Erfahrungsbericht von Colonel
Eine Kurzgeschichte aus meiner Feder
Pro:
Lest selbst
Kontra:
Dito
Empfehlung:
Nein
Hallo Leute !
Ich dachte mir ich poste auch mal eine meiner alten Kurzgeschichten die ich geschrieben habe. Diese hier ist eine (erfundene) Geschichte zu dem Rollenspiel \"Vampire - Die Maskerade\"; wenn euch hier nicht alles richtig erklärt wurde oder etwas schleierhaft erscheint, dann schreibt es als Kommentar, ich werde dann darauf eingehen.
Alles kann ich leider nicht erklären, da das Regelwerk (und unsere Abänderungen) viel zu umfangreich sind, um sie hier ewig zu posten - am besten solltet ihr euch dann z.B. bei http://www.f-shop.de das Regelbuch
bestellen...
Der Scherz
Kurzgeschichten über die Vampire
Rollenspielgruppe Hettenleidelheim
2000 by DamienB / Colonel
Langsam nippte der selbsternannte Imperator der Vampirgruppe \'Dark Angels\' an seinem Wodka Martini mit Olive, während seine Freunde auf der Tanzfläche abtanzten. Den Mann im schwarzen Anzug, der die Disco betrat, bemerkte er natürlich sofort. Seine Freunde anscheinend auch, dennoch gingen sie ihren weiteren Aktivitäten nach. Schritt für Schritt kam der Mann auf den Imperator Smithy zu. \"Wir müssen reden!\" meinte er. Der Jungvampir nickte und folgte ihm nach draussen. Auch die anderen verabschiedeten sich fast synchron von ihren Tanzpartnern und folgten den beiden in eine dunkle Gasse. Dort zog der Mann in den schwarzen Klamotten einen Pflock ohne auf die anderen Clanmitglieder der Dark Angels aufmerksam zu werden. \"Warum lasst ihr uns nicht einfach in Ruhe?\" fragte der zu dieser Zeit 16-jährige Vampir. \"Ihr seid ein Schandfleck auf diesem Planeten. Ihr trinkt das Blut der Lebenden und macht sie zu lebenden Toten. Ihr verschmutzt die Gedanken der Leute. Durch eure Musik. Eure Worte. Eure Taten!\" Smithy holte aus und schlug dem Mann den Pflock aus der Hand. \"Wir tuhen den Menschen schon lange kein Leid mehr. Ausser sie zwingen uns dazu oder haben es verdient!\" ertönt eine Stimme hinter dem Vampirjäger. Gewandt
drehte er sich um und machte den katastrophalen Fehler, dem Imperator den Rücken zuzudrehen. Dennoch verhielt er sich ruhig. Der Mann blickte in die Augen von Damien, der zweite Vampir der Dark Angels, hinter dem der Rest des Clans stand. \"Eure schwarze Präsenz ist aber nicht erwünscht!\" \"Du dürftest wohl in keiner Position sein so etwas zu sagen\" knurrte Damien. Der Mann zuckte kurz und knurrte dann in einer tiefen Stimme zurück : \"Und dir wird gleich das Licht ausgeblasen...dreckiger Vampir!\" Damien wollte gerade ausholen um ihm einige Gesichtsknochen zu brechen, doch Smithy hielt ihn zurück. Also ging er wieder ein paar Schritt zurück und der Vampirjäger ging auch auf einige Entfernung von Imperator Smithy dem 1. (wie er sich selbst nennt). Dort zog er eine Armbrust, schoß und traf Smithy mitten in die Brust, an die Stelle wo das Herz lag. Dieser fiel einfach auf den Boden. Tina, getrieben von Wut und Schmerz rannte direkt auf den Mann zu, der ihr einen weiteren Pflock verpasste. Einige Meter weiter stürtzte sie zu Boden und blieb reglos dort liegen. Damien stand gelassen da. \"Dein Leben hast du schon verwirkt\" meinte er und
Paul stürmte zusammen mit Nick auf ihn zu. Von zwei Bolzen hinterrücks getroffen sanken auch diese Beiden zusammen. \"Glaubt ihr wirklich, ich wäre so töricht ohne Verstärkung gegen euch zu kämpfen?\" fragte der Vampirjäger in die Runde. Ein Teil von ihnen rannte weg. Nurnoch Casey und Damien waren letztendlich da. Casey klammerte sich ängstlich an ihren Freund, der nach wie vor gelassen da stand. \"Ich hab Angst\" flüsterte sie in sein Ohr. \"Dir wird nichts passieren. Glaub\' mir!\" redete er auf sie ein. \"Bist du bereit, von dem Angesicht dieses Planetens entfernt zu werden?\" brüllte der Mann auf beide ein und sie wussten nicht, wer von ihnen jetzt gemeint war. Ein Schuß und Damiens\' Freundin fiel auf den Boden, um dort mit einem leisen Stöhnen reglos liegen zu bleiben. Damien wandte sich dem Killer zu. \"Und nun, willst
du mich auch töten?\" \"Für dich habe ich was ganz spezielles auf Lager!\" \"Ach, und was wäre das, du Flasche?\" Der dunkelgewandete Mann zog ein kleines Fläschen mit einer Flüssigkeit darin. \"Gleich wirst du brennen, Bastard!\" Der Vampirjäger warf die Flasche in Richtung Vampir, der einen Versuch startete, auszuweichen. Er war sich nicht sicher, ob er wirklich getroffen hatte, doch als er die brennende, rechte Hand von Imperator Smithy in einer großen Flamme herumtaumeln sah, nur um auf den Boden zu fallen und weiterzubrennen. \"Boß, die anderen...\" sprach einer der Vampirjäger. \"Um die kümmern wir uns ein andermal...wir werden sie kriegen!\" Die drei Gestalten verliessen die Gasse.
***
Einen Monat später erwachte der Vampirjäger Georg Rice in seinem Bett in diesem versifften Hotel in Mannheim. Es war ein schöner Tag wie aus dem Bilderbuch. Die Sonne schien durch das Fenster hinein, die Vögel zwitscherten und auch nirgendwo das geringste Zeichen von Ärger. Plötzlich klopfte es an der Tür. Georg hiefte seinen Körper aus dem Bett
und öffnete mit seinem Schlüssel die Zimmertür. Vor dieser stand ein Page mit einem grossen Strauß Blumen in der Hand. \"Die sind für sie. Hat ein Bote von einem Floristikgeschäft abgegeben.\" Der Vampirjäger nahm sie entgegen und machte eine Vase für sie bereit, während er überlegte, von wem sie stammen könnten. Hatte er eine heimliche Verehrerin? Oder erlaubte sich da nur jemand einen Scherz mit ihm? Vielleicht hat man sich auch in der Zimmernummer geirrt. Plötzlich
fiel Georgs Blick wieder auf die Blumen. An einer Rose war ein kleiner Zettel befestigt. Er schnitt ihn mit seinem Klappmesser von der Pflanze ab und las ihn sich durch. Auf ihm standen 4 Worte, die sein Blut in den Adern gefrieren liessen : Bald bist du tot! Er nahm sofort den Strauß und warf ihn zusammen mit der Nachricht schnell aus dem Fenster.
Was diese spontane Reaktion bei ihm ausgelöst hatte, wusste er selbst nicht genau. Nur wusste er, er war in Gefahr. Hat er jemand was böses getan in letzter Zeit? Trotz langem Grübeln wollte Rice nicht so recht einfallen, was das sollte oder von wem die Blumen sein könnten. Unentschlossen schnappte er sich seinen langen Mantel, steckte seine
Ausrüstung ein und machte sich auf den Weg. Wohin wusste er selbst nicht. \"Wie wär\'s mit der Kirche?\" dachte er nach. Natürlich - die Kirche war immer ein guter Ort um die Gedanken zu reinigen, sich sicher zu fühlen und auf Gottes Beistand zu hoffen. Auf seinem Weg sah der Vampirjäger über einiges hinweg : er bemerkte nicht, das ihm soeben jemand die Brieftasche entwendet hatte. Als er es bemerkt hatte, war es sowieso schon zu spät, also blieb er ruhig und setzte seinen Weg fort. Vor dem Hause Gottes traf er einen Haufen Jugendlicher, die sich über seinen langen Mantel lustig machten. \"Ey, seht euch den Sherlock Holmes Verschnitt mal an! Alter, wir sind doch ned in de Vergagenheit!\"
Georg ignorierte diese Sprüche und trat die ersten paar Stufen hinauf, als einer der Jugendlichen ihn festhielt. \"Wohin so schnell, du Komiker?\" \"Ich möchte in die Kirche, das sieht man doch!\" \"Aber nich\' ohne Wegzoll bezahlt zu haben!\" \"Wegzoll? Entschuldigung, ich sah das \'bitte zahlen\' Schild nicht!\" \"Tja, so kann\'s gehen. Also, kost\' nur
10 Maak. Bar auffe Kralle!\" Rice täuschte dem Rowdy vor, er wolle seinen Geldbeutel zücken, den er ja aber nicht mehr besaß. Mit einer blitzschnellen Bewegung hatte der Vampirjäger seinem Gegenüber die Faust ins Gesicht gerammt, woraufhin dieser stöhnend umfiel. Seine kriminellen Freunde wollten gerade aufstehen, doch da kam der Pfarrer
angelaufen, der Georg in die Kirche holte. \"Verzeiht ihnen\" begann der Pfarrer, \"Sie wissen nicht, was sie tun\". \"Ich weiß Hochwürden. Keiner von ihnen hat bestimmt je einen Gedanken an die wirklichen Dinge im Leben verschwendet\" \"Sagt, was führt euch her mein Sohn? Wollt ihr beichten oder seid ihr hier um den Segen des Herrn zu empfangen?\" \"Den
Segen. Ich habe ihn bitter nötig!\" meinte Georg. Der Pfarrer wusste die Zusammenhänge nicht, trotzdem gab er dem Vampirjäger den Segen. \"Wenn ihr etwas braucht mein Sohn, ihr findet mich vor dem Altar, wo ich zu Gott bete!\" Der Pfarrer wandte sich von ihm ab und lief in die Richtung des Altars, vor den er sich kniete und begann ein stilles Gebet zu sprechen. Leise, um den Geistlichen nicht zu stören, setzte sich Georg auf einen Platz um noch etwas in der Kirche zu verharren. Auch diesmal wusste er nicht, wieso er sinnlos auf einem Platz saß, trotzdem verblieb er ruhig. Nach 10 Minuten stand er auf und verliess wieder die Kirche. Von der Gruppe Jugendlicher war nichts mehr zu sehen, also machte er sich auf den Nachhauseweg. An der Wohnungstür im Hotel stand in Blut geschrieben \"Exitus\" (Anm. D. Autors: lat. = Tod). Eilig rannte er zu dem nächsten Hotelbeamten, eine Putzfrau. \"Wer hat diese Sachen an meine Zimmertür geschrieben???\" brüllte er hysterisch. Die Frau, verängstigt von diesem plötzlichen, lauten Tonschwall, zuckte erst einmal zusammen. \"Welche Sachen?\" fragte sie mit bleichem Gesicht. Georg zerrte sie mit vor seine Tür und sie wusste nicht, woher diese Lettern waren, sie behauptete nur, das sie vor 5 Minuten noch nicht da waren. Auch andere Leute, die er fragte, wussten nichts. Als er schließlich von seinen Erkundigungen zurück kam, sah er, das die Putzfrau seine Tür wieder auf Hochglanz gebracht hatte. Langsam schlich er sich in das Zimmer. Er hatte Angst, das hier etwas war. Seinen Nackenhaare hatten sich aufgestellt und er begann den Raum zu durchsuchen, ohne zu wissen, nach was er schaute. Im Kühlschrank war alles normal, auch das Bett war in Ordnung, keine anderen Personen ausser ihm in der Unterkunft. \"Hier bleibe ich keine Nacht länger\" murmelte er, packte seine Koffer und huschte schnell an die Rezeption, wo er sein Zimmer bezahlte. Da er kein Auto hatte, rannte er mit dem Koffer in den Händen in die Richtung des nächsten Hotels. Dafür gebrauchte er den Weg durch viele dunkle Gassen und Hinterhöfe. Bald kam er auf einen großen Hof. Eine Art Gartentor versperrte ihm den weitern Weg. Das wäre für ihn aber kein Problem, er verfügte über große
