Kurzgeschichten Testbericht

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Erfahrungsbericht von LillyMarlene

Christin und Sebastian

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Christin und Sebastian kannten sich fast 2 Jahre. Sie lernten sich im an einem lauen Tag im Spätsommer kennen und waren von da an unzertrennlich.


Kam Sebastian doch jeden Tag zu Christin. Jeden Abend um Punkt 23.00 Uhr war er bei ihr. Hörte sich die Erlebnise ihres Tages an und war einfach nur stiller Zuhörer, wenn sie ihre Probleme los werden wollen. Freute sich mit ihr oder half ihr in schwierigen Situation.


Auf Sebastian verzichten wollte Christin nicht mehr. Denn er war ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens geworden. Er war ihr Vertrauter. Eigentlich war er der einzige, dem sie wirklich vertraute. Niemand wußte so genau wie Sebastian, wie es in ihr aussah. Und auf Sebastian war verlaß.


Tagsüber war Christin ausgefüllt mit ihrer Arbeit. Sie war Abteilungsleiterin einer großen Bank und hatte nie viel Zeit um nachzudenken. Doch wenn sie abends in ihre Wohnung kam und es still um sie herum wurde, dann freute sie sich auf seine Besuche. Denn Freunde hat Christin wenige. Die Arbeit ließ ihr einfach keine Zeit, einen großen Freundeskreis zu pflegen und die wenigen Freunde die sie hatte, sah sie nur selten. Ihr war abends einfach nicht mehr danach weg zu gehen. Aber sie hatte ja Sebastian. Er war einfach nur da und seine Anwesenheit erfüllte sie mit Ruhe und Ausgeglichenheit.


Jeden Abend, wenn sie um 22.30 Uhr ins Bett ging, wartete sie schon ungedulgig auf ihn. Und pünklich kam er dann auch. Dann, wenn sie endlich eingeschlafen war und sich endlich in seine Nähe flüchten konnte. Er saß einfach nur bei ihr.

2 Jahre war Sebastian nun schon ihr treuer Begleiter und sie fürchtete sich vor dem Tag, an dem er vielleicht nicht mehr kommen würde. Wenn sie auch in ihren Träumen alleine sein würde. So alleine, wie wenn sie abends die Tür nach einem anstregenden Tag öffnet.




----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-20 20:43:43 mit dem Titel Der alte Mann und der Junge

Johann ging wie Tag, wenn es schön war, in den nahegelegenden Park. Er lag direkt hinter dem Altersheim, in dem seit 3 Jahren wohnte. Er ging einfach nur spazieren oder setzte sich auf die Bank am Teich und beobachtete die Ente. Oft nahm er auch ein Stück Brot mit, das übrige geblieben ist vom Frühstück und fütterte damit die Enten.


Auch an diesem Tag saß er auf der Bank und hing seinen Gedanken nach. Johann war mittlerweile 82 Jahre alt. Seine Frau starb vor 4 Jahren und der Kontakt zu seinen 3 Töchter und 2 Söhnen war recht sporadisch. Seine Kinder besuchten ihn selten und das tat ihm sehr weh. Sie hatten selber Familie und 2 von ihnen waren auch schon Großmütter.


Er dachte über die Zeit nach, in der er noch ein junger Mann war, als er plötzlich neben sich ein Schluchtzen vernahm. Er dreht sich um und sah einen kleinen Jungen neben sich auf der Bank sitzen. Warum weinst Du, fragte Johann.


Es ist w...w... wegen Julia, antwortet der Junge. Was ist mit Julia und wie heißt Du mein Kleiner? Julia ist meine beste Freundin und ich heiße Fabian. So kamen die beiden ins Gespräch. Fabian erinnerte Johann sehr an seinen kleinen Urenkel, den er das letzte Mal vor zwei Jahren gesehen hatte. Er schätze ihn auf ca. 7 Jahre und er hatte Recht. Langsam trockneten Fabian\'s Tränen und er fing an zu erzählen.


Julia war Fabian\'s beste Freundin. Sie kannte sich aus dem Kindergarten und waren auch in der Schule unzertrennlich. Sie verbrachten ihre ganze Zeit miteinander. Dann aber zog Julia mit ihren Eltern in die USA und die beiden können sich nicht mehr sehen. Fabian vermißt Julia sehr. Deshalb war er auch so traurig.


Die Geschichte erinnerte Johann an seine Zeit als er im Krieg in Rußland stationiert war. Dort lernte er ein nettes Mädchen kennen und die beiden sahen sich, wann immer es nur ging. Auch sie waren unzertrennlich und auch sie trennte das Leben. Doch als der Krieg zu Ende war, mußte Johann nach Hause und hat dieses Mädchen nie wieder gesehen. Noch heute denkt er oft an sie und dieses Erinnerungen schmerzen sehr.


Weißt Du, sagte Johann, auch wenn Julia nun sehr weit weg ist und Du sie nicht mehr sehen kannst, ist doch immer bei Dir. Sie ist in Deinem Herzen und wenn Du die Erinnerung an sie immer pflegst, dann wird sie dort auch bleiben. Und Julia wird es sicher nicht anders ergehen. Schreibe ihr doch einen Brief, schreibe ihr, das Du sie vermisst und wie sehr Du sie magst. Male ihr ein Bild und schicke eines von Dir mit. Wenn sie Dich auch so sehr mag, dann wird sie sich freuen. Und irgendwann werdet ihr auch wiedersehen. Du mußt nur ganz feste daran glauben. Denn der Glaube ist das, woran der Mensch festhalten muß.


Fabian fühlte sich gleich besser und im Geiste malte er schon sein Bild. Lange saßen die Beiden noch zusammen am Teich und fütterten gemeinsam die Enten. Sie redeten und lachten viel. Sie fühlten sich einfach wohl in der Gegenwart des anderen. Bald wurde es Zeit für beide wieder nach Hause zu gehen. Johann in sein Zimmer im Altenheim und Fabian zu seinen Eltern. Doch sie sahen sich wieder. Fabian erzählte Johann über seinen Briefe zu Julia und Johann erzählte über sein Leben, denn das hatte viele Geschichten, die erzählenswert waren.



----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-24 16:26:20 mit dem Titel R O B I N

***Ich möchte kurz daraufhinweisen, das meine Kurzgeschichten alle frei erfunden sind und nicht auf Tatsachen beruhen. Mir fallen die Geschichten oft nachts ein, wenn ich nicht schlafen kann und dann werden sie sofort niedergeschrieben ;-)***
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Sie ging wie immer an einem Sonntag an dem kleinen See, nahe ihrer Wohnung spazieren. Der See war eingeschlossen von einem Wald und sie mochte die Ruhe, die dieser Ort ausstrahlte.

Gedankenversunken ging sie den Weg gelang, als sie plötzlich ein Wimmern vernahm. Sie schaute sich um und sah nichts. Doch das Wimmern ging bald über in ein bitterliches Schluchzen und sie schaute genauer nach. In einer Lichtung im Wald sah sie einen kleinen Jungen sitzen, der einen Teddy eng an sich gedrückt hielt. Sie ging auf den Jungen zu und fragte ihn, ob er seine Eltern verloren hätte. Doch der Junge schüttelte nur mit dem Kopf und weinte noch mehr. Sie kniete sich neben ihn und fragte, wie er heiße. Und er antwortete: Robin. Auf die Frage, wie alt er sei, sagte er 7 Jahre. Dann fragte sie Robin, warum er denn so weinen würde und warum er sich im Wald aufhalten würde, direkt am See und so ganz alleine. Und ob seine Eltern nicht auf ihn warten würden. Da fing er wieder heftig an zu weinen und drückte noch fester seinen Teddy an sich.

Sie nahm ihn in ihre Arme und wartete, bis er sich ein bißchen beruhigt hatte. Er meinte nur, er hätte das Geld verloren, für das er eine Besorgung für seine Eltern machten sollte und jetzt traut er sich nicht nach Hause, weil sein Vater immer böse würde und dann immer fürchterlich schimpfen würde.

Sie versuchte ihn zu beruhigen und sagte, das es nicht so schlimm sei, wenn er etwas verliert. Jeder könnte was verlieren, das passiert auch Erwachsenen und das sein Vater bestimmt nicht so böse sein würde. Sie versprach Robin, ihn nach Hause zu begleiten und wenn nötig ihn vor seinem Vater ihn Schutz zu nehmen. Doch das wollte Robin nicht, er wolle noch am See bleiben und dann alleine nach Hause gehen und seinem Vater alles beichten.

Sie berücksichtige Robins Wunsch und ließ den Jungen alleine. Sie warnte ihn nur, er solle bald nach Hause gehen, weil es bald dunkel würde und er so ganz alleine am See nicht bleiben könnte, weil es zu gefährlich für einen Jungen in seinem Alter sei. Robin versprach ihr bald nach Hause zu gehen, er wolle nur noch ein bißchen dort sitzen bleiben und gehen, wenn man nicht mehr sieht das er geweint hat.

So machte sie sich auf den Weg nach Hause und Robin ging ihr eine zeitlang nicht aus dem Kopf. Am nächsten Morgen laß sie beim Frühstück die Zeitung und ein Artikel fiel ihr ins Auge. Im nahegelegenen See wurde spät abends die Leiche eines etwa 7 jährigen Jungen gefunden, der einen Teddy eng umschlungen hielt.

