Telekom Internet Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 05/2007
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Summe aller Bewertungen
- Geschwindigkeit:
- Verfügbarkeit:
- Preis-Leistungs-Verhältnis:
- Abrechnung:
Erfahrungsbericht von Cassiopeia81
T-DSL, was ist das?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Hallo liebe Community,
vor etwas mehr als einen Monat war es auch bei mir soweit und die Trendtechnologie DSL machte auch halt in meinem Haus. Ich entschied mich hiermit mein altes 56K Modem über den Jordan zu schicken und mich der Willkür der Telekom auszuliefern. Doch dange wird einmal vorne an.
***** Background Information I (die Technik) *****
Zur Erklärung:
1. Downstream:
Hiermit bezeichnet man den Fluß von Daten, der aus dem Internet auf den heimischen PC des Telekomkundens gelangt.
2. Upstream:
Das selbve Prinzip wie beim Downstream, nur wird in diesem Fall der Datenfluß vom PC in die Weiten des Netzes bezeichnet.
3. Datastream:
Der Datastream ist der gesamte Datenaustausch eines PCs. Mit diesem Begriff addiert man den Downstream und den Upstream.
4. die Übertragungsgeschwindigkeit:
Die Übertragungsgeschwindigkeit wird in der Regel in Kbit/sek. gemessen. Ein Kilobit entspricht hierbei genau 128 Byte. 768 Kilobits entsprechen also einer maximalen Leistung eines Anschlusses von 98.304 Byte oder 96 KiloByte.
Das Kürzel DSL steht für „Digital Subscriber Line“. Um eine DSL-Verbindung aufbauen zu können werden zwei Modems verwendet. Das Eine wird von der Telekom nach der Bestellung eines DSL-Anschlusses mitgeliefert und das andere steht in irgendeiner Vermittlungsstelle der deutschen Telekom.
Durch DSL machen sich die Anbieter eine Eigenschaft des weitverbreiteten Kupferkabel zu nutzen. Bisher wurde das Kupfer nur für Gespräche, also Audio-Signale, verwendet. Doch wurde damit das Potential des Kupferkabelnetzwerk kaum verwirklicht. Ein Kupferkabel kann Frequenzen bis zu 1,1 Mhz sinnvoll verarbeiten, bei einem normalen Telefonanruf ist aber bei 4 KHz Schluss. Also kam man auf die Idee zwei Frequenzen zu überlagern. Im unteren Bereich das Telefonat und im unteren Bereich den Datastream.
Durch diese Nutzbarkeit des Kupfers können mit der DSL-Technologien Übertragungsraten bis in den Bereich von 50 Mbit pro Sekunde erreicht werden. Jedoch ergeben sich bei solchen Geschwindigkeiten Probleme mit der Zuverlässigkeit. Daher werden diese Geschwindigkeiten nicht angeboten, da gerade im Datastream die Zuverlässigkeit unerlässlich ist. Die Telekom bietet einen 1,5 Mbit/sek. Zugang an, der jedoch in der Regel aufgrund des enormen Preises höchstens für Firmen erschwinglich ist, und einen 768 Kbit/sec Zugang (private Nutzung) an.
Bei dem in privaten Haushalten üblichen 768 Kbit Verbindungen kann der Downstream mit 768 Kbit, aber der Upsteam nur mit 128Kbit gewährleistet werden.
***** Background Information II (die Varianten) *****
DSL ist beleibe keine neue Technologie mehr, schon End der achtziger Jahre wurde an dem Nutzen der Technologie geforscht. Inzwischen gibt es zig Varianten von DSL, die meist in der Form „x“-DSL beschrieben sind. Ein paar davon möchte ich euch hier vorstellen:
ADSL:
ADSL (Asymmetric DSL) ist wohl der bekannteste DSL-Vertreter. Ihren Ursprung fand diese Anwendung der DSL-Technologie bei den dotcom-Unternehmen. ADSL sollte benutz werden, um den Vertriebn von Videos à la Realplayer über das Netz anzukurbeln (Video on Demand). Die Weiterentwicklung vin VDSL (Very High Bit Rate DSL) war eine Weitentwicklung von ADSL. Diese Verbindung wurde speziell für kürzere Strecken konzipiert. Auf kürzeren Strecken gibt es weniger Übertragungsverlust, was höhere Übertragungsraten ermöglicht.
