Über Themen mit M Testbericht

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Erfahrungsbericht von cranny

Aha Aha warum denn mal net??

Pro:

sm

Kontra:

sm

Empfehlung:

Nein

Endlich ein Werbespot mit einem technischen Thema aber eine frauenfreundlichen Story. Wer seinen Liebsten aus welchen Gründen auch immer morgens nach dem Aufstehen nicht im Bett neben sich vorfindet, hat nun pünktlich zur Weihnachtszeit die Möglichkeit der Einsamkeit so früh am Tage zu entgehen. Wie? Na mit den Produkten von Kodak. Der Hersteller schafft es in einem sympathischen Spot eine unterhaltsame und für manche Zuschauer fast rührende Geschichte zu erzählen, erreicht offensichtlich eine große Zielgruppe und kann seine Produktpräsentation trotzdem so geschickt einbauen, dass man keinen Unterhaltungsverlust feststellen kann.

Die Story erzählt von einer Frau und einem Mann, die sich ein Bett teilen. Der Mann muss morgens früh raus, obwohl er eigentlich gar keine Lust seine Liebste zu verlassen – doch das Taxi wartet schon vor der Tür. Ein Geistesblitz verschafft ein wenig Abhilfe. Der Mann schnappt sich die Kodak Digitalkamera, begibt sich in der vorherige Schlafposition und knipst sich selbst. Die Kamera wird schnell über eine Dockingstation an den Laptop gekoppelt und nach der Übertragung flutsch das Photo auch schon in brillanter Qualität aus dem Drucker – natürlich wurde Kodak Hochglanzphotopapier benutzt. Der Ausdruck wird seinerseits mit den Worten „Ich wäre lieber bei Dir“ signiert und neben der Frau auf dem Kopfkissen seines Schlafplatzes platziert. Und schon ist die „Romanze der Technik“ fertig und abgedreht. Kodak wirbt danach noch mit dem treffenden Slogan „Share life – share moments“ für seine Produkte.

Wie ich selbst erfahren konnte führt der Spot beim weiblichen Geschlecht entweder zu einem tiefen Seufzer oder zu einer rundum positiven Kritik. Anscheinend können sich gerade Frauen mit der dargestellten Szene identifizieren und würden sich öfters derartige Meisterwerke ihrer Männer wünschen – ich in jungen Jahren kann das wohl verstehen, aber nicht gerade nachvollziehen.

Nicht nur Schauspieler, Story, Kameraführung, Technik und Sound verhelfen dem Spot zu einem guten Gesamtergebnis, vielmehr hat mich die breite Zielgruppe des Spots beeindruckt. Es gibt wirklich nicht viele Werbungen, die einerseits ein technisches Produkt darstellen und andererseits eher Frauen als Männer als Zielgruppe betrachten dürfen. Der Spot kann meiner Meinung nach jedem Zuschauer gefallen, da er ein gelungenes Paket aus guter Unterhaltung, einem alltäglichen Vorkommnis und eine angenehmen Atmosphäre präsentiert.

Die Mischung aus Produktpräsentation und Story passt gut, und auch wenn das Produkt nicht im Vordergrund steht, so wird bei jedem PC- oder Photofanatiker das Herz etwas schneller schlagen, wenn im Spot das noble Equipment wie Kamera oder Laptop sowie der Hochglanzausdruck gezeigt wird. Insgesamt hat mich die Werbung ein wenig an das iBook von Apple erinnert, denn auch dort haben die Geräte absoluten Toolcharakter und können überall und jederzeit sofort eingesetzt werden. Wer sich die Szene aus der Werbung gedanklich etwas ausweitet, könnte zu dem Schluss kommen, dass gerade die Kodakkamera ein nützliches, aber unauffälliges Tool aus dem Inventar des Hauses ist und als solches auch vollkommen spontan, unkompliziert und schnell eingesetzt werden kann.

