Erfahrungsbericht von susperia
Der Angriff : Gruselige Gute-Nacht Geschichte
Pro:
regt zum nachdenken an
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Der Angriff
by Nana
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Der Wind rauscht durch die Gipfel der alten Bäume. Hier und da fällt ein Blatt zu Boden und bedeckt den schmalen Waldweg.
Andrej und seine kleine Schwester Daria kehren zu ihrem Heimatdorf zurück. Sie waren im Nachbardorf gewesen, um für ihre Mutter Kräuter zu kaufen. Eigentlich wollte Daria alleine die kleine Reise auf sich nehmen, der einen halben Tag dauerte, doch mit ihren 7 Jahren, war sie einfach noch zu jung. Ihr acht Jahre älterer Bruder musste sie begleiten, was ihm deshalb besonders gefiel, weil er dann nicht auf dem Feld arbeiten musste.
Daria hingegen war ziemlich sauer über diese Entscheidung gewesen, doch auf der Rückreise ist von ihrer Wur nichts mehr zu spüren. Ausgelassen springt sie um ihren Bruder herum und singt ein Kirchenlied, welches sie erst vor einer Woche im Kindergottesdienst gelernt hatte.
\"Hör auf, um mich herum zu rennen, das nervt!\" meckert Andrej.
\"Ich mach das, was ich will, die Eltern sind ja nicht hier.\" erwidert sie trotzig.
Genervt seufzt er. Kleinere Geschwister können einen schon ziemlich reizen. Sie verstehen einfach nicht, dass die Älteren immer das Sagen haben, weil sie die Aufsichtspflicht und damit eine große Verantwortung haben. Andrej muss ständig auf der Hut vor Gefahren sein und im Notfall sein eigenes Leben gefährden , nur um das Leben seiner Schwester zu beschützen. Er muss aber auch zugeben, dass der Job ihm in gewisser Weise auch Spaß macht. Er hat Macht. Denn zu Hause besitzt sein Vater das Sagen.
Plötzlich raschelt etwas in einem Gebüsch dicht am Waldwegrand.
Abrupt bleib Andrej stehen.
\"Was ist?\" fragt Daria.
\"Pssst. Sei ruhig.\"
Vorsichtig nähert er sich dem Gestrüpp. Doch nichts bewegt sich mehr. Alles ist still.
Seine Hand umtastet das Messer, welches an seinem Gürtel befestigt ist.
\"Regt Dich ab, da ist nichts!\" behauptet seine Schwester.
\"Ich hab gesagt, Du sollst ruhig sein!\" raunzt er zurück.
Auf ein Mal ertönt ein Schrei aus dem Wald. Der Schrei läßt ihn eine Gänsehaut bekommen. Er hört sich wie ein Todesschrei eines Tieres an.
Normalerweise nichts ungewöhnliches, aber man musste trotzdem aufpassen und vorsichtig sein. Schon häufiger wurde von ausgehungerten Wölfen berichtet, die sich in diese Gegend herumtrieben.
\"Du bleibst hier und rührst Dich kein Schritt. Wenn ich nicht wieder komme, rennst so schnell wie möglich nach Hause.\" befehlt er.
\"Aber was ist denn da, geh nicht allein!\"
\"Keine Wiederrede, Du tust das, was ich dir gesagt habe.\" erwidert er und betritt langsam und vorsichtig das Gebüsch. Mittlerweile hat er das Messer in seiner rechten Hand und schneidet vereinzelte Äste durch, um das Gestrüpp besser durchqueren zu können. Trotzig, aber auch ängstlich bleibt Daria zurück. Ihre Augen beobachten ihn solange, bis er völlig im Dickicht verschwunden ist. Ungeduldig verlagert sie ihr Gewicht von einem Bein zum andern.
\"Andrej?\" flüstert sie leise. Keine Antwort. Warum soll sie denn wegrennen, falls er nicht mehr wiederkommt ? Hat er ihr etwas verheimlicht?
Ist in dem Wald doch ein gefährliches Monster?
Eine Weile vergeht und nichts ist zu hören.
\"Andrej ist alles okay?\" ruft sie leise. Wieder keine Antwort.
Plötzlich hört sie einen weiteren Schrei. Diesmal nicht von einem Tier, sondern von einem Menschen. Von Andrej.