Es war Robin. Und da wußte sie, daß es der größte Fehler war, den sie in ihrem Leben gemacht hat, diesen kleinen Jungen alleine am See zurück zulassen.


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-24 16:25:27 mit dem Titel Mit den Augen von Luca-Benedikt

***Ich möchte kurz daraufhinweisen, das meine Kurzgeschichten alle frei erfunden sind und nicht auf Tatsachen beruhen. Mir fallen die Geschichten oft nachts ein, wenn ich nicht schlafen kann und dann werden sie sofort niedergeschrieben ;-)***
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Luca-Benedikt wurde an einem kalten Januartag geboren und Luca-Benedikt war anders als die anderen Babys. Denn er war von Geburt an krank und hatte nie die Chance sein Leben wie die anderen Kinder zu leben. Auch wußte man das Luca nie alt werden würde. Er hatte höchtens 8 Jahre zu leben.

Aber Luca-Benedikt war ein besonderes Kind. Denn er hatte eine ungewöhnlich Begabung. Luca sah die Welt mit seinen Augen anders als seine Mitmenschen. Er sah die Welt in den schönsten Farben. Er sah nicht den Krieg, die Wut, den Schmerz, die diese Welt mit sich brachte. Luca sah nur das Gute. Und er besaß die Auffassung mit dem zu reden, was sich zwischen den Welten bewegte. Er redete nicht laut, denn reden konnte er nicht. Er sprach in Gedanken mit den Seelen, die sich um ihn herum versammelten. Denn Luca war eine Aufgabe erteilt worden. Er solle den Menschen Frieden bringen. Und Luca konnte sie sehen, die Seelen. Denn er hatte auch ganz besondere Augen. Augen, die nur er besaß. Und diese Augen sprachen. Sprachen zu den Menschen, die ihn liebten, die er liebte. Wenn Luca den Raum betrat, waren die Menschen um ihn herum ruhig und sie schauten ihm in die Augen und es herrschte Ruhe und Frieden. Denn wo immer Luca-Benedikt auftauchte, zog er Blicke in seinen Bahn. War es vielleicht ein äußeres, aber ein Blick in seine Augen reichte und man verspürte einen inneren Frieden.

Luca konnte durch seine Augen das vermitteln, was die Seelen ihm mitteilten. Und obwohl Luca nie ein Wort gesprochen hat, verstand ihn jeder. Denn jeder hat die Sprache seiner Augen verstanden. Seine ganz eigene Sprache. Bald war Luca sehr bekannt und er schaffte es immer wieder, wo er auftauchte, Frieden zu bringen. Vielleicht waren es auch seine Gedanken, mit denen er sich mitteilte, aber er wurde verstanden.

Und so wuchs Luca heran und Luca reiste viel in der Welt herum und brachte den Menschen Frieden. Er brachte Frieden, in dem er seinen Mitmenschen in die Augen schaute, mit einem Blick der zu anderen sprach. Mehr sprach als 1000 Worte je hätten bezwecken können. Ständig wurde er begleitet von den Seelen, den guten Seelen, die ihm den Weg weisten und und ihm die Worte sagten, die er als Kind hätte nie sprechen können.

An einenm kalten Januartag, es war sein 8. Geburtstag, holten die Seelen ihn Heim, Heim in das Reich, das ihn die ganzen Jahre begleitet und beschützt hatte und er hatte keine Angst, denn er wußte, das es dort so sein würrde, wie er es anderen vermittelt hatte, friedlich. Und Luca-Benedikt bekam die Aufgabe zugeteilt, dem nächsten Kind, das geboren würde mit der gleichen Gabe, die er hatte, zur Seite zu stehen und ihm die Dinge auf den Weg zu geben, die man ihm auf den Weg gegeben hat.


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-07-24 17:12:02 mit dem Titel Eine Weihnachtsgeschichte

***Ich möchte kurz daraufhinweisen, das meine Kurzgeschichten alle frei erfunden sind und nicht auf Tatsachen beruhen. Mir fallen die Geschichten oft nachts ein, wenn ich nicht schlafen kann und dann werden sie sofort niedergeschrieben ;-)***
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Es ist auch diesmal wie jedes Jahr Weihnachten. Sie hatte den ganzen Tag in der Küche gestanden hatte gebacken und gekocht. Der Duft von Plätzchen durchzog die ganze Wohnung und die Ente brutzelte genüsslich vor sich hin im Ofen. Aus dem Wohnzimmer klangen leise Weihnachtslieder.


Den Tannenbaum hatte sie wie jedes Jahr schon früh morgens geschmückt. Dieses Jahr ist er besonders schön geworden. Alles leuchtete in einem hellen Gold. In den Engel spiegelte sich sanft das Kerzenlicht der Lichterkette. Der Stern auf der Spitze des Tannenbaumes strahlte diesmal besonders.


Draußen wurde es dunkel. Aus der ferne hörte sie die Kirchenglocken, sie das Weihnachtsfest einläuteten. Es wurde Zeit, das sie den Tisch deckte. Sie deckte für den Tisch für 2 Personen. Dann wurde es Zeit, die Ente aus dem Ofen zu holen. Nachdem das Essen auf dem Tisch stand, zündete sie die Kerzen an und servierte.


Sie hatte für zwei gedeckt. Doch sie aß alleine. Es war jetzt genau 1 Jahr her, das er sie an Heiligabend verließ. Wortlos seine Koffer nahm und für immer aus ihrem Leben verschwand. Wahrhaben wollte sie es nie und sie hatte bis zum Schluß daran geglaubt, das er wieder kommen würde. Doch er kam nicht.


Im Radio lief ihr Lieblingsweihnachtslied \"little Drummerboy\" und nachdem sie fertig war mit Essen, räumte sie den Tisch ab, blies die Kerzen aus und zog sich für den Spaziergang an. Draußen hatte es mittlerweile anfangen zu schneien und als sie durch die Straßen lief und in die weihnachtlich geschmückten Fenster schaute, Familien fröhlich lachend sah, wurde ihr schwer ums Herz. Ein erdrückende Schwermut überfiel sie und sie hatte das Gefühl, als würde ihr die Luft abgeschnürt.


Plötzlich blieb sie stehen, sie sah in ein Fenster und sah ihn. Sah ihn, wie er mit einer anderen Frau Weihnachten feierte, sah ihn wie er lächelnd ihre Hand hielt und ihr einen goldenen Ring überstreifte, so wie er es einmal an Weihnachten auch bei ihr gemacht hatte. Eilig lief sie weiter. Immer weiter bis sie an dem nahegelegenen See ankam, auf dem eine dünne Eisschicht lag.


Als sie die dünne Eisdecke betrat sagte sie noch einmal leise \"ich wünsche Dir eine gesegnete Weihnacht\" und dann verschwand sie für immer in der Dunkelheit.

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-01 20:26:38 mit dem Titel Aus dem Tagebuch eines Säuglings

Hallo, ich heiße Niklas, werde in 7 Wochen 3 Jahre alt und möchte Euch gerne was aus meinem Leben erzählen. Ich weiß, ich bin noch sehr klein, aber ich habe genug mitmachen müssen, um darüber zu erzählen. In diesem Abschnitt erzähle ich von meinem Start ins Leben.

Irgendwann im Februar 1999 habe ich gedacht, och heute bin ich mal der schnellste der Truppe und möchte auch mal was anderes sehen, als nur meine zig Millionen Geschwister und bin extra schnell geschwommen, damit ich eine faire Chance habe, auch mal was spannendes außerhalb zu erleben. Also war ich der schnellste und habe mich gleich in meiner neuen Verpackung wohlgefühlt.

Schnell bin ich immer größer geworden und mir ging es richtig gut in meinem 1-Zimmer-Apartment. Meine Mama hat immer mit mir gesprochen, das habe ich gehört und sie hat mich immer mit \"mein kleines Mädchen\" angesprochen. Höhö sie war ja auch im Glauben, das ich ein Mädchen bin, hat der Doktor auch zu ihr gesagt, aber 3 Wochen vor meiner Geburt, hat er sie dann eines besseren belehrt und danach war das irgendwie anders hier. Ich habe ein paar Tage an meiner Mama gemerkt, das sie nicht mehr so lustig und fröhlich war, aber das sich schnell wieder geändert. Nur statt \"meine Süße\" hat sie dann immer \"mein Kackbomber\" gesagt, och der Name gefiel mir aber auch ganz gut.

Dann so etwa 6 Wochen bevor mir der Mietvertrag gekündigt wurde, habe ich an Mamas Herzschlag gemerkt, das sie sich wohl über irgendwas ganz dolle aufgeregt hat und da wurde mir das zu bunt hier drin und ich habe immer ganz feste an Mamas Bauch geklopft und immer mit meinem Füßen getreten, bis auf einmal das Wasser weg war, in dem ich mich immer so wohl gefühlt habe.

