Satire Testbericht

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Erfahrungsbericht von HenneMuenster

Das merkwürdige Verhalten nachpupärtierende Teenager zur Partytime

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Hossa,

ich habe mir mal so ein paar gedanken gemacht, über das Partyverhalten so mancher Jugendlichen.

Bitte um Stellungsnahme, oder Verbesserungsvorschläge!

Dank
Hendrik (17 Jahre)
*****************************

Die Jungenkultur heute wird von der älteren Generation nur als \"partysüchtige, berauschte Bande\" bezeichnet. - \"Stimmt\" antworten die Teenager. Dieses generationsspaltenes Gerücht wollen wir mal näher auf den Grund gehen. Was geht in einem Teenagerkopf vor, wenn er, sie, es zu einer Party geht?
Zu der Party, die wir beispielhaft betrachten wollen, ist folgendes zu sagen. Sie soll an einem Freitag um 20 Uhr stattfinden. Sie läuft nach dem Prinzip: Eintritt am Eingang dafür das wichtigste: frei Schluck, also alle Getränke kostenlos. Als \"großes Besäufniss\" beschimpfen es die Gegner, als \"Kostenbeitrag\" bezeichnen es die Veranstalter.
Nun richten wir unseren Blick auf verschiedene Teilnehmer einer bund gemischten Clique: 3 Mädchen, 2 Jungen, von 16 bis 19 Jahre alt.
Die Party startet am Freitag, die Vorbereitungen im Freundeskreis aber schon am Dienstag. Letztes Wochenende ist vorbei, der kopfschmerzen-verursachende Montag gelaufen, also kann die Planung beginnen.
Phase 1: Stellungswert dieser Party! Dank der Medien Handy, SMS, Telefon und Internet diskutieren die fünf Partygänger über drei Städte entfernt ca. zwei Stunden darüber, ob sie zu dieser Party hingehen, ob es nicht irgendwo eine bessere Party gibt, oder sie sich nicht doch lieber bei irgendjemanden aus der Clique zum privaten Abschuss treffen sollen. Diese Telefonrechnung-der-Eltern-hochtreibenden Prozedur kommt schließlich mit mindestens einer Gegenstimme zu dem Ende, dass sich alle fünf am Veranstalltungsort treffen.
Phase 2: Wie? Wann? Was? Am Mittwoch Nachmittag kommen die drei großen W-Fragen auf. Bei den zwei 17 jährigen Mädchen und dem 16 jährigen Jungen kommt die Frage auf, wie sie überhaupt zu der Party kommen sollen. Die beiden Übrigen, beide Führerscheinbesitzer und praktischerweise auch noch ein Paar, machen sich darüber keine Sorgen, der / die andere wird schon fahren, damit man sich selber die Kante geben kann.
Mit dieser Frage im Hinterkopf gequält, treffen sich die drei Mädels bei einer im Schlafzimmer um die für dieses Geschlecht wahrscheinlich wichtigste Frage zu klären: Was zieh ich an? Zirka dreihundertachtundneunzig verschiedene Outfits, pro Frau, liegen nun auf dem Bett. Was hat welche Aussage? Was reitzt das andere Geschlecht? Was sagt nicht sofort, was ich will? Diese und andere Fragen werden bis in die frühen Abendstunden durchdacht, bis sie allesamt zu der Meinung gekommen sind, sich doch lieber neu einzukleiden. Für diese Shoppingtour stimmte auch die Dame, die eigentlich erst gar nicht zu dieser Party möchte, so allerdings doch noch entwas Gutes darin sehen kann. Währendessen hat sich der 16-jährige durchgerungen seine Mutter zu fragen, ob sie ihn nicht am Freitag zu der Party fahren könnte, mit dem Versprechen auch nicht abgeholt werden zu müssen und im Hinterkopf flehend, dass die Mutter bloß nicht auf die Idee kommen sollte, zu fragen, ob sie ihn nicht doch abholen sollte.
Während die zweite Phase nun für die drei Heranwachsenden abgeschlossen ist, geht es für das Pärchen schon in die nächste Runde. Der erste kleine Streit fängt an: Was soll er anziehen? Dies Frage kommt auf, während beide gemeinsam vor den Fehrnseher liegen und geht von ihr aus. Sein Antwort \"das werde ich kurzfirsitg entscheiden\" ist nun der entscheidene Satz, der es zur Eskalation bringt. Im Streit geht sie dann nach Hause.
Phase 3: Der Tag davor! Es ist Donnerstagmorgen. Während unsere fünf Betrachtungswesen nur noch flüchtig dem Unterricht folgen, werden sie von verschiedenen Fragen gequält. Die beiden Herren der Schöpfung treiben ihre grauen Zellen bis zum Äußersten mit dem Gedanken, wer denn bloß ihre Akordschicht bei der Verpackungsfirma am Sammstag für sie übernehmen kann, damit sie auch nach einer durchzechten Nacht ausschlafen können. Das schöne Geschlecht überlegt derweil, wo sie den Nachmittag am besten verbringen können, um das hart erarbeitete Geld der Eltern in neue Bekleidung zu stecken.