Folgt man dem Kodakmotto so würde mir folgende Interpretation gefallen: Wenn Menschen ihr Leben miteinander verbringen, so teilen sie ihre Gedanken, vielleicht sogar ihre Liebe, ihre Zeit, ihren Raum und ihre Gefühle und um all diese Elemente des Lebens schwirren auch die bestimmten Momente, die kaum haltbar augenblicklich und schwerelos vergehen, trotzdem vorhanden sind und sich wie eine wärmende Decke über das Leben mit anderen Menschen legt, sie spendet Wärme, Sicherheit, Erfüllung, Träume, Glück und Zufriedenheit. (Ich bitte die etwas unsachliche Interpretation zu entschuldigen *grins*) Wenn Kodak diese Idee verfolgt und mit seinen Produkten eine solche Weltanschauung unterstützen und miterleben will, dann würde ich den Spot auch als Ausdruck der Firmenphilosophie begreifen wollen.

Darf Werbung nicht auch einfach nur schön sein? Über die Intention des Spots kann und muss vielleicht auch diskutiert werden und sicherlich werden einige Zuschauer den Spot weniger positive beurteilen – vielleicht ist der eigene Geschmack ja gerade der beste Geschmack. Dennoch besser als nervige Produktpräsentationen, Milchschaumschlürfer, 30-Sekunden-Autopräsentation mit ABS, ESP und 17 Airbags. Fakt bleibt, dass Werbung im TV unsere Unterhaltung – sprich das Programm – unterbricht und daher als Störfaktor gesehen wird. Eine Erhöhung des Unterhaltungswert innerhalb der Werbung könnte dieser Tatsache meiner Meinung nach entgegen wirken.

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-01 20:49:18 mit dem Titel Media Markt Spot -- Der richtige Mix!!!

Der Slogan „Ich bin doch nicht blöd!“ begleitet den Fernsehzuschauer nun schon über Jahre durch die TV-Spots des MediaMarkt’s. Dabei ist der zunächst locker-coole Spruch doch irgendwie zum Programm geworden. MediaMarkt sieht sich heute als renommierter Tempel für jeglichen Technikschnickschnack, irgendwo zwischen MP3-Player und Waschmaschine.

Im neuen Spot von Mediamarkt sitzen sich Mann und Frau im Restaurant gegenüber und genießen das Ambiente. Nach einigen Sekunden zieht der Mann ein T-Bone-Steak aus der Haarpracht der Frau. Aus dem Off wird dem Zuschauer mitgeteilt, dass „oft mehr drin ist als man denkt“. Nach dem Schnitt werden neuste Technik-Highlights wie Kameras oder Telefone angepriesen. Mit der berühmten und sehr schnellen Mediamarkt-Ansager-Stimme wird mehr Marke, mehr Spaß und mehr Billig versprochen. Schließlich sind auch sie nicht blöd – oder? *fg*

Der Spot baut meiner Meinung nach eindeutig auf der Situationskomik auf. Schließlich hat niemand ein Steak in den Haaren versteckt, und wenn doch, so würde er oder sie es wenigstens gleich bemerken. Nach dem Sinn darf man bei diesem Spot natürlich nicht fragen, eigentlich wird nur eine lustige Szene gezeigt, welche die Aussage „Oft ist mehr drin als man denkt“ untermauern soll.

Da der Spot spätestens nach der dritten Betrachtung nicht mehr unbekannt und daher weniger witzig ist, hat Mediamarkt rechtzeitig Nachschub produziert. Ein verschlafener Cornflakesesser wird durch ein Schlauchboot aus seiner Frühstücksverpackung attackiert, ein Mann beim Ohrenarzt hat gleich eine ganze Kapelle im Ohr. Alle Spots werden abwechseln und versetzt gezeigt und passen gut in das mediaMarkt-Wintermotto.

Recht gelungen finde ich die Abwechslung, welche durch die unterschiedlichen Spots entsteht. Statt nerviger Produktpräsentation wir erst mal eine kleine, lustige Story präsentiert – der Unterhaltungswert steht somit im Vordergrund. Danach werden ja immer noch verschiedene Produkte angepriesen und erschienen mit Preis und Leistungsdaten auf dem Fernsehbildschirm. Zwar handelt es sich hierbei schlussendlich nicht um die umfassende Information zum Produkt, dennoch kann der Zuschauer später als Mediamarktkunde auf die Suche nach den billigen Highlights gehen, denn bei aufmerksamen Betrachtern wird Name oder Modell nicht in Vergessenheit geraten.

Der gewisse Pfiff hilft der MM-Werbung nicht ins Langweilige abzudriften. Egal wie oft einer der Spots gezeigt wird, durch die Gags, die schnellen kleinen Filmchen und die gute Unterhaltung dabei kommt meiner Meinung nach keine Langweile auf.

