Spider-Man 2 (VHS) Testbericht

Spider-man-2-vhs-fantasyfilm
ab 19,19
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Erfahrungsbericht von T_Goose

Ein Held in der Krise

Pro:

Story, die Effekte, toller Humor an den passenden Stellen, Schauspieler

Kontra:

nichts

Empfehlung:

Ja

Hallo liebe Community. Bereits der erste Teil von Spiderman hat mich absolut begeistert und daher war es für mich auch von vorne herein klar, dass ich mir die Fortsetzung ansehen werde. Diverse Trailer im Vorfeld brachten meine Spannung immer mehr zum Kochen und ich konnte den Kinostart kaum erwarten. Gestern war es dann endlich soweit und ich konnte mir den neuen Actionstreifen reinziehen. Mit ein paar Kumpels, Chips und ner Flasche Bier machte ich es mir im Kinosessel bequem und konnte so dem trüben Wetter erst einmal entfliehen.

.:: Story ::.

Peter Parker ( Tobey Maguire ) ist im normalen Leben ein Schwächling, der nicht wirklich etwas auf die Beine bringt. Doch er führt ein Doppelleben, in dem er zu Spiderman, eine echten Helden, wird, bei dem er gegen das Böse kämpft. Doch dieses Doppelleben ist sehr anstrengend und so schafft er es nicht, sein normales Leben in geordnete Bahnen zu lenken. Seinen Job als Pizzabote verliert er und auch an der Uni kommt er kaum voran, da ihm einfach die Zeit fehlt. Auch sein Job bei der Zeitung, wo er Bilder von Spiderman verkauft, läuft nicht gerade sonderlich gut.

Hinzu kommt, dass seine Tante May ( Rosemary Harris ) Geldprobleme hat und ihr Haus nicht mehr halten kann. Auch im Bezug auf seine große Liebe Mary Jane ( Kirsten Dunst ), ist Peter nicht weitergekommen. Er kann ihr seine echten Gefühle einfach nicht offenbaren, was zum einen an seiner Schüchternheit, andererseits aber auch vor seinem geheimen und gefährlichen Doppelleben liegt. Hinzu kommt noch, dass Spiderman hin und wieder seine Kräfte verliert und er so nicht immer das machen kann, was er will.

Ein Experiment von Dr. Otto Octavius ( Alfred Molina ), bei dem Peter anwesend ist, gerät außer Kontrolle, wobei Octavius zum Opfer seiner eigenen Erfindung wird. Riesige Tentakel, die er sich auf den Rücken hat pflanzen lassen, übernehmen die Kontrolle über ihn – wodurch ein neuer und gefährlicher Gegner für Spiderman geschaffen wurde – Doc Ock!

Die Ereignisse überschlagen sich. Mary Jane hat den Heiratsantrag eines angesehenen Astronauten angenommen und Peter beschließt, endlich ein normales Leben zu führen und den Helden Spiderman für immer verschwinden zu lassen...

.:: Meinung ::.

Um es gleich vorweg zu nehmen, mir hat die Fortsetzung von Spiderman sehr gut gefallne und es war einfach tolle Unterhaltung und ein guter Kinoabend. Das reicht für eine Meinung natürlich noch nicht aus, daher werde ich sie euch in den nächsten Absätzen näher bringen.

Sehr gelungen fand ich schon einmal die Einleitung. Während des Vorspanns sind im Hintergrund Comicszenen zu sehen, die einen Rückblick auf den ersten Teil liefern. So bekommt man noch einmal einen guten Einblick in die Entstehung von Spiderman und um was es im ersten Teil überhaupt ging. So kommen Kenner des Films deutlich besser in die Materie herein, während die Erstseher des zweiten Teils auch sehr gut darüber bescheid wissen, wie es denn überhaupt zu Spiderman gekommen ist. Untermalt wird dieser Rückblick mit eine genialen instrumentalen Musik, die schon gleich die Spannung in die Höhe schraubt. Eine mehr als gelungene Idee, die mir persönlich ausgezeichnet gefallen hat.

Weiter geht es mit dem Film und man befindet sich inmitten von Peter Parkers Leben. Schnell wird hier klar, dass es zwei verschiedene Leben von ihm gibt. In seinem „echten“ Leben läuft bei Parker fast nichts zusammen. Er ist eher ein Tollpatsch und egal was er anpackt, irgend etwas geht schief. So hat er keinen Erfolg an der Uni und auch in seinen Jobs, egal ob als Pizzabote oder Fotograf, läuft nichts so, wie es soll. Immer ist er einen Tick zu spät oder etwas anderes hat mal wieder nicht geklappt. Ganz im Gegenteil zu seiner Identität als Spiderman! Hier klappt wirklich alles und er ist ein echter Held. Diese Differenz finde ich noch deutlicher als im ersten Teil. Doch sie ist für dieses Fortsetzung von großer Bedeutung. Diese Entscheidung wird für Parker auch zu einer schweren Belastung, da er sich nicht mehr voll und ganz auf seine Heldenrolle konzentrieren kann, was des öfteren zu großen Probleme führt.

