Opel Vectra Testbericht

Opel-vectra
Abbildung beispielhaft
ab 54,71
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Auf yopi.de gelistet seit 08/2003
Summe aller Bewertungen
  • Fahreigenschaften:  sehr gut
  • Fahrkomfort:  sehr gut
  • Platzangebot:  sehr großzügig
  • Zuverlässigkeit:  sehr gut

Erfahrungsbericht von niehls0815

Ungewollte Trennung - Opel Vectra A 1.6

Pro:

sparsam

Kontra:

untermotorisiert

Empfehlung:

Ja

Hallo Community!

Wie ich versprochen hatte, möchte ich hier in loser Folge meine bisherigen Autos vorstellen.

Bisher erschienen:

Teil 1: Wartburg 353 de luxe
Teil 2: Ford Escort 1.4
Teil 3: Fiat Panda 750


Heute kommt nun Teil 4 von Holgers Autoserie.




Allgemeines
Außen
Innen
Unter der Haube
Sonstiges
Fazit




Allgemeines
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Nach Abschluss meines Zivildienstes Ende April 2000 bin ich noch einige Monate mit meinem Fiat Panda rumgefahren (siehe dazu meinen gesonderten Bericht). Doch irgendwann war mir das kleine Gefährt dann doch zu wenig. Wie es der Zufall so wollte, war mein Vater in der Zeit gerade im Sauerland arbeiten und suchte für seinen dortigen Arbeitsweg (ca. 5 km) ein kleineres Auto. Schnell waren wir uns einig und tauschten unsere Fahrzeuge. Er erhielt meinen Panda (sah ulkig aus, wenn er mit seinen 1,95 m Körpergröße sich in den Panda einfädelte) und ich erhielt dafür seinen Opel Vectra A 1.6. (Baujahr 91)




Außen
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Der Opel Vectra dieser Zeit war äußerlich, ich würde mal sagen zeitgemäß. Er war, wie alle Autos dieser Baujahre, an den Ecken und Kanten sehr abgerundet – aber ich denke mal, jeder kennt den Vectra A bzw. hat schon mal einen gesehen, so dass ich hier nicht so sehr auf die äußere Form eingehen will.

Es gab den Vectra A in zwei Karosserievarianten, als Stufenhecklimousine oder als Fließheck. Ich hatte die Stufenheck-Variante.

Insgesamt fand ich das Design des Vectra A gelungen, nicht so experimentell oder verspielt, wie manch andere Hersteller.

5/5




Innen
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Im Innenraum konnten 4 Erwachsenen sehr bequem sitzen. Auf nicht zu langen Strecken war es auch möglich, auch mal einen mehr mitzunehmen. Lediglich die Kopfhöhe war bei Personen über 1,90 m Körpergröße etwas knapp bemessen.

Die Sitze waren nicht zu weich, sondern boten einen stabilen bequemen Sitzplatz. Auch der Seitenhalt der Sitze bot keinen Grund zur Beanstandung.

Elektrisch verstellbar war an dem Auto nichts, d.h. man musste die Spiegel per Hand einstellen (war für mich kein Problem, da ich eh immer selber gefahren bin und daher die Spiegel nicht verstellen musste) und auch die Seitenscheiben manuell bewegen (war ich auch gewohnt).

Im Armaturenbrett waren alle notwendigen Instrumente gut untergebracht. Lediglich einen Drehzahlmesser habe ich vermisst. Die Bedienhebel und Schalter waren alle gut platziert und leichtgängig.

Eine Klimaanlage hatte dieses Auto nicht, das ist aber bei diesem Baujahr (1991) auch nicht verwunderlich, da damals eine Klimaanlage noch Sonderzubehör war und nicht wie heute fast in jedem Neuwagen serienmäßig verbaut wird. Dafür hatte ich aber ein Schiebedach.

Auch der Kofferraum war sehr großzügig bemessen. Ich habe immer alles reinbekommen, was zu transportieren war. Die Größe der Ladeluke war ebenfalls sehr gut.

5/5




Unter der Haube
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Unter der Haube verrichtete ein 1,6 Liter Otto-Motor seinen Dienst. Lt. Papieren entwickelte dieser die Kraft von 75 Pferdchen. Für den normalen Arbeitsweg und Stadtverkehr reichte das voll aus. Lediglich bei längeren Strecken oder wenn das Auto mal voll beladen war, wünschte ich mir manchmal sehnlichst einen stärkeren Motor.

Es gab den Vectra A ja auch noch mit 1,8 Liter-Motor (90 PS) sowie 2,0 Liter-Motor (115 PS), wobei nach Einführung der 16-Ventiltechnik die Leistung der Motoren gesteigert wurde und der 1,6-Liter-Motor ebenfalls 100 PS hatte. Aber ich hatte nur die „einfache“ 1,6er Maschine.

