Erfahrungsbericht von red.muh
Mehr als ein Titel auf der Visitenkarte
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Kurz nach meiner Ausbildung zur Bankkauffrau (darüber habe ich auch eine Meinung geschrieben...) habe ich mich entschieden, die Weiterbildung zur Bankfachwirtin zu absolvieren.
Zunächst möchte ich sagen, daß ich dies freiwillig und in meiner Freizeit mache, aber ich kann jedem Banker, der vielleicht über die Kundenberatung hinauskommen möchte, nur zu dieser Fortbildung raten. Nicht, weil ich es so toll finde, sondern um konkurrenzfähig zu bleiben. Bei vielen Banken ist es mittlerweile in Mode gekommen, junge Bankkaufleute zum Bankfachwirt machen zu wollen. Ich denke, in ein paar Jahren haben weit mehr Banker diesen Titel als heute. Und wer früh anfängt, hat es hinter sich und eben diese Qualifikation in der Tasche.
Nun aber die Details zur Weiterbildung:
WER BIETET DIESEN KURS AN?
Zum einen wird der Bankfachwirt von freien Bildungsträgern angeboten, zum anderen aber auch von banknahen Einrichtungen, z.B. über die Akademie Deutscher Genossenschaften.
Ich habe mich für den letzteren Weg entschieden und nehme am „Bank Colleg“ der Akademie Norddeutscher Genossenschaften in Hamburg teil.
WELCHE FÄCHER WERDEN UNTERRICHTET UND VON WEM?
· Bankwirtschaft
· Betriebswirtschaftslehre
· Bankrecht
· Volkswirtschaft
Außerdem werden „Privatkundengeschäft“ und „Firmenkundengeschäft“ im dritten bzw. fünften Semester unterrichtet, d.h. man kann ein Fach wählen, das man zuerst haben möchte, dies bildet gleichzeitig den Schwerpunkt für die IHK-Prüfung. Das andere Fach wird dann im fünften Semester unterrichtet.
Den Unterricht gestalten Dozenten, die entweder freiberuflich tätig sind oder tatsächlich aus der Bankpraxis kommen.
WANN FINDET DER UNTERRICHT STATT?
In meinem Fall jeden Samstag vormittag von 08.15 – 14.15 Uhr (nichts mit Ausschlafen...). Es gibt aber auch Anbieter, die den Unterricht in der Woche nach Feierabend veranstalten.
WIE LANGE DAUERT DIE FORTBILDUNG? WAS GIBT ES FÜR PRÜFUNGEN?
Sie dauert in meinem Fall zweieinhalb Jahre, unterteilt in fünf Semester. Nach dem ersten Semester muß man die Zwischenprüfung erfolgreich bestehen, um zur IHK-Prüfung zugelassen zu werden.
Außerdem findet nach jedem Semester eine Semesterprüfung statt. Diese sind jedoch unabhängig von der IHK-Prüfung.
Nach zwei Jahren ist die IHK-Prüfung, also eine staatliche und anerkannte Prüfung. Man bindet sich daher nicht an eine Genossenschaftsbank, sondern der Titel wird auch von anderen Banken bzw. Sparkassen anerkannt.
Die Krönung für einen Genossenschaftsbanker ist die Prüfung zum „Genossenschaftlichen Bankfachwirt“, der halt speziell für genannte Banker zugeschnitten ist, aber folglich auch nur von Genossenschaftsbanken anerkannt wird.
WELCHE LEHRMATERIALEN BRAUCHT MAN?
Es gibt ein Studienwerk, bestehend aus sechs großen und schweren Aktenordnern, also für jedes Fach einen. Hier kann man vieles nachlesen und sein Wissen vertiefen. Zum Teil leidet das Verständnis aber durch umständliche und komplizierte Erklärungen.
Dazu kann man sich je nach Fach noch entsprechende Bücher zulegen. Aber das ist keine Verpflichtung.
WAS KOSTET DAS GANZE?
Reden wir nicht drüber...
Ein Semester kostet etwa 500 EUR, das letzte nur 250 EUR (weil es nur drei Monate dauert), macht zusammen 2.250 EUR. Dazu kommen ca. 150 EUR für das Studienwerk, für das es etwa halbjährlich Nachlieferungen gibt, die ca. 40 EUR kosten. Und wer mag, deckt sich zusätzlich mit entsprechender Fachliteratur ein...
Einige Banken beteiligen sich an den Kosten oder erstatten sie bei erfolgreichem Abschluß, andere zahlen gar nichts. Ist wohl Verhandlungssache. Aber auf jeden Fall kann man seine Ausgaben steuerlich geltend machen.
MEIN FAZIT:
Wie bereits zu Beginn meiner Meinung erwähnt (ist schon ein bißchen her...), denke ich, daß zukünftig fast jeder im Anschluß an seine Bankausbildung auch die Fortbildung zum Bankfachwirt macht. Auch aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen. Denn ich kann mir vorstellen, daß es ziemlich schwierig ist, nach einigen Jahren Berufsleben wieder die Schulbank zu drücken. Jetzt kenne ich einige Themengebiete noch aus meiner Ausbildung und kann mich leichter zurechtfinden.
Zum anderen ist es natürlich interessant, seinen Wissenshorizont zu erweitern. Sicherlich gibt es viele trockene Gebiete, die dort bearbeitet werden, aber man lernt durchaus was für die Praxis und auch fürs Leben.
Die Dozenten haben eine ganz andere Motivation als ein Berufsschullehrer (und werden vermutlich auch besser bezahlt), bei den meisten merkt man, daß ihnen das Unterrichten Spaß macht. So ist man selbst natürlich auch besser motiviert.
