Satire Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 09/2003
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Erfahrungsbericht von LosGatos
Es gibt keine Windmühlen mehr...
Pro:
Don Quijote...
Kontra:
...macht hin und wieder noch viel Wind
Empfehlung:
Ja
Miguel de Cervantes Saavedra wurde 1547 in Spanien geboren. Erste dichterische Versuche unternimmt er im Alter von 21 Jahren. Bald sammelt er Erfahrungen im Kriegsdienst, mehrfach gerät er in Gefangenschaft, sowohl aus militärischen wie aus zivilen Gründen. Erst 1605, d.h. bereits im Alter von 58 Jahren, veröffentlicht er sein bekanntestes Werk: Die Geschichten von Don Quijote, dem Ritter von der traurigen Gestalt. Auch außerhalb Spaniens erlangt er mit den Geschichten dieses eigenwilligen Kauzes und dessen treuen Begleiters Weltruhm. Das Werk „Don Quijote“ haben sicher die wenigsten gelesen, schließlich umfasst es über 1000 Seiten, aber das Wesen des Don Quijote und seinen Kampf gegen Windmühlen kennt fast jeder. Hat er überlebt? Reinhard Mey sang schließlich „Es gibt keine Windmühlen mehr“. Oder so ähnlich.
Etwa 400 Jahre später. Nirgendwo in Deutschland. Es ist Freitag abend. Ein junger Mann von untersetzter Gestalt und korrekt gekleidet, um nicht zu sagen spießig, verlässt einen Supermarkt. Er hat für das kommende Wochenende das Nötigste eingekauft: 5-6 Tiefkühlpizze, eine Großpackung Kondome, ein Six-Pack DVDs mit Agenten-Filmen und eine Packung Damenbinden. Denn am Wochenende würde SIE zu Besuch kommen. Da sollte das volle „Programm“ laufen. Die Einkäufe packt er in den Kofferraum seines Opels. Der ist sein ganzer Stolz, deshalb hat er ihn liebevoll „Rosinante“ getauft.
Als er losfahren will, kommt ein italienischer Sportwagen mit quietschenden Reifen um die Ecke und bleibt mit einer Vollbremsung neben dem Opel stehen. Ein junger Mann steigt aus. Er hat einen Watschelgang.
„Sei gegrüßt, Sancho.“
„Ich bewundere dich, mein Bester, dass du dich am Freitag abend ins Einkaufsgedrängel stürzen magst. Dieses Anstehen an der Kasse. Na ja, mit Schlangen kennst du dich ja bestens aus. Wie ich sehe, bist du bestens ausgerüstet. Wann kommt sie denn?“
„Wann genau und wie oft sie kommt, kann ich dir heute natürlich noch nicht genau sagen.“
„Gröhl, ich weiß, du bist in jeder Beziehung der Größte.“
„Spaß bei Seite. Ich erwarte sie leider erst morgen Nachmittag.“
„Dann könnten wir ja noch zusammen auf Tour gehen.“
„Ich habe aber noch etwas zu erledigen. Fahr mir am besten nach.“
Beide steigen in ihre Autos und fahren etwa 2-3 km. Vor einem Bauernhof bleiben sie stehen. Sogar eine alte Windmühle ist hier noch vorhanden.
„Guten Tag, werter Herr“ begrüßt der Opel-Fahrer den Landwirt. „Können Sie in Ihrer Windmühle etwas für mich mahlen?“
„In der Windmühle? Sie sind vielleicht gut! Die hat als Produktionsstätte längst ausgedient, da sie nicht mehr funktionsfähig ist. Es gibt keine Windmühlen mehr. Ich habe sie zu einem Museum umgebaut. Sie sind jederzeit willkommen. Was hätten Sie denn gebraucht?“
Rosinantes Besitzer öffnet den Kofferraum und zieht einen großen Sack hervor. „Ich habe hier genau 23741 Kichererbsen. Ich wollte sie zu Kichererbsenmehl verarbeiten.“
„Das ist kein Problem“, erwidert der Bauer, „meine Getreidemühle wird damit fertig werden. Geben Sie her“.
