Erfahrungsbericht von Kahuna
Der Steinkreis - 1. Teil -
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Sicher hatte man ihn gewarnt. Nicht nur einmal, aber er glaubte nunmal nicht an übernatürliche Kräfte, andere Dimensionen oder gar Geister. Schließlich war er Journalist für eine Zeitschrift, die sich auf die Fahne geschrieben hatte allen Berichten, die es mit Übersinnlichem zu tun hatten auf den Grund zu gehen und zu widerlegen. Außerdem war er ja ein Realist und glaubte an die Naturgesetze.
Er würde diesen Esoterikern und Leichtgläubigen schon beweisen, daß alles völliger Unsinn ist.
Okay, es mag Fälle gegeben haben, die nicht aufgeklärt wurden, aber das heißt noch lange nicht, daß es nicht doch eine rein logische Erklärung für sie gibt. Sie sind eben nur noch nicht gefunden worden. Sicher waren auch die falschen Leute mit der Aufklärung befaßt. Vielleicht gibt es auch eine Fraktion, die daran interessiert ist, daß diese Fälle gar nicht aufgeklärt werden.
Das sich Niemand aus dem kleinen Ort unten am Fluß mehr in diesen Wald traute zeigte nur wie weit der Aberglaube auch heute noch im 21. Jahrhundert verwurzelt ist. Einfach lächerlich.
Einerseits hatte er sich diese sommerliche Vollmondnacht ausgesucht um auch wirklich alle Vorurteile in den Wind zu schlagen, andererseits hoffte er auch etwas mehr Licht durch die Äste des ziemlich dichten Waldes zu erhalten.
Nun war er schon eine dreiviertel Stunde dem Weg gefolgt, bald mußte er den Steinkreis erreicht haben.
Er fragte sich gerade, warum es eigentlich immer dunkler wurde? Eigentlich standen die Bäume hier etwas sperrlicher verteilt und Wolken waren auch nicht am Himmel. Er schaltete seine Taschenlampe ein.
Außerdem war es nun doch empfindlich kalt geworden.
Innerlich lächelnd sagte er sich, daß dies für diese Abergläubischen schon wieder Beweis genug gewesen wäre für Zauberei und fremde Mächte.
Da vorne, er konnte sie sehen, die Lichtung mit dem Steinkreis. Nichts war zu hören von unheimlichen Geräuschen oder gar heulenden Wölfen. Wenn er es sich genau überlegte war eigentlich gar kein Geräusch zu hören....
Er trat hinaus auf die Lichtung und schritt auf die Steine zu. Sicher, etwas zögerlich schon, aber schließlich gab es ja auch keinen Grund zur Eile.
Gerade als er den ersten Stein erreichte, meinte er auf der anderen Seite eine Bewegung wahrgenommen zu haben. Nicht irgendeine Bewegung, eher so als würde etwas vor den Bäumen entlang laufen....eigentlich auch nicht wirklich laufen, eher schweben...
Er schüttelte den Kopf, faßte seine Taschenlampe etwas fester und betrat den Steinkreis...
Warnung: Den zweiten Teil solltet ihr nur lesen, wenn ihr wirklich starke Nerven habt ;-)
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-18 23:34:51 mit dem Titel Der Steinkreis (Teil 2)
...auf alles war er vorbereitet, nur nicht auf das was er nun sah.
Aus dem Schatten des größten Steines trat eine Frau hervor,
nicht irgendeine, sondern die schönste Frau, die er je gesehen hatte,
eine Göttin. Ganz in weiß gehüllt, ließ der leichte Stoff im Mondschein erahnen, welch perfekter Körper sich darunter verbarg.
Er war so auf ihre wohlgeformten Brüste fixiert, dass erst nach einigen Sekunden merkte, dass sie ihm ihren linken Arm entgegenstreckte und ihn zu sich heranwinkte. Automatisch kam er ihrer Aufforderung nach und nach einigen Schritten erblickte er ihre tief dunklen Augen und versank augenblicklich in ihnen. An ihrem Hals blitzte ein Medaillon mit dem Bild einer Schlange, das ihn kurz blendete und die Augen schließen ließ.
