8 Mile (VHS) Testbericht

8-mile-vhs-drama
ab 18,06
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Erfahrungsbericht von Taschimaus

JEDER AUGENBLICK IST EINE NEUE CHANCE!!!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Hallo meine lieben Leserinnen und Leser!

Einleitung:
~*~*~*~*~

Seit langem schreibe ich nun mal wieder einen Filmbericht, denn ich habe am Freitag einen Film gesehen, der es wirklich wert ist über ihn zu berichten. Ich spreche von dem Leinwanddebüt von dem Rapper Eminem, auf welches ich schon seit Monaten gespannt war. Es ist ja so, dass es schon viele Rapper bzw. Sänger / Sängerinnen versucht haben einen Hit im Schauspielgeschäft zu landen, aber nur den wenigsten gelingt das auch. Deswegen auch meine Neugier auf Eminems Leistung. Es war mir von Anfang an bekannt, dass zwischen Eminems Leben und diesem Film Parallelen bestehen und deswegen war ich sehr gespannt. Die Infos, die ich nämlich bis dahin über sein Leben hatte waren nämlich alles andere als positiv. Als ich in diesen Film gehen wollte, als er gerade in Deutschland gestartet war, stand ich leider vor dem ausverkauftem Kino, denn der Ansturm war wirklich riesig.! Aber nun möchte ich allen, die von dem Film noch nichts gehört haben, erst mal etwas zum Inhalt erzählen.


Story:
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Jimmy Smith, der von allen nur „Rabbit“ genannt wird, steht am Anfang des Filmes vor dem Spiegel in einer verdreckten Toilette und der Zuschauer wird gleich mit lautem Hip Hop zugedröhnt. Diese Musik kommt aus den Kopfhörern, die Rabbit trägt und er macht vor dem Spiegel auch Bewegungen zu dieser Musik. Dies stimmt einen auf die folgende Sequenz ein, denn danach folgt ein Battle. Was ein Battle ist, das muss natürlich erklärt werden, denn es gehört zu den wichtigsten Dingen in diesem Film. In diesen Battles treten Rapper gegeneinander im Wettbewerb an und beleidigen sich durch ihre Raps. Der Gewinner bekommt dann mehr Ansehen in dieser Szene.

Doch bevor Rabbit zu diesem Battle geht, muss er sich erst mal übergeben, wodurch deutlich wird, dass er sehr aufgeregt sein muss. Kein Wunder, denn als er dann auf der Bühne steht ist der der weiße Außenseiter in einer Szene, wo sonst fast nur Schwarze etwas zu sagen haben. Da er bei seinem Auftritt so niedergemacht wird bekommt er keinen Ton raus und macht sich vor dem Publikum lächerlich. So endet dieses Battle also mit einer Niederlage für ihn und deprimiert zieht er ab.

Er geht zurück zu seiner Mutter, denn seine Freundin hat ihn verlassen und deswegen muss er sich etwas anderes zum Schlafen suchen. Diese wohnt in der „8 Mile“. Dies ist eine Straße in einem der ärmsten Viertel von Detroit und dort wohnt sie mit seiner Schwester in einem Trailerpark zwischen vielen anderen armen Menschen. Eine trostlose Gegend und Rabbit sträubt sich dageben dort hin zurückzukehren. Doch er hat keine andere Möglichkeit. Seine Mutter wohnt übrigens mit einem Schulkameraden von ihm zusammen und als er die beiden beim Sex erwischt gibt ihm das den Rest!

Im weiteren Verlauf des Filmes wird der „Bandenkrieg“ zwischen Rabbits Freunden und den Mitgliedern einer anderen Crew immer drastischer und spitzt sich gegen Ende immer mehr zu. Des weiteren lernt Rabbit ein Mädchen kennen, doch auch ihre Geschichte scheint nicht gut auszugehen. Nun liegt es an Rabbit was er aus seinem Leben macht und ob die die Chance nutzt, die ihm geboten wird...


