Opel Astra Testbericht

Opel-astra
Abbildung beispielhaft
ab 43,12
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Summe aller Bewertungen
  • Fahreigenschaften:  sehr gut
  • Fahrkomfort:  sehr gut
  • Platzangebot:  großzügig
  • Zuverlässigkeit:  sehr gut

Erfahrungsbericht von schalkman

Jetzt fahr ich auch den \"König der Kompakten\"

5
  • Fahreigenschaften:  sehr gut
  • Fahrkomfort:  sehr gut
  • Platzangebot:  durchschnittlich
  • Zuverlässigkeit:  sehr gut
  • Besitzen Sie das Produkt?:  ja
  • Dauer des Besitzes & der Nutzung:  seit 1 Jahr

Pro:

tolles Fahrwerk mit guter Straßenlage ; reichhaltige Ausstattung ab Serie ; gute Verarbeitung ; vernünftiger Preis ; 1,6 - Liter - Motor guter Kompromiss zwischen Wirtschaftlichkeit und Spaß

Kontra:

automatisches Abblendlich in der Elegance - Ausstattung hat zwei kleine Macken ; sonst nichts

Empfehlung:

Ja

Anfang des Jahres war es soweit – Unser Omega B Stufenheck mit 2,0-Liter-Motor wurde acht Jahre alt und der TÜV stand an. Um den womöglich anfallenden teuren Reparaturen aus dem Weg zu gehen, haben wir uns entschlossen ein neues Auto zu kaufen. Das Anforderungsprofil war einfach: Ein kleineres, sparsameres Auto als der Omega, dennoch sollte ein gewisser Luxus nicht fehlen – unsere Wahl fiel schließlich auf den Opel Astra in der Ausstattungsvariante „Elegance” mit etwas Sonderausstattung und einem 1,6-Liter-Motor Ecotec Twinport.

1. Technische Daten
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Ich denke an dieser Stelle kann ich auf Spirenzchen wie Länge, Radstand und irgendwelche aerodynamischen Werte verzichten. Ich beschränke mich aufs Wesentlichste und Wichtigste. Der Astra mit einem 1,6-Liter Motor hat laut Hersteller folgende Daten (in Klammern einige Ergänzungen aus eigenen Erfahrungen mit dem Auto):

Zylinder: 4
Ventile: 16
Hubraum (ccm): 1598
Leistung (kW/PS): 77 / 105

Kraftstoffart: Super Bleifrei
Kraftstoffmenge: 52 Liter
Verbrauch/100km: 6,7 Liter (Tatsächl.: 7,8 Liter)
CO2-Emission: 156 – 163 g/km

Von 0 auf 100: 12,3 Sekunden
Höchstgeschw.: 185 km/h

Gewicht: 1230 kg
Kofferraumvol.: 380 Liter (locker vier Wasserkästen)
Höchstladevol.: 1300 Liter

2. Design
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Kommen wir nun zum Offensichtlichsten, was der Astra zu bieten hat – dem Design. Durch das gesamte Design, Innen wie Außen, zieht sich eine Mittelfalz. Sie fängt über der Chromleiste des Kühlergrills an, findet sich am Armaturenbrett des Cockpits wieder und endet schließlich am Heck. Diese auffällige Mittelfalz ist das Designelement, das den Astra so sehr ausmacht – auffällig, aber nicht störend, einfach nur schick.

Am Kühlergrill und am Heck ist jeweils eine Chromleiste, diese ist für die neuen Opel-Design obligatorisch, ebenso wie die Karglasscheinwerfer, die die Sicht auf die drei Lampen im Inneren freigeben. Der neue Astra wirkt auch durch seine Opel-Untypisch weit nach hinten gezogene C-Säule recht golfartig. Dieser designerische Handgriff ermöglicht allerdings im Gegensatz zum Vorgägner auch ein erleichtertes Einsteigen auf den „billigen Plätzen” und eine erhöhte Zuladung bis unters Dach.

Der Astra ist sozusagen der Vorreiter der wiedergefundenen Opel-Idendität. Außen mit markanten Designelementen, die sich auch in den neuen Fahrzeugen wiederfinden (werden) – der Tigra Twintop setzt ebenfalls auf Mittelfalz und Chromlook, genauso wie die angekündigten Modelle Zafira, Vectra und Corsa.