HDSL:
Ein weiterer sehr verbreiteter Zweig der DSL-Familie ist das HDSL (High Data Rate DSL), dese Variante ist der Ursprung der DSL-Technologie. Alle anderen Varianten wurden aus dieser abgewandelt. HDSL sollte sein Leben einzig und allein als Datendienst fristen. Es war gar nicht für die breite Masse vorgesehen, nun ist dies aber der Fall. Weiterentwicklungen wie HDSL2, SDSL oder G.SHDSL führten zu einem Sieglauf der DSL-Technologie.
***** der Lieferumfang der Telekom *****
Die Telekom liefert fast alles, was man für eine sofortige Konstruktion des T-DSL benötigt, aber eben nur fast. Sowie das Modem als auch die dazugehörige Spezial-Telefondose wird mitgeliefert. Hinzu kommt ein ausreichender Kabelsalat und eine explizite Beschreibung der Montage.
Was allerdings nicht im Lieferumfang vorhanden ist, ist eine Netzwerkkarte. Jedoch läuft kein T-DSL ohne eine Netzwerkkarte mit „Ten-Base“ Anschluss. Dafür ist der Kunde dann selbst zuständig, sofern er nicht bereits eine Karte im PC hat. Die Kosten für die Karte halten sich zwar mit 30-50 DM im Rahmen, aber trotzdem gehört diese Karte meiner Meinung nach zu einer Auslieferung dazu. Dafür gibt es von mir Abstriche.
***** die Montage *****
Ich war hoch erfreut und dachte mir gleich meinen Teil dazu, als ich das alles entscheidene Pakt mit der Hardware öffnete und als erstes Blatt ein „Korrekturblatt“ vorfand. Ich dachte nur, dass fängt ja gut an.
Aber damit lag ich falsch, ganz im Gegenteil. Die Installation ging recht fix vor sich. Begonnen habe ich mit der Montag der Spezialdose an die Wand. Diese Dose enthält einen Stecker für den DSL Anschluß und zwei Anschlüsse für mein analoge Telefon bzw. einem Modem. Dann ging es an das Modem, auch dieses sollte fest an der Wand fixiert werden, da es so doch noch am besten aussieht. Da kam nun das Korrekturblatt zum Einsatz. Die liebe Telekom hat nämlich in der herkömmlichen Beschreibung falsche Abstände für die Bohrungslöcher angegeben. Das wäre recht peinlich geworden.
An dieser Stelle vielleicht noch ein kleiner Tipp, bevor ihr nach den Angaben des Korrekturblattes irgendwelche geschätzten Löcher in die Wand reißt würde ich das Blatt als Vorlage nehmen. Das Blatt wurde genau im Maßstab 1:1 gezeichnet und ist daher hervorragend geeignet. Eindach das Blatt als Schablone zwischen Wand und Bohrer halten und die Sache passt. Dann noch die vier Sechser Dübel in die Wand gehauen und die Sache passt.
Bleibt nur noch der Kabelsalat. Was muß alles miteinander verbunden werden.
Netzwerkkarte - TDSL Modem
TDSL Modem –DSL Dose
DSL Dose – Telefondose
und die Stromversorgung für das Modem
Die Stromversorgung ist das einzige graue Kabel in der Telekom Lieferung. Dieses sollte kein Problem darstellen. Ebenso wie das schwarze 0815-Kabel für die Telefon –und DSL Dose, da diese nur einmal enthalten sind.
