Erfahrungsbericht von RatteHamburg
Das Mädchen und das Meer
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Ein Strand. Die untergehende Sonne spiegelt ihr letztes Licht in den Wellen des Meeres.
Der Strand ist menschenleer. Nur ein paar Möwen ziehen ihre Kreise.
Weit draußen sieht man ein Schiff, es scheint sich immer weiter zu entfernen...
Der Wind streicht ihr die Haare ins Gesicht. Ein Mädchen. Auf den ersten Blick ist sie nicht zu erkennen. Denn sie ist Eins mit dem, was sie umgibt.
Sie träumt. Wovon kann keiner sagen. Vielleicht von einem Leben ohne Leid und Schmerz; Vielleicht aber auch von ihm.
Er, der ihr soviel bedeutet.
Er gab ihr den Grund zu leben. Er war – und ist – mehr für sie, als Worte es beschreiben könnten. Sie liebt ihn.
Doch nun ist der Sturm in ihr. Die Verwirrung. Das Chaos.
Er vertraut ihr nicht! Er.
Hat sie nicht gezeigt, wie sehr sie ihn liebte? Das es nie wieder einen anderen geben sollte für sie!
War er es nicht, der ihr sagte, das Liebe und Vertrauen das wichtigste sein. Das man glauben sollte. Er.
Sie hatte ihm nur die Wahrheit gesagt. Niemals würde sie ihn belügen.
Und er!?
Warum? Warum tat er das? Sie liebte ihn doch.
All diese Fragen und diese Leere... Und sie wurde Eins mit dem, was sie umgab... und als die Sonne aufging, war dort wo sie gesessen hatte, eine leere Hülle. Denn ihre Seele – gefüllt mit Liebe – war bei ihm.
Die Möwen zogen ihre Kreise.
^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^
Diese kleine Geschichte habe ich 1992 geschrieben.
Wer mehr lesen möchte kann ja gerne mal auf meiner HP vorbei schauen :o)
http://www.beepworld3.de/members23/rattehamburg/
Lieben Gruß
die Ratte aus Hamburg :o)
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-08 23:11:48 mit dem Titel IRRE!
IRRE!
Ich lief, rannte, schoss an den Häuserwänden vorbei. Irr suchten meine Augen nach einem Ziel, nach dem Weg, nach dem nächsten Schritt.
Eine steinalte grässliche Frau die sich in meinen Weg stellte sprang schreiend zur Seite, keifte unverständliches Gebissgesabber und schwang ihre Handtasche durch die Luft. SCHNAUZE! SONST FRESSE!
Ich rannte weiter. Mein Herz hatte aufgehört zu schlagen, meine Wangen glühten, ich schnaufte, schwitzte, aber ich konnte ihn nicht verlieren. Lass mich in Frieden!
Zitternd brach ich zusammen, spürte den Asphalt unter meinen Knien, roch die Abgase der Stadt, fühlte ihre gnadenlose Hitze.
Eine Hand griff nach meiner Schulter und wollte mich stützen...
FASS MICH NICHT AN! Verdammtes Arschloch! Was glaubst Du was Du hier tust? Kümmere Dich um Deinen eigenen Scheiß. ICH STERBE ALLEINE!
Ich erhob mich und ging weiter.
Im Gehen klopfte ich mir den Staub vom Mantel, richtete meine Haare.
SCHEISSE!
Ich hatte Hunger und betrat einen Supermarkt.
Gelangweilt schlenderte ich durch die Reihen bis ich gefunden hatte was ich suchte. Fisch! Ich wollte Fisch. Rollmops.
Die ekeligen, schleimigen, zusammengerollten, mit Teer und Blei verseuchten, glitschigen, silber in Öl glänzenden toten Tiere. Ja die sollten es sein.
Sie passten zu meiner Stimmung. Dazu brauchte ich Schlagsahne und Erdbeeren.
