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Erfahrungsbericht von trenker26

Grenzenlos

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Ich will heute über eine Organisation schreiben,die meiner Meinung nach die höchste Anerkennung und den größten Respekt verdient hat: Ärzte ohne Grenzen.

1.Gründung
**********
Gegründet wurde die Organisation am 20.Dezember 1971 von Bernard Koucher in Paris.
Koucher war als Spezialist für
Magen-und Darmkrankheiten 1968 für das Rote Kreuz im nigerianischen Bürgerkriegsgebiet Biafra im Einsatz gewesen.Er wurde dort mit unvorstellbaren Leid konfrontiert. So entschloss er sich,über alle religösen und gesellschaftlichen Schranken hinweg,Menschen zu helfen.Und die ganze Welt sollte über die Zustände in manchen Ländern erfahren. Beim Roten Kreuz war ihm das nicht möglich,weil diese Organisation für ihre Mitarbeiter eine Schweigepflicht auferlegte.

2.Einsatzgebiete
****************
Der Vulkanausbruch Anfang des Jahres im Kongo.
Bei Hungerkatastrophen oder Ebola-Ausbruch in Afrika.
Beim Bürgerkrieg im Kosovo.
Nach dem Angriff der Russen auf Tschetschenien.

Die Ärzte ohne Grenzen sind immer mit als Erste vor Ort.

Seit 20 Jahren sind sie z.B.: in Afghanistan vor Ort.So wollten sie im Sommer vergangenen Jahres Die Welt darauf aufmerksam machen,daß nach dreijähriger Dürre und der menschen-
verachtenden Politik der Taliban Hunderttausenden Menschen der Hungertod drohte. Das war Monate vor den Anschlägen des 11.September und der darauffolgenden Angriffe der USA auf das Land.

Derzeit sind die Ärzte ohne Grenzen in 83 Ländern im Einsatz.In 20 davon toben Kriege

3.Finanzierung
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Da die Ärzte ohne Grenzen unabhängig sind und sein wollen,finanzieren sie sich zu fast 80 Prozent aus privaten Spenden.Der Rest sind Hilfen von diversen Regierungen:z.B.:
England,Holland,Belgien,USA und auch von den Vereinten Nationen.
diese Unabhängigkeit ermöglicht es ihnen schneller vor Ort zu sein,als die an bürokratische Regelen gebundene Organisationen.

4.Mitarbeiter
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Die Ärte ohne Grenzen haben heute Sektionen in 18 Staaten. 20000 einheimische Mitarbeiter,sowie 2000 international freiwillig tätige Helfer stehen bereit: Ärzte,Helfer,Pfleger,Logistiker und Techniker.
Sie müssen sich für mindesten sechs Monate zum Einsatz verpflichten.Die Helfer erhalten
eine Aufwandsentschädigung,sowie Reisekosten,
Unterkunft und Verpflegung.
Voraussetzungen für eine Mitarbeit sind neben Idealismus,Achtung der Menschenwürde und Respekt vor anderen Kulturen,eine ab-
geschlossene Berufsausbildung und mindestens zwei Jahre Berufserfahrung.
Außerdem werden sehr gute Englisch und/oder französiche,spanische,portugisische Sprachkenntnisse verlangt.
Gefährlich kann diese Arbeit auch sein: Immer wieder wurden und werden Mitarbeiter festgenommen,entführt und auch umgebracht.

1999 bekamen die Ärzte ohne Grenzen den
Friedensnobelpreis.

\"Wenn wir uns auch nicht sicher sind,daß Reden rettet,
sind wir uns doch sicher,daß Schweigen tötet\"

MFG Werner

PS: Mehr Infos zur Organisation gibts unter
\"www aerzte-ohne-grenzen.de\" Dort erfährt man über die aktuellen Projekte oder wohin man Spenden kann. Es lohnt sich





----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-14 22:56:42 mit dem Titel Gelähmt!

Sie erinnert sich noch gut an den Tag, der ihr Leben radikal verändert hat.

Von einen Moment zu nächsten konnte sie nicht mehr gehen. Einfach so! Kein Gefühl mehr in den Beinen. Der herbeigerufene
Hausarzt konnte nicht helfen. Also, ab ins
Krankenhaus mit dem Sanka.
Dort konnte man ihr zunächst auch nicht helfen. So wurde sie wurde in ein Acht-Bett-Zimmer verlegt.
Nach einigen Untersuchungen konnte eines
ausgeschlossen werden: Es war kein Schlag-
anfall. Doch was war es dann?

