Desperados Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 08/2003
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Summe aller Bewertungen
- Geschmack:
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Erfahrungsbericht von MatthiasHuehr
DAS Party-"Bier" aus Frankreich
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Wer von euch das deutsche Reinheitsgebot kennt, der müßte wissen, was ursprünglich die Strafe für den Verstoß dagegen war. Das Ersäufen in dem Zeugs war es nicht, leider, denn so human zu den Konsumenten war der bayrische Herzog Wilhelm IV nicht. Er ließ nur die Fässer mit dem Gebräu beschlagnahmen. Die Passage aus dem Gebot, die nachhaltig fördernd für die deutsche Bierkultur ist übrigens „...Ganz besonders wollen wir, daß forthin allenthalben in unseren Städten, Märkten und auf dem Lande zu keinem Nier mehr Stücke als allein Gersten, Hopfen und Wasser verwendet und gebraucht werden soll....“. Seit dem Tage konnte in Deutschland kein Bier mehr legal vertrieben werden, welches andere Zutaten aufwies. Deutschland war im siebten Bierhimmel bis die EU dafür sorgte, daß das erste Gesetz über die Qualität eines Produktes unterwandert werden konnte. Das Gesetz gilt nur für deutsche Brauereien, die Konkurrenz aus dem Ausland kann sie umgehen und Produkte auf den Markt bringen, die irgendwie etwas anders sind.
Im Mensaclub, in den ich fast jede Samstag Nacht verbringe, gibt es ein Kultgetränk, das außergewöhnlich beliebt ist. Es handelt sich dabei um Desperados. Das ist eines von den Bieren, die laut Reinheitsgebot kein Bier sind, laut EU aber schon. Ich will mich an dieser Stelle nicht auslassen, ob es ein richtiges Bier ist oder nicht, sondern nur meine Meinung zu dem Getränk äußern.
Die Verpackung dieses Bieres ist schon einmal völlig anders, als man gewohnt ist. Es gibt kein Etikett auf der Flasche, sondern einen Aufdruck. Als wenn das nicht schon reichen würde um sich von der Masse abzuheben, wurde die Flaschenglasfarbe auch völlig untypisch für eine Bierflasche gewählt. Während das deutsche Bier einsam in grünen oder braunen Flaschen auf ihr Ende warten müssen, kann ein Desperados wenigstens dabei die Umwelt betrachten, da die Flasche durchsichtig ist. Das hat aber auch den Vorteil oder Nachteil, daß man das Bier von außen betrachten kann. Desperados hat eine helle gelbliche Farbe, was optisch schon ein Graus für einen richtigen Biertrinker sein muß.
Bier ist zum Trinken da und darum belassen wir es nicht beim Anschauen und ordern eine Flasche, die es übrigens als 0,33 Literflasche gibt. Nach dem Entkronen wir eine halbe Scheibe Zitrone in den Flaschenhals gesteckt und man kann das Desperados endlich genießen oder angewidert das Gesicht verziehen. Das Desperados muß übrigens gut gekühlt sein, denn ansonsten schmeckt es nicht. Und wenn man es endlich in seinen Händen hat, kommt die Stunde der Wahrheit, denn der Geschmack ist das Hauptkriterium für die Bewertung.
Ein richtiger Biertrinker bekommt einen Schock, wenn er ein Desperados vorgesetzt bekommt. Der Geschmack ist etwas scher zu beschreiben. Er ist süßlich, etwas herb, aber auch säuerlich und ein wenig salzig. Es hat etwas von einer alkoholischen Limonade. Den Geschmack kann man mit Hilfe der Zutaten erklären. Statt Gerste wird Desperados mit Mais gebraut. Hopfen und Malz sind ein Muß und so könnte man von einem Maisbier sprechen, wären da nicht noch andere Zutaten. Glukosesirup und Zucker haben nichts in einem Bier zu suchen, bei Desperados findet man sie aber wieder, weshalb das Bier sehr süß schmeckt. Durch den Zusatz von Säuerungsmittel und Zitronensäure bekommt das Getränk einen säuerlichen Geschmack. Der Schuß Tequila, mit dem geworben wird, ist nur ein Fake, da nur Aromastoffe mitTequilageschmack hinzugefügt wurden.
