Erfahrungsbericht von Karima
Die schwarze Rose
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Es war schon spät, die Sonne verschwand gerade hinter den Bergen, während ihre letzten Strahlen das kleine Tal, irgendwo in der Mitte von Ungarn in ein sanftes Rot tauchten.
Sie hatten einige Kilometer entfernt von dem nächsten Dorf ihr kleines Lager aufgeschlagen. Näher trauten sie sich nicht, da in den letzten Monaten regelmäßig Kinder und Jungfrauen getötet und geschändet worden waren und jeder sie, die Zigeuner, in Verdacht hatte.
Wieder waren sie schuld an Mord und Tot, waren sie die Monster.
Für sie war es eine grausame Zeit, wie jede andere Zeit jedoch auch....
Doch das ganze interessierte sie kaum, sie wollten nur Feiern, so Feiern wie es nur ihr Volk konnte! Sie feierten die Heimkehr eines ihrer Brüder.
Während die Erwachsenen alles vorbereiteten spielten die Kinder etwas abseits. Sie schossen Murmeln, lachten und schrien, Jungen und Mädchen unterschiedlichsten Alters.
Als die Sonne fast völlig verschwunden war rief man sie, voller Freude rannten sie in Richtung Lagerfeuer, nur eines blieb zurück, ein Mädchen, ca 10, mit langen schwarzen Haaren und tiefbraunen Augen. Sie suchte ihre Murmeln zusammen, einige waren zwischen die Büsche am Waldrand gerollt. Schließlich hob sie die letzte auf und wollte sich umdrehen, doch vor ihren Augen erschien eine Gestalt. Schwarz und mächtig. Seine Augen blitzten und rissen sie in ihren Bann! Er streckte seine Hand nach ihr aus, sie wollte sie ergreifen, sich mitnehmen lassen, er nahm ihren Geist vollkommen ein, als aus der Dunkelheit eine laute Stimme erklang : \"Sheila!\" Es war ihr Vater, vollkommen erschrocken drehte sie sich um und sahi hn auf sich zu rennen, die Augen voller Euphorie über das Fest, es war sein Bruder der zurückgekehrt war.
Sie wendete noch einmal den Kopf um noch einen letzten Blick zu erhaschen, doch außer dem Wald war dort nur noch Dunkelheit. Ihr Vater nahm sie auf die Schultern und trug sie zum Lager, immer wieder drehte sie sich um, glaubte eine Gestalt zu sehen, war da vielleicht ein Blitzen von Augen oder spielte das düstere Licht ihr nur einen Streich...
Sie erwachte durch das starke Poltern des Wagens, doch der Traum saß in ihr fest, wie jedesmal und wieder konnte sie sich nicht an sein Gesicht erinnern, wieder war alles dunkel und verschwommen. Es waren nun 9 Jahre, seitdem sie ihm begegnet war oder zumindest glaubte ihm begegnet zu sein. Was war Traum, was Wirklichkeit?
Langsam richtete sie sich auf und wollte aus dem Wagen, doch da hörte sie die Stimme ihres Vaters, wie er sich mit ihrer Großmutter unterhielt. Die alte Frau beschwerte sich wieder einmal über die Freiheit, die ihre Enkelin besaß und dass alles nur durch das Fehlen ihrer Mutter käme, die bei ihrer Geburt gestorben war. Sheila solle endlich heiraten. Doch ihr Vater ignorierte jeden Kommentar und versicherte, dass er schon wisse, was das Beste für seine Tochter sei, nämlich sie selbst entscheiden zu lassen. Ein Lächeln huschte Sheila übers Gesicht und sie blieb im Wagen sitzen, griff nach ihrer Flöte und spielte.
Die Wagen legten nun wieder an Tempo zu, bis sie endgültig stehenblieben. Jetzt stieg sie aus und sofort stand sie ihrer Großmutter gegenüber. Diese beäugte sie von oben bis unten, nahm sie bei der Hand und meinte :\"Kind!Willst du dich nicht endlich binden? Du hättest genügend zur Auswahl! Und darüber kannst du froh sein, bei deiner Größe überragst du fast jeden Mann! Doch dein Aussehen macht dich begehrenswert!\"
Sheila lächelte nur :\" Großmama, die Zeit wird schon kommen, mach dir keine Sorgen um mich! Wo sind wir jetzt?\"
Sie standen in der Nähe Wiens, die Stadt ihrer Geburt. Im Westen konnte man die Türme der Stadtmauern sehen. Sie fühlte sich geborgen, nahm ihre Großmutter in die Arme und ehe diese sich versehen konnte marschierte das Mädchen in Richtung Wien.