Kräfte, mit denen er das Tor sicher aufbrechen könnte. Oder einfach drüberklettern, aber das war nicht sein Problem. Hinter sich hörte er ein leises Kichern, als er sich umdrehte sah er jedoch niemanden. Vielleicht hatte er sich auch nur geirrt...vielleicht. Georg schlich langsam auf die Tür zu, erklomm sie und landete auf der anderen Seite mit seinem Koffer in einer Matschpfütze. Da war es schon wieder. Ein leises Kichern, es schien ihn zu verfolgen. Ausser dem Kichern und dem Pochen seines eigenen Herzens hörte der Vampirjäger nichts. Das beunruhigte ihn noch mehr. Niemand, der ihm im Problemfall zu Hilfe eilen könnte. Rice richtete sich wieder auf, schnappte schnell seinen Koffer und rannte über den matschigen Boden der Gasse. Dennoch hörte er das Kichern, doch nun schienen es mehrere Stimmen zu sein, die sich über seine Hast lustig machten. Unerwartet hörte er auf einmal Schritte hinter sich. Ohne zu stoppen setzte er seinen Weg fort und schon bald hörte er nichts mehr. Kein Kichern, keine Schritte, nichts, ausser das Hupen des Wagens, vor den er gerade gelaufen war. Der BMW konnte gerade noch bremsen und Georg stürmte einfach weiter. In kurzer Zeit hatte er ein anderes Hotel erreicht, lief hinein und bemerkte nicht, welchen Dreck er machte. Matsch und Müll klebten an seinen Fußsohlen, den er wohl in diesen dunklen Gassen gesammelt hatte. Erschöpft schleppte er sich durch die Eingangstür und ging an den kleinen Rezeptionsschalter, hinter dem voller Erwartung der Rezeptionist stand. \"Ich hätte
gerne ein Zimmer.\" \"Dazu sind wir ja auch da. Macht 45 DM,- die Nacht, Frühstück inbegriffen\" \"Ja, das sollte reichen\". Georg bezahlte den Preis und bekam seinen Zimmerschlüssel. Als er an der Tür angekommen war - Zimmer Nr. 7 hatte er -, steckte er den Schlüssel in das Schlüsselloch und öffnete somit die Tür. Das Zimmer war schlicht eingerichtet: ein Schrank für seine wichtigsten Sachen, ein Badezimmer, ein Bett. Kein Fernseher, kein Radio oder sonstiger Luxus. Das war Rice
aber auch egal, solange er sich hier verstecken konnte. Mit einem leisen Aufatmen lies er sich auf das Bett fallen und legte seinen Koffer daneben. Nachdem er die Schuhe ausgezogen hatte, legte er seine Füße hoch und überlegte, wer ihn jagen könnte. So sehr er sich anstrengte, es wollte ihm nicht einfallen. Vampire? Räuber? Killer? Es war ihm ein Rätsel. Plötzlich hörte er etwas vor dem zugezogenen Rolladen seines Fensters klopfen. Der Vampirjäger schnappte sich ein Messer und schlich langsam auf das Fenster zu. Er atmete noch einmal tief durch, zog dann die Schnur und zog den Rolladen herauf. Es war
nichts zu sehen, ausser die dunkle Nacht. Ein erneutes Unbehagen machte sich in seiner Brust breit. Der Angstschweiß stand ihm auf der Stirn, was für ihn untypisch ist, da er sich bisher selten gefürchtet hatte. Diesmal war es etwas anderes für ihn, denn normalerweise konfrontierte er immer seine Gegner, nicht sie ihn. Seine Beunruhigung war so groß, dass er es nicht mehr halten konnte und auf dem Klo verschwand. Auf einmal klopfte es an seiner Zimmertür - er war schon fast mit seinem \'Geschäft\' fertig. Hastig erledigte er die restlichen \'Griffe\', zog sich die Hosen hoch und sprang zur Tür. Unbewusst, was sich dahinter befand, öffnete er sie einfach um davor NIEMANDEN zu finden. Ein Scherz? Es war ihm nicht geheuer. Gerade als er sein Zimmertor schliessen wollte, fiel ihm etwas an der Zimmernummer auf. Statt Nr. 7 stand da jetzt 666. War es ein Teufel, der nach seinem Leben trachtete? Er knallte die Tür zu, verriegelte sie von innen und schob den Schrank davor. Ein kalter Luftzug lies Rice erschaudern, sein Fenster war geöffnet. Mit langsamen Schritten ging er auf es zu, um es dann zu schliessen. Der \'Diener Gottes\' wie er sich seit einiger Zeit nannte, legte sich auf sein Bett und versuchte zu schlafen. Mitten in der Nacht hörte er plötzlich ein Kichern. Es war das selbe Kichern, wie er es auf der Gasse gehört hatte. Als er hochschreckte, sah er ein gutes Dutzend schwarzer Schatten in seinem Zimmer stehen. Es war kein Traum, er roch seinen schweiß, hörte die Geräusche, schnüffelte das Parfüm, das wohl einige der Schatten trugen. \"Hi Georg. Lange nicht gesehen....\" hörte er eine männliche Stimme. Sie kam ihm irgendwoher bekannt vor, er wusste bloss nicht woher. Schnell tastete der Vampirjäger in seiner Hosentasche herum, um etwas zu finden, mit dem er sich wehren könnte. \"Tztztz...das würde ich lassen\" sagte eine andere, weibliche Stimme. \"Du weißt warum wir hier sind, nicht wahr?\" \"Ich weiß noch nicht mal, wer ihr seid!\" schrie Rice. \"Psssst, du willst doch niemand unnötig
aufwecken, oder? Vielleicht erinnerst du dich gleich...\" Jemand schaltete das Licht an und Georg Rice war kurze Zeit geblendet, bis er endlich die Personen erkennen konnte. Es handelte sich um Smithy, Damien, Casey, Yasmine (die er bisher noch nicht kannte), Tina, Paul, Klaus und Nick. \"Aber wie... ich dachte ihr wärt tot! Vorallem du!\" rief
er und zeigte auf Damien. \"Du hast gebrannt!\" \"Achso, meinst du das...\" erwiderte dieser und lies Flammen auf seinem Körper erscheinen. Der Imperator (Smithy) ging mit gezogenem Katana auf ihn zu. Hastig versuchte der Vampirjäger doch noch etwas zu greifen mit dem er sich wehren konnte. \"Warum?\" war seine letzte Frage. Sein Kopf rollte auf den Boden und Smithy begann zu sprechen: \"Tja, es war nur ein Scherz\". Mit einem dreckigen Grinsen verschwanden er und seine Freunde ungesehen in die Nacht...
Akteuere : Smithy, der 16-jährige Imperator
Damien, die 15-jährige rechte Hand von Smithy
Casey, die 17-jährige rothaarige Freundin von Damien
Yasmine, die 16-jährige Hexe
Tina, die 16-jährige Freundin von Smithy
Paul, der 14-jährige Vampir
Klaus, der 14-jährige Vampir
Nick, der 14-jährige Vampir
Georg Rice, der 28-jährige Vampirjäger
Anmerkungen:
1.
Ich habe die Namen der Akteure (sofern sie der Realität entspringen) geändert, da ich nicht jeden gefragt habe, ob ich das hier posten kann UND sie ja auch ein Recht auf Anonymität haben.
2.
Die Vampirgruppe \"Dark Angels\" fing als Brut an und stieg zum Clan auf, wurde jedoch ab dann \"Carpe Noctem\" genannt. Wer Probleme damit hat - das sind gruppeninterne Regeln, aber auch im Regelbuch steht, das eine Brut zum Clan aufsteigen kann.
3.
Als \"Damien\" brennend herumgetaumelt ist, war das ein Trick. Mittwels \"Lockruf der Flammen\" hat er den Vampirjäger getäuscht.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-16 15:44:31 mit dem Titel Eine weitere Kurzgeschichte von mir
!ANMERKUNG : Dieser Bericht bzw. diese Geschichte ist eine weitere die ich über unsere Rollenspielgruppe geschrieben habe; natürlich auch wieder frei erfunden. Die \"Charakternamen\", also die Namen der agierenden Personen habe ich auch wieder geändert... wenn irgendwelche größeren Fragen sind (die ich nicht beantwortet habe) könnt ihr in meiner anderen Geschichte lesen, das Vampire-Regelbuch unter http://www.f-shop.de kaufen oder mir eine E-Mail an [email protected] schicken!
Eine Teile der Geschichte habe ich abgeändert, so dass man sie besser posten kann. Fühlt sich trotzdem jemand in irgendeiner Weise angegriffen, kann er ja ein Kommentar schreiben !
Ein Hauch des Okkulten
Kurzgeschichten über die Vampire
Rollenspielgruppe Hettenleidelheim
2000 by DamienB
Der junge, 19jährige Arbeitslose Tim lief über die Straßen von Grünstadt. Es war dunkel. Es war finstere Nacht. Er war unterwegs um sich mit seinen Freunden zu treffen. Eine letzte Mutprobe und er wäre der Gruppe näher als er je für möglich gehalten hätte. Dennoch hatte er Furcht. Furcht vor seiner Mutprobe, Furcht vor seinem Anführer zu
versagen. Dieser Gedanke allein lies ihn erschaudern. Der \"Gangleader\" verzeiht kein Versagen. Letztlich traf er am vereinbarten Treffpunkt ein. Ängstlich blickte er sich um. Wo waren seine Freunde, die anderen Raufbolde? Sie werden doch nicht wohl wieder gegangen sein, um ein paar (Unschuldige) zu verprügeln oder Tiere aus Spaß zu töten? Und das ohne ihn ? \"Huschte da nicht ein Schatten?\" geisterte es in seinen Gedanken. Sicher hatte er sich nur getäuscht. Aber was, wenn nicht? Trotz seiner Angst setzte er seinen Weg fort. Der Treffpunkt war eine alte Holzhütte
im Wald. Nach kurzem Umsehen hatte er sie entdeckt. Trotzem sah er keinen anderen. Weder seine Freunde, noch den Anführer, einen Wanderer oder sonstwen. Das einzige was er sah, war ein kleiner Umschlag auf dem Boden der Hütte. Entschlossen ging er darauf zu und hob ihn auf. Mit einem leisen knacken öffnete er das Stück Karton und fand darin
nur ein kleines, mit Blut beschriebenes Stück Papier. In roten Lettern stand darauf : Gehe 1 Kilometer nördlich in den Wald von hier. Dort wirst du eine Hütte finden, in der sich seltsame Leute aufhalten sollen. Durchsuche diese Hütte und bringe mindestens 3 Beweise dafür mit, das du dort warst. Versage nicht! Versager brauchen wir nicht! Es
ist nur ein Test, also bleib\' ruhig! Tim war dennoch unruhig geworden. Was wenn es diese Hütte gar nicht gäbe? Was wenn es sie tatsächlich gäbe, dort aber nur ein paar Waldschrate wohnen würden? Sollte er sie ermorden? Er wusste es nicht. Trotzdem gab er sich einen Ruck und ging den Weg ab. Plötzlich knackte es im Gebüsch. Erschrocken blieb
der 19-jährige stehen und lies seinen Blick durch den Wald schweifen. Nichts. Das beunruhigte ihn. Da war es schon wieder. Tims Puls raste. \"Werde ich verfolgt? Soll ich mich durch einen Ruf bemerkbar machen?\" Es war für ihn unmöglich einen klaren Gedanken zu fassen. Wie aus dem nichts kam auf einmal ein Wolf aus dem Gebüsch geschossen...
