Erfahrungsbericht von katze35
Streicheleinheiten für das Ego
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Man hat Leerlauf im Büro, Projekte der Kunden werden zurückgestellt, man langweilt sich. Egal, das Gehalt ist am Monatsende auf dem Konto. Man hat aber ein nicht unerhebliches Problem: Wie bitte schön, schlage ich die Bürozeit tot ?? Im Netz blind darauf los zu surfen hat schon lange seinen Reiz verloren. Aber die Lösung scheinen die vielfältigen Informations- und Austauschplattformen zu bieten, die im Netz einen mittlerweile nicht zu unterschätzenden Stellenwert haben. Eine dieser Plattformenarten sind die Meinungsforen.
Eine Meinung hat sicher jeder, aber nicht jeder hat die Möglichkeit diese auch in einer breiten Öffentlichkeit kund zu tun. Sei es im zwischenmenschlichen Bereich (hier empfehle ich ausdrücklich die Vormittags- und Nachmittags -Talkshows mit den einfühlsamen Talkmastern und -innen), oder eine Meinung zu einem der Produkte des täglichen Bedarfs. Meinungsforen haben in allen Medien Hochkonjunktur. Wie haben es die Deutschen denn nun gelernt, nicht mehr mit ihren Meinungen hinter dem Berg zu halten? Es wurden Anreize geschaffen. Webmiles oder kleine Geldbeträge, Punkte und Prämiensysteme sollten die Menschen aus ihrer Lithargie wecken, sollten sie mobilisieren und ihre kreativen Schaffenskräfte einer breiten Masse zugänglich machen. Das dieses auch zur Sucht werden kann, wollen wir mal besser verschweigen.
Qualitativ hochwertige Meinungen müssen nicht unbedingt aus der Feder eines Universitätsprofessors stammen, soviel habe ich in den letzten 6 Monaten, in denen ich mich auf diversen Plattformen bewege, gelernt. Auch muss man nicht über alles und jeden Bandreihen füllen um präzise und objektiv (natürlich ist auch subjektives gefragt) eine Sache darzustellen. Aber zumindest sollte man einige Prinzipien einhalten. Erstens: eine genaue Beschreibung des Produktes oder des Geschehenen oder ... zweitens: Hinweis auf Quellen, wo weitere Informationen zu finden sind und drittens: eine Fazit (also eine eigene Bewertung dessen, was ich den anderen empfehlen oder nicht empfehlen möchte). Mich persönlich interessiert das Fazit am meisten. Hier ist der Schreiber nämlich gefordert. Leicht fällt es, wenn das beschriebene Produkt selbst getestet wurde. Erfahrungen können eingebracht werden und die Handhabung, oder der Nutzen, oder was auch immer können in die Bewertung einfließen.
Man stellt nach kurzer Zeit fest, wer der vielen Schreiber und Meinungsmacher sich tatsächlich und intensiv mit der beschriebenen Sache beschäftigt hat und wer sich nur Informationen, aus welcher Quelle auch immer, zu eigen machte. Einen Film kann ich nur analysieren und Auswerten, wenn ich ihn selbst sah. Ein Buch muss gelesen worden sein um es den anderen näher zu bringen. Ein Haushaltsgerät lässt sich nicht allein aus den technischen Daten des Herstellers beurteilen. Hier ist in meinen Augen die größte Gefahr geboten. Denn viele Onlinestores (wie amazon.de oder andere) rezensieren Filme und Bücher, lassen Kunden zu gekauften Geräten Bericht erstatten oder geben soviel Infos zum neuen Automodell preis, dass all das übernommen wird ohne sich Gedanken gemacht zu haben, geschweige denn gekauft und getestet zu haben.
Wunschträume, wie der tolle BMW oder die 10.000 Euro HiFi-Anlage werden gelegentlich schamlos als Testobjekt ausgewählt, gesammelte Informationen werden zusammengestellt und ein lieblos angefertigter Bericht ins Forum gestellt. Hier möchte ich niemanden angreifen, da es sich nur um Beispiele handeln soll. Aber ich bin wählerisch geworden in der Auswahl dessen, was ich in den Foren lese (oder lesen möchte). Das schöne ist, dass man die Möglichkeit hat, sich die Schreiber und Schreiberinnen herauszupicken und als Freund, Buddy, Vertrauter oder wie auch immer zu markieren, auf deren Meinungen man wert legt. Natürlich erfüllt es mit Befriedigung, wenn man selbst als „Auserwählter“ dasteht und man weiß, dass die Berichte die man erstellt hat, nicht nur gelesen wurden, sondern auch Gefallen gefunden haben. Hier wird das Ego des Einzelnen besonders gestreichelt.
Es können nicht die Cent-Beträge oder die paar webmiles oder Punkte sein, die den großen Anreiz schaffen. Es ist die Genugtuung, dass man etwas sinnvolles geschaffen und veröffentlicht hat. Das allein ist der Grund, warum ich mich diesen communities hingezogen fühle. Die Zeit, die ich mit dem Schreiben verbringe ist allemal sinnvoller genutzt, als ein stumpfsinniges durchforsten des Internetangebotes (insbesondere der von allen Arbeitgebers geliebten XXX-Sites). Hier wird man gefordert und erhält ein umgehendes feedback.
