Erfahrungsbericht von Luckybrina
Engelsbesuch
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Ganz sanft ist ein kleiner Engel neben dir gelandet und hat dir einen Sonnenstrahl mitgebracht.
Doch du hast ihn nicht einmal bemerkt.
Große Augen schauen dich fragend an: Magst du keine Sonnenstrahlen?
Er zaubert für dich einen Regenbogen hervor, wunderschön in tausend Farben schillernd, und hält ihn dir direkt vor die Nase.
Du siehst den Regenbogen, doch deine Augen bleiben leer – Magst du keine Farben?
Ein schüchternes Lächeln huscht über das Engelsgesichtchen, aufgeregt kramt es in seinem Hemdchen, findet, was es gesucht – lächelt – und legt dir einen leuchtenden Stern in die Hände.
Aufmunternd schaut er zu dir auf, doch du stehst da, mit dem Stern in der Hand, und weißt nichts damit anzufangen.
Das Engelchen lässt die Flügelchen hängen und schaut dich verwundert an.
Was hat dich so traurig gemacht? Klingt die klare melodische Stimme an dein Ohr.
Nun wirst du lebendig und erzählst dem Engel, dass es dir gut geht, dass du glücklich bist – dass du niemanden brauchst!
Der kleine Engel hängt dir den Regenbogen um die Schultern, steckt dir den Sonnenstrahl ins Haar, breitet seine Flügelchen aus und spricht:
Wenn das Schweigen dir zuhört und die Stille spricht,
dann wird die Nacht, in der du weinst dir sagen,
wie wärmend ein Sonnenstrahl ist,
und der Regenbogen wird durch deine Tränen schimmern
und der kleine Stern wird nur für dich leuchten...
dann werde ich dich wieder besuchen!
Er machte sich auf und davon,
doch die seidige Feder, die er verlor,
du hast sie aufgehoben und ihm nachgeblickt
- und in deinen Augen lag ein seltsamer Glanz...
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-24 21:00:52 mit dem Titel Selbstbeherrschung
Da war er wieder, sie spürte es als er den Raum betrat.
Und sie dachte an damals...
Sie fühlte sich damals gefangen von seinem Blick,
verzaubert von seinem Lächeln,
überwältigt von seinen Worten...
und erkannte zu spät,
daß er sie nur benutzt, belogen und hintergangen hatte.
Daß Vertrauen, daß sie ihm geschenkt hatte, hatte er schamlos mißbraucht.
Und sie dachte lange, sie würde ihn ewig hassen.
Doch heute wußte sie, daß sie sich geirrt hatte,
denn schließlich war sie es,
die sich durch seine Blicke blenden,
von seinem Lächeln betäuben
und von seinen Worten täuschen lassen hatte, ...
doch eine gewisse Wut war geblieben,
so lange war es schließlich noch nicht her!
Sie sah ihn durch die Tür des Bistros kommen,
unterhielt sich aber weiter mit ihrer Freundin.
Die Wut kochte langsam in ihr hoch...
Er hatte ihr das Vertrauen zu ihr selbst genommen,
hatte ein Loch in ihr Herz gerissen,
sie dort verletzt, wo man den Schmerz nicht lindern kann.
Sie lachte kurz über einen Witz ihrer Freundin, sah, wie er sie entdeckte und an den Tisch zu kommen schien.
War sie auch äußerlich ganz ruhig, so bebte es doch in ihr.
Dort, wo einst so viel Liebe für ihn war,
war nun nichts mehr, außer der Hoffnung,
daß er eines Tages an ihrer Stelle sein würde...
Gefangen von den Blicken einer anderen,
verzaubert von deren Lächeln,
überwältigt von den Worten der schönen Unbekannten.
Er hatte den Tisch erreicht und setzte sein strahlendes Gewinnerlächeln auf.
Alles wirbelte in ihrem Kopf umher:
WUT, ZORN, ÄRGER, HASS...
Sie wollte aufschreien, aufstampfen, weinen
und wie eine Wilde um sich schlagen!
Doch alles was sie sagte war: "Hallo!"
Wie unpassend und banal können Worte sein!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-29 12:38:40 mit dem Titel Kinderlachen
Sie war bereits mit dieser seltsamen Stimmung aufgewacht. Sie hörte die Kinder bereits im Zimmer spielen. Die beiden schienen sich nur zu verstehen, wenn keiner zusah. Bei diesem Gedanken musste sie schmunzeln.
Wahrscheinlich war Sascha wieder auf die Kommode neben dem Bettchen der kleinen Lotte geklettert um sie dann mit Hilfe von insgesamt vier kleinen Kinderhänden aus dem Gitterbett zu befördern. Alleine kam sie da noch nicht raus.