geschossen war nicht der passende Ausdruck. Eher gesprungen. Das Tier blieb mitten vor dem jungen Psychopathen auf dem Weg stehen, beobachtete ihn und sprang tief in den Wald, wo er wieder verschwand. \"Sollte das eine Warnung sein? Nein, der Chef will mich nur testen! Ich darf nicht aufgeben!\" Der \"Menschentöter in Ausbildung\" ging einfach weiter. Es schillerte plötzlich etwas durch den Wald. Tim schlug einige kleine Äste und Zweige zur Seite und sah sie : das musste die Hütte sein, von der auf dem Brief die Rede war. Sie stand auf einer wirklich kleinen Lichtung umgeben von einem Kreis aus dichtem Wald. Aus dem inneren drang gedimmtes Licht. Mutig setzte der 19-jährige einen Fuß vor den anderen und trat darauf zu. Im Mondlicht sah er auf dem Dach des kleinen Hauses etwas schillern. Metall? Nach genauerer Betrachtung erkannte er den Lauf eines Maschinengewehres. Schnell sprang er zurück in das Dickicht und begann sein Vorhaben noch einmal zu überdenken. \"Gehe ich dort hinein, bin ich vielleicht ein toter Mann. Gehe ich nicht dort rein, ist der Chef sauer und ich bin auch ein toter Mann. Trete ich jedoch dort ein, schnappe mir die Beweise und komme in
Sicherheit wieder aus dem Wald heraus, bin ich in den Augen meines Anführers würdig und werde in die Gruppe aufgenommen.\" Tim war schwer am nachdenken. Soll er oder soll er nicht? Er sah sich unruhig um, als sich aber immernoch nichts tat, verlies er sein Versteck und ging nochmal auf dieses Bauwerk zu. In der Hütte war wirklich nur eine kleine Lampe an der Decke aufgehängt. Da erkannte der junge Mann mehrere Kisten auf dem Boden. Sie waren nicht verschlossen und darin fand er mehrere Gewehre, nebst passender Munition. \"Wenn ich mir so ein Ding schnappe\" huschte es durch seinen Kopf \"habe ich viel bessere Chancen!\" Entschlossen ergriff er es, sah es sich kurz an und lud es dann, wie er es in zahlreichen Actionfilmen gesehen hatte. Unter einer hölzernen Klappe fand er eine Treppe, die einen Stock tiefer führte. Aha! Diese kleine Hütte war also nur Fassade. Er folgte der Treppe hinunter und fand einen gemütlich eingeräumten Wohnraum vor, der gut beleuchtet war. In der Mitte auf einem kreisrunden Teppich sah er ein großes Sofa vor einem Fernseher stehen. \'Rechterhand\' daneben, sah er eine Küche, mit großem Kühlschrank, Spüle, Arbeitsfläche und und und... \'Linkerhand\' war ein großes Regal an der Wand befestigt, in dem dutzende, wenn nicht sogar hunderte Bücher standen. Darunter, auf einem kleinen Tisch stand eine CD-Player Anlage, die von vier großen Boxen in den Ecken des Raumes verstärkt war. Daneben standen mehrere CD-Ständer mit vielen Compact Discs. Leise schlich er darauf zu und sah
die Scheiben durch. Zuallererst sah er nur Metal-CD\'s : \"...But Lost We Are\" von \"Chastisement\", \"Master of Puppets\" von \"Metallica\", \"Angels Fall Firs\" von \"Nightwish\" und diverses anderes. Etwas darunter befanden sich mehrere Scheiben, die er auf den ersten Blick nicht zuordnen konnte. Seltsame Namen wie \"Lothlorien\" oder \"Saltatio Mortis\" fielen ihm auf... Danach fand er noch Punk von \"Slime\" und \"Wizo\". \"Ein sehr eigenartiger Musikgeschmack\" dachte sich Tim. Er persönlich hörte das, was die anderen hörten, aber das tat nichts zur Sache. Plötzlich hörte er Schritte auf einer weiteren Treppe, die noch tiefer führte. Blitzschnell sah er sich um. Keine Möglichkeit sich zu verstecken. Schweiß stand auf seiner Stirn. Er richtete die Waffe auf den Treppenaufgang. Langsam erkannte er die Konturen des Wesens das
dort heraufkam: es hatte zumindest einen menschlichen Körper. \"Sag mal, Yaz, bist du hier?\" fragte eine weibliche Stimme. Plötzlich blickte die Person mitten auf den jungen Burschen. \"Oh, hallo! Wir haben hier nur selten Besuch...\" Dann fiel der Blick der Frau, die wohl gerade mal an die 17 Jahre zählte auf die Waffe, die Tim in den Händen hielt.
\"Und noch seltener haben wir Besuch, der den Besitzer dieses Hauses mit einer Schußwaffe bedroht!\" Mit leicht gerötetem Kopf lies der Mann die Waffe sinken. Die Schönheit der jungen Dame hatte ihm den Atem geraubt. \"Nein, nein, es ist nur so...\" stammelte er. \"Ich habe mich im Wald verirrt und...\" \"Und dann schnappst du dir einfach so eine von
unseren Knarren, gehst hier runter und bedrohst uns, hm?\" setzte die rothaarige, bezaubernde Frau seinen Satz fort. \"Uns?\" fragte Tim unschlüssig. \"Uns. Wir sind hier ca. 20 Leute. Wie heisst du denn? Ich bin Casey.\" \"Ähm, ja, ich bin Tim!\" stellte er sich vor. Immernoch den Mann mit ihrem Blick musternd setzte Casey zu einem weiteren Satz an. \"Schön dich zu treffen...Tim. Du hast dich also im Wald verirrt. Mit welchem Ziel bist du denn überhaupt hier hinein gekommen?\" \"Tja, ähm... eigentlich wollte ich mich mit einigen Freunden treffen.\" \"Meinst du diese Typen in den Bomberjacken? Ich habe sie gesehen, nur ein paar hundert Meter von hier. Du musst einfach über den kleinen Pfad nach Norden gehen und dann bist du da.\" \"Allerdings sollte ich auch noch etwas mitbringen...\" meinte er und lies seinen Blick durch das Haus
schweifen. \"Das ist kein Problem. Wir haben hier genug Alkohol\" nickte die Rothaarige. Sie ging herrüber zum Kühlschrank, holte dort einen ganzen Kasten Bier heraus und drückte ihn Tim in die Hand, der mittlerweile das Gewehr beiseite gelegt hatte. \"Aber...\" stammelte er. Die junge Frau lies sich dadurch nicht aufhalten und drückte ihm ein paar weiter Flaschen Alc in die Hand. Das kam ihm nicht geheuer vor. Er begann sich unruhig umzuschauen um so schnell wie möglich abzuhauen. Leider fand er keinen anderen Ausweg, ausser die Treppe, durch die er just hier eingedrungen war. Die Rothaarige suchte weiterhin den großen Raum ab und steckte ihm noch anderes Zeug wie Süssigkeiten in die Taschen. Er verstand nicht, was das alles soll. Zu guter letzt gab sie ihm noch ein Jesuskreuz mit, warf ihn heraus und nun stand der junge Psychopath alleine auf der Lichtung. Ein leises Klicken verriet ihm, das eine Tür hinter ihm geschlossen wurde. Was blieb ihm nun anderes übrig, als den kleinen Pfad nach Norden zu gehen? Der 19-jährige folgte dem Weg und sah einen kleinen aufgetürmten Hügel aus etwas, was er auf diese Entfernung noch nicht definieren konnte. Behende schlich er sich
voran und blieb dann mit weit aufgerissenen Augen stehen : der Berg bestand aus den Leichen seiner Freunde. Grauenhafte Angst stieg in dem Mann auf und er stolperte ein paar Schritte zurück, wo ein aus dem Boden ragender Ast ihn zu Boden segeln lies. Es knackte hinter seinem Rücken im Dickicht. Schnell riss er den Kopf herum und sah in die Augen eines ca. 16-jährigen Jungens. \"Aha aha aha, wer hat sich denn hierher verirrt?\" Tim konnte nicht antworten. Er stand unter Schock. \"Na, hat dir etwas die Sprache verschlagen. Vielleicht die toten Körper deiner verrückten Kumpels? Glaube mir, sie haben es verdient zu sterben. Und du wolltest ihnen beitreten, hat man mir gesagt. Mächtig großer Fehler!\" Ängstlich robbte der junge \'Freak\' nach vorne, um sich durch die Büsche in Sicherheit zu schlagen. \"Du kommst nicht weit!\" hörte er die Stimme des anderen Kerls. Ohne Vorwarnung stand eine weitere Person vor ihm. Sie sah etwas älter aus wie der Andere. Mit einem verschwiegenen Lächeln kam er auf ihn zu. \"Lasst mich in Frieden! Ich tuhe alles für euch!\" \"Sorry, du hast unser Versteck gefunden. Wir können dich nicht leben lassen!\" \"Aber...aber...\" \"Nix aber aber! Dein Schicksal ist besiegelt!\" Der Junge kam auf ihn zu und mit einem einzigen Schlag war der Kopf Tims abgetrennt. Da trat der 15-jährige an Tims Mörder heran und begann mit ihm zu sprechen. \"Musst du immer so brutal an die Sache heran gehen?\" \"Tja, es war eben...\" \"Nur ein Test, ich weiß. Gehen wir noch einen trinken?\" \"Ok.\"
Akteuere :
Tim als ein dreckiger Psychopath
Casey, die 15-jährige Rothaarige
Damien, der 15-jährige Vampir
Smithy, der 16-jährige Vampir
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-21 19:17:31 mit dem Titel Eine Geschichte die ich für die Schule geschrieben habe
Hi Leute !
Ich habe es ja vorher (meines Wissens) schonmal angekündigt, das ich eine Geschichte veröffentlichen will, die ich in der Schule geschrieben habe. Der erste Teil ist der Vorgegebene, denn wir sollten die Geschichte ja weiterschreiben.
Das ich den zweiten Teil geschrieben habe, kann man vielleicht an einem kleinen \"Stilumbruch\" bemerken :-)
Teil 1
Vergiss, Wenn Du Kannst !
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Christine nahm die Abkürzung und fuhr über die schmale Straße, die am Hang des Bergwaldes entlangführte. Ganz rasch senkte sich eine unheimliche Dunkelheit über das Land. Die Natur schien den Atem anzuhalten, die Luft war zum Schneiden dick, die tiefe Stille hatte etwas Unheilvolles. Dann war das Gewitter über Christine, ein Blitz folgte dem anderen, in ununterbrochener Folge donnerte es, der Himmel öffnete seine Schleusen, aber sie fuhr weiter. Und so bemerkte sie den Wagen, der ihr an einer Kurve entgegenkam, erst, als sein Nebellicht sie blendete. Instinktiv riss sie das Lenkrad herum und stieß mit der Stirn gegen die Windschutzscheibe. Ein heftiger Schmerz ließ sie zusammensacken und die Augen schließen. Das laute Fluchen einer tiefen Männerstimme brachte sie zu sich. \"Donnerwetter nochmal, können Sie nicht vorsichtiger fahren bei diesem Unwetter ? Eine Frau am Steuer! Das sagt alles!\" Sich über sie beugend, fragte er freundlicher : \"Es ist doch alles in Ordnung? Sie haben sich doch nicht verletzt ?\" \"Nur eine Beule wird meine Stirn schmücken, aber daran werde ich schon nicht zugrunde gehen. So, und nun muss ich weiterfahren!\" \"Sind sie verrückt? Bei dem Wetter!\" antwortete er. \"Bitte, halten sie mich nicht auf, ich muss aufs Postamt, es ist dringend\", flüsterte sie, dann verlor sie das Bewusstsein.
Als sie wieder zusich kam, lehnte sie an seinem Wagen. \"Wo bringen Sie mich denn hin?\" stieß sie hervor. \"Ins Trockene, oder glauben Sie, dass Sie in diesem Zustand bis ins Dorf hätten kommen können ?\" Der Wagen hielt vor einem Haus, das schmal und ein Stockwerk hoch war. \"Das ist doch das Jagdhaus von Baron Percha ?\" flüsterte sie. \"Percha ist mein Freund, er hat es mir überlassen\", sagte er kurz. \"So, und nun wird nicht geredet, sondern gehandelt !\" Rasch hob er sie von ihrem Sitz hoch und trug sie durch den winzigen Vorraum in die tiefe Dunkelheit eines Zimmers. Behutsam wurde Christine auf ein weiches Fell gebettet.