Geht es euch etwa anders ??
Eure
Katze
Eine Meinung hat sicher jeder, aber nicht jeder hat die Möglichkeit diese auch in einer breiten Öffentlichkeit kund zu tun. Sei es im zwischenmenschlichen Bereich (hier empfehle ich ausdrücklich die Vormittags- und Nachmittags -Talkshows mit den einfühlsamen Talkmastern und -innen), oder eine Meinung zu einem der Produkte des täglichen Bedarfs. Meinungsforen haben in allen Medien Hochkonjunktur. Wie haben es die Deutschen denn nun gelernt, nicht mehr mit ihren Meinungen hinter dem Berg zu halten? Es wurden Anreize geschaffen. Webmiles oder kleine Geldbeträge, Punkte und Prämiensysteme sollten die Menschen aus ihrer Lithargie wecken, sollten sie mobilisieren und ihre kreativen Schaffenskräfte einer breiten Masse zugänglich machen. Das dieses auch zur Sucht werden kann, wollen wir mal besser verschweigen.
Qualitativ hochwertige Meinungen müssen nicht unbedingt aus der Feder eines Universitätsprofessors stammen, soviel habe ich in den letzten 6 Monaten, in denen ich mich auf diversen Plattformen bewege, gelernt. Auch muss man nicht über alles und jeden Bandreihen füllen um präzise und objektiv (natürlich ist auch subjektives gefragt) eine Sache darzustellen. Aber zumindest sollte man einige Prinzipien einhalten. Erstens: eine genaue Beschreibung des Produktes oder des Geschehenen oder ... zweitens: Hinweis auf Quellen, wo weitere Informationen zu finden sind und drittens: eine Fazit (also eine eigene Bewertung dessen, was ich den anderen empfehlen oder nicht empfehlen möchte). Mich persönlich interessiert das Fazit am meisten. Hier ist der Schreiber nämlich gefordert. Leicht fällt es, wenn das beschriebene Produkt selbst getestet wurde. Erfahrungen können eingebracht werden und die Handhabung, oder der Nutzen, oder was auch immer können in die Bewertung einfließen.
Man stellt nach kurzer Zeit fest, wer der vielen Schreiber und Meinungsmacher sich tatsächlich und intensiv mit der beschriebenen Sache beschäftigt hat und wer sich nur Informationen, aus welcher Quelle auch immer, zu eigen machte. Einen Film kann ich nur analysieren und Auswerten, wenn ich ihn selbst sah. Ein Buch muss gelesen worden sein um es den anderen näher zu bringen. Ein Haushaltsgerät lässt sich nicht allein aus den technischen Daten des Herstellers beurteilen. Hier ist in meinen Augen die größte Gefahr geboten. Denn viele Onlinestores (wie amazon.de oder andere) rezensieren Filme und Bücher, lassen Kunden zu gekauften Geräten Bericht erstatten oder geben soviel Infos zum neuen Automodell preis, dass all das übernommen wird ohne sich Gedanken gemacht zu haben, geschweige denn gekauft und getestet zu haben.
Wunschträume, wie der tolle BMW oder die 10.000 Euro HiFi-Anlage werden gelegentlich schamlos als Testobjekt ausgewählt, gesammelte Informationen werden zusammengestellt und ein lieblos angefertigter Bericht ins Forum gestellt. Hier möchte ich niemanden angreifen, da es sich nur um Beispiele handeln soll. Aber ich bin wählerisch geworden in der Auswahl dessen, was ich in den Foren lese (oder lesen möchte). Das schöne ist, dass man die Möglichkeit hat, sich die Schreiber und Schreiberinnen herauszupicken und als Freund, Buddy, Vertrauter oder wie auch immer zu markieren, auf deren Meinungen man wert legt. Natürlich erfüllt es mit Befriedigung, wenn man selbst als „Auserwählter“ dasteht und man weiß, dass die Berichte die man erstellt hat, nicht nur gelesen wurden, sondern auch Gefallen gefunden haben. Hier wird das Ego des Einzelnen besonders gestreichelt.
Es können nicht die Cent-Beträge oder die paar webmiles oder Punkte sein, die den großen Anreiz schaffen. Es ist die Genugtuung, dass man etwas sinnvolles geschaffen und veröffentlicht hat. Das allein ist der Grund, warum ich mich diesen communities hingezogen fühle. Die Zeit, die ich mit dem Schreiben verbringe ist allemal sinnvoller genutzt, als ein stumpfsinniges durchforsten des Internetangebotes (insbesondere der von allen Arbeitgebers geliebten XXX-Sites). Hier wird man gefordert und erhält ein umgehendes feedback.
Geht es euch etwa anders ??
Eure
Katze
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