Lotte, eigentlich ja Jasmin, aber irgendwer hatte sie dann mal \"Lotte\" genannt und dabei war es geblieben. Ein kleiner Schatten legte sich über ihre noch leicht verschlafenen Augen. Erik hatte damals diesen Spitznamen verbreitet. Damals war noch alles okay, so schien es zumindest. Aber eigentlich war auch da schon einiges im argen gewesen - sie hatte es nur nicht sehen wollen. Und jetzt... das erste Ostern allein.
Für einen kurzen Moment schloß sie noch mal die Augen und atmete tief durch. Egal, es geht weiter.
Sie stand auf, schwang sich den Morgenmantel um und zog ein paar Söckchen aus der Schublade des Nachttischschränkchens, die ihre kalten Füße bisschen wärmen sollten. Dann ging sie hinüber ins Kinderzimmer. Sascha war so vertieft in sein Autospiel, mit dem Lottes Puppe durch die Gegend fuhr. Lotte klatschte freudig in die Hände.
\"Guten Morgen ihr zwei\", sagte sie sanft zu ihren Kindern. \"Mama aufstanden\", lachte ihr Lotte zu und hielt ihr die Flasche entgegen. \"Kaukau?\"
Der vierjährige Sascha dagegen lief direkt auf sie zu, umarmte ihre Beine und erklärte ihr ganz stolz: \"Bald ist Ostern! Wir müssen Eier bemalen!!!\"
\"Erst mal wird gefrühstückt!\" lachte Mama auf. \"Und dann malen wir die Eier an.\"
So wurde es dann auch gemacht. Nachdem Nutellabeschmierte Händchen und Mündchen wieder sauber waren, holte sie den vom Nachbarn (einem Bauernhof) einige Eier rüber. Die Sonne schien schon recht warm, und es hätte eigentlich ein schöner Tag sein können. Kurz schoss ihr der Gedanke durch den Kopf, wie der kleine Sascha gestern mit ihr die Eierfarben gekauft hatte. Ganz stolz hatte er bei der Rückkehr allen vorbeikommenden Nachbarn erzählt, wie er ganz allein bezahlt hatte. Alle hatten es schmunzelnd für \"ganz toll\" befunden. Einige hatten ihr mitfühlende Blicke zugeworfen - sie hasste das. Auch wenn sie wusste, dass es nur gut gemeint war. Es schmerzte sie mehr, als wenn sie drüber weggegangen wären. Aber in einem 200-Seelen-Dorf kannte jeder jeden... manchmal besser als man sich selbst.
Dann wurden Eier ausgeblasen und die Vase mit den Zweigen mitten in den Raum gestellt... als kleiner Ansporn. Und vier kleine Hände malten munter drauf los.
Und als ihre kleine Lotte am Ende die letzten Eier aufgehangen hatte, war sie zufrieden.
Lachend liefen die beiden Kleinen um den Strauß herum. Was konnte es schöneres geben, als endlich wieder lachende kleine Kinder um sich herum spielen zu haben.
Lachend, nicht weinend, weil sich die Eltern mal wieder stritten.
Nicht weinend, weil Mama weinte, weil sie es nicht mehr aushielt, dass man ihr Selbstbewusstsein zerstörte, indem man(n) ihr sagte, dass sie eh nichts könne und alles verkehrt machte.
Nicht weinend, weil die Schreierei aufhörte, wenn er ihr wieder einmal vorwarf, dass der Freundeskreis sich zurückzog, weil sie ihn schlecht mache, wo er doch der Beste und Tollste von allen war.
Nicht mehr weinend, weil sie Angst haben mussten, bei jedem zu lauten Piepser einen \"kleinen Klaps, der noch niemandem geschadet hatte\" zu bekommen.
Und sie lächelte still vor sich hin, als die beiden Kinder vor ihr auf dem Boden spielten, sich kitzelten und vor Spaß quikten. Vor wenigen Wochen hätte sie das vielleicht auch gestört, aufgrund der ständigen Spannung, die ständig herrschte.
Aber heute war sie sich sicher, dass sie das richtige getan hatte. Auch wenn sie nun manchmal des Nachts weinend in ihrem Bett lag, weil sie sich einsam fühlte und nicht genau wusste, wie es weitergehen sollte.
Ihre Kinder jedoch, waren ihr jede einzelne Träne wert und sie würde lieber noch hunderte von Tränen weinen, anstatt ihren Kindern Geschehene noch einmal anzutun.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-29 19:21:57 mit dem Titel Hundert mal
Sie kommen zu mir, sagen, daß du mich jetzt brauchst.
ICH soll zu dir kommen, weil DU jetzt jemanden brauchst,
der zu dir hält - verständnislos sehe ich sie an.
Tränen steigen mir in die Augen,
und irgendetwas in mir wehrt sich, dir zu helfen...
unsere gemeinsame Zeit ist vorbei...
denke ich, trotzdem gehe ich mit.
Ich sitze neben dir und halte deine Hand -
zu mehr bin ich nicht mehr bereit,
zu oft hast du mir weh getan...
Leise höre ich dein "Danke, daß du da bist"
ganz fern
Ich drehe den Kopf weg,
du brauchst nicht zu sehen,
daß ich die Tränen kaum zurückhalten kann.