\"Verhalten Sie sich ganz still\", sagte seine Stimme, \"ich mache nur Licht.\" Gleich darauf wurde der Raum erhellt. Die Petroleumlampe war zsichen ihrem Retter und ihr, so sah sie ihn zuerst nur als riesige
Silhouette. Besorgt beugte er sich über sie, jetzt sah sie deutlich seine Zühe, und ihr Herz begann in einem süßen Erschrecken zu pochen. Noch nie zuvor hatte Christine einen solchen Mann gesehen. Sein Haar war von einem dunklen Braun, die Haut gebräunt, die Nase kurz und stumpf. Seine dunkelblauen Augen musterten sie. Vorsichtig streifte er die nasse Decke von ihrem Kopf. Ihr langes, schimmerndes Haar kam zum Vorschein. Als er ein wenig zur Seite trat, fiel der Lampenschein auf ihr liebliches Gesicht. Unwillkürlich stieß er einen überraschten Laut aus (Anm. von mir : \'nen Furz???). \"Mein Gott, Sie sind ja fast noch ein Kind !\" rief er. Ihr kleiner Mund lächelte scheu. \"Ich habe mich noch gar nicht für Ihre Hilfe bedankt, Herr ...\" Ihm kam es lächerlich vor, ihr in dieser Situation seinen recht pompös klingenden vollen Namen zu nennen. So unterschlug er, dass er Fürst Arco zum Rhein war und sagte nur : \"Ich heiße Alexander, meine Freunde rufen mich Sascha !\"
(Anm. von mir : Sind die doof?) \"Und ich werde Christine gerufen!\" \"Was für ein reizender Name!\" (*schleim*) Beim Lachen entblößte er sein kräftiges Gebiss (Anm. von mir : Aber ned ganz). Auch bemerkte sie jetzt das Grübchen in seinem Kinn. \"Sie sind ja bis auf die Haut durchnässt\", hörte sie ihn sagen. \"Sie müssen sofort etwas anderes anziehen. Nehmen Sie meinen Bademantel.\" Vorsichtig, als wäre sie zerbrechlich, führte er sie auf den Duschraum zu. Als sie in einem viel zu großen Bademantel wieder herauskam, roch es nach Kaffee. \"Trinken
Sie, das wird Ihnen guttun\", sagte der Mann. Er reichte ihr die frisch gefüllte Tasse, und ihre Hände berührten sich. In diesem Augenblick durchzuckte sie ein süßer Schmerz. Dann wurde es still im Raum. Das Rauschen des Regens war jetzt sanfter, im Kamin knackte das Holz. Ein Heimchen (Anm. von mir: So ne Grille), das neben dem Kamin hauste, begann ganz fein zu zirpen.....................
Teil 2
Vergiss es doch endlich, verdammt !
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Das Licht, welches von dem Kaminfeuer ausgestrahlt wurde, leuchtete ihre Gesichter einseitig an. Sie blickten sich in die Augen, doch keiner der beiden wusste den Gesichtsausdruck des anderen zu deuten. Christine fühlte sich unbehaglich und musste etwas tun; sie stand auf. Arco war dadurch aus seiner Starre erwacht. \"Ähm, möchtest du etwas Essen ? Ich habe nicht viel da, aber ...\" \"Ja gerne...\" Eine fast unerträgliche Spannung lag im Raum. Alexander bzw. Sascha verliess den Raum und sie sah sich in der Jagdhütte um; ihre Konzentration war sehr
beeinträchtigt und so blieb ihr Blick an einer goldbeschichteten Wanduhr haften. Sie fragte sich, ob er vielleicht der Sohn des Barons war...
Es tippte etwas auf ihre Schulter und sie fuhr erschrocken herum. Vor ihr stand der junge Mann, der sie angefahren hatte und er hielt einen Teller mit zwei belegten Broten darauf, welchen er ihr überreichte. An das Essen konnte sie nicht denken; von dem Mann im Raum ging eine seltsame Kraft aus, die nach ihr zu greifen schien und an ihr zerrte, dennoch blieb er ruhig und gelassen bei ihr stehen. \"Keinen Hunger mehr ?\" fragte er. \"Doch, doch\" sagte sie hastig und ergriff eines der Brote. Langsam und etwas schüchtern nahm sie einen kleinen Bissen.
\"Warum warst du eigentlich so spät noch auf dem Fahrrad unterwegs ?\" Christine wurde nachdenklich und fasste sich an die Stirn. Ein kurzer, stechender Schmerz durchfuhr sie, als sie die Beule, welche mittlerweile schon eine ungesunde, blaue Färbung angenommen hatte, anfasste. \"Ich... ich weiss es nicht mehr genau... wahrscheinlich
wollte ich nach Hause !\" \"Tut mir leid, aber eigentlich wolltest du ins Dorf und zur Post fahren. Du sagtest es sei dringend...\" \"Oh... naja, es dürfte jetzt ohnehin zu spät sein, um den Brief an Papa abzuschicken... weshalb warst du so tief in der Nacht noch unterwegs ?\" Arco runzelte kurz die Stirn und schien nachzudenken. \"Geschäfte\" war seine einzige Antwort. Alexander (Anm. von mir : Wie viel Namen hat der Kerl eigentlich) ergriff wieder das Wort : \"Was ist das für eine Geschichte mit deinem Vater ?\" Christine fasste sich ein Herz und begann
ihrem \"Gastgeber\" davon zu erzählen. Sie erzählte von ihren finanziellen Problemen und dass der Vater in das Ausland gefahren ist, weil er dort einen besser bezahlten Job bekam. Er schickt regelmässig Geld herrüber und kommt nur an Weihnachten und manchmal an Geburtstagen herrüber. Die Beiden waren noch lange nicht fertig, sich zu unterhalten - da jetzt endlich eine Gesprächsgrundlage da war, begannen sie über alles Mögliche zu reden. Arco wurde Christine immer sympathischer; sie fühlte sich auch immer mehr zu ihm hingezogen. Mitten in der Nacht - es
war schon sehr spät geworden - wehte plötzlich ein kalter Hauch durch die Hütte und bliess die alte Petroleumlampe aus. Christine erschrak, als Sachas Augen ihr rötlich entgegenleuchteten. Sie fiel von ihrem Stuhl und Arco zündete unter lautem Fluchen das Licht wieder an. Als er sich umdrehte, war das rötliche Leuchten seiner Augen wieder verschwunden. Er streckte seinem Gast die Hand entgegen, die diese Hilfe allerdings nur zögernd annahm. Als sie wieder vor ihr stand, hatte sie Angst vor ihm, dennoch fühlte sie sich zu ihm hingezogen...
Er umfasste ihr Taille mit seinen Händen und sie sah ihm in die ausdruckslosen Augen. \"Was ist denn passiert ?\" fragte er. Christine schüttelte es; sie hatte Angst und ihre Nackenhaare hatten sich aufgestellt. Alexander sah sie an und begann sie zu Umarmen; es war ein leidenschaftlicher Moment für beide. Ihre Umarmung kam Christine
wie eine Unendlichkeit vor - doch sie wurde von einem kurzen Schmerz der sich wie eine Rasierklinge durch die Haut schnitt aus ihrer Trance gerissen. Warme Flüssigkeit rann ihren Hals herunter und die Pein schlug in ein wohliges Gefühl voller Zärtlichkeit und Exstase um. Es kam ihr so vor, als drehten sie sich in einem Kreis aus blauem Licht, er hielt sie eng während sie fast der Bewusstlosigkeit nahe war. Das blaue Licht vermehrte sich; immer mehr kleine, blaue Spiegelreflexe umgaben sie, zu denen sich bald Lichtkugeln in gelber, grüner und roter Farbe gesellten.
Sie sah nicht genau was vor sich ging; in einer Art Halbschlaf sah sie einen Löffel mit Honig vor sich in der Luft schweben. Er drehte sich und der süsse Nektar tropfte auf ihren Mund herab. Sie öffnete eben denselben und schluckte den Honig - der aussergewöhnlich bitter schmeckte - herunter. Plötzlich durchfuhr sie ein unbeschreiblicher
Schmerz und sie rollte zwischen den Farbkugeln hin und her. Ausser hellen Blitzen, den Farbkugeln und ihrem eigenen Verderben konnte sie nichts mehr wahrnehmen...
...es war einen Tag später, als sie wieder zu sich kam. Ihr Atem war flach, sie spürte ihn kaum; die Schmerzen waren vollkommen verschwunden und sie rollte sich zur Seite. Zu ihrem Erstaunen lag sie in ein großes Himmelbett mit rotem Bezug. Gedämmtes Licht ging von einigen Lampen an der Decke des großen Raumes aus. \"Wo bin ich ?\" fragte sie sich selbst. Sie sprang auf und ging ein paar Schritte ziellos auf eine andere Tür zu, die sie vage wahrnahm. Plötzlich knarzte es hinter ihr. Langsam und ängstlich drehte sie sich herum und sah das eine andere Tür geöffnet
wurde. Sascha stand im Raum. \"Gut geschlafen, meine Liebste ?\" wollte er wissen. Christine wusste nicht was sie sagen sollte; sie stotterte ein bisschen und nickte letzendlich doch nur. Ihr Gastgeber war in edlen Klamotten gekleidet - edler, als sie es ihm zugemutet hatte. \"Darf ich mich vorstellen ? Mein richtiger und voller Name ist
eigentlich Fürst Arco zum Rhein...\" \"Was ?\" rief Christine nur verblüfft. \"Darf ich dir meine Familie vorstellen ?\" wollte Arco wissen. Christine nickte nur ganz kurz und konnte sich immer noch nicht abfinden, das der Mann, welcher sie angefahren hatte, von Adel war.
Sie folgte ihm in ein riesiges Wohnzimmer, in dem mehrere Personen standen. Es waren wohl so an die 15 Stück. Davon setzten sich Drei in Bewegung und kamen auf das Pärchen zu. Einen älteren Mann mit Schnauzbart stellte Arco als seinen Vater vor - Baron Ludwig Percha. Die nebenstehende Frau, die noch sehr jugendlich wirkte, stellte er als
seine Mutter Yvonne vor. Der jüngere Mann der den beiden noch beiwohnte, war sein Zwillingsbruder Sascha... \"Aha, der Neuankömmling in unserer Familie ist erwacht. Willkommen in unserer bescheidenen Wohnung; es freut mich, sie als Schwiegertochter zu haben...\" bemerkte der ältere Herr. Christine war von diesem Informationsschwall völlig
aus dem Konzept gebracht; sie als Schwiegertochter ? Sie kannte den Fürsten doch erst seit einem Tag...
\"Du hast bestimmt Hunger...\" meinte Alexander. Christine nickte schüchtern und Arco ging aus dem Raum. Seine Eltern musterten den Neuankömmling (Christine) von oben bis unten. \"Nun ja; hat Arco ihnen schon etwas über sein wahres Wesen erzählt ?\" fragte Baron Percha. Sie schüttelte den Kopf und wusste gar nichts mit dem Satz anzufangen, den
sie just gehört hatte. Die Tür hinter ihr öffnete sich wieder. Der junge Fürst trat in den Raum und hatte einen jungen Mann, der wie wild strampelte auf seinem Rücken. \"Was ist hier los ?\" wollte Christine wissen, die in diesem Moment über ihr Erstaunen hinweggekommen ist. Alexander stellte den Mann, der geknebelt war, auf die Füße und sagte zu ihr : \"Du hattest doch Hunger !\". Er zog den Mann an den Haaren, so das dessen Hals entblößt war. Eine magische Anziehungskraft ging von der Halsschlagader auf Christine aus. Sie hielt an sich und blieb leicht geschockt dort stehen wo sie war. \"W-w-was ?\" war alles, was sie in dem Moment herausbrachte. Die Eltern und der Bruder von dem Fürsten drängten sie, zu beissen. Sie hielt den Druck bald nicht mehr aus und biss dem angsterfüllten Mann mit ihren spitzen Zähnen (von denen sie vorher noch nicht bemerkt hatte) in den Hals. Sie kleckerte ein bisschen und das amüsierte die Zuschauer... seither lebt Christine entfernt von ihrer Familie und streift zusammen mit ihrem Prinzen durch die Nächte. Keiner ihrer Angehörigen hat sie seitdem mehr gesehen, obwohl sie eine tiefe Trauer empfindet, das sie ihre Familie nicht mehr besuchen kann...