Ich suchte alles zusammen, nahm mir auf dem Weg zur Kasse noch ein Bier mit und bezahlte um mich auf den Weg in den Park zu machen.
An einer Bank hielt ich an und setzte mich. Breitete den Inhalt meiner Einkaufstüte neben mir aus und verteilte den Fisch im Erdbeerbecher um anschließend die Sprühsahne drüber zu sprühen. Lecker!
Ich rückte mich zurecht und tauchte dann mit den Fingern tief in den Becher um das ergriffene zum Mund zu führen. Köstlich!
Ein Spatz landete neben der Bank auf der ich saß und bettelte. Ich warf ihm ein Stückchen Fisch zu und er verschlang es gierig... Es dauerte einen Moment dann brach er tot in sich zusammen. MISTVIEH!
Die Reststoffe sowie die Verpackung meines Abendessens entsorgte ich in dem dafür vorgesehenen Müllbehälter. – Ja, ich hatte es gelernt.
Leerte noch schnell den Inhalt der Bierdose und entsorgte auch sie.
In der Ferne sah ich eine Art Pavillon. Was auch immer es sah gemütlich aus und stand am Wasser. Nett! Dahin würde sie gehen. Es passte nicht zu meiner Stimmung.
JA LEIDE!
Mein Handy klingelte das Zeichen einer SMS Mitteilung.
Ich fingerte es aus der Tasche und drückte die Tasten der Sperre.
1 Kurzmitteilung eingegangen.
Das gelbe Licht des Displays blendete meine Augen, hatte ich nicht in der letzten Woche noch den Gedanken gehabt es einzuschicken. Blau.
Was für eine Unendlichkeit lag hinter mir?
Ich versuchte die Zeit zu fassen und das Geschehene zu verarbeiten.
Einfach nur zu begreifen was passiert ist.
„Werden sie einer der ersten Kunden bei unserem Shop des Monats und gewinnen sie einen von 500 Gutscheinen über 100 €uro! Wählen Sie...“
WERBUNG!
Wer hatte das jetzt schon wieder bezahlt? Ich weil der Anbieter, welche dumme Sau das auch immer sein sollte über einen Ausländischen Anbieter seine SMS verschickt. Oder tatsächlich nur ein lieb gemeinter Rat eines lieben Menschen der sich über gewinnende Menschen freut?
Ich löschte sie und verstaute mein 5210 wieder in meiner Bauchtasche.
Am Nachmittag wollte ich zuhause sein, denn ich hätte mir die Talkshow mit Arabella gerne angeschaut die das Thema hatte: Krank? Oder kann man Dir noch helfen? – Arabella setzt sich für Dich ein.
Immer wieder konnte ich mir diesen MIST anschauen.
Zum Teil war es auch recht lustig. Zum Beispiel an den Tagen wo sich biedere Hausfrauen darum bemühten ihre von den Jahren und der Geburt mehrerer Babys, Spühlmittel und dem Schleppen von schweren Einkauftüten geschundenen Körpern in topmodische Klamotten zu zwängen. Nur um in ihren Ehemännern die seit Jahren nur noch geschlossene Badezimmertüren und Küchenschürzen gesehen hat noch einmal einige Minuten an das Feuer zu erinnern das vor 38 Jahren mal in ihnen gebrannt hat. Im Laufe der Jahre war es mehr zu einem verzweifelten Glimmen geworden noch einmal auf die alten Tage was ändern zu müssen.
Ja ich mochte Talkshows!
Auch wenn die Nachbarstochter mal wieder die Grenze des Minirocks gesprengt hatte, darum der Dorfpfarrer einen hoch bekommen hat und sich an der Hündin des Bäckers vergangen. Und durch einen dummen Zufall ist nun auch noch die Nonne schwanger und es wird vermutet das die Hündin in Wirklichkeit ein Rüde ist.
Der Moderator liest nun das Testergebnis vor. Aber zuerst... DIE WERBUNG!
Nun war es schon kurz vorm Dämmern und ich irrte immer noch durch die Straßen.