Als er sie wieder öffnete, war sie verschwunden. Er schaute sich um, konnte sie aber nicht mehr entdecken. Stattdessen nahm er in der Ferne Geräusche war. Zunächst konnte er sie nicht zuordnen, aber sie schienen einem bestimmten Rhythmus zu folgen. Als er mit seiner Taschenlampe in die Richtung leuchten wollte, aus der die Töne kamen, stellte er fest, dass es gar keine Taschenlampe mehr war, die er in der Hand hielt, sondern einen mit Symbolen verzierten Stab, Holzstab. Noch bevor er sich darüber weitere Gedanken machen konnte, wurden die rhythmischen Klänge lauter und er drehte sich in ihre Richtung.
Aus dem Wald liefen ihm tanzende leichtbekleidete Gestalten entgegen, umrundeten ihn und bildeten weiterhin tanzend einen Kreis um ihn. Er drehte sich, dem Rhythmus folgend, mit den Tänzern um sich selbst.
So plötzlich wie alles begann, riss die Musik ab, die Tanzenden blieben stehen und es wurde still. Eine Stille, die ihn genauso abrupt erstarren ließ.
Der Kreis begann sich zu öffnen und durch die sich bildende Gasse kam ihm ein in eine Kutte gehülltes Wesen entgegen....
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-24 12:23:18 mit dem Titel Der Steinkreis - Teil 3 -
...er schlug die Augen auf. Wo war er, was war geschehen? Er schaute sich um. Er lag im Steinkreis, es war früher morgen, die Sonne ging auf. Ihm fröstelte.
Er mußte geträumt haben, konnte sich aber nicht mehr genau erinnern, was.
Etwas verwirrt und schlaftrunken bemühte er sich auf die Beine zu kommen. Ihm schmerzten alle Knochen, aber er stand. Langsam fand er die Orientierung wieder und bewegte sich aus dem Steinkreis zurück in den Wald.
Er folgte dem Weg den er gekommen war, zurück zum Dorf in dem er seinen Wagen abgestellt hatte.
Als er das Dorf erreichte, begegnete ihm ein Dorfbewohner.
\"Waren sie da? Sind sie Drüben gewesen?\"
\"Wo soll ich gewesen sein? Ich habe den Steinkreis gefunden, die ganze Nacht darin geschlafen und nichts ist passiert.\" Er zuckte zusammen, ein Schmerz durchlief seinen Körper, er schlug seine Hand gegen die Brust, die sich anfühlte als würde ihn ein Schmiedeeisen brandmarken.
Als der Schmerz nachließ ging er zu seinem Wagen und fuhr zu seiner Redaktion, er mußte den Bericht schreiben, über die abergläubischen Berichte leichtgläubiger Bewohner eines Dorfes am Fuße eines Waldes in dem sich ein angeblich mystischer Steinkreis befinden sollte.
Harry, der Chefredakteur, empfing ihn.
\"Hey Peter, Du siehst aus als ob Du eine Woche keinen Schlaf bekommen hättest. Wie war dein Ausflug zum Steinkreis? Haben dich die Geister heimgesucht?\" er grinste.
\"Alles Schwachsinn, habe ich doch gesagt. Es gibt keine Geister.\" Peter verkrampfte. Wieder durchzuckte ein brennender Schmerz seine Brust.
\"Was hast Du Pete?\" Harry blickte ihn besorgt an.
\"Ach nichts, habe wohl die Nacht etwas hart gelegen.\"
Peter ging zu seinem Platz und schaltete den Rechner ein.
Einen Augenblick sammelte er sich, dann begann er zu schreiben.
WIEDER EINMAL ERWIES SICH EIN ANGEBLICH MSYTISCHER ORT ALS SCHWINDEL...
Diesmal war der brennende Schmerz in seiner Brust so stark, das er vornüber fiel und sich beide Hände um die Brust verkrampften. Er konnte so nicht weiterarbeiten.
Der Schmerz ließ etwas nach, so daß er sich wenigstens wieder aufrichten konnte.
