Erfahrungsbericht von Sephiroth
I, wie die Indio Indianer aus Peru
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
Wer sie noch nicht kannte soll hier etwas über ikhr Leben (1ster Abschnitt) und über ihre Geschichte (2ter Absnitt) erfahren. ich hoffe es ist interessant für euch.
Ein Tag aus dem Leben der Indios
Jeden dritten Sonntag im März treffen sich alle Einwohner des Kallawaya-Dorfes, um die Entscheidung über die Verteilung der Parzellen fürs nächste Jahr des/der Oberältesten zu hören. Alle warten darauf, dass ihnen ein Teil des fruchtbaren Landes zugeteilt wird.
Es gibt in diesem Dorf keinen Privatbesitz, denn alles gehört der Gemeinde und diese entscheidet die Nutzung des Landes. Die Feldflächen liegen über 4.000 Meter. Auf ihnen wachsen nur die Frost vertragenden Bitterkartoffeln. Jeder der Dorfbewohner versucht ein Stück des Landes zu erhaschen, um mit dessen Ernte seine Familie zu ernähren. Die Indianer halten Lamas und Alpakas. Diese leben in Höhen, wo keine Nutzpflanzen mehr wachsen können und dienen als Transporttiere, bringen Kleidung und selten auch Fleisch.
Unter dem Gebiet der Lamas sind die sieben Kapanas. Sie werden abwechselnd mit zum Beispiel Kartoffeln, Gerste und Bohnen bestellt. Danach muss das Feld vier Jahre brach liegen.
Dieses ausgeklügelte Anbausystem haben die Vorfahren der Kallawaya entwickelt und es wird durch strenge Regeln erhalten.
Jeder darf nur anbauen, was die derzeitige Fruchtfolge angibt. Hält sich jemand nicht an diese Regeln, wird dieser aus der Gemeinschaft ausgeschlossen.
Da die Indianer mehr anbauen, als sie verzehren können, gehen sie regelmäßig zu nahegelegenen Märkte, wo sie ihre Wahren, gegen nichtheimische Erzeugnisse eintauschen.
Durch die Agrarreform der Bolivianer 1953, die jedem Einwohner das Recht auf eigenes Land sichert, ist die Zukunft für diese Sonntage im März noch ungewiss. Durch die Agrarreform kann jeder Kallawaya-Einwohner seine Anbaufrucht selbst auswählen und ist auch für sein eigenes Gebiet verantwortlich. Dies bringt den Handel allerdings durcheinander.
Andere Einwohner des Dorfes bleiben allerdings bei der alten Fruchtfolge-Reglung, da sie so den Boden nicht schädigen und auch in Zukunft bessere Erträge erzielen werden.
Alle alten traditionellen Lebensweisen sind den sozialen und natürlichen Bedingungen angepasst. Die neuen westlichen Ansichten zerstören die sonst so guten Lebenssituationen.
Wird ein neues Haus im Hochland der peruanischen Anden gebaut, ist das nicht die Arbeit eines Einzelnen. Es ist die Aufgabe der Gemeinschaft „Ayni“ oder Uyay“ genannt.
Durch die Hilfe der anderen Dorfbewohner ist der Einzelne auch den anderen zur Hilfe verpflichtet. Diese Pflicht nennt man „Faena“, die es schon seit den Inkas gibt. Zuerst wird ein Meister gewählt und dann die Grundzüge des Baus mit Schnüren abgesteckt. Sobald die Arbeit startet kommenMusiker zur physischen Unterhaltung.
Bei einem Maisgetränk namens „Chicha“ werden die kommenden Arbeiten besprochen. Die Helfer werden bei freudigem Tanz besucht.
Jeder Arbeiter, der von Speis und Trank nimmt, hat sich dazu verpflichtet bis zum Ende des Baufestes mitzuarbeiten.
Der Lehm für die Hauswände wird freiwillig vom eigenen Bauplatz genommen und in gleichmäßige Quader geformt. „Fremde Erde“ zu benutzen ist ein schlimmes Vergehen.
Die Lehmquader, „Adobes“, werden in Holzformen angepasst.
Für den Hausbau werden Fundamentgraben ausgehoben. Die Indios opfern Coca; Zigaretten; Schnaps und Blumen an die Mutter Erde. Für den Bau der Hauswände („pirca“) werden die Arbeiter in verschiedene Gruppen eingeteilt. Es gibt welche, die „Adobe“ tragen müssen, welche die den Mörtel herstellen und welche die das Haus mit Wasserwaagen ins Lot bringen.