In mir hetzt ein Gedanke den anderen,
kämpft ein Gefühl gegen ein anderes.
Du legst deinen Arm um mich,
und ich will mich ganz eng an dich schmiegen,
weil auch ich jemanden brauche...
will dich fühlen, dir ganz nah ein - aber ich kann nicht!
Wie durch eine geschlossene Türe höre ich deine Stimme, die mir sagt:
"Komm her"
Hilflos drehe ich mich zu dir um,
Tränen laufen über meine Wangen
und ich schaue dich an,
spüre deine Hand im Nacken,
spüre deine Lippen auf meinen,
doch fühle ich keine Liebe!!!
Ich löse mich von dir,
halte den Blick gesenkt.
"Ich habe dich hundert mal gebraucht, verstehst du?
100 mal!!!"
Ich schaue dich an,
und deine Augen sagen mir,
daß du nicht eines meiner Worte verstanden hast!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-29 19:34:58 mit dem Titel Für Liebe gibt es keine Garantie
Manchmal habe ich Angst vor dem Tag, an dem du nicht mehr bei mir sein wirst.
Ich schaue dich an, und würde dir gerne sagen, was du mir bedeutest;
aber dann denke ich, es ist einfacher so wie es ist.
Keine Versprechungen, keine großen Worte – sag mir nur einmal, dass du mich liebst!
Sag mir nur einmal, was ich für dich bin, was du so denkst...
SCHWEIG!!!
Ich will es vielleicht gar nicht wissen.
Zu sehr könnte es mich verletzen,
zu sehr weh tun, irgendwann, wenn du Erinnerung bist.
Zu oft schon musste ich leiden, stand da und habe mich gefragt, wozu?
Es gab andere in meinem Leben,
Männer, die mir sagten, was ich für sie bin; Männer, die Versprechungen machten,...
- und niemand, der sie hielt; niemand, der mich leiden sah,
denn sterben muss man meistens allein...
Die Zeit mit dir, jede Stunde an deiner Seite ist schön.
Manchmal denke ich, du nimmst mich so, wie ich bin, akzeptierst meine Schwächen und Fehler.
Sicher werde ich bald aufwachen und erkennen, dass alles eine Illusion war.
Ich liebe Dich, und das macht es nicht gerade leichter.
Irgendwann, wenn ich die Ungewissheit nicht mehr ertragen kann, werde ich mich ganz still und leise wieder aus deinem Leben entfernen.
Ich würde dir niemals absichtlich weh tun...
Ganz leise werde ich meine Koffer packen und fortgehen, nur diesmal ganz weg,
weg von dir,
weg von Freunden, die eh keine sind,
Fern von hier noch einmal anfangen, ein anderes Leben leben.
Allein, ohne Ängste und Zweifel.
Aber bis dahin will ich in deinen Armen noch Liebe und Zärtlichkeit auftanken.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-05-21 10:05:54 mit dem Titel Gotteslästerliche Gerüchte
Ein Mädchen mit 15.
Das ganze Leben noch vor sich,
nahm Tabletten,
gelangweilt vom Leben,
geängstigt von ihren Problemen...
Sie hatte keinen Erfolg - Gottseidank!
Während sie den Brief ihrer Tochter
zum X-ten Mal liest,
versucht sie die Tränen zurückzuhalten
- eine Mutter -
16 Kerzen brennen in ihrer Mutterphantasie
und sie sucht die Schuld bei sich.
Sie fällt auf die Knie und betet:
"Ich will keine gotteslästerlichen Gerüchte in die Welt setzen.
Aber ich denke, Gott hat einen kranken Sinn für Humor
und wenn ich sterbe, bin ich sicher, daß er lacht!"
Das Mädchen mit 17.
Verliebte sich in alles,
fand ein neues Leben,
mit ihren Freunden,
einen ersten ernsten Freund,
eine Lehrstelle für ihren Traumjob...
Sie wurde in einen Autounfall verwickelt,
endete an der Herz-Lungen-Maschine.
Ein Frühsommertag.
Als sie starb, sangen die Vögel und die Sonne schien.
Dann kam der Regen.
Und am Grab
stand ihre Mutter
und versuchte verzweifelt,
die Tränen zurückzuhalten ...
******************************************
für Sonja +1993
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-05-27 22:49:13 mit dem Titel Seltener Besuch
Es war wieder einmal einer dieser Tage an denen alles schief zu laufen schien.
Es fing schon am morgen an: Sie war viel zu spät aufgestanden, hatte den Kaffee über ihre neue Bluse gekippt, dann auch noch die schöne Bodenvase umgestoßen, die selbstverständlich jetzt kaputt war.
Dann war sie auf dem Weg zur Arbeit in einen Stau geraten, zu spät gekommen und auch noch ihrem Chef in die Arme gelaufen, sonst wär es vielleicht gar nicht aufgefallen.