Es war Markttag und die ganze Stadt war auf den Beinen, überall spielte Musik, die Leute tanzten auf der Straße, die Luft lebte und auch Shiela spürte das Leben in ihren Adern fließen.
Sie ging an den Stand und an jenen, nahm sich hier was, probierte hier, es war einfach wunderbar, so wunderbar, dass die Zeit plötzlich verflogen war. Es schien ihr als sei von einer Minute auf die andere die Nacht hereingebrochen und die Gassen leerten sich. Da stand sie nun, allein, verlassen, sie mußte zurück zum Lager.
Sie eilte durch die Straßen zu den Stadtmauern, dann hinaus in die Dunkelheit, den Weg konnte sie kaum sehen, sie mußte langsamer gehen um die Übersicht zu behalten, überall diese Geräusche, der Weg schien nie zu Enden...
Darauf hatte er gewartet, genau auf diesen Moment. Tage hatte er gewartet, Wochen, Monate, Jahre...doch für ihn war Zeit nichts weiter als ein Funke Licht, eine Menschenleben war nicht mehr als ein Atemzug.
Er hatte gewartet und das warten hatte sich gelohnt, nun würde sie ihm gehören, ihm ganz allein. Er liebte sie und nun würde er sie besitzen...sie zu seiner Geliebten machen...er wollte das schwarze Haar fühlen...ihr in die dunklen Augen sehen, wie er es damals getan hatte...ihren blassen Hals küssen...den sanften Kuss des Todes geben und sie zu einem neuen Leben erwecken, sie war sein...seine schwarze Rose.
Sheila eilte durch den kleinen Wald
er bewegte sich in ihrem Schatten, unbemerkt zu schnell für ihre Augen,
doch sie nahm ihn wahr, blieb stehen, drehte sich um, doch es war nur Dunkelheit hinter ihr...sie wollte weiter
doch da stand er vor ihr, in all seiner Größe und Dunkelheit, seiner Vollkommenheit
und sie erkannte ihn wieder,
seine Augen, das Blitzen
sie kannte ihn schon ihr Leben lang, unendlich lang sah sie ihn an, in diesem Moment stand die Welt still.
Und er sah sie an,
sah ihre Schönheit,
nun war sie sein, nur sein allein, seine schwarze Rose!
Plötzlich wurden sie sich ihrer Situation bewußt
er konnte nicht länger warten, schlug seinen Mantel um sie,
sie wollte schreien,
doch da gab er ihr schon den Kuss des Todes...
und bald den eines neuen Lebens...
sie schloss die Augen und auf einmal breitete sich auf ihrem Gesicht Ruhe aus,
sachte legte er sie auf den Boden, betrachtete sie in all ihrer Schönheit, doch zu lange durfte er nicht warten, mit seinem Fingernagel stach er sich in das Handgelenk und träufelte den Saft in ihren Mund,
Zucken durchschoß ihren Körper, sie wollte nach seinem Arm greifen,
doch er drückte sie sanft zurück:\"Warte meine Geliebte, bald kannst du deinen Hunger stillen, Draco wird dich jetzt in dein neues Leben bringen, meine schwarze Rose!\"
Er nahm sie auf die Arme und trug sie mit sich, in die Dunkelheit, in ihr neues Leben...
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-18 16:03:38 mit dem Titel Winter...
Ich höre immer wieder,
Wissen sei Macht
da frage ich mich
was für einen Nutzen hat es
wenn ich nicht weiß wie ich es umsetzte?
So geht es auch in der Liebe
viele Dinge spürt man
Aber das Gefühlte Realität werden zu lassen
ist schwieriger als man denkt.
Liebe/r Leser/in lachen sie nicht,
wissen sie genau, wann jemand geküßt werden will?
In der Kälte der Nacht, gebettet im Eis, schläft ein Wesen, dessen Macht sie ist und ihn nährt, solange er ihr folgt. Sie stellt ihm den Körper, Schutz vor der Wirklichkeit. In sich zurückgezogen blickt er neidisch auf eine Welt voll von etwas was er nicht versteht.