Im Inneren sieht es nicht anders aus: Neben der fortgesetzten Mittelfalz aus dem Außendesign, ist auch die Einfassung der kreisrunden Instrumentenanzeigen wie Drehzahlmesser, Tacho und Tankanzeige mit Chrom eingefasst. Kilometerzähler und Tageskilometerzähler sind in cooler Digitaloptik umgesetzt. Mehr Infos braucht der Fahrer den Anzeigen nicht zu entnehmen, denn dank des Info-Displays, das von der V-Förmigen Mittelfalz eingefasst wird, kommen Infos über Uhrzeit, Temperatur und Datum sowie über Glättegefahr, Motorüberhitzung usw direkt auf den Bildschirm. Auch die „Knöpfchen” sind im neuen Astra nicht mehr enthalten, die Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung schließt von Außen sicher ab und ein Knopf in der Mittelkonsole schließt das Auto von innen.

Die Bedienelemente im Innenraum sind hauptsächlich Drehregler, die sich sehr angenehm bedienen lassen (nicht zu hart und nicht zu weich eingestellt). Statt einem dutzend Knöpfchen stehen einem für die Klimaautomatik, die auch komplett über den Bildschirm gesteuert wird, drei Drehregler zur Verfügung, die einem das Leben nach kurzer Gewöhndauer merklich einfach machen.

3. Ausstattung & Verarbeitung
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Selbst die Grundversion des Astra (ab 15.200 Euro) hat beim Einstiegspreis etliche Ausstattungsdetails, die einem das Leben leichter machen, hier kurz das Wichtigste aufgezählt:

- Sechs Airbags, SAFETEC-Sicherheitssystem
- Tempomat (elektr. Geschwindigkeitsregler)
- elektr. Fensterheber vorn und elektr. Außenspiegel
- Triple-Info-Display
- verchromte Türgriffe

Die „Elegance”-Version ab 17.500 Euro hat zusätzlich (natürlich nur das Wichtigste angegeben):

- Regensensor für Windschutzscheibe
- automatisches Abblendlicht
- Klimaanlage
- Radio CD30
- Leichtmetallräder

Unser Astra hat weiterhin, dieser kommt auf knapp 21.000 Euro:

- Parkpilot
- Klimaautomatik
- Bordcomputer
- MP3-Radio mit Fernbedienung am Lenkrad

Die Verarbeitung des Astras ist durchaus ordentlich. Die Armaturen sind alle mit einem guten Muster versehen, so dass der Astra alles andere als billig aussieht, die Dekorleisten „Brasilia” lassen den Innenraum regelrecht edel erscheinen. Die Konsole ist aufgeräumt und übersichtlich, dennoch sehr funktional. Mit nur wenigen Knöpfen und Reglern lässt sich alles im und am Auto ver- und einstellen. Nichts erscheint billig oder schlecht gemacht am Astra.

Kommen wir zu den Funktionen, was macht Sinn und was nicht? Der Tempomat ist eine nette Spielerei und ist besonders auf längeren Fahrten ein echter Gewinn für den Astra. Das Triple-Info-Display liefert alles wichtige kurz und knapp, sieht dabei noch gut aus.

Der Regensensor für die Windschutzscheibe funktioniert 100 %ig, einmal den entsprechenden Hebel kurz antippen und es wird automatisch gewischt (Häufig- und Schnelligkeit hängt von der Regenmenge ab), leider gibt\'s das System nur für die Frontscheibe, den Heckscheibenwischer muss man noch selbst betätigen.

Die Klimaanlage funktioniert sehr gut, lässt sich im Winter leicht auf „Eco” stellen, heizt dabei aber immer noch angenehm ein. Im Sommer wird es schnell angenehm kühl im Wageninneren. Der Parkpilot ist sicherlich sehr sinnvoll. Legt man den Rückwärtsgang ein, so fängt er an zu piepen, sobald man zu nah an ein Objekt kommt, man kann ihn aber durch einen einfachen Knopfdruck auch wieder ausschalten.

Der Bordcomputer ist mit zwei separaten Messeinheiten ausgestattet, so kann man eine Einheit wie den Tageskilometerzähler benutzen, die andere dauerhaft mitrechnen lassen – interessant dabei ist selbstverständlich der Verbrauch bei längeren Fahrten im Vergleich zum Durchschnittsverbrauch.