Dann hatte auch noch die Kollegin ihre Daten versehentlich gelöscht, die sie zwei Stunden später in der Besprechung brauchte... und als ob das noch nicht gereicht hätte, war ihr auf dem Nachhauseweg der Wagen stehen geblieben.
Endlich daheim angekommen hatte sie sich erst mal mit einem frischen Kaffee auf die Couch gesetzt und die Füße hoch gelegt um wenigstens ein wenig zu entspannen...
Da klingelte es an der Tür, dann pochte es ganz sacht.
Derjenige mußte also im Hausflur sein. Reichlich entnervt öffnete sie die Tür.
Es stand da und schaute sie mit großen Augen an. "Hallo!"
"Was wollen Sie hier?" fragte sie entnervt den Unbekannten.
"Ich wollte zu Dir!"
"Zu mir? Entschuldigung, aber ich kenne Sie nicht! Und Sie können mir glauben, daß Sie sehr ungelegen kommen! Bitte kommen sie ein anderes mal wieder!" sagte sie und wollte die Türe schon wieder schließen.
"Aber ich hab was für dich!" wurde ihr widersprochen. "Etwas sehr wichtiges! Jeder braucht es!" und ein bezauberndes Lächeln huschte über das Gesicht des Fremden.
"Aha, sie sind also Vertreter!" entgegnete sie etwas genervt. "Sie haben bestimmt schöne Produkte, aber ich kann im Moment nichts brauchen... und entschuldigen Sie bitte, auch Sie kann ich im Moment nicht brauchen!"
Enttäuschung machte sich in dem fremden Gesicht breit. "Doch Du brauchst mich, gerade jetzt!"
"Das geht mir aber jetzt entschieden zu weit!" platzte es aus ihr heraus. "Sie tauchen hier einfach so auf, klingeln und behaupten ICH würde SIE brauchen? Wie kommen Sie bitte zu solch unverschämten Aussagen!? Verschwinden Sie und lassen Sie mich in Ruhe!"
Mit großen Augen sah der Fremde sie an, doch dann nickte er und drehte sich langsam Richtung Treppe.
"Bist du sicher, daß Du mich nicht brauchst?"
"Ja, ganz sicher, wer sind sie überhaupt, daß sie glauben, so mit mir reden zu können?"
Dann ging er und sah noch ein letztes mal zu ihr zurück und sagte dann traurig:
"Ich bin das Glück!"
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-19 09:58:58 mit dem Titel Wohin damit?
Bei den ersten Sonnenstrahlen war sie wach geworden und hatte sich still und heimlich aus den Kissen geschlichen, ohne ihn zu wecken.
Ein breites Grinsen überkam ihr Gesicht, als sie ihn so ruhig schlafend da liegen sah, sie wollte ihn ja überraschen...
Flugs sprang sie unter die Dusche und in ihre Jeans und den Pullover um zum Bäcker zu eilen. Brötchen und Crossaints wollte sie holen, während zu Hause schon der Kaffee durchlief.
Als sie alles fertig vorbereitet hatte, ging sie zurück ins Schlafzimmer und stellte zufrieden fest, daß er noch immer schlief. Sie stellte das Frühstückstablett neben das Bett auf den Boden und schlüpfte aus ihren Kleidern...
Dann krabbelte sie zurück ins Bett und kuschelte sich an ihn, küßte sie ihn ganz zärtlich wach.
Und als er die Augen aufschlug, waren seine ersten Worte: \"So geweckt zu werden, ist das Schönste auf der ganzen Welt!\"
Verwundert schaute sie ihn an, er sah doch das Frühstück noch gar nicht...
Freute er sich so sehr nur über diesen Guten-Morgen-Kuss?
Und so kam es, daß sie erschrocken, ja fast schon traurig darüber war, daß sie ihn mit so einem bißchen Gefühl schon glücklich machen konnte.
Was sollte sie bloß mit dem Rest ihrer Liebe machen?
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-20 13:59:46 mit dem Titel Der Brief
Eigentlich war es ein Tag wie jeder andere...
Sie war nach Hause gekommen, hatte ihre Jacke an die Garderobe gehängt und die Tasche in die Ecke gestellt, wo auch sie ihren wohlverdienten Feierabend haben sollte.
Dann hatte sie sich einen Kaffee gekocht und war mit dem Kaffee hinüber zur Couch gewandert um die Füße ein wenig hochzulegen.
Da sah sie den Brief auf dem Tisch.
Sie öffnete ihn und las, wie er ihr schrieb, daß er sie unendlich liebt und sie niemals mehr verlieren wolle.
Dann jedoch schaute sie auf das Datum, es war inzwischen eine halbe Ewigkeit her...
Sorgfältig faltete sie den Brief wieder zusammen und legte ihn zurück auf den Tisch,um am nächsten Tag einen Brief für sie vorfinden zu können, indem er schrieb, daß er sie unendlich liebt und sie niemals verlieren möchte....
Doch du hast ihn nicht einmal bemerkt.
