Kurzgeschichten Testbericht

No-product-image
ab 10,41
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 10/2003

Erfahrungsbericht von maurenbrecher

Freund = Freund?!? - Teil 1

Pro:

wisst ihr ja jetzt

Kontra:

wisst ihr ja jetzt

Empfehlung:

Nein

Nun möchte ich mal eine meiner Kurzgeschichten veröffentlichen! Ich habe sie vor ca. einem Jahr für den Religionsunterricht geschrieben und denke, dass ich sie doch eigentlich in mehreren Abschnitten hier posten kann. *g*

---<>---
~~~~~~~~~~~~~~~~~~
Alle Namen habe ich mir ausgedacht!! Sollte jeamd, der so heißt, etwas ähnliches zugestoßen sein, so ist das reiner Zufall!!!!

---<>---
~~~~~~~~~~~~~~~~~
„Ja, danke. Chau!“ Caroline hatte Besuch von ihrer besten Freundin Bianca bekommen. Caroline war 14 Jahre alt und ging in die achte Klasse. Bianca war schon in der Grundschule in ihrer Klasse und sie waren von Anfang an gute Freundinnen, die die schlechtesten zeiten zusammen gemeistert hatten. Sie verabredeten sich zwei bis drei mal in der Woche um dann shoppen zu gehen. Auch heute waren sie wieder in der Stadt und Caroline hatte sich ein paar neue Schuhe gekauft. Jetzt ist es acht Uhr abends und sie macht ihre Hausaufgaben.

Wie jden Morgen holt sie Bianca ab und sie gehen gemeinsam zur Bushaltestelle. Auch sonst war alles normal. Mittags nach der Schule ging Caroline zur Bushaltestelle um dann mit dem Bus nach Hause zu fahren, doch Bianca war nicht da! Caroline dachte sich: „Na, die wird schon noch kommen.“ Als der Bus kam, war Bianca immer noch nicht da. Heute war es ein junger Busfahrer, den Caroline noch nie gesehen hatte. Sie musste stehen, da sie heute zu langsam gewesen war, um einen Sitzplatz zu bekommen. Der Busfahrer fuhr sehr schnell, schneller als sonst die anderen. Und dann schrien auf einmal alle und es schepperte und es krachte und sie flog, stürzte, stieß an etwas und ... alles war schwarz vor ihren Augen!

Da, da rief jemand, dessen Stimme ihr bekannt vor kam, ihren Namen. Sie öffnete langsam ihre Augen und sie sah – ihre Mutter – und ihren Vater und ihren kleinen Bruder Max. Sie lag in einem Bett, doch es war nicht ihr Bett, das fühlte sie sofort. Und es war auch nicht ihr Zimmer, in dem sie, ihre Mutter, ihr Vater und Max waren. Die Tür ging auf und es kam eine junge Frau herein, auch sie war ihr noch nicht begegnet. Die Frau fragte: „Ist sie aufgewacht?“, und kam ans Bett. Jetzt begriff es Caroline, sie war im Krankenhaus und sie hatte ihren rechten Arm und ihr linkes Bein in Gips. Um ihren Kopf hatte sie einen dicken Verband, ihr rechter Fuß war in einer Schiene. Ihren Kopf konnte sie nicht bewegen, da auch ihr Hals in einer festen Schiene saß.

„Wie geht es dir, Caroline?“, fragte die Krankenschwester, die Silvia hieß. Caroline versuchte zu antworten, doch sie brachte keinen Ton heraus; sie versuchte es immer wieder, doch es wollte kein Ton über ihre Lippen kommen! Da kam der Arzt herein und sagte, dass alles wieder gut wird und die Wunden bis auf kleine Narben verheilen werden. Das beruhigte Caroline etwas, aber sie wollte wissen, wie es zu diesem Unfall gekommen war und das versuchte sie mit Zeichen den anderen deutlich zu machen. Der erste, der ihre Zeichen verstand, war Max. Er ’dolmetschte’ für sie. Ihr Vater fing dann an zu erzählen... Um acht Uhr gingen ihre Eltern und ihr Bruder nach Hause. Kurz darauf schlief sie auch schon ein.