Zur Motivierung der Arbeiter gibt es eine Prämie in Form von Schnaps und werden die männlichen Arbeiter müde, kommen die Frauen zum Einsatz.
Stehen die Wände wird das Fest des Hausbaus mit dem Errichten des Daches fortgesetzt. Die Dachziegel werden hierbei vom Ziegler gekauft, der von ihren Agrarerzeugnissen bezahlt wird.
Das Fest endet, wenn der Pate des Hauses eine neue Feier mit Musik, Bonbons, Alkohol und einer Rede an die fleißigen Helfer.
Allerdings zerfallen diese Häuser sehr schnell. Manche wollen sogar, dass sie zerfallen, damit die Erde zurück zur Erde kehrt. Neue Familien feiern dann auf dem freigewordenem Land ein neues Fest.
Auch viele Versuche, die Adobe-Bauweise zu verbessern scheiterten durch fehlende technische oder Finanzielle Mittel.
Der Heimatort der Marenos lieg auf einer Hochebene (3400Meter). 600 Meter über dem alten Land der Inkakultur. Ihr Hauptnahrungsmittel ist der Mais, aus dem auch der alkoholische Schnaps „Chicha“ gewonnen wird.
Das Gebiet des Distriktes Maras hat nur wenige Quellen, mit denen die Felder bewässert werden müssen.
An jedem 18. Juli trifft sich die „Faena“. Diese ist eine Wassergemeinschaft., die sich regelmäßig mit musikalischer Unterstützung zum Reinigen der angefertigten Kanäle versammeln.
Die Säuberung beginnt mit dem Segnen des zu säubernden Kanals. Sie bitten Gott, den Vater Christi, ihre heilige Erde fruchtbarer zu machen.
Alle der „Faena“ sind gleichberechtigt. Jeder hat ein gelichgroßes Stück zu säubern. Ein „Schrittmacher“ markiert alle fünf Schritte den Kanal und jeder der Teilnehmer muss 15 solcher Teilstücke von Steinen und Pflanzen reinigen.
Nur der Vorstand arbeitet nicht mit, sondern beobachtet die Geschehnisse und muntert die Arbeiter auf..
Alle zwei Jahre gibt es eine neue Wahl.
Nach zwei Stunden Arbeit gibt es Mais, Zwiebelsalat und „Chicha“ zur Stärkung, wobei jeder mit seinen Nachbarn tauscht, da Mais verschiedene Geschmäcker besitzt.
Das vorhandene Wasser ist sehr knapp und nimmt jemand zu viel oder erscheint nicht beim Säubern muss der Vorstand sorgfältig über dessen Verhalten richten.
„Mistis“ sind Einwohner, die sich zum Teil der westlichen Technik angeschlossen haben. Sie benutzen Geld, für die Marenos komplizierte Technik und führen manchmal Geschäfte. Sie werden von den anderen im Dorf gemieden.
Wenn die Pause vorbei ist werden die Spender für das Essen in der kommenden „Faena“ gewählt. Die ärmeren Bauern werden meist dabei ausgeschlossen. Die Arbeiter reden noch immer in „Quechua“, ihrer alten Sprache. Dies zeigt ihr Traditionsbewusstsein.
Nach einer zweistündigen Pause fangen die Arbeiter wieder an gemütlich weiter die Kanäle zu säubern. Sie lassen sich gerne Zeit und wollen nicht hastig und vielleicht unsauber arbeiten.
Nach vollendeter Arbeit gibt es noch einmal „Chicha“, der sie nun vollkommen betrunken macht. Für eventuelle Probleme ist es dann zu spät.
Glaube und Religion sind ganz alltägliche Dinge des Lebens der Indios. Sie arbeiten gemeinsam und haben eine enge Verbindung zur Natur, sind aber trotzdem unabhängig von ihr.
Alle naturellen Dinge, wie Berge, Gewässer, Bäume, Tiere, Felsen und andere haben laut den Indios eine Seele und werden verehrt. Die Natur hat eine große Bedeutung im Leben der Indio-Indianer. Sie verbindet Zeit und Raum, sie ist Mutter aller Dinge und rächt sich nie an einem Einzelnen, sondern an einer ganzen Gruppe.