Es hatte jetzt richtig zu regnen begonnen und ich erinnerte mich an den Satz der mir vor Jahren aus der Feder gerutscht war:
„Und meine Tränen sollen die Regentropfen sein, die den Weg tränken auf dem Du gehst.“ oder so ähnlich...
Ja, damals hatte ich noch einen Sinn für Romantik gehabt. Damals kannte ich den Schmerz noch nicht. HEUTE war mein Herz gebrochen und...
IRRE! SCHEIß AUF DEIN HERZ!
Ich zieh die Waffe aus meiner Tasche und ziele auf einen Ast an dem ein letztes Blatt hängt, der Sturm hatte seinen Spaß mit diesem Kind von Mutter Erde gehabt.
Klick.
Nichts geschieht.
Kugeln. Ich hatte die Kugeln vergessen.
Ein Lachen stößt an mein Ohr. Ein Kichern.
Hatte ich Dir nicht gesagt das Du verschwinden sollst!
„Entschuldigen Sie wie spät ist es?“
UHRZEIT?
Nee nä. Ich ignoriere ihn und geh weiter.
ARSCHLOCH!
Ich musste Ruhe finden. Ficken. Meinen Sinn abgeben.
Ich geh nachhause.
Tür, Telefon, Licht, schnell noch mal ins Bad, eine CD eingeschmissen, da klingelte es auch schon an der Tür. Dunkel sollte er sein hatte ich gesagt. Groß, schlank und helle Augen, längeres Haar. Ich öffne die Tür und lehne mich verführerisch in meinen Strapsen in der Tür. Ja, das war es was ich mir vorgestellt hatte.
„Komm rein!“
Er schließt die Tür hinter sich.
Ich lege mich aufs Bett und zünde die Kerzen an. Zieh die Bo unter dem Bett hervor und stopfe mir einen Kopf.
„Ausziehen!“ sage ich.
Er folgt. Verführerisch räkelt er sich im Takt der Musik und schwingt seine Hüften.
Zieht sich langsam aus und streckt mir seinen knackigen Hintern entgegen.
„Wie ist Dein Name?“ fragt ich.
„Nenn mich wie Du willst...“
Er steht vor mir, nackt bis auf den knappen String der vermuten lässt das es eine angenehme Nummer werden wird.
„Zieh ihn aus!“ sage ich.
Er zieht ihn aus und setzt sich neben mich auf das Bett.
Ich rauche meinen Kopf und biete ihm auch einen an, dankend lehnt er ab.
Entspannt sinke ich in die Kissen und er beginnt meinen Körper zu erkunden.
FICKEN!
Er ist wie ein Gott, wie ein Engel. Ich kenne ihn und vertraue ihm. Lasse mich fallen und ergebe mich seinem Willen. Ich lasse ab von allem irdischen, lasse meinen Sinnen freien Weg. Lasse los.
Wundervolle Gefühle steigen in mir auf, konzentrieren sich auf seine Berührungen.
Fühle die Liebe, die Sanftheit, sie Wärme.
Spüre den Schmerz, die Härte, die Kälte.
ICH LIEBE DICH!
Ich drehe den Schlüssel in der Haustür und geh ins Bad.
Lass Wasser in die Wanne und kippe irgendein blaues Zeug hinein. Es schäumt.
Vom Bett hole ich die Kerzen und stelle die neben den Wasserhahn.
Ich steig ins heiße Wasser und entspannte mich. Das leise tropfen des Hahnes ist das einzige Geräusch.
IRRE!
Ich weiß das es an der Zeit ist es zu beenden.
Ich schließ die Augen und entspanne meine Muskeln.
Verzeih mir...
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-10 13:28:02 mit dem Titel Engel
Vorsichtig öffnete sie das Fenster. Der Rahmen knarrte leise und als es aufschwang um still klirrend an die Jalousie zu stoßen, sie kletterte hinein.