Und dann wurde mir das langsam zu ungemütlich. Da kam doch so ein komisches Ding und hat mein Zelt ganz kaputt gemacht und dann wollte ich nur noch weg. Ich habe geschoben und gemacht und getan und irgendwann hatte ich dann wieder neues Wasser um mich rum. Das war aber irgendwie ganz anders, als vorher. Das war auf einmal so hell und so ganz viele Leute standen da rum. Mein Papa, meine Oma, so ein Kerl in einem weißen Kittel, ich glaube das war der Kinderarzt, weil ich doch eine Frühgeburt war und zwei nette Tanten, die sich Hebammen nennen.

Doch noch ehe ich was sagen konnte, blieb auch schon meine Stimme weg und die haben mich ganz schnell von Mamas Brust geholt, wo ich doch gerade erstmal einen Schluck trinken wollte, denn so eine Geburt macht doch ganz schön hungrig. Die haben mich ganz schnell weggebracht, weil ich nämlich keine Luft mehr bekommen habe und die haben immer was unausgereiften Lungen und Sauerstoffgerät erzählt.

Dann haben die mich überall gepiekt und an ganz viele Kabel und Schläuche gelegt und mir so ein Ding auf die Nase gesetzt, damit ich wieder Luft bekommen habe. Man das war vielleicht unangenehm kann ich nur sagen. Im Kopf eine Nadel, in den Händen und Armen und an meinem Fuß hing so ein Ding, damit die gucken konnte, ob ich auch genug Sauerstoff habe.

Und dann haben die mich in mein Bettchen gelegt und erstmal schlafen lassen. Irgendwann bin ich wachgeworden und habe meine Mama gerochen, die neben mir stand und mein Händchen gehalten hat. Mich in Mamas Arm kuscheln durfe ich nämlich nicht, weil ich an diesen ganzen Kabel hing und die sagten, ich soll mich ausruhen. Ich habe auch gehört, wie der Doktor zur Mama sagte, das nicht damit gerechnet haben, mich durchzubekommen. Ich weiß zwar nicht was das bedeutet, aber das muß was schlimmes gewesen sein, denn Mama hat danach ganz doll geweint und mich ganz lieb gestreichelt und gesagt, das sie so froh ist, daß ihr kleiner Kackbomber lebt und gesund ist. Ich hatte einfach Glück, weil ich ja so groß und kräftig für eine Frühgeburt war. Ich war nämlich 48 cm groß und 2700 gr. und der Doktor hat gesagt, das ist für ein Baby, das fast 6 Wochen zu früh kommt, sehr viel. Denn normal sind die fast 500 gr. leichter und auch viel kleiner. Höhö und letzte Woche hat mein Doktor gesagt, das ich mindestens 190 cm groß werde.

Ganze 2 Wochen mußte ich noch im Krankenhaus bleiben, bis ich dann endlich nach Hause durfte zu meinem Papa und meiner Schwester. Die haben sich ganz doll gefreut, als ich endlich ankam. Und meine Oma hat mich erstmal in den Arm genommen und mich stundenlang ganz lieb geknuddelt und gestreichelt. Im Krankenhaus war das nämlich nicht so schön, meine Mama kam zwar ganz oft am Tag, aber sie durfte nie lange bleiben und mit mir schmusen. Sie hat immer nur meinen Popo sauber gemacht und mir was zu essen gegeben. Und dann mußte ich wieder schlafen, weil das sonst noch zu anstregend gewesen wäre, für meine Lungen. Ich habe nämlich gequitscht wie eine Ente, wenn ich geatmet habe. Aber ich habe mich doch ganz schnell wieder erholt. Und heute habe ich so gute Lungen, daß ich damit ganz laut und gaaaaaaanz viel schreien kann.

Und wenn Euch meine Geschichte gefallen haben sollte, dann werde ich Euch auch weiterhin ein wenig aus meinem Leben erzählen. Denn zu erzählen habe ich genug.


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-03 15:27:51 mit dem Titel Der Ort der Ruhe

Begegnet sind sie sich das erste Mal am Bach in dem kleinen Wäldchen irgendwo in den Bergen. Er war 17 und stammte aus reichem Hause. Sie war 15 und die Tochter einer armen Bauernfamilie.


Maria, so hieß sie, kam jeden Sonntag nach der Messe an diesen Ort der Ruhe. Sie liebte es, den Fischen beim lustigen Treiben zuzusehen oder einfach nur die Seele baumeln zu lassen. Florian, stieß nur zufällig an diesen Ort, weil er eigentlich auf der Jagd nach Wild war. Er sah sie am Bach sitzen und war von Anfang an von ihrer Anmut fasziniert und stellte sich hinter einen Baum und beobachtet sie, wie einfach nur so dasaß und die Stille genoss. Nach einer Weile fasste er all seinen Mut zusammen und ging auf sie zu. Leise sprach er sie an und fragte sie nach ihrem Namen.


Erschrocken zuckte sie zusammen, denn eigentlich war sie immer alleine an diesem Ort. Noch nie in der ganzen Zeit, wo sie regelmäßig hinkam, ist jemals einer dort vorbeigekommen. Leise und mit rotem Kopf sagte sie: Maria. Er frage sie noch woher sie kam und ob sie öfters dort hinkäme, weil sie so zufrieden und glücklich aussähe. Ja, antwortete sie, jeden Sonntag wäre sie da und würde dort den Tag verbringen. Fern von den Sorgen und Nöten, die sie zu Hause hätte und das sie dort ein wenig Ruhe und Kraft tanken würde, damit sie das anstrengende Leben, dass sie führte, überstehen könnte. Florian fing an, von sich zu erzählen, das er aus reichem Hause käme und das seine Eltern sehr streng mit ihm seien. Sie verlangten von ihm, dass er seine Familie auf etlichen Wohltätigkeitsveranstaltungen im Dorf präsentieren müsste und das er darauf eigentlich keine Lust hätte. Seine Eltern wollten, dass er einmal ein angesehener Arzt werde, er aber lieber Jäger oder Bauer werden möchte. Er mochte das Leben in Gesellschaft nicht, sondern liebte das einfache Leben in der Natur


Maria hörte Florian aufmerksam zu und sie beneidete ihn um sein Leben, denn sie war nur ein Leben in Armut gewohnt und malte sich richtig aus, wie es wäre, wenn sie auch auf diese Party wäre und einmal schicke Kleidung tragen und sich einmal richtig satt essen zu können. Aber je länger sie ihm zuhörte, desto mehr bemitleidete sie ihn, denn es war ein Leben in Etikette, denn er konnte noch nicht das tun, was er gerne wollte.


So langsam ging die Sonne unter und die beiden verstanden sich richtig gut und freundeten sich an. Und sie versprachen, dass sie sich nicht das letzte Mal gesehen haben. Sie verabredeten sich für den nächsten Sonntag, an dem sie sich wieder an diesem Bach treffen wollten und einfach nur reden, über ihr Leben, über ihre Ängste und Sorgen und über ihre Träume.



----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-03 17:07:39 mit dem Titel Aus dem Tagebuch eines Säuglings - Teil 2

***Dies ist der 2. Teil des Tagesbuches, geschrieben von einem fast 3jährigen Kindes, der mein Sohn ist*** Teil 1 findet Ihr übringes auch hier bei Yopi :-)

Ich war 5 Wochen alt, als der Doktor sagte, mit meinem Kopf ist etwas nicht Ordnung. Meine Mama sagte immer liebevoll Eierköpfchen zu mir, weil mein Kopf wirklich so aussah. Er war vorne ganz breit und hinten spitz wie ein Ei. Meine Mama hat auch immer gesagt, dass das beim Fütten weh tun würde, wenn der spitze Knochen in den Arm drückt. Aber sie hat mich auch so ganz doll lieb gehabt, das habe ich gemerkt. Die nette Hebamme, die immer gekommen ist, hat gesagt, das muß wohl Vererbung sein und irgendeiner in meiner Familie muß auch einen Eierkopf haben.

Meine Mama ist dann mit mir mal zum Doktor gegangen, damit der sich das ansieht und Doktor sagte, das ihm die Kopfform gar nicht gefallen würde und dann drückte der mir so auf dem Kopf rum. Hat zwar nicht wehgetan, aber gefallen hat es mir nicht. Und dann musste ich für weitere Untersuchungen ins Krankenhaus. Ich habe meinen Kopf in so ein Ding gesteckt, und die haben eine Computertomografie von mir gemacht, damit sie sehen konnten, wie meine Schädelknochen genau aussahen. Das war vielleicht langweilig, 2 Tage im Krankenhaus für eine Untersuchung.