Die Story an sich finde ich ehrlich gesagt perfekt durchdacht. Sie ist, soweit man das bei so einem Film sagen kann, absolut logisch und verständnisvoll. Sie zeigt, dass sich Spiderman zwischen seinem Heldenleben und einem normalen Leben, mit seiner großen Liebe Mary Jane, entscheiden muss. Oftmals steckt er dann in einer Zwickmühle, wo es eine passende Entscheidung zu fällen gibt. Keine einfach Situation.
Die Schaffung des bösen Gegenspielers finde ich einzigartig. So wird der normale Dr. Octavius von einem auf den anderen Moment zu seinem Gegenspieler, wogegen er sich noch nicht einmal wehren kann. So wechselt von einer Sekunde auf die andere Freund zu Feind!

Die Spannung ist hoch, auch wenn es einige Stellen gibt, die vorhersehbar sind. Doch das war für mich nicht sonderlich überraschend, da es mir von vorneherein ziemlichklar war, wie die Story verlaufen würde. Doch dies hat der Spannung in meinem Fall nichts angetan. Überraschende Wendung gab es zwar leider nicht, doch trotzdem fand ich den Film sehr unterhaltsam.
Die gewählte Länge von 125 Minuten finde ich angemessen, da wirklich eine ganze Menge in dem Film untergebracht werden musste. Die eine oder andere Szene hätte man zwar auch kürzer gestalten können, aber alles in allem möchte ich trotzdem keine Minute des Films missen. Die Altersfreigabe von 12 Jahren halte ich gut ausgewählt. Es gibt keinen nennenswerten Szenen, die nicht geeignet wären.

Was Spiderman natürlich besonders ausmacht, sind die zahlreichen Actionszenen. Diese sind ausgezeichnet gelungen. Es macht allein schon großen Spaß, wenn man Spiderman zusehen kann, wie er an seinen Spinnfäden durch die Häuserschluchten fliegt. Doch es bliebt nicht nur allein dabei. Auch in den Kampfszenen gegen Dr. Ock, in denen Spiderman nicht immer als Sieger hervorgeht, geht es ordentlich zu Sache. Da fliegt die große Spinne schon mal durch den Raum und knallt gegen eine Wand. Echt unglaublich, dass er sich von solchen Treffern erholen kann. So geht er teilweise mit stark zerrissener Kleidung aus den Kämpfen hervor und auch die eine oder andere blutige Stelle ist zu sehen.
Einzigartig finde ich allerdings die Szenen auf der S-Bahn! Spiderman und Dr. Ock kämpfen in, auf und neben der Bahn und das bei vollem Tempo. Wirklich atemberaubende Szenen, die einfach nur Spaß machen. Super finde ich das Finale auf der S-Bahn, als sie mit hohem Tempo und Führerlos auf eine Sackgasse zurast! Ich möchte an dieser Stelle nicht erzählen, wie Spiderman den Zug stoppt. Nur so viel, es ist atemberaubend!

Doch es gibt noch zwei andere Dinge, die den Film so einzigartig machen. Da wäre zum einen der Humor. Ja, der zweite Teil hat einen hohen Anteil an Humor, der bei mir und vielen anderen im Kinosaal sehr gut angekommen ist. Schon der Anfang, als sich Spiderman als fliegender Pizzabote gibt, bringt ein starkes Lachen in mir hervor. Aber auch einige kleine Gas sind im Film versteckt. So will ein Obdachloser, der Spidermans Kostüm in einer Mülltonne gefunden hat und es der Zeitung geben will, es lieber bei Ebay reinsetzen, da er dort wesentlich mehr dafür bekommt ;-)
Die Szene im Fahrstuhl hat mich allerdings fast vom Sessel gehauen! Spiderman fährt in voller Montur im Aufzug nach unten und ein Mann steigt zwischendrin hinzu. Jeder kennt diese peinliche Stille, die in einem Aufzug passiert. Genau das ist hier auch der Fall. Der Mann mustert Spiderman von oben bis unten und sagt dann nur „Tolles Spiderman Kostüm. Ist sicherlich unbequem.“ Spiderman nickt nur und fügt einige Sekunden später hinzu, dass es manchmal im Schritt zwickt. Und dann herrscht wieder diese peinliche Stille, wo man auf die Uhr schaut und einfach nur möchte, dass es vorbei ist! Diese Gags sind eine Bereicherung für den Film.

Zum zweiten gibt es noch die Szenen, in denen Spiderman seine wahre Identität preisgibt. Das finde ich schon ungewöhnlich, da seine Identität doch für immer geheim bleiben soll, doch dann kennen ihn plötzlich alle Personen, die sich in seinem Umkreis befinden. Das hat mir nicht ganz so gefallen, da ich es besser gefunden hätte, wenn Spiderman für alle ein Geheimnis gewesen wäre und sich alle gefragt hätten, wer denn nun hinter der Maske steckt.

.:: Schauspieler ::.