Er beschloß zunächst nach Hause zufahren und sich ein wenig auszuruhen.
Als er seine Wohnungstür hinter sich schloß, lehnte er sich gegen sie und versuchte seine Gedanken zu sammeln.
Er war müde, er mußte sich einfach ein wenig ausschlafen.
Er ging ins Schlafzimmer und zog sich sein Hemd aus. Da blitzte etwas im Spiegel. Er drehte sich reflexartig zu ihm um und erkannte, daß er eine Kette mit einem Amulett um den Hals trug...Das Amulett einer Schlange...
Das Spiegelbild verschwomm...er sah eine wunderschöne Frau, eine Göttin...ja jetzt kamen langsam die Erinnerungen wieder...er war umzingelt von merkwürdig gekleideten Wesen und eine Gestalt in einer Kutte kam auf ihn zu...
PS: Keine Angst, der 4. wird der letzte Teil. ;-)
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-30 23:20:12 mit dem Titel Der Steinkreis - 4. Teil -
Pete hielt die Luft an. Der Kuttenmann blieb vor ihm stehen. Pete konnte sein Gesicht nicht erkennen, nur zwei leuchtende Augen hoben sich aus dem dunklen inneren der Kaputze ab. Der Duft von Weihrauch lag in der Luft.
Der Kuttenmann streckte beide Arme aus und hielt sie ihm entgegen. Auf seinen geöffneten Handflächen lag ein Dolch. Pete war in eine Art Trancezustand versetzt, wie von einer inneren Kraft gesteuert nahm er den Dolch an sich. Er fühlte ein merkwürdiges vibrieren, das von dem Dolch ausging und durch seinen Körper kroch.
Die Menge um ihn herum geriet in Bewegung, der Kreis öffnete sich und die Wesen knieten nieder.
Der Singsang setzte wieder ein, nun in einem andern Rhythmus, etwas getragener und in einer bestimmten weise fordernder. Irgendetwas wurde von ihm erwartet.
Pete blickte in die Richtung, die der Kreis für ihn geöffnet hatte. Er erkannte einen steinernen Altar. Auf ihr lag \"seine\" Göttin, die ihn hierher geführt hatte. Sie war nackt und ihr Körper bewegte sich in kaum merklichen wellenartige Bewegungen. Auf eine sonderbare Weise, wußte Pete, was die Menge von ihm erwartete.
Er bewegte sich in langsamen Schritten an der Menge entlang auf den Altar zu.
Als er ihn erreichte blieb er stehen und ließ seinen Blick über die Göttin wandern. Zwischen ihren Brüsten und über ihren Bauch hinweg sah er eine kleine Schlange, die sich in gleichem Rhythmus wie die Göttin schlängelte.
Die Schlange hob den Kopf, erblickte Pete und züngelte ihm entgegen.
Automatisch streckte er den Arm aus, packte die Schlange unterhalb des Kopfes und hob sie hoch.
Mit der anderen Hand führte er die Spitze des Dolches unter den Kopfansatz an die Unterseite der Schlange. Die Spitze des Dolches durchstieß die Schlangenhaut, er zog den Dolch langsam an der Schlange entlang, so daß sie auseinander klaffte. Die Menge wurde lauter, der Rhythmus des Singsangs veränderte sich abermals und wurde stakatoartig.
Pete öffnete den Mund und ließ etwas Schlangenblut auf seine Zunge tropfen. Ein warmer süßlicher Geschmack entfaltete sich als es seinen Gaumen passierten und er es hinunter schluckte.
Er spürte eine Kraft durch seinen Körper fließen, die ihn in Ekstase versetzte und scheinbar auch die Menge in ekstatische Stimmung brachte.
Die Göttin auf dem Altar öffnete sich ihm und er schlängelte sich ihr entgegen.
Er glitt über ihren Körper, konnte ihre Erregung spüren und drang in sie ein...
...Pete kam wieder zu sich, sah sich im Spiegel in seinem Schlafzimmer stehen und wußte immer noch nicht, was Traum und was Wirklichkeit war. Es waren so intensive Gefühle die er erlebt hatte, niemals in seinem Leben hatte er nur annähernd so etwas kennen gelernt.