Am nächsten Morgen wurde sie um sieben Uhr geweckt und wartete auf das Frühstück. Als um halb zehn immer noch kein Frühstück geklommen war, rief sie Silvia. Ihr versuchte sie das Problem klar zu machen, denn sie konnte immer noch nicht reden. Silvia erklärte ihr, dass sie ihre Mahlzeiten über den Schlauch, der in ihrer linken Hand saß, bekommt. Das beruhigte Caroline. Gegen Mittag kam der Arzt, Silvia und eine andere Schwester. Der Arzt sagte ihr, dass sie wahrscheinlich nur noch im Rollstuhl sitzen muss. Sie war darüber nicht gerade erfreut.

Nachmittags kam dann Bianca vorbei und brachte ihr die Hausaufgaben. Bianca erklärte Caroline, dass sie gestern nicht zur Burshaltestelle kommen konnte, da sie noch einmal in die Stadt musste. Dann fragte, fragte und fragte sie und Caroline versuchte jede Frage mit Zeichen zu beantworten. Am Abend kamen dann ihre Eltern mit Max und blieben wieder bis acht Uhr. So ging es einige Tage lang...

Fortsätzung folgt...

PS: Die Bewertung bezieht sich auf die Kurzgeschichte! *gg*



thx fürs Lesen


© 2003 by Torbjörn Klatt aka maurenbrecher

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-07-10 18:11:00 mit dem Titel Freund = Freund?!? - Teil 2
---<>---
~~~~~~~~~~~~~~~~~
Eines Tages, Caroline hatte wieder Sprechen gelernt, sagte der Arzt, dass sie heute ihren Verband am Kopf abbekommen würde und dass sie wieder normal essen kann. Sie freute sich sehr und fragte gleich, wann sie denn den Gips abkriegt. Dazu konnte er jedoch noch nichts sagen. Diese tolle Nachricht konnte sie nicht länger für sich behalten, deshalb rief sie gleich zu Hause an und erzählte es ihrer Mutter. Als Bianca Nachmittags zu Besuch kam, sah sie sofort, dass der Verband ab war. Sie freute sich mit Caroline, dass es ihr wieder besser ging. Sie redeten viele Stunden miteinander, bis um sechs Uhr, als Carolines Eltern kamen. Es verging so Tag für Tag und Caroline verspürte trotzdem keine Langeweile.

Doch eines Tages kam Bianca nicht und den folgenden auch nicht und den darauf folgenden wieder nicht. Caroline ärgerte sich sehr und rief dann bei Bianca an. Dort nahm keiner ab, nur der Anrufbeantworter und auf den wollte sie nicht sprechen, sie wartet dann lieber eine Weile und spricht dann mit ihr persönlich. Doch sooft sie es auch versuchte, es nahm und nahm keiner ab. Als dann ihre Eltern kamen, erzählte sie ihnen das. Sie konnten es sich auch nicht erklären und versprachen, sich darum zu kümmern. Sobald sie etwas von Bianca hören sollten, wollten sie es Caroline sagen.

Am nächsten Tag kam Bianca wieder nicht. Caroline war richtig böse auf sie. Ihre Mutter sagte ihr dann abends, dass sie Bianca heute Nachmittag in der Stadt gesehen hatte. Mit anderen Jugendlichen, die sie schon öfters im Stadtpark gesehen hat. Caroline wollte diese Jugendlichen genauer beschrieben haben. Als die Mutter fertig war, war Caroline sehr traurig und noch wütender auf Bianca und sie rief: „Mensch Bianca, mit welchen Chaoten lässt du dich da ein!!!“ Sofort kam Silvia und fragte: „Was ist denn los, ist alles in Ordnung?“ Caroline sagte nur: „Ich bin wütend.“ Silvia ging wieder. Ihre Eltern blieben noch ein wenig, dann gingen auch sie. In dieser Nacht konnte Caroline nicht gut schlafen. Sie dachte immer wieder über Bianca nach.

Am nächsten Tag war Caroline sehr, sehr müde und schlecht drauf. Das merkte Silvia und fragte sie darauf hin: „Hey, Caroline. Was ist los? Warum guckst du so traurig? Kann ich dir irgendwie helfen?“ Und dann erzählte Caroline über Bianca. „Ich kann dich ganz gut verstehen“, sagte Silvia, als Caroline fertig war zu erzählen, „So etwas habe ich auch schon einmal erlebt. Wenn du willst, erzähle ich dir die Geschichte.“ „Ja, gerne,“ sagte Caroline, „aber ich bin sehr müde, also, es ist nichts gegen dich, wenn ich einnicke.“ Und Silvia fing an...

