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Erfahrungsbericht von Skander

Iraq- kommt nun der Krieg?

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Auszuschließen ist das sicherlich nicht. Gestern bekam Präsident G.W. Bush auch noch
die Zustimmung des Senats zur Anwendung von Gewalt , auch ohne UN Mandat.

Warum eigentlich?
Nun, diese Frage stellen sich im Moment viele.
Vordergründig wird die Bedrohung von Nachbarstaaten durch Hussein mit biologischen, chemischen oder sogar nuklearen Waffen angeführt.
Eine Mittelstreckenrakete könnte sogar
das südliche Europa erreichen.

In Wirklichkeit ist die Bedrohungslage nicht anders als vor 2 Jahren.
also warum ausgerechnet jetzt?
Der Kampf gegen den Terror?
Die Beteiligung des Iraq an Aktionen der El Kaida Gruppe ist nicht bewiesen, sondern eine wenig untermauerte Behauptung der US Administration.

Das ewig strapazierte Argument der Installierung einer Demokratie ist wenig glaubhaft. Das hat man auch in Kuweit behauptet. Die Verhältnisse dort sind
immer noch wenig demokratisch.

Warum dann also den Iraq angreifen?
Dazu muß man wissen, daß im Iraq nach Saudi Arabien die größten, noch nicht erschlossenen, Ölfelder vermutet werden.
Saudi Arabien wird instabiler. Die US Truppen dort schützen nicht das Land sondern die Macht der Familie Ibn Saud, mit der das Volk mehr und mehr unzufrieden ist. Bin Laden ist u.a. auch ein Produkt dieser Widerstandsbewegung.
Saudi Arabien erfüllt auch alle Merkmale eines Landes denen Bush Krieg angekündigt hat.
Es unterstützt finanziell sämtlichen islamischen Terrororganisationen auf diesem Planeten. Und ist man nicht in Afghanistan u.a. deswegen einmarschiert um weitere Greueltaten, wie das abhacken von Händen zu stoppen. Diese Praxis kommt aber aus Saudi Arabien und wird dort noch immer praktiziert. Eine Abkühlung des Verhältnisses der Amis mit Saudi Arabien kann man schon spüren in den Kommentaren der letzten Monate.

Was bleibt also?
Man marschiert in den Iraq ein und sichert sich dort die Ölreserven.
Außerdem geht es auch darum in diesem Raum präsent zu sein und Macht auszuüben, um die Einflussnahme Chinas und eine Ausweitung der Macht des am meisten bevölkerten Staates dieser Erde zu begrenzen.

Was kommt danach?
Im Norden könnten, nach einem Einmarsch der US Amerikaner, die Kurden versuchen einen eignen Staat zu gründen.
Das werden die Türken mit aller Gewalt verhindern und im Norden des Iraq einmarschieren.
Im Süden werden die Perser versuchen ein Stück vom Kuchen zu bekommen. Die Mehrheit der Bevölkerung im Iraq ist schiitisch. (schiat, arabisch für Partei, gemeint ist die Partei des Ali, Schwiegersohn von Mohamed, war mit Fatima seiner Tochter verheiratet. Die Schiiten sehen in ihm den wahren Propheten.)

Auch Persien ist vorwiegend schiitisch. der Iraq wird von der sunnitschen Minderheit regiert. Man kann also davon ausgehen, daß sich einige Iraqer gern den schiitischen Brüdern anschließen werden.

Eine weitere Folge wird sein, daß die Allianz gegen den Terror bröckelt.
Saudi Arabien wird wohl ausscheren. Da ist es sogar fraglich, ob Ägypten mit im Boot bleiben kann. Das wird sich kaum ein arabischer Führer dann noch leisten können. Die ganze Region könnte hochgehen.
Stellt sich die Frage, wollen die Amerikaner das, oder wollen sie das einfach nicht erkennen?
Ich denke, sie wissen was passieren wird. Es ist so gewollt. Man will das Öl, die Macht in der Region und Bush will die begonnne Aktion gegen den Iraq für seinen Vater zu Ende bringen.
Nicht umsonst ist Frau Rice die Sicherheitsberaterin Bushs. Sie war es auch schon beim Vater, soweit ich mich erinnere.

Bei aller Kritik an Bundeskanzler Schröder.
Die Entscheidung sich an diesem Krieg nicht zu beteiligen ist gut überlegt und richtig entschieden. Mehr und mehr Europäer rücken von Bush ab, so auch Frankreich. Selbst Blair wird vorsichtiger in seinen Äußerungen. Die USA und Bush geraten mehr und mehr ins Abseits.
Aktionen ohne UN Mandat,Kyoto Vertrag gekippt, keine Anklage gegen US Soldaten vor dem internationalen Gerichtshof.
Wer mit den USA verhandelt muss wissen, daß deren Geschichte verbunden ist mit über 270 gebrochenen Vertägen mit den Ureinwohnern des Landes. Inzwischen sind international noch ein paar dazu gekommen.
Es wird Zeit diesem arroganen Präsidenten seine Grenzen aufzuzeigen.
Schröder hat den Anfang gemacht. Andere werden folgen. Gut so.

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