Etwas gerätselt habe ich bei dem Tenbase Kabel zu meiner Netzwerkkarte und der Verbindung zwischen Modem und DSL Dose. Beides sind Breitbandstecker und beide passen beim jeweils anderen.
Das Geheimnis hierbei ist abmessen, sie haben nämlich eine unterschiedliche Breite, die man jedoch mit dem Auge kaum erahnen kann. Also einfach nachmessen und die Sache stimmt.
Noch eins, die Netzwerkkarte. Die würde ich unbedingt einbauen, bevor ich die Software von T-Online installiere, da die Telekom hier ihre eigenen Treiber für die eingebaute Netzwerkkarte mitinstalliert.
***** Installation *****
Das grobe Handwerk ist nun also fertig. Jetzt geht es an das feine Geschick im Umgang mit Treiber und Installationsroutinen.
Die Installation der Software 4.0 an sich ist eigentlich nicht so das Problem. Die Dateien werden kopiert und Treiber werden installiert. Doch nun geht es dann los...
Ist der Computer nach der Installation hochgefahren würde ich jedem raten erst einmal einen Testaufbau durch die Software der Telekom durchzuführen. Geschafft! Man ist das erste Mal online, aber was sind das denn immer für komische Pausen im Aufbau? Genau um die soll es mir hier noch einmal gehen, denn diese Pausen sind ganz einfach herauszubekommen. Das Zauberwort heißt „Protokoll“.
Abhilfe bei dem Problem kann man sich im Menü Systemsteuerung und dann bei Netzwerk (bezogen auf Win9x) verschaffen. Dort muß man sich die Konfiguration etwas verbiegen. Folgende Komponenten sollten dort noch enthalten sein, es können beliebig Protokolle hinzugefügt oder gelöscht werden. Nur mit den T-DSL Protokollen sollte man vorsichtig sein, da diese nur per Neuinstallation der T-Online Software wiederhergestellt werden können.
Hier sind meine Komponenten aufgelistet:
- Clients für Microsoft-Netzwerke
- Netzwerkkarte (welche auch immer)
- T-DSL Adapter
- NDISWAN für das T-DSL Protokoll
- T-DSL Protokoll für die Netzwerkkarte
Bitte die Protokolle nur als unverbindliche Empfehlung nehmen, so hat es nur meine Wenigkeit sich eingerichtet ;-)
So, dass war es. Mit diesen Einstellungen dürfte es keine Probleme mehr mit Pausen oder der Verbindung geben. Besonders aufpassen sollte man auf die TCP-Protokolle, die der Grund für die Pausen sind.
***** DFÜ-Verbindung *****
Wer nicht jedes Mal Lust hat die Telekom Software aufzurufen wie ich, kann eine sogenannte DFÜ-Verbindung anlegen. Dies kann man unter Zubehör und DFÜ-Netzwerk machen. Klickt man dann auf DFÜ-Verbindung erstellen benötigt man folgende Daten:
- Namen der Verbindung
beliebig
- Ortsvorwahl
einfach das 0xxx-Schema eingeben
- Rufnummer
einfach eine 1, das ist di von T-Online
- Benutzernamen
der Benutzername ergibt sich durch die Anschlusskennung + die Telefonnummer des Kunden (Vorwahl und Rufnummer) und den Suffix (Form #000x, normaler x = 1).
- Kennwort
Dieses Kennwort wird von T-Online gestellt, kann aber jederzeit vom Kunden geändert werden.
Zum Schluss folgen noch ein paar Änderungen bei den Protokollen, die die DFÜ-Verbindung benötigt.
- DFÜ-Adapter
- TCP Protokoll für DFÜ
- T-DSL Protokoll für DFÜ
so, nachdem dies geregelt ist kann man in aller Ruhe durchs Netz surfen.