Langsam drehte er den Kopf und blickte am Spiegel vorbei zu seinem Bett.
SIE blickte ihm entgegen und winkte ihn zu sich...
E N D E
Er würde diesen Esoterikern und Leichtgläubigen schon beweisen, daß alles völliger Unsinn ist.
Okay, es mag Fälle gegeben haben, die nicht aufgeklärt wurden, aber das heißt noch lange nicht, daß es nicht doch eine rein logische Erklärung für sie gibt. Sie sind eben nur noch nicht gefunden worden. Sicher waren auch die falschen Leute mit der Aufklärung befaßt. Vielleicht gibt es auch eine Fraktion, die daran interessiert ist, daß diese Fälle gar nicht aufgeklärt werden.
Das sich Niemand aus dem kleinen Ort unten am Fluß mehr in diesen Wald traute zeigte nur wie weit der Aberglaube auch heute noch im 21. Jahrhundert verwurzelt ist. Einfach lächerlich.
Einerseits hatte er sich diese sommerliche Vollmondnacht ausgesucht um auch wirklich alle Vorurteile in den Wind zu schlagen, andererseits hoffte er auch etwas mehr Licht durch die Äste des ziemlich dichten Waldes zu erhalten.
Nun war er schon eine dreiviertel Stunde dem Weg gefolgt, bald mußte er den Steinkreis erreicht haben.
Er fragte sich gerade, warum es eigentlich immer dunkler wurde? Eigentlich standen die Bäume hier etwas sperrlicher verteilt und Wolken waren auch nicht am Himmel. Er schaltete seine Taschenlampe ein.
Außerdem war es nun doch empfindlich kalt geworden.
Innerlich lächelnd sagte er sich, daß dies für diese Abergläubischen schon wieder Beweis genug gewesen wäre für Zauberei und fremde Mächte.
Da vorne, er konnte sie sehen, die Lichtung mit dem Steinkreis. Nichts war zu hören von unheimlichen Geräuschen oder gar heulenden Wölfen. Wenn er es sich genau überlegte war eigentlich gar kein Geräusch zu hören....
Er trat hinaus auf die Lichtung und schritt auf die Steine zu. Sicher, etwas zögerlich schon, aber schließlich gab es ja auch keinen Grund zur Eile.
Gerade als er den ersten Stein erreichte, meinte er auf der anderen Seite eine Bewegung wahrgenommen zu haben. Nicht irgendeine Bewegung, eher so als würde etwas vor den Bäumen entlang laufen....eigentlich auch nicht wirklich laufen, eher schweben...
Er schüttelte den Kopf, faßte seine Taschenlampe etwas fester und betrat den Steinkreis...
Warnung: Den zweiten Teil solltet ihr nur lesen, wenn ihr wirklich starke Nerven habt ;-)
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-18 23:34:51 mit dem Titel Der Steinkreis (Teil 2)
...auf alles war er vorbereitet, nur nicht auf das was er nun sah.
Aus dem Schatten des größten Steines trat eine Frau hervor,
nicht irgendeine, sondern die schönste Frau, die er je gesehen hatte,
eine Göttin. Ganz in weiß gehüllt, ließ der leichte Stoff im Mondschein erahnen, welch perfekter Körper sich darunter verbarg.
Er war so auf ihre wohlgeformten Brüste fixiert, dass erst nach einigen Sekunden merkte, dass sie ihm ihren linken Arm entgegenstreckte und ihn zu sich heranwinkte. Automatisch kam er ihrer Aufforderung nach und nach einigen Schritten erblickte er ihre tief dunklen Augen und versank augenblicklich in ihnen. An ihrem Hals blitzte ein Medaillon mit dem Bild einer Schlange, das ihn kurz blendete und die Augen schließen ließ.