Und dann haben sie gesagt, die Fontanellen sind zusammengewachsen. Und das darf nicht sein, weil mein Gehirn sonst keinen Platz zum Wachsen hätte und ich behindert werden könnte. Und dann musste ich wieder ins Krankenhaus. Diesmal in ein anders. Diesmal musste ich zur Uniklinik nach Essen fahren. Denn dort haben die viel mehr Möglichkeiten meinen Kopf zu testen. Ich musste eine Augentest machen und meine Gehirnströme wurden gemessen und noch etliche weitere Test. Aber die fand ich nicht schlimm, denn ich war ja noch klein, erst 7 Wochen alt und ich habe die meisten Untersuchungen verschlafen. Bin ich doch mal wach geworden und habe geweint, hat Mama mich in Arm genommen und ganz doll getröstet und dann habe ich wieder artig stillgehalten. Und dann stand fest. Ich muss operiert werden. Dafür musste ich dann wieder ein anderes Krankenhaus. Weil meine Mama mich in Essen nicht operieren lassen wollte, weil die nämlich keine Ahnung davon haben. Das hat eine Ärztin meiner Mama erzählt, als die bei mir einen Gentest gemacht haben. Denn meine Krankheit ist wohl eine Erbkrankheit und die wollten jetzt wissen, ob ich der erste bin, der sie hat oder ob irgend jemand in meiner Familie das auch in sich stecken hat. Es kann sich aber auch nur um eine Gendefekt handeln. Wenn ich irgendwann mal Kinder kriegen sollte, liegt die Möglichkeit bei 50 % das sie die gleiche Krankheit haben wie ich. Meine Krankheit heißt Kraniosynostose und das bedeutet vorzeitiger Verschluß der Fontanellen. Es gibt davon nur wenige Kinder in Deutschland, die das haben, denn von 30.000 Kindern ist nur 1 Kind, das diese Krankheit hat und bei vielen Kindern wird das auch nicht erkannt. Aber ich hatte einfach Glück, das mein Kinderarzt schon mal ein Kind mit dieser Erkrankung hatte, denn so konnte mir geholfen werden.

Also wieder in ein anderes Krankenhaus nach Duisburg zu weiteren Untersuchungen. Nach Weihnachten sollte es dann soweit sein. Denn der beste Zeitpunkt für die OP ist zwischen dem 3. und 6. Lebensmonat. Einen Tag bevor ich eingeliefert werden sollte, rief meine Mama noch mal im Krankenhaus an und wollte wissen, ob sie was für mich mitbringen muß. Und wisst ihr, was die da gesagt haben? Die haben mich vergessen und ich stand nicht auf dem OP-Plan und Betten hätte die auch nicht frei. Also wurde nichts aus der OP. Mensch Mama war vielleicht sauer und ist sofort mit mir zu meinem Kinderarzt gegangen und der hat dann persönlich dafür gesorgt, das ich einen OP-Termin bekomme und das wieder in einem anderen Krankenhaus, diesmal in Herne. An dem gleichen Tag noch sind wir hingefahren und dort wurde ich wieder untersucht. Langsam gingen mir die ganzen Untersuchungen ja auf den Geist und da ich ja schon etwas älter wurde, habe ich auch gemeckert und mich gewehrt.

Aber dann stand er fest, der Termin. Am 27.01.2000 wurde ich operiert. Mit 4 Monaten, doch davon erzähle ich Euch dann im nächsten Teil

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-04 14:02:16 mit dem Titel Eine Geschichte ohne Happy End - Teil 1

Dies wird eine Geschichte in 5 Teilen. Da sie im Ganzen einfach zu lang ist, habe ich sie in einen Mehrteiler verfasst
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Es war einmal, so fangen alle Märchen einmal an. Auch bei mir, den schließlich handelt es sich um ein Märchen, aber wie ich finde, um ein sehr trauriges.


Es war einmal ein Königssohn und ein Prinzessin. Der Königssohn wohnte fern von der Prinzessin in einem wundererschönen Land. Die beiden lernten sich über einen Dritten, einem Magier kennen. Persönlich allerdings nie, doch der Magier diente als Mittelsmann. So brachte der Magier der Prinzessin immer Briefe von dem Königssohn und umgekehrt. Irgendwann verliebten sich der Königssohn und die Prinzessin sich ineinander ohne sich jemals zuvor gesehen zu haben.


Der Magier schlug vor, trefft Euch und Ihr werdet feststellen, ob Ihr beide für einander bestimmt seit. Die Prinzessin war dieser Idee begeistert auch der Königssohn war nicht ganz abgeneigt, denn in einem befreundetem Königreich sollte ein großes Fest steigen, zudem die anderen Königreiche auch eingeladen waren. Doch gab es leider ein kleines Problem. Der Königssohn war bereits mit einer anderen Prinzessin zusammen, die der Königssohn zwar mochte, aber nicht mehr liebte. Denn der Königssohn war schon eine lange Zeit mit dieser Prinzessin zusammen. Auch gebar die Prinzessin dem Königssohn einige wundervolle Prinzin.


Die Prinzessin lebte ebenfalls in einer Beziehung, die aber seit geraumer Zeit nicht mehr richtig funktioniert. Auch sie hatte wundervolle Prinzen.


Die beiden machten sich das Leben nicht sehr einfach, denn die Beiden wurden von Brief zu Brief leidenschaftlicher und hatten ihre Gefühle bald nicht mehr unter Kontrolle.


Eines Tages sagte der Königssohn: Liebe Prinzessin, wir müssen aufhören nur mit dem Herzen zu denken und wieder unseren Verstand einschalten. Denn zwischen uns liegt ein großes Meer, daß wir nicht überwinden können, so gerne wir auch möchten. Denke daran, wir haben Verantwortung für ein Königreich zu tragen und diese Verantwortung kann man uns nicht nehmen.


Da beschlossen die beiden Liebenden, sich wieder ganz ihrerm Reich zu widmen und den anderen schweren Herzens zu vergessen. Zwar haben sie den Magier weiterhin als Mittelsmann benutzt, aber nur noch, um frohe Kunde zu übermitteln. Sie haben nur noch auf ihren Verstand und nicht auf mehr auf ihr Herz gehört und leben mehr oder weniger glücklich bis ans Ende ihrer Tage mit dem anderen in ihrem Herzen.


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-04 14:05:44 mit dem Titel Eine Geschichte ohne Happy End - Teil 2

Hier nun Teil 2 der Geschichte. Die weiteren Teile werden folgen
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Im ersten Teil habe ich Euch von dem Königssohn und seiner Prinzessin erzählt, die durch die Vernunft gezwungen wurden, ihr Leben alleine ohnen anderen leben zu müssen.


Jetzt möchte ich das Märchen weiter erzählen. Die Prinzessin und Königssohn begehrten sich weiterhin und blieben durch den Magier weiterhin in regem Kontakt. Es fiel den beiden schwer sachlich und nüchtern zu bleiben, denn beide hatten ihr eigenes Leben und wurden durch eine höhere Macht, die Zeit hieß, dazu gezwungen auch weiterhin ohne den anderen zu sein.


Beide hatten ja ihr eigenes Königreich, auf das sie nicht verzichten wollten und konnten. Da gab es die vielen Prinzen, die zu staatlichen Königen heranwuchsen sollten.


Durch den Magier erfuhr die Prinzessin, daß der Königssohn sie aufrichtig liebt, aber Angst vor dieser Liebe hat. Er bat um Zeit, um viel Zeit. Doch die Prinzessin wollte ihm nicht so richtig Zeit geben, denn sie hatte Angst, daß die Zeit alle Wunden heilt und der Königssohn mit der Zeit über die große Liebe hinwegkommt und sein Leben als einsamer Königssohn weiter lebt, so wie er es all die Jahre zuvor getan hat.


Dann war da noch das große Meer der Gefühle zwischen ihnen. Dieses Meer war einfach nicht zu überwinden, denn die Gemalin des Königssohn hat die Kriegsflotte auf dem Meer verteilt und läßt niemanden aus anderen Königreichen darüber segeln.


Also teilte die Prinzessin dem Magier mit, der solle dem Königssohn eine Botschaft überbringen. Er soll seine Zeit haben. Die Zeit die er braucht. Die Prinzessin ging auf Reisen und reiste in ein anderes Königreich, denn dort wollte sie den Königssohn vergessen. Denn der Königssohn hatte sich so tief in ihr Herz gebohrt, daß sie die Schmerzen nicht mehr ertragen hat. Sie hatte ihrem Königssohn vorgeschlagen, statt des Magiers eine Brieftaube zu benutzen, denn diese überbringt die Nachrichten schneller, doch der Königssohn hatte eine Allergie gegen Tauben und wollte das nicht. Das einzige was er wollte, war Zeit. Doch die Prinzessin hatte Angst vor der Zeit, Angst vor dem schwarzen Loch.


Also verließ sie mit gebrochenem Herzen ihr Königreich und kehrte vorläufig nicht wieder. Nur der Magier weiß, wohin die Prinzessin gegangen ist und wartet auf ein Zeichen des Königssohnes, damit er eine frohe Botschaft überbringen konnte.


Teil 3 ist in Arbeit


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-04 15:53:15 mit dem Titel Aus dem Tagebuch eines Säuglings - Teil 3

Teil 1 + 2 der Geschichte ist auch hier veröffentlicht. Ich sage es extra dazu, falls jemand die die ersten beiden Teile noch nicht kennt und sie evtl. lesen möchte, damit ein Zusammenhang besteht
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Nun ist es soweit. Meine OP steht an. Meinen Mama hat mich am Tag zuvor nach Herne ins Krankenhaus gebracht und ist den ganzen Tag bei mir geblieben, denn es wurden noch viele Untersuchungen gemacht, ob ich denn überhaupt OP-tauglich bin und auch die Gespräch mit den Ärzten standen noch an. Mama wurde auf die Risiken der OP vorbereitet. Denn ganz risikolos war das nicht. Da ich ja eine Frühgeburt bin und Schwierigkeiten mit der Lunge hatte, sagte der Doktor, das es zu Komplikationen bezüglich der Atmung kommen könnte. Und die Blutung war auch noch ein großes Risikofaktor. Denn der Kopf ist sehr gut durchblutet und es war vorher schon klar, das ich Blutkonserven brauchen werde. Doch Mama mußte ja einwilligen, denn nur so konnte mir ein \"normales\" Leben garantiert werden.