Desperados ist kein Bier im üblichen Sinne, sondern eher ein kultiges Partygetränk. Man sollte sich vom Gedanken trennen, daß es sich um ein Bier handeln soll. Einfach mal probieren und nicht schon nach dem ersten Schluck das Urteil fällen. Desperados ist ein Getränk, an dessen Geschmack man sich erst gewöhnen muß. Der Genuß von Desperados entführt uns in eine exotische Geschmackswelt, die uns ein mexikanisches Feeling vermittelt. Damit wir am nächsten Morgen auch noch etwas davon haben, bekommt man in der Flasche 6,9% Alkohol mitgeliefert.
Wo Licht, in diesem Fall die heiße Sonne einer mexikanischen Wüste, ist, da ist auch Schatten. Durch die Zusammensetzung hat es einen Nachteil. Wenn man mit der vollen Flasche in der Hand plempert, dann kleben die Hände aufgrund des Zuckeranteiles. Dies tritt bei richtigem Bier nicht auf. Das ist zwar nur eine Kleinigkeit, aber muß erwähnt werden. Der größte Minuspunkt ist aber der Preis. Im Mensaclub kostet eine Flasche derzeitig 2 Euro, was sogar noch relativ billig ist, denn in anderen Klubs oder Lokalen kann man locker 3 Euro dafür bezahlen. Selbst der Ladenpreis soll bei 1,5 Euro liegen. Wenn ich bedenke, daß ich selbst für 0,5 Liter Importbier aus Rußland, da gibt es tatsächlich nicht nur Wodka, nur einen Euro auf den Tisch legen muß, ist diese Synthetikbrause doch recht teuer.
Die Bewertung fällt ziemlich schwer. Für ein Bier ist es ... naja, für ein exotisches Partygetränk ist es doch recht interessant im Geschmack. Da aber ziemlich viel Chemie verarbeitet wurde und trotzdem der Preis unverständlich hoch ist, bekommt Desperados von mir keine Höchstbewertung.
Im Mensaclub, in den ich fast jede Samstag Nacht verbringe, gibt es ein Kultgetränk, das außergewöhnlich beliebt ist. Es handelt sich dabei um Desperados. Das ist eines von den Bieren, die laut Reinheitsgebot kein Bier sind, laut EU aber schon. Ich will mich an dieser Stelle nicht auslassen, ob es ein richtiges Bier ist oder nicht, sondern nur meine Meinung zu dem Getränk äußern.
Die Verpackung dieses Bieres ist schon einmal völlig anders, als man gewohnt ist. Es gibt kein Etikett auf der Flasche, sondern einen Aufdruck. Als wenn das nicht schon reichen würde um sich von der Masse abzuheben, wurde die Flaschenglasfarbe auch völlig untypisch für eine Bierflasche gewählt. Während das deutsche Bier einsam in grünen oder braunen Flaschen auf ihr Ende warten müssen, kann ein Desperados wenigstens dabei die Umwelt betrachten, da die Flasche durchsichtig ist. Das hat aber auch den Vorteil oder Nachteil, daß man das Bier von außen betrachten kann. Desperados hat eine helle gelbliche Farbe, was optisch schon ein Graus für einen richtigen Biertrinker sein muß.
Bier ist zum Trinken da und darum belassen wir es nicht beim Anschauen und ordern eine Flasche, die es übrigens als 0,33 Literflasche gibt. Nach dem Entkronen wir eine halbe Scheibe Zitrone in den Flaschenhals gesteckt und man kann das Desperados endlich genießen oder angewidert das Gesicht verziehen. Das Desperados muß übrigens gut gekühlt sein, denn ansonsten schmeckt es nicht. Und wenn man es endlich in seinen Händen hat, kommt die Stunde der Wahrheit, denn der Geschmack ist das Hauptkriterium für die Bewertung.