„Du hast recht, wenn ich Bianca das nächste mal sehe, werde ich mit ihr darüber sprechen und, wenn sie es bereut, ihr verzeihen. Ansonsten werde ich ihr deine Geschichte erzählen und hoffen, dass sie sie versteht. Ich glaube, du hast mir geholfen andere Menschen zu verstehen. Vielen Dank!“, sagte Caroline, als Silvia zu Ende erzählt hatte. Kurz darauf kamen dann auch ihre Eltern und waren froh, dass Caroline wieder fröhlich war.

Die nächsten Tage und Wochen vergingen und vergingen, aber viel zu langsam. Caroline hatte immer mehr Langeweile, selbst ihre Eltern und Silvia konnten keine neuen Beschäftigungen, die sie noch nicht ausprobiert hat, finden. Caroline konnte ja nicht nur schlafen und fernsehen oder malen, ganz davon zu schweigen, dass sich Caroline über ihre Bilder überhaupt nicht freut, da sie ja nur mit links malen kann. Sie sagte immer dann, wenn sie ein neues Bild gemalt hat: „Silvia schmeiße bitte meine Bilder alte weg oder verbrenne sie! Jedenfalls nicht aufhängen, ich möchte mich nicht blamieren.“ Silvia versucht Caroline es immer wieder klar zu machen, dass sie nichts dafür kann, dass ihre Bilder so krackelig aussehen. Caroline will jedoch nichts wissen. Sie ist total deprimiert.

Dann, eines Tages bei der Visite, sagt der Arzt: „Caroline, morgen wird dein Gips abkommen. Aber vergiß nicht, du wirst wahrscheinlich nicht mehr laufen können, nur noch im Rollstuhl sitzen.“ Caroline war einerseits froh, dass sie den Gips nun endlich abbekommen würde, anderseits jedoch traurig, dass sie nicht mehr laufen kann. Es vergingen noch einige Tage, doch dann...

„Jippy!!! Endlich!!! Ich hab's geschafft!!!“, sie ist außer sich als sie erfährt, dass sie nun entlassen wird.

„Hi, Mum!! Ich werde morgen entlassen!!“, ruft sie, als ihre Eltern abends zu Besuch kommen, Morgen abend kann ich endlich wieder in meinem eigenen Bett schlafen. Es gibt bloß ein Problem. Wie soll ich mit dem Rollstuhl in die erste Etage kommen?“
„Wieso Problem?“, sagte ihr Vater, „Wir haben dein Zimmer mit dem Büro getauscht. Wie findest du das?“
„Oh man, das ist cool. Ich wollte schon immer das Zimmer haben. Und was ist mit dem Badezimmer? Wie soll ich mich jetzt duschen oder baden?“
„Wir haben schon eine behindertenfreundliche Dusche und einen Stuhl, der in die Badewanne gestellt wird, bestellt.“
„Ich habe dir viele Bilder gemalt und Mama hat sie dann in dein neues Zimmer gehängt“, wollte Max sich am Gespräch beteiligen. „Man, was habe ich für eine nette Familie“, schwärmte Caroline und gab allen ein Küßchen.

Fortsätzung folgt...



thx fürs Lesen


© 2003 by Torbjörn Klatt alias maurenbrecher

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-07-12 09:52:12 mit dem Titel Freund = Freund?!? - Teil 4
---<>---
~~~~~~~~~~~~~~~~~
Am nächsten Tag muss Caroline noch nicht in die Schule.
„Mama, heute muss ich in die Stadt. Ich muss noch ein Geschenk für Silvia kaufen.“
„Ja OK, Heute vormittag muss ich noch Hausarbeiten erledigen, wir können dann heute nachmittag in die Stadt fahren.“
„Kann ich mitkommen?“, fragte Max, der genüßlich sein Müsli aß.
„Wenn du dich nicht verabreden willst, gerne“, antwortete die Mutter
„Soll ich dir bei den Hausarbeiten helfen?“, fragte Caroline ihre Mutter.
„Nein, nein, lass mal sein. Das schaffe ich schon alleine.“

Der Vater wurde heute von einem Arbeitskollegen mitgenommen, sodass ihnen das Auto zu Verfügung stand.
„Lasst uns zuerst zum Buchhandel. Ich weiß was Silvia gerne ließt“, sagte Caroline als sie in der Stadt waren.
„Man, was war ich lange nicht mehr in der Stadt“, sagte Caroline als sie auf dem Marktplatz kamen.