***** meine ersten Erfahrungen *****
Wie viele andere vor mir auch war ich überwältigt davon, wie schnell das ganze doch im Vergleich zu meinem lahmen 56 K-Modem ist. Einfach gigantisch, die Seiten werden im Nu geladen. Der theoretischen Wert von 96 Kbyte pro Sekunde wird zwar nie erreicht, aber 85 KiloByte pro Sekunde in der Spitze ist doch auch nicht zu verachten. Es dauert nicht lange und man kann sich gar nicht mehr vorstellen, wie man ohne DSL surfen konnte. Die Leitung ist stabil und eventuelle Übertragungsprobleme scheinen eher wegen dem anderen Server zu Stande zu kommen.
***** der erste Eindruck trügt *****
Leider sind ein Teil dieser ersten Impressionen trügerisch. Der zeitweilige Geschwindigkeitseinbruch ist scheinbar doch des Öfteren durch die Telekom bedingt. Sie haben ihre Kapazitäten so ausgeschöpft, dass zur „Rush hour“ einfach zu viele Leute online sind und das ganze Netz die Menge nicht mehr so schnell verarbeiten kann. Hinzu kommen zeitweilige Einwahlprobleme, die einem Angst und Bange machen. Es gab Tage, in denen man sich gar nicht einwählen kann. Ruft man dann bei der Telekom an, bekommt man als Antwort ein lapidares „wir können bei Ihnen keinen Fehler finden“. Mit anderen Worten, wir wissen nicht was los ist, also muß der Fehler bei Ihnen liegen.
***** Preise/Tarife *****
Ich surfe momentan über die von T-Online angebotene DSL flat, die mich pauschal 49 DM pro Monat kostet. Wenn das aber schon alles wäre... hinzu kommt noch die normalen Gebühren für den Anschluß, so dass rund 80 DM jeden Monat zum Teufel sind.
T-Online bietet auch einen Tarif an, über den im Minutentakt abgerechnet wird. Der sogenannte T-Online eco Tarif kostet pro Minute 2,9 Pf. und eine monatliche Grundgebühr von 8 DM.
Da ich jedoch monatlich im Bereich von 40 Stunden und mehr online bin, teils studienbedingt teils Freizeit, ist kommt für mich der eco Tarif nicht in Frage.
Ich würde ihn auch nicht empfehlen, da sich schon nach 22 Stunden die Kosten der Flatrate rechnen.
22.2.2002:
Sorry, daß ich noch keine Euro-Preise habe, aber ich werde sie nachreichen.
***** Fazit *****
Ich war von der leichten Montage wirklich beeindruckt. Wobei man jedoch das Fehlen der Netzwerkkarte sowie die notwendige Korrektur durch ein Formblatt erwähnen muß. Die Installation an sich ist auch nicht weiter schwierig. Nach der Installation der Software kann jeder Laie bereits ins Netz. Allerdings muß man wissen, wie man die Pausen herausbekommt, oder eben mit Ihnen leben. Ähnlich ist die Sache mit der T-Online Software bzw. DFÜ-Verbindung.
Die Preise von T-Online sind undiskutabel zu teuer. Das Problem ist, dass es derzeit keinen direkten Konkurrenten auf dem Markt gibt, auch AOL ist teilweise von der Telekom abhängig. Ob man AOL nun als Marktkonkurrenten sehen möchte oder nicht ist jedem sich selbst überlassen...
Eventuelle Einwahlprobleme sind da aber noch ärgerlicher, diese dürften zu dem Preis normalerweise nicht zu Stande kommen.
Mit freundlichen Grüssen
Cassiopeia81 (22.2.2002; 15:10 1872 Worte)
vor etwas mehr als einen Monat war es auch bei mir soweit und die Trendtechnologie DSL machte auch halt in meinem Haus. Ich entschied mich hiermit mein altes 56K Modem über den Jordan zu schicken und mich der Willkür der Telekom auszuliefern. Doch dange wird einmal vorne an.
