Erfahrungsbericht von Stehberger
Das ist mein Endergebnis
Pro:
Nichtwähler werden endlich berücksichtigt
Kontra:
Das macht kein Politiker mit, weil jeder Stimmen verliert und kleine Parteien die 5 % nicht mehr schaffen
Empfehlung:
Nein
Bundestagswahlen 2002
So, jetzt haben wir es wieder hinter uns, die Bundestagwahlen sind erledigt und es liegen wieder 4 Jahre ruhige Politik vor uns. Obwohl die Parteien wieder gegenseitig nach Dingen suchen werden, die sie sich vorwerfen können. Auch im Wahlkampf und bei den Kanzlerduellen ist es m.E. so, dass man weniger auf die eigene Politik als auf die Fehler des anderen aufmerksam machen will. Ich bin sowieso sehr von den Parteien enttäuscht. Bereits im Juli und im August dann nochmals zur Erinnerung habe ich alle großen Parteien angeschrieben und Ihnen meine Ausführungen zur Arbeitslosigkeit übersdandt und gebeten mir meinen „Denkfehler“ aufzuzeigen. Also mir zu schreiben warum das von mir erdachte System, wenn auch nur ansatzweise nicht funktioniert. Ich bekam von keiner Partei eine Antwort, nicht einmal einen Zwischenbescheid, also eine Benachrichtung, dass sie mein Schreiben erhalten haben, aber die Beantwortung noch etwas Zeit in Anspruch nimmt. Trotzdem ging ich natürlich wählen, denn nicht wählen heißt für mich, die Stimme genau der Partei zu schenken, die man niemals wählen würde.
Und hier wären wir beim Thema: Nichtwähler. Im Prinzip ist die „Nichtwähler-Partei“ die drittstärkste Kraft in diesem unseren Lande. Die Wahlbeteiligung lag bei 79,1 %, was wiederum einen prozentualen Anteil der Nichtwähler i.H.v. 20,9 ergibt. Diese 20,9 % werden bei den Wahlergebnissen aber nicht separat gerechnet, sondern entsprechend Ihrer erlangten Stimmen auf die Parteien verteilt.
Nachstehend das vorläufige amtliche Endergebnis (was es alles gibt! Etwas vorläufiges Endgültiges). In Klammern die Werte von 1998:
SPD 38,5 (40,9) %
Union 38,5 (35,2) %
Grüne 8,6 (6,7) %
FDP 7,4 (6,2) %
PDS 4,0 (5,1) %
Andere 3,0 (5,9) %
Wahlbet. 79,1 (82,2) %
Berücksichtigt man nun die Nichtwähler als eigene Gruppe, die Ihre Meinung in keiner Partei wiederfinden oder etwa politikverdrossen sind, ergibt sich ein ganz anderes Stimmenverhältnis. Denn es haben sich eben nicht 38,5 % der Wahlberechtigten dazu entschlossen die SPD oder eine der Unionsparteien zu wählen, sondern um 20,1 % weniger. Lässt man also die Nichtwähler als eigene Gruppe gelten und zählt sie mit, erggibt sich folgendes Wahlergebnis
SPD 30,4 (33,6) %
Union 30,4 (28,9) %
Nichtwähler 20,9 (17,8) %
Grüne 6,8 (5,6) %
FDP 5,8 (5,0) %
PDS 3,2 (4,2) %
Andere 2,5 (4,9) %
Daran sieht man das einige Parteien bei diesem Stimmen-Auszählungssystem Schwierigkeiten mit der 5-%-Hürde bekommen hätten.
Weitere interessante Zahlen ergeben sich bei den Stimmverlusten und –gewinnen (in Klammern hier die Werte nach der offiziellen Zählmethode):
SPD -3,2 (-2,4) %
Union +1,5 (+3,3) %
Nichtwähler +3,1 (---) %
Grüne +1,2 (+1,9) %
FDP +0,8 (+1,2) %
PDS -1,0 (-1,1) %
Andere -2,4 (-2,9) %
Also auch hier erheblich andere Zahlen, die größte Abweichung neben den Nichtwählern, die ja bei der offiziellen Auszählung so nicht mitgezählt werden ergibt sich hier bei den Unionsparteien und beträgt prozentual ausgedrückt 45,45 %.
