Kurzgeschichten Testbericht

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Erfahrungsbericht von Einz75

Und täglich grüßt das Murmeltier....

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Und täglich grüßt das Murmeltier....

Das Gold liegt direkt vor meinen Augen. Ich nahm einen Spaten und .... Mitten aus einem vielleicht noch so schönen Traum werde ich täglich gerissen und darf mich in ein unbekannten Tag stürzen. Das Bad ist die erste Station und ich beginne zu überlegen, was der Tag so alles bringen wird. Mit gemischten Gefühlen verlasse ich es nun und weiß was auf mich heut noch zukommt. Um die Fahrt nicht mit leeren Magen zu beginnen, wird schnell etwas gegessen. Wie immer brennt der Toast fast an und man darf sich in seinem Schwarz auch gleich die Vorbereitung auf den Tag anschauen. Mit Marmelade und ein wenig Milch geht es dann doch Richtung Mund und nachdem auch noch die Arbeitsbrote eingepackt sind, geht der Spaß der Autofahrt schon fast los. Schuhe an, Schlüssel in Schloss, umgedreht und weg.

Guten Morgen, schöner Tag und das erste was ich zurück bekomme sind ein paar Regentropfen in mein Gesicht. Trübe Aussichten also! Wie der Toast so schwarz färbt sich der Himmel und bevor ich gänzlich nass die Fahrt antrete, darf ich meine ersten sportlichen Üben erledigen und renne zum Auto. Reingesetzt und Türe zu. Die nächsten Übungen dürften bei jedem Autofahrer die gleichen sein, Schlüssel ins Schloss, umgedreht und losgefahren, nebenbei wird angeschnallt, damit nicht die Gesetzeshüter zum Anhalten animiert werden. Der Regen prasselt weiter auf die Scheiben ein und das quietschen der Scheibenwischer wird mich nun eine Stunde lang begleiten. Kurz nach dem Ausgangsschild von Großräschen, schaue ich noch einmal in den Rückspiegel und kann mich langsam auf die Autobahnetappe vorbereiten. Dann kommt das erste Blaue Schild mit der Aufschrift „Richtung Dresden“. Wie im Schlaf beherrscht man mittlerweile die Kurven der Auffahrt und rein in den Berufverkehr. Die LKWs fahren mit ihren 80 oder 70 kmH vor mir her und links rauschen all die Eiligen und bestimmt auch recht wichtigen Persönlichkeiten in ihren teuren Maschinen an mir vorbei. Erst jetzt kann ich auch den Blinker setzten und meine großen Freund vor mir überholen, wobei mir schon der nächste Autofahrer im Nacken sitzt und auf mein Ausscheren wartet. Doch meine Tachonadel zeigt schon 140 kmH und nach einigen LKWs schaffe ich es auch wieder in die andere Spur zu wechseln.

Der Regen ist kein bisschen besser geworden und immer noch peitscht er auf die Scheiben ein. Im Radio kommen die Nachrichten und die darauf folgende animiert meist zum einlegen einer Kassette, obwohl man diese auch schon 10.000 mal gehört hat. Nach einigen Wechsel von der linken in die rechte Spur, kommt meine Abfahrt der ich folgen muss, um an mein Ziel zu gelangen. Blinker setzten und runter mit der Geschwindigkeit. Jetzt kommt das Spiel, schaff ich´s oder schaff ich´s nicht. Das Warten an der Abfahrt lässt den Finger kloppend auf mein Lenkrad tippen und irgendwann gibt es dann doch eine Lücke und ich schlüpfe mit meinem Auto schnell hindurch. Wieder in der nächsten Berufsschlange gefangen, geht es weiter. Der Regen lässt langsam nach und nur noch das Auftreiben der Nässe von den Straßen beschlägt meine Scheiben. Die Musik im Radio dudelt ihre Melodie und die Bäume der ersten Alleen lassen es im Auto noch dunkler werden, als es eh schon draußen ist.

Das Licht meines Autos, durchneidet kaum das Morgengrauen und die Müdigkeit der langsamen Fahrt lässt die Augenlieder sinken und erst der Gedanke:„ Da könnte heut ein Blitzer stehen!“, lässt mich wieder wach werden. Trostlos wie alle Menschen in den Autos, kommt ich langsam in Elsterwerda an und denke mir so: “Gleich hab ich´s ja geschafft!“. Doch zuvor kommen noch ein paar Hindernisse. Die Baustelle unterbricht den Fluss der Autofahrt und jeder schaut ein wenig grimmiger, sobald er bis hier her erst einmal gekommen ist. Der Höhepunkt ist dann noch so ein kleines, organgenes Auto, in dem sich auch solch orange angezogene Leute befinden. Ohhjeee, damit wird die Fahrt wieder um einige Minuten länger, denn die Höchstgeschwindigkeit der Jungs liegt nur bei mageren 30 kmH und Überholen wird nicht all zu leicht bei solch einem Gegenverkehr. Hinter und mit dem Kopf das Lenkrad bearbeiten. Freude kommt hier nicht auf und auch die anderen sitzen an diesem Tag wieder mit mir im einem Boot. Der Regen hat nun ganz aufgehört und nur noch vereinzelt fallen dicke Tropfen von den Bäumen. Langsam nerven mich die Orangen Helden vor mir und mein ständiger Linksblick wird nach einigen Kilometern belohnt und ich kann sie endlich überholen.

Mit Vollgas geht es weiter in Richtung Bad Liebenwerda. Willkommen an der ersten Kreuzung und auch hier wird man erst mit grün belohnt, wenn man seine Zeit dafür verstreichen lässt. In den nächsten fünf Minuten werde ich da sein und schon von weitem leuchtet ein verlassender Neubau mir entgegen. Den Kampf um den besten Parkplatz, kann ich jetzt eh vergessen, da es bereits fünf Minuten von Halbacht ist. Wo finde ich noch eine Lücke? Leider bin ich wieder fast am Ende des Komplexes mit meinem Auto zum stehen gekommen. Schlüssel raus, aufstehen, Türen zu und auf zum meinem Computerplatz. Zwischendurch wird noch einmal tief durchgeatmet und der Tag im sitzen kann beginnen. Neben dem vielleicht nicht immer ernst gemeinten guten Morgen aller Teilnehmer, sind die Raucher bereits am auftanken ihres Nikotinbedarfs doch ich bleibe ruhig. Meine Sitzplatz fesselt mich nun bis 15.00 Uhr an diesem Ort und während ich so dasitze, höre ich schon den Wecker, der mich Morgen Früh wecken wird......

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