Stockdunkel war es im Zimmer, nur das Licht des Mondes schenkte einen Schimmer Licht der Umrisse erkennen lies.
Als ihre Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt hatten machte sie einen Schritt weiter in den Raum hinein und stieß gegen etwas schweres großes das auf dem Boden stand – sie tastete, es war der Aktenkoffer. Sie machte einen Schritt über ihn hinweg und horchte. Zu ihrer Linken hörte sie das leise Rauschen des PC ´ s, rechts sein leises Atmen...
Sie trat an sein Bett. Das fahle Licht das durch das Fenster am Kopfende fiel schimmerte bleich auf seiner Haut und verlieh ihm ein unwirkliches mystisches Aussehen. Er war wunderschön!
Sie lies sich auf dem Bettrand nieder und strich sanft durch sein Haar. Die Berührung erschütterte ihren Körper und stach in ihr Herz und hinterlies einen süßen Schmerz.
Sie liebte ihn noch immer!
Friedlich lag er da vor ihr, tief in seinen Träumen versunken, schlafend.
Es tat ihr so leid! All das Leid das sie ihm angetan hatte, den Kummer den sie bereitet hatte, die Lügen, das gebrochene Vertrauen. Ihre Schuld wog so schwer.
Sie war hier um ihre Schuld zu sühnen, sich zu entschuldigen und seinen Teil der Schuld zu hören.
Sie schloss ihn in ihre Arme, fest, er merkte es nicht.
Tief drang sie in seine Gedanken ein, schlich sich in seinen Traum und trat zu ihm.
Erstaunt blickte er sie an! „Was machst Du denn hier?“
„Ich wollte bei Dir sein...!“
Er zeigte ihr seine Welt. Sie sprachen über die Vergangenheit, die Gegenwart, die Zukunft. Er erzählte, sie schwieg.
Sie zog ihm jedes Wort von seinen Lippen, folgte dem Schein seiner Augen, versank darin, Wärme.
Sie sprach ihr Bedauern aus, weinte Tränen der Schuld die sich zu Flüssen ergossen um zu Meeren zu werden.
Er hielt sie, nahm ihr all die Schuld, verzog jedes Wort in dem Moment in dem sie es sprach. Er vergaß, er glaubte und er vertraute.
Sie schöpften aus der Kraft die sie in ihrer Zeit geschaffen hatten. All die Momente, die Stunden des Glücks, die Worte die Kraft gesprochen hatten, die Sehnsucht, die Leidenschaft des vergangenen halben Jahres, die Wolken auf denen sie gegangen waren, die Schlösser die sie gebaut hatten, die Welten die geschaffen wurden.
Der Moment in dem er aufgehört hatte an sie zu glauben, der Moment in der er das Vertrauen verloren hatte, der Moment in dem sie ihm den Anlass dazu gegeben hatte.
Sie mussten sich nun trennen...
Noch eine Umarmung, nicht endend wollender Moment der Angst los lassen zu müssen.
Ein letzter Kuss, süchtig machende Ewigkeit, der in süßem Schmerz das Herz bricht wenn man das Ende erkennt.
Ein letzter Blick, hat die Welt jemals so viel Schmerz gesehen.
„Leb wohl!“
„Ich liebe Dich!“
„Verzeih mir...“
...
Sie entlies ihn aus ihrer Umarmung und richtete sich auf.
Es war heller geworden und das Licht des Mondes begann den Kampf gegen die ersten Strahlen der Sonne. Es regnete leicht und ein Regenbogen stand am Himmel, prächtig in seinen Farben, noch von Mondlicht getränkt...
Sie küsste seine Stirn – Sehnsucht!
... Leb wohl!
Sie stand auf und ging zum Fenster, stieg hinaus und schloss es leise hinter sich. Tränen.
Ein Schritt...
Er erwacht.
„Engel?“
Sie schloss die Augen, Schmerz!