Der Motor war sehr Pflegeleicht und ich hatte fast nie Probleme damit. Einzig bei einer Urlaubsreise gab der Zündverteiler seinen Geist auf (prickelnd – mit Oma und Opa im Auto und dann in der Nähe von Kassel – „schöne“ Reise) und verursachte damit eine kostenaufwendige Reparatur. Ansonsten waren nur die üblichen Verschleißteile zu erneuern (Zündkerzen, Zahnriemen, Öl).

Die Fahrleistungen waren ebenfalls zufriedenstellend. Gemäß den Papieren lag die Höchstgeschwindigkeit wohl bei 175 km/h oder so, aber ich hab das nie ausgetestet. Im Stadtverkehr und bei Überlandfahrten unterliegt man sowieso Geschwindigkeitsbeschränkungen. Und auf der Autobahn bin ich meistens so zwischen 130 und 150 gefahren. Bei höheren Geschwindigkeiten wurde der Motor dann etwas laut und auch die Straßenlage war dann nicht mehr so gut (man hatte dann den Eindruck, man würde nur jede zweite unebenheit der Straße mitbekommen) – ist aber auch kein Wunder bei den Straße hier im Osten und auch keine Sache, die nur speziell dieses Fahrzeug betrifft sondern alle Autos ;-). Doch bei der von mir praktizierten Fahrweise lag der Opel immer wie ein Brett auf der Straße. Auch in den Kurven gab es keine Probleme. Er hat weder unter- noch übersteuert, sondern ließ sich immer präzise dahin lenken, wo er hin sollte.

Mit dem Federungskomfort war ich ebenfalls zufrieden. Manche behaupten ja, Opel würde zu weich abstimmen, doch bei meinem Vectra konnte ich das nicht bestätigen. Gut, er war jetzt nicht so hart gefedert, wie manche Sportwagen, aber der Vectra ist ja auch kein Rennauto, sondern ein ganz normales Alltagsauto. Und dafür war es genau richtig.

Auf besonderen Wunsch erwähne ich hier jetzt auch noch die Reifen. Die waren immer schwarz, rund und rollfähig, von verschiedenen Herstellern, unterschiedlich breit und jeweils für Sommer oder Winter geeignet und bei dem Auto ohne weiteren Einfluß auf andere Kriterien. Außerdem gibt es für die Reifen eine gesonderte Kategorie hier bei Ciao und werden daher bei dem Bericht über das Auto an sich nicht weiter bewertet.

Nur die Beschleunigung war etwas lahm wegen der geringen Motorleistung.

Der Durchschnittsverbrauch lag immer so um die 7 Liter.

Auch die Heizung und Lüftung funktionierte gut. Im Winter waren die Scheiben ruck-zuck frei und haben dann auch nicht wieder neu beschlagen.

3/5 – wegen der etwas zu geringen Leistung




Fazit
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Der Opel Vectra war ein sehr angenehmes Auto.

Die aktuelle Höhe der Versicherung und Steuer weiß ich leider nicht mehr, da sich dies ja jährlich ändert. Ich weiß aber noch, dass ich positiv überrascht war, als ich mir die Unterlagen damals angesehen habe, weil ich ungefähr genauso viel bzw. wenig bezahlt habe, wie vorher für den bedeutend kleineren Fiat Panda.

Viele Leute meinen, ein Opel roste schon ab Werk. Bei mir war das nicht so. Erst am Ende seiner Zeit begann der Vectra an einigen Stellen zu rosten, wobei das weniger daran lag, dass es ein Opel war, sondern vielmehr an seinem Alter und an meiner mangelhaften Pflege. Aber was soll’s, ein Auto ist ein Gebrauchsgegenstand und keine Wertanlage. Und den Zweck hat es zu meiner vollsten Zufriedenheit erfüllt.

Eigentlich wollte ich den Opel mehrere Jahre fahren, doch leider fuhr im Oktober 2001 ein anderes Fahrzeug (für alle, die es genau wissen wollen, es war ein Mercedes) auf ein hinter mir haltendes Fahrzeug auf und schob den noch auf mich drauf. Der Gutachter entschied „wirtschaftlicher Totalschaden (5.500 DM Reparaturkosten bei einem Zeitwert von 3.900 DM). Und da ich ja keine Schuld an dem Unfall hatte und die gegnerische Versicherung den Schaden bezahlte, hab ich mich schweren Herzens von dem Opel getrennt und mir ein anderes Fahrzeug zugelegt.

Wer also einen zuverlässigen Mittelklassewagen sucht, dem sei der Opel Vectra A ans Herz gelegt.




Sterne
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Außen: 5 Sterne
Innen: 5 Sterne
Unter der Haube: 3 Sterne

Insgesamt 4 Sterne – da die Untermotorisierung doch den Fahrspaß etwas trübt.




(Bericht © niehls0815)

Ciao: 05.01.2004
Yopi: 06.01.2004


Demnächst folgen:

Teil 5 – Renault 19 1,4 Chamade
Teil 6 – Opel Vectra B 1,6

10 Bewertungen