\"Oh, mein Gott, was ist passiert?\"
In Panik rennt sie durch die Büsche. Einige Äste peitschen ihr durchs Gesicht und hinterlassen blutige Kratzer. Doch in der Moment ist ihr das egal. Einige Meter entfernt lichtet sich der Wald. Ihr Schritte werden langsamer. Da liegt was auf dem Boden. Ihr Atem stockt. Nur wenige Meter von ihr entfernt liegt das Bein einer Kuh. Die Kuh musste gerade vor kurzem erst gerissen worden sein, denn das Blut war frisch.
Tränen schießen Daria in die Augen. Ihr Magen verkrampft sich und ihr wird übel. Ihre Angst steigt von Schritt zu Schritt.
\"Andrej?\" flüstert sie mit schwacher Stimme.
Ein Knurren lässt sie zur Seite blicken. Ihre Augen weiten sich, das Blut in ihren Adern gefriert. Links von ihr krümmt sich ihr Bruder stöhnend auf dem Boden. Blut läuft aus seinem Hals, die Kehle schien fast vollständig durchgebissen zu sein. Wie in Zeitlupe sackt der leblose Körper von Andrej zusammen. Dann sieht sie den Mörder direkt in die Augen. Sie will schreien, aber ihre Lippen bringen keine Worte, keinen Laut hervor. Ihr Mund ist trocken. Jeder einzelne Muskel zittert in ihrem Körper. Dann wird vor ihren Augen alles schwarz.
\"Sie kommt zu sich!\"
Daria öffnet ihre Augen und kneift sie sofort wieder zusammen, als der Schein einer Lampe sie blendet.
\"Daria, Du bist in Sicherheit.\"
Im ersten Moment weiß sie nicht wer zu ihr spricht, geschweige denn, wo sie ist. Dann brechen die qualvollen Erinnerungen, wie eine Sturmfront auf sie herein.
\"Andrej, Andrej, wo ist Andrej!\" spricht sie heiser , öffnet ihre Augen wieder und sieht das der Dorfarzt zusammen mit ihren Mutter neben ihr auf dem Bett sitzen, wo sie gebettet ist.
\"Mama, Mama, wo ist Andrej!\" fragt sie erneut. Die geröteten Augen der Mutter füllten sich erneut mit Tränen. Sie schüttelte leicht den Kopf und weicht den Blicken ihrer Tochter aus.
\"Dein Bruder und Du, wurdet von etwas angegriffen. Er hat nicht überlebt.\" murmelt der Arzt leise und mitfühlend.
\"Nein.\" wimmert das kleine Mädchen.
\"Daria. Du musst mir jetzt zuhören. Wer oder was hat Euch angegriffen?\" möchte der Doktor wissen.
\"Ich weiß nicht, es ging so schnell. Ich glaub es war ein Wolf.\" flüstert Daria, geschockt von dem Tod ihres Bruder.
\"Ein Wolf.. Naja, das habe ich mir schon gedacht. Die Bisswunde sah auch danach aus.\" wendet er sich zu Darias Mutter.
\"Hör zu Du sollst Dich jetzt ausruhen, ich werde morgen nochmal nach Dir schauen.\" verspricht der Mann und steht auf. Mit einem Blick befehlt er der Mutter mit ihm nach draußen zu kommen.
\"Ich komm gleich wieder Schatz.\" sagt sie fürsorglich und Daria bleibt allein.
Starr fällt ihr Blick auf die niedrige Hausdecke. Sie hat gelogen. Der Angreifer. Anfangs war es ein Tier gewesen, doch dann hatte es sich in etwas verwandelt. In einen Menschen. Und sie hatte ihn erkannt. Doch hätte sie es erzählt, würde man ihr nicht glauben. So läuft jetzt der Unmensch frei herum und ermordet vielleicht weitere Menschen. Das schlimmste ist aber, er weiß wer sie ist und er wohnt ganz in der Nähe.
The End
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-14 14:14:20 mit dem Titel Der Abschied: Eine traurige kurze Story
****Der Grund****
Es war mal wieder einer dieser Depri Tage, wo mir nur traurige Kurzstorys eingefallen
sind. Eine davon habe ich nun niedergeschrieben. Der Tod ist ein ziemlich interessantes
Thema. Wer hat schon nicht mit dem Gedanken gespielt, wie seine eigene Beerdigung verläuft?
Hier nun mein Werk.
****Die Story****
Der Abschied
by Susperia
Die Musik der Orgel erfüllt die kleine Kapelle mit Traurigkeit. Sie übertönt das
Schluchzen doch nicht ganz. Viele Menschen versammeln sich, in Schwarz ge-
halten. Eigentlich viel zu viele für den Raum. Das hätte ich nie gedacht.