Natürlich tauchen auch Gedanken rund um den Mediamarkt auf. In der Nähe meines früheren Wohnorts sollte vor einiger Zeit ein solcher Techniktempel gebaut werden. Meine Freunde und ich fanden die Idee recht gut, denn im Mediamarkt erhält man wirklich viele Produkte für bis zu 50 % weniger Geld (zum Beispiel Rohlinge). Damals stöhnte der technische Einzelhandel laut auf und protestierte gegen den Bau der großen Filiale. Schlussendlich wurde keine Mediamarkt gebaut, denn der zu erwartende Umsatzrückgang und die Gewinneinbußen gerade bei den vielen kleinen Geschäften in der Region wäre zu groß gewesen. Sicherlich war diese Überlegung für manche Jugendliche nicht nachvollziehbar, da der Mediamarkt aber wirklich eine weit gefächerte Bandbreite an Produkten aus dem Bereich Technik führt, wäre der Bau einer neuen Filiale wirklich umfangreich zu spüren gewesen.


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Fazit
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Unterm Strick finde ich den „T-Bone-Steak“-Spot und die Nachfolger allesamt gelungen, da sie unterhaltsam, komisch und dennoch auf ihre Weise informativ rüberkommen. Dazu kommt der Mediamarkt-Wiedererkennungseffekt, der durch Farben, Schriftart und Slogans sowie die bekannte Stimme aus dem Off gestützt wird. Nach einer Weile sind die Spots natürlich nicht mehr lustig, daher wurden ja auch einige Nachfolger produziert. Der Spot erhält meine Empfehlung und einer sehr gute 4-Sterne-Bewertung.



----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-06-02 21:25:22 mit dem Titel Oh mein Gott ist das aber langweilig!!!

Der Spot „Milchschnitte - Altrömische Schreibarbeiten“ läuft schon seit geraumer Zeit durchs Fernsehprogramm. Die Handlung des Spots ist schnell erzählt, das es sich um eine einfache und unkomplizierte Story handelt. In einer „altrömischen“ Kulisse, einer Art Tempel mit den typischen Steinsäulen des römischen Reichs - sitzen in Reihen einige junge Menschen in weißen Gewändern. Die Protagonisten müssen mit ihrem Meißel die Steinplatten beschriften und stöhnen unter der Hitze. Daneben steht ein etwas kräftiger und „böser“ Sklaventreiber, der die Arbeiter immer wieder antreibt. Dazu wird in etwa gesagt, dass Textverarbeitung sehr anstrengend und ermüdend ist. Kurze Zeit später fällt aus dem Nirvana - wie vom gnädigen Gott geschickt - ein glänzender weißer Kühlschrank vom Himmel. Im Kühlschrank befindet sich natürlich die berühmte „Milchschnitte“, welche die Laune der armen Arbeiter sofort verbessert. Dann läuft die Produktpräsentation, die dem Zuschauer erklärt, dass die Milchschnitte „mit viel Milch und vielen anderen guten Zutaten hergestellt wird“ und natürlich den Magen nicht belastet, weil sie so leicht und bekömmlich ist.

Der Spot macht insgesamt einen langweiligen und uninteressanten Eindruck, und die vor allem weil die Story so schwach ist. Als ob es damals schon Textverarbeitung gegeben hätte! Der Himmel fallende Kühlschrank, der Sklaventreiber, die ganze Szene machen einen absolut lächerlichen Eindruck. Die Story überzeugt an keiner Stelle und beginnt durch ihre Einfallslosigkeit bald an den Zuschauer erst zu langweilen und dann auch noch zu nerven. Schon verwunderlich, dass der Spot immer noch in voller Länge ausgestrahlt wird.

Natürlich gibt es innerhalb der Werbung einen Teil, der als Produktpräsentation gedacht ist. Allerdings wird hier nur von „viel Milch“ und „anderen Zutaten“ gesprochen. Jeder klardenkende Mensch weiß doch, dass die Milchschnitte alles andere als gesund ist, weil sie viel Zucker und Fett beinhaltet. Somit ist außer der Milch auch keine andere gesunde Zutat mehr aufzuzählen, weil die Milchschnitte eben keine anderen gesunden oder wertvollen Zutaten besitzt. Daher fällt auch die Produktpräsentation kräftig ins Wasser.