Mama weinte viel an diesem Tag und ich merkte, es sie mich nicht gerne zurückließ, als sie abends nach Hause fuhr. Denn sie konnte nicht bei mir bleiben, weil ja noch Lara, meine 2 jährige Schwester zu Hause war.

Am Tag der OP kam Mama ganz früh ins Krankenhaus und hat mich nochmal ganz lieb gebadet und mir meine Haare gewaschen, was ich allerdings nicht so verstanden habe, denn die mußte doch eh ab. Aber egal, die Kopfmassage hat mir trotzdem gut gefallen.

Um 7.30 Uhr wurde ich dann abgeholt und Mama ist mit bis zum Operationssaal gelaufen. Auch da hat Mama wieder geweint und mich vor der Tür noch einmal in den Arm genommen und mich fest gedrückt und mir einen Kuß gegeben, der doch irgendwie salzig schmeckte. Und dann schloßen sich die Türen hinter ihr.

Dort wurden mir die ganzen Haare abrasiert und dann haben die mir den Kopf vom Nacken bis zur Stirn aufgeschnitten und einen 2 cm breiten Knochenstreifen aus meinem Schädel geschnitten und mein Ei haben die am Hinterkopf auch weggehobelt. Zum Glück habe ich geschlafen, denn das hätte bestimmt ganz doll wehgetan und ich bin doch so schmerzempfindlich. Als die Ärzte dann endlich fertig waren mit Schneiden und die mir einen schönen Scheitel mitten auf dem Kopf verpasst haben, sollte ich eigentlich auf die Intensivstation verlegt werden. Erwartet haben sie mich für 10.00 Uhr. Doch ich wollte nicht und habe einfach nicht geatmet. Meine Lungen haben mal wieder nachgegeben und ich konnte allein keine Luft holen. Also mußte ich an eine Beatmungsmaschine und um 13.30 Uhr war ich dann endlich in meinem Zimmer auf der Intensivstation.

Als Mama mich dann das erste Mal nach der OP gesehen hat, hat die doch glatt neben mein Bett gereihert. Höhö das war vielleicht eine Sauerei, aber ich war ja noch ganz weggetreten durch die schweren Medikamente, die ich bekommen habe und Mama hat mir das erzählt. Es war schon komisch so angeschlossen an den ganzen Maschinen. Überall hingen Kabel und Schläuche an mir. Durch den einen Schlauch liefen die Blutkonserven, die ich brauchte, aus dem anderen Schlauch lief das Blut wieder raus, weil mein Knochen nicht aufhörte zu bluten und wollten mich doch erst tatsächlich noch ein zweitesmal operieren. Dann waren da noch die Überwachungskabel für mein Herz und für meine Lungen, um zu überprüfen, ob ich eine ausreichende Sauerstoffsättigung im Blut habe. Überall lagen irgendwelche Kabel rum, aber ich konnte mich ja nicht bewegen und somit haben die auch nicht viel stört.

Nach 4 Tagen habe ich dann meine Mama das erste Mal wieder richtig erkannt, weil ich da nämlich nicht mehr so schwere Medikamente brauchte und ich langsam wieder klarer wurde. Mama hat vor Freude mal wieder geweint, als ich sie so richtig schön angestrahlt habe, als sie mich morgens besuchen kam. Der Doktor hat erzählt, das das sowieso an ein Wunder grenzt, das ich noch lebe, denn die habe nicht mehr damit gerechnet, das ich jemals wieder aus dem OP-Saal rauskäme. 2 Tage hat dann noch mein Knochen geblutet und ich habe 3 Blutkonserven gebraucht.

Dann habe ich mich aber sehr schnell erholt und bin schon nach 6 Tagen wieder von der Intensivstation runtergekommen und auf die normale Kinderstation verlegt worden. Und jeden Tag ging es mir etwas besser, so das ich das Krankenhaus bereits nach 14 Tagen wieder verlassen durfte. Ich mußte dann nochmal hin, weil sie mir die Fäden aus dem Kopf gezogen haben. Ich sage Euch, das hat vielleicht wehgetan und ich habe das ganze Krankenhaus zusammengeschrieen und auf dem Weg nach Hause immer noch gebrüllt.

Schnell war ich dann auch meinen Eierkopf los und heute habe ich einen richtig schönen runden Kopf und der Doktor sagt, daß das noch etwa bis zu meinem 3. Lebensjahr dauert, dann ist mein Kopf in seiner endgültigen Form und man sieht mir nichts mehr an.

Ich kann nur sagen, zum Glück war ich noch so klein, erst 4 Monate alt, als sie mich operiert haben und so werden meine Erinnerungen immer schwächer daran. Heute lasse ich mir vom Doktor auch wieder an den Kopf packen, ohne das ich sofort losschreie und irgendwann werde ich dann ganz vergessen habe.


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-04 20:21:54 mit dem Titel Geschichte ohne Happy End - Teil 3

Hier nun der dritte Teil der Geschichte. Die ersten beiden Teile sind ebenfalls hier bei Yopi
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Heute möchte ich Euch den vorerst letzten Teil des Märchens um die beiden Königskinder erzählen.


Die Prinzessin hielt es in dem fremden Königreich nicht lange ohne ihren Königssohn aus und schicke nach dem Magier. Er solle dem Königssohn eine Botschaft überbringen. In der Botschaft stand geschrieben, daß sie nicht glücklich werden kann in dem fernen Land und das sie wieder in ihr Reich zurückkehren wird. Und sie werde auf die Bedinungen, die der Königssohn gestellt hat, eingehen. Sie werde alles akzeptieren, damit ihr Gebliebter glücklich wird.


Also reißte sie nach Hause und schickte ein weiteres Mal nach dem Magier. Der brachte ihr ebenfalls ein Nachricht von dem Königssohn, auch er seie nicht glücklich. Es folgte ein reger Schreibkontakt zwischen den beiden, denn die Prinzessin folgte immer noch ihrem Herzen und hörte nicht auf den Verstand des Königssohnes. Nach vielen Tränen und endlosen Diskussionen eigneten sich beiden aber, daß sie nur glücklich werden können, wenn sie es bei der bisherigen Situation beliessen.


Und sie wurden glücklich. Sogar noch glücklicher als zuvor, denn ihre Liebe wurde intensiver und heftiger. Zwar konnten die beiden ihre Liebe nicht richtig ausleben, denn es gab soviele Hindernisse zwischen ihnen, die einfach nicht überwunden werden konnten. Aber sie waren sich im Gedanken und in ihren Träumen so nahe, daß die beiden keiner mehr trennen konnte.


Der Magier hatte von da an sehr ein anstrengendes Leben. Denn er eilte hin und her um neue Botschaften zu überbringen. Aber der Magier tat dies gern, denn es waren Botschaften der Liebe. Mit der Zeit kam ein zweiter Magier hinzu, der die Macht des Fliegen beherrschte. So konnten noch mehr Botschaften übermittelt werden.


Der Königssohn und die Prinzessin waren so glücklich, wie lange zuvor in ihrem Leben nicht mehr. Andere Könige und Königinen hielten die beiden für verrückt. Es wurde über sie gelacht, denn begegnet waren sich nie. Aber in ihren Träumen waren sie sich nahe.


Und wer weiß, vielleicht schloßen sich irgendwann die beiden Königreiche zu einem großen Königreich mit einem König und einer Königin und vielen Prinzen und Prinzessinen zusammen.


Aber das wird ein anderes Mal erzählt.


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-04 20:26:30 mit dem Titel Geschichte ohne Happy End - letzter Teil

Hier nun der letzte Teil meiner Geschichte. Ich danke allen denen, die die Geschichte gelesen haben.
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Nachdem die zwei Magier eifrig Botschaften zwischen den zwei Liebenden hin und her brachte, überlegte sich der Königssohn eines Tages, ob nicht einfach seine Brieftaubenallergie überwinden solle und der Prinzessin auf diesem bedeutend schnelleren Weg doch noch eine Botschaft zu kommen zu lassen. Also nahm er eine Brieftaube, hing ihr einen Brief für seine Angebetete um und schickte diese los. Da das Tier sehr altersschwach war, kam die Botschaft zwar an, aber die Prinzessin konnte die Taube nicht wieder zurückschicken. Aber sie hat sich sehr über diese Art der Kommunikation gefreut und rief nach dem Magier. Sie bat den Magier, dem Königssohn auszurichten, daß sie sich sehr gefreut habe und das der Königssohn demnächst doch eine junge, frische Taube nehmen soll, damit sie noch schneller miteinander \"reden\" können.


