Studiengebühren Testbericht

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Erfahrungsbericht von Ingwer

Studiengebühren- der Stand der Dinge (21.07.02)

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Eine erste Meinung zu diesem Thema habe ich ja schon geschrieben: Nun möchte ich nur kurz für diejenigen, die nicht informiert sind, den neusten Stand der Dinge knapp zusammenfassen. Für den Beginn dieser Entwicklung bzw. Hintergrundinformationen lest Ihr vielleicht lieber meinen anderen Beitrag.
Und so sieht es zum heutigen Tage aus:

Zuerst die gute Nachricht: Wahrscheinlich wird es keine pauschalen \"Verwaltungsgebühren\" von 50 Euro pro Nase und Semester geben.
Weiterhin sollen Einnahmen über Studiengebühren nicht mehr pauschal dem Haushaltsloch dienen, sondern in den Bildungsetat fließen.
(Die Frage ist jedoch, ob den Unis danach wirklich mehr Geld zur verfügung steht oder ob es sich nur um eine mehr oder weniger geschickte Umverteilung handelt, da sich der Etat meiner Meinung nach aus den Studiengebühren selbst finanzieren müssen wird und ihm halt von anderer Seite Gelder gestrichen werden, die dann ins Haushaltsloch fließen.)

Und jetzt die schlechte:
Leider sind die Gebühren in Höhe von 650€ für Langzeit- und Seniorenstudenten, sowie für ein Zweitstudium immer noch und mehr denn je geplant.
Eine abschließende Regelung, wer als Langzeit, Senioren, oder Zweitstudent gelten wird, gibt es aber noch nicht. Über diese Studiengebühren soll im September im Landtag abgestimmt werden und sie sollen dann ab dem Sommersemester 2003 eingezogen werden.
2004/2005 sollen dann Studienkontenmodelle für alle Studenten eingeführt werden. Für alle, die mit diesem Begriff nichts anfangen können, hier eine kurze Erklärung:

Auf seinem Studienkonto hat jeder Student eine Gutschrift über ein bestimmtes Kontingent an Semesterwochenstunden. Diese setzen sich aus einer Grundanzahl zusammen, plus 20%. Wie das kontrolliert werden soll, wer in welchem Semester wieviele Stunden verbraucht hat, ist nicht klar. (Evt. pauschal nach der geltenden Studienordnung!?)Jedenfalls, wenn das Konto leer ist, muß StudentIn für sein/ihr weiteres Studium bezahlen.
Das bedeutet natürlich auch, dass nur noch das erste Studium gebührenfrei ist, denn das Studienkonto gilt für das ganze Leben.
Anbei einige Artikel aus Spiegel- Online Veröffentlichungen zum Thema, da könnt ihr bei Interesse alles noch mal nachlesen.

Im \"Spiegel\"

Stoiber gegen Studiengebühren: \"Freibier für alle\"
Bummelstudenten müssen zahlen
Protest gegen Gebühren: Goldfische als Geiseln
Gebühren in NRW: Die Partei, die Partei, die hat... ein Problem
Schröders Wahlversprechen (4): Die leicht marode Ideenfabrik
Proteste gegen \"Spar Wars\": Die Torten fliegen tief
Special: Studiengebühren

Tatsache ist, dass Studienkonten auch Studiengebühren darstellen, da in Zukunft nur noch das Erststudium kostenfrei bleiben wird, und das sicherlich auch nur innerhalb einer Regelstudienzeit.

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