Ich dachte mir ich poste auch mal eine meiner alten Kurzgeschichten die ich geschrieben habe. Diese hier ist eine (erfundene) Geschichte zu dem Rollenspiel \"Vampire - Die Maskerade\"; wenn euch hier nicht alles richtig erklärt wurde oder etwas schleierhaft erscheint, dann schreibt es als Kommentar, ich werde dann darauf eingehen.
Alles kann ich leider nicht erklären, da das Regelwerk (und unsere Abänderungen) viel zu umfangreich sind, um sie hier ewig zu posten - am besten solltet ihr euch dann z.B. bei http://www.f-shop.de das Regelbuch
bestellen...
Der Scherz
Kurzgeschichten über die Vampire
Rollenspielgruppe Hettenleidelheim
2000 by DamienB / Colonel
Langsam nippte der selbsternannte Imperator der Vampirgruppe \'Dark Angels\' an seinem Wodka Martini mit Olive, während seine Freunde auf der Tanzfläche abtanzten. Den Mann im schwarzen Anzug, der die Disco betrat, bemerkte er natürlich sofort. Seine Freunde anscheinend auch, dennoch gingen sie ihren weiteren Aktivitäten nach. Schritt für Schritt kam der Mann auf den Imperator Smithy zu. \"Wir müssen reden!\" meinte er. Der Jungvampir nickte und folgte ihm nach draussen. Auch die anderen verabschiedeten sich fast synchron von ihren Tanzpartnern und folgten den beiden in eine dunkle Gasse. Dort zog der Mann in den schwarzen Klamotten einen Pflock ohne auf die anderen Clanmitglieder der Dark Angels aufmerksam zu werden. \"Warum lasst ihr uns nicht einfach in Ruhe?\" fragte der zu dieser Zeit 16-jährige Vampir. \"Ihr seid ein Schandfleck auf diesem Planeten. Ihr trinkt das Blut der Lebenden und macht sie zu lebenden Toten. Ihr verschmutzt die Gedanken der Leute. Durch eure Musik. Eure Worte. Eure Taten!\" Smithy holte aus und schlug dem Mann den Pflock aus der Hand. \"Wir tuhen den Menschen schon lange kein Leid mehr. Ausser sie zwingen uns dazu oder haben es verdient!\" ertönt eine Stimme hinter dem Vampirjäger. Gewandt
drehte er sich um und machte den katastrophalen Fehler, dem Imperator den Rücken zuzudrehen. Dennoch verhielt er sich ruhig. Der Mann blickte in die Augen von Damien, der zweite Vampir der Dark Angels, hinter dem der Rest des Clans stand. \"Eure schwarze Präsenz ist aber nicht erwünscht!\" \"Du dürftest wohl in keiner Position sein so etwas zu sagen\" knurrte Damien. Der Mann zuckte kurz und knurrte dann in einer tiefen Stimme zurück : \"Und dir wird gleich das Licht ausgeblasen...dreckiger Vampir!\" Damien wollte gerade ausholen um ihm einige Gesichtsknochen zu brechen, doch Smithy hielt ihn zurück. Also ging er wieder ein paar Schritt zurück und der Vampirjäger ging auch auf einige Entfernung von Imperator Smithy dem 1. (wie er sich selbst nennt). Dort zog er eine Armbrust, schoß und traf Smithy mitten in die Brust, an die Stelle wo das Herz lag. Dieser fiel einfach auf den Boden. Tina, getrieben von Wut und Schmerz rannte direkt auf den Mann zu, der ihr einen weiteren Pflock verpasste. Einige Meter weiter stürtzte sie zu Boden und blieb reglos dort liegen. Damien stand gelassen da. \"Dein Leben hast du schon verwirkt\" meinte er und
Paul stürmte zusammen mit Nick auf ihn zu. Von zwei Bolzen hinterrücks getroffen sanken auch diese Beiden zusammen. \"Glaubt ihr wirklich, ich wäre so töricht ohne Verstärkung gegen euch zu kämpfen?\" fragte der Vampirjäger in die Runde. Ein Teil von ihnen rannte weg. Nurnoch Casey und Damien waren letztendlich da. Casey klammerte sich ängstlich an ihren Freund, der nach wie vor gelassen da stand. \"Ich hab Angst\" flüsterte sie in sein Ohr. \"Dir wird nichts passieren. Glaub\' mir!\" redete er auf sie ein. \"Bist du bereit, von dem Angesicht dieses Planetens entfernt zu werden?\" brüllte der Mann auf beide ein und sie wussten nicht, wer von ihnen jetzt gemeint war. Ein Schuß und Damiens\' Freundin fiel auf den Boden, um dort mit einem leisen Stöhnen reglos liegen zu bleiben. Damien wandte sich dem Killer zu. \"Und nun, willst
du mich auch töten?\" \"Für dich habe ich was ganz spezielles auf Lager!\" \"Ach, und was wäre das, du Flasche?\" Der dunkelgewandete Mann zog ein kleines Fläschen mit einer Flüssigkeit darin. \"Gleich wirst du brennen, Bastard!\" Der Vampirjäger warf die Flasche in Richtung Vampir, der einen Versuch startete, auszuweichen. Er war sich nicht sicher, ob er wirklich getroffen hatte, doch als er die brennende, rechte Hand von Imperator Smithy in einer großen Flamme herumtaumeln sah, nur um auf den Boden zu fallen und weiterzubrennen. \"Boß, die anderen...\" sprach einer der Vampirjäger. \"Um die kümmern wir uns ein andermal...wir werden sie kriegen!\" Die drei Gestalten verliessen die Gasse.
***
Einen Monat später erwachte der Vampirjäger Georg Rice in seinem Bett in diesem versifften Hotel in Mannheim. Es war ein schöner Tag wie aus dem Bilderbuch. Die Sonne schien durch das Fenster hinein, die Vögel zwitscherten und auch nirgendwo das geringste Zeichen von Ärger. Plötzlich klopfte es an der Tür. Georg hiefte seinen Körper aus dem Bett
und öffnete mit seinem Schlüssel die Zimmertür. Vor dieser stand ein Page mit einem grossen Strauß Blumen in der Hand. \"Die sind für sie. Hat ein Bote von einem Floristikgeschäft abgegeben.\" Der Vampirjäger nahm sie entgegen und machte eine Vase für sie bereit, während er überlegte, von wem sie stammen könnten. Hatte er eine heimliche Verehrerin? Oder erlaubte sich da nur jemand einen Scherz mit ihm? Vielleicht hat man sich auch in der Zimmernummer geirrt. Plötzlich
fiel Georgs Blick wieder auf die Blumen. An einer Rose war ein kleiner Zettel befestigt. Er schnitt ihn mit seinem Klappmesser von der Pflanze ab und las ihn sich durch. Auf ihm standen 4 Worte, die sein Blut in den Adern gefrieren liessen : Bald bist du tot! Er nahm sofort den Strauß und warf ihn zusammen mit der Nachricht schnell aus dem Fenster.
Was diese spontane Reaktion bei ihm ausgelöst hatte, wusste er selbst nicht genau. Nur wusste er, er war in Gefahr. Hat er jemand was böses getan in letzter Zeit? Trotz langem Grübeln wollte Rice nicht so recht einfallen, was das sollte oder von wem die Blumen sein könnten. Unentschlossen schnappte er sich seinen langen Mantel, steckte seine
Ausrüstung ein und machte sich auf den Weg. Wohin wusste er selbst nicht. \"Wie wär\'s mit der Kirche?\" dachte er nach. Natürlich - die Kirche war immer ein guter Ort um die Gedanken zu reinigen, sich sicher zu fühlen und auf Gottes Beistand zu hoffen. Auf seinem Weg sah der Vampirjäger über einiges hinweg : er bemerkte nicht, das ihm soeben jemand die Brieftasche entwendet hatte. Als er es bemerkt hatte, war es sowieso schon zu spät, also blieb er ruhig und setzte seinen Weg fort. Vor dem Hause Gottes traf er einen Haufen Jugendlicher, die sich über seinen langen Mantel lustig machten. \"Ey, seht euch den Sherlock Holmes Verschnitt mal an! Alter, wir sind doch ned in de Vergagenheit!\"
Georg ignorierte diese Sprüche und trat die ersten paar Stufen hinauf, als einer der Jugendlichen ihn festhielt. \"Wohin so schnell, du Komiker?\" \"Ich möchte in die Kirche, das sieht man doch!\" \"Aber nich\' ohne Wegzoll bezahlt zu haben!\" \"Wegzoll? Entschuldigung, ich sah das \'bitte zahlen\' Schild nicht!\" \"Tja, so kann\'s gehen. Also, kost\' nur
10 Maak. Bar auffe Kralle!\" Rice täuschte dem Rowdy vor, er wolle seinen Geldbeutel zücken, den er ja aber nicht mehr besaß. Mit einer blitzschnellen Bewegung hatte der Vampirjäger seinem Gegenüber die Faust ins Gesicht gerammt, woraufhin dieser stöhnend umfiel. Seine kriminellen Freunde wollten gerade aufstehen, doch da kam der Pfarrer
angelaufen, der Georg in die Kirche holte. \"Verzeiht ihnen\" begann der Pfarrer, \"Sie wissen nicht, was sie tun\". \"Ich weiß Hochwürden. Keiner von ihnen hat bestimmt je einen Gedanken an die wirklichen Dinge im Leben verschwendet\" \"Sagt, was führt euch her mein Sohn? Wollt ihr beichten oder seid ihr hier um den Segen des Herrn zu empfangen?\" \"Den
Segen. Ich habe ihn bitter nötig!\" meinte Georg. Der Pfarrer wusste die Zusammenhänge nicht, trotzdem gab er dem Vampirjäger den Segen. \"Wenn ihr etwas braucht mein Sohn, ihr findet mich vor dem Altar, wo ich zu Gott bete!\" Der Pfarrer wandte sich von ihm ab und lief in die Richtung des Altars, vor den er sich kniete und begann ein stilles Gebet zu sprechen. Leise, um den Geistlichen nicht zu stören, setzte sich Georg auf einen Platz um noch etwas in der Kirche zu verharren. Auch diesmal wusste er nicht, wieso er sinnlos auf einem Platz saß, trotzdem verblieb er ruhig. Nach 10 Minuten stand er auf und verliess wieder die Kirche. Von der Gruppe Jugendlicher war nichts mehr zu sehen, also machte er sich auf den Nachhauseweg. An der Wohnungstür im Hotel stand in Blut geschrieben \"Exitus\" (Anm. D. Autors: lat. = Tod). Eilig rannte er zu dem nächsten Hotelbeamten, eine Putzfrau. \"Wer hat diese Sachen an meine Zimmertür geschrieben???\" brüllte er hysterisch. Die Frau, verängstigt von diesem plötzlichen, lauten Tonschwall, zuckte erst einmal zusammen. \"Welche Sachen?\" fragte sie mit bleichem Gesicht. Georg zerrte sie mit vor seine Tür und sie wusste nicht, woher diese Lettern waren, sie behauptete nur, das sie vor 5 Minuten noch nicht da waren. Auch andere Leute, die er fragte, wussten nichts. Als er schließlich von seinen Erkundigungen zurück kam, sah er, das die Putzfrau seine Tür wieder auf Hochglanz gebracht hatte. Langsam schlich er sich in das Zimmer. Er hatte Angst, das hier etwas war. Seinen Nackenhaare hatten sich aufgestellt und er begann den Raum zu durchsuchen, ohne zu wissen, nach was er schaute. Im Kühlschrank war alles normal, auch das Bett war in Ordnung, keine anderen Personen ausser ihm in der Unterkunft. \"Hier bleibe ich keine Nacht länger\" murmelte er, packte seine Koffer und huschte schnell an die Rezeption, wo er sein Zimmer bezahlte. Da er kein Auto hatte, rannte er mit dem Koffer in den Händen in die Richtung des nächsten Hotels. Dafür gebrauchte er den Weg durch viele dunkle Gassen und Hinterhöfe. Bald kam er auf einen großen Hof. Eine Art Gartentor versperrte ihm den weitern Weg. Das wäre für ihn aber kein Problem, er verfügte über große