Pünktlich um kurz nach eins fängt nun für die Jugendlichen das Wochenende an. Passend um 14 Uhr, direkt nach der Mittagspause des Einzelhandels, treffen sich die drei Freundinnen in der Innenstadt. Im Schlepptau der 19-jährige Freund, der eigentlich lieber mit anderen Freunden sich zum Basketballspielen treffen wollte. Dies sorgte nun für den zweiten kleinen Streit. Nun haben die drei Diven genug Zeit sämmtliche Läden die nur zwei Buchstaben haben (C&A, H&M, JP) zu durchwühlen. Als Packesel zum Taschschlepper ist ja der 19-jährige Idiot dabei.
Phase 4: Nur noch 12 Studen! Es ist Freitagmorgen. Alle fünf sitzen in der Schule. Hausaufgaben sind nicht gemacht, ist ja theoretisch schon Wochenende, und dem Unterrichtsstoff wird sowieso nicht mehr gefolgt. Stattdessen schießen eine Reihe an Hoffnungen in die Köpfe der drei Mädchen. Hoffentlich ist der süßes Typ von der letzten Party wieder da! Hoffentllich aber nicht dieser komische Depp! Hauptsache der DJ sieht gut aus! So differenziert schafft es die männliche Fraktion gar nicht mehr zu denken. Die verbrigen den Vormittag nur noch mit dem Gedanken: Hauptsache es gibt genug Alkohol!
Nach dem letzten Schellen des Schultages startet nun die endgültige Vorbereitung bei den Mädels. Eine Stunde duschen. Eine weitere zum Schminken. Diese Zeit verbringen die beiden Herren noch vor dem Fehrnseher. Der dritte Streit folgt nun, da sie ihrem Freund nun Druck macht, dass es sich auch mal vorbereitet. Diese Aufforderung ruft Streitfrage Nr. 1 \"Was zieht er an?\" wieder auf. Nachdem sie sich dann durchgesetzt hat, und er das anzeiht was sie will, startet für sie das zusammensuchen für ihre Handtasch, nein für ihren Rucksack, da eine Handtasche nicht mehr aussreicht. Gebraucht wird Handy, Portmonai, Taschentücher, Labello, Kalender, Stift, Zahnbürste, Kondome, falls man einen süßen Typ trifft, und Pfefferspray, falls man einen nicht ganz so süßen Typ trifft.
gegen 18 Uhr klingelt nun das Handy des 19-jährigen. An der anderen Seite die beiden Mädels, die noch keine Mitfahrgelegenheit haben und hoffen, nun mitgenommen zu werden. Er erklärte sich sofot bereit, die beiden Damen mitzunehemn. Nicht desto trotz diskutierten sie noch eine halbe Stunde darüber, wann sie denn zu der Party wollen. Die Girls wollten erst zu 21 Uhr auftauchen, in der Hoffnung so mysteriöser zu wirken. Da er aber die Hinfahrt übernommen hat, konnte er sich auch durchsetzten, dass sie alle pünktlich zum Einlass dort sind, denn in der ersten Stunde kann man doch schon ohne weiteres sechs Bier und drei Wodka kippen.
Phase 5: Party! Auf dem Weg zur Party beten die drei Damen auf der Hinterbank des Autos, dass die Toilette dort doch bloß groß genug ist, dass alle gleichzeitig zum lestern dadrauf können. Ihm geht währenddessen nur noch durch den Kopf, das er vergessen hat Ersatz für seinen Sammsatgsschicht zu besoregen. \"Naja, geh ich halt mit Kater schuften. Das Geld kann ich auch gut gebrauchen.\"
Am Veranstaltungsort angekommen streben die beiden Herren unaufhaltsam auf die Theke zu: \"Alkohol!\" Die drei Frauen noch mit hintendran, schaffen es dann aber doch sich abzusetzten und steuern die Tanzfläche an. Während die beiden unter 18 jährigen schon am Tanzen sind, streitet das Pärchen noch darüber, dass er trinken möchte und deshalb sie nüchtern bleiben muss. Wutgeladen folgt sie nun ihen beiden Freundinnen um sie nach fünf Minuten tanzen auf die Toilette zu zerren um ihren Frust rauszulassen. Die nächsten vier Stunden sehen sich die fünf nicht wieder. Während die beiden Herren sich am Ausschank die Kante geben, versuchen die drei Ladys mit ihrem Tanzen alle Männerblicke auf sich zu ziehen.
Als dann die 18-jährige sich einmal von der Tanzfläche losreißt, um sich ein bisschen zu erfrischen, sieht sie, wie ihr Freund einer anderen hinterher geguckt hat. Nun ist alles zu spät. Sie macht ihm live vor Ort eine Szene, in der sie ihm erklärt, was für ein unzivilisiertes Schwein er doch sei, setzt sich ins Auto und fährt weg. In der Zeit, die die übrigen zwei Damen noch bis in die Morgenstunden tanzen, versucht der 16 jährige noch sein Glück bei der einen oder aderen des schöneren Geschlecht, kassiert aber nur Körbe.
Zum Abschluss finden dann alle noch einen netten Herren, der dank ein paar Anspielungen einer der 17-jährigen die vier noch nach Hause fährt.
Phase 6: Das Wochenende. Die beiden Jungen nüchtern aus und die drei Mädchen sitzen zusammen und diskutieren was für ein---piep---loch dort der 19-jährige ist.
Phase 7: Monatg. Alle fünf treffen sich in der Schule wieder. Er schenkt ihr ein Strauß mit zwölf roten Rosen und sie verzeiht ihm, weil alle wissen, das morgen die Planung fürs nächste Wochenende ansteht.

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