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Erfahrungsbericht von schraddel

Drei Dinge, die man bei der TELEKOM nie tun sollte

Pro:

Man kennt sie, man hasst sie, aber man kommt nicht um sie herum: Die Deutsche Telekom

Kontra:

Eigentlich so ziemlich alles...

Empfehlung:

Ja

Drei Dinge, die man bei der TELEKOM nie tun sollte


1.
T-Net: Rückruf bei besetzt

ISDN-Benutzer kennen diese Funktion; für alle anderen sei sie kurz erklärt: "Rückruf bei besetzt" bedeutet, dass man per Knopfdruck eine automatische Anrufwiederholung veranlassen kann, falls am anderen Ende der Leitung ein Besetztzeichen ertönt. So weit, so praktisch.

Dummerweise hat das schon bei ISDN recht wenig genutzt, da man gerade bei großen Firmen und Behörden (wo diese Funktion sehr nützlich wäre) meist auf einer Telefonanlage mit hunderten von Durchwahlen "aufschlägt", und gerade der Mitarbeiter, den man unbedingt erreichen möchte, die Rückruf-Funktion an seinem Telefon gesperrt hat. (Der ist Root, der darf das.)

War die Funktion also bereits bei ISDN relativ sinnlos, so setzt die T-Com jetzt noch das i-Tüpfelchen auf den "Service": Neuerdings erhält man auch bei Analog-Leitungen nach drei Besetztzeichen eine Ansage, die des Langen und Breiten die Funktionsweise von "Rückruf bei besetzt" erklärt, und man möge dann bitte "Ja" sagen, wenn man den Service nutzen möchte. Nur "Ja"; die Option "Nein danke, kann ich drauf verzichten" gibt es gar nicht erst. Und da die T-Com für ihr seriöses Geschäftsgebaren (Vorsicht, Ironie!) bekannt ist, steht zu befürchten, dass der Sprachcomputer am anderen Ende bereits ein leises Räuspern oder ein verständnisloses "Hä?" als "Ja" interpretiert.

Vielen Dank für Ihren Anruf.

Harald Schmidt und die ARD-Showband spielen dazu: "Don't call us, we call you".


2.
11833: Wir sind die Auskunft

Da möchte Mensch also die Abrechnungsstelle der Telekom in Irgendwo erreichen, um ein Rechnungsproblem zu klären, aber bei der Abrechnungsstelle ist dauerbesetzt (siehe auch: "Rückruf bei besetzt"). Mensch versucht es also bei der Privatkunden-Hotline; die wäre theoretisch sogar kostenlos, jedoch ertönt da eine freundliche Computerstimme, die einem mitteilt, dass zurzeit leider alle Abfrageplätze belegt sind.

Was also tun?

Nun ja, 11833, die sind die Auskunft, und die werden einen ja wohl mit der eigenen Rechnungsstelle verbinden können. Nachdem Mensch also der netten Auskunftsmitarbeiterin sein Anliegen etwa zwei Minuten lang erklärt hat, stellt sie einen doch tatsächlich durch: Auf die gar nicht mehr so kostenlose Hotline, bei der nach wie vor alle Abfrageplätze...

Empfehlenswerter Film dazu: "Groundhog Day" ("Und täglich grüßt das Murmeltier")


3.
Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben:
Wo ist nur mein Fax geblieben?

In seinem grandiosen Buch "Per Anhalter durch die Galaxis" beschreibt Douglas Adams den Kugelschreiber-Planeten: Das ist der Planet, auf den alle die Kugelschreiber verschwinden, die im Lauf eines Menschenlebens aus unerklärlichen Gründen nicht mehr auffindbar sind. Ebenso gibt es einen Planeten der Feuerzeuge, und im T-Com-Universum offensichtlich auch einen Planeten der Faxe.

Es hat sich nämlich als relativ sinnlos erwiesen, an irgendeine Stelle der T-Com ein Fax zu senden, um einen Anschluss zu kündigen. (Sinnloser sind nur noch Telefonate und Emails.) Entweder ist das Faxgerät dort direkt mit dem Schredder gekoppelt, oder, wie ein Linux-bewanderter Freund von mir es auszudrücken beliebte, es läuft eine Routine nach dem Motto

if Fax.Betreff=="Kündigung" sendto /dev/nul

Aufträge für Neuanschlüsse kommen nämlich seltsamerweise an...

Als Lektüre empfehlen wir Stephen Hawking, "Eine kurze Geschichte der Zeit", insbesondere das Kapitel über Schwarze Löcher

21 Bewertungen, 6 Kommentare

  • Gemeinwesen

    29.09.2006, 11:24 Uhr von Gemeinwesen
    Bewertung: sehr hilfreich

    Die T-Com-Welt ist so eine Art Parallelwelt. Und gleich um die Ecke davon liegt, glaube ich, die GEZ-Welt. Beste Grüße vom Gemeinwesen.

  • morla

    27.09.2006, 21:57 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • erdi13

    27.09.2006, 21:55 Uhr von erdi13
    Bewertung: sehr hilfreich

    und noch ein toller bericht von dir. gruß

  • bigmama

    27.09.2006, 21:50 Uhr von bigmama
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Anett

  • waltraud.d

    02.12.2005, 13:56 Uhr von waltraud.d
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreich

  • NancyNoack

    02.12.2005, 13:29 Uhr von NancyNoack
    Bewertung: sehr hilfreich

    Klasse Bericht