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Ihre Familie war momentan völlig überfordert.
Die Gefühle spielten verrückt.Die Ehefrau,
Mutter und Hausfrau, plötzlich nicht mehr da?
Für immer gelähmt? Das passiert doch bloß
anderen! Wie solls den nun weitergehen?
Das ganze Leben gerackert ohne Ende. Eine
Nebenerwerbslandwirtschaft verlangt einen echt alles ab. Austehen 5 Uhr in der Früh,
egal ob werktags oder feiertags, einfach jeden Tag. Für Urlaub war nie Zeit. Aber sie waren immer mit ganzen Herzen dabei.
Und nun das! War alles umsonst?

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Inzwischen wurde ein Spezialist hinzugezogen.
Rückenmarksinfarkt! Was soll das denn sein?
Ein Blutgerinsel hat sich im Rückenmark ein-
genistet und irgendwann einfach die Ver-
bindungen zu den Beinen zerstört. Doch wie kam es dorthin? Erklärungsversuch: Drei Jahre
vorher bei einen Unfall im Haushalt hatte sie
einen Schädelbasisbruch. Dort könnte das Blutgerinsel entstanden sein und dann weiter-
gewandert sein.

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Inzwischen tagte der Familienrat.
Es wurde beschlossen,die Landwirtschaft auf-
zugeben.Das aber schweren Herzens.
Einfach aufgeben, was man sich über viele Jahre hinweg aufgebaut hat? Und aud diese Weise?

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Zwei Wochen vergingen.
Inzwischen lagen in den 8-Bett-Zimmer nur noch drei Patienten.Die durften wohl alle
nach Hause? Nein, die sind gestorben!

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Sie wurde nun verlegt in ein Unfallkranken-
haus,das auch spezialisiert ist für Quer-
schnittslähmung.Mit deren Therapie sollte
versucht werden, sie wieder auf die Beine
zu bringen.

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welche Schicksale sie dort fand, sie konnte
es kaum glauben. Jeder in dieser Unfall-
klinik konnte seine eigene Geschichte erzählen. Da war der LKW-Fahrer, der nur aus
seinen Truck aussteigen wollte. Einmal danebengetreten, runtergefallen und nun im
Rollstuhl.
Oder die 18-jährige, die seit einen Auto-
unfall vom Hals ab gelähmt ist. Wäre besser gewesen,dabei zu sterben. Jetzt könne sie sich nicht mal selber umbringen um ihren Leid
ein Ende zu setzen,sagte sie immer wieder.

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Drei Wochen Therapie und viel Untersuchungen
waren vorbei.Nun kam die Gewissheit: Sie
solle sich auf ein Leben im Rollstuhl
einstellen.

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Die Therapie wurde umgestellt. Jetzt wurde ihr beigebracht, wie man mit einen Rollstuhl
richtig umgeht. Tolle Aussichten.

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Es blieb nicht viel Zeit. Man mußte den Tatsachen ins Auge sehen.Das Haus mußte umgebaut werden. Jede Treppe, jede Tür-
schwelle wird zum unüberwindbaren Hinderniss.
Ein behindertengerchtes Bad muß her! Was zahlt die Krankenkasse? und und und
Wo soll man da bloß anfangen?

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Endlich nach Hause! Nach sechs Monaten Quälerei, Frust und Stress, endlich nach Hause! Alles negative war für den Moment
vergessen!

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Schlußwort:

Meine Eltern sind beide heute 57 Jahre alt.
Das ganze ist passiert vor mehr als drei Jahren, in einen Alter wo man normalerweise
langsam aufs Leben zurückblicken kann und sich etwas zurücklehnen kann.Der Plan die Landwirtschaft aufzugeben,war schon geschmiedet. Daß dann das Schicksal so zuschlägt,damit konnte ja keiner rechnen.
Gott hatt es wohl so gewollt. Was das für uns alle eine stressige Zeit war,ist eigentlich unglaublich.
Meine Mutter war diejenige,die sich mit ihren Schicksal schnell abgefunden hat. Am
schnellsten von uns allen!
Es hat bewiesen,wie gut unsere Familie intakt
war.Der Zusammenhalt war einfach da. Es war selbstverständlich,meine Mutter wieder nach Hause zu holen und nicht in irgendein Heim zu stecken.
Ich seh meine Mutter immer als meine Mutter.
Ich sehe da keinen behinderten Menschen, einfach nur meine Mutter! Auch heute noch!

Egal was die mir dann nicht mal zwei Monate
später angetan haben.Da hat man dann gesehen,
wie schnell,daß sich das Blatt wenden kann.
Das hab ich ja in meinen Bericht \"Ausländer-
feindlichkeit in der eigenen Familie\" nieder-
geschrieben.
Über das bin ich heute noch nicht hinweg.
Trotzdem würd ich für meine Eltern immer wieder das gleiche tun!

MFG Werner

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