„Engel, bist Du da?“
„Verzeih.“
Sie betritt den Schein des Regenbogens und verschwindet als der Tag anbricht...
Der Strand ist menschenleer. Nur ein paar Möwen ziehen ihre Kreise.
Weit draußen sieht man ein Schiff, es scheint sich immer weiter zu entfernen...
Der Wind streicht ihr die Haare ins Gesicht. Ein Mädchen. Auf den ersten Blick ist sie nicht zu erkennen. Denn sie ist Eins mit dem, was sie umgibt.
Sie träumt. Wovon kann keiner sagen. Vielleicht von einem Leben ohne Leid und Schmerz; Vielleicht aber auch von ihm.
Er, der ihr soviel bedeutet.
Er gab ihr den Grund zu leben. Er war – und ist – mehr für sie, als Worte es beschreiben könnten. Sie liebt ihn.
Doch nun ist der Sturm in ihr. Die Verwirrung. Das Chaos.
Er vertraut ihr nicht! Er.
Hat sie nicht gezeigt, wie sehr sie ihn liebte? Das es nie wieder einen anderen geben sollte für sie!
War er es nicht, der ihr sagte, das Liebe und Vertrauen das wichtigste sein. Das man glauben sollte. Er.
Sie hatte ihm nur die Wahrheit gesagt. Niemals würde sie ihn belügen.
Und er!?
Warum? Warum tat er das? Sie liebte ihn doch.
All diese Fragen und diese Leere... Und sie wurde Eins mit dem, was sie umgab... und als die Sonne aufging, war dort wo sie gesessen hatte, eine leere Hülle. Denn ihre Seele – gefüllt mit Liebe – war bei ihm.
Die Möwen zogen ihre Kreise.
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Diese kleine Geschichte habe ich 1992 geschrieben.
Wer mehr lesen möchte kann ja gerne mal auf meiner HP vorbei schauen :o)
http://www.beepworld3.de/members23/rattehamburg/
Lieben Gruß
die Ratte aus Hamburg :o)
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-08 23:11:48 mit dem Titel IRRE!
IRRE!
Ich lief, rannte, schoss an den Häuserwänden vorbei. Irr suchten meine Augen nach einem Ziel, nach dem Weg, nach dem nächsten Schritt.
Eine steinalte grässliche Frau die sich in meinen Weg stellte sprang schreiend zur Seite, keifte unverständliches Gebissgesabber und schwang ihre Handtasche durch die Luft. SCHNAUZE! SONST FRESSE!
Ich rannte weiter. Mein Herz hatte aufgehört zu schlagen, meine Wangen glühten, ich schnaufte, schwitzte, aber ich konnte ihn nicht verlieren. Lass mich in Frieden!
Zitternd brach ich zusammen, spürte den Asphalt unter meinen Knien, roch die Abgase der Stadt, fühlte ihre gnadenlose Hitze.
Eine Hand griff nach meiner Schulter und wollte mich stützen...
FASS MICH NICHT AN! Verdammtes Arschloch! Was glaubst Du was Du hier tust? Kümmere Dich um Deinen eigenen Scheiß. ICH STERBE ALLEINE!
Ich erhob mich und ging weiter.
Im Gehen klopfte ich mir den Staub vom Mantel, richtete meine Haare.
SCHEISSE!
Ich hatte Hunger und betrat einen Supermarkt.
Gelangweilt schlenderte ich durch die Reihen bis ich gefunden hatte was ich suchte. Fisch! Ich wollte Fisch. Rollmops.
Die ekeligen, schleimigen, zusammengerollten, mit Teer und Blei verseuchten, glitschigen, silber in Öl glänzenden toten Tiere. Ja die sollten es sein.
Sie passten zu meiner Stimmung. Dazu brauchte ich Schlagsahne und Erdbeeren.
Ich suchte alles zusammen, nahm mir auf dem Weg zur Kasse noch ein Bier mit und bezahlte um mich auf den Weg in den Park zu machen.