Die Schauspieler:
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Eminem ist natürlich der Hauptdarsteller in diesem Film und er stellt Rabbit dar. Wie gesagt, es sind viele Ähnlichkeiten zwischen seinem Leben und dem Film festzustellen und deshalb finde ich es mutig, dass er sich getraut hat, dies zu verfilmen. Es ist nämlich wirklich heftig, was da alles abgegangen ist. Er spielt wirklich genial und dieser Meinung bin nicht nur ich. Selbst die Kritiker, die ihm sonst eher kritisch gegenüberstanden waren von seiner schauspielerischen Leistung begeistert. Er stellt Rabbit sehr glaubhaft dar und man nimmt ihm diese „Rolle“ 100%ig ab. Durch seine Mimik und Reaktionen kommt die Hoffnungslosigkeit und Angst, die ihn quält, sehr deutlich rüber. Auch wenn man ihn in diesem Film rappen hört, dann kann man ihn einfach nur bewundern, denn das hat er echt drauf. Alles in allem war ich von ihm und seiner Leistung wirklich überrascht, denn damit hatte ich nicht gerechnet!

Seine Mutter Stephanie wird von der bekannten Darstellerin Kim Basinger dargestellt. Auch hier muss ich sagen, dass sie toll gespielt hat. Man merkt auch ihr an, dass sie die Situation in der sie sich befindet, hasst, aber dennoch keinen Mut hat, etwas daran zu ändern. Ihre einzige Hoffnung ist das Bingo spielen, doch auch hier ist sie bis auf ein einziges Mal eine Verliererin. Sie sieht in diesem Film wirklich fertig aus, was daran liegt, dass ihr Gesichtsausdruck sehr traurig ist. Außerdem ertrinkt sie ihre Probleme im Alkohol und auch diese Situation wird von Kim Basinger sehr gut dargestellt. Ihr Konflikt mit ihrem Sohn wird auch in vielen Szenen deutlich, denn manchmal beschimpfen sich die beiden ganz schön. Auch hier kann ich sagen, dass diese Rolle sehr gut besetzt wurde.

Eine weitere wichtige Rolle wurde von Britanny Murphy gespielt, sie stellt Rabbits Freundin Alex dar. Sie hat neben Michael Douglas in \"Sag kein Wort\" mitgespielt, aber da ich diesen Film nicht gesehen habe, kann ich die beiden schauspielerischen Leistungen leider nicht miteinander vergleichen. Dennoch kann ich auf jeden Fall sagen, dass sie 100%ig in diesen Film gepasst hat. Sowohl durch ihre Art, als auch durch ihr Qutfit ist dies sehr deutlich geworden. Man merkt, dass auch sie sehr verzweifelt sein muss und sich nichts sehnlicher wünscht aus Detroit rauszukommen, denn dafür lässt sie sich von einigen flach legen. Auch sie wurde deshalb sehr gut ausgewählt und ich denke, dass sie nun öfter in Filmen zu sehen sein wird, da sie einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

Die restlichen Schauspieler fand ich auch recht gut. Rabbits Freunde, die bis auf einen alle schwarz sind, sind eine lustige Truppe, die jedoch soweit ich weiß aus unbekannten Darstellern besteht. Der einzige Weiße in seinem Freundeskreis wird auch gut dargestellt und bei ihm musste ich ab und zu etwas schmunzeln, auch wenn das wirklich gemein war, was er spielen musste. Alles in allem ein Film der von seinen Schauspielern lebt und die allesamt überzeugend gespielt haben!


Meine Meinung:
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Meine Ansichten zu den Schauspielern habt ihn nun schon zu lesen bekommen, aber natürlich muss ich auch noch zu anderen Dingen aus diesem Film etwas los werden. Was mir gleich zu Anfang positiv aufgefallen ist war, dass bei den Battles nur Englisch gesprochen bzw. gerappt wurde (bis auf die Zwischenrufe). Damit man alles versteht wurde hier mit Untertiteln gearbeitet. Stellt euch mal vor die hätten die Rapps noch auf deutsch übersetzt (also mit deutschen Stimmen). Das hätte das ganze doch viel unglaubwürdiger und auch lächerlich gemacht.

Zu den Battles muss ich sagen, dass ich hier ganz schön schockiert war, denn es wurde keinerlei Rücksicht darauf genommen, dass der Film (schon) ab 12 Jahren freigegeben ist. Mir ist schon klar, dass in diesem Film alles sehr real dargestellt wurde, aber manche Sprüche gehen wirklich ganzschön unter die Gürtellinie. Besonders geschockt war ich, als Rabbit in einem Battle als „deutscher Nazi“ bezeichnet wurde nur weil er eine weiße Hautfarbe hat. Da habe ich echt gedacht, dass das doch nicht sein kann. Auch die restliche Sprache in dem Film ist genauso wie in den Liedern von Eminem sehr direkt und manchmal auch etwas zu heftig. Ich bin hier etwas gespalten, denn einerseits ist dies wichtig, damit der Film authentisch wirkt, aber andererseits kann ich dann die FSK ab 12 Jahren nicht befürworten. Dafür ist der Film wirklich zu krass.