„Vorsicht, ich sehe gerade, dass der Sack nicht ganz dicht ist. Da sind 6 Erbsen herausgefallen. Dann sind es halt nur noch 23735. Die Inhaltsstoffe müssen schließlich genau stimmen.“
„Das dauert keine 10 Minuten. Wofür brauchen Sie denn das?“
„Wissen Sie, ich bin seit Jahren ein meisterhafter Hobbykoch. Da möchte ich für meine Verlobte etwas Neues ausprobieren.“
Wenige Minuten später kehrt der Bauer mit dem Mahlergebnis zurück. „Bitte sehr“.
„Was bin ich Ihnen denn schuldig?“
„Das ist nicht der Rede wert.“
„Das nenne ich besonders hilfreich“.
„Ich würde mich freuen, wenn ich Sie mal in meinem Museum begrüßen könnte. Ich habe es Don Quijote gewidmet.“
Unsere beiden Helden sehen sich freudestrahlend mit großen Augen an. „Natürlich kommen wir bald mal bei Ihnen vorbei. Sehr gerne.“
Aber vorerst rufen noch andere Taten. „Ich habe einen mordsmäßigen Hunger. Aber mehr als 5mal die Woche Tiefkühlpizza muss auch nicht sein. Ich habe da neulich ein neues Gasthaus entdeckt. Was meinst du, Sancho?“
„Gute Idee, ich hoffe, es ist nicht allzu weit. Mein Magen knurrt schon schwer überhörbar.“
„Nein, in 5 Minuten sind wir da.“
Wenige Minuten später halten die beiden jungen Männer bereits die Speisekarte in der Hand. Der Ritter von der traurigen Gestalt entscheidet sich für eine Nudelpfanne und ein Glas Kräutertee. „Nein“, entgegnet Sancho, „ ich habe richtig Hunger, da muss schon ein ordentliches Steak her und ein Jeffe.“
„Ich hoffe, du trinkst nicht wieder zu viel von diesem belgischen Bier. Nicht, dass du wieder ausfallend wirst.“
Bald sind die beiden Herren schwer beschäftigt. Man hört sie nur laut schmatzen und ständig „superlecker“ schreien. Als die Bedienung den Tisch abräumt, versäumt sie natürlich nicht, nachzufragen, ob es geschmeckt habe. Der Ritter von der traurigen Gestalt wirkt sofort etwas reserviert. „Ja, ein durchaus gutes und schmackhaftes Gericht, von dem ich gern noch mehr gegessen hätte. Leider hatte ich jedoch eine Nudelpfanne bestellt. Dieses war jedoch ganz klar ein Nudelauflauf. Damit ist das Thema ganz klar verfehlt und ich kann Ihnen als Vergütung nicht mal einen Cent anbieten.“
„Aber, werter Herr, wo ist denn da der Unterschied? Ich denke, es hat Ihnen geschmeckt?“
„Nein, ich lasse mich auf keine Diskussion ein, Nudelpfanne und Nudelauflauf ist nicht dasselbe!“
In dem Moment betritt ein Fotograf das Lokal und begibt sich an den Tisch unserer beiden Genießer.
„Entschuldigung, ich sehe, Sie lassen es sich gerade gut gehen. Möchten Sie nicht, dass ich diesen Moment per Bild festhalte? Das ist ein ganz neuer Service, den wir Ihnen hier bieten. Ich habe eine brandneue Kamera, die ganz tolle Bilder macht!“
„Moment mal, ganz neue Kamera? Wie lange haben Sie die denn schon?“
„Das neueste Modell! Ist erst vor 2 Wochen auf den Markt gekommen.“
„Wie bitte, vor 2 Wochen?! Wie wollen Sie da wissen, dass die Kamera gute Bilder macht? Sie sollten die erst 6 Monate testen, bevor Sie damit auf die Menschheit losgehen. Nein, danke, mit uns nicht.“
Und Sancho wendet ein: „Da muss ich meinem Freund wirklich Recht geben. 2 Wochen in Erprobung und wir sollen als Versuchsenten dienen. Nein, das geht wirklich nicht“.