An einer Bank hielt ich an und setzte mich. Breitete den Inhalt meiner Einkaufstüte neben mir aus und verteilte den Fisch im Erdbeerbecher um anschließend die Sprühsahne drüber zu sprühen. Lecker!
Ich rückte mich zurecht und tauchte dann mit den Fingern tief in den Becher um das ergriffene zum Mund zu führen. Köstlich!
Ein Spatz landete neben der Bank auf der ich saß und bettelte. Ich warf ihm ein Stückchen Fisch zu und er verschlang es gierig... Es dauerte einen Moment dann brach er tot in sich zusammen. MISTVIEH!
Die Reststoffe sowie die Verpackung meines Abendessens entsorgte ich in dem dafür vorgesehenen Müllbehälter. – Ja, ich hatte es gelernt.
Leerte noch schnell den Inhalt der Bierdose und entsorgte auch sie.
In der Ferne sah ich eine Art Pavillon. Was auch immer es sah gemütlich aus und stand am Wasser. Nett! Dahin würde sie gehen. Es passte nicht zu meiner Stimmung.
JA LEIDE!
Mein Handy klingelte das Zeichen einer SMS Mitteilung.
Ich fingerte es aus der Tasche und drückte die Tasten der Sperre.
1 Kurzmitteilung eingegangen.
Das gelbe Licht des Displays blendete meine Augen, hatte ich nicht in der letzten Woche noch den Gedanken gehabt es einzuschicken. Blau.
Was für eine Unendlichkeit lag hinter mir?
Ich versuchte die Zeit zu fassen und das Geschehene zu verarbeiten.
Einfach nur zu begreifen was passiert ist.
„Werden sie einer der ersten Kunden bei unserem Shop des Monats und gewinnen sie einen von 500 Gutscheinen über 100 €uro! Wählen Sie...“
WERBUNG!
Wer hatte das jetzt schon wieder bezahlt? Ich weil der Anbieter, welche dumme Sau das auch immer sein sollte über einen Ausländischen Anbieter seine SMS verschickt. Oder tatsächlich nur ein lieb gemeinter Rat eines lieben Menschen der sich über gewinnende Menschen freut?
Ich löschte sie und verstaute mein 5210 wieder in meiner Bauchtasche.
Am Nachmittag wollte ich zuhause sein, denn ich hätte mir die Talkshow mit Arabella gerne angeschaut die das Thema hatte: Krank? Oder kann man Dir noch helfen? – Arabella setzt sich für Dich ein.
Immer wieder konnte ich mir diesen MIST anschauen.
Zum Teil war es auch recht lustig. Zum Beispiel an den Tagen wo sich biedere Hausfrauen darum bemühten ihre von den Jahren und der Geburt mehrerer Babys, Spühlmittel und dem Schleppen von schweren Einkauftüten geschundenen Körpern in topmodische Klamotten zu zwängen. Nur um in ihren Ehemännern die seit Jahren nur noch geschlossene Badezimmertüren und Küchenschürzen gesehen hat noch einmal einige Minuten an das Feuer zu erinnern das vor 38 Jahren mal in ihnen gebrannt hat. Im Laufe der Jahre war es mehr zu einem verzweifelten Glimmen geworden noch einmal auf die alten Tage was ändern zu müssen.
Ja ich mochte Talkshows!
Auch wenn die Nachbarstochter mal wieder die Grenze des Minirocks gesprengt hatte, darum der Dorfpfarrer einen hoch bekommen hat und sich an der Hündin des Bäckers vergangen. Und durch einen dummen Zufall ist nun auch noch die Nonne schwanger und es wird vermutet das die Hündin in Wirklichkeit ein Rüde ist.
Der Moderator liest nun das Testergebnis vor. Aber zuerst... DIE WERBUNG!
Nun war es schon kurz vorm Dämmern und ich irrte immer noch durch die Straßen.