Gegen die Natur ist der Mansch nur schwach. Man kann sie nicht beherrschen und man darf sie nicht ausbeuten. Niemand besitzt sie. Die Indianer versuchen im Gleichgewicht mit der Natur zu sein. Er geht gut mit ihr um und opfert ihr Dinge, damit er belohnt wird. Der Mensch ist kein Besitzer, sondern Teilhaber der Natur.
Der heutige Glaube der Indio-Indianer besteht auch zum Teil aus dem christlichen Glauben, der durch die Spanier in die Anden gekommen ist. Viele Festtage dieser und der christlichen Religion fallen auf einander, wie zum Beispiel der 24. Juni, der Tag des heiligen Johannes. Dieser Tag ist den Indios als „Inti raymi“ bekannt, das wichtigste Fest für ihren Sonnengott.
Die Feiern sind wichtig und stärken ihre Zusammengehörigkeit.
Nie gibt es etwas, wie eine Feier, einen Hausbau, oder eine Bestellung des Ackers. Solche Ereignisse werden meistens verknüpft und mit Musik begleitet. Selbst das alltägliche Leben wird gefeiert, in dessen Zentrum Glaube, Verbundenheit zur Natur und die Gemeinschaft stehen.
Ein wenig Hintergrundinformation
Die Indio Indianer sind die Nachkommen der Inkas (für die unerfahrenen, eine alte Hochkultur mit Pyramiden.) Viele von ihnen kennen nicht einmal ihre einstige Kultur. Nur noch wenig der damaligen Religion existiert heute noch, und an all dem schuld sind die Spanier. Sie kamen 1532 im heutigen Brasilien, auf der Suche nach Gold und Edelsteinen an. Als sie die mächtigen Bauten der Inkas sahen, griffen sie geschickt mit ihren /damals) modernen Waffen an und zerstörten das Kulturgut, löschten die Religion aus und versklavten die Inkas. Heute leben die Indios alleine in ihren hohen Gebieten und werden von der Politik in Ruhe gelassen, doch was damals geschehen ist lässt sich nicht wieder gut machen, denn solche Narbn in einer alten Kultur lassen sich nicht vergessen. Ihr Schicksal ist mit dem der Afrikaner oder den Indianern aus Nordamerika zu vergleichen.
Das ist nur ein kleiner Einblick in die Kultur der Indios. Im Internet steht genug für Geschichtsinteressierte...
Ein Tag aus dem Leben der Indios
Jeden dritten Sonntag im März treffen sich alle Einwohner des Kallawaya-Dorfes, um die Entscheidung über die Verteilung der Parzellen fürs nächste Jahr des/der Oberältesten zu hören. Alle warten darauf, dass ihnen ein Teil des fruchtbaren Landes zugeteilt wird.
Es gibt in diesem Dorf keinen Privatbesitz, denn alles gehört der Gemeinde und diese entscheidet die Nutzung des Landes. Die Feldflächen liegen über 4.000 Meter. Auf ihnen wachsen nur die Frost vertragenden Bitterkartoffeln. Jeder der Dorfbewohner versucht ein Stück des Landes zu erhaschen, um mit dessen Ernte seine Familie zu ernähren. Die Indianer halten Lamas und Alpakas. Diese leben in Höhen, wo keine Nutzpflanzen mehr wachsen können und dienen als Transporttiere, bringen Kleidung und selten auch Fleisch.
Unter dem Gebiet der Lamas sind die sieben Kapanas. Sie werden abwechselnd mit zum Beispiel Kartoffeln, Gerste und Bohnen bestellt. Danach muss das Feld vier Jahre brach liegen.
Dieses ausgeklügelte Anbausystem haben die Vorfahren der Kallawaya entwickelt und es wird durch strenge Regeln erhalten.
Jeder darf nur anbauen, was die derzeitige Fruchtfolge angibt. Hält sich jemand nicht an diese Regeln, wird dieser aus der Gemeinschaft ausgeschlossen.
Da die Indianer mehr anbauen, als sie verzehren können, gehen sie regelmäßig zu nahegelegenen Märkte, wo sie ihre Wahren, gegen nichtheimische Erzeugnisse eintauschen.
Durch die Agrarreform der Bolivianer 1953, die jedem Einwohner das Recht auf eigenes Land sichert, ist die Zukunft für diese Sonntage im März noch ungewiss. Durch die Agrarreform kann jeder Kallawaya-Einwohner seine Anbaufrucht selbst auswählen und ist auch für sein eigenes Gebiet verantwortlich. Dies bringt den Handel allerdings durcheinander.