In der ersten Reihe sitzt mein Ehemann und mein kleiner Sohn. Ihre Augen
sind gerötet, die Hände zittern. Daneben meine Eltern, meine Schwester.
Keiner sagt nur einen Ton.
Freunde, die von weit hergereist sind, um einem Toten die letzte Ehre zu erweisen.
Vor 3 Tagen saß ich nachts neben meinem Mann. Er weinte, ohne Ende. Allein.
Er redete mit niemandem über seinen Schmerz. Ich hielt seine Hand, er tat mir so
Leid. Immer wieder richtete er Worte an Gott, obwohl er gar nicht an ihn glaubte.
*Warum?* flüsterte er, immer zu. Es brach mir das Herz, doch ich konnte nichts
tun.
Die Orgelmusik verstummt und das Murmeln einiger Menschen wird unter-
brochen. Ein Mann tritt an das Pult und räuspert sich.
*Wir sind heute hier zusammen gekommen, um einen geliebten Menschen zu ver-
abschieden.* Dann erzählt er ein bisschen aus dem Leben der verstorbenen Person.
Ich spüre den Drang meine Familie zu umarmen.
Die Predigt dauert eine Ewigkeit oder doch nur 30 Minuten? Der Pfarrer setzt sich
hin und sie spielen ein Lied.
Mein Lied, dass ich mir gewünscht habe. *To the star* aus dem Dragon Heart
Soundtrack. Bei dem Lied ist der Drachen Drako gestorben und zum Himmel auf-
gestiegen. Ich weiß, die Zeit naht.
Eine letztes Mal berühre ich meine Schwester, meine Eltern, meinen Sohn und zu
letzt meinen Ehemann. Ich küsse ihn sanft auf den Mund. Er sieht mir in die Augen?
Kann er mich spüren oder sehen?
Nein, es ist nur ein Zufall, sein Blick senkt sich.
Das Lied erreicht seinen Höhepunkt.
Ein letzter Abschied von den Menschen, die ich am meisten geliebt habe. Noch ver-
stehen sie es nicht. Aber bald, werd ich sie Wiedersehen. Hoffentlich.
Es wird Zeit. Ich muss mich lösen. Ich verlasse diesen Ort für immer, in die
Unendlichkeit, ohne ein Zurück. Ich habe Angst.
by Nana
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Der Wind rauscht durch die Gipfel der alten Bäume. Hier und da fällt ein Blatt zu Boden und bedeckt den schmalen Waldweg.
Andrej und seine kleine Schwester Daria kehren zu ihrem Heimatdorf zurück. Sie waren im Nachbardorf gewesen, um für ihre Mutter Kräuter zu kaufen. Eigentlich wollte Daria alleine die kleine Reise auf sich nehmen, der einen halben Tag dauerte, doch mit ihren 7 Jahren, war sie einfach noch zu jung. Ihr acht Jahre älterer Bruder musste sie begleiten, was ihm deshalb besonders gefiel, weil er dann nicht auf dem Feld arbeiten musste.
Daria hingegen war ziemlich sauer über diese Entscheidung gewesen, doch auf der Rückreise ist von ihrer Wur nichts mehr zu spüren. Ausgelassen springt sie um ihren Bruder herum und singt ein Kirchenlied, welches sie erst vor einer Woche im Kindergottesdienst gelernt hatte.
\"Hör auf, um mich herum zu rennen, das nervt!\" meckert Andrej.
\"Ich mach das, was ich will, die Eltern sind ja nicht hier.\" erwidert sie trotzig.
Genervt seufzt er. Kleinere Geschwister können einen schon ziemlich reizen. Sie verstehen einfach nicht, dass die Älteren immer das Sagen haben, weil sie die Aufsichtspflicht und damit eine große Verantwortung haben. Andrej muss ständig auf der Hut vor Gefahren sein und im Notfall sein eigenes Leben gefährden , nur um das Leben seiner Schwester zu beschützen. Er muss aber auch zugeben, dass der Job ihm in gewisser Weise auch Spaß macht. Er hat Macht. Denn zu Hause besitzt sein Vater das Sagen.
Plötzlich raschelt etwas in einem Gebüsch dicht am Waldwegrand.
Abrupt bleib Andrej stehen.
\"Was ist?\" fragt Daria.
\"Pssst. Sei ruhig.\"
Vorsichtig nähert er sich dem Gestrüpp. Doch nichts bewegt sich mehr. Alles ist still.