Kräfte, mit denen er das Tor sicher aufbrechen könnte. Oder einfach drüberklettern, aber das war nicht sein Problem. Hinter sich hörte er ein leises Kichern, als er sich umdrehte sah er jedoch niemanden. Vielleicht hatte er sich auch nur geirrt...vielleicht. Georg schlich langsam auf die Tür zu, erklomm sie und landete auf der anderen Seite mit seinem Koffer in einer Matschpfütze. Da war es schon wieder. Ein leises Kichern, es schien ihn zu verfolgen. Ausser dem Kichern und dem Pochen seines eigenen Herzens hörte der Vampirjäger nichts. Das beunruhigte ihn noch mehr. Niemand, der ihm im Problemfall zu Hilfe eilen könnte. Rice richtete sich wieder auf, schnappte schnell seinen Koffer und rannte über den matschigen Boden der Gasse. Dennoch hörte er das Kichern, doch nun schienen es mehrere Stimmen zu sein, die sich über seine Hast lustig machten. Unerwartet hörte er auf einmal Schritte hinter sich. Ohne zu stoppen setzte er seinen Weg fort und schon bald hörte er nichts mehr. Kein Kichern, keine Schritte, nichts, ausser das Hupen des Wagens, vor den er gerade gelaufen war. Der BMW konnte gerade noch bremsen und Georg stürmte einfach weiter. In kurzer Zeit hatte er ein anderes Hotel erreicht, lief hinein und bemerkte nicht, welchen Dreck er machte. Matsch und Müll klebten an seinen Fußsohlen, den er wohl in diesen dunklen Gassen gesammelt hatte. Erschöpft schleppte er sich durch die Eingangstür und ging an den kleinen Rezeptionsschalter, hinter dem voller Erwartung der Rezeptionist stand. \"Ich hätte
gerne ein Zimmer.\" \"Dazu sind wir ja auch da. Macht 45 DM,- die Nacht, Frühstück inbegriffen\" \"Ja, das sollte reichen\". Georg bezahlte den Preis und bekam seinen Zimmerschlüssel. Als er an der Tür angekommen war - Zimmer Nr. 7 hatte er -, steckte er den Schlüssel in das Schlüsselloch und öffnete somit die Tür. Das Zimmer war schlicht eingerichtet: ein Schrank für seine wichtigsten Sachen, ein Badezimmer, ein Bett. Kein Fernseher, kein Radio oder sonstiger Luxus. Das war Rice
aber auch egal, solange er sich hier verstecken konnte. Mit einem leisen Aufatmen lies er sich auf das Bett fallen und legte seinen Koffer daneben. Nachdem er die Schuhe ausgezogen hatte, legte er seine Füße hoch und überlegte, wer ihn jagen könnte. So sehr er sich anstrengte, es wollte ihm nicht einfallen. Vampire? Räuber? Killer? Es war ihm ein Rätsel. Plötzlich hörte er etwas vor dem zugezogenen Rolladen seines Fensters klopfen. Der Vampirjäger schnappte sich ein Messer und schlich langsam auf das Fenster zu. Er atmete noch einmal tief durch, zog dann die Schnur und zog den Rolladen herauf. Es war
nichts zu sehen, ausser die dunkle Nacht. Ein erneutes Unbehagen machte sich in seiner Brust breit. Der Angstschweiß stand ihm auf der Stirn, was für ihn untypisch ist, da er sich bisher selten gefürchtet hatte. Diesmal war es etwas anderes für ihn, denn normalerweise konfrontierte er immer seine Gegner, nicht sie ihn. Seine Beunruhigung war so groß, dass er es nicht mehr halten konnte und auf dem Klo verschwand. Auf einmal klopfte es an seiner Zimmertür - er war schon fast mit seinem \'Geschäft\' fertig. Hastig erledigte er die restlichen \'Griffe\', zog sich die Hosen hoch und sprang zur Tür. Unbewusst, was sich dahinter befand, öffnete er sie einfach um davor NIEMANDEN zu finden. Ein Scherz? Es war ihm nicht geheuer. Gerade als er sein Zimmertor schliessen wollte, fiel ihm etwas an der Zimmernummer auf. Statt Nr. 7 stand da jetzt 666. War es ein Teufel, der nach seinem Leben trachtete? Er knallte die Tür zu, verriegelte sie von innen und schob den Schrank davor. Ein kalter Luftzug lies Rice erschaudern, sein Fenster war geöffnet. Mit langsamen Schritten ging er auf es zu, um es dann zu schliessen. Der \'Diener Gottes\' wie er sich seit einiger Zeit nannte, legte sich auf sein Bett und versuchte zu schlafen. Mitten in der Nacht hörte er plötzlich ein Kichern. Es war das selbe Kichern, wie er es auf der Gasse gehört hatte. Als er hochschreckte, sah er ein gutes Dutzend schwarzer Schatten in seinem Zimmer stehen. Es war kein Traum, er roch seinen schweiß, hörte die Geräusche, schnüffelte das Parfüm, das wohl einige der Schatten trugen. \"Hi Georg. Lange nicht gesehen....\" hörte er eine männliche Stimme. Sie kam ihm irgendwoher bekannt vor, er wusste bloss nicht woher. Schnell tastete der Vampirjäger in seiner Hosentasche herum, um etwas zu finden, mit dem er sich wehren könnte. \"Tztztz...das würde ich lassen\" sagte eine andere, weibliche Stimme. \"Du weißt warum wir hier sind, nicht wahr?\" \"Ich weiß noch nicht mal, wer ihr seid!\" schrie Rice. \"Psssst, du willst doch niemand unnötig
aufwecken, oder? Vielleicht erinnerst du dich gleich...\" Jemand schaltete das Licht an und Georg Rice war kurze Zeit geblendet, bis er endlich die Personen erkennen konnte. Es handelte sich um Smithy, Damien, Casey, Yasmine (die er bisher noch nicht kannte), Tina, Paul, Klaus und Nick. \"Aber wie... ich dachte ihr wärt tot! Vorallem du!\" rief
er und zeigte auf Damien. \"Du hast gebrannt!\" \"Achso, meinst du das...\" erwiderte dieser und lies Flammen auf seinem Körper erscheinen. Der Imperator (Smithy) ging mit gezogenem Katana auf ihn zu. Hastig versuchte der Vampirjäger doch noch etwas zu greifen mit dem er sich wehren konnte. \"Warum?\" war seine letzte Frage. Sein Kopf rollte auf den Boden und Smithy begann zu sprechen: \"Tja, es war nur ein Scherz\". Mit einem dreckigen Grinsen verschwanden er und seine Freunde ungesehen in die Nacht...
Akteuere : Smithy, der 16-jährige Imperator
Damien, die 15-jährige rechte Hand von Smithy
Casey, die 17-jährige rothaarige Freundin von Damien
Yasmine, die 16-jährige Hexe
Tina, die 16-jährige Freundin von Smithy
Paul, der 14-jährige Vampir
Klaus, der 14-jährige Vampir
Nick, der 14-jährige Vampir
Georg Rice, der 28-jährige Vampirjäger
Anmerkungen:
1.
Ich habe die Namen der Akteure (sofern sie der Realität entspringen) geändert, da ich nicht jeden gefragt habe, ob ich das hier posten kann UND sie ja auch ein Recht auf Anonymität haben.
2.
Die Vampirgruppe \"Dark Angels\" fing als Brut an und stieg zum Clan auf, wurde jedoch ab dann \"Carpe Noctem\" genannt. Wer Probleme damit hat - das sind gruppeninterne Regeln, aber auch im Regelbuch steht, das eine Brut zum Clan aufsteigen kann.
3.
Als \"Damien\" brennend herumgetaumelt ist, war das ein Trick. Mittwels \"Lockruf der Flammen\" hat er den Vampirjäger getäuscht.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-16 15:44:31 mit dem Titel Eine weitere Kurzgeschichte von mir
!ANMERKUNG : Dieser Bericht bzw. diese Geschichte ist eine weitere die ich über unsere Rollenspielgruppe geschrieben habe; natürlich auch wieder frei erfunden. Die \"Charakternamen\", also die Namen der agierenden Personen habe ich auch wieder geändert... wenn irgendwelche größeren Fragen sind (die ich nicht beantwortet habe) könnt ihr in meiner anderen Geschichte lesen, das Vampire-Regelbuch unter http://www.f-shop.de kaufen oder mir eine E-Mail an [email protected] schicken!
Eine Teile der Geschichte habe ich abgeändert, so dass man sie besser posten kann. Fühlt sich trotzdem jemand in irgendeiner Weise angegriffen, kann er ja ein Kommentar schreiben !
Ein Hauch des Okkulten
Kurzgeschichten über die Vampire
Rollenspielgruppe Hettenleidelheim
2000 by DamienB
Der junge, 19jährige Arbeitslose Tim lief über die Straßen von Grünstadt. Es war dunkel. Es war finstere Nacht. Er war unterwegs um sich mit seinen Freunden zu treffen. Eine letzte Mutprobe und er wäre der Gruppe näher als er je für möglich gehalten hätte. Dennoch hatte er Furcht. Furcht vor seiner Mutprobe, Furcht vor seinem Anführer zu
versagen. Dieser Gedanke allein lies ihn erschaudern. Der \"Gangleader\" verzeiht kein Versagen. Letztlich traf er am vereinbarten Treffpunkt ein. Ängstlich blickte er sich um. Wo waren seine Freunde, die anderen Raufbolde? Sie werden doch nicht wohl wieder gegangen sein, um ein paar (Unschuldige) zu verprügeln oder Tiere aus Spaß zu töten? Und das ohne ihn ? \"Huschte da nicht ein Schatten?\" geisterte es in seinen Gedanken. Sicher hatte er sich nur getäuscht. Aber was, wenn nicht? Trotz seiner Angst setzte er seinen Weg fort. Der Treffpunkt war eine alte Holzhütte
im Wald. Nach kurzem Umsehen hatte er sie entdeckt. Trotzem sah er keinen anderen. Weder seine Freunde, noch den Anführer, einen Wanderer oder sonstwen. Das einzige was er sah, war ein kleiner Umschlag auf dem Boden der Hütte. Entschlossen ging er darauf zu und hob ihn auf. Mit einem leisen knacken öffnete er das Stück Karton und fand darin
nur ein kleines, mit Blut beschriebenes Stück Papier. In roten Lettern stand darauf : Gehe 1 Kilometer nördlich in den Wald von hier. Dort wirst du eine Hütte finden, in der sich seltsame Leute aufhalten sollen. Durchsuche diese Hütte und bringe mindestens 3 Beweise dafür mit, das du dort warst. Versage nicht! Versager brauchen wir nicht! Es
ist nur ein Test, also bleib\' ruhig! Tim war dennoch unruhig geworden. Was wenn es diese Hütte gar nicht gäbe? Was wenn es sie tatsächlich gäbe, dort aber nur ein paar Waldschrate wohnen würden? Sollte er sie ermorden? Er wusste es nicht. Trotzdem gab er sich einen Ruck und ging den Weg ab. Plötzlich knackte es im Gebüsch. Erschrocken blieb
der 19-jährige stehen und lies seinen Blick durch den Wald schweifen. Nichts. Das beunruhigte ihn. Da war es schon wieder. Tims Puls raste. \"Werde ich verfolgt? Soll ich mich durch einen Ruf bemerkbar machen?\" Es war für ihn unmöglich einen klaren Gedanken zu fassen. Wie aus dem nichts kam auf einmal ein Wolf aus dem Gebüsch geschossen...