Menschen, sie haben Eigenschaften, die sie zueinander ziehen und abstoßen.
Gefühle nennen sie es doch diese bleiben dem Wesen verschlossen.
Nichts sollte es geben, das sich seinem Verständnis entzieht und so ging es auch seiner Einsamkeit, entschlossen sich dieser Überbelebten Welt hinzugeben und endlich zu erkennen.
Er war so übermütig, dass er gleich in eine Stadt ging und sich umschaute.
Der Winter kam sehr früh in dieser Welt und er fühlte sich nich mehr gestärkt, seine eisblauen Augen strahlten wie Millionen Kristalle ..
seine blasse Haut und sein graues Haar, das ihm über die Schultern hing, das bei jedem frischen Wind aufbäumt...
Seine Blicke wechselten von Person zu Person. Interessiert legte er seinen Kopf auf die eine, dann auf die andere Seite. Die Menschen fühlten sich bedrängt und gingen ihm aus dem Weg. Als er endlich ein Pärchen traf, beobachtete er sie nur kurz, aber intensiv. Er schlitterte an den Küssenden vorbei und verschwand. Was er nicht mehr mitbekam war, dass ein eiskalter Schauer durch die beiden fuhr und sie in einen Streit ausglitten.
Nachts, als er allein durch die Straßen zog, bemerkte er immer noch vereinzelt dunkle Gestalten. Eine Grünanlage mit einem kleinen See zog ihn an und er übernachtete dort.
Als sie morgens aufstand und das Fenster öffnete, mußte sie sich die Hände reiben. So kalt ist es über Nacht geworden. Freudig über den ersten Tag ihrer Herbstferien, lief sie hinaus und wollte zu ihrer Freundin, sie mußte den Park durchqueren. Etwas verwundert, dass der See so schnell zugefroren war, bemerkte sie nicht gleich die Personen, die schon auf dem Eis Schlittschuh liefen. Ihr Blick fiel auf einen jungen Mann, er spazierte einfach so auf dem Eis, blieb an einer Bruchstelle stehen und sprang hinein. Sie rannte zu ihm hin und konnte nicht verstehen, dass niemand außer ihr reagierte. Das Eis war so glatt, dass sie ein paar mal fiel, doch dort angekommen, stellte sie fest, dass es keine Bruchstelle gab, das Eis war wie poliert. Man konnte bis nach unten schauen, etwas bewegte sich. Ungläubig rieb sie sich die Augen und als sie sie wieder öffnete blickte sie in ein Gesicht unter der Eisdecke. Sie erschrak und stieß sich nach hinten ab, wieder krabbelte sie zu dem Fenster und nichts war mehr da.
Der Tag fing doch so gut an, dachte sie und jetzt das, ob sie Fieber hatte?
Diese Augen ließen ihn nicht mehr los, was ist passiert? Seine Glieder schmerzten, sein Schutz brach an Stellen auf. Als sie über das Eis ging, verfolgte er sie darunter, jedes Geräusch wollte er hören, niemals mehr sie aus seinem Sinn bekommen, das war sein größter Wunsch.
Ab da an folgte ihr immer ein kalter Luftzug und abends wenn sie zu Bett ging, saß er am Fensterrahmen und beobachtete sie beim schlafen. Eines Tages folgte er ihr in ein Haus das mit Wasser gefüllt war, sie schwamm in kräftigen Zügen und tollte mit ihren Freundinnen umher, allein tauchte sie mal hinab um einem Streich ihrer Freundinnen zu entgehen. Plötzlich wurde ihr im Augenwinkel eine Bewegung bewußt, wieder diese Gestalt vom See. Wie ein Geist glitt er durch das Wasser und kam bedrohlich nah. Ihm selbst fehlte der Mut sie direkt zu berühren, langsam streckte er seinen Arm zu ihr und eine Rose aus Eis bildete sich in seiner Hand. Ängstlich nahm sie diese eiskalte Blüte an. Es schmeichelte ihr und sie drehte die Rose in ihren Fingern. Jedesmal wenn die Drehung zu schnell war, hatte sie Angst, sie könnte zerbrechen. Aber es lösten sich nur kleine Funken die im Wasser Schlieren dahin wehten.
