Zungenpiercing Testbericht

Zungenpiercing
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Abbildung beispielhaft
ab 8,58
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Erfahrungsbericht von erdlicht

Nette Sache

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Ein Zungenpiercing hat heute fast jeder, kommt mir zumindest so vor. Das spricht zumindest dafür, das es nicht ganz so unangenehm is wie so manch anderes Piercing. Klar wollte ich auch eins haben, undseit knapp einem Jahr habe ich eines und möchte es nicht mehr missen.

Wichtig ist zunächst die Auswahl des Piercers. Ich habe da auf die einstimmige positive Bewertung meiner Freunde gehört und bin dann zu dem gegangen, bei dem die meisten sich auch eines haben machen lassen. Die Auswahl des richigen Piercersist verdammt wichtig. Man muss darauf achten, das alles was im Behandlungsbereich liegt und gebraucht wird, steril und der Raum selbst sauber ist.

Wichig ist die Vorbereitung bevor man sich das Piercing stechen lässt. Man sollte sich viele Eiswürfel zubereiten, Listerine (desinfizierende Mundspülung, gibt es z.b. bei Walmart) kaufen, und weiche Speisen.

Zunächst sah der Piercer sich meine Zunge ganz genau an, beleuchtete sie sogar mit einer kleinen Lampe, um zu verhindern, das wichtige Adern zerstört werden. Dann musste ich die Zunge ganz weit raus strecken, er sprühte etwas desinfizierendes drauf. Dann nahm er meine Zunge in eine Speziealzange. Und der Mann weiss, was er tut, er setzte die Kanüle zum durchstechen unten an und zack, war oben durch. Das war ein kleiner Piekser, etwa so wie beim Blut abnehmen, mehr nicht.

Dann setzte er einen Stab ein, der ganze 25 mm Länge hatte. Dieser Stab muss etwa eine gute Woche drin bleiben, erst dann bekommt man einen kürzeren eingesetzt. Der lange Stab macht auch Sinn, die Zunge kann nämlich anschwellen. Wäre ein kürzerer Stab drin, würde die Kugel auf einer geschwollenen Zunge unangenehmen Druck und Schmerzen verursachen.

Als Ersteinsatz bekommt man immer Stäbe aus Chirurgenstahl, die sind sehr gut verträglich und lösen keine Allergien aus.

Ich sollte jetzt viel Eiswürfel lutschen, keine scharfen Speisen, nichts mit Essig oder dergleichen zu mir nehmen. Mindestens vier mal am Tag mit Listerine spülen, zusätzlich nach jedem Essen.

Also dieser lange Stab behinderte mich, wo er nur konnte. Sprechen war zwei, drei Tage ein Problem, er stellte sich quer, saß mal hinter den Zähnen fest, machte mir das Leben schwer. Ich habe konsequent Eiswürfel gelutscht und viel Eiswasser mit einem Strohhalm getrunken. Meine Zunge ist nicht angeschwollen.

Was das Essen betrifft, ging es ein bisschen schwer, es ist ja auch gewöhnungsbedürftig. Ich habe alles gegessen, wie sonst auch, musste es nur ein wenig zermanschen.

Diese Listerine ist das ekligste was es gibt, die kann und darf man sich verdünnen, sonst hat man das Gefühl, man nimmt Diesel pur zu sich.

Nach einer guten Woche bekommt man einen kürzeren Stab eingesetzt. In einem guten Studio, so auch hier, ist der zweite Stab im Preis mit drin.

Das fühlte sich schon ganz anders an, aber immer noch ungewohnt. Diesen Stab sollte man einige Wochen drin lassen, denn es muss erst alles abheilen. Probleme mit der Abheilung hatte ich nicht.

Natürlich gibt es Anfangs kleine Problemchen im Alltag. Zum Beispiel wenn es Spaghetti gibt, die wickeln sich mit Vorliebe um das Piercing rum, ebenso Sauerkraut. Herrlich sage ich euch, da hat man lange was vom Mittagessen. Stork Riesen, oder andere Weichbonbons wie Maoam bleiben so fest auf der Kugel, das man meint, man rupft sich alles raus.