Als er sie wieder öffnete, war sie verschwunden. Er schaute sich um, konnte sie aber nicht mehr entdecken. Stattdessen nahm er in der Ferne Geräusche war. Zunächst konnte er sie nicht zuordnen, aber sie schienen einem bestimmten Rhythmus zu folgen. Als er mit seiner Taschenlampe in die Richtung leuchten wollte, aus der die Töne kamen, stellte er fest, dass es gar keine Taschenlampe mehr war, die er in der Hand hielt, sondern einen mit Symbolen verzierten Stab, Holzstab. Noch bevor er sich darüber weitere Gedanken machen konnte, wurden die rhythmischen Klänge lauter und er drehte sich in ihre Richtung.
Aus dem Wald liefen ihm tanzende leichtbekleidete Gestalten entgegen, umrundeten ihn und bildeten weiterhin tanzend einen Kreis um ihn. Er drehte sich, dem Rhythmus folgend, mit den Tänzern um sich selbst.
So plötzlich wie alles begann, riss die Musik ab, die Tanzenden blieben stehen und es wurde still. Eine Stille, die ihn genauso abrupt erstarren ließ.
Der Kreis begann sich zu öffnen und durch die sich bildende Gasse kam ihm ein in eine Kutte gehülltes Wesen entgegen....
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-24 12:23:18 mit dem Titel Der Steinkreis - Teil 3 -
...er schlug die Augen auf. Wo war er, was war geschehen? Er schaute sich um. Er lag im Steinkreis, es war früher morgen, die Sonne ging auf. Ihm fröstelte.
Er mußte geträumt haben, konnte sich aber nicht mehr genau erinnern, was.
Etwas verwirrt und schlaftrunken bemühte er sich auf die Beine zu kommen. Ihm schmerzten alle Knochen, aber er stand. Langsam fand er die Orientierung wieder und bewegte sich aus dem Steinkreis zurück in den Wald.
Er folgte dem Weg den er gekommen war, zurück zum Dorf in dem er seinen Wagen abgestellt hatte.
Als er das Dorf erreichte, begegnete ihm ein Dorfbewohner.
\"Waren sie da? Sind sie Drüben gewesen?\"
\"Wo soll ich gewesen sein? Ich habe den Steinkreis gefunden, die ganze Nacht darin geschlafen und nichts ist passiert.\" Er zuckte zusammen, ein Schmerz durchlief seinen Körper, er schlug seine Hand gegen die Brust, die sich anfühlte als würde ihn ein Schmiedeeisen brandmarken.
Als der Schmerz nachließ ging er zu seinem Wagen und fuhr zu seiner Redaktion, er mußte den Bericht schreiben, über die abergläubischen Berichte leichtgläubiger Bewohner eines Dorfes am Fuße eines Waldes in dem sich ein angeblich mystischer Steinkreis befinden sollte.
Harry, der Chefredakteur, empfing ihn.
\"Hey Peter, Du siehst aus als ob Du eine Woche keinen Schlaf bekommen hättest. Wie war dein Ausflug zum Steinkreis? Haben dich die Geister heimgesucht?\" er grinste.
\"Alles Schwachsinn, habe ich doch gesagt. Es gibt keine Geister.\" Peter verkrampfte. Wieder durchzuckte ein brennender Schmerz seine Brust.
\"Was hast Du Pete?\" Harry blickte ihn besorgt an.
\"Ach nichts, habe wohl die Nacht etwas hart gelegen.\"
Peter ging zu seinem Platz und schaltete den Rechner ein.
Einen Augenblick sammelte er sich, dann begann er zu schreiben.
WIEDER EINMAL ERWIES SICH EIN ANGEBLICH MSYTISCHER ORT ALS SCHWINDEL...
Diesmal war der brennende Schmerz in seiner Brust so stark, das er vornüber fiel und sich beide Hände um die Brust verkrampften. Er konnte so nicht weiterarbeiten.
Der Schmerz ließ etwas nach, so daß er sich wenigstens wieder aufrichten konnte.
Er beschloß zunächst nach Hause zufahren und sich ein wenig auszuruhen.
Als er seine Wohnungstür hinter sich schloß, lehnte er sich gegen sie und versuchte seine Gedanken zu sammeln.
Er war müde, er mußte sich einfach ein wenig ausschlafen.