Eines Tages bestellte der Königssohn auch einen Maler zu sich und bat ihn, doch mal ein Portrait von ihm anzufertigen, damit seine Prinzissin doch endlich mal wisse, wie ihr König aussähe. Dieses in Öl gemalte Bild schickte der Königssohn seiner Angebetenen. Diese freute sich so sehr, daß auch sie einen Maler beautragte, ein Bild von ihr zu erstellen. Von nun an hatten die Beiden eine wage Vorstellung, wie der andere doch aussehen möge. Mit der Zeit fertigten die Maler noch viele Bilder an und der Magier überbrachte diese auf dem schnellsten Weg.


Auch kam die Brieftaube immer öfter zum Einsatz. Denn sie war bedeutend schneller, als beide Magier zusammen. Zwar beherrschte ein Magier die Kunst des Fliegens, doch die Brieftaube war kleiner und leichter und daher auf ihrem Flug dem Magier weit vorraus.


Nach einer Zeit erreichte die Beiden einen frohe Botschaft. In dem Königreich des Königssohnes sollte ein großes Fest stattfinden, an dem die Prinzessin ihr Königreich präsentieren sollte. Mit Freude nahm die Prinzessin diese Einladung an. Die Beiden freuten sich auf das bevorstehende Fest, denn endlich hatten sie die Möglichkeit sich gegenüberzustehen und den Magiern und der Taube eine Verschnaufpause zu gönnen.

Voller Vorfreude setzte sich die Prinzessin am Morgen des Festes in ihre Kutsche und befahl dem Kutscher schnell zu fahren, denn sie wollte endlich ihren Königssohn sehen und in fest in ihre Arme schließen. Da sie eine ziemliche weite Strecke über Berger und Täler zu bereisen hatte, dauerte die Fahrt lange, für ihre Begriffe zu lange.


Die Beiden hatten sich zur Mittagszeit verabredet, da der Königssohn um diese Zeit noch ohne sein Gefolge war und daher etwas mehr Zeit für die Prinzessin hatte. Da der Kutscher das letzte aus seinen Pferden herausgeholt hatte, stand die Kutsche schon vor der Zeit vor dem Stall und die Prinzessin saß sehr nervös in der Kutsche und wartete, das die Sonne endlich am höchsten stand. Und dann kam er, der Königssohn.


Als sie in sein Gesicht blickte, wusste sie sofort, wer er war. Denn sie spürte so eine Vertrautheit, die sie noch nie in ihrem Leben zuvor vernommen hatte. Und sie hat sofort die Flammen gespürt, die in ihr zu brennen begonnen haben, als sie ihn das erste Mal sah.


Es wurde ein sehr schönes Fest und der Königssohn und die Prinzessin haben sich auf Anhieb verstanden. Doch leider hatte der Königssohn viele Verpflichtungen, da er ein Königreich zu präsentieren hatte, aber sie haben die verbleibende Zeit genossen. Auch wenn sie schweigend nebeneinander gesessen haben, haben sie sich verstanden. Denn man hat gemerkt, dass sie nicht viele Worte brauchten.


Leider ging der Tag viel zu schnell vorbei und die Prinzessin musste schweren Herzens wieder in ihre Kutsche steigen, da auch sie in ihrem Königreich Verpflichtungen hatte. Als die Kutscher losfuhr, war sie froh, dass der Königssohn nicht ihre Tränen sehen konnte, die sie weinte, je weiter sich die Kutsche aus dem Königreich des Königssohnes entfernte. Sie stellte sich tausend Fragen und wusste, das diese Fragen niemals beantwortet werden. Eine Frage stellte sie sich immer wieder, war es richtig den Königssohn zu besuchen. Was lange Zeit an der Prinzessin nagte, war die Ungewissheit, welchen Eindruck sie auf den Prinzen gemacht hat. Denn der Prinz hat ihr gegenüber mal ein Äußerung gemacht, an den die Prinzessin nun immer wieder denken musste. Aber die Prinzessin hatte sich vorgenommen, den Königssohn nun in Ruhe zu lassen, damit der Königssohn sich nicht bedrängt fühlte und sie damit hinterher nicht mehr kaputt machte als sie wollte.


Aber eines wusste sie genau. Sie werde auch weiterhin die Hilfe der Magier in Anspruch nehmen, denn sie wollte ihrem Königssohn so nahe sein wie es eben nur geht. Und wenn nicht im richtigen Leben, dann über die Träume und über die Magier. Sie beneidete die Magier, denn sie waren dem Königssohn näher als sonst jemand.


Und jetzt schließt sich das Buch. Denn wie ihr seht, es eine Geschichte ohne Happy End. Und das Märchen ohne Happy End sehr selten sind, widmen wir uns doch jetzt den Geschichten, die ein glückliches Ende haben.






----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-05 22:27:00 mit dem Titel Aus dem Tagebuch eines Säuglings - 4 Teil

Weiter geht die Geschichte meines Sohnes. Die ersten drei Teile sind auch hier veröffentlich. Dies gilt als Hinweis, für diejenigen, die interesse daran haben und einfach die Vorgeschichte wissen möchten
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Die OP habe ich schnell verkraftet und die Wunde an meinem Kopf ist sehr schnell wieder verheilt. Nach ca. 2 Monaten hat man die Narbe schon gar nicht mehr gesehen, weil mir die Haare wieder gewachsen sind. Und wisst Ihr was, ich habe total schöne Locken bekommen, auf die meine Mama ganz stolz ist.

Als ich 7 Monate war, mußte ich nochmal ins Krankenhaus. Diesmal hatte ich die Rotarviren, eine ganz agressive Magen-Darm-Grippe und ich stand kurz vor dem Austrocken, so das der Doktor gesagt hat, ich müßte stationär behandelt werden. Dort hat man mir eine Magensonde gelegt und ich wurde künstlich ernährt, bis ich die feste Nahrung wieder bei mir behalten habe. Alledings konnte ich nach 4 Tagen das Krankenhaus wieder verlassen. Nur habe ich heute große Probleme damit, wenn mir jemand an die Nase geht. Es war nämlich nicht sehr angenehm, einen Schlauch durch die Nase bin in den Magen geschoben zu bekommen.

Da ich mir den Kopf nicht stoßen durfte und auch immer noch nicht darf, weil ich doch so eine große Knochenlücke habe, muß ich einen Schutzhelm tragen. Falls ich nämlich mal falle und die Haut über dem Loch sich verletzten würde, könnte ich verbluten oder die Hirnhaut könnte verletzt werden, so das Luft ans Gehirn kommt und ich danach im harmlosten Fall schwerst behindert bin.

Aufgrund das ich eine Frühgeburt bin und die Kraniosynostose habe, bin ich auch etwas Entwicklungverzögert. Ich konnte erst mit 11 Monaten sitzen und das erste Mal auf eigenen Beinen habe ich mit 13 Monaten gestanden. Meine ersten Schritte habe ich dann mit 15 Monaten gemacht und seit dem ist nicht mehr vor mir sicher. Langsam laufen ist mir viel zu langweilig, deshalb renne ich fast immer nur und Mama schwitzt jedes Mal Blut und Wasser, weil sie Angst hat, das ich falle und mich verletze.

Mama ist sowieso sehr fürsorglich mit mir und weil ich so ein verwöhntes Bürscken bin, mache ich ihr auch nicht gerade das Leben einfach. Wenn ich meinen Willen nicht bekomme, dann aber Hallo. Ich kann schreien, bis ich puterrot angelaufen bin und wenn es mir zu bunt wird, halte ich einfach die Luft an. Dann könnt ihr aber mal die Mama rennen sehen. Sie holt dann immer einen Waschlappen mit kaltem Wasser und legt ihn mir dann ins Gesicht, damit ich wieder Luft hole. Höhö an das Wasser habe ich mich mittlerweile gewöhnt und die Luft halte ich trotzdem an.

Jetzt fange ich auch so langsam an zu sprechen. Neben Mama und Oma sind meine Lieblingswörter Toto und Mimi. Toto ist das Auto und Mimi sind die Katzen. Wenn ich einen Bus sehe, rufe ich immer ganz aufregt Bu, denn ich fahre doch so gerne Bus und werde, wenn ich mal groß bin, Busfahrer. Mama erzählt immer was davon, das ich zum Geburtstag einen großen Bus bekomme, mit dem ich spielen kann. Hoffentlich kann man den auch fahren. So langsam habe ich auch die Bedeutung des Wortes Nein spitz und wenn ich das sage, sagt Mama immer \"doch\". Und wenn Mama nein sagt, dann sage ich \"doch\".

Letzte Woche war ich beim Doktor und der hat gesagt, das ich heute mit meiner Entwicklung ganz auf dem Stand eines 2jährigen Kindes sei. Aber mein Kopf macht ihm Sorgen. Denn die Knochen vorne sind übereinander gewachsen. Und jetzt muß ich wieder nach Herne zur Untersuchung. Denn wenn hinten nicht mehr genug Platz ist, dann muß mir der Kopf noch mal aufgemacht werden, damit mein Gehirn noch genug Platz hat. Aber der Doktor hat auch gesagt, Mama soll sich nicht verrückt machen, sondern erst die Untersuchung abwarten. Ich muß dann bestimmt wieder in Röhre, wo die noch einmal eine Computertomografie von mir machen werden. Aber das ist nicht schlimm. Ich bekomme dann ja vorher ein Schlafmittel, damit ich schön ruhig bin und keine Angst habe. Nur vor einer evtl. weiteren OP hätte ich dann doch Angst, weil ich ja jetzt älter bin und das alles viel bewußte miterleben werde.


