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Erfahrungsbericht von JensDurbahn

Interpretation einer Erzählung

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Die Erzählung „Das Fräulein Von Scuderi“ von E.T.A. Hoffmann handelt von einer Adligen die ihren Schützling vor dem Gericht verteidigt


Der erste Abschnitt besteht aus einer dramatischen Szene, mit einem geheinnisfollen Kästchen. Die Martiniere hört ein lautes klopfen an der Tür. Sie hat aber Angst die Tür zu öffnen, weil sie alleine im Haus ist. Sie entschliest sich aber doch die große Tür zu öffnen. Sofort ist ein fremder Mann an ihr vorbei und fragt wo das Fräulein ist, aber die Martiniere sagt kein Wort. Biss er ein langen Dolch aus der Tasche zieht. Sie bleibt aber ohne sich zu bewegen stehen. Draußen hört man schon die Hufen der Pferde, die der unbekannte Fremde natürlich auch hört. Er gibt der Martiniere ein kleines Kästchen in die Hand, dass sie dem Fräulein geben soll.
Die Martiniere gibt es dem Fräulein aber nicht, sie will es in den Fluss werfen. Was sie aber nicht tut. Nach langen überlegen entschließt sie sich es dem Fräulein doch zu geben. Obwohl es eigentlich die Herrschaft öffnen müsste.


Im zweiten Abschnitt möchte ich den Historischen Hintergrund dieser Zeit erläutern.
Es wahr die Zeit des Sonnenkönigs und somit die Zeit des Absolutismus. Es wurden sehr viele Giftmorde vollübt, die natürlich auch aufsehen in der Bevölkerung verursachen. Deswegen hat die Martiniere auch angst, das Geheimnisvolle Kästchen zu öffnen. Es könnte ja ein sogenannter Giftmord auf das Fräulein verübt werden. Die Frage und zugleich die Spannung dieser Szene ist, was sich in dem kleinen Kästchen befindet und ob es jemals geöffnet wird.


Im dritten Abschnitt steht Rene Cardillacs Tod im Vordergrund. Aber zum Anfang möchte ich noch mal auf das Kästchen zurück kommen. Als die Martiniere und das Fräulein mit der Kutsche unterwegs sind, kommt ein Reiter und schmeißt ein Zettel in die Kutsche. Auf diesem Zettel steht, dass das Fräulein zu Cardillac fahren soll und das Kästchen bei ihm abgeben muss. In dem Kästchen ist Geschmeide gewesen, dass Cardillac angefertigt hat. Als das Fräulein nach zwei Tagen das Kästchen zu Rene bringen will, ist sie leicht geschockt. Er ist Tod und der Mörder soll Olivier Brusson sein. Seine Tochter rennt aus dem Haus und ist sich sicher das es nicht Olivier war. Die Scuderi möchte die Madelon bei sich aufnehmen, solange wie sie es möchte.


Der vierte Teil der Erzählung handelt von dem Geständnis des Olivier Brusson.
Als das Fräulein und die Martiniere Olivier sehen, sind sie wie versteinert. Er ist der Mörder? Die beiden Frauen haben ihn erkannt. Er war der Geheimnisvolle Mann an der Kutsche und in der Wohnung. Nach einigen Tagen kommt ein Herr der dem Fräulein mitteilt, das Olivier nur ihr die Wahrheit erzählen möchte. Sie überlegt lange, aber willigte ein. Als die Beamten Olivier zum Fräulein bringen fängt er sofort an zu erzählen. Noch im Gespräch merkt sie das Oliviere ihr Schützling von früher ist, denn sie auf jedem fall aus seiner misslichen Lage befreien möchte.
Als Olivier ihr die die Ganze Geschichte erzählt hat, ist sie von seiner Unschuld überzeugt, obwohl alles gegen ihn spricht. Sie ist zwar entsetzt von der Krankheit die Cardillac in sich trägt, aber sie verspricht nichts der Madelon zu sagen. Einige Tage nach dem Geständnis kommt ein Mann zum Fräulein von Scuderi und gesteht den Mord an Rene Cardillac. Dem Fräulein fällt ein riesiger Stein vom Herzen, weil sie weiß, dass Brusson unschuldig ist.


Im fünften und letzten Abschnitt geht es um die Freilassung des Olivier Brusson durch eine Veranlassung des Königs. Die Scuderi wirkt vor dem König sehr ruhig und glaubwürdig. Als dieser aber wieder versuchte Olivier als Mörder zu sehen, schmeißst sie sich vor die Füße des Königs. Der König schaut verdutzt und hilft der Scuderi beim aufstehen. Er schickt sie nachhause, wo sie nicht weiß, ob sie ihn überzeugt hat. Als sie dann am nächsten Tag zum König kommen soll, teilte er ihr die Gute Nachricht mit. Olivier ist frei, aber unter einer Bedingung. Er muss Paris verlassen. Die Scuderi bedankt sich und weint vor Freude. Draußen wartet schon Olivier und seine Madelon, die sich nach der Nachricht in die Arme schließen und vor Glück weinen. Die beiden bedanken sich beim Fräulein und ziehen nach Genf, wo sie ein Glückliches Leben führen.


