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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von Jaleira
Wie ich in die Essstörung verfiel
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Hallo ihr Lieben,
alles begann vor anderthalb Jahren. Ich wog bei 1,70m 69kg und fühlte mich furchtbar. Durch die Pille hatte ich einige Kilos zugenommen. Die haben mich nie weiter gestört. In meiner damaligen Beziehung war ich sehr unglücklich. Mein Ex gab mir immer wieder das Gefühl ich sei unfähig und dumm. Er behandelte mich mies. Mehr will ich zu diesem leidigen Thema nicht sagen... Ich kompensierte alle negativen Gefühle mit Essen. Das das auch eine Art der Essstörung war, will ich nicht bestreiten.
Ich fühlte mich furchtbar. Ich war (meiner Meinung nach) viel zu fett. Ein guter Freund von mir sagte mir eines Tages: \"Sag mal, noch mehr zunehmen solltest du aber nicht!\" Der wohl ausschlaggebende Satz. Doch vorerst dachte ich nicht ans Abnehmen. Bis sich die Kommentare von \"Freunden\" häuften. Einige Beispiele: Ein Öltanker verunglückte damals und er hieß Jessica (so wie ich!). Ein Kumpel fand es fortan sehr witzig mich \"Öltanker\" zu nennen. Es war wahrscheinlich wirklich nur ein Witz, doch mir tat das unwahrscheinlich weh. Abends in einer Kneipe knuffte mich ein Freund aus Spaß in die Seite und begann laut zu lachen. Ich war der Überzeugung er tat das, weil ich dort eine Fettrolle habe und er sie in die Finger bekam. Viele sagen mir, ich habe süße Hundeaugen. Ein anderer Freund fand es also klasse mich \"Dackel\" zu nennen. \"Fetter Dackel\".
Ich entschloss mich also eine Waage zu kaufen. Sowas besaß ich vorher nicht in meiner Wohnung. Ich war mit einem Kumpel beim Wal-Mart und meinte ich wolle mir Waagen anschauen. Er scherzte darauf: \"LKW-Waagen haben die hier nicht!\" Na großartig, genau der falsche Kommentar zur falschen Zeit.
Meine beste Freundin ist sehr dünn, hat eine superschlanke Taille und einen tollen flachen Bauch... Jeden lieben Tag, den wir zusammen an der Uni verbrachten schaute ich sie neidvoll an.
In den folgenden Semesterferien machte ich die Almased-Turbodiät. Nahm 5kg ab und das sah man! Ich fühlte mich toll! War stolz auf mich.
Doch nach der Diät konnte ich nicht mehr \"normal\" essen. Ich ernährte mich von Knäckebrot und Suppe, aus Angst wieder zuzunehmen.
Seidher ist es so, daß ich bei allem was ich esse nur noch daran denke, wie viele Kalorien es wohl haben mag. Ich kann nichts essen, nur weil es mir schmeckt. Geniessen kann ich nichts. Leckeres Tiramisu zum Nachtisch? Ja, aber immer mit dem Hintergedanken \"woah, das hat so viele Kalorien was du da gerade isst\"
Ich habe seid ich den Entschluß gefasst habe abzunehmen auch angefangen zu rauchen. Wenn ich Heißhungerattacken habe, dann rauche ich. Nicht viel, kein Kettenrauchen...
Ich wiege mittlerweile 59kg - und ich will weiter abnehmen! Meine Beine sind schön schlank und mein Hintern gefällt mir. Aber mein Bauch stört mich wahnsinnig! Noch immer ist da eine ordentliche Fettrolle... Ich mache jeden Tag Gymnastik - SitUps, Crunches, Übungen für den Hintern und die Beine... das volle Programm. Bauchmuskeln sind da, aber durch Fett versteckt. Ich mache Heiß-Kalt-Duschen, benutze hautstraffende Bodylotion und Gels, Massagen... Alles.
Es ist so unfair! Da habe ich 10kg abgenommen - an allen möglichen Stellen - aber da, wo ich es am nötigsten empfand kaum. Okay, ihr mögt sagen \"jede Frau hat eine Problemzone und bei ist es eben der Bauch\". Das weiß ich. Aber ich will mich damit nicht abfinden!
Ich werde solange weiter abnehmen, bis der Bauch so ausschaut wie ich ihn will - flach!
Wenn ich nackt vor dem Spiegel stehe, dann fühle ich mich fett. Bei allem was ich esse, habe ich Angst vor dem zunehmen.