Ein richtiger Biertrinker bekommt einen Schock, wenn er ein Desperados vorgesetzt bekommt. Der Geschmack ist etwas scher zu beschreiben. Er ist süßlich, etwas herb, aber auch säuerlich und ein wenig salzig. Es hat etwas von einer alkoholischen Limonade. Den Geschmack kann man mit Hilfe der Zutaten erklären. Statt Gerste wird Desperados mit Mais gebraut. Hopfen und Malz sind ein Muß und so könnte man von einem Maisbier sprechen, wären da nicht noch andere Zutaten. Glukosesirup und Zucker haben nichts in einem Bier zu suchen, bei Desperados findet man sie aber wieder, weshalb das Bier sehr süß schmeckt. Durch den Zusatz von Säuerungsmittel und Zitronensäure bekommt das Getränk einen säuerlichen Geschmack. Der Schuß Tequila, mit dem geworben wird, ist nur ein Fake, da nur Aromastoffe mitTequilageschmack hinzugefügt wurden.
Desperados ist kein Bier im üblichen Sinne, sondern eher ein kultiges Partygetränk. Man sollte sich vom Gedanken trennen, daß es sich um ein Bier handeln soll. Einfach mal probieren und nicht schon nach dem ersten Schluck das Urteil fällen. Desperados ist ein Getränk, an dessen Geschmack man sich erst gewöhnen muß. Der Genuß von Desperados entführt uns in eine exotische Geschmackswelt, die uns ein mexikanisches Feeling vermittelt. Damit wir am nächsten Morgen auch noch etwas davon haben, bekommt man in der Flasche 6,9% Alkohol mitgeliefert.
Wo Licht, in diesem Fall die heiße Sonne einer mexikanischen Wüste, ist, da ist auch Schatten. Durch die Zusammensetzung hat es einen Nachteil. Wenn man mit der vollen Flasche in der Hand plempert, dann kleben die Hände aufgrund des Zuckeranteiles. Dies tritt bei richtigem Bier nicht auf. Das ist zwar nur eine Kleinigkeit, aber muß erwähnt werden. Der größte Minuspunkt ist aber der Preis. Im Mensaclub kostet eine Flasche derzeitig 2 Euro, was sogar noch relativ billig ist, denn in anderen Klubs oder Lokalen kann man locker 3 Euro dafür bezahlen. Selbst der Ladenpreis soll bei 1,5 Euro liegen. Wenn ich bedenke, daß ich selbst für 0,5 Liter Importbier aus Rußland, da gibt es tatsächlich nicht nur Wodka, nur einen Euro auf den Tisch legen muß, ist diese Synthetikbrause doch recht teuer.
Die Bewertung fällt ziemlich schwer. Für ein Bier ist es ... naja, für ein exotisches Partygetränk ist es doch recht interessant im Geschmack. Da aber ziemlich viel Chemie verarbeitet wurde und trotzdem der Preis unverständlich hoch ist, bekommt Desperados von mir keine Höchstbewertung.
33 Bewertungen, 5 Kommentare
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31.08.2006, 10:57 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh :o)
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19.08.2006, 08:44 Uhr von campimo
Bewertung: sehr hilfreichMein Kopf tut weh, die Füße stinken - höchste Zeit ein Bier zu trinken!
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13.08.2006, 17:55 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLieben Gruß :-)) Marianne
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26.04.2002, 15:31 Uhr von Dialya
Bewertung: sehr hilfreichWohl nicht wirklich nach meinem Geschmack...
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26.04.2002, 15:14 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichWusste gar nicht das es auf Frankreich kommt
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