Große Augen schauen dich fragend an: Magst du keine Sonnenstrahlen?
Er zaubert für dich einen Regenbogen hervor, wunderschön in tausend Farben schillernd, und hält ihn dir direkt vor die Nase.
Du siehst den Regenbogen, doch deine Augen bleiben leer – Magst du keine Farben?
Ein schüchternes Lächeln huscht über das Engelsgesichtchen, aufgeregt kramt es in seinem Hemdchen, findet, was es gesucht – lächelt – und legt dir einen leuchtenden Stern in die Hände.
Aufmunternd schaut er zu dir auf, doch du stehst da, mit dem Stern in der Hand, und weißt nichts damit anzufangen.
Das Engelchen lässt die Flügelchen hängen und schaut dich verwundert an.
Was hat dich so traurig gemacht? Klingt die klare melodische Stimme an dein Ohr.
Nun wirst du lebendig und erzählst dem Engel, dass es dir gut geht, dass du glücklich bist – dass du niemanden brauchst!
Der kleine Engel hängt dir den Regenbogen um die Schultern, steckt dir den Sonnenstrahl ins Haar, breitet seine Flügelchen aus und spricht:
Wenn das Schweigen dir zuhört und die Stille spricht,
dann wird die Nacht, in der du weinst dir sagen,
wie wärmend ein Sonnenstrahl ist,
und der Regenbogen wird durch deine Tränen schimmern
und der kleine Stern wird nur für dich leuchten...
dann werde ich dich wieder besuchen!
Er machte sich auf und davon,
doch die seidige Feder, die er verlor,
du hast sie aufgehoben und ihm nachgeblickt
- und in deinen Augen lag ein seltsamer Glanz...
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-24 21:00:52 mit dem Titel Selbstbeherrschung
Da war er wieder, sie spürte es als er den Raum betrat.
Und sie dachte an damals...
Sie fühlte sich damals gefangen von seinem Blick,
verzaubert von seinem Lächeln,
überwältigt von seinen Worten...
und erkannte zu spät,
daß er sie nur benutzt, belogen und hintergangen hatte.
Daß Vertrauen, daß sie ihm geschenkt hatte, hatte er schamlos mißbraucht.
Und sie dachte lange, sie würde ihn ewig hassen.
Doch heute wußte sie, daß sie sich geirrt hatte,
denn schließlich war sie es,
die sich durch seine Blicke blenden,
von seinem Lächeln betäuben
und von seinen Worten täuschen lassen hatte, ...
doch eine gewisse Wut war geblieben,
so lange war es schließlich noch nicht her!
Sie sah ihn durch die Tür des Bistros kommen,
unterhielt sich aber weiter mit ihrer Freundin.
Die Wut kochte langsam in ihr hoch...
Er hatte ihr das Vertrauen zu ihr selbst genommen,
hatte ein Loch in ihr Herz gerissen,
sie dort verletzt, wo man den Schmerz nicht lindern kann.
Sie lachte kurz über einen Witz ihrer Freundin, sah, wie er sie entdeckte und an den Tisch zu kommen schien.
War sie auch äußerlich ganz ruhig, so bebte es doch in ihr.
Dort, wo einst so viel Liebe für ihn war,
war nun nichts mehr, außer der Hoffnung,
daß er eines Tages an ihrer Stelle sein würde...
Gefangen von den Blicken einer anderen,
verzaubert von deren Lächeln,
überwältigt von den Worten der schönen Unbekannten.
Er hatte den Tisch erreicht und setzte sein strahlendes Gewinnerlächeln auf.
Alles wirbelte in ihrem Kopf umher:
WUT, ZORN, ÄRGER, HASS...
Sie wollte aufschreien, aufstampfen, weinen
und wie eine Wilde um sich schlagen!
Doch alles was sie sagte war: "Hallo!"
Wie unpassend und banal können Worte sein!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-29 12:38:40 mit dem Titel Kinderlachen
Sie war bereits mit dieser seltsamen Stimmung aufgewacht. Sie hörte die Kinder bereits im Zimmer spielen. Die beiden schienen sich nur zu verstehen, wenn keiner zusah. Bei diesem Gedanken musste sie schmunzeln.
Wahrscheinlich war Sascha wieder auf die Kommode neben dem Bettchen der kleinen Lotte geklettert um sie dann mit Hilfe von insgesamt vier kleinen Kinderhänden aus dem Gitterbett zu befördern. Alleine kam sie da noch nicht raus.
Lotte, eigentlich ja Jasmin, aber irgendwer hatte sie dann mal \"Lotte\" genannt und dabei war es geblieben. Ein kleiner Schatten legte sich über ihre noch leicht verschlafenen Augen. Erik hatte damals diesen Spitznamen verbreitet. Damals war noch alles okay, so schien es zumindest. Aber eigentlich war auch da schon einiges im argen gewesen - sie hatte es nur nicht sehen wollen. Und jetzt... das erste Ostern allein.