***** Background Information I (die Technik) *****
Zur Erklärung:
1. Downstream:
Hiermit bezeichnet man den Fluß von Daten, der aus dem Internet auf den heimischen PC des Telekomkundens gelangt.
2. Upstream:
Das selbve Prinzip wie beim Downstream, nur wird in diesem Fall der Datenfluß vom PC in die Weiten des Netzes bezeichnet.
3. Datastream:
Der Datastream ist der gesamte Datenaustausch eines PCs. Mit diesem Begriff addiert man den Downstream und den Upstream.
4. die Übertragungsgeschwindigkeit:
Die Übertragungsgeschwindigkeit wird in der Regel in Kbit/sek. gemessen. Ein Kilobit entspricht hierbei genau 128 Byte. 768 Kilobits entsprechen also einer maximalen Leistung eines Anschlusses von 98.304 Byte oder 96 KiloByte.
Das Kürzel DSL steht für „Digital Subscriber Line“. Um eine DSL-Verbindung aufbauen zu können werden zwei Modems verwendet. Das Eine wird von der Telekom nach der Bestellung eines DSL-Anschlusses mitgeliefert und das andere steht in irgendeiner Vermittlungsstelle der deutschen Telekom.
Durch DSL machen sich die Anbieter eine Eigenschaft des weitverbreiteten Kupferkabel zu nutzen. Bisher wurde das Kupfer nur für Gespräche, also Audio-Signale, verwendet. Doch wurde damit das Potential des Kupferkabelnetzwerk kaum verwirklicht. Ein Kupferkabel kann Frequenzen bis zu 1,1 Mhz sinnvoll verarbeiten, bei einem normalen Telefonanruf ist aber bei 4 KHz Schluss. Also kam man auf die Idee zwei Frequenzen zu überlagern. Im unteren Bereich das Telefonat und im unteren Bereich den Datastream.
Durch diese Nutzbarkeit des Kupfers können mit der DSL-Technologien Übertragungsraten bis in den Bereich von 50 Mbit pro Sekunde erreicht werden. Jedoch ergeben sich bei solchen Geschwindigkeiten Probleme mit der Zuverlässigkeit. Daher werden diese Geschwindigkeiten nicht angeboten, da gerade im Datastream die Zuverlässigkeit unerlässlich ist. Die Telekom bietet einen 1,5 Mbit/sek. Zugang an, der jedoch in der Regel aufgrund des enormen Preises höchstens für Firmen erschwinglich ist, und einen 768 Kbit/sec Zugang (private Nutzung) an.
Bei dem in privaten Haushalten üblichen 768 Kbit Verbindungen kann der Downstream mit 768 Kbit, aber der Upsteam nur mit 128Kbit gewährleistet werden.
***** Background Information II (die Varianten) *****
DSL ist beleibe keine neue Technologie mehr, schon End der achtziger Jahre wurde an dem Nutzen der Technologie geforscht. Inzwischen gibt es zig Varianten von DSL, die meist in der Form „x“-DSL beschrieben sind. Ein paar davon möchte ich euch hier vorstellen:
ADSL:
ADSL (Asymmetric DSL) ist wohl der bekannteste DSL-Vertreter. Ihren Ursprung fand diese Anwendung der DSL-Technologie bei den dotcom-Unternehmen. ADSL sollte benutz werden, um den Vertriebn von Videos à la Realplayer über das Netz anzukurbeln (Video on Demand). Die Weiterentwicklung vin VDSL (Very High Bit Rate DSL) war eine Weitentwicklung von ADSL. Diese Verbindung wurde speziell für kürzere Strecken konzipiert. Auf kürzeren Strecken gibt es weniger Übertragungsverlust, was höhere Übertragungsraten ermöglicht.