Die Luft wurde knapp, somit stieg sie auf und holte Luft, als sie die Blüte nochmals anschaute, merkte sie, wie sie langsam in ihrer Hand schmolz. Traurig blickte sie auf die letzten Tropfen in und nahm ihren süßen Duft noch einmal kurz wahr. Es kam ihr vor als ob sie gerade erwachte. Sie tauchte mehrmals noch hinab, aber er erschien nicht mehr. Irgendetwas fehlte ihr und ihm, es verband beide mit einen unsichtbaren Linie.
Eines Abends blickte sie verträumt hinaus, der Mond schimmerte über den Wäldern und auf dem Schnee der neu gefallen war. Was für ein Moment, diese Stille lies sie nachdenken. Das Mondlicht schimmerte blaugrün und färbte den Himmel.
Etwas raschelte unten im Garten und bewegte sich schnell hier hin und dahin. Ein kleiner Wirbelwind tat sich ein paar Meter vom Haus auf. Schnee und Blätter wirbelten durch die Nacht. Die jetzt schwebenden Eiskristalle formten ihn. Langsam schwebte er zu ihr und fasste ihre Hand. Sie zuckte zurück, ihre Stimme ließ etwas in ihm erwärmen. Beide versuchten einander zu erwischen, wie der andere ihn anblickte. Ihr Herz pochte und sie verstand was geschah nur er schien Probleme zu haben. Je weiter es in die Nacht ging um so verwirrter blickte er drein. Wie ein verängstigtes Kind. Als der Abschied sich bot, aber auch unaufhaltsam näherte, kam er etwas auf sie zu und sie küßte ihn zärtlich, leicht öffnete sie ihre Mund dabei und ihrer beiden Zungen vollführten einen verlangenden Tanz.
Er streichelte sie, aber unbeholfen und versuchte ihr zu zeigen was in ihm geschah. Als sie aufhörten nahm er sie in den Arm und sprach wie in Trance den Namen der Macht, die ihn am Leben hielt. So als wolle er Lebewohl sagen. Schmerz verkrampft fasste er sich an die eisige Brust. Seine Augen glühten rot, sein Haar begann zu leben und schlug wild um sich. Mit jedem neuen Schmerz den seine Hülle ihm antat machte er einen Schritt weg von ihr. Bis sie aufschrie und ihn warnen wollte. Aber da stürzte er schon aus dem Fenster. So, als hätte die Zeit sich seiner erbarmt, fiel er langsam hinab und konnte noch einmal das Gefühl in ihren Augen lesen, während sein Arm zu ihre zeigte, als wolle er sie noch ein einziges mal berühren. Sein Körper schlug hart auf, ein tiefer von Schmerz verzerrter Seufzer entwich ihm. Wie ein kostbarer Kristall zerbarst er in Millionen Splitter, die schnell dahin schmolzen, wie auch im ganzen Umkreis das Eis, welches nun der vorher verschlossenen Wärme weichen mußte. Leise weinte sie und ihre Tränen fielen hinab zu der Stelle, nie wird sie ihn vergessen, diesen Traum oder war es doch Realität?
Wenn es ein Traum war, verdamm ich dich, dass es so bitter enden mußte, aber wenn es real war? Dann warum? Sie schloß das Fenster und legte sich schluchzend in ihr Bett.
Diese Nacht war so still, dass sich kein Wesen mehr draußen oder in seinem Heim zu bewegen traute. Ein kleines pochendes Herz wurde aus dem Eis des Wesens befreit und grub sich mit jedem Herzschlag tiefer in die Mutter Erde. Die ihn willkommen hieß und ihm Wärme schenkte.
Seit dem kommt es dem Mädchen immer vor, dass ein leises Flüstern vom Wald ausginge.....
So empatisch wie ich auch bin
die Sicherheit des Wissens ist mir
bei Gefühlen nicht Vorhanden.
Unsicherheit packt meinen unschuldigen Leib.
Soll ich agieren oder ist es wirklich eine Reaktion.
Falsch zu liegen im Moment der Liebe,
wünscht sich keiner.
Ihr Kuss, so verlangend und provokativ,
verbunden mit Unsicherheit und Unverständnis.