Für einen kurzen Moment schloß sie noch mal die Augen und atmete tief durch. Egal, es geht weiter.
Sie stand auf, schwang sich den Morgenmantel um und zog ein paar Söckchen aus der Schublade des Nachttischschränkchens, die ihre kalten Füße bisschen wärmen sollten. Dann ging sie hinüber ins Kinderzimmer. Sascha war so vertieft in sein Autospiel, mit dem Lottes Puppe durch die Gegend fuhr. Lotte klatschte freudig in die Hände.
\"Guten Morgen ihr zwei\", sagte sie sanft zu ihren Kindern. \"Mama aufstanden\", lachte ihr Lotte zu und hielt ihr die Flasche entgegen. \"Kaukau?\"
Der vierjährige Sascha dagegen lief direkt auf sie zu, umarmte ihre Beine und erklärte ihr ganz stolz: \"Bald ist Ostern! Wir müssen Eier bemalen!!!\"
\"Erst mal wird gefrühstückt!\" lachte Mama auf. \"Und dann malen wir die Eier an.\"
So wurde es dann auch gemacht. Nachdem Nutellabeschmierte Händchen und Mündchen wieder sauber waren, holte sie den vom Nachbarn (einem Bauernhof) einige Eier rüber. Die Sonne schien schon recht warm, und es hätte eigentlich ein schöner Tag sein können. Kurz schoss ihr der Gedanke durch den Kopf, wie der kleine Sascha gestern mit ihr die Eierfarben gekauft hatte. Ganz stolz hatte er bei der Rückkehr allen vorbeikommenden Nachbarn erzählt, wie er ganz allein bezahlt hatte. Alle hatten es schmunzelnd für \"ganz toll\" befunden. Einige hatten ihr mitfühlende Blicke zugeworfen - sie hasste das. Auch wenn sie wusste, dass es nur gut gemeint war. Es schmerzte sie mehr, als wenn sie drüber weggegangen wären. Aber in einem 200-Seelen-Dorf kannte jeder jeden... manchmal besser als man sich selbst.
Dann wurden Eier ausgeblasen und die Vase mit den Zweigen mitten in den Raum gestellt... als kleiner Ansporn. Und vier kleine Hände malten munter drauf los.
Und als ihre kleine Lotte am Ende die letzten Eier aufgehangen hatte, war sie zufrieden.
Lachend liefen die beiden Kleinen um den Strauß herum. Was konnte es schöneres geben, als endlich wieder lachende kleine Kinder um sich herum spielen zu haben.
Lachend, nicht weinend, weil sich die Eltern mal wieder stritten.
Nicht weinend, weil Mama weinte, weil sie es nicht mehr aushielt, dass man ihr Selbstbewusstsein zerstörte, indem man(n) ihr sagte, dass sie eh nichts könne und alles verkehrt machte.
Nicht weinend, weil die Schreierei aufhörte, wenn er ihr wieder einmal vorwarf, dass der Freundeskreis sich zurückzog, weil sie ihn schlecht mache, wo er doch der Beste und Tollste von allen war.
Nicht mehr weinend, weil sie Angst haben mussten, bei jedem zu lauten Piepser einen \"kleinen Klaps, der noch niemandem geschadet hatte\" zu bekommen.
Und sie lächelte still vor sich hin, als die beiden Kinder vor ihr auf dem Boden spielten, sich kitzelten und vor Spaß quikten. Vor wenigen Wochen hätte sie das vielleicht auch gestört, aufgrund der ständigen Spannung, die ständig herrschte.
Aber heute war sie sich sicher, dass sie das richtige getan hatte. Auch wenn sie nun manchmal des Nachts weinend in ihrem Bett lag, weil sie sich einsam fühlte und nicht genau wusste, wie es weitergehen sollte.
Ihre Kinder jedoch, waren ihr jede einzelne Träne wert und sie würde lieber noch hunderte von Tränen weinen, anstatt ihren Kindern Geschehene noch einmal anzutun.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-29 19:21:57 mit dem Titel Hundert mal
Sie kommen zu mir, sagen, daß du mich jetzt brauchst.
ICH soll zu dir kommen, weil DU jetzt jemanden brauchst,
der zu dir hält - verständnislos sehe ich sie an.
Tränen steigen mir in die Augen,
und irgendetwas in mir wehrt sich, dir zu helfen...
unsere gemeinsame Zeit ist vorbei...
denke ich, trotzdem gehe ich mit.
Ich sitze neben dir und halte deine Hand -
zu mehr bin ich nicht mehr bereit,
zu oft hast du mir weh getan...
Leise höre ich dein "Danke, daß du da bist"
ganz fern
Ich drehe den Kopf weg,
du brauchst nicht zu sehen,
daß ich die Tränen kaum zurückhalten kann.
In mir hetzt ein Gedanke den anderen,
kämpft ein Gefühl gegen ein anderes.