Es hatte jetzt richtig zu regnen begonnen und ich erinnerte mich an den Satz der mir vor Jahren aus der Feder gerutscht war:
„Und meine Tränen sollen die Regentropfen sein, die den Weg tränken auf dem Du gehst.“ oder so ähnlich...
Ja, damals hatte ich noch einen Sinn für Romantik gehabt. Damals kannte ich den Schmerz noch nicht. HEUTE war mein Herz gebrochen und...
IRRE! SCHEIß AUF DEIN HERZ!
Ich zieh die Waffe aus meiner Tasche und ziele auf einen Ast an dem ein letztes Blatt hängt, der Sturm hatte seinen Spaß mit diesem Kind von Mutter Erde gehabt.
Klick.
Nichts geschieht.
Kugeln. Ich hatte die Kugeln vergessen.
Ein Lachen stößt an mein Ohr. Ein Kichern.
Hatte ich Dir nicht gesagt das Du verschwinden sollst!
„Entschuldigen Sie wie spät ist es?“
UHRZEIT?
Nee nä. Ich ignoriere ihn und geh weiter.
ARSCHLOCH!
Ich musste Ruhe finden. Ficken. Meinen Sinn abgeben.
Ich geh nachhause.
Tür, Telefon, Licht, schnell noch mal ins Bad, eine CD eingeschmissen, da klingelte es auch schon an der Tür. Dunkel sollte er sein hatte ich gesagt. Groß, schlank und helle Augen, längeres Haar. Ich öffne die Tür und lehne mich verführerisch in meinen Strapsen in der Tür. Ja, das war es was ich mir vorgestellt hatte.
„Komm rein!“
Er schließt die Tür hinter sich.
Ich lege mich aufs Bett und zünde die Kerzen an. Zieh die Bo unter dem Bett hervor und stopfe mir einen Kopf.
„Ausziehen!“ sage ich.
Er folgt. Verführerisch räkelt er sich im Takt der Musik und schwingt seine Hüften.
Zieht sich langsam aus und streckt mir seinen knackigen Hintern entgegen.
„Wie ist Dein Name?“ fragt ich.
„Nenn mich wie Du willst...“
Er steht vor mir, nackt bis auf den knappen String der vermuten lässt das es eine angenehme Nummer werden wird.
„Zieh ihn aus!“ sage ich.
Er zieht ihn aus und setzt sich neben mich auf das Bett.
Ich rauche meinen Kopf und biete ihm auch einen an, dankend lehnt er ab.
Entspannt sinke ich in die Kissen und er beginnt meinen Körper zu erkunden.
FICKEN!
Er ist wie ein Gott, wie ein Engel. Ich kenne ihn und vertraue ihm. Lasse mich fallen und ergebe mich seinem Willen. Ich lasse ab von allem irdischen, lasse meinen Sinnen freien Weg. Lasse los.
Wundervolle Gefühle steigen in mir auf, konzentrieren sich auf seine Berührungen.
Fühle die Liebe, die Sanftheit, sie Wärme.
Spüre den Schmerz, die Härte, die Kälte.
ICH LIEBE DICH!
Ich drehe den Schlüssel in der Haustür und geh ins Bad.
Lass Wasser in die Wanne und kippe irgendein blaues Zeug hinein. Es schäumt.
Vom Bett hole ich die Kerzen und stelle die neben den Wasserhahn.
Ich steig ins heiße Wasser und entspannte mich. Das leise tropfen des Hahnes ist das einzige Geräusch.
IRRE!
Ich weiß das es an der Zeit ist es zu beenden.
Ich schließ die Augen und entspanne meine Muskeln.
Verzeih mir...
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-08-10 13:28:02 mit dem Titel Engel
Vorsichtig öffnete sie das Fenster. Der Rahmen knarrte leise und als es aufschwang um still klirrend an die Jalousie zu stoßen, sie kletterte hinein.
Stockdunkel war es im Zimmer, nur das Licht des Mondes schenkte einen Schimmer Licht der Umrisse erkennen lies.