So wie es ging, tauschte ich die Metallkugeln gegen Kunststoffkugeln aus. Erst mal beschädigt das Metall auf Dauer die Zähne, dann gibt es unzählige schöne farbige Kugeln.

Wo auch immer ich hin gehe, ich habe immer eine Ersatzkugel dabei. Die lösen sich ab und an mal, wenn auch selten. Ich drehe beide Kugeln ab und an fest, deshalb hab eich bisher noch keine verloren.

Manchmal \"verkantet\" sich das Piercing und man beisst sich volle Kanne auf die Kugel, das tut den Zähnen höllisch weh, aber auch das ist mir in dem einen Jahr höchstens zwei mal passiert.

Manche sehen ein Zungenpiercing auch als erotisches Spielzeug. Nun ja, beim Küssen klappert es :-) alles andere überlasse ich mal eurer Phantasie.

Es gibt Zahnärzte, die sehen ein Zungenpiercing nicht gern. Meiner sagt, lassen sie mal drin. Er freut sich immer, wenn er mal wieder ein anderes zu sehen bekommt. Der Grossteil der Zahnärzte findet das aber gar nicht gut.

Das Piercing fällt beim Sprechen auch nicht auf, höchstens wenn man mal lacht, da kommt dann schon mal die Frage was ich denn da habe.

Aber ansonsten würde ich es immer wieder machen lassen.

Wichtig ist, sich die Zeit zu nehmen, den richtigen Piercer zu finden, und bei Problemen das Piercing nicht sofort raus zu nehmen sondern zum Piercer zu gehen, die wissen meist Rat.





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Mein Zungenpiercing habe ich jetzt schon seit vielen Jahren, und ich bin immer auf der Suche nach neuen Kugeln, es gibt da ja unglaublich viele Varianten.

So entdeckte ich vor einem Jahr das vibrierende Zungenpiercing bei ebay, hab mir die Beschreibung durch gelesen und fand das doch mal ganz witzig.

Bezahlt habe ich für dieses Piercing 7 Euro. Dafür bekam ich das Metallpiercing und drei Knopfzellen - Batterien.

Es ist aus Chirurgenstahl gefertigt, also kein Billigmaterial. Es sieht aus wie eine Kapsel an einem Ständer mit Fuss, beweglich ist dort nichts. Im Fuss des ganzen befindet sich die Batterie, was gleichzeitig zum an - und abdrehen.

Also das Teil gleich mal eingesetzt - das geht ähnlich wie Ohrringe wechseln - und ich hatte das Gefühl, mein Mund wäre ziemlich voll. Oben die fette Kapsel, unter der Zunge der Fuss. Sprechen ging damit nur unter Anstrengung und Gesabber. Das war schon mal nicht so gut. Dann kam noch so ein Würgegefühl mit dazu wenn die Kapsel längs auf der Zunge stand, das fand ich dann nicht mehr lustig.

Damit die Vibration funktioniert soll man den Fuss ein wenig im Uhrzeiger drehen, dreht man wieder zurück, geht es aus. Mutig drehte ich im Uhrzeigersinn - und es vibrierte alles! Es gab ja auch keine Feder oder irgend etwas anderes, das dieses fiese Ding nur an der Kapsel vibrierte.

Die Vibrationen waren ziemlich stark, ich hatte das Gefühl irgendwas hämmert da in meinem Kopf. Es klapperte ständig an den Zähnen, ich habe im Unterkiefer eine Brücke, man kann sich kaum vorstellen wie das klapperte, es knallte ja rgelrecht dagegen.

Ich hab das Piercing ganz schnell wieder entfernt, es liegt bei meinen anderen Piercings, wird aber garantiert nicht noch mal raus geholt.

Was mir einen Würgreiz verursacht, unkontrolliert vibriert und gegen Zähne und Brücke knallt, kann einfach nicht gut sein und kann so auch keinen Spass machen. Vor allem dürfte es, da aus Metall, auf Dauer die Zähne kaputt machen, derartige Schäden stehen in keinem Verhältnis zu diesem Mistding.

Das war wieder mal leider raus geworfenes Geld, empfehlen kann ich so ein vibrierendes Zungenpiercing nicht.

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