So das wars mit meinen Zahlen. Ich hoffe einige haben bis hierher gelesen und sehen jetzt mal, wie man mit der Einbeziehung der Nichtwähler ganz andere Wahlergebnisse erzielen kann.
Alles Gute, Gruß da Hanse
So, jetzt haben wir es wieder hinter uns, die Bundestagwahlen sind erledigt und es liegen wieder 4 Jahre ruhige Politik vor uns. Obwohl die Parteien wieder gegenseitig nach Dingen suchen werden, die sie sich vorwerfen können. Auch im Wahlkampf und bei den Kanzlerduellen ist es m.E. so, dass man weniger auf die eigene Politik als auf die Fehler des anderen aufmerksam machen will. Ich bin sowieso sehr von den Parteien enttäuscht. Bereits im Juli und im August dann nochmals zur Erinnerung habe ich alle großen Parteien angeschrieben und Ihnen meine Ausführungen zur Arbeitslosigkeit übersdandt und gebeten mir meinen „Denkfehler“ aufzuzeigen. Also mir zu schreiben warum das von mir erdachte System, wenn auch nur ansatzweise nicht funktioniert. Ich bekam von keiner Partei eine Antwort, nicht einmal einen Zwischenbescheid, also eine Benachrichtung, dass sie mein Schreiben erhalten haben, aber die Beantwortung noch etwas Zeit in Anspruch nimmt. Trotzdem ging ich natürlich wählen, denn nicht wählen heißt für mich, die Stimme genau der Partei zu schenken, die man niemals wählen würde.
Und hier wären wir beim Thema: Nichtwähler. Im Prinzip ist die „Nichtwähler-Partei“ die drittstärkste Kraft in diesem unseren Lande. Die Wahlbeteiligung lag bei 79,1 %, was wiederum einen prozentualen Anteil der Nichtwähler i.H.v. 20,9 ergibt. Diese 20,9 % werden bei den Wahlergebnissen aber nicht separat gerechnet, sondern entsprechend Ihrer erlangten Stimmen auf die Parteien verteilt.
Nachstehend das vorläufige amtliche Endergebnis (was es alles gibt! Etwas vorläufiges Endgültiges). In Klammern die Werte von 1998:
SPD 38,5 (40,9) %
Union 38,5 (35,2) %
Grüne 8,6 (6,7) %
FDP 7,4 (6,2) %
PDS 4,0 (5,1) %
Andere 3,0 (5,9) %
Wahlbet. 79,1 (82,2) %
Berücksichtigt man nun die Nichtwähler als eigene Gruppe, die Ihre Meinung in keiner Partei wiederfinden oder etwa politikverdrossen sind, ergibt sich ein ganz anderes Stimmenverhältnis. Denn es haben sich eben nicht 38,5 % der Wahlberechtigten dazu entschlossen die SPD oder eine der Unionsparteien zu wählen, sondern um 20,1 % weniger. Lässt man also die Nichtwähler als eigene Gruppe gelten und zählt sie mit, erggibt sich folgendes Wahlergebnis
SPD 30,4 (33,6) %
Union 30,4 (28,9) %
Nichtwähler 20,9 (17,8) %
Grüne 6,8 (5,6) %
FDP 5,8 (5,0) %
PDS 3,2 (4,2) %
Andere 2,5 (4,9) %
Daran sieht man das einige Parteien bei diesem Stimmen-Auszählungssystem Schwierigkeiten mit der 5-%-Hürde bekommen hätten.
Weitere interessante Zahlen ergeben sich bei den Stimmverlusten und –gewinnen (in Klammern hier die Werte nach der offiziellen Zählmethode):
SPD -3,2 (-2,4) %
Union +1,5 (+3,3) %
Nichtwähler +3,1 (---) %
Grüne +1,2 (+1,9) %
FDP +0,8 (+1,2) %
PDS -1,0 (-1,1) %
Andere -2,4 (-2,9) %
Also auch hier erheblich andere Zahlen, die größte Abweichung neben den Nichtwählern, die ja bei der offiziellen Auszählung so nicht mitgezählt werden ergibt sich hier bei den Unionsparteien und beträgt prozentual ausgedrückt 45,45 %.
So das wars mit meinen Zahlen. Ich hoffe einige haben bis hierher gelesen und sehen jetzt mal, wie man mit der Einbeziehung der Nichtwähler ganz andere Wahlergebnisse erzielen kann.
Alles Gute, Gruß da Hanse
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