„Ja, das ist es was ich suchte“, sie hatte ein Buch gefunden, was Silvia garantiert gefallen würde.
„Ja dann gib mal her, ich bezahle es, oder willst du noch weiter gucken?“
„Nein, nein. Das will ich bezahlen, oder hat Silvia etwa dir geholfen?“, entgegnete Caroline ihrer Mutter entschlossen.
„Mami, bekomme ich ein Teilchen?“, fragte Max, als sie wieder auf dem Marktplatz standen.
„Ja, möchtest du auch eines Caroline?“
„Ja gerne, ich muss so vieles nachholen!“

„Mhmm.... ist das lecker!“, sagte Caroline als sie in das Joghurtplätzchen biss. Oh, verdammt. Kaum esse ich mal wieder ein Plätzchen, schon kleckere ich. Und dann auch noch auf meinen Lieblingspulli.“
„Das ist nicht schlimm. Wozu gibt es denn Waschmaschinen?!“, beruhigte sie die Mutter.
„Caroline, ist das da vorne nicht Bianca?“, sagte Max auf einmal.
„Ja, du hast recht. Das ist Bianca“, bestätigte sie.
„Das sind auch die, mit denen ich Bianca das letzte Mal in der Stadt gesehen habe“, sagte ihre Mutter. Als sie an Bianca und den anderen Jugendlichen vorbeikamen kicherten diese und glotzten Caroline an. Caroline war schlagartig traurig und dachte sich: „Na warte Bianca, mit dir werde ich noch sprechen.“

Als Caroline eine Woche später wieder in die Schule kam, musste sie Unmengen an Fragen beantworten und in den Stunden musste sie jedem Lehrer ihre Geschichte erzählen. Die einzige die keine Fragen stellte oder mit ihr sprach war Bianca. Das fiel Caroline auf und in einer Pause fuhr sie dann zu ihr hin und fragte sie, was denn mit ihr los sei, warum sie nicht mehr ins Krankenhaus gekommen war und warum sie, als sie sich in der Stadt begegnet waren, so dumm geglotzt und gekichert habe. Bianca hob bloß ihre Schultern.

„Hey Bianca, sollen wir uns mal wieder verabreden, um dann in Ruhe miteinander sprechen zu können?“
„Na gut, wenn du unbedingt möchtest. Am besten ist es morgen“, sagte Bianca endlich.
„Das geht prima. Willst du zu mir oder soll ich zu dir kommen?“
„Komm du ruhig zu mir.“

„Morgen gehe ich zu Bianca, wir wollen dann in Ruhe miteinander sprechen“, sagte Caroline abends, vor dem Fernseher, ihren Eltern.

Der nächste Schultag verging dann ziemlich normal. Um drei fuhr Caroline dann zu Bianca, die ja nur ein paar Häuser weiter wohnt.
„Hi, Caroline“, sagte Bianca als sie ihr die Tür öffnete, „wo sollen wir uns hinsetzen?“
„Lasst uns ins Wohnzimmer gehen. Ich denke, dass wir da ungestört reden können“. Dann fing Caroline an Fragen zu stellen...

„Du hast recht, Caroline, ich war echt fies zu dir. Verzeihst du mir? Bitte. Ich verspreche dir, so etwas nie wieder zu tun.“
„Klar verzeihe ich dir, du bist doch meine beste Freundin, oder etwa nicht?“
„Danke. Eigentlich schon und Freunde, die sich nicht zanken, sind keine richtigen Freunde, oder?“
„Genau!“
„Man, was war ich blöde!!“ Und Bianca umarmt Caroline so, als hätten sie sich nie gestritten.

~~~~~~~~~~~~~~~~~
---<>---
~~~~~~~~~~~~~~~~~


---<>---
~~~~~~~~~~~~~~~~
Ich denke mal, dass man gemerkt hat, dass es eine rein fiktive Geschite ist und die Fantasie doch mit mir durchgegangen ist! (Thema der Religionsunterrichtseinheit: Behinderte in unserer Gesellschaft!)

Die Bewertung bezieht sich nun doch eigentlich auf die Freundschaft und wie wichtig doch gute Freunde sind, die wirklich in jeder Situation zusammenhalten können!! Das war auch der eigentliche Sinn, warum ich diese Geschichte geschrieben habe!


Wie immer bin ich über Anregungen und konstruktieve Kritik sehr erfreut!! (und nicht einfach bewerten und fertig! Oder überhaupt nicht bewerten!!!! Wer liest wird schließlich auch ne Meinung haben!)



thx fürs Lesen


© 2003 by maurenbrecher

9 Bewertungen