Genauso gefühlsarm wie ich bin, so ist sie blind zu sehen.
Doch die Worte klärten uns, nun wissen und genießen wir.
Sie hatten einige Kilometer entfernt von dem nächsten Dorf ihr kleines Lager aufgeschlagen. Näher trauten sie sich nicht, da in den letzten Monaten regelmäßig Kinder und Jungfrauen getötet und geschändet worden waren und jeder sie, die Zigeuner, in Verdacht hatte.
Wieder waren sie schuld an Mord und Tot, waren sie die Monster.
Für sie war es eine grausame Zeit, wie jede andere Zeit jedoch auch....
Doch das ganze interessierte sie kaum, sie wollten nur Feiern, so Feiern wie es nur ihr Volk konnte! Sie feierten die Heimkehr eines ihrer Brüder.
Während die Erwachsenen alles vorbereiteten spielten die Kinder etwas abseits. Sie schossen Murmeln, lachten und schrien, Jungen und Mädchen unterschiedlichsten Alters.
Als die Sonne fast völlig verschwunden war rief man sie, voller Freude rannten sie in Richtung Lagerfeuer, nur eines blieb zurück, ein Mädchen, ca 10, mit langen schwarzen Haaren und tiefbraunen Augen. Sie suchte ihre Murmeln zusammen, einige waren zwischen die Büsche am Waldrand gerollt. Schließlich hob sie die letzte auf und wollte sich umdrehen, doch vor ihren Augen erschien eine Gestalt. Schwarz und mächtig. Seine Augen blitzten und rissen sie in ihren Bann! Er streckte seine Hand nach ihr aus, sie wollte sie ergreifen, sich mitnehmen lassen, er nahm ihren Geist vollkommen ein, als aus der Dunkelheit eine laute Stimme erklang : \"Sheila!\" Es war ihr Vater, vollkommen erschrocken drehte sie sich um und sahi hn auf sich zu rennen, die Augen voller Euphorie über das Fest, es war sein Bruder der zurückgekehrt war.
Sie wendete noch einmal den Kopf um noch einen letzten Blick zu erhaschen, doch außer dem Wald war dort nur noch Dunkelheit. Ihr Vater nahm sie auf die Schultern und trug sie zum Lager, immer wieder drehte sie sich um, glaubte eine Gestalt zu sehen, war da vielleicht ein Blitzen von Augen oder spielte das düstere Licht ihr nur einen Streich...
Sie erwachte durch das starke Poltern des Wagens, doch der Traum saß in ihr fest, wie jedesmal und wieder konnte sie sich nicht an sein Gesicht erinnern, wieder war alles dunkel und verschwommen. Es waren nun 9 Jahre, seitdem sie ihm begegnet war oder zumindest glaubte ihm begegnet zu sein. Was war Traum, was Wirklichkeit?
Langsam richtete sie sich auf und wollte aus dem Wagen, doch da hörte sie die Stimme ihres Vaters, wie er sich mit ihrer Großmutter unterhielt. Die alte Frau beschwerte sich wieder einmal über die Freiheit, die ihre Enkelin besaß und dass alles nur durch das Fehlen ihrer Mutter käme, die bei ihrer Geburt gestorben war. Sheila solle endlich heiraten. Doch ihr Vater ignorierte jeden Kommentar und versicherte, dass er schon wisse, was das Beste für seine Tochter sei, nämlich sie selbst entscheiden zu lassen. Ein Lächeln huschte Sheila übers Gesicht und sie blieb im Wagen sitzen, griff nach ihrer Flöte und spielte.
Die Wagen legten nun wieder an Tempo zu, bis sie endgültig stehenblieben. Jetzt stieg sie aus und sofort stand sie ihrer Großmutter gegenüber. Diese beäugte sie von oben bis unten, nahm sie bei der Hand und meinte :\"Kind!Willst du dich nicht endlich binden? Du hättest genügend zur Auswahl! Und darüber kannst du froh sein, bei deiner Größe überragst du fast jeden Mann! Doch dein Aussehen macht dich begehrenswert!\"
Sheila lächelte nur :\" Großmama, die Zeit wird schon kommen, mach dir keine Sorgen um mich! Wo sind wir jetzt?\"
Sie standen in der Nähe Wiens, die Stadt ihrer Geburt. Im Westen konnte man die Türme der Stadtmauern sehen. Sie fühlte sich geborgen, nahm ihre Großmutter in die Arme und ehe diese sich versehen konnte marschierte das Mädchen in Richtung Wien.