HDSL:
Ein weiterer sehr verbreiteter Zweig der DSL-Familie ist das HDSL (High Data Rate DSL), dese Variante ist der Ursprung der DSL-Technologie. Alle anderen Varianten wurden aus dieser abgewandelt. HDSL sollte sein Leben einzig und allein als Datendienst fristen. Es war gar nicht für die breite Masse vorgesehen, nun ist dies aber der Fall. Weiterentwicklungen wie HDSL2, SDSL oder G.SHDSL führten zu einem Sieglauf der DSL-Technologie.
***** der Lieferumfang der Telekom *****
Die Telekom liefert fast alles, was man für eine sofortige Konstruktion des T-DSL benötigt, aber eben nur fast. Sowie das Modem als auch die dazugehörige Spezial-Telefondose wird mitgeliefert. Hinzu kommt ein ausreichender Kabelsalat und eine explizite Beschreibung der Montage.
Was allerdings nicht im Lieferumfang vorhanden ist, ist eine Netzwerkkarte. Jedoch läuft kein T-DSL ohne eine Netzwerkkarte mit „Ten-Base“ Anschluss. Dafür ist der Kunde dann selbst zuständig, sofern er nicht bereits eine Karte im PC hat. Die Kosten für die Karte halten sich zwar mit 30-50 DM im Rahmen, aber trotzdem gehört diese Karte meiner Meinung nach zu einer Auslieferung dazu. Dafür gibt es von mir Abstriche.
***** die Montage *****
Ich war hoch erfreut und dachte mir gleich meinen Teil dazu, als ich das alles entscheidene Pakt mit der Hardware öffnete und als erstes Blatt ein „Korrekturblatt“ vorfand. Ich dachte nur, dass fängt ja gut an.
Aber damit lag ich falsch, ganz im Gegenteil. Die Installation ging recht fix vor sich. Begonnen habe ich mit der Montag der Spezialdose an die Wand. Diese Dose enthält einen Stecker für den DSL Anschluß und zwei Anschlüsse für mein analoge Telefon bzw. einem Modem. Dann ging es an das Modem, auch dieses sollte fest an der Wand fixiert werden, da es so doch noch am besten aussieht. Da kam nun das Korrekturblatt zum Einsatz. Die liebe Telekom hat nämlich in der herkömmlichen Beschreibung falsche Abstände für die Bohrungslöcher angegeben. Das wäre recht peinlich geworden.
An dieser Stelle vielleicht noch ein kleiner Tipp, bevor ihr nach den Angaben des Korrekturblattes irgendwelche geschätzten Löcher in die Wand reißt würde ich das Blatt als Vorlage nehmen. Das Blatt wurde genau im Maßstab 1:1 gezeichnet und ist daher hervorragend geeignet. Eindach das Blatt als Schablone zwischen Wand und Bohrer halten und die Sache passt. Dann noch die vier Sechser Dübel in die Wand gehauen und die Sache passt.
Bleibt nur noch der Kabelsalat. Was muß alles miteinander verbunden werden.
Netzwerkkarte - TDSL Modem
TDSL Modem –DSL Dose
DSL Dose – Telefondose
und die Stromversorgung für das Modem
Die Stromversorgung ist das einzige graue Kabel in der Telekom Lieferung. Dieses sollte kein Problem darstellen. Ebenso wie das schwarze 0815-Kabel für die Telefon –und DSL Dose, da diese nur einmal enthalten sind.
Etwas gerätselt habe ich bei dem Tenbase Kabel zu meiner Netzwerkkarte und der Verbindung zwischen Modem und DSL Dose. Beides sind Breitbandstecker und beide passen beim jeweils anderen.
Das Geheimnis hierbei ist abmessen, sie haben nämlich eine unterschiedliche Breite, die man jedoch mit dem Auge kaum erahnen kann. Also einfach nachmessen und die Sache stimmt.
Noch eins, die Netzwerkkarte. Die würde ich unbedingt einbauen, bevor ich die Software von T-Online installiere, da die Telekom hier ihre eigenen Treiber für die eingebaute Netzwerkkarte mitinstalliert.