Seine Hand umtastet das Messer, welches an seinem Gürtel befestigt ist.
\"Regt Dich ab, da ist nichts!\" behauptet seine Schwester.
\"Ich hab gesagt, Du sollst ruhig sein!\" raunzt er zurück.
Auf ein Mal ertönt ein Schrei aus dem Wald. Der Schrei läßt ihn eine Gänsehaut bekommen. Er hört sich wie ein Todesschrei eines Tieres an.
Normalerweise nichts ungewöhnliches, aber man musste trotzdem aufpassen und vorsichtig sein. Schon häufiger wurde von ausgehungerten Wölfen berichtet, die sich in diese Gegend herumtrieben.
\"Du bleibst hier und rührst Dich kein Schritt. Wenn ich nicht wieder komme, rennst so schnell wie möglich nach Hause.\" befehlt er.
\"Aber was ist denn da, geh nicht allein!\"
\"Keine Wiederrede, Du tust das, was ich dir gesagt habe.\" erwidert er und betritt langsam und vorsichtig das Gebüsch. Mittlerweile hat er das Messer in seiner rechten Hand und schneidet vereinzelte Äste durch, um das Gestrüpp besser durchqueren zu können. Trotzig, aber auch ängstlich bleibt Daria zurück. Ihre Augen beobachten ihn solange, bis er völlig im Dickicht verschwunden ist. Ungeduldig verlagert sie ihr Gewicht von einem Bein zum andern.
\"Andrej?\" flüstert sie leise. Keine Antwort. Warum soll sie denn wegrennen, falls er nicht mehr wiederkommt ? Hat er ihr etwas verheimlicht?
Ist in dem Wald doch ein gefährliches Monster?
Eine Weile vergeht und nichts ist zu hören.
\"Andrej ist alles okay?\" ruft sie leise. Wieder keine Antwort.
Plötzlich hört sie einen weiteren Schrei. Diesmal nicht von einem Tier, sondern von einem Menschen. Von Andrej.
\"Oh, mein Gott, was ist passiert?\"
In Panik rennt sie durch die Büsche. Einige Äste peitschen ihr durchs Gesicht und hinterlassen blutige Kratzer. Doch in der Moment ist ihr das egal. Einige Meter entfernt lichtet sich der Wald. Ihr Schritte werden langsamer. Da liegt was auf dem Boden. Ihr Atem stockt. Nur wenige Meter von ihr entfernt liegt das Bein einer Kuh. Die Kuh musste gerade vor kurzem erst gerissen worden sein, denn das Blut war frisch.
Tränen schießen Daria in die Augen. Ihr Magen verkrampft sich und ihr wird übel. Ihre Angst steigt von Schritt zu Schritt.
\"Andrej?\" flüstert sie mit schwacher Stimme.
Ein Knurren lässt sie zur Seite blicken. Ihre Augen weiten sich, das Blut in ihren Adern gefriert. Links von ihr krümmt sich ihr Bruder stöhnend auf dem Boden. Blut läuft aus seinem Hals, die Kehle schien fast vollständig durchgebissen zu sein. Wie in Zeitlupe sackt der leblose Körper von Andrej zusammen. Dann sieht sie den Mörder direkt in die Augen. Sie will schreien, aber ihre Lippen bringen keine Worte, keinen Laut hervor. Ihr Mund ist trocken. Jeder einzelne Muskel zittert in ihrem Körper. Dann wird vor ihren Augen alles schwarz.
\"Sie kommt zu sich!\"
Daria öffnet ihre Augen und kneift sie sofort wieder zusammen, als der Schein einer Lampe sie blendet.
\"Daria, Du bist in Sicherheit.\"
Im ersten Moment weiß sie nicht wer zu ihr spricht, geschweige denn, wo sie ist. Dann brechen die qualvollen Erinnerungen, wie eine Sturmfront auf sie herein.
\"Andrej, Andrej, wo ist Andrej!\" spricht sie heiser , öffnet ihre Augen wieder und sieht das der Dorfarzt zusammen mit ihren Mutter neben ihr auf dem Bett sitzen, wo sie gebettet ist.
\"Mama, Mama, wo ist Andrej!\" fragt sie erneut. Die geröteten Augen der Mutter füllten sich erneut mit Tränen. Sie schüttelte leicht den Kopf und weicht den Blicken ihrer Tochter aus.
\"Dein Bruder und Du, wurdet von etwas angegriffen. Er hat nicht überlebt.\" murmelt der Arzt leise und mitfühlend.