„Sancho, ich glaube wir gehen. Fahr schon mal den Wagen vor. Aber den Opel. Ich fahre, du lässt deinen stehen, wir wissen ja, wozu du nach dem Genuss von belgischem Bier fähig bist.“
Der Besitzer verabschiedet sich und sagt: „Ich hoffe, es hat Ihnen bei uns Gefallen. Nächstes Mal gibt es ganz bestimmt Nudelpfanne. Darf ich Ihnen noch einige Reiseprospekte mitgeben? Ich kann Ihnen sehr schöne Reisen nach Afrika empfehlen, z.B. zum Kilimandscharo. Ich hätte da sehr schöne Reiseberichte für Sie.“
„Wie aktuell sind denn diese Berichte, wenn ich fragen darf?“, entgegnet Don Quijote.
„Mein Bruder hat sie vor 4 Jahren geschrieben. Also ganz aktuell. Der höchste Gipfel ist immer noch 5895m hoch.“
„Was, woher wollen Sie das wissen? Sie haben doch gerade selbst gesagt, dass die Erfahrungen von Ihrem Bruder stammen und dass die schon 4 Jahre alt sind. Vier Jahre alter Schnee auf dem Kilimandscharo ist für mich nicht hilfreich. Schönen Abend noch. Hoffentlich hat der Kerl jetzt endlich den Wagen vorgefahren.“
„Hallo, mein Herr und Meister, was machen wir jetzt?“
„Lass uns noch in eine Bar gehen“.
„Gute Idee.“
Bald steht man in einer Bar an einem Tresen und wieder vor der Frage, was man trinken möchte.
„Ich empfehle Ihnen den Drink des Hauses, probieren Sie einfach unsere Wiederauferstehung mit Knalleffekt“, sagt der Barkeeper.
„Nein, Krawall wollen wir heute nicht. Ich bleibe bei Kräutertee.“
„Sehr gern, darf es On-the-Rocks sein? Und der andere junge Mann?“
„Ich bleibe bei belgischem Bier! Hicks.“
„Ich hoffe, es gefällt Ihnen bei uns. Und vor allem unsere Musik.“
„Nun denn, wenn wir schon bei der Musik sind. Ich hätte gerne die vollständige Tracklist von der CD, die gerade läuft und eine genaue Beschreibung jedes einzelnen Titels.“
„Hä..?!“
„Sie wollen wohl nicht verstehen, junger Mann?! Sancho, wir gehen.“
„Ja, aber was nun?“
„Wir fahren zurück zum Bauern in unser Museum.“
Nach gut einer Stunde sieht man endlich zufriedene Gesichter. „ Eine wirklich gute und informative Ausstellung! Das Wochenende kann kommen....“
Natürlich ist diese Geschichte frei erfunden. Dennoch lässt es sich nicht ausschließen, dass hin und wieder Ähnlichkeiten mit wahren Begebenheiten möglich sind
Copyright LosGatos
Erstveröffentlichung 21.5.2004
Veröffentlicht außer bei Ciao derzeit nur noch bei Yopi
Etwa 400 Jahre später. Nirgendwo in Deutschland. Es ist Freitag abend. Ein junger Mann von untersetzter Gestalt und korrekt gekleidet, um nicht zu sagen spießig, verlässt einen Supermarkt. Er hat für das kommende Wochenende das Nötigste eingekauft: 5-6 Tiefkühlpizze, eine Großpackung Kondome, ein Six-Pack DVDs mit Agenten-Filmen und eine Packung Damenbinden. Denn am Wochenende würde SIE zu Besuch kommen. Da sollte das volle „Programm“ laufen. Die Einkäufe packt er in den Kofferraum seines Opels. Der ist sein ganzer Stolz, deshalb hat er ihn liebevoll „Rosinante“ getauft.
Als er losfahren will, kommt ein italienischer Sportwagen mit quietschenden Reifen um die Ecke und bleibt mit einer Vollbremsung neben dem Opel stehen. Ein junger Mann steigt aus. Er hat einen Watschelgang.
„Sei gegrüßt, Sancho.“
„Ich bewundere dich, mein Bester, dass du dich am Freitag abend ins Einkaufsgedrängel stürzen magst. Dieses Anstehen an der Kasse. Na ja, mit Schlangen kennst du dich ja bestens aus. Wie ich sehe, bist du bestens ausgerüstet. Wann kommt sie denn?“
„Wann genau und wie oft sie kommt, kann ich dir heute natürlich noch nicht genau sagen.“
„Gröhl, ich weiß, du bist in jeder Beziehung der Größte.“
„Spaß bei Seite. Ich erwarte sie leider erst morgen Nachmittag.“
„Dann könnten wir ja noch zusammen auf Tour gehen.“
„Ich habe aber noch etwas zu erledigen. Fahr mir am besten nach.“
Beide steigen in ihre Autos und fahren etwa 2-3 km. Vor einem Bauernhof bleiben sie stehen. Sogar eine alte Windmühle ist hier noch vorhanden.