Es war Markttag und die ganze Stadt war auf den Beinen, überall spielte Musik, die Leute tanzten auf der Straße, die Luft lebte und auch Shiela spürte das Leben in ihren Adern fließen.
Sie ging an den Stand und an jenen, nahm sich hier was, probierte hier, es war einfach wunderbar, so wunderbar, dass die Zeit plötzlich verflogen war. Es schien ihr als sei von einer Minute auf die andere die Nacht hereingebrochen und die Gassen leerten sich. Da stand sie nun, allein, verlassen, sie mußte zurück zum Lager.
Sie eilte durch die Straßen zu den Stadtmauern, dann hinaus in die Dunkelheit, den Weg konnte sie kaum sehen, sie mußte langsamer gehen um die Übersicht zu behalten, überall diese Geräusche, der Weg schien nie zu Enden...
Darauf hatte er gewartet, genau auf diesen Moment. Tage hatte er gewartet, Wochen, Monate, Jahre...doch für ihn war Zeit nichts weiter als ein Funke Licht, eine Menschenleben war nicht mehr als ein Atemzug.
Er hatte gewartet und das warten hatte sich gelohnt, nun würde sie ihm gehören, ihm ganz allein. Er liebte sie und nun würde er sie besitzen...sie zu seiner Geliebten machen...er wollte das schwarze Haar fühlen...ihr in die dunklen Augen sehen, wie er es damals getan hatte...ihren blassen Hals küssen...den sanften Kuss des Todes geben und sie zu einem neuen Leben erwecken, sie war sein...seine schwarze Rose.
Sheila eilte durch den kleinen Wald
er bewegte sich in ihrem Schatten, unbemerkt zu schnell für ihre Augen,
doch sie nahm ihn wahr, blieb stehen, drehte sich um, doch es war nur Dunkelheit hinter ihr...sie wollte weiter
doch da stand er vor ihr, in all seiner Größe und Dunkelheit, seiner Vollkommenheit
und sie erkannte ihn wieder,
seine Augen, das Blitzen
sie kannte ihn schon ihr Leben lang, unendlich lang sah sie ihn an, in diesem Moment stand die Welt still.
Und er sah sie an,
sah ihre Schönheit,
nun war sie sein, nur sein allein, seine schwarze Rose!
Plötzlich wurden sie sich ihrer Situation bewußt
er konnte nicht länger warten, schlug seinen Mantel um sie,
sie wollte schreien,
doch da gab er ihr schon den Kuss des Todes...
und bald den eines neuen Lebens...
sie schloss die Augen und auf einmal breitete sich auf ihrem Gesicht Ruhe aus,
sachte legte er sie auf den Boden, betrachtete sie in all ihrer Schönheit, doch zu lange durfte er nicht warten, mit seinem Fingernagel stach er sich in das Handgelenk und träufelte den Saft in ihren Mund,
Zucken durchschoß ihren Körper, sie wollte nach seinem Arm greifen,
doch er drückte sie sanft zurück:\"Warte meine Geliebte, bald kannst du deinen Hunger stillen, Draco wird dich jetzt in dein neues Leben bringen, meine schwarze Rose!\"
Er nahm sie auf die Arme und trug sie mit sich, in die Dunkelheit, in ihr neues Leben...
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-09-18 16:03:38 mit dem Titel Winter...
Ich höre immer wieder,
Wissen sei Macht
da frage ich mich
was für einen Nutzen hat es
wenn ich nicht weiß wie ich es umsetzte?
So geht es auch in der Liebe
viele Dinge spürt man
Aber das Gefühlte Realität werden zu lassen
ist schwieriger als man denkt.
Liebe/r Leser/in lachen sie nicht,
wissen sie genau, wann jemand geküßt werden will?
In der Kälte der Nacht, gebettet im Eis, schläft ein Wesen, dessen Macht sie ist und ihn nährt, solange er ihr folgt. Sie stellt ihm den Körper, Schutz vor der Wirklichkeit. In sich zurückgezogen blickt er neidisch auf eine Welt voll von etwas was er nicht versteht.
