziert haben. Und wir sind mächtig prächtig stolz auf uns, alles allein gemacht zu haben.
Wessen Budget begrenzt ist, aber auf Echtholz nicht verzichten will (bei der Front zumindest), sollte sich auf jeden Fall einmal bei IKEA umsehen. Ich kann es nur weiterempfehlen.
- DIE ERSTE FRAGE, DIE SICH UNS STELLTE: WANN IST DER RICHTIGE ZEITPUNKT???
Zur arbeitenden Bevölkerung gehörend, blieb für uns zunächst nur der Samstag, da von uns aus gelegen, der naheste IKEA - Store entweder in Kassel oder Leipzig liegt. Grummel !!! Und daran wird sich erst in 2004 etwas ändern. Zumindest ich freu mich drauf. Was mein Freund darüber denkt? Na ja, das was vermutlich alle Männer denken, sobald die Frauen das Wort IKEA nur ansatzweise in den Mund nehmen („Oh, bitte nicht schon wieder Kerzen, Servietten und Bilderrahmen...“)
Andere Möglichkeit für uns war, den Reformationstag zu nutzen (in Thüringen, aber nicht in Hessen Feiertag). Also ging es nach Kassel. Nach gut 2 Stunden angekommen, dachten wir, uns immer noch in Erfurt zu befinden, weil es ausschließlich Fahrzeuge mit thüringer Kennzeichen gab und sehr vertraute heimische Klänge aus den Mündern flossen.
Schon gegen halb zehn war das Ziel nur im zähflüssigen Verkehr zu erreichen, je näher wir kamen, desto schlimmer wurde es. Die Aggressionen der zum großen Teil männlichen Fahrer nahm erheblich zu...
Loben möchte ich an dieser Stelle einmal die Parkeinweiser in ihren leuchtorangefarbenen Westen (nein: nicht blau-gelb). Sie erfüllen mit Todesmut den gefährlichsten Job ihres Lebens. Könnten sie doch von nicht richtig verzurrten Kartons erschlagen werden, die vom Dach eines Kleinstwagens fallen (bevorzugt benutzt von allein stehenden Frauen ohne männliches IKEA - Unterstützungskommando).
Endlich in der oberen Etage angekommen, versperren halslose Monster (im Volksmund auch „Kinder“ genannt) den Weg, während die Eltern beim Anblick eines „Billy“-Regals ihre gute Erziehung vergessen und in frenetische „Ohs“ und „Ahs“ verfallen. Dabei gibt es doch das tolle Spieleparadies mit den vielen bunten Bällen. Schade, ich bin schon zu alt, um da rein zu dürfen. Das ist so ein Traum, der wohl nie erfüllt wird. Könnt ihr euch vorstellen, dass viele Erwachsene nur wegen des Bälle-Bades zu IKEA wollen?
Anscheinend gibt es doch ein paar vereinzelte Eltern, die ihre Kleinen parken. Denn wer kennt sie nicht, die Durchsage „Der kleine Ole möchte aus dem Kinderparadies abgeholt werden !!!“. Ich stelle mir in dem Moment einen IKEA – Fan vor, über dem eine riesige Seifenblase zerplatzt – der Traum eines ungestörten Hotdogs am Ende des Kassenbereichs...
Bei der nächsten größeren IKEA - Anschaffung werden wir wohl einen Urlaubstag opfern...
- WIE LANG NOCH?
In der Küchenabteilung angekommen, geht alles ganz fix. Sofern man sich vorher mit dem tollen Küchenkatalog (per Internet bestellt) vertraut gemacht und die Vorstellungen der Traum-Küche mit den wunderbaren vorgefertigten Papiervorlagen in seinen Küchenplan eingearbeitet hat. Auf der IKEA - Homepage gibt es ebenfalls sehr viele nützliche Informationen. Neuerdings kann man von zu Hause aus in 3-D-Optik planen. Ja, ich hatte mich sehr intensiv damit befasst. Die Lernerei für mein Examen wurde um ein paar Tage verschoben...
Nachdem wir uns das Holz noch einmal in Natura angesehen hatten, mussten wir ein kleines bisschen verweilen. Richtig, wer hätte das gedacht – wir waren nicht die einzigen, die ein Küche wollten.
Die Mitarbeiterin tippt unendlich lang den Auftrag in den PC. Am Ende kamen drei Seiten dabei heraus. Alles tutti paletti. Angefangen von den Schrankteilen an sich, über die Griffe, Abschlussseiten, Kranzleisten, den Standbeinen, der Arbeitsplatte … tja, alles eben. Trotz kleinerer Änderungen entsprach der Preis entsprach in etwa dem, was wir zuvor berechnet hatten.
Auf dem Weg zum Ausgang kam ich dann doch nicht an Kerzen, Servietten, Bilderrahmen vorbei. Und wer von unseren Freunden wollte auch die bunten Saftig-Becher ???
- ZU GUTER LETZT: Aus unzähligen Kartons basteln wir mit 4 Händen und etwas Verstand eine Küche.
Die beauftragte Spedition lieferte die Ware pünktlich und die Kollegen trugen auch ganz fleißig und zügig alles nach oben. Es gibt in unserem Haus einen Fahrstuhl, den sie freudig in Anspruch nahmen. Einige Kartons waren schon sehr schwer.
Dank der detaillierten Aufbauanleitung, die IKEA für alle Laien erarbeitet hat, wussten wir genau, was wir als erstes aufzubauen hatten. Halt: ich wusste das, weil ich mich schon vorher damit beschäftigt hatte. Mein Freund ist eher jemand, der alles erst einmal ausprobiert, wie es denn sein könnte. Er benutzt auch bei der Kinderüberraschung nie die Bastelanleitung. Aber ich will hier nicht meckern. Er ist handwerklich äußerst begabt.
Dann kam das große Ordnen. Oberschränke hierhin, Unterschränke dorthin. Beim Kontrollieren des Lieferscheines stellte sich heraus, dass nur ein Teil falsch geliefert wurde. Zum Glück nur eine Tür. Der Aufbau konnte beginnen.
Das ging alles ziemlich einfach, immer nach demselben Schema. Nach dem dritten Schrank hatte man richtig Übung. Es hat im übrigen nicht eine einzige Schraube oder der gleichen gefehlt. Im Gegenteil, teilweise war den Beutelchen noch Ersatz beigefügt. (Nein wir haben kein Teil vergessen einzubauen ;-))
Am schwierigsten war eigentlich, die richtigen Dübel für die Gipskartonwand zu finden. Die gibt es nämlich nicht bei IKEA. Aber zu diesem Thema können im Baumarkt „Ahnungsbären“ umfangreich Auskunft geben.
Auch wenn es anfangs nicht so aussah, als würde die Wand das aushalten, hängen nach vier Monaten immer noch alle Schränke dort, wo wir sie platziert haben. Und wir sind mächtig prächtig stolz auf uns, alles allein gemacht zu haben.
Wessen Budget begrenzt ist, aber auf Echtholz nicht verzichten will (bei der Front zumindest), sollte sich auf jeden Fall einmal bei IKEA umsehen. Ich kann es nur weiterempfehlen.
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