----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-07 21:06:44 mit dem Titel Die Turmspringerin

Das Wasser war ihre große Leidenschaft und den Sport als Turmspringerin übte sie schon als Kind aus. Sie hatte es weit gebracht, etliche Siege und Meisterschaften nannte sie ihr eigen.

Auch an diesem Wochenende hatte sie wieder eine Meisterschaft. Sie wollte den Titel haben, denn sie steckte voller Ehrgeiz. Und wenn sie von dem Turm sprang, fühlte sie sich frei. Die Zeit zwischen dem Absprung und dem Eintauchen ins Wasser, war die Zeit, in der es ihr gut, richtig gut ging. Lange hatte sie dafür trainiert, jede freie Minute auf dem Turm verbracht und alle Figuren einstudiert. Sie beherrschte sie blind. Sie fühlte sich einfach mit dem Wasser verbunden. Und sie wußte, irgendwann würden das Wasser und sie eins werden.

Dann war es soweit, der große Tag der Meisterschaft war endlich da. Sie war weit gereist, um daran teilzunehmen und es war das erste Mal, das sie überhaupt an dieser Art von Meisterschaft teilnehmen durfte. Und sie zählte zu den Favoritinen. Voller Tatendrang und guter Dinge fuhr sie zum Schwimmbad. Doch sie war aufgeregt. Aufgeregter als sonst. Denn sie hatte in der Nacht geträumt. Geträumt, das Wasser würde sie holen, holen für immer. Dieser Traum beschäftigte sie die ganze Zeit und sie merkte, je näher ihr Auftritt rückte, desto mehr zitterten ihr die Kniee. Als ihr Name aufgerufen wurde wischte sie schnell die Gedanken beiseite. Denn jetzt hatte sie ihren großen Auftritt. Die Chance, endlich das zu erreichen, was sie immer wollte.

Sie bestieg den 10 Meter Sprungturm. Als sie oben angekommen war, schaute sie nach unten und es war, als ob das Wasser ihren Namen rufen würde. Schnell dachte sie noch, das kann nicht sein und sie setzte zum Sprung an. Sie sprang hoch, höher und noch höher und als sie zum Salto ansetzte, merkten sie noch den dumpfen Aufprall, einen starken Schmerz am Kopf und sie wußte, jetzt holt mich das Wasser tatsächlich. Auf dem Weg nach unten sah sie das Wasser, das sie mit offenen Armen erwartete und sie wußte, jetzt sind das Wasser und ich eins. Für immer.





----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-09 13:21:46 mit dem Titel Aus dem Tagebuch eines Säuglings - 5 Teil

Zur Info gebe ich kurz an, das die anderen 4 Teile auch hier bei Yopi veröffentlicht wurden. Damit es hinterher nicht heißt \"bäh, habe ja keinen Zusammenhang, weil ich die ersten Teile nicht gelesen habe\" *gg*
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Jetzt war meine Mama mit mir noch mal zur Nachuntersuchung. Ich habe auf meinem Kopf eine ziemlich dicke Stelle, da wo der Knochen wieder zusammengewachsen ist. Auch gefiel der Mama meine Kopfform nicht und daher musste ich zum Dokotor, damit der sich das noch mal schauen sollte.

Als der Doktor mich gesehen hat und mir meinen Kopf abgetastet hat, sagte er auch sofort, das gefiele ihm nicht, denn die dicke Stelle sei eine Verknöcherung, d. h. die Knochen sind übereinander gewachsen und mein Kopf würde A-Symmetrisch wachsen. Das heißt, auf der einen Seite rund und auf der anderen Seite gerade. Eine sofortige Röntgenuntersuchung hat das bestätigt und am 22. Oktober muß ich noch mal zur Computertomographie, damit man genau sehen kann, wie weit meine Knochenlücken noch geöffnet sind. Auch wird befürchtet, das bei mir ein Hirndruck entstehen könnte, weil mein Gehirn immer Botenstoffe an den Körper abgibt, damit mein Kopf und mein Körper wächst. Auch das wird bald in der Humangenetik untersucht, in wieweit ich doch einen Gendefekt habe.

Für mich heißt das jetzt, das ich wieder operiert werden muß. Man macht noch mal meinen Kopf auf und operiert die Verknöcherung weg. Dann werden wieder neue Nähte geöffnet, damit mein Kopf dann endgültig rund wird und ich irgendwann dann endlich mal eine vernünftige Kopfform bekomme.

An ein normales Leben kann ich jetzt vorläufig nicht denken, denn es wird dann wieder etwa 3 Jahre dauern, bis ich endlich wie ein normaler Junge spielen und toben darf. Da ich ja jetzt viel agiler bin wie als Baby bedeutet, das für meine Mama, das sie noch mehr auf mich aufpassen muß, damit ich nicht falle und mir den Kopf weh tue. Zwar muß ich dann wieder den Schutzhelm tragen, den ich jetzt nur noch draußen aufhabe, aber die Gefahr ist dann doch viel größer als jetzt. Auch werde ich nicht in einen städtischen Kindergarten, so wie meine Schwester gehen können, sondern in einen Kindergarten, in dem körper- und geistig behinderte Kinder sind. Aber Mama meint, das ist gut so, denn dort wird viel besser auf mich geachtet wie in einem Kindergarten für gesunde Kinder. Aber das ist mir völlig egal und Mama auch, wo ich hingehe, denn hauptsache ist es, das dort Kinder zum spielen sind.

Jetzt warte ich erst mal auf die Operation und Mama hat gesagt, das wird erst nach unserem Urlaub gemacht, damit wir vorher alle noch mal richtig Kraft tanken können, die wir danach so brauchen. Denn an Mama\'s Reaktion merke ich, das sie ziemlich traurig ist und viel Angst um mich hat. Denn ich höre die Gespräche, die sie führt und sehe die Blicke, wie sie mich an anguckt.

Ich hoffe nur, das dies die letzte Operation ist und meine Knochen dann richtig wachsen, denn wenn ich noch älter werde, wird es noch schwieriger meinen Kopf zu operieren, denn der Schädel wird ja auch härter, je älter ich werde.


So das war es jetzt erst einmal und nach meiner OP werde ich wohl mein Tagebuch weiterführen.



----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-11 17:30:10 mit dem Titel Aus dem Tagebuch eines Säuglins - Teil 6

Weiter geht es mit der Geschichte meines Sohnes. Die ersten Teile sind ebenfalls hier veröffentlich, damit keiner behaupten kann, der hätte den Zusammenhang. Es ist alles nachlesbar :-). Warum stelle ich diese Geschichte hier ein? Mir ist wichtig, das soviel wie möglich auf die Erkrankung \"Kraniosynostose - Vorzeitiger Verschluß der Fontanellen\" aufmerksam gemacht werden. Denn die Krankheit ist sehr selten und daher auch nicht sonderlich bekannt.
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Als ich Sonntags in Krankenhaus kam, fand ich ja noch alles ziemlich lustig, denn alles war neu und es gab auch ganz viele Kinder im Krankenhaus, mit denen ich spielen konnte. Nur die lästigen Untersuchen der Ärzte und das Blutabnehmen fand ich dann nicht mehr so prickelnd, aber Mama sagte, Nick da musst Du jetzt durch ob Du willst oder nicht.

Am Montag hat Mama mich dann für meine Begriffe viel zu früh wach gemacht. Ich war doch gerade so schön an träumen und Mama will mich Baden. Hat die Sorgen. Naja wer die ganze Nacht immer rein ins das Zimmer, raus aus dem Zimmer spielt, hat wohl auch keine anderen. Wahrscheinlich war sie wieder rauchen, Kaffee trinken, rauchen, Kaffee trinken usw. Naja dafür durfte ich mich an diesem Tag ja ausschlafen.

Mama brachte mich dann bis zum Operationssaal und nach endlose langem Theater meinerseits bin ich dann endlich eingeschlafen. Als ich dann wieder aufwachte war irgendwie alles anders. Überall an mir klebten Schläuche und Kabel und an meinem Kopf hing auch so ein komisches Ding, was sich dann als Flasche entpuppte. Natürlich wollte ich sofort aufstehen und die Lage checken, aber das war nicht so gut, denn sofort drehte sich mir der Magen um und ich habe erst mal mein Bett vollgespuckt. Shitt Narkose habe ich nur gedacht. Nachdem ich mich dann noch etliche Male in die Kabel verwickelt hatte, bin ich dann endlich wieder eingeschlafen und irgendwann dann am nächsten Morgen aufgewacht.