Die Wichtigste Person in der Erzählung ist das Fräulein von Scuderi. Sie scheint eine Gutmütige, Intelligente ältere Frau zu sein, die versteht, wie sie mit Menschen umgehen kann. Sie ist sich auch nicht zu schade, auf Kinder anderer Leute zu Achten und sie durch den Alltag des Lebens zu begleiten. Natürlich ist sie auch eine sehr Begehrte Person, die nicht leicht zu gewinnen ist. Sogar vor dem König ist sie glaubwürdig und überzeugend aufgetreten. Damit hat sie ihren Schützling die Todesstrafe erspart. Das zeigt, wie hilfsbereit sie gegenüber anderen ist. In einigen Momenten ist sie aber auch gerührt, wo sie ihre Freude nicht verdrängen kann. Das spricht dafür, dass sie auch nur ein Mensch ist und nicht wie eine Maschine gesteuert werden kann. Auch ein Geheimnis kann sie für sich behalten, ohne das sie jemanden anlügen muss. Vor dem Gericht umschreibt sie die Wahrheit geschickt, dass am Ende die Freilassung für Olivier Brusson bestätigt.


Die nächste Person die ich beschreiben möchte ist Olivier Brusson.
Oliver war als kleiner Junge oft bei der Scuderi, bis er mit seiner Familie nach Genf zog. Dort machte er eine Ausbildung zum Goldschmied. Als seine Eltern starben, hielt ihn nichts mehr in Genf. Er packte seine Sachen und fuhr nach Paris zurück. Olivier landete als Gehilfe bei Rene Cardillac, den berühmten Goldschmied. Er ist ein fleißiger junger handwerklicher Mann, der nicht so schnell aufgibt. Seine Arbeiten beim Goldschmied waren fast so gut wie die des Meisters. Auch als Olivier wegen Mordes an Rene Cardillac angeklagt war, ließ er sich nicht aus der Ruhe bringen. Sondern überlegte wie er es schaffen könnte aus dieser Sache zu entfliehen. Seine Liebe zur Madelon schadete es nichts, dass er angeklagt war. Sie hielten beide fest zusammen.



Eine weitere wichtige Rolle spielt Rene Cardillac er ist ein geheimnisvoller Mann, der seine Geheimnisse nicht jeden erzählt. Wenn er aber weiß, dass er eine Person vertrauen kann, erzählt er auch mal seine geheimnisvollen Geschichten. Er ist aber auch ein freundlicher und höflicher Mann, der die Entscheidungen anderer Akzeptiert. In Paris ist er der Angesehenste Goldschmied, der seine Arbeiten professionell erledigt. Seine Arbeiten werden von seinen Kunden sehr geschätzt. Den meisten stört es aber, dass er einfach zu genau arbeitet. Da kommt es schon mal zu Verspätungen, die den zahlenden Kunden nicht gefallen. Er lebt in seinem schönen Haus nicht alleine, sondern mit seiner Tochter. Aber auch sie merkt nicht, dass er ein Mörder ist, der die meisten seiner treuen Kunden ermordet und ihn das Geschmeide das er mit Sorgfalt geschaffen hat abnimmt.


Eine weitere Person in der Erzählung ist die Madelon. Sie ist die Tochter von Rene Cardillac und verliebt sich in den Gehilfen ihres angesehenen Vaters. Die beiden, möchten es aber für sich behalten, dass sie ein Paar sind. Als aber ihr Vater dahinter kommt, schmeißt er Olivier sofort vor die Tür. Da ist die Madelon krank geworden und hat vor liebe nur noch geweint. Sie scheint ein Romantisches junges Mädchen zu sein, dass aber auch stur und eingeschnappt aufträten kann. Auch mit den Rauswurf ihres liebsten ist sie natürlich nicht einverstanden. Sie bettelt so lange, dass ihr Vater Olivier bittet zu ihm zurück zu kommen. Das zeigt, dass sie auch in schlechteren Zeiten zu den Menschen den sie nahe steht vertrauen hat. In manchen Situationen muss sie ihre Freude auch zum Ausdruck bringen. Dies ist bei der Freilassung ihres geliebten der Fall. Da lest sie ihren Tränen freien Lauf und sackt vor Freude zu Boden.


Die letzte zu beschreibende Person ist der König. Er wird in dieser Zeit auch als Sonnenkönig bezeichnet. In der Erzählung spielt er nur am Ende eine wichtige Rolle. Ansonsten tritt er wenig in Erscheinung. Er ist scheinbar ein ehrlicher, rücksichtsvoller Mensch, der schwer von der Unschuld des Olivier Brusson zu überzeugen ist. Er sieht sich als alleiniger Staat in Paris und entscheidet über leben und Tod.


Für die Behandlung der Hautthemen habe ich mir zwei besonders ausschlaggebende Themen ausgesucht. Als erstes besonderes Thema habe ich die Liebe ausgewählt, weil sie fast in jeder Erzählung eine wichtige rolle spielt. In der Erzählung vom Fräulein von Scuderi kommt die Liebe in unterschiedlicher Reihenfolge vor. Zum Anfang stehen die Giftmorde im Vordergrund, aber in der Mitte kommt immer mehr die Liebe, aber auch die Romantik zum Vorschein. Am Ende siegt wie in jedem guten Buch die Liebe. Das wird besonders in der letzten Szene nach dem Uhrteil des Königs deutlich. Da sind alle beteiligten glücklich und liegen sich in den Armen.
Als zweites Thema habe ich mit die Gerechtigkeit ausgesucht, weil zu jedem guten Buch Recht und Unrecht gehören. In der Geschichte wird es besonders am Ende deutlich, weil dort die Gerechtigkeit siegt. Wenn sie nicht gesiegt hätte, wäre ein unschuldiger Mensch verurteilt worden. Früher kam man dafür nicht ins Gefängnis, sondern man wurde erhängt oder zu Tode gequält.