Der Sinn und Zweck des Spots bleibt mir bis heute unerklärlich, denn die Idee dieser Werbung kann in keinem Bereich überzeugen. Niemand würde wegen diesem Spot eine Milchschnitte kaufen oder das Produkt für empfehlenswert und überzeugend halten, allein der Markenname wird einige Male genannt und somit dem Betrachter als Dauerberieselung eingemeißelt. Die Tatsache, dass dies der einzig erkennbare Sinn dieser Werbung sein könnte, ist für den Hersteller schon beschämend. Die Idee für den Spot und die schlussendliche Durchführung bieten im grauen deutschen Werbealltag keine außergewöhnliche, kreative oder lustige Ausnahme.

Auch über die Zielgruppe kann keine zutreffende Aussage gemacht werden. Allerdings ist sicher, dass die Werbung für alle Erwachsenen viel zu einfallslos und nervig ist. Somit müssten Kinder die Zielgruppe sein, aber auch diese finden nach meinen Erfahrungen den Spot „doof, langweilig und nervig“. Schlussendlich gibt es hinter dieser Werbung ja auch keine Interpretation oder eine richtige Aussage. Allein schon die Tatsache, dass der Spot auf so vielen lächerlichen und einfach aus der Luft gegriffenen Elementen wie Textverarbeitung im alten Rom oder dem herunterfallenden Kühlschrank aufbauen, raubt der Werbung jegliche Sehenswürdigkeit. Natürlich will der Hersteller dem Kunden vermitteln, dass die Milchschnitte gerade im Büro bei der ganzen vielen Computerarbeit sozusagen ideal als kleine Zwischenmahlzeit ist. Komischerweise wurde der Spot dem Anspruch der arbeitenden Erwachsenen nicht angepasst. Noch dazu weiß jeder, dass es auch nicht besonders intelligent ist, während der Arbeit nur Snacks oder Süßes zu essen - Milchschnitte ist ohne Zweifel eine Süßigkeit und keine gesunde oder bewusste Nahrung.


Unterm Strich lässt sich sagen, dass die Werbung „Milchschnitte - Altrömische Schreibarbeiten“ durch ihre Einfallslosigkeit, die dumme Story und einen nervigen und lächerlichen Gesamteindruck glänzt. Ich würde wegen dieser Werbung niemals das empfohlene Produkt „Milchschnitte“ kaufen. Leider ist auch gar keine eindeutige Zielgruppe zu erkennen, was die Werbung neben ihren inhaltlichen Fehlern noch weiter ins Sinnlose und Lächerliche zieht. Die Milchschnitte ist sicherlich wegen Erfahrungen und als Selbstläufer ein Markenname geworden und schmeckt sicherlich vielen Menschen auch recht gut. Der Spot verfehlt jedoch jeden nur denkbaren Sinn einer Werbung und schadet dem Hersteller und dem Produkt eher nur. Ich kann nur sagen, dass diese 30-Sekunden-Werbung ideal ist, um neues Bier, neue Getränke oder neue Chips zu holen oder der Initiator um die Toilette zu besuchen. Schlussendlich kann ich in dieser halben Minute alles machen und es ist immer noch sinnvoller als den Spot anzusehen, beim nächsten Mal werde ich wohl kurz ein wenig Schlaf nachholen oder einfach umschalten...

25 Bewertungen, 3 Kommentare

  • Dotty

    03.06.2002, 00:03 Uhr von Dotty
    Bewertung: sehr hilfreich

    mir geht diese Werbung mittlerweile so auf die Nerven, sicher auch vielen Anderen, das soll vieleicht so sein, denn negatives gräbt sich besonders ins Gedächnis! Michschnitte bleibt ein Begriff, man kennt es, hört und sieht es oft.......al

  • Faleah

    02.06.2002, 23:27 Uhr von Faleah
    Bewertung: sehr hilfreich

    finde diese Werbung auch scheiße, wenn ich mich mal so - im zusammenhang mit essen - unappetitlich ausdrücken darf ;-)

  • *fabian*

    02.06.2002, 23:26 Uhr von *fabian*
    Bewertung: sehr hilfreich

    schöner Bericht! Lies doch auch mal bei mir nach! Gruß! *fabian*