Als ihre Augen sich an die Dunkelheit gewöhnt hatten machte sie einen Schritt weiter in den Raum hinein und stieß gegen etwas schweres großes das auf dem Boden stand – sie tastete, es war der Aktenkoffer. Sie machte einen Schritt über ihn hinweg und horchte. Zu ihrer Linken hörte sie das leise Rauschen des PC ´ s, rechts sein leises Atmen...
Sie trat an sein Bett. Das fahle Licht das durch das Fenster am Kopfende fiel schimmerte bleich auf seiner Haut und verlieh ihm ein unwirkliches mystisches Aussehen. Er war wunderschön!
Sie lies sich auf dem Bettrand nieder und strich sanft durch sein Haar. Die Berührung erschütterte ihren Körper und stach in ihr Herz und hinterlies einen süßen Schmerz.
Sie liebte ihn noch immer!
Friedlich lag er da vor ihr, tief in seinen Träumen versunken, schlafend.
Es tat ihr so leid! All das Leid das sie ihm angetan hatte, den Kummer den sie bereitet hatte, die Lügen, das gebrochene Vertrauen. Ihre Schuld wog so schwer.
Sie war hier um ihre Schuld zu sühnen, sich zu entschuldigen und seinen Teil der Schuld zu hören.
Sie schloss ihn in ihre Arme, fest, er merkte es nicht.
Tief drang sie in seine Gedanken ein, schlich sich in seinen Traum und trat zu ihm.
Erstaunt blickte er sie an! „Was machst Du denn hier?“
„Ich wollte bei Dir sein...!“
Er zeigte ihr seine Welt. Sie sprachen über die Vergangenheit, die Gegenwart, die Zukunft. Er erzählte, sie schwieg.
Sie zog ihm jedes Wort von seinen Lippen, folgte dem Schein seiner Augen, versank darin, Wärme.
Sie sprach ihr Bedauern aus, weinte Tränen der Schuld die sich zu Flüssen ergossen um zu Meeren zu werden.
Er hielt sie, nahm ihr all die Schuld, verzog jedes Wort in dem Moment in dem sie es sprach. Er vergaß, er glaubte und er vertraute.
Sie schöpften aus der Kraft die sie in ihrer Zeit geschaffen hatten. All die Momente, die Stunden des Glücks, die Worte die Kraft gesprochen hatten, die Sehnsucht, die Leidenschaft des vergangenen halben Jahres, die Wolken auf denen sie gegangen waren, die Schlösser die sie gebaut hatten, die Welten die geschaffen wurden.
Der Moment in dem er aufgehört hatte an sie zu glauben, der Moment in der er das Vertrauen verloren hatte, der Moment in dem sie ihm den Anlass dazu gegeben hatte.
Sie mussten sich nun trennen...
Noch eine Umarmung, nicht endend wollender Moment der Angst los lassen zu müssen.
Ein letzter Kuss, süchtig machende Ewigkeit, der in süßem Schmerz das Herz bricht wenn man das Ende erkennt.
Ein letzter Blick, hat die Welt jemals so viel Schmerz gesehen.
„Leb wohl!“
„Ich liebe Dich!“
„Verzeih mir...“
...
Sie entlies ihn aus ihrer Umarmung und richtete sich auf.
Es war heller geworden und das Licht des Mondes begann den Kampf gegen die ersten Strahlen der Sonne. Es regnete leicht und ein Regenbogen stand am Himmel, prächtig in seinen Farben, noch von Mondlicht getränkt...
Sie küsste seine Stirn – Sehnsucht!
... Leb wohl!
Sie stand auf und ging zum Fenster, stieg hinaus und schloss es leise hinter sich. Tränen.
Ein Schritt...
Er erwacht.
„Engel?“
Sie schloss die Augen, Schmerz!
„Engel, bist Du da?“
„Verzeih.“
Sie betritt den Schein des Regenbogens und verschwindet als der Tag anbricht...
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