Das automatische Abblendlicht ist meiner Meinung etwas, das man nicht braucht, das aber sehr angenehm ist. Wer kennt es nicht? In der Nacht aus Versehen ohne Licht oder nur mit Standlicht losgefahren und sich dann gewundert warum es so dunkel auf der Straße ist. Mit dem automatischen Abblendlicht ist Schluss damit, denn ab einer gewissen Lichtstärke schaltet der Astra das Licht ganz von alleine an, besonders praktisch auch bei Tunneln und Parkhäusern, fährt man wieder aus Tunnel oder Parkhaus heraus oder wird es einfach nur heller draußen, schaltet sich das Licht auch wieder automatisch ab. Die einzigen Probleme bei dem Licht sind Fahrten bei viel Schnee, denn durch den weißen Schnee wird selbst bei eingebrochener Dämmerung die Schwelle für das automatische Einschalten des Lichts nicht erreicht, und natürlich ist das Einfahren in die Garage immer mit dem Einschalten des Lichts verbunden, das zwar gleich ausgeht, wenn man mal in der Garage drin steht, aber trotzdem ärgerlich...

4. Fahrgefühl
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Ich kann nur eins sagen: Das Fahrgefühl ist GRANDIOS! Opel hat sich mit der Konstruktion eines solchen Fahrwerks selbst übertroffen. Ich bin ja durch meinen Zivildienst im Fahrdienst viele Marken und Modelle neueren und älteren Baujahres gefahren, aber ein Auto mit einer solch sicheren Straßenlage habe ich noch nie gefahren! ABS, ESP Plus und Kurvenbremsassistent machen das Fahrzeug gefügig, das um 15 Millimeter tiefergelegte Sportfahrwerk der Elegance-Version macht einfach nur Spaß.

Lediglich den Motor halte ich für etwas schwach auf der Brust, jedoch ist dieser ein guter Kompromiss aus Kraft und Wirtschaftlichkeit. Der 1,4-Liter-Motor ist zwar die günstigste Variante, jedoch halte ich das Auto mit diesem leicht untermotorisiert. Wer wirklich einen starken Motor haben will, sollte sich gleich für einen der 2,0-Liter-Motoren mit Turbo entscheiden, muss aber natürlich dann auch einen Verbrauch von knapp unter 10 Litern auf 100 km hinnehmen und vornweg gleich einige tausend Euro mehr in den Astra investieren.

5. Preis
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Den Astra an und für sich gibt es ab 15.200 Euro beim Händler zu kaufen. Für das Modell, für das wir uns entschieden haben wurde ein Listenpreis von knapp 21.000 Euro veranschlagt, jedoch ist natürlich bei diesem Preis ein gewisser „Handlungsspielraum” noch nicht mit einkalkuliert. Einen „ordentlichen” Astra bekommt man ab ca. 17.500 Euro mit 1,6-Liter Motor und gutem Radio.

6. Fazit
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Ich glaube man hat gemerkt, dass ich schon begeistert vom Astra bin, deshalb vergebe ich fünf Sterne und eine klare Empfehlung für dieses Auto. Der 1,6-Liter-Motor, den unser Modell unter der Haube hat ist denke ich der Standardmotor für den neuen Astra, denn er bringt ihn gut vorwärts, verbraucht angenehm wenig und ist auch nicht zu teuer für die Leistung. An Sonderausstattung muss natürlich jeder selbst wissen, was er braucht, aber all in all bekommt man für 17.500 Euro ein ordentliches Auto mit guter Ausstattung von Opel.

Nach einigen tausend Kilometern und mehreren Monaten Fahrerfahrung kann ich eigentlich nur positives berichten – bisher alles super-zuverlässig. Besonderes Augenmerk sollte man auch auf den günstigen Unterhalt legen, denn versicherungstechnisch ist der neue Astra in einer günstigeren Kategorie als die Kleinwagen Corsa und Polo.

Die größten Pluspunkte am Astra ist wohl das tolle Fahrwerk, das in verschiedenen Vergleichstests zwischen Astra und Golf den Ausschlag für den Opel unter zwei ansonsten gleichwertigen Fahrzeugen gegeben hat. Die reichhaltige Serienausstattung des neuen Kompaktklasse-Opels sollte ihm einen gewissen Vorsprung vor dem fünfer Golf geben.

Da noch bis zum 30.04.05 die Aktion „Deutschland macht den Opel-Test” läuft, empfehle ich jedem, der in nächster Zeit die Anschaffung eines neuen Autos der Kompaktklasse plant einmal den neuen Astra probezufahren und sich von den exzellenten Eigenschaften dieses Autos selbst zu überzeugen.

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