\"Nein.\" wimmert das kleine Mädchen.
\"Daria. Du musst mir jetzt zuhören. Wer oder was hat Euch angegriffen?\" möchte der Doktor wissen.
\"Ich weiß nicht, es ging so schnell. Ich glaub es war ein Wolf.\" flüstert Daria, geschockt von dem Tod ihres Bruder.
\"Ein Wolf.. Naja, das habe ich mir schon gedacht. Die Bisswunde sah auch danach aus.\" wendet er sich zu Darias Mutter.
\"Hör zu Du sollst Dich jetzt ausruhen, ich werde morgen nochmal nach Dir schauen.\" verspricht der Mann und steht auf. Mit einem Blick befehlt er der Mutter mit ihm nach draußen zu kommen.
\"Ich komm gleich wieder Schatz.\" sagt sie fürsorglich und Daria bleibt allein.
Starr fällt ihr Blick auf die niedrige Hausdecke. Sie hat gelogen. Der Angreifer. Anfangs war es ein Tier gewesen, doch dann hatte es sich in etwas verwandelt. In einen Menschen. Und sie hatte ihn erkannt. Doch hätte sie es erzählt, würde man ihr nicht glauben. So läuft jetzt der Unmensch frei herum und ermordet vielleicht weitere Menschen. Das schlimmste ist aber, er weiß wer sie ist und er wohnt ganz in der Nähe.
The End
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-14 14:14:20 mit dem Titel Der Abschied: Eine traurige kurze Story
****Der Grund****
Es war mal wieder einer dieser Depri Tage, wo mir nur traurige Kurzstorys eingefallen
sind. Eine davon habe ich nun niedergeschrieben. Der Tod ist ein ziemlich interessantes
Thema. Wer hat schon nicht mit dem Gedanken gespielt, wie seine eigene Beerdigung verläuft?
Hier nun mein Werk.
****Die Story****
Der Abschied
by Susperia
Die Musik der Orgel erfüllt die kleine Kapelle mit Traurigkeit. Sie übertönt das
Schluchzen doch nicht ganz. Viele Menschen versammeln sich, in Schwarz ge-
halten. Eigentlich viel zu viele für den Raum. Das hätte ich nie gedacht.
In der ersten Reihe sitzt mein Ehemann und mein kleiner Sohn. Ihre Augen
sind gerötet, die Hände zittern. Daneben meine Eltern, meine Schwester.
Keiner sagt nur einen Ton.
Freunde, die von weit hergereist sind, um einem Toten die letzte Ehre zu erweisen.
Vor 3 Tagen saß ich nachts neben meinem Mann. Er weinte, ohne Ende. Allein.
Er redete mit niemandem über seinen Schmerz. Ich hielt seine Hand, er tat mir so
Leid. Immer wieder richtete er Worte an Gott, obwohl er gar nicht an ihn glaubte.
*Warum?* flüsterte er, immer zu. Es brach mir das Herz, doch ich konnte nichts
tun.
Die Orgelmusik verstummt und das Murmeln einiger Menschen wird unter-
brochen. Ein Mann tritt an das Pult und räuspert sich.
*Wir sind heute hier zusammen gekommen, um einen geliebten Menschen zu ver-
abschieden.* Dann erzählt er ein bisschen aus dem Leben der verstorbenen Person.
Ich spüre den Drang meine Familie zu umarmen.
Die Predigt dauert eine Ewigkeit oder doch nur 30 Minuten? Der Pfarrer setzt sich
hin und sie spielen ein Lied.
Mein Lied, dass ich mir gewünscht habe. *To the star* aus dem Dragon Heart
Soundtrack. Bei dem Lied ist der Drachen Drako gestorben und zum Himmel auf-
gestiegen. Ich weiß, die Zeit naht.
Eine letztes Mal berühre ich meine Schwester, meine Eltern, meinen Sohn und zu
letzt meinen Ehemann. Ich küsse ihn sanft auf den Mund. Er sieht mir in die Augen?
Kann er mich spüren oder sehen?
Nein, es ist nur ein Zufall, sein Blick senkt sich.
Das Lied erreicht seinen Höhepunkt.
Ein letzter Abschied von den Menschen, die ich am meisten geliebt habe. Noch ver-
stehen sie es nicht. Aber bald, werd ich sie Wiedersehen. Hoffentlich.
Es wird Zeit. Ich muss mich lösen. Ich verlasse diesen Ort für immer, in die
Unendlichkeit, ohne ein Zurück. Ich habe Angst.
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