Andere Einwohner des Dorfes bleiben allerdings bei der alten Fruchtfolge-Reglung, da sie so den Boden nicht schädigen und auch in Zukunft bessere Erträge erzielen werden.
Alle alten traditionellen Lebensweisen sind den sozialen und natürlichen Bedingungen angepasst. Die neuen westlichen Ansichten zerstören die sonst so guten Lebenssituationen.
Wird ein neues Haus im Hochland der peruanischen Anden gebaut, ist das nicht die Arbeit eines Einzelnen. Es ist die Aufgabe der Gemeinschaft „Ayni“ oder Uyay“ genannt.
Durch die Hilfe der anderen Dorfbewohner ist der Einzelne auch den anderen zur Hilfe verpflichtet. Diese Pflicht nennt man „Faena“, die es schon seit den Inkas gibt. Zuerst wird ein Meister gewählt und dann die Grundzüge des Baus mit Schnüren abgesteckt. Sobald die Arbeit startet kommenMusiker zur physischen Unterhaltung.
Bei einem Maisgetränk namens „Chicha“ werden die kommenden Arbeiten besprochen. Die Helfer werden bei freudigem Tanz besucht.
Jeder Arbeiter, der von Speis und Trank nimmt, hat sich dazu verpflichtet bis zum Ende des Baufestes mitzuarbeiten.
Der Lehm für die Hauswände wird freiwillig vom eigenen Bauplatz genommen und in gleichmäßige Quader geformt. „Fremde Erde“ zu benutzen ist ein schlimmes Vergehen.
Die Lehmquader, „Adobes“, werden in Holzformen angepasst.
Für den Hausbau werden Fundamentgraben ausgehoben. Die Indios opfern Coca; Zigaretten; Schnaps und Blumen an die Mutter Erde. Für den Bau der Hauswände („pirca“) werden die Arbeiter in verschiedene Gruppen eingeteilt. Es gibt welche, die „Adobe“ tragen müssen, welche die den Mörtel herstellen und welche die das Haus mit Wasserwaagen ins Lot bringen.
Zur Motivierung der Arbeiter gibt es eine Prämie in Form von Schnaps und werden die männlichen Arbeiter müde, kommen die Frauen zum Einsatz.
Stehen die Wände wird das Fest des Hausbaus mit dem Errichten des Daches fortgesetzt. Die Dachziegel werden hierbei vom Ziegler gekauft, der von ihren Agrarerzeugnissen bezahlt wird.
Das Fest endet, wenn der Pate des Hauses eine neue Feier mit Musik, Bonbons, Alkohol und einer Rede an die fleißigen Helfer.
Allerdings zerfallen diese Häuser sehr schnell. Manche wollen sogar, dass sie zerfallen, damit die Erde zurück zur Erde kehrt. Neue Familien feiern dann auf dem freigewordenem Land ein neues Fest.
Auch viele Versuche, die Adobe-Bauweise zu verbessern scheiterten durch fehlende technische oder Finanzielle Mittel.
Der Heimatort der Marenos lieg auf einer Hochebene (3400Meter). 600 Meter über dem alten Land der Inkakultur. Ihr Hauptnahrungsmittel ist der Mais, aus dem auch der alkoholische Schnaps „Chicha“ gewonnen wird.
Das Gebiet des Distriktes Maras hat nur wenige Quellen, mit denen die Felder bewässert werden müssen.
An jedem 18. Juli trifft sich die „Faena“. Diese ist eine Wassergemeinschaft., die sich regelmäßig mit musikalischer Unterstützung zum Reinigen der angefertigten Kanäle versammeln.
Die Säuberung beginnt mit dem Segnen des zu säubernden Kanals. Sie bitten Gott, den Vater Christi, ihre heilige Erde fruchtbarer zu machen.
Alle der „Faena“ sind gleichberechtigt. Jeder hat ein gelichgroßes Stück zu säubern. Ein „Schrittmacher“ markiert alle fünf Schritte den Kanal und jeder der Teilnehmer muss 15 solcher Teilstücke von Steinen und Pflanzen reinigen.
Nur der Vorstand arbeitet nicht mit, sondern beobachtet die Geschehnisse und muntert die Arbeiter auf..
Alle zwei Jahre gibt es eine neue Wahl.
