PISA-Studie Testbericht

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Erfahrungsbericht von Karl49

Das förderale System erlebt in der Bildung seine Pleite

Pro:

harmonisierte Bildungspläne

Kontra:

Fort von der Kleinstaaterei

Empfehlung:

Nein

Hallo Leute

Der Frage des schlechten Bildungsstandes in Deutschland möchte ich noch einen anderen Aspekt hinzufügen.

Bekanntermaßen ist ja die normale Schulbildung Ländersache. Ich muß sagen leider. Was ist denn das Resultat dieser Kleinstaaterei in Deutschland. Jedes Bundesland hat andere Lehrpläne. In einem Land kommt man schon nach 12 Jahren zum Abitur, in anderen Ländern erst nach 13 Jahren.

Vom Arbeitnehmer verlangt man Flexibilität. Kann man denn in Ruhe umziehen, um der Arbeit zu Folgen? Nur wenn man innerhalb eines Bundeslandes umzieht. Ansonsten kann es für die Kinder echt problematisch werden, weil auf Grund der unterschiedlichen Lehrpläne sehr oft der Anschluß in der neuen Schule verloren geht. Typisch Deutschland, die Leidtragende sind immer die Kinder.

Auch dieses Abwählen von Lehrfächern halte ich für sehr problematisch. Da darf in manchen Ländern Chemie abwählen (um nur eine Beispiel zu nennen), mit dem Resultat, dass die Schüler im normalen Leben verblöden, weil sie nicht mal mehr wissen, dass NaCL auf einem Etikett eines Lebensmittel einfaches Kochsalz darstellt. Noch problematischer wird es meines Erachtens, wenn gar Mathe abgewählt werden darf, was sich, wenn der Studienwunsch sich ändert, zum großen Bumerang entwickeln kann.

Und Studenten werden es sicher schon oft gemerkt haben, dass an den Hochschulen manchmal noch Lehrstoff vermittelt werden muß, der eigentlich Sache der Schulen sein müßte, aber trotzdem vernittelt werden muß, weil es manche Bundesländer nicht im Lehrplan hatten.

Noch Beispiele? In glaube ich allen Bundesländern bekommen die Schüler, die nicht das Abitur geschaft hatten, noch die Möglichkeit wenigstens einen Normalschulabschluß zu bekommen. Thüringen natürlich nicht. Wer dort das Abi vermasselt, hat eben keine Möglichkeit mehr, einen Normalschulabschluß zu bekommen. Ein heftiger Streitpunkt, gerade an einem recht unrühmlich bekannten Erfurter Gymnasiums.

Und das ist nur die Spitze eines Eisberges.

Europa wächst langsam zusammen und im Bildungswesen von Deutschland herrscht Kleinstaaterei.

Schluß endlich damit. Eine Vereinheitlichung des Bildungswesen mit einheitlichen Bildungsplänen in allen Bundesländern tut not. Damit geht die Selbstständigkeit der Länder nicht vor die Hunde, aber vielen Schülern und Studenten dürfte geholfen sein. Oder haben die Bildungsminister der Länder bloß Angst um Ihre Bezüge, weil sie weniger zu verantworten haben? Ich denke bald ja,

Meint Karl49

PS
Zu diesem Thema erewarte ich eigentlich rege Kommentare

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