***** Installation *****
Das grobe Handwerk ist nun also fertig. Jetzt geht es an das feine Geschick im Umgang mit Treiber und Installationsroutinen.
Die Installation der Software 4.0 an sich ist eigentlich nicht so das Problem. Die Dateien werden kopiert und Treiber werden installiert. Doch nun geht es dann los...
Ist der Computer nach der Installation hochgefahren würde ich jedem raten erst einmal einen Testaufbau durch die Software der Telekom durchzuführen. Geschafft! Man ist das erste Mal online, aber was sind das denn immer für komische Pausen im Aufbau? Genau um die soll es mir hier noch einmal gehen, denn diese Pausen sind ganz einfach herauszubekommen. Das Zauberwort heißt „Protokoll“.
Abhilfe bei dem Problem kann man sich im Menü Systemsteuerung und dann bei Netzwerk (bezogen auf Win9x) verschaffen. Dort muß man sich die Konfiguration etwas verbiegen. Folgende Komponenten sollten dort noch enthalten sein, es können beliebig Protokolle hinzugefügt oder gelöscht werden. Nur mit den T-DSL Protokollen sollte man vorsichtig sein, da diese nur per Neuinstallation der T-Online Software wiederhergestellt werden können.
Hier sind meine Komponenten aufgelistet:
- Clients für Microsoft-Netzwerke
- Netzwerkkarte (welche auch immer)
- T-DSL Adapter
- NDISWAN für das T-DSL Protokoll
- T-DSL Protokoll für die Netzwerkkarte
Bitte die Protokolle nur als unverbindliche Empfehlung nehmen, so hat es nur meine Wenigkeit sich eingerichtet ;-)
So, dass war es. Mit diesen Einstellungen dürfte es keine Probleme mehr mit Pausen oder der Verbindung geben. Besonders aufpassen sollte man auf die TCP-Protokolle, die der Grund für die Pausen sind.
***** DFÜ-Verbindung *****
Wer nicht jedes Mal Lust hat die Telekom Software aufzurufen wie ich, kann eine sogenannte DFÜ-Verbindung anlegen. Dies kann man unter Zubehör und DFÜ-Netzwerk machen. Klickt man dann auf DFÜ-Verbindung erstellen benötigt man folgende Daten:
- Namen der Verbindung
beliebig
- Ortsvorwahl
einfach das 0xxx-Schema eingeben
- Rufnummer
einfach eine 1, das ist di von T-Online
- Benutzernamen
der Benutzername ergibt sich durch die Anschlusskennung + die Telefonnummer des Kunden (Vorwahl und Rufnummer) und den Suffix (Form #000x, normaler x = 1).
- Kennwort
Dieses Kennwort wird von T-Online gestellt, kann aber jederzeit vom Kunden geändert werden.
Zum Schluss folgen noch ein paar Änderungen bei den Protokollen, die die DFÜ-Verbindung benötigt.
- DFÜ-Adapter
- TCP Protokoll für DFÜ
- T-DSL Protokoll für DFÜ
so, nachdem dies geregelt ist kann man in aller Ruhe durchs Netz surfen.
***** meine ersten Erfahrungen *****
Wie viele andere vor mir auch war ich überwältigt davon, wie schnell das ganze doch im Vergleich zu meinem lahmen 56 K-Modem ist. Einfach gigantisch, die Seiten werden im Nu geladen. Der theoretischen Wert von 96 Kbyte pro Sekunde wird zwar nie erreicht, aber 85 KiloByte pro Sekunde in der Spitze ist doch auch nicht zu verachten. Es dauert nicht lange und man kann sich gar nicht mehr vorstellen, wie man ohne DSL surfen konnte. Die Leitung ist stabil und eventuelle Übertragungsprobleme scheinen eher wegen dem anderen Server zu Stande zu kommen.