„Guten Tag, werter Herr“ begrüßt der Opel-Fahrer den Landwirt. „Können Sie in Ihrer Windmühle etwas für mich mahlen?“
„In der Windmühle? Sie sind vielleicht gut! Die hat als Produktionsstätte längst ausgedient, da sie nicht mehr funktionsfähig ist. Es gibt keine Windmühlen mehr. Ich habe sie zu einem Museum umgebaut. Sie sind jederzeit willkommen. Was hätten Sie denn gebraucht?“
Rosinantes Besitzer öffnet den Kofferraum und zieht einen großen Sack hervor. „Ich habe hier genau 23741 Kichererbsen. Ich wollte sie zu Kichererbsenmehl verarbeiten.“
„Das ist kein Problem“, erwidert der Bauer, „meine Getreidemühle wird damit fertig werden. Geben Sie her“.
„Vorsicht, ich sehe gerade, dass der Sack nicht ganz dicht ist. Da sind 6 Erbsen herausgefallen. Dann sind es halt nur noch 23735. Die Inhaltsstoffe müssen schließlich genau stimmen.“
„Das dauert keine 10 Minuten. Wofür brauchen Sie denn das?“
„Wissen Sie, ich bin seit Jahren ein meisterhafter Hobbykoch. Da möchte ich für meine Verlobte etwas Neues ausprobieren.“
Wenige Minuten später kehrt der Bauer mit dem Mahlergebnis zurück. „Bitte sehr“.
„Was bin ich Ihnen denn schuldig?“
„Das ist nicht der Rede wert.“
„Das nenne ich besonders hilfreich“.
„Ich würde mich freuen, wenn ich Sie mal in meinem Museum begrüßen könnte. Ich habe es Don Quijote gewidmet.“
Unsere beiden Helden sehen sich freudestrahlend mit großen Augen an. „Natürlich kommen wir bald mal bei Ihnen vorbei. Sehr gerne.“
Aber vorerst rufen noch andere Taten. „Ich habe einen mordsmäßigen Hunger. Aber mehr als 5mal die Woche Tiefkühlpizza muss auch nicht sein. Ich habe da neulich ein neues Gasthaus entdeckt. Was meinst du, Sancho?“
„Gute Idee, ich hoffe, es ist nicht allzu weit. Mein Magen knurrt schon schwer überhörbar.“
„Nein, in 5 Minuten sind wir da.“
Wenige Minuten später halten die beiden jungen Männer bereits die Speisekarte in der Hand. Der Ritter von der traurigen Gestalt entscheidet sich für eine Nudelpfanne und ein Glas Kräutertee. „Nein“, entgegnet Sancho, „ ich habe richtig Hunger, da muss schon ein ordentliches Steak her und ein Jeffe.“
„Ich hoffe, du trinkst nicht wieder zu viel von diesem belgischen Bier. Nicht, dass du wieder ausfallend wirst.“
Bald sind die beiden Herren schwer beschäftigt. Man hört sie nur laut schmatzen und ständig „superlecker“ schreien. Als die Bedienung den Tisch abräumt, versäumt sie natürlich nicht, nachzufragen, ob es geschmeckt habe. Der Ritter von der traurigen Gestalt wirkt sofort etwas reserviert. „Ja, ein durchaus gutes und schmackhaftes Gericht, von dem ich gern noch mehr gegessen hätte. Leider hatte ich jedoch eine Nudelpfanne bestellt. Dieses war jedoch ganz klar ein Nudelauflauf. Damit ist das Thema ganz klar verfehlt und ich kann Ihnen als Vergütung nicht mal einen Cent anbieten.“
„Aber, werter Herr, wo ist denn da der Unterschied? Ich denke, es hat Ihnen geschmeckt?“
„Nein, ich lasse mich auf keine Diskussion ein, Nudelpfanne und Nudelauflauf ist nicht dasselbe!“
In dem Moment betritt ein Fotograf das Lokal und begibt sich an den Tisch unserer beiden Genießer.