Die Drehorte, die für diesen Film ausgewählt worden sind, unterstreichen die Story wirklich perfekt und hätten nicht besser ausgesucht werden können. Das „Shelter“ (auf deutsch bedeutet das Zuflucht bzw. Schutz) scheint der einzige Ort in dieser düsteren Gegend zu sein, wo die Rapper ohne Bedenken unter sich sein können und wo eigentlich auch alle recht friedlich und fair zueinander sind. Wenn sie sich dann jedoch auf der Straße treffen, dann sieht das alles ganz anders aus und dann werden auch schon mal die Waffen gezückt. Hier wird erneut deutlich wie hart der Kampf zwischen den Schwarzen und Weißen in diesem Business eigentlich ist.

Ein wichtiger Punkt in diesem Film ist natürlich die Musik. Musikalische Untermalung kann man dies hier schon gar nicht mehr nennen, denn dieser Film dreht sich ja um dieses Thema. Wenn man Hip Hop hasst, dann weiß ich nicht, ob dieser Film so passend ist, denn es kommt sehr viel davon vor. Leute, die diese Musikrichtung nicht hassen, aber auch nicht so gut finden, denen würde ich diesen Film schon eher empfehlen, denn schließlich ist dieser Film auch ein Drama, bei dem die Musik zwar eine wichtige Rolle spielt, aber auch der Rest der Story einfach gelungen ist. Für jemanden wie mich, der die Musik von Eminem wirklich klasse findet, ist die Musik in diesem Film natürlich perfekt und ich kann sagen, dass ich davon wirklich begeistert war. Ich bin sogar bis zum Schluss sitzen geblieben (ist bei mir sehr selten) und habe mich von „Lose yourself“ berieseln lassen.

Den Schluss des Filmes finde ich außerdem sehr gelungen. Ich denke ich verrate nichts neues, dass es sich hier um ein offenes Ende handelt, alles andere wäre wohl etwas zu kitschig gewesen und hätte absolut nicht in diesen Film gepasst. Ich fand es sogar schon etwas übertrieben, dass Rabbits Mutter dann auf einmal im Bingo gewonnen hat und zumindest die Geldsorgen vorerst beseitigt waren. Das hat mir nicht so gut gefallen, denn irgendwie habe ich gedacht, dass noch kommen würde, dass sie aus Verzweifelung das Geld gestohlen hat oder so.

Eine Sache, die ich sehr wichtig finde ist die Aussage, die in dem Film rüberkommt und die auch in dem Titelsong besungen wird. Und zwar das jeder Moment eine Chance ist, sein Leben zu ändern und das jeder dies selber in die Hand nehmen muss. Ein wichtiger Punkt, der mir außerdem sehr gut gefallen hat!

Fazit:
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Dieser Film ist auf jeden Fall eine Empfehlung wert, das habe ich ja schon zu Beginn des Berichtes angesprochen. Man bekommt ein authentisches Drama mit tollen Darstellern geboten, was mich auch nachdenklich gemacht und mich bewegt hat. Auch die Kameraführung hat mir an diesem Film sehr gut gefallen, denn durch diese werden die Situationen noch ein wenig glaubwürdiger! Der Film geht übrigens 111 Minuten was ich auch klasse fand, endlich bekommt man im Kino mal wieder was für das Geld geboten und ich habe mich auch keine Minute lang gelangweilt!

Mir fällt nach längerem Nachdenken einfach nichts negatives (bis auf die FSK) ein und deswegen auch kein vernünftiger Grund diesem Film einen Stern abzuziehen. Klar muss man bedenken, dass es sich hier nicht um einen anspruchsvollen Film handelt und deswegen kann man ihn auch nicht mit Filmen dieser Art vergleichen. Dennoch muss ich sagen, dass er einer der besten Filme ist, die ich in letzter Zeit gesehen habe. Deswegen vergebe ich alle 5 Sterne, ich bin begeistert! Übrigens saßen hinter mir im Kino etwas ältere Leute, die sahen nach dem Film richtig verstört aus *lol*



Dankeschön für´s Lesen und Bewerten!

Liebe Grüße,
Eure Taschimaus

© by Natascha, 2003-01-19

Erstmals veröffentlicht bei www.ciao.com

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