Es gibt Tage an denen esse ich fast nichts - höchtens Gummibärchen und dazu literweise Wasser und Tee.. Doch es gibt auch Tage, an denen esse ich eine Menge - schlage mir den Bauch voll (früher hätte ich das als \"normales\" Essen bezeichnet) Doch selbst wenn ich einmal viel esse, fühle ich mich danach grauenhaft. Dieses Völlegefühl im Bauch ist schrecklich! Am liebsten würde ich mich dann übergeben. Aber das kann ich nicht - vielleicht zum Glück. Ich habe mir desöfteren versucht den Finger in den Hals zu stecken - es klappt nicht. Wahrscheinlich ist das mein Glück, denn so werde ich nicht in die Bulimie verfallen.
Hunger empfinde ich an manchen Tagen als ein großartiges Gefühl. Ich fühle mich stark, wenn ich richtig Hunger habe und nichts esse. Denn ich schaffe es nichts zu essen!
Meine Freunde finden meine Figur toll. Sagen, ich sähe super aus. Blöde Kommentare gibt es nicht mehr! Höchstens in der Mensa, wenn mal jemand sagt \"Du isst aber wenig.\" Das finde ich toll! Meine Oma findet mich mager. Mein jetziger Freund liebt mich wie ich bin - findet es albern, daß ich noch mehr abnehmen will. Meine Mama ist stolz auf mich und findet ich sehe gut aus. Meine Freundin (selber auch essgestört) mahnt mich immer wieder, ich solle bloß nicht magersüchtig werden - dabei ist sie selbst auch sehr wenig und achtet streng auf jedes Gramm an ihr...
Andere Mädels in meinem Freundeskreis haben mich darauf angesprochen, das ich so dünn geworden wäre und fragen neidvoll \"wie?\".
Ich weiß nicht, was ich machen soll. Einerseits nervt es mich, daß ich ständig auf Fett und Kalorien achte und nicht einfach nur mein Essen \"geniessen\" kann. Andererseits bin ich der Überzeugung, daß wenn ich dies nicht machen würde, ich wieder fett würde...
Was kann ich auch gegen diese Gedanken tun, die ständig ums Essen kreisen? Sie sind da. Immer.
alles begann vor anderthalb Jahren. Ich wog bei 1,70m 69kg und fühlte mich furchtbar. Durch die Pille hatte ich einige Kilos zugenommen. Die haben mich nie weiter gestört. In meiner damaligen Beziehung war ich sehr unglücklich. Mein Ex gab mir immer wieder das Gefühl ich sei unfähig und dumm. Er behandelte mich mies. Mehr will ich zu diesem leidigen Thema nicht sagen... Ich kompensierte alle negativen Gefühle mit Essen. Das das auch eine Art der Essstörung war, will ich nicht bestreiten.
Ich fühlte mich furchtbar. Ich war (meiner Meinung nach) viel zu fett. Ein guter Freund von mir sagte mir eines Tages: \"Sag mal, noch mehr zunehmen solltest du aber nicht!\" Der wohl ausschlaggebende Satz. Doch vorerst dachte ich nicht ans Abnehmen. Bis sich die Kommentare von \"Freunden\" häuften. Einige Beispiele: Ein Öltanker verunglückte damals und er hieß Jessica (so wie ich!). Ein Kumpel fand es fortan sehr witzig mich \"Öltanker\" zu nennen. Es war wahrscheinlich wirklich nur ein Witz, doch mir tat das unwahrscheinlich weh. Abends in einer Kneipe knuffte mich ein Freund aus Spaß in die Seite und begann laut zu lachen. Ich war der Überzeugung er tat das, weil ich dort eine Fettrolle habe und er sie in die Finger bekam. Viele sagen mir, ich habe süße Hundeaugen. Ein anderer Freund fand es also klasse mich \"Dackel\" zu nennen. \"Fetter Dackel\".
Ich entschloss mich also eine Waage zu kaufen. Sowas besaß ich vorher nicht in meiner Wohnung. Ich war mit einem Kumpel beim Wal-Mart und meinte ich wolle mir Waagen anschauen. Er scherzte darauf: \"LKW-Waagen haben die hier nicht!\" Na großartig, genau der falsche Kommentar zur falschen Zeit.