Nach zwei Stunden Arbeit gibt es Mais, Zwiebelsalat und „Chicha“ zur Stärkung, wobei jeder mit seinen Nachbarn tauscht, da Mais verschiedene Geschmäcker besitzt.
Das vorhandene Wasser ist sehr knapp und nimmt jemand zu viel oder erscheint nicht beim Säubern muss der Vorstand sorgfältig über dessen Verhalten richten.
„Mistis“ sind Einwohner, die sich zum Teil der westlichen Technik angeschlossen haben. Sie benutzen Geld, für die Marenos komplizierte Technik und führen manchmal Geschäfte. Sie werden von den anderen im Dorf gemieden.
Wenn die Pause vorbei ist werden die Spender für das Essen in der kommenden „Faena“ gewählt. Die ärmeren Bauern werden meist dabei ausgeschlossen. Die Arbeiter reden noch immer in „Quechua“, ihrer alten Sprache. Dies zeigt ihr Traditionsbewusstsein.
Nach einer zweistündigen Pause fangen die Arbeiter wieder an gemütlich weiter die Kanäle zu säubern. Sie lassen sich gerne Zeit und wollen nicht hastig und vielleicht unsauber arbeiten.
Nach vollendeter Arbeit gibt es noch einmal „Chicha“, der sie nun vollkommen betrunken macht. Für eventuelle Probleme ist es dann zu spät.
Glaube und Religion sind ganz alltägliche Dinge des Lebens der Indios. Sie arbeiten gemeinsam und haben eine enge Verbindung zur Natur, sind aber trotzdem unabhängig von ihr.
Alle naturellen Dinge, wie Berge, Gewässer, Bäume, Tiere, Felsen und andere haben laut den Indios eine Seele und werden verehrt. Die Natur hat eine große Bedeutung im Leben der Indio-Indianer. Sie verbindet Zeit und Raum, sie ist Mutter aller Dinge und rächt sich nie an einem Einzelnen, sondern an einer ganzen Gruppe.
Gegen die Natur ist der Mansch nur schwach. Man kann sie nicht beherrschen und man darf sie nicht ausbeuten. Niemand besitzt sie. Die Indianer versuchen im Gleichgewicht mit der Natur zu sein. Er geht gut mit ihr um und opfert ihr Dinge, damit er belohnt wird. Der Mensch ist kein Besitzer, sondern Teilhaber der Natur.
Der heutige Glaube der Indio-Indianer besteht auch zum Teil aus dem christlichen Glauben, der durch die Spanier in die Anden gekommen ist. Viele Festtage dieser und der christlichen Religion fallen auf einander, wie zum Beispiel der 24. Juni, der Tag des heiligen Johannes. Dieser Tag ist den Indios als „Inti raymi“ bekannt, das wichtigste Fest für ihren Sonnengott.
Die Feiern sind wichtig und stärken ihre Zusammengehörigkeit.
Nie gibt es etwas, wie eine Feier, einen Hausbau, oder eine Bestellung des Ackers. Solche Ereignisse werden meistens verknüpft und mit Musik begleitet. Selbst das alltägliche Leben wird gefeiert, in dessen Zentrum Glaube, Verbundenheit zur Natur und die Gemeinschaft stehen.
Ein wenig Hintergrundinformation
Die Indio Indianer sind die Nachkommen der Inkas (für die unerfahrenen, eine alte Hochkultur mit Pyramiden.) Viele von ihnen kennen nicht einmal ihre einstige Kultur. Nur noch wenig der damaligen Religion existiert heute noch, und an all dem schuld sind die Spanier. Sie kamen 1532 im heutigen Brasilien, auf der Suche nach Gold und Edelsteinen an. Als sie die mächtigen Bauten der Inkas sahen, griffen sie geschickt mit ihren /damals) modernen Waffen an und zerstörten das Kulturgut, löschten die Religion aus und versklavten die Inkas. Heute leben die Indios alleine in ihren hohen Gebieten und werden von der Politik in Ruhe gelassen, doch was damals geschehen ist lässt sich nicht wieder gut machen, denn solche Narbn in einer alten Kultur lassen sich nicht vergessen. Ihr Schicksal ist mit dem der Afrikaner oder den Indianern aus Nordamerika zu vergleichen.
Das ist nur ein kleiner Einblick in die Kultur der Indios. Im Internet steht genug für Geschichtsinteressierte...
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