geschossen war nicht der passende Ausdruck. Eher gesprungen. Das Tier blieb mitten vor dem jungen Psychopathen auf dem Weg stehen, beobachtete ihn und sprang tief in den Wald, wo er wieder verschwand. \"Sollte das eine Warnung sein? Nein, der Chef will mich nur testen! Ich darf nicht aufgeben!\" Der \"Menschentöter in Ausbildung\" ging einfach weiter. Es schillerte plötzlich etwas durch den Wald. Tim schlug einige kleine Äste und Zweige zur Seite und sah sie : das musste die Hütte sein, von der auf dem Brief die Rede war. Sie stand auf einer wirklich kleinen Lichtung umgeben von einem Kreis aus dichtem Wald. Aus dem inneren drang gedimmtes Licht. Mutig setzte der 19-jährige einen Fuß vor den anderen und trat darauf zu. Im Mondlicht sah er auf dem Dach des kleinen Hauses etwas schillern. Metall? Nach genauerer Betrachtung erkannte er den Lauf eines Maschinengewehres. Schnell sprang er zurück in das Dickicht und begann sein Vorhaben noch einmal zu überdenken. \"Gehe ich dort hinein, bin ich vielleicht ein toter Mann. Gehe ich nicht dort rein, ist der Chef sauer und ich bin auch ein toter Mann. Trete ich jedoch dort ein, schnappe mir die Beweise und komme in
Sicherheit wieder aus dem Wald heraus, bin ich in den Augen meines Anführers würdig und werde in die Gruppe aufgenommen.\" Tim war schwer am nachdenken. Soll er oder soll er nicht? Er sah sich unruhig um, als sich aber immernoch nichts tat, verlies er sein Versteck und ging nochmal auf dieses Bauwerk zu. In der Hütte war wirklich nur eine kleine Lampe an der Decke aufgehängt. Da erkannte der junge Mann mehrere Kisten auf dem Boden. Sie waren nicht verschlossen und darin fand er mehrere Gewehre, nebst passender Munition. \"Wenn ich mir so ein Ding schnappe\" huschte es durch seinen Kopf \"habe ich viel bessere Chancen!\" Entschlossen ergriff er es, sah es sich kurz an und lud es dann, wie er es in zahlreichen Actionfilmen gesehen hatte. Unter einer hölzernen Klappe fand er eine Treppe, die einen Stock tiefer führte. Aha! Diese kleine Hütte war also nur Fassade. Er folgte der Treppe hinunter und fand einen gemütlich eingeräumten Wohnraum vor, der gut beleuchtet war. In der Mitte auf einem kreisrunden Teppich sah er ein großes Sofa vor einem Fernseher stehen. \'Rechterhand\' daneben, sah er eine Küche, mit großem Kühlschrank, Spüle, Arbeitsfläche und und und... \'Linkerhand\' war ein großes Regal an der Wand befestigt, in dem dutzende, wenn nicht sogar hunderte Bücher standen. Darunter, auf einem kleinen Tisch stand eine CD-Player Anlage, die von vier großen Boxen in den Ecken des Raumes verstärkt war. Daneben standen mehrere CD-Ständer mit vielen Compact Discs. Leise schlich er darauf zu und sah
die Scheiben durch. Zuallererst sah er nur Metal-CD\'s : \"...But Lost We Are\" von \"Chastisement\", \"Master of Puppets\" von \"Metallica\", \"Angels Fall Firs\" von \"Nightwish\" und diverses anderes. Etwas darunter befanden sich mehrere Scheiben, die er auf den ersten Blick nicht zuordnen konnte. Seltsame Namen wie \"Lothlorien\" oder \"Saltatio Mortis\" fielen ihm auf... Danach fand er noch Punk von \"Slime\" und \"Wizo\". \"Ein sehr eigenartiger Musikgeschmack\" dachte sich Tim. Er persönlich hörte das, was die anderen hörten, aber das tat nichts zur Sache. Plötzlich hörte er Schritte auf einer weiteren Treppe, die noch tiefer führte. Blitzschnell sah er sich um. Keine Möglichkeit sich zu verstecken. Schweiß stand auf seiner Stirn. Er richtete die Waffe auf den Treppenaufgang. Langsam erkannte er die Konturen des Wesens das
dort heraufkam: es hatte zumindest einen menschlichen Körper. \"Sag mal, Yaz, bist du hier?\" fragte eine weibliche Stimme. Plötzlich blickte die Person mitten auf den jungen Burschen. \"Oh, hallo! Wir haben hier nur selten Besuch...\" Dann fiel der Blick der Frau, die wohl gerade mal an die 17 Jahre zählte auf die Waffe, die Tim in den Händen hielt.
\"Und noch seltener haben wir Besuch, der den Besitzer dieses Hauses mit einer Schußwaffe bedroht!\" Mit leicht gerötetem Kopf lies der Mann die Waffe sinken. Die Schönheit der jungen Dame hatte ihm den Atem geraubt. \"Nein, nein, es ist nur so...\" stammelte er. \"Ich habe mich im Wald verirrt und...\" \"Und dann schnappst du dir einfach so eine von
unseren Knarren, gehst hier runter und bedrohst uns, hm?\" setzte die rothaarige, bezaubernde Frau seinen Satz fort. \"Uns?\" fragte Tim unschlüssig. \"Uns. Wir sind hier ca. 20 Leute. Wie heisst du denn? Ich bin Casey.\" \"Ähm, ja, ich bin Tim!\" stellte er sich vor. Immernoch den Mann mit ihrem Blick musternd setzte Casey zu einem weiteren Satz an. \"Schön dich zu treffen...Tim. Du hast dich also im Wald verirrt. Mit welchem Ziel bist du denn überhaupt hier hinein gekommen?\" \"Tja, ähm... eigentlich wollte ich mich mit einigen Freunden treffen.\" \"Meinst du diese Typen in den Bomberjacken? Ich habe sie gesehen, nur ein paar hundert Meter von hier. Du musst einfach über den kleinen Pfad nach Norden gehen und dann bist du da.\" \"Allerdings sollte ich auch noch etwas mitbringen...\" meinte er und lies seinen Blick durch das Haus
schweifen. \"Das ist kein Problem. Wir haben hier genug Alkohol\" nickte die Rothaarige. Sie ging herrüber zum Kühlschrank, holte dort einen ganzen Kasten Bier heraus und drückte ihn Tim in die Hand, der mittlerweile das Gewehr beiseite gelegt hatte. \"Aber...\" stammelte er. Die junge Frau lies sich dadurch nicht aufhalten und drückte ihm ein paar weiter Flaschen Alc in die Hand. Das kam ihm nicht geheuer vor. Er begann sich unruhig umzuschauen um so schnell wie möglich abzuhauen. Leider fand er keinen anderen Ausweg, ausser die Treppe, durch die er just hier eingedrungen war. Die Rothaarige suchte weiterhin den großen Raum ab und steckte ihm noch anderes Zeug wie Süssigkeiten in die Taschen. Er verstand nicht, was das alles soll. Zu guter letzt gab sie ihm noch ein Jesuskreuz mit, warf ihn heraus und nun stand der junge Psychopath alleine auf der Lichtung. Ein leises Klicken verriet ihm, das eine Tür hinter ihm geschlossen wurde. Was blieb ihm nun anderes übrig, als den kleinen Pfad nach Norden zu gehen? Der 19-jährige folgte dem Weg und sah einen kleinen aufgetürmten Hügel aus etwas, was er auf diese Entfernung noch nicht definieren konnte. Behende schlich er sich
voran und blieb dann mit weit aufgerissenen Augen stehen : der Berg bestand aus den Leichen seiner Freunde. Grauenhafte Angst stieg in dem Mann auf und er stolperte ein paar Schritte zurück, wo ein aus dem Boden ragender Ast ihn zu Boden segeln lies. Es knackte hinter seinem Rücken im Dickicht. Schnell riss er den Kopf herum und sah in die Augen eines ca. 16-jährigen Jungens. \"Aha aha aha, wer hat sich denn hierher verirrt?\" Tim konnte nicht antworten. Er stand unter Schock. \"Na, hat dir etwas die Sprache verschlagen. Vielleicht die toten Körper deiner verrückten Kumpels? Glaube mir, sie haben es verdient zu sterben. Und du wolltest ihnen beitreten, hat man mir gesagt. Mächtig großer Fehler!\" Ängstlich robbte der junge \'Freak\' nach vorne, um sich durch die Büsche in Sicherheit zu schlagen. \"Du kommst nicht weit!\" hörte er die Stimme des anderen Kerls. Ohne Vorwarnung stand eine weitere Person vor ihm. Sie sah etwas älter aus wie der Andere. Mit einem verschwiegenen Lächeln kam er auf ihn zu. \"Lasst mich in Frieden! Ich tuhe alles für euch!\" \"Sorry, du hast unser Versteck gefunden. Wir können dich nicht leben lassen!\" \"Aber...aber...\" \"Nix aber aber! Dein Schicksal ist besiegelt!\" Der Junge kam auf ihn zu und mit einem einzigen Schlag war der Kopf Tims abgetrennt. Da trat der 15-jährige an Tims Mörder heran und begann mit ihm zu sprechen. \"Musst du immer so brutal an die Sache heran gehen?\" \"Tja, es war eben...\" \"Nur ein Test, ich weiß. Gehen wir noch einen trinken?\" \"Ok.\"
Akteuere :
Tim als ein dreckiger Psychopath
Casey, die 15-jährige Rothaarige
Damien, der 15-jährige Vampir
Smithy, der 16-jährige Vampir
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-21 19:17:31 mit dem Titel Eine Geschichte die ich für die Schule geschrieben habe
Hi Leute !
Ich habe es ja vorher (meines Wissens) schonmal angekündigt, das ich eine Geschichte veröffentlichen will, die ich in der Schule geschrieben habe. Der erste Teil ist der Vorgegebene, denn wir sollten die Geschichte ja weiterschreiben.
Das ich den zweiten Teil geschrieben habe, kann man vielleicht an einem kleinen \"Stilumbruch\" bemerken :-)
Teil 1
Vergiss, Wenn Du Kannst !
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Christine nahm die Abkürzung und fuhr über die schmale Straße, die am Hang des Bergwaldes entlangführte. Ganz rasch senkte sich eine unheimliche Dunkelheit über das Land. Die Natur schien den Atem anzuhalten, die Luft war zum Schneiden dick, die tiefe Stille hatte etwas Unheilvolles. Dann war das Gewitter über Christine, ein Blitz folgte dem anderen, in ununterbrochener Folge donnerte es, der Himmel öffnete seine Schleusen, aber sie fuhr weiter. Und so bemerkte sie den Wagen, der ihr an einer Kurve entgegenkam, erst, als sein Nebellicht sie blendete. Instinktiv riss sie das Lenkrad herum und stieß mit der Stirn gegen die Windschutzscheibe. Ein heftiger Schmerz ließ sie zusammensacken und die Augen schließen. Das laute Fluchen einer tiefen Männerstimme brachte sie zu sich. \"Donnerwetter nochmal, können Sie nicht vorsichtiger fahren bei diesem Unwetter ? Eine Frau am Steuer! Das sagt alles!\" Sich über sie beugend, fragte er freundlicher : \"Es ist doch alles in Ordnung? Sie haben sich doch nicht verletzt ?\" \"Nur eine Beule wird meine Stirn schmücken, aber daran werde ich schon nicht zugrunde gehen. So, und nun muss ich weiterfahren!\" \"Sind sie verrückt? Bei dem Wetter!\" antwortete er. \"Bitte, halten sie mich nicht auf, ich muss aufs Postamt, es ist dringend\", flüsterte sie, dann verlor sie das Bewusstsein.
Als sie wieder zusich kam, lehnte sie an seinem Wagen. \"Wo bringen Sie mich denn hin?\" stieß sie hervor. \"Ins Trockene, oder glauben Sie, dass Sie in diesem Zustand bis ins Dorf hätten kommen können ?\" Der Wagen hielt vor einem Haus, das schmal und ein Stockwerk hoch war. \"Das ist doch das Jagdhaus von Baron Percha ?\" flüsterte sie. \"Percha ist mein Freund, er hat es mir überlassen\", sagte er kurz. \"So, und nun wird nicht geredet, sondern gehandelt !\" Rasch hob er sie von ihrem Sitz hoch und trug sie durch den winzigen Vorraum in die tiefe Dunkelheit eines Zimmers. Behutsam wurde Christine auf ein weiches Fell gebettet.