***** der erste Eindruck trügt *****
Leider sind ein Teil dieser ersten Impressionen trügerisch. Der zeitweilige Geschwindigkeitseinbruch ist scheinbar doch des Öfteren durch die Telekom bedingt. Sie haben ihre Kapazitäten so ausgeschöpft, dass zur „Rush hour“ einfach zu viele Leute online sind und das ganze Netz die Menge nicht mehr so schnell verarbeiten kann. Hinzu kommen zeitweilige Einwahlprobleme, die einem Angst und Bange machen. Es gab Tage, in denen man sich gar nicht einwählen kann. Ruft man dann bei der Telekom an, bekommt man als Antwort ein lapidares „wir können bei Ihnen keinen Fehler finden“. Mit anderen Worten, wir wissen nicht was los ist, also muß der Fehler bei Ihnen liegen.
***** Preise/Tarife *****
Ich surfe momentan über die von T-Online angebotene DSL flat, die mich pauschal 49 DM pro Monat kostet. Wenn das aber schon alles wäre... hinzu kommt noch die normalen Gebühren für den Anschluß, so dass rund 80 DM jeden Monat zum Teufel sind.
T-Online bietet auch einen Tarif an, über den im Minutentakt abgerechnet wird. Der sogenannte T-Online eco Tarif kostet pro Minute 2,9 Pf. und eine monatliche Grundgebühr von 8 DM.
Da ich jedoch monatlich im Bereich von 40 Stunden und mehr online bin, teils studienbedingt teils Freizeit, ist kommt für mich der eco Tarif nicht in Frage.
Ich würde ihn auch nicht empfehlen, da sich schon nach 22 Stunden die Kosten der Flatrate rechnen.
22.2.2002:
Sorry, daß ich noch keine Euro-Preise habe, aber ich werde sie nachreichen.
***** Fazit *****
Ich war von der leichten Montage wirklich beeindruckt. Wobei man jedoch das Fehlen der Netzwerkkarte sowie die notwendige Korrektur durch ein Formblatt erwähnen muß. Die Installation an sich ist auch nicht weiter schwierig. Nach der Installation der Software kann jeder Laie bereits ins Netz. Allerdings muß man wissen, wie man die Pausen herausbekommt, oder eben mit Ihnen leben. Ähnlich ist die Sache mit der T-Online Software bzw. DFÜ-Verbindung.
Die Preise von T-Online sind undiskutabel zu teuer. Das Problem ist, dass es derzeit keinen direkten Konkurrenten auf dem Markt gibt, auch AOL ist teilweise von der Telekom abhängig. Ob man AOL nun als Marktkonkurrenten sehen möchte oder nicht ist jedem sich selbst überlassen...
Eventuelle Einwahlprobleme sind da aber noch ärgerlicher, diese dürften zu dem Preis normalerweise nicht zu Stande kommen.
Mit freundlichen Grüssen
Cassiopeia81 (22.2.2002; 15:10 1872 Worte)
30 Bewertungen, 5 Kommentare
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05.03.2002, 10:32 Uhr von Mr.Smith
Bewertung: sehr hilfreichSchenk mir jemand Geld, dann hol ich es mir auch. *seufz*
-
26.02.2002, 18:22 Uhr von vollonator
Bewertung: sehr hilfreichNach diesem Bericht solltest Du vielleicht Deinen Usernamen ändern. Doc.T-DSL würde besser zu Dir passen.
-
24.02.2002, 14:11 Uhr von KleineWolke
Bewertung: sehr hilfreichähhhm..ja...keine Fragen mehr ;-)
-
23.02.2002, 02:00 Uhr von Nokia183
Bewertung: sehr hilfreichsuper bericht danke
-
22.02.2002, 16:15 Uhr von Donline
Bewertung: sehr hilfreichSo ist es besser ;o) Viele Grüße Donline
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