Meine beste Freundin ist sehr dünn, hat eine superschlanke Taille und einen tollen flachen Bauch... Jeden lieben Tag, den wir zusammen an der Uni verbrachten schaute ich sie neidvoll an.
In den folgenden Semesterferien machte ich die Almased-Turbodiät. Nahm 5kg ab und das sah man! Ich fühlte mich toll! War stolz auf mich.
Doch nach der Diät konnte ich nicht mehr \"normal\" essen. Ich ernährte mich von Knäckebrot und Suppe, aus Angst wieder zuzunehmen.
Seidher ist es so, daß ich bei allem was ich esse nur noch daran denke, wie viele Kalorien es wohl haben mag. Ich kann nichts essen, nur weil es mir schmeckt. Geniessen kann ich nichts. Leckeres Tiramisu zum Nachtisch? Ja, aber immer mit dem Hintergedanken \"woah, das hat so viele Kalorien was du da gerade isst\"
Ich habe seid ich den Entschluß gefasst habe abzunehmen auch angefangen zu rauchen. Wenn ich Heißhungerattacken habe, dann rauche ich. Nicht viel, kein Kettenrauchen...
Ich wiege mittlerweile 59kg - und ich will weiter abnehmen! Meine Beine sind schön schlank und mein Hintern gefällt mir. Aber mein Bauch stört mich wahnsinnig! Noch immer ist da eine ordentliche Fettrolle... Ich mache jeden Tag Gymnastik - SitUps, Crunches, Übungen für den Hintern und die Beine... das volle Programm. Bauchmuskeln sind da, aber durch Fett versteckt. Ich mache Heiß-Kalt-Duschen, benutze hautstraffende Bodylotion und Gels, Massagen... Alles.
Es ist so unfair! Da habe ich 10kg abgenommen - an allen möglichen Stellen - aber da, wo ich es am nötigsten empfand kaum. Okay, ihr mögt sagen \"jede Frau hat eine Problemzone und bei ist es eben der Bauch\". Das weiß ich. Aber ich will mich damit nicht abfinden!
Ich werde solange weiter abnehmen, bis der Bauch so ausschaut wie ich ihn will - flach!
Wenn ich nackt vor dem Spiegel stehe, dann fühle ich mich fett. Bei allem was ich esse, habe ich Angst vor dem zunehmen.
Es gibt Tage an denen esse ich fast nichts - höchtens Gummibärchen und dazu literweise Wasser und Tee.. Doch es gibt auch Tage, an denen esse ich eine Menge - schlage mir den Bauch voll (früher hätte ich das als \"normales\" Essen bezeichnet) Doch selbst wenn ich einmal viel esse, fühle ich mich danach grauenhaft. Dieses Völlegefühl im Bauch ist schrecklich! Am liebsten würde ich mich dann übergeben. Aber das kann ich nicht - vielleicht zum Glück. Ich habe mir desöfteren versucht den Finger in den Hals zu stecken - es klappt nicht. Wahrscheinlich ist das mein Glück, denn so werde ich nicht in die Bulimie verfallen.
Hunger empfinde ich an manchen Tagen als ein großartiges Gefühl. Ich fühle mich stark, wenn ich richtig Hunger habe und nichts esse. Denn ich schaffe es nichts zu essen!
Meine Freunde finden meine Figur toll. Sagen, ich sähe super aus. Blöde Kommentare gibt es nicht mehr! Höchstens in der Mensa, wenn mal jemand sagt \"Du isst aber wenig.\" Das finde ich toll! Meine Oma findet mich mager. Mein jetziger Freund liebt mich wie ich bin - findet es albern, daß ich noch mehr abnehmen will. Meine Mama ist stolz auf mich und findet ich sehe gut aus. Meine Freundin (selber auch essgestört) mahnt mich immer wieder, ich solle bloß nicht magersüchtig werden - dabei ist sie selbst auch sehr wenig und achtet streng auf jedes Gramm an ihr...
Andere Mädels in meinem Freundeskreis haben mich darauf angesprochen, das ich so dünn geworden wäre und fragen neidvoll \"wie?\".
Ich weiß nicht, was ich machen soll. Einerseits nervt es mich, daß ich ständig auf Fett und Kalorien achte und nicht einfach nur mein Essen \"geniessen\" kann. Andererseits bin ich der Überzeugung, daß wenn ich dies nicht machen würde, ich wieder fett würde...
Was kann ich auch gegen diese Gedanken tun, die ständig ums Essen kreisen? Sie sind da. Immer.
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