Tobey Maguire
Er spielt die Doppelrolle von Peter Parker und Spiderman. Im Vergleich zum ersten Teil ist er deutlich erwachsener und männlicher geworden, schafft es aber trotzdem nicht, Uni, Jobs und Superheldenleben unter einen Hut zu bringen. Viel schlimmer noch, er scheint fast kein Privatleben mehr zu haben und kann seiner großen Liebe Mary Jane seine wahren Gefühle nicht offenbaren. Ich finde seine Rolle sehr gut gespielt und er macht in seinem Spiderman-Kostüm eine hervorragende Figur. Denn als Peter Parker ist er oft zu tollpatschig! Seine Rolle nehme ich ihm zu 100% ab und es hätte keinen besseren geben können.

Kirsten Dunst
Sie ist eine ausgezeichnete Besetzung für die Rolle der Mary Jane Watson. Sie ist die Jugendliebe von Peter Parker, allerdings nimmt sie nach zahlreichen Enttäuschungen von ihm einen Heiratsantrag eines Astronauten an. Sie will ihr Leben endlich selbst in die Hand nehmen. Von Peters Doppelleben ahnt sie nichts und die darf es auch nicht erfahren. Mir gefällt ihr tolles Lächeln, mit dem sie sicherlich zahlreiche Männerherzen höher schlagen lässt. Allerdings bleibt sie etwas im Hintergrund von Spiderman, was auch verständlich ist, da dieser häufiger auf der Leinwand zu sehen ist. Trotzdem kann sie mit ihrer Rolle überzeugen und spielt einen ausgezeichneten Part, auch wenn sie sicherlich mehr auch sich herausholen kann!

Alfred Molina
Hier hinter verbirgt sie der Bösewicht Dr. Ock. Eiegtnlich ist Dr. Octavius ein angesehener Wissenschaftler, doch durch ein fehlerhaftes Experiment, wird er zum Bösewicht des Films und läuft fortan mit vier riesigen Tentakeln auf dem Rücken herum. Diese übernehmen die Kontrolle über ihn, was ihn so zum Feind von Spiderman macht. Eine gut gespielte Rolle, die dem Film sehr gut tut. Vor allen finde ich es eine beachtliche Leistung, da Molina die Tentakel bei den Dreharbeiten tatsächlich getragen haben soll. Wirkt es anfangs noch ungewohnt, wenn er mit den Tentakeln herumläuft, so gewöhnt er sich zusehend daran, was er mit einer coolen und lockern Art auch zeigt. Mir gefällt seine Rolle als Bösewicht, die er recht passabel spielt.

James France
Harry Osborn ist der beste Freund von Peter Parker und zugleich hat er großen Hass auf Spiderman, da dieser seinen Vater umgebracht hat. Er verlangt von Peter immer wieder, dass er ihn zu Spiderman bringen soll, damit er sich an ihm rächen kann. Wenn Harry wirklich wüsste, wer hinter der Maske steckt... Mir gefällt die Rolle jedenfalls nicht sonderlich und auch die schauspielerische Leistung von France finde ich eher durchschnittlich. Ist eben nichts besonders. Er bleibt blass und kommt gegen die restlichen Schauspieler einfach nicht an.

Rosemary Harris
Zu guter letzt noch Peters Tante May. Die ältere Frau hat nach dem Tod von Ben Parker noch immer, doch trotzdem ist sie für Peter weiterhin eine Stütze. Auch wenn es ihr nicht gut geht, und ihr Haus verpfändet werden soll, greift sie ihm doch trotzdem unter die Arme. Sie ist einfach eine liebenswürdige Person, der man nichts böse nehmen kann. Mir gefällt ihre Rolle jedenfalls sehr gut und ich hoffe, dass sie auch im dritten Teil noch zu sehen ist.

.:: Daten zum Film ::.

Land / Jahr : USA 2004
Titel : Spiderman 2
Verleih : Columbia Tristar
Länge : 125 Minuten
FSK : ab 12 Jahren
Regie : Sam Raimi
Schauspieler : Tobey Maguire ( Peter Parker / Spiderman ), Kirsten Dunst ( Mary Jane Watson ), Alfred Molina ( Dr. Otto Octavius ), James France ( Harry Osborn ), Rosemary Harris ( Tante May )
Budget : 200 Mio. Dollar
Kinostart : 08.07.2004
Internet: www.spider-man2.de

.:: Fazit ::.

Spiderman 2 ist für mich eine geniale Fortsetzung und in meinem Augen ein absolutes Muss! Der Film hat einfach alles. Ein gute Story, tolle Effekte, Witz und Spannung. Es passt einfach alles und dadurch wird der Film zu einem mehr als gelungenen Kinoabend. Sehr gut hat mir das offene Ende gefallen, dass seinerseits somit alles für einen dritten Teil offen hält, worauf ich mich schon jetzt freue. Bis dahin kann ich euch aber den zweiten Teil an Herz legen. Ich kann ihn nur empfehlen und vergebe auch die vollen 5 Sterne.

Ich danke für eure Aufmerksamkeit, bis zum nächsten Mal

Ciao T_Goose

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