Menschen, sie haben Eigenschaften, die sie zueinander ziehen und abstoßen.
Gefühle nennen sie es doch diese bleiben dem Wesen verschlossen.
Nichts sollte es geben, das sich seinem Verständnis entzieht und so ging es auch seiner Einsamkeit, entschlossen sich dieser Überbelebten Welt hinzugeben und endlich zu erkennen.
Er war so übermütig, dass er gleich in eine Stadt ging und sich umschaute.
Der Winter kam sehr früh in dieser Welt und er fühlte sich nich mehr gestärkt, seine eisblauen Augen strahlten wie Millionen Kristalle ..
seine blasse Haut und sein graues Haar, das ihm über die Schultern hing, das bei jedem frischen Wind aufbäumt...
Seine Blicke wechselten von Person zu Person. Interessiert legte er seinen Kopf auf die eine, dann auf die andere Seite. Die Menschen fühlten sich bedrängt und gingen ihm aus dem Weg. Als er endlich ein Pärchen traf, beobachtete er sie nur kurz, aber intensiv. Er schlitterte an den Küssenden vorbei und verschwand. Was er nicht mehr mitbekam war, dass ein eiskalter Schauer durch die beiden fuhr und sie in einen Streit ausglitten.
Nachts, als er allein durch die Straßen zog, bemerkte er immer noch vereinzelt dunkle Gestalten. Eine Grünanlage mit einem kleinen See zog ihn an und er übernachtete dort.
Als sie morgens aufstand und das Fenster öffnete, mußte sie sich die Hände reiben. So kalt ist es über Nacht geworden. Freudig über den ersten Tag ihrer Herbstferien, lief sie hinaus und wollte zu ihrer Freundin, sie mußte den Park durchqueren. Etwas verwundert, dass der See so schnell zugefroren war, bemerkte sie nicht gleich die Personen, die schon auf dem Eis Schlittschuh liefen. Ihr Blick fiel auf einen jungen Mann, er spazierte einfach so auf dem Eis, blieb an einer Bruchstelle stehen und sprang hinein. Sie rannte zu ihm hin und konnte nicht verstehen, dass niemand außer ihr reagierte. Das Eis war so glatt, dass sie ein paar mal fiel, doch dort angekommen, stellte sie fest, dass es keine Bruchstelle gab, das Eis war wie poliert. Man konnte bis nach unten schauen, etwas bewegte sich. Ungläubig rieb sie sich die Augen und als sie sie wieder öffnete blickte sie in ein Gesicht unter der Eisdecke. Sie erschrak und stieß sich nach hinten ab, wieder krabbelte sie zu dem Fenster und nichts war mehr da.
Der Tag fing doch so gut an, dachte sie und jetzt das, ob sie Fieber hatte?
Diese Augen ließen ihn nicht mehr los, was ist passiert? Seine Glieder schmerzten, sein Schutz brach an Stellen auf. Als sie über das Eis ging, verfolgte er sie darunter, jedes Geräusch wollte er hören, niemals mehr sie aus seinem Sinn bekommen, das war sein größter Wunsch.
Ab da an folgte ihr immer ein kalter Luftzug und abends wenn sie zu Bett ging, saß er am Fensterrahmen und beobachtete sie beim schlafen. Eines Tages folgte er ihr in ein Haus das mit Wasser gefüllt war, sie schwamm in kräftigen Zügen und tollte mit ihren Freundinnen umher, allein tauchte sie mal hinab um einem Streich ihrer Freundinnen zu entgehen. Plötzlich wurde ihr im Augenwinkel eine Bewegung bewußt, wieder diese Gestalt vom See. Wie ein Geist glitt er durch das Wasser und kam bedrohlich nah. Ihm selbst fehlte der Mut sie direkt zu berühren, langsam streckte er seinen Arm zu ihr und eine Rose aus Eis bildete sich in seiner Hand. Ängstlich nahm sie diese eiskalte Blüte an. Es schmeichelte ihr und sie drehte die Rose in ihren Fingern. Jedesmal wenn die Drehung zu schnell war, hatte sie Angst, sie könnte zerbrechen. Aber es lösten sich nur kleine Funken die im Wasser Schlieren dahin wehten.