Und ich freue mich auf den Tag, an dem auf meinen Visitenkarten (hoffentlich) der Titel „Bankfachwirtin“ steht...
Zunächst möchte ich sagen, daß ich dies freiwillig und in meiner Freizeit mache, aber ich kann jedem Banker, der vielleicht über die Kundenberatung hinauskommen möchte, nur zu dieser Fortbildung raten. Nicht, weil ich es so toll finde, sondern um konkurrenzfähig zu bleiben. Bei vielen Banken ist es mittlerweile in Mode gekommen, junge Bankkaufleute zum Bankfachwirt machen zu wollen. Ich denke, in ein paar Jahren haben weit mehr Banker diesen Titel als heute. Und wer früh anfängt, hat es hinter sich und eben diese Qualifikation in der Tasche.
Nun aber die Details zur Weiterbildung:
WER BIETET DIESEN KURS AN?
Zum einen wird der Bankfachwirt von freien Bildungsträgern angeboten, zum anderen aber auch von banknahen Einrichtungen, z.B. über die Akademie Deutscher Genossenschaften.
Ich habe mich für den letzteren Weg entschieden und nehme am „Bank Colleg“ der Akademie Norddeutscher Genossenschaften in Hamburg teil.
WELCHE FÄCHER WERDEN UNTERRICHTET UND VON WEM?
· Bankwirtschaft
· Betriebswirtschaftslehre
· Bankrecht
· Volkswirtschaft
Außerdem werden „Privatkundengeschäft“ und „Firmenkundengeschäft“ im dritten bzw. fünften Semester unterrichtet, d.h. man kann ein Fach wählen, das man zuerst haben möchte, dies bildet gleichzeitig den Schwerpunkt für die IHK-Prüfung. Das andere Fach wird dann im fünften Semester unterrichtet.
Den Unterricht gestalten Dozenten, die entweder freiberuflich tätig sind oder tatsächlich aus der Bankpraxis kommen.
WANN FINDET DER UNTERRICHT STATT?
In meinem Fall jeden Samstag vormittag von 08.15 – 14.15 Uhr (nichts mit Ausschlafen...). Es gibt aber auch Anbieter, die den Unterricht in der Woche nach Feierabend veranstalten.
WIE LANGE DAUERT DIE FORTBILDUNG? WAS GIBT ES FÜR PRÜFUNGEN?
Sie dauert in meinem Fall zweieinhalb Jahre, unterteilt in fünf Semester. Nach dem ersten Semester muß man die Zwischenprüfung erfolgreich bestehen, um zur IHK-Prüfung zugelassen zu werden.
Außerdem findet nach jedem Semester eine Semesterprüfung statt. Diese sind jedoch unabhängig von der IHK-Prüfung.
Nach zwei Jahren ist die IHK-Prüfung, also eine staatliche und anerkannte Prüfung. Man bindet sich daher nicht an eine Genossenschaftsbank, sondern der Titel wird auch von anderen Banken bzw. Sparkassen anerkannt.
Die Krönung für einen Genossenschaftsbanker ist die Prüfung zum „Genossenschaftlichen Bankfachwirt“, der halt speziell für genannte Banker zugeschnitten ist, aber folglich auch nur von Genossenschaftsbanken anerkannt wird.
WELCHE LEHRMATERIALEN BRAUCHT MAN?
Es gibt ein Studienwerk, bestehend aus sechs großen und schweren Aktenordnern, also für jedes Fach einen. Hier kann man vieles nachlesen und sein Wissen vertiefen. Zum Teil leidet das Verständnis aber durch umständliche und komplizierte Erklärungen.
Dazu kann man sich je nach Fach noch entsprechende Bücher zulegen. Aber das ist keine Verpflichtung.
WAS KOSTET DAS GANZE?
Reden wir nicht drüber...
Ein Semester kostet etwa 500 EUR, das letzte nur 250 EUR (weil es nur drei Monate dauert), macht zusammen 2.250 EUR. Dazu kommen ca. 150 EUR für das Studienwerk, für das es etwa halbjährlich Nachlieferungen gibt, die ca. 40 EUR kosten. Und wer mag, deckt sich zusätzlich mit entsprechender Fachliteratur ein...
Einige Banken beteiligen sich an den Kosten oder erstatten sie bei erfolgreichem Abschluß, andere zahlen gar nichts. Ist wohl Verhandlungssache. Aber auf jeden Fall kann man seine Ausgaben steuerlich geltend machen.
MEIN FAZIT:
Wie bereits zu Beginn meiner Meinung erwähnt (ist schon ein bißchen her...), denke ich, daß zukünftig fast jeder im Anschluß an seine Bankausbildung auch die Fortbildung zum Bankfachwirt macht. Auch aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen. Denn ich kann mir vorstellen, daß es ziemlich schwierig ist, nach einigen Jahren Berufsleben wieder die Schulbank zu drücken. Jetzt kenne ich einige Themengebiete noch aus meiner Ausbildung und kann mich leichter zurechtfinden.
Zum anderen ist es natürlich interessant, seinen Wissenshorizont zu erweitern. Sicherlich gibt es viele trockene Gebiete, die dort bearbeitet werden, aber man lernt durchaus was für die Praxis und auch fürs Leben.
Die Dozenten haben eine ganz andere Motivation als ein Berufsschullehrer (und werden vermutlich auch besser bezahlt), bei den meisten merkt man, daß ihnen das Unterrichten Spaß macht. So ist man selbst natürlich auch besser motiviert.
Und ich freue mich auf den Tag, an dem auf meinen Visitenkarten (hoffentlich) der Titel „Bankfachwirtin“ steht...
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