Du legst deinen Arm um mich,
und ich will mich ganz eng an dich schmiegen,
weil auch ich jemanden brauche...
will dich fühlen, dir ganz nah ein - aber ich kann nicht!
Wie durch eine geschlossene Türe höre ich deine Stimme, die mir sagt:
"Komm her"
Hilflos drehe ich mich zu dir um,
Tränen laufen über meine Wangen
und ich schaue dich an,
spüre deine Hand im Nacken,
spüre deine Lippen auf meinen,
doch fühle ich keine Liebe!!!
Ich löse mich von dir,
halte den Blick gesenkt.
"Ich habe dich hundert mal gebraucht, verstehst du?
100 mal!!!"
Ich schaue dich an,
und deine Augen sagen mir,
daß du nicht eines meiner Worte verstanden hast!
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-03-29 19:34:58 mit dem Titel Für Liebe gibt es keine Garantie
Manchmal habe ich Angst vor dem Tag, an dem du nicht mehr bei mir sein wirst.
Ich schaue dich an, und würde dir gerne sagen, was du mir bedeutest;
aber dann denke ich, es ist einfacher so wie es ist.
Keine Versprechungen, keine großen Worte – sag mir nur einmal, dass du mich liebst!
Sag mir nur einmal, was ich für dich bin, was du so denkst...
SCHWEIG!!!
Ich will es vielleicht gar nicht wissen.
Zu sehr könnte es mich verletzen,
zu sehr weh tun, irgendwann, wenn du Erinnerung bist.
Zu oft schon musste ich leiden, stand da und habe mich gefragt, wozu?
Es gab andere in meinem Leben,
Männer, die mir sagten, was ich für sie bin; Männer, die Versprechungen machten,...
- und niemand, der sie hielt; niemand, der mich leiden sah,
denn sterben muss man meistens allein...
Die Zeit mit dir, jede Stunde an deiner Seite ist schön.
Manchmal denke ich, du nimmst mich so, wie ich bin, akzeptierst meine Schwächen und Fehler.
Sicher werde ich bald aufwachen und erkennen, dass alles eine Illusion war.
Ich liebe Dich, und das macht es nicht gerade leichter.
Irgendwann, wenn ich die Ungewissheit nicht mehr ertragen kann, werde ich mich ganz still und leise wieder aus deinem Leben entfernen.
Ich würde dir niemals absichtlich weh tun...
Ganz leise werde ich meine Koffer packen und fortgehen, nur diesmal ganz weg,
weg von dir,
weg von Freunden, die eh keine sind,
Fern von hier noch einmal anfangen, ein anderes Leben leben.
Allein, ohne Ängste und Zweifel.
Aber bis dahin will ich in deinen Armen noch Liebe und Zärtlichkeit auftanken.
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-05-21 10:05:54 mit dem Titel Gotteslästerliche Gerüchte
Ein Mädchen mit 15.
Das ganze Leben noch vor sich,
nahm Tabletten,
gelangweilt vom Leben,
geängstigt von ihren Problemen...
Sie hatte keinen Erfolg - Gottseidank!
Während sie den Brief ihrer Tochter
zum X-ten Mal liest,
versucht sie die Tränen zurückzuhalten
- eine Mutter -
16 Kerzen brennen in ihrer Mutterphantasie
und sie sucht die Schuld bei sich.
Sie fällt auf die Knie und betet:
"Ich will keine gotteslästerlichen Gerüchte in die Welt setzen.
Aber ich denke, Gott hat einen kranken Sinn für Humor
und wenn ich sterbe, bin ich sicher, daß er lacht!"
Das Mädchen mit 17.
Verliebte sich in alles,
fand ein neues Leben,
mit ihren Freunden,
einen ersten ernsten Freund,
eine Lehrstelle für ihren Traumjob...
Sie wurde in einen Autounfall verwickelt,
endete an der Herz-Lungen-Maschine.
Ein Frühsommertag.
Als sie starb, sangen die Vögel und die Sonne schien.
Dann kam der Regen.
Und am Grab
stand ihre Mutter
und versuchte verzweifelt,
die Tränen zurückzuhalten ...
******************************************
für Sonja +1993
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-05-27 22:49:13 mit dem Titel Seltener Besuch
Es war wieder einmal einer dieser Tage an denen alles schief zu laufen schien.
Es fing schon am morgen an: Sie war viel zu spät aufgestanden, hatte den Kaffee über ihre neue Bluse gekippt, dann auch noch die schöne Bodenvase umgestoßen, die selbstverständlich jetzt kaputt war.
Dann war sie auf dem Weg zur Arbeit in einen Stau geraten, zu spät gekommen und auch noch ihrem Chef in die Arme gelaufen, sonst wär es vielleicht gar nicht aufgefallen.
Dann hatte auch noch die Kollegin ihre Daten versehentlich gelöscht, die sie zwei Stunden später in der Besprechung brauchte... und als ob das noch nicht gereicht hätte, war ihr auf dem Nachhauseweg der Wagen stehen geblieben.