Die Luft wurde knapp, somit stieg sie auf und holte Luft, als sie die Blüte nochmals anschaute, merkte sie, wie sie langsam in ihrer Hand schmolz. Traurig blickte sie auf die letzten Tropfen in und nahm ihren süßen Duft noch einmal kurz wahr. Es kam ihr vor als ob sie gerade erwachte. Sie tauchte mehrmals noch hinab, aber er erschien nicht mehr. Irgendetwas fehlte ihr und ihm, es verband beide mit einen unsichtbaren Linie.
Eines Abends blickte sie verträumt hinaus, der Mond schimmerte über den Wäldern und auf dem Schnee der neu gefallen war. Was für ein Moment, diese Stille lies sie nachdenken. Das Mondlicht schimmerte blaugrün und färbte den Himmel.
Etwas raschelte unten im Garten und bewegte sich schnell hier hin und dahin. Ein kleiner Wirbelwind tat sich ein paar Meter vom Haus auf. Schnee und Blätter wirbelten durch die Nacht. Die jetzt schwebenden Eiskristalle formten ihn. Langsam schwebte er zu ihr und fasste ihre Hand. Sie zuckte zurück, ihre Stimme ließ etwas in ihm erwärmen. Beide versuchten einander zu erwischen, wie der andere ihn anblickte. Ihr Herz pochte und sie verstand was geschah nur er schien Probleme zu haben. Je weiter es in die Nacht ging um so verwirrter blickte er drein. Wie ein verängstigtes Kind. Als der Abschied sich bot, aber auch unaufhaltsam näherte, kam er etwas auf sie zu und sie küßte ihn zärtlich, leicht öffnete sie ihre Mund dabei und ihrer beiden Zungen vollführten einen verlangenden Tanz.
Er streichelte sie, aber unbeholfen und versuchte ihr zu zeigen was in ihm geschah. Als sie aufhörten nahm er sie in den Arm und sprach wie in Trance den Namen der Macht, die ihn am Leben hielt. So als wolle er Lebewohl sagen. Schmerz verkrampft fasste er sich an die eisige Brust. Seine Augen glühten rot, sein Haar begann zu leben und schlug wild um sich. Mit jedem neuen Schmerz den seine Hülle ihm antat machte er einen Schritt weg von ihr. Bis sie aufschrie und ihn warnen wollte. Aber da stürzte er schon aus dem Fenster. So, als hätte die Zeit sich seiner erbarmt, fiel er langsam hinab und konnte noch einmal das Gefühl in ihren Augen lesen, während sein Arm zu ihre zeigte, als wolle er sie noch ein einziges mal berühren. Sein Körper schlug hart auf, ein tiefer von Schmerz verzerrter Seufzer entwich ihm. Wie ein kostbarer Kristall zerbarst er in Millionen Splitter, die schnell dahin schmolzen, wie auch im ganzen Umkreis das Eis, welches nun der vorher verschlossenen Wärme weichen mußte. Leise weinte sie und ihre Tränen fielen hinab zu der Stelle, nie wird sie ihn vergessen, diesen Traum oder war es doch Realität?
Wenn es ein Traum war, verdamm ich dich, dass es so bitter enden mußte, aber wenn es real war? Dann warum? Sie schloß das Fenster und legte sich schluchzend in ihr Bett.
Diese Nacht war so still, dass sich kein Wesen mehr draußen oder in seinem Heim zu bewegen traute. Ein kleines pochendes Herz wurde aus dem Eis des Wesens befreit und grub sich mit jedem Herzschlag tiefer in die Mutter Erde. Die ihn willkommen hieß und ihm Wärme schenkte.
Seit dem kommt es dem Mädchen immer vor, dass ein leises Flüstern vom Wald ausginge.....
So empatisch wie ich auch bin
die Sicherheit des Wissens ist mir
bei Gefühlen nicht Vorhanden.
Unsicherheit packt meinen unschuldigen Leib.
Soll ich agieren oder ist es wirklich eine Reaktion.
Falsch zu liegen im Moment der Liebe,
wünscht sich keiner.
Ihr Kuss, so verlangend und provokativ,
verbunden mit Unsicherheit und Unverständnis.
Genauso gefühlsarm wie ich bin, so ist sie blind zu sehen.
Doch die Worte klärten uns, nun wissen und genießen wir.
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