Da ging es auch schon wieder auf Reisen und ich durfte wieder auf mein altes Zimmer und jetzt war eine Woche Bettruhe angesagt. Ich durfte mich ja nicht bewegen, weil ich ja überall Kabel und Schläuche hatte und für meinen Kopf wäre das auch nicht sonderlich fördernd gewesen, wenn ich soviel geturnt hätte. Da mir ja jetzt die halbe Schädeldecke fehlt, durfte und darf ich mir ja nicht den Kopf stoßen. Also habe ich stattdessen nur geschrieen. 5 Tage lang an einem Stück. Sobald Mama aus dem Zimmer war habe ich losgelegt und wenn sie wieder mit mir gespielt hat, war ich ruhig. War schon ein lustiges Spiel, denn so habe ich Mama ganz schön auf Trab gehalten und irgendwann hat die nur noch zu mir gesagt, so Nick jetzt mach was Du willst, ich gehe jetzt und komme erst wieder, wenn Du Dich beruhigt hast. Nach 3 Stunden habe ich dann gemerkt, das sie es ernst meint und habe mich wieder beruhigt. Wenn auch nicht ganz freiwillig, aber ich habe es dann des lieben Friedenswillen getan.

Am Wochenende wurde mir dann alles was nicht in meinem Körper gehört entfernt und ich durfte das Bett endlich wieder verlassen. Zwar nur im Kinderwagen oder auf Mamas Arm, aber Hauptsache raus dem Bett. Und am Montag durfte ich, nachdem ich meinen Schutzhelm endlich wieder hatte, das Krankenhaus verlassen.

Alles was mich jetzt noch an die OP erinnert ist das lange Pflaster auf meinem Kopf und die dazugehörige Narbe, aber die war ja vorher auch schon da und wurde nur wieder neu geöffnet. Den Helm muß ich jetzt noch ein paar Jahre tragen, aber mittlerweile habe ich mich dran gewöhnt und frage immer nach ihm, wenn ich ihn nicht trage. Denn ein Sturz ohne Helm könnte für mich tödlich verlaufen. Denn nach dem Schädelbruch, den ich noch zu den Verknöcherungen und vorzeitig geschlossenen Nähten hatte, sind Mama und ich ganz vorsichtig geworden. Aber der Doktor hat gesagt, das der Schädelbruch nicht ganz so schlimm gewesen wäre, denn viele Kinder hätten einen Schädelbruch, ohne das einer das bemerkt.

Jetzt hoffe ich nur, das dies die letzte OP war und ich endlich mal Ruhe vor den doofen Ärzten habe. Denn jeder Arzt ruft bei mir mittlerweile das pure Grauen hervor.




----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-13 15:40:04 mit dem Titel Aus dem Tagebuch eines Säuglins - Teil 7

Weiter geht es mit der Geschichte meines Sohnes. Die ersten Teile sind ebenfalls hier veröffentlich, damit keiner behaupten kann, der hätte den Zusammenhang. Es ist alles nachlesbar :-). Warum stelle ich diese Geschichte hier ein? Mir ist wichtig, das soviel wie möglich auf die Erkrankung \"Kraniosynostose - Vorzeitiger Verschluß der Fontanellen\" aufmerksam gemacht werden. Denn die Krankheit ist sehr selten und daher auch nicht sonderlich bekannt.
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Ich bin im letzten November an meiner Kraniosynostose ein zweites Mal operiert worden und es hieß damals schon, es wahrscheinlich nicht das letzte Mal sein wird und die Ärzte haben recht behalten. Doch dazu später.

Nach der OP habe ich mich ganz schnell wieder erholt und mir ging es wieder gut. Meine Entwicklung ging auch mit großen Schritten voran und endlich klappt es bei mir auch mit dem Sprechen. Zwar verstehen mich bis jetzt nur wirklich Kenner, aber ich übe ja noch ;-) Mein absolutes Lieblingswort ist ja im Moment \"Meiner und ich\". Auch beherrsche ich das Zanken ganz hervorragend und wenn es sein muß, verleihe ich dem ganzen auch mit den Fäusten etwas Nachruck. Nur bekomme ich dann immer Ärger mit meiner Mama, weil sie es gar nicht mag, wenn ich boxe. Bei ihr habe ich es einmal versucht, aber gleich ein Echo bekommen und seitdem lasse ich es lieber bleiben und schmuse lieber mit ihr. Davon kann ich eh nicht genug bekommen und klebe manchmal wirklich wie eine Klette an ihr.

Ich bin eh mehr der sinnliche Typ und mehr ein Denker. Ich liebe es, wenn ich mich zurück gezogen in meinem Zimmer mit meinem Legos beschäftigen kann oder draußen im Sandkasten sitzen kann und dort stundenlang Kuchen backe. Toben ist nicht ganz so mein Fall. Allerdings habe ich mir neuerdings das Klettern zum Hobbie gemacht, aber ich bin vorsichtig dabei, denn ich weiß ja wie gefährlich das für mich werden kann. 2 heftige Stürze habe ich ja in der letzten Zeit hinter mir. Einer davon endete in der Notaufnahme im Krankenhaus.

Da bin ich nämlich ohne Helm aus Mama\'s Bett gefallen und sehr stark mit dem Hinterkopf aufgeschlagen. Mama hat mich sofort eingepackt und ist mit mir zum Krankenhaus gefahren. Nach unendlichen Untersuchungen und einem Röntgenbild, das nichts geworden ist, hat bei mir eine Schädelprellung festgestellt. Meinen zweiten Sturz hatte ich rückwärts von der Rutsche, wieder auf meinen Hinterkopf. Allerdings hat diesmal mein Helm den Sturz abgefedert, so das nichts passiert ist. Aber eine riesen Schrecken haben wir alle bekommen. Seitdem lasse ich mich jetzt auch auf die Rutsche heben und klettere nicht mehr selber hinauf. Oder ich gehe lieber in den Sandkasten spielen.

Jetzt steht mein dritte Operation, wie ich oben schon angedeutet habe, bald an. Mama war mit mir wieder zur Routineuntersuchung. Und da wurde nach einer Röntgenuntersuchung festgestellt, das sich meine Knochen wieder vorzeitig verschlossen haben. Diesmal am Hinterkopf verstärkt und auch die Lücke, die mir beim letzten Mal in die Schädeldecke geschnitten wurde, ist fast wieder zu. Nächste Woche steht eine Computertomographie an und dann wissen wir auch genau, wie weit alles nun schon zu ist. Dann bekomme ich wohl auch meinen Termin für die Operation und die gleiche Prozedur, wie die beiden Male davor, geht wieder von vorne los. Der Arzt hat uns beim letzten Mal ja schon gesagt, das es wohl noch öfter gemacht werden muß und sich bis zum Erwachsenenalter hinziehen kann, aber das es so schnell geht, damit hat keiner gerechnet. Ich kann ja nur von Glück reden, das ich so ein fittes Kerlchen bin und alles sehr schnell wegstecke. Auf Bild 2 seht Ihr mich z. B. 3 Tage nach meiner OP und mir ging es richtig gut. Das könnt Ihr mir ruhig glauben. Ich hatte ja dank der Medikamente keine Schmerzen. Und die Bücher und das ganze Spielzeug, was ich im Krankenhaus hatte, haben mir etwas die Langeweile genommen.

Mama hat allerdings Angst davor, das es diesmal nicht so einfach werden wird. Denn mittlerweile bin ich schon panisch, wenn mir jemand an den Kopf möchte und ich wehre mich mit Händen und Füßen. Auch bin ich noch viel agiler als damals und es wird wohl schwieriger werden, mich wieder für eine Woche ans Bett zu fesseln. Aber das lassen wir erstmal alles auf uns zukommen.

Nur kann ich jetzt wohl meine Reise nach Berlin in die Charite vergessen, denn erstmal muß ich operiert werden. Mama überlegt zwar schon, mich in Berlin operieren zu lassen, denn sie sagt, ob sie in Herne oder Berlin mit im Krankenhaus ist, spielt keine Rolle, aber die Ärzte wollen nicht so, wie sie es gerne möchte. Doch sie sagt, darüber ist noch nicht das letzte Wort gesprochen. Und wie ich meine Mama kenne, ist das wirklich noch nicht vom Tisch, denn was Mama sich in den Kopf gesetzt hat, zieht sie auch meistens bis zum bitteren Ende durch ;-)

So, ich hoffe Euch nicht all zu sehr gelangweilt zu haben und mache für heute mein Tagebuch zu.



----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-17 18:53:42 mit dem Titel Aus dem Tagebuch eines Säuglings - Letzter Teil

Info: Die ersten Teile des Tagebuches sind auch hier bei Yopi veröffentlich worden
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Hier ist noch einmal der Niklas und ich möchte heute meinen letzten Teil meiner doch recht langen Tagebuchreihe schreiben. Viele von Euch haben regen Anteil an meiner Geschichte genommen und daher bin ich Euch einfach den Schluß schuldig.


Für alle die, die meine Geschichte noch nicht kennen, ich kann Euch nur auf meine Homepage verweisen, dort ist es noch einmal komplett zusammengefasst. Sich hier jeden einzelnen Beitrag rauszusuchen, finde ich dann doch ein wenig mühevoll :-) Auch findet man auf meiner Seite Bilder von mir, vor und nach den OP\'s


www.kraniosynostose.beep.de


Dann fange ich mal an zu schreiben:


Meine letzte OP liegt ja nun schon fast ein Jahr zurück und ich habe mich hervorragend davon erholt. Dinge, die für andere Kinder \"normal\" waren, birgten ja für mich ein gewisses Risko, aber ich habe mich damit gut arrangieren können und ich habe mich eher zu einem vorsichtigen, kleinen Jungen entwickelt.


M

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