Endlich daheim angekommen hatte sie sich erst mal mit einem frischen Kaffee auf die Couch gesetzt und die Füße hoch gelegt um wenigstens ein wenig zu entspannen...
Da klingelte es an der Tür, dann pochte es ganz sacht.
Derjenige mußte also im Hausflur sein. Reichlich entnervt öffnete sie die Tür.
Es stand da und schaute sie mit großen Augen an. "Hallo!"
"Was wollen Sie hier?" fragte sie entnervt den Unbekannten.
"Ich wollte zu Dir!"
"Zu mir? Entschuldigung, aber ich kenne Sie nicht! Und Sie können mir glauben, daß Sie sehr ungelegen kommen! Bitte kommen sie ein anderes mal wieder!" sagte sie und wollte die Türe schon wieder schließen.
"Aber ich hab was für dich!" wurde ihr widersprochen. "Etwas sehr wichtiges! Jeder braucht es!" und ein bezauberndes Lächeln huschte über das Gesicht des Fremden.
"Aha, sie sind also Vertreter!" entgegnete sie etwas genervt. "Sie haben bestimmt schöne Produkte, aber ich kann im Moment nichts brauchen... und entschuldigen Sie bitte, auch Sie kann ich im Moment nicht brauchen!"
Enttäuschung machte sich in dem fremden Gesicht breit. "Doch Du brauchst mich, gerade jetzt!"
"Das geht mir aber jetzt entschieden zu weit!" platzte es aus ihr heraus. "Sie tauchen hier einfach so auf, klingeln und behaupten ICH würde SIE brauchen? Wie kommen Sie bitte zu solch unverschämten Aussagen!? Verschwinden Sie und lassen Sie mich in Ruhe!"
Mit großen Augen sah der Fremde sie an, doch dann nickte er und drehte sich langsam Richtung Treppe.
"Bist du sicher, daß Du mich nicht brauchst?"
"Ja, ganz sicher, wer sind sie überhaupt, daß sie glauben, so mit mir reden zu können?"
Dann ging er und sah noch ein letztes mal zu ihr zurück und sagte dann traurig:
"Ich bin das Glück!"
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-19 09:58:58 mit dem Titel Wohin damit?
Bei den ersten Sonnenstrahlen war sie wach geworden und hatte sich still und heimlich aus den Kissen geschlichen, ohne ihn zu wecken.
Ein breites Grinsen überkam ihr Gesicht, als sie ihn so ruhig schlafend da liegen sah, sie wollte ihn ja überraschen...
Flugs sprang sie unter die Dusche und in ihre Jeans und den Pullover um zum Bäcker zu eilen. Brötchen und Crossaints wollte sie holen, während zu Hause schon der Kaffee durchlief.
Als sie alles fertig vorbereitet hatte, ging sie zurück ins Schlafzimmer und stellte zufrieden fest, daß er noch immer schlief. Sie stellte das Frühstückstablett neben das Bett auf den Boden und schlüpfte aus ihren Kleidern...
Dann krabbelte sie zurück ins Bett und kuschelte sich an ihn, küßte sie ihn ganz zärtlich wach.
Und als er die Augen aufschlug, waren seine ersten Worte: \"So geweckt zu werden, ist das Schönste auf der ganzen Welt!\"
Verwundert schaute sie ihn an, er sah doch das Frühstück noch gar nicht...
Freute er sich so sehr nur über diesen Guten-Morgen-Kuss?
Und so kam es, daß sie erschrocken, ja fast schon traurig darüber war, daß sie ihn mit so einem bißchen Gefühl schon glücklich machen konnte.
Was sollte sie bloß mit dem Rest ihrer Liebe machen?
----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-20 13:59:46 mit dem Titel Der Brief
Eigentlich war es ein Tag wie jeder andere...
Sie war nach Hause gekommen, hatte ihre Jacke an die Garderobe gehängt und die Tasche in die Ecke gestellt, wo auch sie ihren wohlverdienten Feierabend haben sollte.
Dann hatte sie sich einen Kaffee gekocht und war mit dem Kaffee hinüber zur Couch gewandert um die Füße ein wenig hochzulegen.
Da sah sie den Brief auf dem Tisch.
Sie öffnete ihn und las, wie er ihr schrieb, daß er sie unendlich liebt und sie niemals mehr verlieren wolle.
Dann jedoch schaute sie auf das Datum, es war inzwischen eine halbe Ewigkeit her...
Sorgfältig faltete sie den Brief wieder zusammen und legte ihn zurück auf den Tisch,um am nächsten Tag einen Brief für sie vorfinden zu können, indem er schrieb, daß er sie unendlich liebt und sie niemals verlieren möchte....
18 Bewertungen, 2 Kommentare
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19.08.2006, 12:23 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreich*** sh & lg***
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01.04.2006, 00:22 Uhr von schnekuesschen
Bewertung: sehr hilfreichKlasse Bericht...LG Sandy
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