Er ging ins Schlafzimmer und zog sich sein Hemd aus. Da blitzte etwas im Spiegel. Er drehte sich reflexartig zu ihm um und erkannte, daß er eine Kette mit einem Amulett um den Hals trug...Das Amulett einer Schlange...
Das Spiegelbild verschwomm...er sah eine wunderschöne Frau, eine Göttin...ja jetzt kamen langsam die Erinnerungen wieder...er war umzingelt von merkwürdig gekleideten Wesen und eine Gestalt in einer Kutte kam auf ihn zu...
PS: Keine Angst, der 4. wird der letzte Teil. ;-)
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-30 23:20:12 mit dem Titel Der Steinkreis - 4. Teil -
Pete hielt die Luft an. Der Kuttenmann blieb vor ihm stehen. Pete konnte sein Gesicht nicht erkennen, nur zwei leuchtende Augen hoben sich aus dem dunklen inneren der Kaputze ab. Der Duft von Weihrauch lag in der Luft.
Der Kuttenmann streckte beide Arme aus und hielt sie ihm entgegen. Auf seinen geöffneten Handflächen lag ein Dolch. Pete war in eine Art Trancezustand versetzt, wie von einer inneren Kraft gesteuert nahm er den Dolch an sich. Er fühlte ein merkwürdiges vibrieren, das von dem Dolch ausging und durch seinen Körper kroch.
Die Menge um ihn herum geriet in Bewegung, der Kreis öffnete sich und die Wesen knieten nieder.
Der Singsang setzte wieder ein, nun in einem andern Rhythmus, etwas getragener und in einer bestimmten weise fordernder. Irgendetwas wurde von ihm erwartet.
Pete blickte in die Richtung, die der Kreis für ihn geöffnet hatte. Er erkannte einen steinernen Altar. Auf ihr lag \"seine\" Göttin, die ihn hierher geführt hatte. Sie war nackt und ihr Körper bewegte sich in kaum merklichen wellenartige Bewegungen. Auf eine sonderbare Weise, wußte Pete, was die Menge von ihm erwartete.
Er bewegte sich in langsamen Schritten an der Menge entlang auf den Altar zu.
Als er ihn erreichte blieb er stehen und ließ seinen Blick über die Göttin wandern. Zwischen ihren Brüsten und über ihren Bauch hinweg sah er eine kleine Schlange, die sich in gleichem Rhythmus wie die Göttin schlängelte.
Die Schlange hob den Kopf, erblickte Pete und züngelte ihm entgegen.
Automatisch streckte er den Arm aus, packte die Schlange unterhalb des Kopfes und hob sie hoch.
Mit der anderen Hand führte er die Spitze des Dolches unter den Kopfansatz an die Unterseite der Schlange. Die Spitze des Dolches durchstieß die Schlangenhaut, er zog den Dolch langsam an der Schlange entlang, so daß sie auseinander klaffte. Die Menge wurde lauter, der Rhythmus des Singsangs veränderte sich abermals und wurde stakatoartig.
Pete öffnete den Mund und ließ etwas Schlangenblut auf seine Zunge tropfen. Ein warmer süßlicher Geschmack entfaltete sich als es seinen Gaumen passierten und er es hinunter schluckte.
Er spürte eine Kraft durch seinen Körper fließen, die ihn in Ekstase versetzte und scheinbar auch die Menge in ekstatische Stimmung brachte.
Die Göttin auf dem Altar öffnete sich ihm und er schlängelte sich ihr entgegen.
Er glitt über ihren Körper, konnte ihre Erregung spüren und drang in sie ein...
...Pete kam wieder zu sich, sah sich im Spiegel in seinem Schlafzimmer stehen und wußte immer noch nicht, was Traum und was Wirklichkeit war. Es waren so intensive Gefühle die er erlebt hatte, niemals in seinem Leben hatte er nur annähernd so etwas kennen gelernt.
Langsam drehte er den Kopf und blickte am Spiegel vorbei zu seinem Bett.
SIE blickte ihm entgegen und winkte ihn zu sich...
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