„Entschuldigung, ich sehe, Sie lassen es sich gerade gut gehen. Möchten Sie nicht, dass ich diesen Moment per Bild festhalte? Das ist ein ganz neuer Service, den wir Ihnen hier bieten. Ich habe eine brandneue Kamera, die ganz tolle Bilder macht!“
„Moment mal, ganz neue Kamera? Wie lange haben Sie die denn schon?“
„Das neueste Modell! Ist erst vor 2 Wochen auf den Markt gekommen.“
„Wie bitte, vor 2 Wochen?! Wie wollen Sie da wissen, dass die Kamera gute Bilder macht? Sie sollten die erst 6 Monate testen, bevor Sie damit auf die Menschheit losgehen. Nein, danke, mit uns nicht.“
Und Sancho wendet ein: „Da muss ich meinem Freund wirklich Recht geben. 2 Wochen in Erprobung und wir sollen als Versuchsenten dienen. Nein, das geht wirklich nicht“.
„Sancho, ich glaube wir gehen. Fahr schon mal den Wagen vor. Aber den Opel. Ich fahre, du lässt deinen stehen, wir wissen ja, wozu du nach dem Genuss von belgischem Bier fähig bist.“
Der Besitzer verabschiedet sich und sagt: „Ich hoffe, es hat Ihnen bei uns Gefallen. Nächstes Mal gibt es ganz bestimmt Nudelpfanne. Darf ich Ihnen noch einige Reiseprospekte mitgeben? Ich kann Ihnen sehr schöne Reisen nach Afrika empfehlen, z.B. zum Kilimandscharo. Ich hätte da sehr schöne Reiseberichte für Sie.“
„Wie aktuell sind denn diese Berichte, wenn ich fragen darf?“, entgegnet Don Quijote.
„Mein Bruder hat sie vor 4 Jahren geschrieben. Also ganz aktuell. Der höchste Gipfel ist immer noch 5895m hoch.“
„Was, woher wollen Sie das wissen? Sie haben doch gerade selbst gesagt, dass die Erfahrungen von Ihrem Bruder stammen und dass die schon 4 Jahre alt sind. Vier Jahre alter Schnee auf dem Kilimandscharo ist für mich nicht hilfreich. Schönen Abend noch. Hoffentlich hat der Kerl jetzt endlich den Wagen vorgefahren.“
„Hallo, mein Herr und Meister, was machen wir jetzt?“
„Lass uns noch in eine Bar gehen“.
„Gute Idee.“
Bald steht man in einer Bar an einem Tresen und wieder vor der Frage, was man trinken möchte.
„Ich empfehle Ihnen den Drink des Hauses, probieren Sie einfach unsere Wiederauferstehung mit Knalleffekt“, sagt der Barkeeper.
„Nein, Krawall wollen wir heute nicht. Ich bleibe bei Kräutertee.“
„Sehr gern, darf es On-the-Rocks sein? Und der andere junge Mann?“
„Ich bleibe bei belgischem Bier! Hicks.“
„Ich hoffe, es gefällt Ihnen bei uns. Und vor allem unsere Musik.“
„Nun denn, wenn wir schon bei der Musik sind. Ich hätte gerne die vollständige Tracklist von der CD, die gerade läuft und eine genaue Beschreibung jedes einzelnen Titels.“
„Hä..?!“
„Sie wollen wohl nicht verstehen, junger Mann?! Sancho, wir gehen.“
„Ja, aber was nun?“
„Wir fahren zurück zum Bauern in unser Museum.“
Nach gut einer Stunde sieht man endlich zufriedene Gesichter. „ Eine wirklich gute und informative Ausstellung! Das Wochenende kann kommen....“
Natürlich ist diese Geschichte frei erfunden. Dennoch lässt es sich nicht ausschließen, dass hin und wieder Ähnlichkeiten mit wahren Begebenheiten möglich sind
Copyright LosGatos
Erstveröffentlichung 21.5.2004
Veröffentlicht außer bei Ciao derzeit nur noch bei Yopi
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