\"Verhalten Sie sich ganz still\", sagte seine Stimme, \"ich mache nur Licht.\" Gleich darauf wurde der Raum erhellt. Die Petroleumlampe war zsichen ihrem Retter und ihr, so sah sie ihn zuerst nur als riesige
Silhouette. Besorgt beugte er sich über sie, jetzt sah sie deutlich seine Zühe, und ihr Herz begann in einem süßen Erschrecken zu pochen. Noch nie zuvor hatte Christine einen solchen Mann gesehen. Sein Haar war von einem dunklen Braun, die Haut gebräunt, die Nase kurz und stumpf. Seine dunkelblauen Augen musterten sie. Vorsichtig streifte er die nasse Decke von ihrem Kopf. Ihr langes, schimmerndes Haar kam zum Vorschein. Als er ein wenig zur Seite trat, fiel der Lampenschein auf ihr liebliches Gesicht. Unwillkürlich stieß er einen überraschten Laut aus (Anm. von mir : \'nen Furz???). \"Mein Gott, Sie sind ja fast noch ein Kind !\" rief er. Ihr kleiner Mund lächelte scheu. \"Ich habe mich noch gar nicht für Ihre Hilfe bedankt, Herr ...\" Ihm kam es lächerlich vor, ihr in dieser Situation seinen recht pompös klingenden vollen Namen zu nennen. So unterschlug er, dass er Fürst Arco zum Rhein war und sagte nur : \"Ich heiße Alexander, meine Freunde rufen mich Sascha !\"
(Anm. von mir : Sind die doof?) \"Und ich werde Christine gerufen!\" \"Was für ein reizender Name!\" (*schleim*) Beim Lachen entblößte er sein kräftiges Gebiss (Anm. von mir : Aber ned ganz). Auch bemerkte sie jetzt das Grübchen in seinem Kinn. \"Sie sind ja bis auf die Haut durchnässt\", hörte sie ihn sagen. \"Sie müssen sofort etwas anderes anziehen. Nehmen Sie meinen Bademantel.\" Vorsichtig, als wäre sie zerbrechlich, führte er sie auf den Duschraum zu. Als sie in einem viel zu großen Bademantel wieder herauskam, roch es nach Kaffee. \"Trinken
Sie, das wird Ihnen guttun\", sagte der Mann. Er reichte ihr die frisch gefüllte Tasse, und ihre Hände berührten sich. In diesem Augenblick durchzuckte sie ein süßer Schmerz. Dann wurde es still im Raum. Das Rauschen des Regens war jetzt sanfter, im Kamin knackte das Holz. Ein Heimchen (Anm. von mir: So ne Grille), das neben dem Kamin hauste, begann ganz fein zu zirpen.....................
Teil 2
Vergiss es doch endlich, verdammt !
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Das Licht, welches von dem Kaminfeuer ausgestrahlt wurde, leuchtete ihre Gesichter einseitig an. Sie blickten sich in die Augen, doch keiner der beiden wusste den Gesichtsausdruck des anderen zu deuten. Christine fühlte sich unbehaglich und musste etwas tun; sie stand auf. Arco war dadurch aus seiner Starre erwacht. \"Ähm, möchtest du etwas Essen ? Ich habe nicht viel da, aber ...\" \"Ja gerne...\" Eine fast unerträgliche Spannung lag im Raum. Alexander bzw. Sascha verliess den Raum und sie sah sich in der Jagdhütte um; ihre Konzentration war sehr
beeinträchtigt und so blieb ihr Blick an einer goldbeschichteten Wanduhr haften. Sie fragte sich, ob er vielleicht der Sohn des Barons war...
Es tippte etwas auf ihre Schulter und sie fuhr erschrocken herum. Vor ihr stand der junge Mann, der sie angefahren hatte und er hielt einen Teller mit zwei belegten Broten darauf, welchen er ihr überreichte. An das Essen konnte sie nicht denken; von dem Mann im Raum ging eine seltsame Kraft aus, die nach ihr zu greifen schien und an ihr zerrte, dennoch blieb er ruhig und gelassen bei ihr stehen. \"Keinen Hunger mehr ?\" fragte er. \"Doch, doch\" sagte sie hastig und ergriff eines der Brote. Langsam und etwas schüchtern nahm sie einen kleinen Bissen.
\"Warum warst du eigentlich so spät noch auf dem Fahrrad unterwegs ?\" Christine wurde nachdenklich und fasste sich an die Stirn. Ein kurzer, stechender Schmerz durchfuhr sie, als sie die Beule, welche mittlerweile schon eine ungesunde, blaue Färbung angenommen hatte, anfasste. \"Ich... ich weiss es nicht mehr genau... wahrscheinlich
wollte ich nach Hause !\" \"Tut mir leid, aber eigentlich wolltest du ins Dorf und zur Post fahren. Du sagtest es sei dringend...\" \"Oh... naja, es dürfte jetzt ohnehin zu spät sein, um den Brief an Papa abzuschicken... weshalb warst du so tief in der Nacht noch unterwegs ?\" Arco runzelte kurz die Stirn und schien nachzudenken. \"Geschäfte\" war seine einzige Antwort. Alexander (Anm. von mir : Wie viel Namen hat der Kerl eigentlich) ergriff wieder das Wort : \"Was ist das für eine Geschichte mit deinem Vater ?\" Christine fasste sich ein Herz und begann
ihrem \"Gastgeber\" davon zu erzählen. Sie erzählte von ihren finanziellen Problemen und dass der Vater in das Ausland gefahren ist, weil er dort einen besser bezahlten Job bekam. Er schickt regelmässig Geld herrüber und kommt nur an Weihnachten und manchmal an Geburtstagen herrüber. Die Beiden waren noch lange nicht fertig, sich zu unterhalten - da jetzt endlich eine Gesprächsgrundlage da war, begannen sie über alles Mögliche zu reden. Arco wurde Christine immer sympathischer; sie fühlte sich auch immer mehr zu ihm hingezogen. Mitten in der Nacht - es
war schon sehr spät geworden - wehte plötzlich ein kalter Hauch durch die Hütte und bliess die alte Petroleumlampe aus. Christine erschrak, als Sachas Augen ihr rötlich entgegenleuchteten. Sie fiel von ihrem Stuhl und Arco zündete unter lautem Fluchen das Licht wieder an. Als er sich umdrehte, war das rötliche Leuchten seiner Augen wieder verschwunden. Er streckte seinem Gast die Hand entgegen, die diese Hilfe allerdings nur zögernd annahm. Als sie wieder vor ihr stand, hatte sie Angst vor ihm, dennoch fühlte sie sich zu ihm hingezogen...
Er umfasste ihr Taille mit seinen Händen und sie sah ihm in die ausdruckslosen Augen. \"Was ist denn passiert ?\" fragte er. Christine schüttelte es; sie hatte Angst und ihre Nackenhaare hatten sich aufgestellt. Alexander sah sie an und begann sie zu Umarmen; es war ein leidenschaftlicher Moment für beide. Ihre Umarmung kam Christine
wie eine Unendlichkeit vor - doch sie wurde von einem kurzen Schmerz der sich wie eine Rasierklinge durch die Haut schnitt aus ihrer Trance gerissen. Warme Flüssigkeit rann ihren Hals herunter und die Pein schlug in ein wohliges Gefühl voller Zärtlichkeit und Exstase um. Es kam ihr so vor, als drehten sie sich in einem Kreis aus blauem Licht, er hielt sie eng während sie fast der Bewusstlosigkeit nahe war. Das blaue Licht vermehrte sich; immer mehr kleine, blaue Spiegelreflexe umgaben sie, zu denen sich bald Lichtkugeln in gelber, grüner und roter Farbe gesellten.
Sie sah nicht genau was vor sich ging; in einer Art Halbschlaf sah sie einen Löffel mit Honig vor sich in der Luft schweben. Er drehte sich und der süsse Nektar tropfte auf ihren Mund herab. Sie öffnete eben denselben und schluckte den Honig - der aussergewöhnlich bitter schmeckte - herunter. Plötzlich durchfuhr sie ein unbeschreiblicher
Schmerz und sie rollte zwischen den Farbkugeln hin und her. Ausser hellen Blitzen, den Farbkugeln und ihrem eigenen Verderben konnte sie nichts mehr wahrnehmen...
...es war einen Tag später, als sie wieder zu sich kam. Ihr Atem war flach, sie spürte ihn kaum; die Schmerzen waren vollkommen verschwunden und sie rollte sich zur Seite. Zu ihrem Erstaunen lag sie in ein großes Himmelbett mit rotem Bezug. Gedämmtes Licht ging von einigen Lampen an der Decke des großen Raumes aus. \"Wo bin ich ?\" fragte sie sich selbst. Sie sprang auf und ging ein paar Schritte ziellos auf eine andere Tür zu, die sie vage wahrnahm. Plötzlich knarzte es hinter ihr. Langsam und ängstlich drehte sie sich herum und sah das eine andere Tür geöffnet
wurde. Sascha stand im Raum. \"Gut geschlafen, meine Liebste ?\" wollte er wissen. Christine wusste nicht was sie sagen sollte; sie stotterte ein bisschen und nickte letzendlich doch nur. Ihr Gastgeber war in edlen Klamotten gekleidet - edler, als sie es ihm zugemutet hatte. \"Darf ich mich vorstellen ? Mein richtiger und voller Name ist
eigentlich Fürst Arco zum Rhein...\" \"Was ?\" rief Christine nur verblüfft. \"Darf ich dir meine Familie vorstellen ?\" wollte Arco wissen. Christine nickte nur ganz kurz und konnte sich immer noch nicht abfinden, das der Mann, welcher sie angefahren hatte, von Adel war.
Sie folgte ihm in ein riesiges Wohnzimmer, in dem mehrere Personen standen. Es waren wohl so an die 15 Stück. Davon setzten sich Drei in Bewegung und kamen auf das Pärchen zu. Einen älteren Mann mit Schnauzbart stellte Arco als seinen Vater vor - Baron Ludwig Percha. Die nebenstehende Frau, die noch sehr jugendlich wirkte, stellte er als
seine Mutter Yvonne vor. Der jüngere Mann der den beiden noch beiwohnte, war sein Zwillingsbruder Sascha... \"Aha, der Neuankömmling in unserer Familie ist erwacht. Willkommen in unserer bescheidenen Wohnung; es freut mich, sie als Schwiegertochter zu haben...\" bemerkte der ältere Herr. Christine war von diesem Informationsschwall völlig
aus dem Konzept gebracht; sie als Schwiegertochter ? Sie kannte den Fürsten doch erst seit einem Tag...
\"Du hast bestimmt Hunger...\" meinte Alexander. Christine nickte schüchtern und Arco ging aus dem Raum. Seine Eltern musterten den Neuankömmling (Christine) von oben bis unten. \"Nun ja; hat Arco ihnen schon etwas über sein wahres Wesen erzählt ?\" fragte Baron Percha. Sie schüttelte den Kopf und wusste gar nichts mit dem Satz anzufangen, den
sie just gehört hatte. Die Tür hinter ihr öffnete sich wieder. Der junge Fürst trat in den Raum und hatte einen jungen Mann, der wie wild strampelte auf seinem Rücken. \"Was ist hier los ?\" wollte Christine wissen, die in diesem Moment über ihr Erstaunen hinweggekommen ist. Alexander stellte den Mann, der geknebelt war, auf die Füße und sagte zu ihr : \"Du hattest doch Hunger !\". Er zog den Mann an den Haaren, so das dessen Hals entblößt war. Eine magische Anziehungskraft ging von der Halsschlagader auf Christine aus. Sie hielt an sich und blieb leicht geschockt dort stehen wo sie war. \"W-w-was ?\" war alles, was sie in dem Moment herausbrachte. Die Eltern und der Bruder von dem Fürsten drängten sie, zu beissen. Sie hielt den Druck bald nicht mehr aus und biss dem angsterfüllten Mann mit ihren spitzen Zähnen (von denen sie vorher noch nicht bemerkt hatte) in den Hals. Sie kleckerte ein bisschen und das amüsierte die Zuschauer... seither lebt Christine entfernt von ihrer Familie und streift zusammen mit ihrem Prinzen durch die Nächte. Keiner ihrer Angehörigen hat sie seitdem mehr gesehen, obwohl sie eine tiefe Trauer empfindet, das sie ihre Familie nicht mehr besuchen kann...
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